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Todesdrama am Großglockner

909 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Sterbehilfe, Fahrlässige Tötung ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Todesdrama am Großglockner

um 18:56
Tee gefroren
Der Richter fragt nach, zu einer Bemerkung im Akt, wonach sich die Verstorbene nur noch auf allen vieren bewegen habe können. Die beiden hätten einen Tee aus der Thermoskanne trinken wollen, der sei gefroren gewesen, sagt der Angeklagte. Daraufhin habe er sie gesichert, das Gipfelkreuz sei da schon zu sehen gewesen.

"Für beide eine komplette Ausnahmesituation", beschreibt der Angeklagte die Lage. Er habe ihr "eingeredet", dass man weiter müsse, weil keine Hlfe mehr kommen könne. Also habe er vereinbart, dass er Hilfe hole, in der "Adlersruhe" – einer Schutzhütte – habe er auf Hilfe anderer Bergsteiger im Wärmeraum gehofft.
Wie war der Kontakt mit der Alpinpolizei?
Der Alpinpolizist habe dem Angeklagten eine WhatsApp-Nachricht geschickt. Warum er nicht reagierte? Das Handy sei teilweise im Flugmodus gewesen, um Akku zu sparen. Vorhin erwähnte der Richter, dass laut dem Akt beide Personen eine Powerbank dabei gehabt hätten; jetzt sagt der Angeklagte, dass er keine Powerbank gehabt hätte.

Der Notruf sei "abgebrochen" worden, sagt der Richter, der Angeklagte entgegnet dass er "ganz normal aufgelegt" worden sei.

"Sie telefonieren mit jemandem, von dem Sie sich Hilfe erwarten. Sie kriegen die Empfehlung: 'Gehen Sie weiter', 'Bleiben Sie in Bewegung'. Warum sagen Sie dann dem Telefonpartner nicht: 'Die [Vorname der Verstorbenen] kann nicht mehr."

Bei diesem Telefonat habe er noch nicht gewusst, dass sie nicht mehr weitergehen könne, sagt der Angeklagte. Das muss also davor gewesen sei
Richter tue sich "unglaublich hart"
"Können Sie mir erklären, wie es jemand schafft, der nicht mehr gehen kann, der am Felsen fixiert ist, dessen Rucksack unter einem ist, in die Situation gerät?", fragt der Richter.

Die Verstorbene sei an einer anderen Stelle gefunden worden, als vom Angeklagten beschrieben.

Und er legt nach: "Wir müssen davon ausgehen, dass die [Vorname] ihre Fixierung löst, den Rucksack schlampig auf den Rücken tut und über eine Stelle, die beim Aufstieg schon schwierig war, abklettert." Und: "Wissen Sie, wie sie in die Situation kommt? (…) Sie hängt frei. Jemand, der im senkrechten Fels hängt, muss offenkundig gestürzt sein."

"Ich tu mir unglaublich hart, Ihre Variante, mit dieser Situation in Einklang zu bringen", hält der Richter jetzt fest.
Kurze Befragung
"Ist es möglich, dass, wenn man entkräftet ist, nochmal alles gibt, was möglich ist", fragt der Verteidiger des Angeklagten – praktisch in einem letzten Schub. Die Sachverständige bekräftigt: Sie hält das für unwahrscheinlich.

Das wars, damit ist die Sachverständige wieder entlassen. Ein etwaiges Sturzgeschehen war jetzt hier kein Thema.
Quelle: https://www.derstandard.de/jetzt/livebericht/3000000308718/grossglockner-prozess-gegen-37-jaehrigen-wegen-grob-fahrlaessiger-toetung-startet
Staccato-Fragen
Die Todesnachricht seiner Freundin sei von einem Arzt überbracht worden, sagt der Angeklagte. Danach sei "weiter gefragt worden"; ihm sei nicht angeboten worden, dass die Befragung abgebrochen werden könnte; ihm sei nicht gesagt worden, dass er einen Anwalt beiziehen könne. Er könne es zwar nicht hunderprozentig sagen, er habe aber jedenfalls keine Erinnerung daran. All das fragt der Richter im Staccato-Modus ab.

"Ich war eigentlich nicht richtig da", sagt der Angeklagte über seinen eigenen Gemütszustand. Er sei laut dem Verteidiger zu Beginn der Einvernahme 22 Stunden wach gewesen, beim Überbringen der Todesnachricht etwa 32 Stunden. Der Angeklagte sagt, dass er "Hoffnung" für seine Freundin gehabt habe
Quelle: https://www.derstandard.de/jetzt/livebericht/3000000308718/grossglockner-prozess-gegen-37-jaehrigen-wegen-grob-fahrlaessiger-toetung-startet
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- "Wie lang sind Sie bei der alpinen Einsatzgruppe?", fragt der Richter.
- "Seit 2009", ist die Antwort.

Und jetzt zum Auffindungsort der Verstorbenen:
- "Ist für Sie erklärbar, dass ich in so eine Situation gerate, aufgrund eines Sturzes, mit den Steigeisen drauf?"
- "Na, eigentlich net."

Die Einsatzgruppe habe einen Handschuh gefunden, die Sicherungsposition sei "spannend" gewesen, die Verstorbene habe keine Handschuhe getragen.
Wieder an den Zeugen:
- "Hat es Spuren gegeben, die darauf hindeuten, dass die [Verstorbene] an dieser Stelle aktiv abgeklettert ist?"
Das verneint der Zeuge.

Es seien auch keine weiteren Blutspuren – außer jene, etwas weiter oben – gefunden worden. (Die Spuren kamen vermutlich von Aufschürfungen/Verletzungen an der Hand.)
Alles zusammengezogen" (Alpinpolizist)
Der Richter ist mit seiner Befragung des Zeugen zu Ende, der Staatsanwalt stellt noch eine Frage.

In dem Telefonat nach 3 Uhr, in dem der Angeklagte mitteilte, dass er die Verstorbene zurückgelassen habe, habe sich beim Zeugen "alles zusammengezogen". Warum er nicht früher einen Notruf verständige, habe er den Angeklagten gefragt: "Darauf ist keine richtige Antwort gekommen." Der Zeuge habe dann das Telefonat allerdings bald beendet, "ich habe keine Zeit", habe der Zeuge festgehalten und die Rettungskette in Gang gesetzt
Quelle: https://www.derstandard.de/jetzt/livebericht/3000000308718/grossglockner-prozess-gegen-37-jaehrigen-wegen-grob-fahrlaessiger-toetung-startet
Zu Ihren Gunsten"
gehe der Richter davon aus, dass die Verstorbene nicht selbst abgeklettert sei.

Eine von zwei Varianten sei eingetreten, sagt der Richter: Sie habe sich gezwungen gesehen, das Seil für den eigenen Abstieg abzurollen. Eine zweite Variante sei, dass sie zum Sturz gekommen sei und dann am Seil gesichert liegen geblieben sei.
Quelle: https://www.derstandard.de/jetzt/livebericht/3000000308718/grossglockner-prozess-gegen-37-jaehrigen-wegen-grob-fahrlaessiger-toetung-startet
Zitat von watnuwatnu schrieb:Vielleicht weißt du o. jemand anderes hier noch, an welcher Stelle es sein könnte, wenn es zutrifft, und könnte es nachhören?
@watnu
Ich habe den Podcast nachgehört. Vielleicht habe ich die 10 Meter falsch abgespeichert in meinem Gehirn.

Nach der Suche danach steht fest! Es wurde oberhalb Blut gefunden, jedoch keine Längenangabe. Sorry ich muss das falsch verknüpft haben.


Ich habe den kompletten Live Ticker von der Standard nachgelesen und die relevanten Passagen nochmal hier eingestellt.


Es wurde ein Handschuh gefunden, aber auch nicht erwähnt wo!

In diesem Ticker steht das mit dem Seil abrollen, aber auch nicht wie lang das Seil war.
Ich hoffe ich hab jetzt Licht ins Dunkel gebracht, und sorry wegen dem Blut. Es war über ihr aber nicht genau wo.


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Todesdrama am Großglockner

um 19:02
Zitat von Silberstreif.Silberstreif. schrieb:Da kann ich mir eher vorstellen dass sie sich alleine dorthin begeben hat, die Boots geöffnet hat, und dann nochmal losgegangen isr und mit den offenen Schuhen ausgerutscht ist.
Finde ich ziemlich plausibel, dass sie die Snowboardboots geöffnet hat, da diese ungeeignet zum längeren Klettern sind und sie deshalb Schmerzen hatte und so weitergegangen ist und abgestürzt ist. Wenn TP zugelassen hat, dass sie mit den geöffneten Boots über den verschneiten Grat weitergeht, war es grob fahrlässig von ihm.
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Warum hat Thomas P. dann eine andere, ihn letztlich viel belastendere "Geschichte" erzählt? Keine Ahnung. Vielleicht Scham. Schuldgefühle. Hybris. Eingeschränkte Wahrnehmungs- und Steuerungsfähigkeit. Vielleicht ist auch in Wirklichkeit viel Schlimmeres vorgefallen, so dass er sich in seinen Augen mit seiner "Geschichte" noch entlastete. Dafür gibt es aber keine Anhaltspunkte, weshalb es Spekulation ist.
Eine Erklärung oder Grund, warum TP an seiner wenig glaubwürdigen Geschichte des in-Stich-Lassens von Kerstin G festhält, ist nun mal dass er
noch schlimmere Sachen verheimlichen will. Die anderen Erklärungen wären, dass TP nach wie vor verwirrt ist, oder die Geschichte mit dem in-Stich-Lassen stimmt.
Zitat von Photographer73Photographer73 schrieb:ob ihre Füße den Boden berührten oder nicht.
Die Füße haben auf jeden fall den Boden nicht berührt, dass kann bedeuten sie war völlig frei hängend an einem Überhang oder hängend aber an einem steilen Felsen anliegend.


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Todesdrama am Großglockner

um 19:02
Zitat von svenskensvensken schrieb:Da er um ca. 03:30 an der Huette ankam und 1.5h dorthin brauchte, muesste er also um ca. 02:00 Uhr aufgebrochen sein. Das wuerde nahelegen, dass Kerstin gleich nach dem Telefonat um 0:35 abgerutscht ist und während des Anrufs also noch "kein Hubschrauber hier heroben" benötigt wurde
Wenn Kerstin zeitnah nach dem Telefonat abgerutscht ist, wäre denkbar dass die Antwort auf seine Frage ob sie einen Notruf abgesetzt hat nicht nein war und es könnte Diskussionen trotz der prekären Lage gegeben haben und in diesem Stress und in ihrem schlechten Zustand ist sie abgerutscht. Es ist sehr traurig dass ohne seine Aussage fast nichts bewiesen werden kann.


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Todesdrama am Großglockner

um 19:11
Zitat von svenskensvensken schrieb:Es ist wirklich so, dass einfach zu wenige Details bekannt sind, als dass man den genauen Verlauf und die Argumentationsfuehrung der Prozessbeteiligten klar verstehen könnte. Oder es wurde auch da schlampig gearbeitet.
Ja leider, ich verstehe deshalb überhaupt nicht warum der Richter den Prozess innerhalb eines Tags unbediengt durchdrücken wollte, anstatt in vielen Punkten viel mehr in Details und Tiefe zu gehen.

Fängt ja schon an mit der Frage, warum sie die Tour fast um 2 Stunden zu spät gestartet haben. Wollte vielleicht Kerstin diese anstrengende Hochtour über den Stüdlgrat am Großglockner an diesem Tag gar nicht starten, weil sie sich wegen der Lungenentzündung nicht so gut und stark fühlte? Und es noch daheim zu einem Streit kam, wo TP zu ihr möglicherweise sagte: ‚Stell dich nicht so an!" ? Auch hier erfährt man keinerlei Grund für die viel zu späte Anreise, weil der Prozess von Anfang an wohl unter Zeitdruck stand --> Wir müssen das Heute durchziehen.

Also "schnell schnell" war die Vorgabe in dem Prozess, wirklich in die Tiefe der ganzen Punkte und Details zu gehen passierte wegen diesem Zeitdruck eigentlich nie - so mein Gefühl darüber. Ich meine hier ist ein Mensch gestorben in mysteriöser Weise völlig ohne einer logischen Erklärung ... und für die mögliche Aufklärung des Wie, Warum und Wieso benötigt man eben entsprechende notwendige Zeit.

In diesem Punkt bin ich sehr unzufrieden mit dem Richter Norbert Hofer, er kennt sich zwar gut im alpinen Bereich aus aber mir ist er viel zu schnell von einen Punkt zum nächsten immer weiter gesprungen.
Zitat von MissSmillaMissSmilla schrieb:Es ist sehr traurig dass ohne seine Aussage fast nichts bewiesen werden kann.
Auch hier gebe ich dem Richter eine Mitschuld weil er alles an einem Tag durchziehen wollte anstatt die ganzen Widersprüche des Angeklagten in seinen Aussagen mehr Fokus zu geben.


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Todesdrama am Großglockner

um 19:34
Zitat von parabolparabol schrieb:Die Füße haben auf jeden fall den Boden nicht berührt, dass kann bedeuten sie war völlig frei hängend an einem Überhang oder hängend aber an einem steilen Felsen anliegend.
War das so? Woher hast du das? Das wäre ja endlich mal eine klare Aussage. Man liest so viel Verschiedenes, das hier z.B.:
Eine von zwei Varianten sei eingetreten, sagt der Richter: Sie habe sich gezwungen gesehen, das Seil für den eigenen Abstieg abzurollen. Eine zweite Variante sei, dass sie zum Sturz gekommen sei und dann am Seil gesichert liegen geblieben sei.



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Todesdrama am Großglockner

um 19:43
Zitat von TritonusTritonus schrieb:War das so? Woher hast du das? Das wäre ja endlich mal eine klare Aussage.
Ich meinte, als Kerstin G gefunden wurde, haben ihre Füße den Boden nicht berührt, wie es zum Sturz gekommen ist, davon habe ich keine Ahnung


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Todesdrama am Großglockner

um 19:51
@parabol
Wobei das mit dem Sturz ja gar nicht sicher ist:
Es geht wieder um die Auffindungsposition. Wie Kerstin zu diesem Zeitpunkt gesichert war, ist "für mich nicht erklärbar", sagt der Alpinpolizist. Auch, dass sie durch einen Sturz in diese Position gekommen sein könnte, halte er für keine mögliche Erklärung. Spuren, dass sie aktiv dorthin abgeklettert wäre, habe es aber auch nicht gegeben.
Quelle: https://www.nachrichten.at/ticker/grossglockner-prozess-467/2/#pager-anchor

Die Frage ist, was bleibt denn da noch als Möglichkeit. Aber so lange wir keine Details kennen - schwierig zu diskutieren.


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Todesdrama am Großglockner

um 20:07
Zitat von parabolparabol schrieb:
Zitat von TritonusTritonus schrieb:War das so? Woher hast du das? Das wäre ja endlich mal eine klare Aussage.
Ich meinte, als Kerstin G gefunden wurde, haben ihre Füße den Boden nicht berührt, wie es zum Sturz gekommen ist, davon habe ich keine Ahnung
Ich habs gefunden
Maximilian Werner 19.2.2026, 11:32
Kurze Zusammenfassung ...
... In der er Hoffnung, Licht ins Dunkel zu bringen: Die Verstorbene wurde am Fels fixiert gefunden, in steiler Lage. Die Füße waren freihängend.

Der Richter hinterfragte, wie das mit der Variante des Angeklagten in Einklang zu bringen ist (sagte eben, dass sie dafür – trotz Bewegungsunfähigkeit – selbst hätte absteigen müssen) – und betonte dann, dass eine wahrscheinlichere Variante ein Sturzgeschehen wäre.
Quelle: https://www.derstandard.de/jetzt/livebericht/3000000308718/grossglockner-prozess-gegen-37-jaehrigen-wegen-grob-fahrlaessiger-toetung-startet


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Todesdrama am Großglockner

um 20:10
Der Richter hinterfragte, wie das mit der Variante des Angeklagten in Einklang zu bringen ist (sagte eben, dass sie dafür – trotz Bewegungsunfähigkeit – selbst hätte absteigen müssen) – und betonte dann, dass eine wahrscheinlichere Variante ein Sturzgeschehen wäre.
Quelle: https://www.derstandard.de/jetzt/livebericht/3000000308718/grossglockner-prozess-gegen-37-jaehrigen-wegen-grob-fahrlaessiger-toetung-startet

Zumal sie ja dann ihren Rucksack wieder hätte aufsetzen müssen, sowie Snowboards. Da wäre es doch wahrscheinlicher gewesen, sie hätte sich den Biwaksack und die Decken aus dem Rucksack geholt.


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Todesdrama am Großglockner

um 20:14
Und er legt nach: "Wir müssen davon ausgehen, dass die [Vorname] ihre Fixierung löst, den Rucksack schlampig auf den Rücken tut und über eine Stelle, die beim Aufstieg schon schwierig war, abklettert." Und: "Wissen Sie, wie sie in die Situation kommt? (…) Sie hängt frei. Jemand, der im senkrechten Fels hängt, muss offenkundig gestürzt sein."
Zitat von TritonusTritonus schrieb:War das so? Woher hast du das? Das wäre ja endlich mal eine klare Aussage. Man liest so viel Verschiedenes, das hier z.B.:
Weiter oben habe ich eine weitere Stelle zitiert. Kerstin hing frei. Das war die Aussage vom Richter. Er tut sich unglaublich hart.


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Todesdrama am Großglockner

um 20:27
Die Verstorbene wurde am Fels fixiert gefunden, in steiler Lage. Die Füße waren freihängend.
Danke @Eichhörnchen
Kann mal jemand mit Bergerfahrung sagen, was mit "fixiert" gemeint ist, ich kenne mich mit dem Bergsteiger-Fachjargon überhaupt nicht aus. Für mich klingt das richtig furchtbar, nach "an den Fels gekettet", aber wie kann man denn in eine solche Lage kommen? Also in eine Lage, aus der man sich nicht mehr selbstständig wegbewegen kann?
Jemand, der im senkrechten Fels hängt, muss offenkundig gestürzt sein.
Aber genau das streiten doch die Retter und die Gerichtsmedizinerin in diesem konkreten Fall ab.


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Todesdrama am Großglockner

um 20:33
Zitat von svenskensvensken schrieb:Die ungeklärte Frage: War das Telefonat um 0:35 vor, während, oder nach diesen Versuchen, sie hochzuziehen? Da er um ca. 03:30 an der Huette ankam und 1.5h dorthin brauchte, muesste er also um ca. 02:00 Uhr aufgebrochen sein.
Das passt nicht - es hieß 2 Std vom Gipfel bis zur Hütte und das nicht bei diesen Bedingungen und dem Erschöpfungszustand. Er hätte dann sagen wir mal um 1.30 am Gipfel sein müssen und das ist m.M. nach immer noch sehr knapp gerechnet.
Von der Stelle, wo es passiert ist, musste er ja aber auch noch hoch zum Gipfel und das war immer noch ein anstrengender Teil.
Zitat von klara.verstandklara.verstand schrieb:Beim Telefonat war K mE bereits einfach so weit entfernt (weil er rücksichtlos vorauspreschte), dass er nicht genau wusste, ob sie noch weiterkommt. Wie es ihr geht. Er hätte nicht mal wissen können, ob sie vielleicht abgestürzt ist. Er war zu weit weg von seiner Partnerin. Das wollte er aber im Gespräch nicht zugeben. Er dachte vielleicht (hier bin ich wohlmeinend), sie schaffe es bis zu dieser gesicherten Position, die er später beschrieb und wo er sie zurückgelassen haben will.
Und vielleicht hat er von seiner höheren Position ihre Lampe gesehen und den Ort missinterpretiert, dachte sie, sie sei bis zu der Platte gekommen, an der er sie gesichert haben wollte.


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Todesdrama am Großglockner

um 20:42
Zitat von EichhörnchenEichhörnchen schrieb:Ich habs gefunden
Maximilian Werner 19.2.2026, 11:32
Kurze Zusammenfassung ...
... In der er Hoffnung, Licht ins Dunkel zu bringen: Die Verstorbene wurde am Fels fixiert gefunden, in steiler Lage. Die Füße waren freihängend.
Quelle: https://www.derstandard.de/jetzt/livebericht/3000000308718/grossglockner-prozess-gegen-37-jaehrigen-wegen-grob-fahrlaessiger-toetung-startet

Ich verstehe das so, da war ein steiler Felsen und sie liegt an, aber die Füße sind frei. Fixiert bedeutet einfach, das Seil ist irgendwo weiter oben befestigt (Ich habe keine Bergerfahrung nur ein paar Mal Ski Urlaub)


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Todesdrama am Großglockner

um 20:42
Ich habe ganz viele Posts noch nicht gelesen und weiß nicht, ob das inzw. gepostet wurde:

Auffindesituation:
Die Rechtsmedizinerin gibt an, dass die Leiche in einer „Hängeposition“ gefunden worden sei. Zunächst habe sich Kerstin G. auf dem Boden gekauert, doch irgendwann in der Nacht sei sie wohl abgerutscht und hing am Seil frei in der Luft.
Quelle: https://www.welt.de/politik/deutschland/article697776c6707d4aa207581f0d/grossglockner-schon-am-spaeten-nachmittag-versuchte-kerstin-g-die-bergrettung-anzurufen.html

Solange sie noch lebte bzw. nicht ohnmächtig war, hatten ihre Füße Kontakt zum Felsvorsprung. So ist es möglich, dass sie sich dort z. B. die Boots öffnete.
- -
Zitat von Photographer73Photographer73 schrieb:
Zitat von watnuwatnu schrieb:Ich denke, das ist ein Missverständnis. "Im Seil" muss nicht unbedingt ohne jeglichen Bodenkontakt heißen
Muss nicht. Ich finde aber auch keine übereinstimmenden Aussagen darüber, ob ihre Füße den Boden berührten oder nicht.
Deshalb schrieb ich "ich denke" und nicht "ich weiß" ;)
Im o. g. Post hatte ich u. g. Quelle verlinkt:
U. g. "auf …Felsvorsprung" ist nicht "über Felsvorsprung", deshalb dachte ich …
Zitat von watnuwatnu schrieb:
Kerstin G.s Leichnam. Er hängt an einem Seil auf einem kleinen Felsvorsprung. Also rund zehn Meter unterhalb des Platzes, an dem P. seine Freundin gesichert haben will.
Quelle: https://www.focus.de/panorama/nach-grossglockner-urteil-sagt-richter-diesen-bemerkenswerten-satz_4d3e9242-4ca7-469d-8c78-da625f60df11.html
Mir ist das Thema Auffindesituation unangenehm, aber da weitere Schlussfolgerungen im Thread (die ich mehr oder weniger plausibel finde) darauf fußen, habe ich das angesprochen.

- -
Zitat von AgrimonyAgrimony schrieb:Ich habs gefunden im Live-Ticker der Kronenzeitung:
„für uns war das ein Wunder, dass sie in dieser Position verblieben ist“. Bei noch stärkerem Wind „wäre sie über die Südwand abgestürzt“.
Das kann ich mir jetzt erstrecht nicht mehr vorstellen.
Wenn sie doch am Seil hing, müsste das Seil ja fest an ihr dran sein, wie hätte sie dann bei stärkeren Wind noch weiter abstürzen können?
Das habe ich mich auch gefragt.
Keine Ahnung, ob sich sich das Sicherungsseil irgendwie hätte lösen können?

- -
Zitat von EichhörnchenEichhörnchen schrieb:@watnu
Ich habe den Podcast nachgehört. Vielleicht habe ich die 10 Meter falsch abgespeichert in meinem Gehirn.

Nach der Suche danach steht fest! Es wurde oberhalb Blut gefunden, jedoch keine Längenangabe. Sorry ich muss das falsch verknüpft haben.


Ich habe den kompletten Live Ticker von der Standard nachgelesen und die relevanten Passagen nochmal hier eingestellt.
Thx , dann bist du ja jetzt rundum informiert :)

- -
Zitat von BohoBoho schrieb:Über die Suchfunktion tauchen die 10 Meter nur in Zusammenhang mit der Stelle auf, an der er sie angeblich zurückgelassen haben wollte - dass diese eben ca. 10 Meter oberhalb der Fundstelle lag.
Auch dir thx für die Suche :)


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