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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

18.075 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Vermisst, Kind, Straftat ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 18:24
@hopkirk
Danke. Super zusammengefasst! Und die Mutter erntet auch noch einen Shitstorm vor Gericht von einer anderen Mutter.

Und muss jetzt zeitlebens mit diesen Sätzen leben. Ich weiß, dass die Verteiriger nur ihren Job machen, aber diesen Anstand hätten sie bewahren können.

War die andere Mutter eigentlich Zeugin der Verteidigung?


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 18:25
Zitat von InterestedInterested schrieb:Vater hat die Familie verlassen, als er knapp 2 war, auch da waren schon Alkohol und Gewalt wohl
Andersherum war es laut Dorina: Sie hat sich von ihm getrennt, weil er sich nach der Geburt von Fabian verändert hatte und viel trank. Er wollte die Beziehung danach nochmal aufnehmen, sie lehnte das ab. Wenn das so war, alles richtig gemacht – dass sie das Elend in dieser Form wieder einholt, ist echt bitter.
Zitat von FyraFyra schrieb:
Zitat von Dr.DoyleDr.Doyle schrieb:Daher erschließt es sich für mich auch nicht, warum sie anwesend ist
und sich alles anhören muss, sich es antut?
Sie will es so, sagt sie. Für Fabian.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 18:44
Zitat von SuppengespenstSuppengespenst schrieb:Dabei kann man das je nach Kind auch humorvoll nehmen.
Also dass es gar nicht ernst gemeint war von Fabian.
Nur die Freundesmutter hat darin dann gesehen und gehört was sie sehen und hören wollte.
Unser Jüngster hat einmal bei einem befreundeten Paar von uns erzählt, dass meine Frau ihn hassen würde. Der Grund war, dass meine Frau kurz vor seinem Geburtstag ins Krankenhaus musste, wegen einem Unfall und das "ausufernde" Spezialprogramm mit seinen Freunden an seinem Ehrentag stark eingeschränkt werden musste. Sprich, das hat sie extra gemacht.

Kinder erzählen viel und situationsbedingt auch oft unterschiedliches. Das Dorina sicherlich auch mal überfordert war oder der Junge, aufgrund der Arbeitssituation von D., oft oder auch zu oft mal alleine war, streitet sicherlich auch D. nicht ab. Aber die "Schiene", die da gelegt werden soll ist nicht nur grausam der Mutter gegenüber, sie wird sich m.E. auch nicht verfangen, da völlig bedeutungslos für den Prozess. Ein sehr durchschaubares Manöver und ich befürchte da kommt noch mehr.

Das die Verteidigung nicht möchte das Fabians Vater am Prozess teilnimmt, da sie ihn angeblich nochmal als Zeugen vorladen möchten, scheint mir ein vorgeschobenes Argument. Wahrscheinlich hat der Verteidiger ihm auch gesagt, er solle dem Prozess nicht über die Presse verfolgen. Der Vater ist doch der einzige "Goldesel" den sie haben, kommen dem auch nur ansatzweise Zweifel, könnte das komische Verteidigungsgerüst extrem ins Wanken geraten.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 19:12
Oh, @AdolpheSax,

Vielen Dank für deine Zeilen. Ich bin sooo betroffen von den Worten der Freundesmutter.

Alleinerziehende haben sicher permanent schlechtes Gewissen, eben weil sie arbeiten müssen u nicht immer für das Kind da sein können. So wird auch D. einfach oft froh gewesen sein, wenn Fabian bei Freunden ist, und ansonsten selbständig.

Außerdem glaube ich, daß Kinder immer denken, sie seien Schuld ( an Trennung der Eltern, an allem).. und nur deshalb hat Fabian vlt diesen Satz gesagt.

Diese Freundesmutter hat wohl gar nicht nachgedacht. Das hätte ich niemals geäußert.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 19:13
Zitat von soomasooma schrieb:Andersherum war es laut Dorina: Sie hat sich von ihm getrennt, weil er sich nach der Geburt von Fabian verändert hatte und viel trank. Er wollte die Beziehung danach nochmal aufnehmen, sie lehnte das ab. Wenn das so war, alles richtig gemacht – dass sie das Elend in dieser Form wieder einholt, ist echt bitter.
Yep, Dorina hat durch die konsequente Trennung vom Kindsvater richtig und im Sinne Fabians gehandelt.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 19:14
Zitat von Photographer73Photographer73 schrieb:Du warst ja vor dem Prozess sehr skeptisch, was die Schuld von GH angeht. Wie siehst du das jetzt?
Kleine Korrektur, ich war eher skeptisch ob man ihr die Tat ohne vernünftige Zweifel wird nachweisen können.
Oberflächlich betrachtet sieht es nicht gut für GH aus, ich kann schon nachvollziehen, dass man das so sieht. Allerdings habe ich jetzt auch noch immer keine unumstösslichen Indizien gesehen und warte deshalb gerne noch die nächsten Prozess Tage ab, bevor ich mir ein abschliessendes Urteil bilde.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 19:19
Zitat von BohoBoho schrieb:sich
Zitat von BohoBoho schrieb:Ist ein Belastungseifer gegeben? Klang. hier nicht so, er ließ sich ja extra das andere Foto zeigen, weil das erste von der falschen Seite war.
Ist sie konkret? Er konnte detaillierte Angaben machen, warum ihm der PKW aufgefallen ist - die Parkweise und das Aussehen. Ich erinnere hier an den einzigen (!!!) Belastungszeugen im Schlemmer Prozess, der eben auch detaillierte Angaben machen konnte, ohne Belastungseifer. Auch ihm war der PKW wegen "Fehlverhalten" aufgefallen und er konnte sich prägnante Details des PKW merken.


Da die Verteidigung nicht direkt auf ihn los ist, wird es kaum gegensätzliche Beweise über einen anderweitigen Aufenthaltsort der TV geben "wie ihre Handy Daten zeigen, hielt sie sich an Punkt X auf".
Ok, danke, so detaillierte Angaben über die Zeugenaussage lagen mir nicht vor, das klingt dann schon glaubwürdig.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 19:21
Zitat von ManateeManatee schrieb:Allerdings habe ich jetzt auch noch immer keine unumstösslichen Indizien gesehen
Bisher habe ich die auch noch nicht gesehen. Es ist viel hören/sagen dabei. Viel hätte/würde/könnte aber nichts juristisch Stichfestes.

Oberflächlich scheint die Sache ziemlich klar, sie muss (und ist es wahrscheinlich) sogar gewesen aber Beweise sind bisher noch nicht geliefert. Was mich persönlich stutzig macht sind die Zusatztage. Das deutet eher darauf hin daß der eh schon nur über Indizien laufende Prozess eben noch nicht "fertig" ist.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 19:22
Aktuell Off-Topic:

Zur Position von RA Löcker. Ziemlich sicher handelt es sich bei ihm nicht um einen reinen WAHLVerteidiger. In Deutschland können einem Angeklagten bis zu drei Pflichtverteidiger auf Antrag beigeordnet werden (je nach Umfang des Verfahrens). Dies soll u.a. sicherstellen, dass der Prozess geführt werden kann, sollte ein Verteidiger bspw. erkranken. Ansonsten müsste sich jemand über Monate einarbeiten, das Verfahren erneut beginnen.

Innerhalb einer Frist darf der / die Angeklagte einen Wunsch äußern bzgl des Verteidigers der beigeordnet werden soll. Es handelt sich dann quasi um einen gewählten Pflichtverteidiger. Im Volksmund auch mal Wahl-Pflichtverteidiger genannt.
Ich denke nicht, dass die Presse da so differenziert, weshalb er dort als WAHLVerteidiger geführt und benannt wird.

Dementsprechend zur Frage wer ihn bezahlt: höchstwahrscheinlich der Staat.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 19:23
Zitat von AdolpheSaxAdolpheSax schrieb:Wahrscheinlich hat der Verteidiger ihm auch gesagt, er solle dem Prozess nicht über die Presse verfolgen. Der Vater ist doch der einzige "Goldesel" den sie haben, kommen dem auch nur ansatzweise Zweifel, könnte das komische Verteidigungsgerüst extrem ins Wanken geraten.
Ich schätze, der Vater hat mittlerweile andere Sorgen, als das Wohlbefinden der Verteidiger von GH. Sollte er wegen "Falschaussage" im Prozess um den Mord an seinem eigenen Kind verurteilt werden, könnte dies nicht nur berufliche Konsequenzen nach sich ziehen, sondern zudem die soziale Ächtung.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 19:34
Der zitierte Beitrag von Mariechen123 wurde gelöscht. Begründung: Irrelevant, führt zu Online-"Stalking"
Er ist Metallbauer.
Zitat von Serval69Serval69 schrieb:könnte dies nicht nur berufliche Konsequenzen nach sich ziehen, sondern zudem die soziale Ächtung.
Nachdem, was der sich in den beiden Prozesstagen geleistet hat, wird das ohnehin der Fall sein. Alles andere würde mich extrem wundern.
Zitat von _Salzbrezel_Salzbrezel schrieb:Oberflächlich scheint die Sache ziemlich klar, sie muss (und ist es wahrscheinlich) sogar gewesen aber Beweise sind bisher noch nicht geliefert. Was mich persönlich stutzig macht sind die Zusatztage. Das deutet eher darauf hin daß der eh schon nur über Indizien laufende Prozess eben noch nicht "fertig" ist.
Es fehlen noch etliche Zeugenaussagen und vor allem die forensischen Spuren. Ich bin da sehr zuversichtlich.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 19:42
Zitat von Serval69Serval69 schrieb:Ich schätze, der Vater hat mittlerweile andere Sorgen, als das Wohlbefinden der Verteidiger von GH. Sollte er wegen "Falschaussage" im Prozess um den Mord an seinem eigenen Kind verurteilt werden, könnte dies nicht nur berufliche Konsequenzen nach sich ziehen, sondern zudem die soziale Ächtung
.
Es war klar das Richter und Staatsanwalt ihm nicht glaubten, ich habe mich gewundert das er im Anschluss an seine Vernehmung nicht vereidigt wurde, ein scharfes Schwert welches nur noch sehr selten benutzt wird. Man hat ihm offensichtlich die goldene Brücke noch bauen wollen, sonst stünde er jetzt Ermittlungen wegen Meineids entgegen, also einem Verbrechenstatbestand der zwangsläufig Freiheitsstrafe nach sich zieht.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 19:57
In der Vernehmung hieß es, er habe mit seinen Freunden Roblox gespielt. Dann hat er das sicher auch alleine zuhause gemacht. Bei Roblox kann man mit Freunden schreiben oder man sieht, wenn sie online sind. Wenn Gina das gewusst hat, könnte sie dort einen Account erstellt haben und ihn nach seinem gefragt haben. Hätte sie seinen Abmeldenamen gehabt, hätte sie wissen können, wenn er am Tattag online gewesen wäre - und wann. Und dass er dann nicht in der Schule war.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 20:03
Jetzt gibt es ja quasi 2 Optionen. Bei Option 1 hat M.R die Angeklagte G.H bewusst falsch belastet oder Option 2 hat M.R die Angeklagte G.H bewusst falsch entlastet?

Beides ist ja nicht zulässig.

Zwischen absichtlicher Lüge und absoluter Wahrheit gibt es leider einen großen grauen Bereich menschlicher Überforderung.

Er wollte keine Psychologische Hilfe. Hmmm... vielleicht sind noch andere Substanzen im Spiel, vielleicht ist er aktuell einfach nicht richtig zurechnungsfähig.
Es gibt auch traumabedingte Dissoziation, vielleicht fühlt er sich, in Anbetracht worüber die beiden ja vor der Tat gesprochen haben, für so schuldig, dass er neben Alkohol auch so eine traumabedingter Dissoziation durchlebt und iwie gar nicht realisiert dass das wirklich so gekommen ist und GH hat ihm in der Besuchszeit vielleicht von Unschuld erzählt und einer anderen möglichen Täterin usw.

Da kann man nur spekulieren.....und muss warten, was vielleicht noch kommen wird.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 20:07
Zitat von MissMoneypennyMissMoneypenny schrieb:Jetzt gibt es ja quasi 2 Optionen. Bei Option 1 hat M.R die Angeklagte G.H bewusst falsch belastet oder Option 2 hat M.R die Angeklagte G.H bewusst falsch entlastet?
Option 2 natürlich, ganz ohne Frage. Die Sprachnachrichten und Chatprotokolle sprechen doch eine klare Sprache, wie deren Beziehung war und was konkret ihre Forderungen und seine Antworten darauf. Vor Gericht hat er das alles abgestritten und somit nachweislich gelogen. 330 CDs, die genau das Bild zeichnen, welches er vor Gericht zu verheimlichen versucht hat und seine ersten Aussagen dazu mit Alkoholkonsum zu entkräften versucht hat.

Es gibt somit keine 2 Optionen, was es war - sondern nur diese eine!


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 20:14
Zitat von InterestedInterested schrieb:Es gibt somit keine 2 Optionen, was es war - sondern nur diese eine!
Ja ja, ich stimme dir da auch voll zu.

Ich wollte eigentlich damit ausdrücken, dass ein Verfahren gegen ihn, jetzt so oder so legitim ist, da weder seine Option 1 noch seine Option 2 zulässig ist. Er hat sich keinen Gefallen damit getan.

Man kann natürlich einzelne Aussagen später relativieren oder sagen: „Ich habe das damals anders gemeint“ oder „Ich habe voreilige Schlüsse gezogen und nach gründlicherem Nachdenken Zweifel bekommen.“ Das ist menschlich nachvollziehbar.
Aber hier geht es ja nicht nur um kleine Korrekturen einzelner Aussagen, sondern um einen nahezu vollständigen Sinneswandel. So ein massiver Richtungswechsel müsste eigentlich sehr ausführlich und nachvollziehbar erklärt werden. Genau da kam aber nichts! Stattdessen kamen zusätzlich viele Erinnerungslücken dazu, was die ganze Sache noch schwieriger einzuordnen macht.

Aber dass das nicht schlau war, hatten wir hier ja schon festgestellt.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 20:22
Ich finde das Thema Alkohol in Bezug auf MR relativ schwer zu beurteilen. Wir haben nur die Informationen von Dorina und Gina, dass er gerne mal einen über den Durst trinkt. Das hat mMn aber alles und nichts heißen. Jeder hat da einen anderen Blickwinkel drauf bzw. unterschiedliche Vorstellungen von.

Da er täglich seinem Beruf nachzukommen scheint und noch dazu Überstunden schiebt und Holz macht, sich um die Pferde kümmert etc., kann ich mir kaum vorstellen, dass er so eine Art Pegeltrinker ist, wie hier teilweise vermutet wird.

Ich glaube auch nicht, dass er alkoholisiert vor Gericht erschienen ist. Das wäre meines Erachtens nach aufgefallen. Ich persönlich denke nicht, dass sein Verhalten und seine Urteilskraft durch Alkohol so sehr eingeschränkt ist.

Was die Behauptungen angeht, die Mutter habe sich nicht genug gekümmert, habe ich auch ein sehr schlechtes Bauchgefühl. Sich selbst Essen kaufen kann auch bedeuten, dass er sich eben mal selbst ein Brötchen holen sollte oder ne Pommes. Ich glaube kaum, dass er sich selbst ständig selbst das Essen machen musste. Es ist immer leicht geurteilt, wenn man nur Ausschnitte kennt oder man mal was "gehört" hat. Gerade bei Patchwork gibt es oft Parteien, die dem anderen "was wollen", seien es dreckige Klamotten oder eben das mit dem Essen.
Fabian war offensichtlich nicht auffällig in seinem Verhalten, hatte Freunde und war ein fröhliches Kind.
Den Alltag einer Alleinerziehenden kann und darf man nicht unterschätzen. Noch dazu ist Dorina sehr jung Mutter geworden und das nicht unter den besten Voraussetzungen.

Was die Zeugin mit ihrer Aussage bewirken wollte, kann man nur vermuten. Sehr traurig jedenfalls für ein Mutterherz. Kinder spüren auch, wenn Eltern belastet sind- vielleicht hat Fabian es so gesagt, dass Mama wahrscheinlich froh ist, wenn er nicht da ist. Vielleicht aber auch nicht. Dass er sich ungeliebt gefühlt hat, kann eine höchst subjektive Meinung sein und ich gehe mal davon aus, dass das Gericht das einzuschätzen weiß, zumal - wie schon öfter erwähnt wurde- es hier nicht um Dorina geht.
Was immer die Verteidigung hier versucht, zu basteln, der Plan geht höchstwahrscheinlich nicht auf.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 20:32
Meine Eltern haben das halbe Dorf mit durchgefüttert, überspitzt. Wir haben bis spät abends, bis wir wirklich reinkommen mussten, draußen abgehangen. Kaum ein Kind war nonstop und nur mit seinen Eltern oder einem Elternteil zusammen. Wir haben alle Zeugs für die Schule vergessen, weil wir es nicht auf dem Schirm hatten, oder unsere Eltern. Daraus alleine lässt sich weder Vernachlässgiung, noch Lieblosigkeit ableiten.

Dass die Zeugin der Anklage das so sieht und darstellt, sei ihr unbenommen. Sie spiegelt mMn. nicht die ganze Realität wieder und in welchem Verhältnis die am Ende zueinander stehen, wissen wir auch nicht und können wir aus der Ferne auch gar nicht beurteilen.

Ergeben hat dieser Tag heute, dass es anders als der Erzeuger es dargestellt hat, mitnichten "hat sie sogar Mama genannt" aufgezeigt hat. Es wurde nie ihr Name genannt, er hatte kein sonderlich gutes Verhältnis zu ihr. Er hat von Garten und von Opa erzählt, vom Baumhaus mit Papa, zu dem er seit kurzem wieder Kontakt hatte, er hat von dem Kontaktabbruch seinen Freunden erzählt, vom Kino, vom Schwimmen. Er hat es so erzählt, wie es ein 8jähriges Kind nunmal wahrnimmt. Daraus zu machen, seine Mutter hätte ihn nicht lieb und wäre froh, wenn er nicht da wäre, ist einfach nur schäbig, wenn man mal bedenkt, dass sie ihr einziges Kind auf brutale Art und Weise verloren hat.
Was das am Ende aufzeigen wollte, ist nicht dadurch bestätigt, nämlich die Rolle der Angeklagten in ein positives Licht rücken.

Denn diese hat noch nie gearbeitet. Wohnt bei den Großeltern, zahlt keine Miete. Kocht sie für ihr Kind oder erledigen das die Großeltern? Wenn sie nontop - bei 330 CDs ist das wohl anzunehmen und die Thematiken alle krank und toxisch - am Chatten ist, in was für einem Umfeld wird denn dann ihr eigenes Kind groß? Eine Alkohol und Gewalt behaftete Beziehung mit Streit und Schlägen, Tränen, Trennung. In welchem gesunden Umfeld wuchs denn ihr eigenes Kind auf? Wieviel Liebe hat das erfahren? Vieviel Geborgenheit?

Also ich sehe die Aussage ganz sicher nicht zum Nachteil der Mutter Dorina.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 20:38
Zitat von sunrise2008sunrise2008 schrieb:Was die Zeugin mit ihrer Aussage bewirken wollte, kann man nur vermuten. Sehr traurig jedenfalls für ein Mutterherz. Kinder spüren auch, wenn Eltern belastet sind- vielleicht hat Fabian es so gesagt, dass Mama wahrscheinlich froh ist, wenn er nicht da ist. Vielleicht aber auch nicht. Dass er sich ungeliebt gefühlt hat, kann eine höchst subjektive Meinung sein und ich gehe mal davon aus, dass das Gericht das einzuschätzen weiß, zumal - wie schon öfter erwähnt wurde- es hier nicht um Dorina geht.
Was immer die Verteidigung hier versucht, zu basteln, der Plan geht höchstwahrscheinlich nicht auf.
Sehe ich ähnlich. Er war erst 8 Jahre alt und Kinder in dem Alter äußern oft Dinge, ohne sich wirklich über die Tragweite oder die Bedeutung ihrer Aussagen im Klaren zu sein.
Vielleicht gab es an dem Tag einfach einen kleinen Streit oder die Situation zwischen ihm und Dorina war angespannt. Kinder nehmen solche Situationen oft sehr emotional und momentbezogen wahr. (Wichtig ist es natürlich, wenn ein Kind sowas öfter ausdrückt und das Lebensbild des Kindes dazu auch passt, Gewalt, Verwahrlosung, emotionale Vernachlässigung.)
Deshalb kann ich mir gut vorstellen, dass er etwas aus Trotz, Enttäuschung oder aus dem Gefühl des Moments heraus gesagt hat, ohne dass dahinter tatsächlich ein grundsätzlicher Mangel an Liebe oder Zuneigung stehen musste.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 20:38
Zitat von sunrise2008sunrise2008 schrieb:Da er täglich seinem Beruf nachzukommen scheint und noch dazu Überstunden schiebt und Holz macht, sich um die Pferde kümmert etc., kann ich mir kaum vorstellen, dass er so eine Art Pegeltrinker ist, wie hier teilweise vermutet wird.
Ist definitiv möglich. Ich verweise nur mal auf einen wahren Erfahrungsbericht:
Ich zeigte in der Metallbaufirma, was
ich kann, verdiente viel und wurde Vorarbeiter. Überstunden? Kein Problem. Ich ging zur Arbeit, auch wenn ich krank war. Wertschätzung vom Chef erhielt ich wenig. Dafür war der Kühlschrank stets mit Bier für alle gefüllt. Bis zum Abend hatte ich manchmal sechs Flaschen getrunken. Vor allem, wenn ich Stress hatte. Irgendwann hielt ich es nicht mehr aus, kündigte und fing 2001 in einem anderen Betrieb an. Dort war Alkohol tabu.

Anfangs war das kein Problem für mich. Ich haute wie immer rein, wurde stellvertretender Fertigungsleiter. Aber dann wiederholte sich das Spiel: Ich trank, diesmal nach Feierabend. Meine Ehe ging in die Brüche. 2005 kam ich wegen Burn-out-Symptomen in eine Reha-Einrichtung. In den sechs Wochen machte es mir nichts aus, auf Alkohol ganz zu verzichten.

Prima, dachte ich: Du bist eben kein Alkoholiker! Also habe ich anschließend mit dem Trinken weitergemacht.

„Aber dann wiederholte sich das Spiel: Ich trank, diesmal nach Feierabend.“
Zu Hause hatte ich freie Bahn, verbrachte dort die Mittagspause. Die 20 Minuten reichten für drei Flaschen Bier. Ich war überzeugt, dass im Betrieb keiner etwas davon mitbekam. Natürlich war das anders, auch meine Leistung hatte nachgelassen. Nur wagte es keiner meiner Mitarbeiter, mich anzusprechen – schließlich war ich Führungskraft. Ich ein Alkoholiker? So einer, der auf der Parkbank
liegt? Ich ging doch viermal in der Woche ins Fitnessstudio und war jeden Tag im Betrieb. Dass eine Alkoholerkrankung auch andere Formen haben kann, wusste ich nicht.
Quelle: Blaue Kreuz, Achtung, beim Klick auf dem Link, lädt sich der Erfahrungsbericht als PDF herunter
Blaue Kreuz - Wege aus der Sucht - Erfahrungsbericht Silvio
Zitat von sunrise2008sunrise2008 schrieb:Ich glaube auch nicht, dass er alkoholisiert vor Gericht erschienen ist. Das wäre meines Erachtens nach aufgefallen. Ich persönlich denke nicht, dass sein Verhalten und seine Urteilskraft durch Alkohol so sehr eingeschränkt ist.
Muss nicht sein, dass es auffällt. Alkoholiker sind an einen gewissen Pegel gewöhnt und verhalten sich erst dann normal.

Zu wenig konsumiert = reizbar, Suchtdruck, auch mal ausfallend. Zu viel Konsum = typische Symptome wie Torkeln, Enthemmung und Aggressionen, Lallen.

Zum Punkt Urteilskraft: Es kann schon getrübt sein, aber in dem Fall hatte er immer zu den Zeitpunkten Amnesie, die brenzlig für Gina waren oder hätten sein können. Das wirkt für mich eher wie bewusstes Auslassen von Informationen.


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