svensken schrieb am 26.02.2026:Siehe anbei.
Original anzeigen (0,9 MB)
Nochmals zu dieser Rekonstruktion von Svensken: Wenn man sich ansieht, wo die beiden etwa um 23:30 waren (und da unterstelle ich "zu seinen Gunsten" schon, dass dort beide waren): Ist es denn überhaupt realistisch, dass es K. bis um 2 Uhr (wo er sie dort verlassen haben will) bis zu dem Punkt, wo man sie aufgefunden hat (grüner Pfeil) geschafft hat? Ich kann das schwer einschätzen, mit scheint die Distanz, die sie im Vergleich zu vorher zurückgelegt haben muss, sehr groß für ihren Zustand (im Notruf um 0:35 sagte er ja selbst, dass sie nur sehr langsam vorankämen, bis zum Hubschraubereinsatz hingegen um 22:50 seien sie gut vorangekommen).
Lillekatt schrieb:Aber es sieht jedenfalls auf allen Kameras, die das Licht um 01:30 Uhr erfasst haben, so aus, dass er sich da oben, ungefähr auf gleicher Höhe wie der Ausstieg vom Stüdlgrat, aber etwas davon entfernt, auf jeden Fall innerhalb des Geröllfelds am Gipfel, bewegt hat - es ist natürlich Spekulation, ob er da bereits den Abstieg gesucht hat, oder sonst etwas getan hat.
Zunächst einmal vielen Dank auch dir für die Bilder und Erläuterungen, ich kann mir das alles sogar trotz der guten Erklärungen extrem schwer vorstellen. Lässt sich auf dem von mir hier zitierten Bild von Svensken denn auch ca darstellen, wo man den von dir erwähnten Lichtpunkt um 1:00 Uhr sieht?
Es ist ja unstrittig, dass sie es zu dieser Auffindestelle geschafft haben muss.
Aber ich zweifle ja schon, ob es sie es halbwegs bis 2 Uhr zu dem Punkt geschafft haben konnte (als er sie nach eigenen Angaben zurückließ). Das vor allem, wenn man sich die Position um 23:30 und die Vorgeschichte ansieht. Aber noch mehr bezweifle ich, dass sie es schon bis 1 Uhr bis zu einem Punkt so hoch oben geschafft hat, der halbwegs dort war, wo dieser Lichtpunkt erkennbar ist. Im Notruf (0:50) vermittelte er aber, dass beide noch zusammen waren, wenngleich sehr langsam vorankämen.
Der Angeklagte erzählt, dass er vorausgestiegen sei und Kerstin G. inzwischen am Stand gewartet habe. Dass man nicht mehr gemeinsam am laufenden Seil gegangen sei, "macht wenig Sinn", gibt der Angeklagte gegenüber dem verwunderten Richter zu Protokoll. Dadurch wurde die Distanz zwischen den beiden wesentlich größer. Er habe nicht verstanden, was Kerstin G. ihm zugerufen habe. Der Angeklagte habe 40 bis 45 Minuten gewartet und dann einen Notruf abgesetzt.
Quelle:
https://kurier.at/chronik/tirol/grossglockner-prozess-landesgericht-innsbruck-urteil/403132538Vorausgestiegen, während sie gewartet hat, muss er nach dieser Aussage um 23:45 Uhr - Mitternacht sein (Notruf: 00:35). Wenn man sich nun ansieht, wie weit unten sie um 23:30 noch waren und wie weit oben er um 1 Uhr war, bestärkt mich das nur sehr in meiner Meinung, dass die Distanz sehr groß gewesen sein musste und er er irgendwann auch vorausgeprescht ist. So verstehe ich auch die Aussage, dass sie nicht mehr am gemeinsam am laufenden Seil gingen.
Ich glaube - wie schon oft geschrieben -, dass K. ihrem Schicksal allein überlassen und weit zurückgelassen wurde, sich da irgendwie allein hochkämpfte und an ihrem Auffindeort sehr spät ankam, weit nach der Zeit, als T. sie zurückließ. Vielleicht sogar erst, als er in dem Schutzraum der Adlerruhe war. Ich möchte mir ihre letzten Stunden alleine wirklich nicht ausmalen.