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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

19.311 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Vermisst, Kind, Straftat ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

03.05.2026 um 12:16
Könnte es nicht sein, das er mit dem Sohn der Angeklagten telefoniert hat ? Sie waren doch befreundet. Und dieser hat das seiner Mutter erzählt mit dem Nasenbluten?


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

03.05.2026 um 12:19
Zitat von SuppengespenstSuppengespenst schrieb:Schwach deshalb, weil sie dann auch etwas erfinden könnte, was Thema des Gespräches war, bzw. man ihr ja nur den Anruf, jedoch nicht den Inhalt nachweisen konnte?
Zitat von EddotEddot schrieb:Wenn man nachweisen könnte, dass sie am Vorabend mit ihm telefoniert hat, dann wäre das im Rahmen der Inidizienkette schon ein sehr starkes Indiz!
- Telefonanruf am Abend
- am nächsten Tag das Auto vor dem Haus
- Junge verschwindet kurz danach
Ich sehe es als eher schwaches Indiz, aber das ist bei Indizien ja gerade immer die subjektive Auslegung. In der Gesamtschau würde so ein Telefonat natürlich ins Gesamtbild passen. So wie ich es verstehe, geht StA wohl davon aus, dass Gina H. den Plan gefasst hatte, Fabian zu töten, um ihn aus dem Weg zu schaffen. Dazu würde passen, dass sie am Vortag mit ihm telefoniert hat, um ein Treffen zu verabreden und ihn zu überreden, am nächsten Morgen blau zu machen.
Mir geht es wie @wobel: ich finde es schon irgendwie auffällig, dass er nach dem Nasenbluten alleine nach hause gehen kann, am Nachmittag in den Jugendclub gehen kann, am Abend noch alles gut ist und er am Morgen auf einmal recht unspezifisch sagt, im sei nicht so gut, er wolle zuhause bleiben, zum Arzt müsse man aber nicht, so schlecht ginge es ihm dann doch nicht.
Klar, kennt man als Kind doch selber, wenn man früh aufsteht, noch müde ist, keinen Bock auf die Schule hat, dann ist so ein bisschen faules Fieber sehr verlockend. Noch dazu, wo man schon am Tag eher nach Hause ist, ein Test ansteht und es Freitag ist. Insofern kann das auch völlig harmlos gewesen sein und natürlich kann es ihm auch einfach wirklich nicht gut gegangen sein, obwohl am Vortag noch alles gut war.

Aber es kann auch sein, dass Gina ihn am Vorabend tatsächlich kontaktiert hat, ihm einen heimlichen Ausflug mit dem Hund zu den Pferden in Aussicht gestellt hat, die ihn ja alle so schrecklich vermissen. Ihm versprochen hat, dass er rechtzeitig wieder zu hause ist und die mutter sicher nichts merken. Kinder sidn da extrem leicht zu locken und zu überreden, selbst die, die eigentlich immer zuverlässig und grundehrlich sind. Und meiner Meinung nach ist Gina H eine sehr erfahrene Manipulatorin. Ein 8jähriger, der ihr vertraut und sie (und den Hund und die Pferde) wahrscheinlich sogar vermisst, dürfte für sie ein wirklich kinderleichtes Opfer.

Kann so gewesen sein, muss aber nicht. Es ist mir auch noch nicht so ganz klar, was die StA dazu vermutet, wann Gina H den Plan gefasst hat, Fabian zu töten.
Dass es geplant war und eben kein spontaner Ausraster und keine akute, plötzlcihe Eskalation an dem Tümpel halte ich für sehr wahrscheinlich.
Aber hat sie den Plan wirklich schon am Vorabend gefasst und ihn dann kontaktiert, um das Treffen einzuleiten? Vielleicht hat sie ihn auch angerufen, nachdem die die Schluss-mach-Nachricht von Matthias R bekommen hatte, um ihn am Telefon zu belabern, er solle beim Vater ein gutes Wort für die einlegen, den Vater breitquatschen, dass er Gina am Papawochenende dabei haben will, damit sie so dem Vater klar macht, dass Fabian gar nicht zwischen ihnen steht, sondern sogar ihr Führsprecher beim Vater ist, "auf ihrer Seite steht" und wert auf Ginas Anwesenheit legt.
Vielleicht hat sie den Plan, ihn am nächsten Tag zu töten, erst gefasst, als das telefonisch nicht geklappt hat.
Und vielleicht war das Abholen am nächsten Tag sogar auch nur der zweite Versuch, in breitzuquatschen und zu belabern. Vielleicht wollte sie mit ihm einen schönen Morgen verbringen, ihm noch mal zeigen, wie schon so ein Tag bei den Pferden ist, das wäre dann ja bei einer Trennung vom Vater auch für ihn weggefallen.
Und die Tötung am Tempel war dann tatsächlich ein kurzfirstiger Entschluss - womit es immer noch geplant wäre, nur halt recht kurzfistig und das Abholen (und auch nicht ein mögliches Verabreden zum Ausflug) wäre nicht Teil eines Mordplans gewesen.

Ich bin mir eigentlich ziemlich sicher, dass in den Akten steht, mit wem Fabian telefoniert hat. Zum einen war das am Abend vor seinem Verschwinden, sein Handy ist zuhause geblieben und war somit für die Ermittler verfügbar, so dass es zeitnah ausgewertet werden konnte.
Und selbst wenn diese Daten nicht vorliegen würden, hätte sich ein Freund, mit dem er teleofniert hat, doch als Zeuge gemeldet (oder besser dessen Eltern). Ich bin sicher, dass nach dem Verschwinden alle seine Freunde und deren Eltern befragt wurden, ob ihnen was aufgefallen ist und wann sie zum letzten Mal Kontakt zu Fabian hatte. Und wenn er mit einem Freund telefoniert hätte, hätte dieser Junge das doch erzählt. Es muss ja auch für ihn schrecklich gewesen sein, am Abend noch mit dem Freund am Telefon zu quatschen, der am nächsten Tag spurlos verschwunden ist und danach ermordet aufgefunden wird.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

03.05.2026 um 13:23
Youtube: PROZESS IM FALL FABIAN: Experte erklärt! "Der Zugang zu diesen Menschen ist nur Fachleuten möglich!"
PROZESS IM FALL FABIAN: Experte erklärt! "Der Zugang zu diesen Menschen ist nur Fachleuten möglich!"
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Ich habe mir zu dem Fall ein kurzes Interview mit einem Professor für Kriminalpsychologie angesehen. Zusammenfassend geht er davon aus, ohne jetzt in irgendeiner Form eine Beurteilung der Angeklagten abzugeben, dass sich die Tat und Vorgehensweise nicht mit logischen Ansätzen erklärbar ist und der Zugang durch Fachleute erfolgen muss.

Man kann natürlich jetzt einwenden, dass es sich um einen Experten handelt, der den konkreten Fall nicht kennt. Klar.
Aber grundsätzlich geht es hier um eine zutiefst schreckliche und verstörende Tat, die sich meiner Meinung nach nicht mit dem üblichen "Beziehungswahnsinn" erklären lassen kann.

Ich wollte dieses Interview hier anführen, da ich das Gefühl habe, wir werden es hier letztendlich nicht erklären können. Oder auch nicht begreifen.

Der Tatablauf selbst wird sicherlich detailliert nachvollziehbar sein. Und wie im Video angesprochen wird ist es letztendlich egal, ob das Messer gefunden wird.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

03.05.2026 um 13:34
Vielleicht konnte die TV auf einem Handy oder Tablet sehen, dass Fabian gerade ein Spiel spielt. Manche Spiele kann man online zusammen spielen und es wird angezeigt, wenn jemand online ist.
Über Playstation können zb auch Einladungen verschickt werden. Vielleicht gibt es so etwas auch bei Handyspielen?
Der Sohn von GH war gut befreundet mit Fabian. Ich kann mir vorstellen, dass sie auch zusammen online mal gespielt haben. Evtl könnte man über das Tablet des Sohnes gesehen haben, dass Fabian gerade online ist.

Während der Verhandlung war von Spyware die Rede, die GH auf das Handy des Vaters aufgespielt haben könnte. Vielleicht konnte GH ja tatsächlich Fabians Standort abrufen. Da gibt es ja so einige Apps.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

03.05.2026 um 13:47
Zitat von AnjuleAnjule schrieb:Während der Verhandlung war von Spyware die Rede, die GH auf das Handy des Vaters aufgespielt haben könnte. Vielleicht konnte GH ja tatsächlich Fabians Standort abrufen. Da gibt es ja so einige Apps.
Ich bin mir sicher, dass die Ermittler das gefunden hätten, wenn es so gewesen wäre. Sein Handy und sein Tablet lagen den Ermittlern doch von Tag 1 an vor und normalerweise werden da dann IT-Forensiker drangesetzt, die das auswerten. So ein IT-Super-Brain wird Gina H wohl nicht gewesen sein, dass sie eine App benutzt hat, die technisch so ausgereiftist, dass die den IT-lern vom LKA entgeht.

Und dann hätte das eben in der Anklageschrift gestanden und nicht, dass man sich nicht sicher ist, ob sie überhaupt wusste, dass Fabian an dem Tag zuhause ist, als sie ihn abgeholt hat.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

03.05.2026 um 13:47
Eines vorweg: Ich musste hier mal ein paar Tage aussetzen. Es hat dann netto mehr als 30 Stunden gebraucht, um alles nachzulesen - von den Live-Tickern bis zu der Unmenge an Beiträgen.

Daher kann ich erst jetzt auf die Vernehmung von Matthias R. am zweiten Verhandlungstag eingehen. Daran ist mir aber gelegen, zumal ich im Vorfeld wiederholt besonderes Mitgefühl für Fabians Vater geäußert und ihm wegen der langjährigen Partnerschaft mit der mutmaßlichen Mörderin eine innere Zerrissenheit zugebilligt hatte.

Ich muss sagen, der Auftritt von Matthias R. vor Gericht hat mich entsetzt. Sein Verhalten und seine Aussagen waren total verstörend; so hatte ich das absolut nicht erwartet.

Ich will einmal an einigen Punkten festmachen, was ich unverständlich, ärgerlich und unerträglich fand.

1.
Respektlosigkeit

In meinen Augen war es erschütternd, welche Respektlosigkeit und Ignoranz Matthias R. gegenüber seiner leidgeprüften Ex-Frau an den Tag legte - sowohl im Gerichtssaal als auch zuvor.

Wenn in den Tickern korrekt berichtet wurde, dann hat MR Dorina L. in der Verhandlung förmlich missachtet, während er sich flirtend jener (Ex-)Freundin zuwandte, die in dringendem Verdacht steht, den gemeinsamen Sohn von Dorina L. und Matthias R. brutal getötet zu haben.

Unerträglich gerade auch vor dem Hintergrund, dass Fabians Mutter sich zuvor tief bewegt und tränenerstickt durch ihre Aussage quälen musste!
Diese Empathielosigkeit passt allerdings augenscheinlich zum teils fragwürdigen Verhalten, das Matthias R. nach dem Verschwinden von Fabian bewiesen hatte.

Um es mal vorsichtig zu formulieren: Eine Stütze war er in dieser Zeit für Dorina L. offenkundig nicht. Zu ihr -immerhin die Mutter seines Kindes- gab es kaum Kontakt; die offenbar einzige Begegnung fand während der Beerdigung statt. Dafür aber wandte sich MR wieder Gina H. zu und besuchte die dringend Tatverdächtige sogar im Knast.

Kein Wunder, dass Dorina L. verstört reagierte:
Mit dem Vater habe sie inzwischen keinen Kontakt mehr, sagt Dorina L.. Für sie sei es schwer zu verkraften, dass er schon wieder feiern gehe oder Gina H. besucht habe. "Damit komme ich persönlich nicht zurecht", sagt sie.
Quelle: https://www.focus.de/panorama/welt/mordprozess-um-fabian-8-startet-ex-des-vaters-angeklagt_561cdcb9-a0cf-4e1e-9a22-61f1296057b4.html[/quote]

2.
Fehlende Distanz

Wohl keiner hätte es Matthias R. verübeln können, wenn er angesichts der langjährigen Beziehung zu Gina H. erklärt hätte, dass er ihr einen Mord nicht zutraut.

Aber weil sie massiv unter Tatverdacht geriet, sogar verhaftet wurde und trotz zweier Haftprüfungen nicht wieder auf freien Fuß kam, hätte MR die Möglichkeit einer Tatbeteiligung von Gina H. zumindest nicht ausschließen dürfen und zu ihr auf Distanz gehen müssen - bis ihre Unschuld erwiesen wäre.

Stattdessen schlug sich Fabians Vater trotz aller schwer wiegenden Verdachtsmomente und Ungereimtheiten quasi voll auf ihre Seite. Er bestritt oder korrigierte dabei auch alle Aussagen (Manipulation, Kontrollwahn, Eifersucht), mit denen er die womöglich den Mord auslösende Trennung von der 30-Jährigen begründet hatte.

3
Aufklärung

Ich will dem Vater von Fabian trotz der fragwürdigen Parteinahme für Gina H. nicht unterstellen, dass er kein Interesse an der Aufklärung des Verbrechens an seinem Sohn habe.

Was mir jedoch nicht behagt: Matthias R. verzichtet offenbar darauf, sämtliche Möglichkeiten auszuschöpfen, um Einfluss zu nehmen. Ich an seiner Stelle hätte -selbst wenn das mit einem finanziellen Risiko verbunden gewesen wäre- auf jeden Fall den Status eines Nebenklägers angenommen, anwaltliche Unterstützung besorgt, die Prozessakten durchforscht und bei Unklarheiten mit Fragen im Gerichtssaal nachgehakt.

Was immer ihn dazu bewogen haben mag: MR hat damit eine Chance ausgeschlagen, noch aktiver daran mitzuwirken, das Verbrechen zu klären und zu sühnen. Und das ist ja das Letzte, was man für ein getötetes Kind tun kann.

4.
Nahrung für Motiv

Dem von der Staatsanwaltschaft vorgebrachten Motiv für den Mord -dass Gina H. mit der Tötung des Kindes die Liaison mit Fabians Vater wiederbeleben wollte- hat Matthias R. wohl unbewusst Nahrung gegeben.

Dass er die Trennungsgründe als Missverständnis abtat, dass er sich Gina H. fast reumütig wieder zuwandte, dass er sie ungeachtet des Mordverdachts für unschuldig erklärte und sie mit Besuchen im Gefängnis hofiert - dies alles muss die 30-Jährige doch als Triumph empfinden. Das Manöver scheint gelungen: Sie hat ihren Ex wohl als Freund zurück.

Die Katastrophe dabei; Dafür zahlte offenkundig ein kleiner, unschuldiger Mensch mit dem Leben.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

03.05.2026 um 13:48
Zitat von Tina1404Tina1404 schrieb:Raffaela hatte aber in einem ihrer Videos erzählt dass Fabian mit einem Freund am Vorabend telefoniert hätte, ob das gesichert ist weiß ich allerdings nicht
Immerhin wissen wir jetzt dank der Ticker dass Fabian am Vorabend mit jemand telefoniert hat - Dorina hat ja ausgesagt sie hat angenommen das wäre ein Freund gewesen, aber dass sie es nicht weiß.
Das Handy blieb zuhause und wurde sicherlich komplett ausgelesen, ich gehe davon aus dass wir das noch erfahren werden mit wem er da telefoniert hat, selbst wenn die Nummer nicht in seinen Kontakten stand.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

03.05.2026 um 14:04
@Tiergarten
Ich bin da vollkommen bei dir. Der Vater legt gerade in jeglicher Hinsicht eine vollkommen nihilistische Haltung an den Tag.

Ob gewollt, Schutzmechanismus, Alkoholabusus, Verdrängung oder Schockzustand. Geht so gar nicht. Absolut respektlos.

Aber ich denke nicht, dass er in irgendeiner Form durch sein Verhalten in der Beziehung "Schuld" an der Ermordung seines Sohnes trägt.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

03.05.2026 um 14:16
Zitat von TiergartenTiergarten schrieb:Was mir jedoch nicht behagt: Matthias R. verzichtet offenbar darauf, sämtliche Möglichkeiten auszuschöpfen, um Einfluss zu nehmen. Ich an seiner Stelle hätte -selbst wenn das mit einem finanziellen Risiko verbunden gewesen wäre- auf jeden Fall den Status eines Nebenklägers angenommen, anwaltliche Unterstützung besorgt, die Prozessakten durchforscht und bei Unklarheiten mit Fragen im Gerichtssaal nachgehakt.

Was immer ihn dazu bewogen haben mag: MR hat damit eine Chance ausgeschlagen, noch aktiver daran mitzuwirken, das Verbrechen zu klären und zu sühnen. Und das ist ja das Letzte, was man für ein getötetes Kind tun kann.
Ich erinnere mich überings jetzt an den Fall Jutta H. (Waldbad Lindenfels), in dem Juttas Eltern zusammen mit ihrer Schwester als Nebenkläger auftraten und als zweite Nebenklägerpartei, unabhängig von diesen ihr Bruder. Der Bruder war der Meinung, dass mit dem Angeklagten nicht der Mensch gefunden wurde, der für die Tat verantwortlich ist und wollte sein Nebenklägermandat dazu nutzen, kritische Nachfragen stellen zu können und so Einfluss auf den Prozess zu nehmen.

Nebenkläger sein, heißt nicht automatisch, mit der StA einer Meinung zu sein und die Klage für richtig zu halten, auch wenn man mit auf der anklagenden Seite im Gerichtssaal sitz. Sondern es macht gerade auch dann Sinn, wenn man nicht von der Schuld des/der Angeklagten überzeugt ist, Nebenkläger zu werden. Allein schon, weil man so wirklich Zugriff auf die Akten hat und somit auch die Arbeit der Ermittler und der StA kontrollieren und bewerten kann.

So wie Matthias R es ausgesagt hat, hat die Kritik an den Ermittlern halt nicht wirklich scharfe Zähne. Es ist einfach so ein Gefühl, dass sie nicht sorgfältig genug gearbeitet haben. Genau begründen, außer mit der kruden Story von dem Messerfund, kann er es nicht.
Zitat von wobelwobel schrieb:Das Handy blieb zuhause und wurde sicherlich komplett ausgelesen, ich gehe davon aus dass wir das noch erfahren werden mit wem er da telefoniert hat, selbst wenn die Nummer nicht in seinen Kontakten stand.
Ja, davon gehe ich auch aus. Dass sie gesagt hat, sie dachte, er telefoniert mit einem Freund, kann es aber nicht sicher sagen, ist genauso zu bewerten, wie die Aussage von Dorina, dass die Schuhe bis heute nicht wieder aufgetaucht sind. Sie soll als Zeugin berichten, was aus ihrer Wahrnehmung heraus passiert ist, nicht das, was sie aus den Akten oder durch die Kommunikation mit den Ermittlern erfahren hat.
Der Richter hatte ja auch noch einmal genau nachgefragt, ob sie wisse, mit wem er telefoniert hat:
Der Richter: "Mit wem hat er telefoniert?" Die Mutter kann es nicht sicher beantworten, sie sei davon ausgegangen, er habe mit seinem Freund telefoniert. Fabian habe nicht gesagt, mit wem er telefoniert habe.
Quelle: https://www.t-online.de/nachrichten/panorama/gesellschaft/id_101229830/mordfall-fabian-vor-gericht-dieses-messer-sicherstellen-.html, 11.06 Uhr

Ich denke, dass es bei der Frage darum ging, darzulegen, dass das Telefonat halt ohne Kenntnis der Mutter erfolgte, wer der Gesprächspartner war. Dass sie es nicht wusste, ist jetzt in den Prozess eingeführt. Dass sie Mutter nicht wusste, mit wem er telefoniert hat könnte wichtig für die Frage sein, ob Heimtücke vorlag, weil man annehmen könnte, dass Gina H. Fabian gezielt so aus dem Haus gelockt hat, dass Dorina es nicht mitbekommt, und Fabian so gezielt in eine ihr gegenüber schutzulose Situation gebracht hat.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

03.05.2026 um 14:20
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Ich bin mir sicher, dass die Ermittler das gefunden hätten, wenn es so gewesen wäre. Sein Handy und sein Tablet lagen den Ermittlern doch von Tag 1 an vor und normalerweise werden da dann IT-Forensiker drangesetzt, die das auswerten. So ein IT-Super-Brain wird Gina H wohl nicht gewesen sein, dass sie eine App benutzt hat, die technisch so ausgereiftist, dass die den IT-lern vom LKA entgeht.
Hatte nie tiefer darüber nachgedacht? Aber warum eigentlich nicht?
Ich hatte mich bei der Vernehmung des Vaters zur Spy-Software schon etwas gewundert. Auch das der Richter da noch mal nachgehakt hat. Genauso über die Chefin die mit so einer Aussage zur Polizei rennt.
Vielleicht wurde so eine Software tatsächlich gefunden. Das würde das Nachfragen erklären.
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Und dann hätte das eben in der Anklageschrift gestanden und nicht, dass man sich nicht sicher ist, ob sie überhaupt wusste, dass Fabian an dem Tag zuhause ist, als sie ihn abgeholt hat.
In der Anklage steht nichts davon, dass sie nicht wusste das er zu Hause ist. Da steht:
Anklageschrift schrieb:Dort traf sie, wie zumindest vermutet oder im Vorfeld in Erfahrung gebracht, auf den an diesem Tage dort krankheitsbedingt aufhältigen Fabian L.,...
Quelle: Anklageschrift

Vermutet, da das Handy zu Hause ist oder dadurch in Erfahrung gebracht.
(natürlich ist das Telefonat am Vorabend nicht raus)


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

03.05.2026 um 14:28
Zitat von Selma1898Selma1898 schrieb:@Tiergarten
Ich bin da vollkommen bei dir. Der Vater legt gerade in jeglicher Hinsicht eine vollkommen nihilistische Haltung an den Tag.

Ob gewollt, Schutzmechanismus, Alkoholabusus, Verdrängung oder Schockzustand. Geht so gar nicht. Absolut respektlos.

Aber ich denke nicht, dass er in irgendeiner Form durch sein Verhalten in der Beziehung "Schuld" an der Ermordung seines Sohnes trägt.
Zum letztgenannten Punkt. Das wollte ich auch nicht unterstellen. Ich hoffe, dass ich da nicht irgend etwas missverständlich formuliert habe.

Verantwortlich für das Verbrechen ist nach Lage der Dinge allein Gina H. Der förmliche Nachweis dafür steht allerdings noch aus.

Was mir an Matthias R. aufstößt, ist sein unsägliches Verhalten, das er nach der Tat und jetzt im Gerichtssaal an den Tag gelegt hat.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

03.05.2026 um 14:32
Zitat von EddotEddot schrieb:
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Ich bin mir sicher, dass die Ermittler das gefunden hätten, wenn es so gewesen wäre. Sein Handy und sein Tablet lagen den Ermittlern doch von Tag 1 an vor und normalerweise werden da dann IT-Forensiker drangesetzt, die das auswerten. So ein IT-Super-Brain wird Gina H wohl nicht gewesen sein, dass sie eine App benutzt hat, die technisch so ausgereiftist, dass die den IT-lern vom LKA entgeht.
Hatte nie tiefer darüber nachgedacht? Aber warum eigentlich nicht?
Ich hatte mich bei der Vernehmung des Vaters zur Spy-Software schon etwas gewundert. Auch das der Richter da noch mal nachgehakt hat. Genauso über die Chefin die mit so einer Aussage zur Polizei rennt.
Vielleicht wurde so eine Software tatsächlich gefunden. Das würde das Nachfragen erklären.
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Und dann hätte das eben in der Anklageschrift gestanden und nicht, dass man sich nicht sicher ist, ob sie überhaupt wusste, dass Fabian an dem Tag zuhause ist, als sie ihn abgeholt hat.
In der Anklage steht nichts davon, dass sie nicht wusste das er zu Hause ist. Da steht:
Dort traf sie, wie zumindest vermutet oder im Vorfeld in Erfahrung gebracht, auf den an diesem Tage dort krankheitsbedingt aufhältigen Fabian L.,...
Quelle: Anklageschrift

Vermutet, da das Handy zu Hause ist oder dadurch in Erfahrung gebracht.
(natürlich ist das Telefonat am Vorabend nicht raus)
Es ist gut möglich, dass MR aus einer einfachen App, die den Standort anzeigt, eine "Spyware" gemacht hat, um das ganze ein bisschen zu dramatisieren. "Stell dir vor, sie hat sogar Spyware auf mein Handy gespielt, bei der sie sehen kann, wo ich mich aufhalte."
Ich gehe auch nicht davon aus, dass GH eine Spezialistin ist auf diesem Gebiet. Ob so etwas auf dem Handy gefunden wurde wissen wir nicht.
Fabians Mutter machte die Aussage, dass sie nachgeschaut und gesehen hat, dass Fabian ein Spiel auf dem Handy spielt. Deshalb würde ich ein Online-Spiel, das den Online-Status anzeigt, ebenfalls nicht unbedingt ausschließen.
In der Schule hätte er nicht online angezeigt werden können und musste somit zuhause sein.
Natürlich sind das alles nur Spekulationen.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

03.05.2026 um 14:35
@Tiergarten
Keine Sorge, das wollte ich dir auch nicht unterstellen. Mir ist vielmehr auf den vielen letzten Seiten aufgefallen, wie detailliert die Diskussion über die Beziehungsdynamik war.
Diese wird zwar der "Auslöser" für die Tat gewesen sein, jedoch hätte der Vater keinerlei Einfluß nehmen können.
Und das ist leider Gottes die brutale Tragik.

Danke übrigens für deine detaillierte Beschreibung und Beurteilung des Verhaltens vor Gericht.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

03.05.2026 um 14:41
Zitat von TiergartenTiergarten schrieb:Ich muss sagen, der Auftritt von Matthias R. vor Gericht hat mich entsetzt. Sein Verhalten und seine Aussagen waren total verstörend; so hatte ich das absolut nicht erwartet.
Zitat von TiergartenTiergarten schrieb:Was mir an Matthias R. aufstößt, ist sein unsägliches Verhalten, das er nach der Tat und jetzt im Gerichtssaal an den Tag gelegt hat.
Schließe mich da komplett an. Sehr gut formuliert.
Es ist richtig widerwärtig, was da vor Gericht passiert ist und ich weiß nicht, ob ich an Dorinas Stelle da hätte so ruhig bleiben können.
Ich finde, da haben sich ganz schöne Abgründe aufgetan, die bestimmt viele schockiert haben. Wer weiß, was da noch kommt.
Alle Kraft der Welt für Dorina, dass sie das ganze durchsteht.
Man kann nur hoffen, dass der Vater es von anderen Menschen in seinem Umfeld zu spüren bekommt, dass da einiges ganz schief läuft mit seiner Aussage und seinem Auftreten. Mit Fakten scheint er sich ja nicht befassen zu wollen.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

03.05.2026 um 14:49
Zitat von AnjuleAnjule schrieb:Es ist gut möglich, dass MR aus einer einfachen App, die den Standort anzeigt, eine "Spyware" gemacht hat, um das ganze ein bisschen zu dramatisieren. "Stell dir vor, sie hat sogar Spyware auf mein Handy gespielt, bei der sie sehen kann, wo ich mich aufhalte."
Ja, das sehe ich auch so. Als "Otto-Normal-Bürger" kennt man sich doch mit den Details und technischen Spezifikationen von solchen Apps nicht aus und wenn er sich irgendwie ausspioniert gefühlt hat, hat er das vielleicht im Zorn so bezeichnet, vielleicht auch durch aus bewusst etwas höher gehängt, damit er sich mehr empören kann.
Zitat von Selma1898Selma1898 schrieb:Diese wird zwar der "Auslöser" für die Tat gewesen sein, jedoch hätte der Vater keinerlei Einfluß nehmen können.
Und das ist leider Gottes die brutale Tragik.
Das sehe ich auch so. Und er hätte es nicht mal im entferntesten erahnen können, dass eine von ihm ausgesprochene Trennung von Gina H solche schrecklichen Konsequenzen für seinen Sohn haben würde. Ich denke, mit so einem abwegigen, brutalen und kranken Verhalten kann und muss niemand rechnen.
Selbst wenn sie ihm gedroht hätte: "Wenn Du mich verletzt, passiert etwas schlimmes!" - Wer hätte denn so etwas dahinter vermuten sollen!?
Ihn trifft absolut keine Schuld. Seine Beziehung zu Gina H, wie die ausgestaltet war, ob es richtig war, sich zu trennen, etc. geht ja erst mal niemanden etwas an. Das ist seine Privatsache, die nur er zu entscheiden hat.
Zitat von EddotEddot schrieb:In der Anklage steht nichts davon, dass sie nicht wusste das er zu Hause ist. Da steht:
Dort traf sie, wie zumindest vermutet oder im Vorfeld in Erfahrung gebracht, auf den an diesem Tage dort krankheitsbedingt aufhältigen Fabian L.,...
Quelle: https://media.dmhub.de/2026/4/28/11/Nr.+1a.pdf

Das meinte ich auch nicht. Sondern da steht, dass die StA und Ermittler nicht herausfinden konnten, ob sie wusste, dass er nicht zu Hause war. Entweder sie hat es vermutet (ist also auf gut Glück zu seiner Wohnung gefahren und hat mal geklingelt) oder sie hat es im Vorfeld in Erfahrung gebracht. Diese beiden Optionen sieht die StA. Mit anderen Worten: man weiß nicht, ob sie es wusste oder nicht.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

03.05.2026 um 15:33
Zitat von GrillageGrillage schrieb:
Zitat von EddotEddot schrieb:In der Anklage steht nichts davon, dass sie nicht wusste das er zu Hause ist. Da steht:
Dort traf sie, wie zumindest vermutet oder im Vorfeld in Erfahrung gebracht, auf den an diesem Tage dort krankheitsbedingt aufhältigen Fabian L.,...
Quelle: https://media.dmhub.de/2026/4/28/11/Nr.+1a.pdf

Das meinte ich auch nicht. Sondern da steht, dass die StA und Ermittler nicht herausfinden konnten, ob sie wusste, dass er nicht zu Hause war. Entweder sie hat es vermutet (ist also auf gut Glück zu seiner Wohnung gefahren und hat mal geklingelt) oder sie hat es im Vorfeld in Erfahrung gebracht. Diese beiden Optionen sieht die StA. Mit anderen Worten: man weiß nicht, ob sie es wusste oder nicht.
Da steht auch nicht, dass die Ermittler es nicht heraus finden konnten! ;-)

Sie gehen davon aus, dass die TV es zumindestens vermutet hat oder vorher in Erfahrung gebracht hat.
Das schließt nicht aus, dass es dafür keine Indizien gibt. Wenn eine Spy-Software gefunden wurde, kann sie es anhand dessen vermutet haben, dass er zu Hause ist.
Wenn das Telefonat ihr zugeordnet werden konnte, dann kann sie es in Erfahrung gebracht haben.
Beides wären Indizien, dass es sich so wie beschrieben zugetragen hat.

Und ja, richtig, die Ermittler wissen nicht ob es genau so gewesen ist, da sie - wie Du richtig erwähntest - den Inhalt des Telefonats nicht kennen. Aber dennoch können Indizien vorhanden sein, dass es sich so (oder so) zugetragen hat.

Nur am Rande: Würden die Ermittler den Inhalt des Telefonats kennen, hätten sie einen Mitschnitt, dann wäre das ein Beweis. Nicht nur ein Indiz.


Spysoftware
Ist nichts anderes wie eine Software. Die wird dann lediglich installiert. Mehr muss man nicht wissen/können. Bekommt jeder hin...


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

03.05.2026 um 15:45
Ich finde das Verhalten vom Vater und der Angeklagten absolut schlimm und nicht akzeptabel! Als ob beide Bonny & Clide wären!


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

03.05.2026 um 16:07
Zitat von EddotEddot schrieb:Nur am Rande: Würden die Ermittler den Inhalt des Telefonats kennen, hätten sie einen Mitschnitt, dann wäre das ein Beweis. Nicht nur ein Indiz.
Ein Beweis wofür?
Doch nur dafür, dass sie sich mit Fabian verabredet hat. Wenn wir mal bei Deiner Argumentation von ein paar Tagen bleiben und uns an den Hundefotografen in Haus Nr. 45 erinnern, kann es dann doch immer noch sein, dass sie sich mit ihm verabredet hat und er trotzdem die Tür nicht aufgemacht hat. Oder dass sie mit ihm geredet hat, er dann nicht mitwollte und sie wieder abgezogen ist, um sich stattdessen zum Trost ein paar schöne Hundefotos machen zu lassen.
Sie wird wohl kaum gesagt haben: "Ich hohl die morgen ab, dann fahren wir zum Tümpel und dort erstech ich Dich an!"

Insofern wäre auch das nur ein Indiz und kein Beweis. Nicht mal dafür, dass sie ihn wirklich abgeholt und mitgenommen hat. Es wäre nur ein Beweis dafür, das es eine Verabredung oder Abmachung oder sogar nur einen Kontakt gab, aber kein Beweis dafür, dass sie die Täterin ist. Dafür wäre es ein Indiz und zwar ein durchaus starkes (in meinen Augen!).


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

03.05.2026 um 16:11
Zitat von GrillageGrillage schrieb:
Zitat von EddotEddot schrieb:Nur am Rande: Würden die Ermittler den Inhalt des Telefonats kennen, hätten sie einen Mitschnitt, dann wäre das ein Beweis. Nicht nur ein Indiz.
Ein Beweis wofür?
Doch nur dafür, dass sie sich mit Fabian verabredet hat. Wenn wir mal bei Deiner Argumentation von ein paar Tagen bleiben und uns an den Hundefotografen in Haus Nr. 45 erinnern, kann es dann doch immer noch sein, dass sie sich mit ihm verabredet hat und er trotzdem die Tür nicht aufgemacht hat. Oder dass sie mit ihm geredet hat, er dann nicht mitwollte und sie wieder abgezogen ist, um sich stattdessen zum Trost ein paar schöne Hundefotos machen zu lassen.
Sie wird wohl kaum gesagt haben: "Ich hohl die morgen ab, dann fahren wir zum Tümpel und dort erstech ich Dich an!"

Insofern wäre auch das nur ein Indiz und kein Beweis. Nicht mal dafür, dass sie ihn wirklich abgeholt und mitgenommen hat. Es wäre nur ein Beweis dafür, das es eine Verabredung oder Abmachung oder sogar nur einen Kontakt gab, aber kein Beweis dafür, dass sie die Täterin ist. Dafür wäre es ein Indiz und zwar ein durchaus starkes (in meinen Augen!).
Genau, ein Beweis dafür, dass sie sich mit ihm verabredet hat, dass sie ihn am nächsten Tag abholen kommt.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

03.05.2026 um 16:17
Zitat von EddotEddot schrieb:Da steht auch nicht, dass die Ermittler es nicht heraus finden konnten! ;-)

Sie gehen davon aus, dass die TV es zumindestens vermutet hat oder vorher in Erfahrung gebracht hat.
Das schließt nicht aus, dass es dafür keine Indizien gibt.
Meinst Du dass sie längst wissen ob Gina ihn angerufen hat und deshalb bei der Befragung von Dorina so ein Manöver anwenden?
Ist das nicht arg um die Ecke gedacht? Und dürften sie das überhaupt? Also so tun, als ob?
Vielleicht ist es ja wirklich so banal wie @Grillage vermutet und sie hat halt vor der Tür gewartet...
Zitat von EddotEddot schrieb:Wenn eine Spy-Software gefunden wurde, kann sie es anhand dessen vermutet haben, dass er zu Hause ist.
Da wären wir wieder bei "Spyware" - also wenn's um Fabians Handy geht wird vielleicht Dorina so eine Standort-Geschichte bzw. Kinder-Sicherheits-App darauf installiert hat, das wüßten die EB aber sicherlich. Ob Gina die auch einsehen könnte? Denkbar wär's, immerhin hat sie ja wirklich phasenweise als "Ziehmutter" fungiert (allerdings war Fabian da noch wesentlich jünger). Oder von mir aus auch Online-Spiele (es wurden ja sogar Namen von Spielen genannt, ich weiß nur nicht ob das Online-Spiele sind). Alles denkbar.
Zitat von EddotEddot schrieb:Wenn das Telefonat ihr zugeordnet werden konnte, dann kann sie es in Erfahrung gebracht haben.
Wenn das Telefonat ihr zugeordnet werden konnte, dann würde ich eher vermuten dass sie ihn ganz konkret zum "Blaumachen" angestiftet hat. Womöglich wollte sie ihm auch sagen dass ihr das leid tut dass sie sich wohl nie mehr wieder sehen werden (es war ja der Tag an dem der Vater mit ihr Schluß gemacht hat) oder irgendwas in die Richtung.
Zitat von EddotEddot schrieb:Nur am Rande: Würden die Ermittler den Inhalt des Telefonats kennen, hätten sie einen Mitschnitt, dann wäre das ein Beweis. Nicht nur ein Indiz.
Wieso das denn? Das war doch noch vorm Verschwinden von Fabian? Was soll da denn mitgeschnitten worden sein?
Zitat von EddotEddot schrieb:Spysoftware
Ist nichts anderes wie eine Software. Die wird dann lediglich installiert. Mehr muss man nicht wissen/können. Bekommt jeder hin...
Schon klar. Da gibt's halt Fragen:
1.) Der Vater hat das 2023 nur vermutet dass da was drauf sein könnte. Ob es dabei nur um Standort-Weitergabe geht, ob es dabei um diese "Family-Apps" geht (von denen ich jetzt mal vermute dass die noch ein bisschen mehr können als das) oder um "echte" Spy-Ware die wirklich alles ausliest wissen wir nicht, der Vater hat's zudem nur vermutet (und sich dann später von Gina erklären lassen). Und vielleicht hat er auch aus der voreingestellten Standortverfolgung eine "Spyware" gemacht?
2.) Im Zuge der Datenauswertung der verschiedenen Geräte wäre sowas vermutlich nicht unentdeckt geblieben.
3.) Die "Spyware" soll sich ja nicht auf Fabians Handy befunden haben. Wenn überhaupt wäre - für mich - da eben so eine "Family-App" nachvollziehbar gewesen die eben den Standort von Fabian übermittelt (und das eben auch für seinen Vater und ggf. die "Ziehmutter" einsehbar). So wie das hier im Thread erklärt wurde scheint das ja heutzutage durchaus Standard zu sein und bei Kindern kann ich das absolut nachvollziehen.


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