wobel schrieb:Es ist ihr wohl auch klargeworden, dass sie den Kontakt zwischen Kindsvater und Mutter von Fabian immer "ertragen" muss solange Fabian am Leben ist - so ist das nun mal in Patchwork-Familien. Das ist ja kein Zuckerschlecken wie in irgendwelchen Fernsehfilmchen, die Wahrheit ist ja, dass man dafür ständig Kompromisse machen und sich häufig selbst zurücknehmen muß. Damit das wirklich gut läuft, muß man sich untereinander verstehen und gut zusammenarbeiten. Kompromisse scheinen nicht so ihr Ding gewesen zu sein...
Ich pflichte
@wobel bei.
Zum Wesen von Patchwork-Familien gehört es, dass der jeweilige Partner eine „Vorgeschichte“ hat und etwas mitbringt in die Beziehung. Böswillig wird da bisweilen von „Altlasten“ gesprochen.
Diese Situation gilt es zu respektieren. Die Partner müssen den Nachwuchs, der in die neue Beziehung eingebracht wird, annehmen. Und sie müssen akzeptieren, dass Kontakte und Absprachen mit früheren Partnern/Elternteilen quasi unvermeidbar sind - sei es in finanziellen Angelegenheiten oder was Umgang und bestimmte Weichenstellungen schulischer oder beruflicher Art anbelangt.
Eigentlich Binsenweisheiten - doch Gina H. war entweder nicht fähig oder nicht willens, solche Grundanforderungen zu beherzigen. Sie verlangte von Matthias R. volle Konzentration auf sich; sie wollte der Mittelpunkt, um den sich für ihn alles dreht.
Kinder wie Fabian empfand sie da offenkundig als Nebenbuhler, als Konkurrenz, die das gemeinsame Zeit- und Finanzbudget mit dem Partner reduzierten.
Und schroff abgelehnt wurde von Gina H. Fabians Mutter sowie die gesamte Verwandtschaft von Matthias R. Sie sprach von Hass, „Scheiß Anhängsel“ und „asi Familie“ und drängte ihren Partner zu einem kompletten Abbruch der Kontakte zu diesem Personenkreis.
Mit diesem eigensüchtigen Verhalten zerstörte Gina H. die Basis für ein gedeihliches Miteinander. Dass sie am Ende sogar in ihrer Herrschsüchtigkeit und Niedertracht so weit gehen würde, ein Menschenleben auszulöschen, konnte wohl niemand ahnen.