Zitat von Tina1404Tina1404 schrieb:Tatrelevant ist es wahrscheinlich eher nicht, aber irgendwie is es wie so ein Puzzleteil das fehlt um das Ganze rund zu machen, für mich jedenfalls
Ich denke dass alle, die hier mitlesen und -schreiben da schon auch emotional involviert sind. Und entsprechend würden wir das alle gerne wissen.
Höchstwahrscheinlich werden wir es nie erfahren.
Zitat von Selma1898Selma1898 schrieb:1.Der Begriff "Schweinesuhle" in einer Anklageschrift ist für mich, die ich nicht aus der Gegend dort stamme, ungewöhnlich.

Ist das ein geläufiges, auch im sachlichen Jargon genutztes, Wort für diese Art von Tümpeln, weil sich dort üblicherweise die Wildschweine versammeln?
"Suhle" ist das Wort für den Ort, den Wildschweine wohl als ihre "Wellness-Oase" bezeichnen würden.
Diese Tümpel, geologisch "Sölle" und romantisch "Himmelsaugen" genannt, eignen sich aus Wildschwein-Augen perfekt als Wellness-Oase. Da sie (aufgrund des geologischen Hintergrunds) nur selten komplett austrocknen, sind sie ganzjährig verfügbar.
Sie sind als wertvolle Biotope ausdrücklich streng geschützt (mal ganz abgesehen davon, dass man sie aus geologischen Gründen auch nicht so einfach "verschwinden" lassen könnte).
"Schweinesuhle" hab ich als Bezeichnung in diesem Fall (den ich wirklich von Anfang an verfolgt habe) im Prozess auch zum ersten Mal gehört/gelesen. Und ich hab mich da schon ein bisschen reingelesen - ich bin ja was Natur, Biotope usw. angeht immer schwer interessiert. Grob gesprochen sind das sowas wie antike Sinklöcher. Vor allem für Amphibien sind diese Sölle enorm wichtig, feucht bleibt es da durchgehend, auch wenn der Wasserstand minimal ist (geologisch bedingt). Dass Wildschweine das mögen wundert mich nicht. Auch nicht dass es da einen jagdlichen Hochsitz gibt, der mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch von einer zuständigen Jägerschaft errichtet wurde und betreut wird.
Zitat von Hexe40Hexe40 schrieb:Der Begriff sagt ja schon alles, es ist kein Ausflugsziel.
Dieser eine spezielle "Tümpel" selbst womöglich nicht, aber touristisch wird der Weg, der daran vorbei führt (100m) durchaus beworben und auch angenommen.
Zitat von Selma1898Selma1898 schrieb:Oder wurde der Tötungsort vorab gewählt, eben weil sich dort die Schweine versammeln und, wie im Nachhinein gegoogelt von GH, eventuell die Leiche fressen sollten.
Genau deshalb bin ich SEHR gespannt auf die Aussage des Jägers. Gina und er hatten ja regen Austausch.
Auch so ein Knick im "Plan" - wenn der Jäger der zweite "Tümpelzeuge" neben "Maik" ist (wie ich aktuell annehme), er den entstellten Leichnam von Fabin für eine Gummipuppe gehalten hat.
Zitat von Selma1898Selma1898 schrieb:2. Die Erwähnung des monetären Vorteils durch das Geld des Vaters
GELD GELD GELD
Sie konnte sich den Lebenstil, den sie gepflegt hat. einfach nicht (alleine) leisten.
EMR (maximal auf dem Niveau von Hartz4 aka Bürgergeld), das geht nicht mit 5 Pferden bzw. Ponys, da wird's sogar schon beim Hund knapp. Sag ich mal so als Mitbewohnerin/Versorgerin/Verantwortliche einer einzelnen Katze.
Zitat von Selma1898Selma1898 schrieb:Ist dieser Umstand zu gering, dass er das Mordmerkmal "Habgier" erlaubt, aber durchaus für das Urteil relevant?
Innerhalb einer funktionierenden, partnerschaftlichen Beziehung auf Augenhöhe? Nein.
Jahrtausendelang haben Männer für ihre Frauen und ihre Kinder "gesorgt" - auch wenn das in meinen Augen ein sehr konservatives Weltbild ist und für mich nicht in Frage kommt ist das zu akzeptieren, denn nach wie vor ist das in weiten Regionen der Welt Standard.
Aber da wird auch nicht darüber diskutiert ob man 2.000€ für einen gebrauchten oder 12.000€ für einen neuen Anhänger fürs Hobby ausgibt.
Vielleicht noch 'ne Kelly Bag obendrauf?
Zitat von TiergartenTiergarten schrieb:In diesem Fall würde ich nach Lage der Dinge zwei Mordmerkmal erfüllt sehen: Heimtücke und niedrige Beweggründe. Das müsste für besondere Schwere der Schuld und somit „lebenslänglich plus x“ reichen.
Seh ich aktuell auch so. Und bin sicher da kommt noch mehr an handfesten Indizien/Beweisen.