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Todesdrama am Großglockner

1.085 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Sterbehilfe, Fahrlässige Tötung ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Todesdrama am Großglockner

um 18:55
Zitat von UTACUTAC schrieb:latent schon vorhanden war und sich dann verschlimmerte
Zitat von loiselloisel schrieb:Jedoch kurz vor Ausbruch der Krankheit oder wenn man denkt, man ist schon wieder gesund, fühlt man sich noch gut und beginnt die Tour. Kälte, mangelnde Kalorien, kein Schlaf führen dann recht schnell zu einem Leistungabfall.

Ja, K. hatte eine virale Lungenentzündung. Die können schleichend u. unbemerkt beginnen. So in u. g. Info der AOK. Die extreme körperliche Anstrengung wird neben o. g. Gründen auch das Immunsystem geschwächt haben:
Zitat von watnuwatnu schrieb am 21.02.2026:Dass der Patient/die Patientin die Lungenentzündung nicht bemerkt, kenne ich aus dem Bekanntenkreis. Unten ist eine der möglichen Erklärungen dafür. Wenn man die anderen Symptome mit Ibu unterdrückt, fühlt man sich evtl. fitter als man ist. Ich hebe die relevanten Sätze hervor:
Bei einer atypischen Lungenentzündung, die häufig durch Pilze, Viren oder Parasiten ausgelöst wird, können typische Symptome ausbleiben oder sich deutlich langsamer entwickeln. Meistens stehen bei der atypischen Lungenentzündung Kopf- und Gliederschmerzen im Vordergrund, auch untypische Symptome wie trockener Husten können auftreten. Schüttelfrost und Atemnot kommen dagegen selten vor. Häufig geht die Erkrankung ohne oder mit nur geringem Fieber einher.
Quelle: Quelle: https://www.aok.de/pk/magazin/koerper-psyche/organe/pneumonie-ursachen-und-symptome-einer-lungenentzuendung/
Bakterien vermehren sich durch Teilung. Viren müssen an unsere Körperzellen andocken und diese umfunktionieren, um quasi von ihnen kopiert zu werden:
https://www.infektionsschutz.de/infektionen/erregerarten/viren/

- - -
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:Wobei ich nncht verstehen kann, das man hier immer von einem erfahrenen Bergsteiger spricht
Er war insofern erfahren, dass er wusste, welche schwierigen Bedingungen auf dem Glockner im Winter herrschen. Er hätte es wissen, müssen, was passieren kann. Zitat: "Dummheit schützt vor Strafe nicht"

Unterschied "fahrlässig" und "grob fahrlässig"
Leicht fahrlässig ist ein Verhalten, wenn auch einem sorgfältigen Menschen ein solcher Fehler gelegentlich passiert. In diesen Fällen ist ein Schadenseintritt meist nicht so leicht vorhersehbar; auch einem durchschnittlich aufmerksamen Menschen könnte ein derartiger Fehler passieren.
Beispiel
Jemand fährt wegen einer Sichtbehinderung durch die tiefstehende Sonne auf ein anderes Fahrzeug auf.

Grob fahrlässig ist ein Verhalten, wenn der Fehler einem ordentlichen Menschen in derselben Situation keinesfalls unterlaufen würde.

Beispiel
Jemand fährt mit einem Fahrzeug obwohl sie/er weiß, dass die Bremsen defekt sind.

Achtung
Die Abgrenzung von grober und leichter Fahrlässigkeit ist äußerst schwierig. Eine definitive Beurteilung des Verschuldensgrades erfolgt in den meisten Fällen erst bei Gericht.
Quelle: https://www.oesterreich.gv.at/de/lexicon/F/Seite.991394


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Todesdrama am Großglockner

um 19:12
Zitat von Emil26Emil26 schrieb:Naja, wenn dann die Person, die die Ausbildung hat geborgen werden muss, nützt dieser Person ihr Ausbildungsnachweis allerdings nichts.
Den Satz verstehe ich nicht.
Wäre der Mann ein ausgebildeter Bergführer gewesen, wäre er gar nicht erst los gegangen.
Zitat von Emil26Emil26 schrieb:Sie sagte sinngemäß dazu, dass sie zu viele Einschränkungen nicht hilfreich findet, da die Eigenverantwortung dadurch nicht unbedingt gestärkt wird, sie sähe die Gefahr, dass man sich dann zu sehr auf die Regeln verlässt und das wäre dann wiederum auch eine Gefahr.
Ja gut die frau sieht es aus ihrer Sicht. Bei Messner klingt da schon anders.
Für sie selbst, ist das selbstverständlich, alles nicht so schwer und ein Einzellfall von multiplen Versagen.
Messner spricht vom der generellen Dekadenz des Bergsteigens.

Wenn nicht durch eine Prüfung, könnte man auch zur Bedingung machen, das ab bestimmter Schwierigkeitsstufen der Route, eine bestimmte Anzahl vergleichbarer Touren die vonAnderen geführt wurden , absolviert wurden.
Zitat von watnuwatnu schrieb:Er war insofern erfahren, dass er wusste, welche schwierigen Bedingungen auf dem Glockner im Winter herrschen. Er hätte es wissen, müssen, was passieren kann. Zitat: "Dummheit schützt vor Strafe nicht"
Gehandelt hat er wie ein Anfänger.
Schlimmer noch, der hätte sich vorher Youtube Videos reingezogen

Ich weis nicht inwiefern die Beziehung der Beiden eine weitere Rolle gespielt hat.
Hat er sie quasi emotional genötigt gegen besseres Wissen weiter zu gehen ?
Die Warnung am Frühstücksplatz, konnte auch Sie lesen und verstehen.
War sie überhaupt in die zeitliche Planung involviert oder hat sie ihm blind vertraut ?
Sie muss doch die Aussichtslosigkeit auch erkannt haben oder hatten sich da zwei mit komplett falschem Ehrgeiz verbunden mit unrealistischer Beurteilungsgabe gefunden ?


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Todesdrama am Großglockner

um 19:17
Zum Unterschied fahrlässig , grob fahrlässig:
Wenn nicht schon vorher grobe Fahrlässigkeit vorlag, dann meiner Meinung nach spätestens nach dem Ignorieren , der sehr eindeutigen Warnung am Frühstücksplatz. Die ist für die ganz Doofen geschrieben, die das
nicht ohnehin wissen.
Das halte ich für grob fahrlässig, diese Warnung nicht zu beachten. .
Ob es grob fahrlässig oder nur fahrlässig ist, das er ihr die falschen Schuhe verpasst hat oder ohne Proviant losgezogen ist, darüber kann man streiten. Fahrlässig ist es auf jeden Fall


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Todesdrama am Großglockner

um 19:41
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:Zum Unterschied fahrlässig , grob fahrlässig:
Wenn nicht schon vorher grobe Fahrlässigkeit vorlag, dann meiner Meinung nach spätestens nach dem Ignorieren , der sehr eindeutigen Warnung am Frühstücksplatz. Die ist für die ganz Doofen geschrieben, die das
nicht ohnehin wissen.
Das halte ich für grob fahrlässig, diese Warnung nicht zu beachten. .
Ob es grob fahrlässig oder nur fahrlässig ist, das er ihr die falschen Schuhe verpasst hat oder ohne Proviant losgezogen ist, darüber kann man streiten. Fahrlässig ist es auf jeden Fall
Sehe ich auch so. Sie hätten am Frühstücksplatz umkehren müssen. Für den Verurteilten war das aber keine Option.

Im Übrigen finde ich es merkwürdig, dass einige denken, die Lungenentzündung hätte sich erst am Berg entwickelt.
Innerhalb 18 h soll sich eine Lungenentzündung massiv entwickelt haben? Ernsthaft?
Dass bezweifle ich. Wenn die Lungenentzündung bei der Obduktion festgestellt wurde, war sie etabliert. Sie bildet sich nicht nach dem Tod.


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Todesdrama am Großglockner

um 20:17
Hallo,
was mich noch intressieren würde:
Wie haben die beiden die Route geplant? Heutzutage macht man das am Compi. Route anschauen, Videos. Mir ist schon klar, dass der Computer sicher nicht darauf untersucht wurde.
Mir geht es darum:
Kumpel fragt, machen wir die Tour. Ich schaue es mir im Netz an, bin eher Bergkletterer wie Bergsteiger. Dann sehe ich dass ich das nicht schaffe. Und sage ab. Kumpel kommt und fragt: Morgen machen wir ne Tour. Vertrau mir, du packst das. Mach dich nicht irre im Internet. Wenn ich GLAUBE der Kumpel ist erfahren und wegen Partnerschaft/Verliebtheit meine Wahrnehmung getrübt ist, würde ich evt. mitgehen.
Und ab dann für mich unverständlich.
Ich gehe mit, komme zum Frühstücksplatz und warum drehe ich nicht um. Sie kannte die Berge und sah das Schild. Rein rechnerisch war klar, es wird dunkel.


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Todesdrama am Großglockner

um 20:43
@loisel
Das sehe ich auch so.
Getrübte Wahrnehmung und Überschätzung des Partners
Unabhängig vom Tourenpartner macht man sich doch kundig.
Sie war vielleicht in irgend welchen Bergsteigergruppen und da holtman sich doch Tips , liest Erfahrungsberichte und fragt auch nach.
Z.B. ob da auch besagte Softboots geeignet sind. Halt was Andere, die die Tour schon mal im Winter gemacht haben, für Erfahrungen gemacht haben.
Und dann geht man, als halbwegs erfahrene Bergsteigerin doch auch nicht besseren wissen weiter, wenn man nach aller Logik wissen muss, das die Tour am Frühstücksplatz abgebrochen werden muss.
Vor allem, wenn es sogar noch als Warnung dran steht. Wenn man mehr als 3 Stunden Aufstieg von Punkt x gebraucht hat, sollte man umkehren.
Man hatte 4,5 Stunden gebraucht.


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Todesdrama am Großglockner

um 21:20
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:Messner spricht vom der generellen Dekadenz des Bergsteigens.
Ich vermute, dass dies mit der Illusion zu tun hat, durch das Handy immer geschützt zu sein. Ich gehöre einer Generation an, in der ich das Alleinwandern für mich entdeckte, als Handys noch unüblich waren. Da bist du allein auf der Strecke, mit der Tour und wirst ganz automatisch in die Eigenverantwortung hinein gestellt und vor allem, sie wird dir ganz klar bewusst.


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Todesdrama am Großglockner

um 21:25
Zitat von UTACUTAC schrieb:ch gehöre einer Generation an, in der ich das Alleinwandern für mich entdeckte, als Handys noch unüblich waren
Das haben wir gemeinsam.
Meine Bergtouren in den 80er und 90er fanden auch immer in Funklöchern statt, sofern man überhaupt schon ein Mobiltelefon hatte.
Aber ich glaube nicht daran, das man sich nur auf die Sicherheit eines Handys verlässt und elementare Dinge deshalb vernachlässigt


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Todesdrama am Großglockner

um 21:37
@Nightrider64
Meine Erwiderung bezog sich auf den Ausgangskontext (Anwendung eines Flaschenzugs), auf den du geantwortet hattest. Damit potentiell jeder Teilnehmer einer Seilschaft durch Flaschenzug gerettet werden kann, reicht es nicht, wenn nur einer den von dir geforderten Ausbildungsnachweis hat. Denn wenn diese Person dann im Seil hängt, können die anderen ihr nicht helfen.

Ausgangspost und deine Antwort:
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:
Auch einen sogenannten "Flaschenzug" könne er nicht aufbauen, das müsste er trainieren.
Genau deshalb bin ich für den zwingenden Nachweis solcher Kenntnisse im Rahmen einer Schulung mit Prüfung
Und dann darf man halt solch schwierige Touren nur machen, wenn mindestens einer der Seilschaft einen solchen Ausbildungsnachweis hat.
Meine Meinung.
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:
Zitat von Emil26Emil26 schrieb:Naja, wenn dann die Person, die die Ausbildung hat geborgen werden muss, nützt dieser Person ihr Ausbildungsnachweis allerdings nichts.
Den Satz verstehe ich nicht.
Wäre der Mann ein ausgebildeter Bergführer gewesen, wäre er gar nicht erst los gegangen.



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Todesdrama am Großglockner

um 22:06
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:
Zitat von Emil26Emil26 schrieb:Sie sagte sinngemäß dazu, dass sie zu viele Einschränkungen nicht hilfreich findet, da die Eigenverantwortung dadurch nicht unbedingt gestärkt wird, sie sähe die Gefahr, dass man sich dann zu sehr auf die Regeln verlässt und das wäre dann wiederum auch eine Gefahr.
Ja gut die frau sieht es aus ihrer Sicht. Bei Messner klingt da schon anders.
Ich höre nicht, dass das auf den Aspekt der Eigenverantwortung bezogen bei Messner anders klingt.
Messner sagt wörtlich:
Bergsteigen hat zu tun mit Eigenverantwortung. Jeder und jede hat für sich die Verantwortung. (…) In erster Linie ist Bergsteigen im traditionellen Sinne ein Unterwegssein in Eigenregie, in eigenen Entscheidungen und in Eigenverantwortung.
Quelle: Video siehe oben

Positiv an dem Prozess bzw. an dem Fall sieht Messner zudem,
dass es auf den Tisch kommt, dass eben eine große Verantwortung in uns selber steckt, wenn wir dieser Tätigkeit hartes Bergsteigen, ich würde nicht sagen, es war extremes Bergsteigen, es war hartes Winterbergsteigen, wenn das eben passiert.
Quelle: Video siehe oben

Ich finde Anja Blacher hat sich sehr differenziert und reflektiert geäußert und halte sie für eine besonnene und verantwortungsbewusste Bergsteigerin.


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Todesdrama am Großglockner

um 22:15
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:Aber ich glaube nicht daran, das man sich nur auf die Sicherheit eines Handys verlässt und elementare Dinge deshalb vernachlässigt
Das habe ich auch nicht geschrieben


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Todesdrama am Großglockner

um 22:34
Zitat von Emil26Emil26 schrieb:ch finde Anja Blacher hat sich sehr differenziert und reflektiert geäußert und halte sie für eine besonnene und verantwortungsbewusste Bergsteigerin.
Ich fand das auch alles sehr passend was sie erzählt hat
. Aber das dilettantische Verhalten in diesem Fall konnte auch sie nicht erklären.
Zitat von UTACUTAC schrieb:Das habe ich auch nicht geschrieb
Du hattes geschrieben, das Du vermutest, das man irrigerweise geglaubt haben könnte , durch ein Telefon geschützt zu sein.
So hab ich es verstanden.
Aber wenn man da so rangehen würde , wäre man falsch in diesem Sport.


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