Suppengespenst schrieb:Aber es bleibt eben diese Macht die mit z.B. mit einem anderen Ausdruck schon viel weniger "Sprengkraft" entfaltet.
Die Richter werden das Aussageverhalten der Frau in der Gesamtschau zu werten wissen. Das ist ihr täglich Brot und ihr Job.
Genauso werden sie die Aussagen von MR zu würdigen wissen. Es ist halt nicht so, dass wenn ein Zeuge wie MR sagt, er habe GH 100 bis 300 € im Monat gegeben, die Richter das einfach als Fakt hinnehmen, weil der Zeuge es halt gesagt hat.
Im Gegenteil, mit seinen offensichtlichen Verharmlosungen und sehr punktuellen Gedächtnisverlusten hat er ihnen doch ein sehr eindrückliches Bild der Beziehungsdynamik und seiner eigenen Rolle als immer wieder klein beikriechender Supporter der GH gezeichnet. Und seine Sexwitzeleien - zwinker, zwinker, Herr Richter, wenn Sie verstehen was ich meine - haben die Richter sicher sehr wohl verstanden, und zwar nicht in die Richtung, dass sie MR als potenten Frauenbefriediger - zwinker, zwinker - einordnen, sondern dass GH offensichtlich Versöhnungssex gezielt eingesetzt hat, um ihren teststerongesteuerten Finanzier bei der Stange zu halten und er drauf reingefallen ist.
wobel schrieb:Früher war das der Standard. Und global betrachtet ist er das in den meisten Ländern immernoch.
Wenn man sich als Partner auf gleicher Augenhöhe für so eine konservative Lösung entscheidet seh ich da kein Problem (meins wär's nicht).
Ich sehe da prinzipiell kein Problem drin. Gerade wenn ein Partner aus gesundheitlichen Gründen nicht in der Lage ist, im gleichen Masse zum gemeinsamen Lebensunterhalt beizutragen, ist es in einer festen Beziehung eigentlich nur fair, dass der andere, gesundheitlich und damit auch finanziell leistungsfähigere ihn/sie unterstützt.
Das funktioniert aber nur, wenn das in einem Rahmen passiert, den der andere auch leisten kann und eine gewisse Wertschätzung und Respekt für seine Leistung bekommt
Was mich an der Konstellation MR/GH so extrem stört ist, dass sie sehr aktiv und mit sehr viel Nachdruck immer mehr eingeefordert hat. Und zwar auch mehr, als zum grundsätzlichen Lebensunterhalt nötig ist. Wenn mein Partner ein Pferd hätte und dieses dann plötzlich durch gesundheitliche Probleme nicht mehr finanzieren könnte, wäre ich auch bereit, da einzuspringen. Aber hier schafft sie ein Pferd nach dem anderen zusätzlich an, fordert einen neuwertigen Anhänger, muss natürlich eine dicke Karre unterm Hintern haben... Und wenn er sie darauf hinweist, dass er finanziell nicht mehr kann, ihr sogar gübstigere Alternativen anbietet, wird er aufs übelste von ihr beschimpft.
Lumina85 schrieb:Deshalb kam zumindest die Mutter nicht auf die Idee die TV zu kontaktieren. Mathias R. hätte da natürlich gleich darauf kommen können aber, wie gesagt, wollte er es ihr auch erst einmal nicht sagen da der Kontakt auch seltsam war zu der Zeit und womöglich hat er sich auch nichts dabei gedacht.
Hinzu kommt, dass man dachte, Fabian könne sich auf eigene Faust auf den Weg zum Vater gemacht haben. Bis Reimershagen sind es etwa 20 km und Fabian schien jetzt weder in Bezug auf GH noch ihren Sohn als seinen Freund ein sonderlich großes Kontaktintetesse zu haben. Es lag also eher fern, dass er aus eigenen Stücken dorthin aufgebrochen sein könnte, geschweige denn, den Weg über die 20 km gefunden haben könnte.
Schon die Idee, dass er auf eigene Faust zum Vater wollte, war doch eher fernliegend. Aber klar macht man sich in der Situation, in der das Kind verschwunden ist, solche Hoffnungen, daß so was harmloses dahintersteckt und er schon bald von einem Busfahrer oder einem Passanten aufgegriffen wird.
Und wenn er tatsächlich unangemeldet in Reimershagen aufgeschlagen wäre, hätte man doch annehmen können, dass GH gleich zum Telefon gegriffen hätte, um MR oder DL Bescheid zu geben.
Und das Gina H in abgegriffen oder abgeholt haben könnte, finde ich erst mal auch eine sehr fernliegende Idee. Hätte sie das in guter Absicht getan, z.B. um ihn mit einem Besuch bei den Pferden eine Freude zu machen, hätte die doch auch Bescheid gesagt. Und dass sie es mit böser Absicht tut, so wie dann tatsächlich geschehen, davon ist sicher keiner ausgegangen, weil es einfach fern jeder normalen Lebenserfahrung ist.
wobel schrieb:Ich finde ja schon auch dass das super-riskant war - einer der Gründe warum ich immernoch denke dass es sein könnte, dass sie zum Zeitpunkt der Abholung noch garkeinen Mord geplant haben könnte.
Aber Risiken, beobachtet zu werden scheinen sie ja auch an anderen Stellen nicht abgeschreckt zu haben. Ich glaube, sie war entweder so rasend vor Hass, dass ihr das einfach egal war. Oder zu beschränkt, um so weit zu denken.
Allerdings denke ich, dass sie überzeugt war, nicht erwischt und überführt zu werden. Sie dachte echt, sie konnt damit durch. Denkt die vielleicht immer noch, wo MR doch so nett zu ihren Gunsten ausgesagt hat.