orenoa schrieb:Bedeutet doch eigentlich es muss noch einen Zeugen geben der die TV oder mindestens ihr parkendes Auto im Tatzeitraum in der Nähe des Tatorts gesehen hat?
Nicht zwingend. Es gibt das Foto im Wald, das Handy wurde dort ausgeschaltet (mindestens das konnte man wohl orten).
Ich bin ursprünglich auch davon ausgegangen dass man sie da wohl gesehen haben muß, das wurde aber durch das Foto für mich erklärt.
orenoa schrieb:Sie waren also im Wald, Handy ausgeschaltet um 11:22Uhr, rausgefahren/am Waldrand geparkt, zu Fuss zum Tümpel und zurück. Dann um 12:43Uhr Handy eingeschaltet/telefoniert und anschließend wieder Rückfahrt zum Tümpel um zu zündeln.
Dazwischen noch den Kumpel am Bolzsee besucht - nicht vergessen! Von dort kommt sie zurück und zündelt dann. Liegen ja immerhin über 2 Stunden zwischen Tötung und Anzünden (in denen sie den Körper da offen liegen liess).
Tiergarten schrieb:Warum das alles? Hat jemand dafür eine Erklärung?
Na sie wollte halt wissen ob Fabian schon als vermisst gemeldet ist oder gar schon gefunden wurde. Sie hing da komplett in der Schwebe, wußte nicht ob ihr Plan aufgeht, wollte den Stand der Dinge wissen...
Geduld war offensichtlich nicht so ihre Stärke.
truecrimethy schrieb:Die Aktion mit den Tümpel-Zeugen und dem Förster kamen vermutlich zum Tragen, als sie festgestellt hat, dass ihre Spuren sich nicht so schnell verwischen lassen. Weil das alles nicht funktioniert hat, war ihre letzte Idee wohl selbst die Polizei zu rufen und sich als Finderin auszugeben, um etwaige Spuren rechtfertigen zu können (meine Theorie!).
Jäger, nicht Förster. Nicht dass wir da durcheinander kommen, ein Förster spielt ja auch eine Rolle.
Ich gehe aktuell davon aus dass mit dem zweiten Tümpelzeugen der Jäger gemeint ist. Von dem sie womöglich wußte dass er genau dort vom Hochsitz aus Wildschweine jagt. Vielleicht hat sie sogar gehofft dass der auch ohne sie den Leichnam findet.
Dumm gelaufen dass der dann die entstellte Leiche garnicht als solche erkannte sondern sie für eine Gummipuppe hielt und nicht weiter beachtet hat (hier nochmal die Frage ob der Jäger überhaupt wußte, dass ein Kind vermisst wird?).
Dann hat sie's mit einem zweiten Tümpelzeugen versucht, dem das alles komisch vorkam und der dann viel zu lange gegrübelt hat ob er damit zur Polizei gehen soll. So lange, dass Gina dann den dritten Versuch mit der Freundin machte - die dann endlich die Polizei gerufen hat.
__gans.ehrlich schrieb:Mir ist u. a. ein Rätsel wie sie als ausgesprochene Tierfreundin auf die Jagd gehen kann (so das denn tatsächlich stattgefunden hat u. kein Vorwand war) bzw sich mit einem Jäger einlassen kann. Passt ja vorne und hinten nicht, wenn Schlachten ein Graus für sie ist (was ich allerdings voll nachvollziehen kann).
Alles nur Mittel zum Zweck, so wie man es braucht.
Ein passionierter Jäger würde Dir jetzt ganz lapidar antworten: "Jagd ist praktizierter Tierschutz."
Aber ja klar, das ist widersprüchlich. Und das hätte MR eigentlich auch auffallen müssen.
__gans.ehrlich schrieb:Es wurde ja so gar vermutet dass Tiere ihr naher ständen als Menschen was bei Traumatisierten wohl nicht selten vorkommt, aber das passt ja dann bei ihr wieder nicht.
Ja und nein. Ich versteh ja jetzt nicht soooo viel vom Pferdesport, aber eins weiß ich, nämlich dass dieser Sport letztendlich aus der Jagd entstanden ist, gerade die Vielseitigkeitsprüfungen ihre Wurzel in der Jagd haben und dass man im Pferdesport immer auch Jäger treffen wird.
Pferdesport ist alles andere als gelebter Tierschutz!!!
Grillage schrieb:Ich glaube, diese Bemerkung, sie könne nicht mal zusehen, wenn Tiere geschlachtet werden, war eh nur ein unbeholfener Versuch der Verteidigung, sie als zartbesaitete Natur darzustellen, die keiner Fliege was zu Leide tun kann.
Genau so. Dieses Ziel wurde weit verfehlt. Die zweite Peinlichkeit seitens der Verteidigung.
MINKA123 schrieb:M. hat ja gesagt, Gina hat nicht immer seine Witze verstanden. Diese Aussage vor Gericht finde ich interessant. Viell. hat er etwas als Witz gesagt und sie hat es ernst genommen. Viell. fühlt er sich schuldig, obwohl nur der Täter schuldig ist.
Ich glaube ja ohnehin dass die ständig aneinander vorbei geredet haben.
Ja, das ist jetzt im Nachhinein leicht gesagt und man hat natürlich einen anderen Blickwinkel, aber sie hat ihm ihren Plan ja deutlich nahegelegt. "Wir zwei und die Tiere" ohne die Kinder. Und dann schreibt er was das man auch als "dann mußt Du auch Dein Kind aufgeben" interpretieren könnte.
Sie hat dann Nägel mit Köpfen gemacht...
Ich glaube eigentlich nicht dass Fabian für MR wichtig war - womöglich wollte er ihn nur deshalb wieder regelmäßig sehen weil ihm ausnahmslos alle gesagt haben dass er sich da kümmern soll und er seine Pflichten diesbezüglich erfüllen wollte.