Am Tag von Fabians Verschwindens schickt Gina H. um 12.46 Uhr eine Sprachnachricht an Matthias R.: „Ja, ich hatte dich gestern überall blockiert, weil ich einfach so maßlos enttäuscht war.“ Um 12.49 Uhr telefonieren Matthias R. und Gina H. für 6 Minuten 54. Worum es in dem Gespräch ging, will Matthias R. heute nicht mehr wissen. Danach schickt er ihr eine Sprachnachricht, in der er sagt, dass er sich immer für sie verändern musste. Um 13.39 Uhr schickt Gina H. wieder eine Nachricht: „Ich will das alles nicht akzeptieren. Ich will uns hinbekommen“ Um 13.41 Uhr: „Ich liebe dich dafür zu sehr.“
Fabian verstarb laut den Ermittlungen zwischen 10.50 Uhr und 13 Uhr.
Das ist sooo krass!
Sie ermordet seinen Sohn, stellt während der TAt das Handy aus, schaltet es um 12:43 Uhr wieder an, um sich mit dem Bekannten am Bolzsee zu verabreden und ruft dann ihn an, um fast 7 Minuten lang die Beziehung zu diskutieren. Alles in dem Wissen, dass am Tümpel in Klein Upahl der erstochene Fabian liegt.
Ich kann mir nicht vorstellen, wie es ist, ein argloses Kind mit 6 Messerstichen in die Brust zu ermorden. Wie man sich fühlt, wenn es einen fragend und entsetzt anschaut. Wie es sich fühlt, es dann da im Dreck liegen zu sehen, nur noch ein toter Körper, der grade noch gelebt hat. An den eigenen Händen wahrscheinlich alles voll Blut.
Irgendein Gerichtspsychiater hat in einem Podcast mal gesagt, dass viele Täter von einem Tötunsgdelikt selbst traumatisiert sind: vom Erleben der Tat, von der Erkenntnis, zu was sie selber fähig sind.
Aber an Gina H scheint das ja mal alles eiskalt abgeflossen zu sein... Sie trifft sich auf einen Plausch mit einem Kumpel am Bolzsee und diskutiert mit dem Vater des ermordeten Jungen, wie man die gemeinsame Zukunft gestalten will...