Zaunkönigin schrieb:Wir wissen ja leider nicht ob er für die Zeit des Prozesses einen Besuchserlaubnis bei der Angeklagten hat.
Falls ja, dürfte das nächste der beiden interessant werden.
Ich kann mir schon vorstellen dass einiges was in den Prozess besprochen wurde in ihm nachgeklungen ist. Sicherlich war ihm nicht alles bekannt was die Angeklagte über ihn und vor allem über Fabian geschrieben und gesagt hat.
Vielleicht drehen sich bei ihm ein paar kleine Rädchen und er spricht sie z.B auf die Aussagen gegenüber der Jugendamtsmitarbeiterin an. Oder auf die Prompts zur Trauerrede, die sie bei Chat GPT eingegeben hat.
Das könnte durchaus zu einem konfliktreichen Gespräch führen könnte ich mir vorstellen.
Das muss natürlich nicht bedeuten dass er nicht weiterhin zu ihr hält, aber vielleicht wird die Mauer ein bisschen rissiger und bröckeliger. Der Prozess hat ja gerade erst angefangen
So viele Besuch während des Prozesses sind es ja eh nicht. Sie darf eh nur alle 2 Wochen einmal Besuch empfangen, der Prozess soll vorraussichtlich noch bis Anfang Juli laufen. Dann sind das also noch 3, maximal 4 Besuche. Und das auch nur, wenn niemand anders sie mal besuchen will, z.B. die Großeltern.
Tiergarten schrieb:Warum das alles? Hat jemand dafür eine Erklärung?
Ich sehe es ähnlich wie
@RitterTrenk:
RitterTrenk schrieb:Das ist wirklich auffällig. Du musst natürlich mit einbeziehen, dass sie in grenzenloser Naivität ja offensichtlich tatsächlich dachte, dass sie einen guten Tatplan hat und die EB nicht auf ihre Fährte kommen werden. Ich denke, nachdem sie das (in ihrer gestörten Gedankenwelt) maßgebliche "Problem" für ihre Beziehung, also Fabian, durch die Tat "beseitigt" hat, wollte sie schnellstmöglich die für sie ja den primären Lebenssinn darstellende am Tag zuvor beendete Beziehung zum Vater wiederherstellen und die empfundene Qual durch die Trennung beenden. Auch hier hatte sie wohl absolut naive, weltfremde und empathielose Vorstellungen davon, wieviel bzw. wenig Aufregung, Sorge und Trauer das Verschwinden und die Ermordung Fabians auslösen (siehe ihr Zitat zum Jugendamt) und dachte allen Ernstes, dass die Tat schnell abgehakt sein wird und sie dann einer rosaroten Zukunft mit Fabians Vater entgegensieht.
Sie konnte es kaum abwarten, bis der "Erfolg" eintritt.
Meiner Meinung nach war ein Teil des Plans, dass sie Fabians Vater in der schweren Zeit beisteht, ihm beweist, dass sie seine Stütze in der Not, sein sicherer Hafen ist und konnte es kaum erwarten, bis er sich geschwächt vor Sorge und Gram in ihre Arme schmeißt und sie ihm die Trauer aus dem Kopf vögelt, damit er merkt was er an ihr hat. Und da hat sie es kum ausgehalten, bis sie damit loslegen kann und er endlich sieht, dass er sie braucht und sie für immer zusammengehören.
Das erklärt für mich, warum sie an dem Tattag so ungeduldig war und die Finger kaum vom Handy halten konnte.
Hinzu kam dann mittelfristig, dass der Plan in ihren Augen ja so gar nicht aufging. Schon am Samstag hat sie sich bitterlich beschwert, dass er jetzt nur noch mir Dorina abhängt und wieder mal keine Zeit für sie hat. Für mich immer noch eine der unbegreiflichsten Aspekte des VAters, dass er so etwas an ihr offenbar generös übesieht: sein Sohn gilt als vermisst, das Polizeiaufgebot wird immer größer, die Eltern sind krank vor Sorge und Madame beschwert sich, dass er deswegen mit der Mutter des Jungen kommuniziert. Egozentrischer und egoistischer kann man sich kaum geben, stört ihn aber offenbar nicht (zumindest mittelfristig nicht).
Ihr Problem war dann, dass das offenbar auch nicht von alleine besser wurde und er ausnahmsweise nicht auf ihr Geplärre eingegangen ist, weil er einfach einmal im Leben eine andere Prio hatte. Und aus ihrer irrationalen Eifersucht heraus musste dem halt endlich ein Ende gesetzt werden, indem das Kind gefunden wird, damit er und Dorina dann keinen Grund mehr haben, ständig miteinander zu reden oder gemeinsam bei der Polizei zu hocken.