wobel schrieb:Wenn ich allerdings lese wie groß die Datenmenge da zu sein scheint
Das scheint aber auch vom Gericht auf die eine oder andere Art falsch wiedergegeben worden zu sein. Entweder was die Anzahl an notwendiger CDs (330) laut Gericht, oder die Anzahl der BluRays.
330 CDs (laut Ticker) mit 650 MB wären 209 GB an Daten. Das wäre auch eine nicht unübliche Datenmenge bei viel Bildern, aber es geht ja nur um Text und Sprachnachrichten. Letztere durch Codecs ja gut datenreduziert. Die handelsüblichen BluRays BD-R haben 25, 50 und 100 GB (1, 2 und 4 Layer). Das heißt, man bräuchte trotzdem mindestens 3 BD-R XL mit 100 GB. Aber diese sind recht teuer im Gegensatz zu den Single- und Dual-Layer Blu-Rays. Was dann die Anzahl der Disks auf 5 bis 9 erhöht. Es ist aber immer nur von einer Disc die Rede (oder wurde irgendwo was anderes gesagt?)
Was eher passen würde, wären 33 CDs, was dann knap 21 GB ergeben würde, und auf genau eine BD-R passen würde.
Text brauch sehr wenig Speicherplatz. Von Bildern war ja nicht die Rede. WhatsApp komprimiert, wie schon angemerkt, die Audio-Daten durch Codecs auch stark, so dass auf 10 Minuten Sprachnachrichten etwa 2-3 MB (viele kürzere Nachrichten brauchen auf 10 Min gesamt mehr Daten als eine 10 Min-Nachricht). 10 Gbyte Sprachnachrichten wären dann rund 585 Stunden (!) Sprachnachrichten. Daher _denke_ ich, dass man da seitens des Richters aus 33, 330 CDs machte beim vorlesen, oder eben ein Übermittlungsfehler. Ansonsten passt es nicht mit der Anzahl der alternativen BluRays.
Eddot schrieb:und je nach Ablauf Fabian abholen wollte.
Wenn sie das wirklich in so einem Falle gesagt hätte. Gut man weiß nicht was gewesen wäre. Aber warum sollte sie ihn denn plausibel bei Dorinas Anwesenheit abholen?
Tiergarten schrieb:Mir ist schleierhaft, wie die sich jetzt abzeichnende Tendenz noch gedreht werden könnte. Ich rechne eher damit, dass noch zusätzliche Indizien vorgebracht werden.
Ja, sind erstmal vier Verhandlungstage, mehr als 20 sollen noch folgen, und es ist schon soviel da, was nur auf sie als mögliche Täterin hinweist.
Tiergarten schrieb:Oder habe ich übersehen, dass in den ersten Verhandlungstagen gravierende Lücken in der Anklage erkennbar geworden sind, die auf einen Mangel an Beweisen schließen lassen?
Nicht wirklich. Die "Bombe" die platzen sollte, erwieß sich eher als Boomerang. Zum Beweisantrag des Messers ist erstmal nichts weiter zu hören gewesen. Ich konnte jetzt auch nirgens lesen, dass einer ihrer Verteidiger irgendwas zu der Sichtung des abgestellten Fahrzeuges am Vortag in der Seitenstraße sagte. Irgendwas, dass sie dort zu tun hatte wegen dem Hund oder so, nichts (wenn doch ist es mir entgangen).
Tiergarten schrieb:Wo könnte es denn noch eng werden in der Beweisführung?
Bislang nirgens. Auch die finanzielle Unterstützung des Vaters, kann ja nicht so klein gewesen sein, wenn er wirklich teils 14 Stunden am Tag arbeitete, und das Geld zu ihr floß. Das finanzielle Motiv hat sich ja aus den (Sprach-)Nachrichten mehr erhärtet als entkräftet.