Kriminalfälle
Menschen Wissenschaft Politik Mystery Kriminalfälle Spiritualität Verschwörungen Technologie Ufologie Natur Umfragen Unterhaltung
weitere Rubriken
PhilosophieTräumeOrteEsoterikLiteraturAstronomieHelpdeskGruppenGamingFilmeMusikClashVerbesserungenAllmysteryEnglish
Diskussions-Übersichten
BesuchtTeilgenommenAlleNeueGeschlossenLesenswertSchlüsselwörter
Schiebe oft benutzte Tabs in die Navigationsleiste (zurücksetzen).

Todesdrama am Großglockner

1.224 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Sterbehilfe, Fahrlässige Tötung ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Todesdrama am Großglockner

07.03.2026 um 17:50
Zitat von TritonusTritonus schrieb:So wurde das nicht gesagt. Es heißt, als sie um ca. 10 Uhr morgens geborgen wurde, war sie mindestens schon 2 Stunden tot.
Ich hab das so verstanden, dass K. lt. Gutachterin zum Zeitpunkt ihres Todes bereits mindestens zwei Stunden im Seil hing, und eben nicht, dass sie bezogen auf irgendeine Uhrzeit, schon zwei Stunden tot war.
19.02.2026, 14:43
|Karl Peternel-Oberascher
Todeskampf

Die Gutachterin geht aufgrund der Todesflecken davon aus, dass Kerstin G. zwei Stunden lang in der Wand hing, ehe sie gestorben ist.
Quelle: https://kurier.at/chronik/tirol/grossglockner-prozess-landesgericht-innsbruck-urteil/403132538#lb-122


melden

Todesdrama am Großglockner

07.03.2026 um 18:39
Die Gutachterin geht aufgrund der Todesflecken davon aus, dass Kerstin G. zwei Stunden lang in der Wand hing, ehe sie gestorben ist.
Quelle: https://kurier.at/chronik/tirol/grossglockner-prozess-landesgericht-innsbruck-urteil/403132538#lb-122

o.k., aber warum zum Todeszeitpunkt nichts gesagt wird, finde ich dann eigentlich noch seltsamer. Es heißt immer, er könne nicht genau eingegrenzt werden o.ä., aber normalerweise kann man das doch sehr gut, wenn es sich nur um Stunden und nicht um Wochen, Monate, Jahre handelt.


4x zitiertmelden

Todesdrama am Großglockner

07.03.2026 um 19:10
Zitat von watnuwatnu schrieb:TP hat sich nicht stärker belastet, denn strafrechtlich* besteht kein Unterschied zwischen TPs Version und der Variante, die aufgrund der Ermittlungsergebnisse plausibl
Danke @watnu für die Erläuterung und das aufmerksam machen denn da hatte ich ungewollt zu großzügig markiert und zitiert.
Mir ging es eigentlich nur um den Punkt:
Zitat von OriginesOrigines schrieb am 27.02.2026:Vielleicht ist auch in Wirklichkeit viel Schlimmeres vorgefallen,
Ebenso hier:
Zitat von klara.verstandklara.verstand schrieb:Meine Meinung: Er hat sich eine nachgewiesenermaßen falsche Version einfallen lassen, weil die Wahrheit noch schlimmer ist bzw ihn noch schlechter aussehen lässt
Trotz all der hilfreichen Posts von
@watnu
@klara.verstand
@kuno
@emz
@m_muc u.a.
ist das Urteil u.v.a. Dingen die Leerstellen und das was nicht gefragt wurde bzw schwammig bis unplausibel ausgesagt wurde nach wie vor schwer annehmbar - für mich.

Ich hätte jetzt mal vermutet dass zb die zeitlichen Ereignisse (Seilpendler, Ankunft am Plateau, die 2 Std. wo er am Standplatz bei ihr gewesen sein will, wann/wo hat K. ihn weggeschickt) GROB zeitlich eingeordnet würden zwecks einer Annäherung zur Rekonstruktion des Unglücks.
Aber vieles blieb ungefragt, schwammig und im Dunkeln.

Es kann natürlich auch sein das ich das nur so empfinde, weil mdine juristische Denke nicht besonders ausgeprägt ist.
Zitat von TritonusTritonus schrieb:warum zum Todeszeitpunkt nichts gesagt wird, finde ich dann eigentlich noch seltsamer.
Ganz wichtiger Punkt den ich auch so sehe.
Aus Pietätsgründen vllt. ?

@KarloSamt Das macht Sinn.


1x zitiertmelden

Todesdrama am Großglockner

07.03.2026 um 19:10
Zitat von TritonusTritonus schrieb:o.k., aber warum zum Todeszeitpunkt nichts gesagt wird, finde ich dann eigentlich noch seltsamer. Es heißt immer, er könne nicht genau eingegrenzt werden o.ä., aber normalerweise kann man das doch sehr gut, wenn es sich nur um Stunden und nicht um Wochen, Monate, Jahre handelt.
Kerstin G. erfror bei extrem kalten Temperaturen und heftigem Wind kurz unter dem Gipfel. Die Kälte verzögert die typischen Anzeichen des Todes (wie die Totenstarre) erheblich oder verändert sie so stark, dass gängige Schätzmethoden (wie die Körperkerntemperatur) nicht mehr zuverlässig anwendbar sind. Ihr Körper war praktisch konserviert.


1x zitiertmelden

Todesdrama am Großglockner

07.03.2026 um 19:49
Zitat von TritonusTritonus schrieb:o.k., aber warum zum Todeszeitpunkt nichts gesagt wird, finde ich dann eigentlich noch seltsamer. Es heißt immer, er könne nicht genau eingegrenzt werden o.ä., aber normalerweise kann man das doch sehr gut, wenn es sich nur um Stunden und nicht um Wochen, Monate, Jahre handelt.
Hier gehe ich von mangelnden Vergleichswerten aus. Die enorme Kälte, der Wind, das Hängen in Bewegungsunfähigkeit kommen wahrscheinlich nicht sehr häufig bei Todesursachen vor und so wird es wohlmöglich wenige Daten geben die zur Bestimmung des Todeszeitpunktes herangezogen werden können (Daten stammen für gewöhnlich zb. aus Body Farm Projekten)


melden

Todesdrama am Großglockner

07.03.2026 um 19:55
Der zitierte Beitrag von Silberstreif. wurde gelöscht. Begründung: Auf Wunsch des Erstellers
Anderthalb bis 2 Stunden werden für den Abstieg vom Gipfel bis zur Adlersruhe angegeben. Bei Tageslicht versteht sich.
Wie er nachts, nach so vielen Stunden am Berg, bei widrigen Witterungsverhältnissen, ohne Nahrungsaufnahme, den Aufstieg zum und den Abstieg vom Gipfel bis zur Adlersruhe in dieser Zeit geschafft haben soll, darf schon in Frage gestellt werden.

Ach ja, er ist ja, wenn es grad in sein Narrativ passt, ein Wahnsinnsbergsteiger, der die Gipfel im Vorbeigehen nimmt.
Wenn es aber um Verantwortung geht, hat er dann plötzlich aber gleich gar keine Ahnung mehr von der Materie.


1x zitiertmelden

Todesdrama am Großglockner

07.03.2026 um 20:19
An diesen Zitat überraschte mich schon beim ersten Lesen der "einstige Bergjäger"
Sogar mit Quellenangabe, diese wiederum ohne Quelle. Der Begriff Bergjäger ist für mich ziemlich eindeutig mit den Spezialkräften Gebirgsjägern verbunden was so garnicht zu "ahnungslos" passen will. Wisst ihr da mehr ? Ist es hier nur die blumige Sprache des Artikels die diese Assoziation zulässt oder war T. tatsächlich bei der Gebirgstruppe?
Zitat von Silberstreif.Silberstreif. schrieb am 20.02.2026:
Als einstiger Bergjäger wusste der Angeklagte eigentlich, dass die Hütten im Winter geschlossen sind.
Quelle: https://de.euronews.com/2026/02/20/grossglockner-erfroren-urteil-bergsteigung



2x zitiertmelden

Todesdrama am Großglockner

07.03.2026 um 20:55
Zitat von Longdrink-johnLongdrink-john schrieb:Ist es hier nur die blumige Sprache des Artikels die diese Assoziation zulässt oder war T. tatsächlich bei der Gebirgstruppe?
War er, er will dort aber nichts über Berge gelernt haben.
Er wurde dazu befragt.

https://www.derstandard.at/jetzt/livebericht/3000000308718/1000401001/grossglockner-prozess-gegen-37-jaehrigen-wegen-grob-fahrlaessiger-toetung-startet


melden

Todesdrama am Großglockner

07.03.2026 um 21:03
Zitat von _Sockenpuppe_Sockenpuppe schrieb:Mir ging es eigentlich nur um den Punkt:
Den von dir zitierten Punkten widerspreche ich nicht. Ähnliche Gedanken motivierten mich, die Widersprüchlichkeiten/"Missverständnisse" in 2 Posts zusammenzufassen, weil man sich damit einen besseren Eindruck hinsichtlich TPs Vertrauenswürdigkeit machen kann. (Posts "1. bis 10." und " ...A bis C ...")
Ich bezweifle u. a. auch, dass K. jemals "Geh" rief.
--
Zitat von _Sockenpuppe_Sockenpuppe schrieb:(…) (Seilpendler, Ankunft am Plateau, die 2 Std. wo er am Standplatz bei ihr gewesen sein will, wann/wo hat K. ihn weggeschickt) GROB zeitlich eingeordnet würden zwecks einer Annäherung zur Rekonstruktion des Unglücks.
Die zeitliche Einordnung erfolgte anhand digitaler Daten. Deshalb wundere ich mich, warum manche hier den lückenhaften Webcam-Bildern die gößere Beachtung schenken. Die Fotos sind m. E. vergleichbar mit der BILD: Viele Bilder, aber doch nur Halbwahrheiten ;)
Links zu Timelines wurden schon gepostet (s. u.) und auch die Ticker enthalten z. T. Zeitangaben. Ansonsten wüsste man auch nicht, dass K. und TP mit 16 Höhenmetern/Stunde wohl extrem langsam waren.
- -
Ich suche auch nach Erklärungen für das m. E. relativ milde Urteil. Mein folgender Vergleich hinkt zwar, aber dass TP im Notraum der Hütte angeblich Hilfe holen wollte (nachdem er stundenlang keinen Notruf abgesetzt hatte) kommt mir vor, wie wenn ein Autofahrer, der einen Unfall mit Personenschaden verursacht hat, Fahrerflucht begeht, erwischt wird und dann aussagt, er habe im Krankenhaus an seinem 15 km entfernten Wohnort Hilfe für die verletzte Person suchen wollen.
- - -
Zitat von Kuno426Kuno426 schrieb:Die Retter haben meine vollste Hochachtung!
Ja. Und dass TP keine Skrupel hatte, dem engagierten Alpinpolizisten, der sein Kennzeichen ausfindig gemacht hatte und dann versuchte ihn über Facebook, WhApp, SMS, Telefon zu erreichen, die Schuld in die Schuhe zu schieben, hat meine vollste Verachtung:
Zitat von watnuwatnu schrieb:Was in vergleichbaren Fällen – d. h. den Tod einer nahestehenden Person (mit-)verschuldet zu haben - evtl. nicht die Regel ist:
(…)
B.
Dass man nach juristischer Beratung die eigene Version nachbessert und Bergretter resp. Alpinpolizisten, die bei Rettungseinsätzen ihr eigenes Leben in Gefahr bringen, „aus verfahrenstaktischen Gründen im Vorfeld eines klärenden Verfahrens öffentlich in Misskredit" bringt.
Quelle: https://www.focus.de/panorama/freundin-erfror-am-grossglockner-jetzt-packt-beschuldigter-bergsteiger-aus_45f55e12-ba29-42bf-9ebd-a6363c2ea135.html
- - -
Zitat von m_mucm_muc schrieb:Mir drängt sich zudem der Gedanke auf, daß im Gedächtnis behaltend, dass dieser Fall als erstes wegweisendes Urteil zum "Führen aus Gefälligkeit" mit nationaler und internationaler Bedeutung für die Bergsteigerwelt, der Ball ganz bewusst etwas flacher gehalten wurde.
Ja, das habe ich auch gedacht, dass der Richter da evtl. nicht gleich die maximale Keule ausgepackt hat. Das Urteil hat Signalwirkung, unabhängig von der Strafe. Unten habe ich 2 Links dazu gepostet.
Zitat von watnuwatnu schrieb am 25.02.2026:Eine Rolle könnte vielleicht auch gespielt haben, dass es in Ö. das erste strafrechtliche Urteil war:
1998 gab es wohl eine zivilrechtliche Entscheidung (Piz-Buin-Urteil): https://www.alpin.de/home/news/63475/artikel_zwischen_eigenverantwortung_und_fuehrungsrolle__die_folgen_des_grossglockner-prozesses_.html.

Dennoch ist m. E. die Kritik des Verteidigers an den ersten Vernehmungen auch zu beachten.
- - -
Timelines:
https://www.focus.de/panorama/nach-grossglockner-urteil-sagt-richter-diesen-bemerkenswerten-satz_4d3e9242-4ca7-469d-8c78-da625f60df11.html
Zitat von watnuwatnu schrieb am 25.02.2026:Inzwischen sind auch ausführliche Timelines online, die den Seilpendler beinhalten : Wikipedia: Tod einer Bergsteigerin am Großglockner im Jänner 2025
https://www.alpin.de/home/news/63399/artikel_zeugenaussagen__kontroversen_und_hintergruende.html
Zu den Stirnlampen auf den WebCam-Bildern bzw. o. g. "halbe Wahrheit":
Zitat von KarloSamtKarloSamt schrieb am 27.02.2026:Diese Lampen waren bis zu einem gewissen Punkt interessant und sind es auch: Wenn sie zum Beispiel, wie er behauptet, auf allen Vieren unterwegs ist, sieht man ihre Lampe nicht. Wenn man den Kopf nach unten dreht, leuchtet ihre Lampe nach unten, da sieht man da nichts. Das ist alles so vage.



4x zitiertmelden

Todesdrama am Großglockner

07.03.2026 um 21:13
Zitat von LillekattLillekatt schrieb:gefunden wurde sie aber an einer Bandschlinge [...] Wo war dann das Sicherungsseil, das TP im Vorstieg eigentlich hätte mitführen sollen? Hat er das etwa eingeholt und sie ohne Seil zurückgelassen?
Das wüsste ich auch gerne. Es hieß ja letztlich im Bericht "sie hing im Seil". Würde man so sagen, wenn sie nur an der Bandschlinge hing, die ja kurz ist? Da muss es ja gleich neben betreffenden Felskopf steil hinunter gegangen sein, wenn sie nur an der Bandschlinge hängend keinen Boden mehr unter den Füssen hatte. Ich hätte angenommen, dass das Seil noch weiter oben fixiert war, aber ich weiß es auch nicht wie man sich das vorstellen soll.


1x zitiertmelden

Todesdrama am Großglockner

07.03.2026 um 21:25
Zitat von watnuwatnu schrieb:Dennoch ist m. E. die Kritik des Verteidigers an den ersten Vernehmungen auch zu beachten.
Wobei die Ergebnisse der ersten Vernehmung sich später im Urteil nicht wirklich wiederfanden.
Das war so gesehen seitens des Richters ein sehr kluger Schachzug, diese Erkenntnisse nicht einzubeziehen.

Insofern macht die Berufung des Angeklagten zumindest im Berufungspunkt "Nichtigkeit" (Verfahrensfehler), der Verteidiger bezog sich ja auf die erste Vernehmung (die er im Prozess auch kritisierte), nicht wirklich Sinn.


1x zitiertmelden

Todesdrama am Großglockner

07.03.2026 um 21:36
Zitat von watnuwatnu schrieb:Die zeitliche Einordnung erfolgte anhand digitaler Daten. Deshalb wundere ich mich, warum manche hier den lückenhaften Webcam-Bildern die gößere Beachtung schenken. Die Fotos sind m. E. vergleichbar mit der BILD: Viele Bilder, aber doch nur Halbwahrheiten ;)
Nun ja, die digitalen Daten waren ja u. a. die Webcam-Bilder (nebst Handy, Uhren, Video vom Hubschreiber etc.). Und, wie man unten lesen kann, hat zumindest die Staatsanwaltschaft diesen BILD-ähnlichen "Halbwahrheiten" durchaus Beachtung geschenkt:
19.02.2026, 9:27
|Adisa Beganović
Bilder gingen um die Welt

Laut der Staatsanwaltschaft gibt es umfassendes Datenmaterial. "Anfangs hat man gut Höhe gemacht." Später habe es "einen dramatischen Abfall der Höhenlage gegeben". Unter anderem wurde die Webcam des Großglockners ausgewertet. Die Bilder der Stirnlampen in der Dunkelheit gingen um die Welt.
Quelle: https://kurier.at/chronik/tirol/grossglockner-prozess-landesgericht-innsbruck-urteil/403132538#lb-122


1x zitiertmelden

Todesdrama am Großglockner

07.03.2026 um 21:43
Zitat von Silberstreif.Silberstreif. schrieb:Es hieß ja letztlich im Bericht "sie hing im Seil". Würde man so sagen, wenn sie nur an der Bandschlinge hing, die ja kurz ist?
Ja, den Ausdruck "im Seil hängen" kenne ich so, dass damit einfach eine Sicherung gemeint ist, einerlei ob jetzt mit Bandschlinge oder Seil. Bandschlingen gibt es in vielen unterschiedlichen Längen. Sie kann also schon sich gesichert haben mit der Bandschlinge, sich dann mit der Sicherung auf den Felsvorsprung gekauert haben und dann schließlich vom Felsvorsprung gerutscht, als sie die Kräfte verlassen haben, sodass sie mit den Füßen in der Luft hing.... kommt halt drauf an, wie lange die Bandschlinge war und wie die Örtlichkeit beschaffen war.


melden

Todesdrama am Großglockner

07.03.2026 um 22:13
Zitat von BlutgräfinBlutgräfin schrieb:Anderthalb bis 2 Stunden werden für den Abstieg vom Gipfel bis zur Adlersruhe angegeben. Bei Tageslicht versteht sich.
Wie er nachts, nach so vielen Stunden am Berg, bei widrigen Witterungsverhältnissen, ohne Nahrungsaufnahme, den Aufstieg zum und den Abstieg vom Gipfel bis zur Adlersruhe in dieser Zeit geschafft haben soll, darf schon in Frage gestellt werden.
Er ist gegen 2.00 Uhr aufgebrochen. TP "(…) hatte Tourenski und -stiefel dabei".*
Evtl. hat er einen Teil des Wegs auf seinen Skiern zurückgelegt. Um ca. 03.30 Uhr hat er dann den eigentlichen Notruf abgesetzt. Vermutlich hat er sich unterwegs seine Version ausgedacht – noch ohne juristische Beratung. (Uhrzeiten stehen schon im Thread)
Nach gut eineinhalb Stunden erreichte er die geschlossene Adlersruhe. Die Anrufe, die während des Abstiegs bei ihm eingingen, habe er nicht mehr wahrgenommen. "Es war eine Ausnahmesituation", sagt er wieder.
19.02.2026 - 11:41 Uhr
Quelle:
Ticker Nachrichten.at
*Ski: https://www.focus.de/panorama/grossglockner-drama-bergfuehrer-zweifeln-an-alibi-des-freundes-der-erfrorenen-33_24662c58-59ad-4435-a91f-7f9369a62d73.html

- - -
Zitat von Longdrink-johnLongdrink-john schrieb:Spezialkräften Gebirgsjägern verbunden was so garnicht zu "ahnungslos" passen will. Wisst ihr da mehr ?
Ja, das habe ich auch unter Widersprüchlichkeiten/Missverständnisse gepackt, weil ich mich frage, ob er sich ahnungsloser dargestellt hat als er ist. Sein Vater wurde dazu während seiner Zeugenaussage befragt, aber im Ticker standen keine Details, was man da lernt.
Zitat von watnuwatnu schrieb:TP hat eine Grundausbildung bei den Gebirgsjägern (lt. dem Vater). Hat er sich nur durch YT-Videos gebildet?
- - -
Zitat von LillekattLillekatt schrieb:
Zitat von watnuwatnu schrieb:Deshalb wundere ich mich, warum manche hier den lückenhaften Webcam-Bildern die gößere Beachtung schenken. Die Fotos sind m. E. vergleichbar mit der BILD: Viele Bilder, aber doch nur Halbwahrheiten ;)
Nun ja, die digitalen Daten waren ja u. a. die Webcam-Bilder (nebst Handy, Uhren, Video vom Hubschreiber etc.).
Ich habe doch nicht geschrieben, dass man die Webcams nicht beachten soll. Was ich wirklich schrieb bzw. warum ich mich wundere, habe ich oben fett hervorgehoben. Wie schon geschrieben existieren genug Timelines, die manches Rätsel lösen. Aber ich halte niemand davon ab, weiterhin nur die Webcam-Fotos zu beachten ;)
- - -
Zitat von m_mucm_muc schrieb:Wobei die Ergebnisse der ersten Vernehmung sich später im Urteil nicht wirklich wiederfanden.
Ja, nicht im Urteil oder zu Gunsten des Angeklagten (00.35-Missverständnis)


melden

Todesdrama am Großglockner

07.03.2026 um 22:40
Zitat von watnuwatnu schrieb:dass TP im Notraum der Hütte angeblich Hilfe holen wollte (nachdem er stundenlang keinen Notruf abgesetzt hatte) kommt mir vor, wie wenn ein Autofahrer, der einen Unfall mit Personenschaden verursacht hat, Fahrerflucht begeht, erwischt wird und dann aussagt, er habe im Krankenhaus an seinem 15 km entfernten Wohnort Hilfe für die verletzte Person suchen wollen.
Dein Vergleich hinkt nur insofern, dass man wüsste, dass ein Krankenhaus nicht menschenleer / ohne Ärzte ist.
Dir zuliebe werte ich jetzt keine Lichtpunkte aus ;-) [Für 0.35 bzw 1 Uhr fand ich keinen.] Ich frage mich, ob P überhaupt einen Plan hatte. Ob im Laufe des Aufstiegs überhaupt geplant wurde, die restliche Nacht in einer unbeheizten Hütte zu verbringen. Oder ob er erst durch die Bergretter auf die Idee gebracht wurde, sich dorthin zu retten! Habe dazu folgendes gefunden:
Gegen 1:15 Uhr schickte Matthias A. eine weitere Nachricht auf P.´s Handy, dass der Winterraum auf der Adlersruhe geöffnet sei. Gegen 2:00 morgens ließ P. seine völlig entkräftete Freundin im oberen Abschnitt des Stüdlgrats zurück, stieg zum Gipfel auf und von diesem über den Normalweg zur Adlersruhe ab, laut seiner Angabe um Hilfe zu holen.[9.8
Quelle: Wikipedia: Tod einer Bergsteigerin am Großglockner im Jänner 2025

1.15 Uhr die Option "Winterraum", danach Abmarsch? Dagegen seine Aussage:
19.02.2026, 10:24
|Adisa Beganović

Änderung der geplanten Tour
Im Verlauf der Tour habe man umgeplant und wollte im Winterraum der Adlersruhe übernachten, so der Angeklagte. Also wollte man aus einer Ein- eine Zwei-Tages-Tour machen. Der Richter führt aus, dieser Raum sei unbeheizt und habe kein fließendes Wasser.
Quelle: https://kurier.at/chronik/tirol/grossglockner-prozess-landesgericht-innsbruck-urteil/403132538
19.02.2026, 19:33
|Karl Peternel-Oberascher

Um 1.15 Uhr habe A. dann geschrieben, dass der Winterraum der Adlersruhe geöffnet sei. "Ich wollte den beiden helfen."
Quelle: https://kurier.at/chronik/tirol/grossglockner-prozess-landesgericht-innsbruck-urteil/403132538


1x zitiertmelden

Todesdrama am Großglockner

07.03.2026 um 23:07
Zitat von Kuno426Kuno426 schrieb:1.15 Uhr die Option "Winterraum", danach Abmarsch? Dagegen seine Aussage:
Dazu schrieb @Grollie:
Zitat von GrollieGrollie schrieb am 02.03.2026:(für eine Nachtquerung, im Winter (!) muss man sich ganz anderes ausrüsten, das hat dann grundsätzlich Exxpeditionscharakter, auch für T.). Diese Ausrüstung (Kocher, Gas, Biwak, entsprechende Verpflegung)
- - -
Zitat von Kuno426Kuno426 schrieb:Dir zuliebe werte ich jetzt keine Lichtpunkte aus ;-)
:D Thx, ich sehe sowieso nur noch Sternchen ;)

- - -
Was mich wundert ist, dass er nach dieser Nacht noch immer keinen Biwaksack hat:
Biwaksack hatte er nicht mit. "Ich besitze keinen", sagt P. Auch jetzt nicht. Kerstin G. hatte hingegen einen Biwaksack und eine Rettungsdecke mit, das wusste P., sagt er.
19.02.2026 - 10:23 Uhr
Quelle: https://www.nachrichten.at/ticker/grossglockner-prozess-467/#pager-anchor


melden

Todesdrama am Großglockner

07.03.2026 um 23:19
@Silberstreif.
In der Verhandlung lagen die Datenausertungen längst vor, auch wenn wir sie nicht kennen. Dass TP sehr schnell zur Hütte abstieg, war sogar Inhalt des Gutachtens:
Es sei gut möglich, dass die Verfassung von Thomas P. noch immer gut gewesen sei. Dafür spreche auch der "schwierige und sehr schnelle Abstieg" allein vom Gipfel bis zur Erzherzog-Johann-Hütte. Er sei er aber ganz offenbar "nicht in der Lage gewesen, sich in die Lage von Kerstin G. hineinzuversetzen." Er hätte am Frühstücksplatzl umkehren müssen.
Quelle: https://www.focus.de/panorama/nach-grossglockner-urteil-sagt-richter-diesen-bemerkenswerten-satz_4d3e9242-4ca7-469d-8c78-da625f60df11.html

Tipp: google mal "Lichtpunkte auf Fotos"


3x zitiertmelden

Todesdrama am Großglockner

07.03.2026 um 23:52
Zitat von watnuwatnu schrieb:Datenausertungen
Ja, das hat mich eben auch erstaunt.
Gewaltige Leistung bei Erschöpfung nach 18 Stunden Aufstieg.
Das klingt dann danach, dass er nur die ersten 100 Höhenmeter zu Fuß kletterte bzw. abstieg, und dann nach einer für meinen Geschmack etwas halsbrecherischen Schi-Abfahrt zwischen den Felsen.- ... Und das nur um sein eigenes Leben zu retten (wie hier nicht wenige anscheined meinen)?


1x zitiertmelden

Todesdrama am Großglockner

gestern um 00:02
Danke @Lillekatt. Er steigt laut webcam (hier vor allem Lucknerhaus) kurz nach 22.50 Uhr (als beide noch zusammen waren; s. Hubschrauber) auf - und verharrt ca. 1.30 h auf dem Gipfel?

Ich stelle folgende Hypothese in den Raum:
- es gibt spätestens nach Heli-Überflug einen Streit.
- er lässt sie - wie seine Ex- zurück. In diesem Fall im Seil hängend, Emotionen berrschen ihn.
- Am Gipfel - als sie nicht nachkommt - checkt er die Lage. Er ruft die Bergwacht (zurück)...

Ehrlich gesagt hat dieser Fall erst mein Interesse erweckt, nachdem ich eine ähnlich Situation beobachtet habe, auf der ein Freund seine Freundin nach einer schwierigen Stelle am Berg zurück ließ... Ich kann es mir bildlich vorstellen: Erschöpfung, Wut, Reue...


melden

Todesdrama am Großglockner

gestern um 00:05
Zitat von watnuwatnu schrieb:Mit "TP hat sich nicht stärker belastet, denn strafrechtlich* besteht kein Unterschied" meinte ich, was ich zuvor hier gepostet hatte:
Aber der Richter sagte doch, er geht zu Gunsten des Angeklagten davon aus, dass seine Geschichte nicht der Wahrheit entspräche. Das impliziert doch, dass es strafrechtlich einen Unterschied gemacht hätte!?
Sorry, dass ich das jetzt hier zwischen schiebe. Aber die Aussage irritiert mich 🙈


1x zitiertmelden