Dr.Doyle schrieb:Aber genau darum geht es doch, die Angeklagte vertraute eben nur sich selbst.
Oder zumindest wollte sie die Kontrolle behalten.
M hatte ihr ja auch Grund zur Eifersucht gegeben,(aus ihrer Sicht) weil er mit einer
anderen Nachrichten schrieb.
Eifersucht war schon immer ein starkes Motiv für alle möglichen
Handlungen, die ein Außenstehender nicht oder nur begrenzt nachvollziehen kann.
Wir kennen ja nur seine Version der Geschichte, in der er zugegeben hat, mit anderen Frauen geschrieben zu haben und ihr damit Grund zur Eifersucht gegeben hat - so hat Gina H es ihm zumindest erklärt und natürlich hat er das dann auch eingesehen und überhaupt ist sie eine ganz tolle Frau!
Interessant ist also weniger, was er heute denkt, als vielmehr, was er damals gedacht hat. Und damals hat er sich offensichtlich so sehr darüber aufgeregt, dass er dachte, sie habe diese App auf sein Handy gespielt, dass er empört seiner Chefin davon berichtet hat. Und zwar so empört, dass sie sich drei Jahre später noch so eindruücklich daran erinnert hat, dass sie sich bei der Polizei gemeldet hat, um das mitzuteilen.
Dr.Doyle schrieb:Nun, dem Partner kann doch aber auch mal was zustoßen, da ist so eine App auch hilfreich.
Wäre für mich jedenfalls kein Vertrauensbruch, aber immer vorausgesetzt, ich weiß davon!
Ich weiß überhaupt nicht, was mit Spy-Ware gemeint ist. Es gibt diese App für Familienmitglieder oder Freunde, ober die andere Personen den eigenen Standort sehen können. Das wird z.B. genutzt um Kinder zu tracken, die z.B. alleine zur Schule gehen. Das kann über eine App übers Handy passieren, bei der das Handy sozusagen die GPS-Daten der Person mitteilt, die zugriffberechtigt ist. Oder eben über diese AirTags (Apple) oder SmartTag (Samsung) (k.a. ob es noch andere Hersteller gibt), bei denen die Person eine Art Peilsender mit sich tragen muss und darüber geortet werden kann.
Das ist doch aber nicht das, was man unter einer Spy-Ware versteht.
Wo wie ich den Begriff verstehe ist da aber doch eher eine App gemeint, über die man die Aktivitäten auf dem gehackten Handy mitverfolgen kann, also z.B. ob und mit wem telefoniert wird, was mit wem an Textnachricten verschickt wird, mit der man evtl. auch auf die Kamera zugreifen kann, und sicher auch, wo das Handy sich befindet.
Nun haben wir ja alle die Chance gehabt, uns einen ersten Eindruck von Matthias R zu machen und er wirkt auf mich doch eher etwas einfach gestrickt. Keine Ahnung also, was er darunter versteht, wenn er von "Spy-Ware" redetet. Und wie wissen auch nicht, wie er überhaupt darauf gekommen ist, dass so eine App bei ihm installiert sein könnte? Hat er das an Infos festgemacht, die Gina plötzlich wusste (z.B. Wieso hast Du denn gestern abend 10 MInuten mit der XY telefoniert?), oder hat er tatsächlich so eine App auf seinem Handy installiert vorgefunden?
Die Infos könnte Gina ja auch woanders her gehabt haben (z.B. einfach heimlich in seiner Anrufliste nachgeschaut) und somit wäre das dan ein bloßer Verdacht gewesen, den er sich ein bisschen hysterisch zusammengestrickt hat.
Mit anderen Worten: wir wissen nicht, ob Gina tatsächlich so eine App überhaupt je auf seinem Handy installiert hat oder ob es nur ein Verdacht war. Und wir wissen auch nicht, was für eine Software er sich darunter vorgestellt hat und wie er drauf gekommen ist.
Laut diesem Ticker hat er allerdings gesagt, dass sich sein "Verdacht nicht erhärtet" hat:
16:40 Uhr.Allerdings meldete sich auch eine Arbeitskollegin R.s bei der Polizei, berichtete von Spähprogrammen auf R.s Smartphone. Zudem habe er als Trennungsgrund das Gefühl genannt, dass Gina H. Fabian manipuliere und anlüge.
Jetzt sagt R., dass sich der Verdacht der Spähprogramme nicht erhärtet habe. "Dann war es für mich erledigt", sagt er. Genauso hätten sich bei der Aussprache die Manipulationsvorwürfe geklärt: "Ich habe vieles missverstanden."
Quelle:
https://www.focus.de/panorama/welt/mordprozess-um-fabian-8-startet-ex-des-vaters-angeklagt_561cdcb9-a0cf-4e1e-9a22-61f1296057b4.htmlKann man jetzt wieder so auslegen, dass die Software gar nicht installiert wurde und er sie zu unrecht verdächtigt hat. Oder aber, dass sie die wieder entfernt hat, als sie merkte, dass er ihr drauf kommen könnte.
Oder eben, dass sie ihm den Grund für das Aufspielen der App nachträglich erklärt hat, er das natürlich verstanden hat, warum sie das gemacht hat und nun dafür Verständnis hat. Mit dem Verdacht wäre dann gemeint, dass er dachte, die wolle ihn darüber ausspionieren. In einem anderen Ticker stand meine ich, dass sie ihm erklärt hat, dass sie sich nur Sorgen um ihn macht und deshalb wissen wollte wo er ist. Sie also sehr wohl eine Spahsoftware installiert hat, es aber nur zu seinem Besten gemeint hat - zwinker, zwinker.
wobel schrieb:So mag sie ihm das erklärt haben - für mich wär's ein Grund den/die Partner*in zum Teufel zu jagen. Nicht weil ich etwas zu verbergen hätte, sondern weil das ein massiver Vertrauensbruch ist.
Wenn Eltern ihre Kinder überwachen - soweit so gut und sicher auch schon oft hilfreich gewesen. Aber doch nicht den Partner!
Für mich auch: ein absolutes No go und Trennungsgrund, wenn es heimlich erfolgt, weil es eben ein massiver Vertrauensmissbrauch ist.