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Unbekannter toter Radfahrer in Wald in Österreich

458 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Wald, Jäger, Radfahrer ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Unbekannter toter Radfahrer in Wald in Österreich

gestern um 20:46
Zitat von TotaleinfallTotaleinfall schrieb:Daher wird es ein klassischer Unfall gewesen sein.
Sehe ich auch so.
Zitat von TotaleinfallTotaleinfall schrieb:Das Rad hat er mitgenommen, Leiche liegen gelassen.
Vielleicht auch anders herum.
Möglicherweise gab es einen Unfall mit einem Fahrzeug auf der Strasse, die im Tal zu den letzten Anwesen führt.
Das beinhaltet auch ein für den Radler fatales Ausweichmanöver ohne Kontakt mit dem Fahrzeug.

Der Fahrer oder die Fahrerin alkoholisiert oder nicht im Besitz eines gültigen Führerscheins,- was auch immer.
Wie am besten vertuschen?
Das Rad blieb vorerst im Tal in der Nähe der Strasse und der Radler wurde verbracht. Eventuell nicht direkt an die letztliche Fundstelle, aber erstmal weg von der Strasse. Das Risiko dabei entdeckt zu werden war dabei gering. Dort, fast am Talende, kommen kaum noch Häuser. Entsprechend gering wird die Strasse auch tagsüber frequentiert sein.

Die Bereifung des Fahrrads (sofern noch im Urzustand) weist für mich auf eine hauptsächliche Nutzung auf befestigten Wegen hin. Für Waldwege erscheinen diese mir zu wenig profiliert. Dazu kommt, das befahren von Waldwegen mit Mountain-Bikes ist in Österreich streng reglementiert.


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Unbekannter toter Radfahrer in Wald in Österreich

gestern um 21:04
Zitat von causa_y_efectocausa_y_efecto schrieb:Irgendwie scheinen hier alle davon auszugehen, dass der Mann allein unterwegs war.
Ich weiß nicht, warum du das aus meiner Annahme schließt, dass ihm ein Rucksack (o. ä.) entwendet worden sein könnte.
Ich gehe im Gegensatz zu manchen anderen davon aus, dass er sich nicht ohne Wasserflasche, Geld, Schlüssel auf den Weg machte. Außer, er hätte vorgehabt, sich zu suizidieren. Aber dazu hätte er auch ein Hilfsmittel gebraucht, das nicht gefunden wurde. (Z. B. wurde wohl keine Waffe, Strick, Medi-Verpackung gefunden, die die Ermittler darauf schließen gelassen hätte.) Wie schon geschrieben, lassen sich z. B. Medikamente in oder mit Wasser besser schlucken.
Und dass ich auch nicht ausschließe, dass er anfangs nicht allein war, ergibt sich aus:
Zitat von watnuwatnu schrieb:Niemand weiß, ob der Tote allein in das Gebiet kam.
Falls er einen Rucksack dabei gehabt haben sollte, kommen wieder verschiedene Möglichkeiten infrage, wie der verschwunden ist.


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Unbekannter toter Radfahrer in Wald in Österreich

gestern um 22:26
Zitat von watnuwatnu schrieb:Ich weiß nicht, warum du das aus meiner Annahme schließt, dass ihm ein Rucksack (o. ä.) entwendet worden sein könnte.
Ich schließe gar nichts aus deinem Post, ich habe ihn nur aufgegriffen, um auf die möglichen 2 Radfahrer hinzuweisen. Dabei hatte ich einfach den Eindruck, dass die allgemeine Diskussion sich hier immer nur um einen Alleinreisenden dreht. Deinen kleinen Satz in dem Post von vor 2 Tagen habe ich dabei allerdings übersehen.


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Unbekannter toter Radfahrer in Wald in Österreich

gestern um 22:44
Was mich wundert ist dass die österreichische Polizei die reichlich verspätete Leichenfundmeldung so schulterzuckend zur Kenntnis nimmt. Schon zur Generalprävention hätte ich größeres Besteck rausgeholt:
- Durchsuchen von Haus und Hof auf eventuelle Spuren und Gegenstände, die aus dem Besitz des Toten stammen könnten.
- Widerruf der Waffenbesitzkarte (oder wie das in A heißt) wegen erwiesener Unzuverlässigkeit ggfs. mit Beschlagnahme aller Schußwaffen.
- Wiederholte intensive Befragung, auch der Angehörigen dass es richtig lästig ist.
Dann noch zeitgleich Pressemitteilungen über die laufenden Schritte, dass ein jeder merkt: "Hättst bloß glei gredt, oider Hinterwäldler, hättst viel weniger Gfrett" (entschuldigt bitte das schlechte österreichisch)


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Unbekannter toter Radfahrer in Wald in Österreich

gestern um 22:48
@K-Jettie
Ich bin mir nicht sicher ob sie Haus und Hof hätten durchsuchen können - auf welcher Grundlage? Ansonsten wissen wir nicht, ob nicht noch eine Überprüfung seiner Zuverlässigkeit erfolgt oder schon erfolgt ist und auch nicht wie intensiv Sohn, Tochter und ggf. weitere Angehörige befragt wurden. Zumindest mit dem Sohn (der seinen Vater mehr oder minder zur Aussage drängte) und der Tochter (die die Schuhe fand), werden sie eine Befragung durchgeführt haben.


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Unbekannter toter Radfahrer in Wald in Österreich

gestern um 22:52
@Zaubersund Immerhin wurde das Fahrrad einbehalten und sogar benutzt. Da liegt meiner bescheidenen Meinung nach durchaus der Verdacht nahe, dass es auch andere Sachen gegeben haben könnte, die angeeignet worden sind.


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Unbekannter toter Radfahrer in Wald in Österreich

gestern um 22:56
Zitat von K-JettieK-Jettie schrieb:über die laufenden Schritte, dass ein jeder merkt: "Hättst bloß glei gredt, oider Hinterwäldler, hättst viel weniger Gfrett" (entschuldigt bitte das schlechte österreichisch)
was ich nicht verstehe, warum hat der eingeräumt das der tote schon länger mit seinem wissen liegt? er hätte ja jederzeit den "gerade gefunden" haben können


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Unbekannter toter Radfahrer in Wald in Österreich

gestern um 23:02
Zitat von returntosenderreturntosender schrieb:was ich nicht verstehe, warum hat der eingeräumt das der tote schon länger mit seinem wissen liegt? er hätte ja jederzeit den "gerade gefunden" haben können
Dann könnte man auch fragen, weshalb er die sterblichen Überreste nicht schon längst vergraben hat.
Den Radler hätte man wahrscheinlich nie gefunden.


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Unbekannter toter Radfahrer in Wald in Österreich

um 00:11
Zitat von returntosenderreturntosender schrieb:was ich nicht verstehe, warum hat der eingeräumt das der tote schon länger mit seinem wissen liegt? er hätte ja jederzeit den "gerade gefunden" haben können
Zitat von MettMaxMettMax schrieb:Dann könnte man auch fragen, weshalb er die sterblichen Überreste nicht schon längst vergraben hat.
Den Radler hätte man wahrscheinlich nie gefunden.
Das frage ich mich auch schon die ganze Zeit.
Allerdings, ich habe in Groß-, Klein-, mittleren Städten und auf dem Land gewohnt und habe gemerkt, dass die Leute auf dem Land, also die schon immer da lebten, vollkommen anders ticken, also ganz andere Prioritäten setzen. Das größte Schreckgespenst ist "das Gerede der Leute". Um dem zu entgehen, macht man ziemlich viel. Einen Toten auf dem eigenen Gelände nicht melden, könnte auch darunter fallen, also mich würde es nicht wundern. Schließlich muss vor der eigenen Haustür alles sauber sein, jedenfalls nach außen hin. Dann gibt es extreme Berührungsängste mit allem, was neu und anders ist. Das ignoriert man am besten. Einen Toten einfach liegen zu lassen, also praktisch zu "verdrängen", würde dazu passen. Wir hatten neulich nachts die Feuerwehr bei uns, Sirenen, Riesenwagen im Hof, ca 10 Feuerwehrleute, Scheinwerfer, Drohnen, die Ursache hat sich irgendwann als harmlos herausgestellt, aber es war schon was los. Den nächsten Tag erzählte mir unsere Nachbarin, sie sei mit geschlossenen Augen im Bett geblieben. Hab ich jetzt auch nicht verstanden, ihr Fenster ging direkt zu dem ganzen Trubel.


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Unbekannter toter Radfahrer in Wald in Österreich

um 07:16
Zitat von watnuwatnu schrieb:ußer, er hätte vorgehabt, sich zu suizidieren. Aber dazu hätte er auch ein Hilfsmittel gebraucht, das nicht gefunden wurde. (Z. B. wurde wohl keine Waffe, Strick, Medi-Verpackung gefunden, die die Ermittler darauf schließen gelassen hätte.)
Wobei das mit den Medikamentenverpackungen aber nichts besagt. Das ist doch nicht so, dass man eine Pille in den Mund steckt und unmittelbar in dem Augenblick tot umfällt. D. h. er kann irgendwelche Medikamente auch durchaus an einer anderen Stelle eingenommen und dann noch ein ganzes Stück gelaufen sein. Eine solche Packung kann dann irgendwo gelegen haben.


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Unbekannter toter Radfahrer in Wald in Österreich

um 08:07
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Wobei das mit den Medikamentenverpackungen aber nichts besagt.
Das sehe ich auch so. Er kann die Tabletten, wenn es welche waren, auch ohne Blister mitgenommen haben. Wasser wirds wohl auch vor Ort geben, wenn es da Almen gibt. Normalerweise trinkt man ja bis auf die Höhe von Viehhaltung nicht aus Bächen, aber wenn man sich eh umbringen will... alles möglich und schließt einen Suizid durch Vergiftung nicht aus.


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Unbekannter toter Radfahrer in Wald in Österreich

um 12:16
Wenn man von einem Suizid ausgeht, gibt es für alle bekannten Fakten des Falls einfache Erklärungen, die hier teilweise auch schon angesprochen wurden:

Der Radfahrer hat vermutlich schon längere Zeit sehr isoliert gelebt, da es keine Vermisstenmeldung gibt und sich anscheinend auch jetzt niemand an ihn erinnert, auch nicht im benachbarten Ausland.

Er kann kurzfristig in einer Pension o.Ä. in der Nähe des Bretsteingrabens gewohnt haben. Oder er kann mit seinem Rad von weiter weg direkt mit der Bahn angereist sein.

Er hat den 20 km langen, ohnehin abgelegenen Bretsteingraben bis zum Ende durchfahren. Dort sind sicher die allerwenigsten Menschen anzutreffen.

Er hat das Rad am Forstweg abgestellt und ist dann lange in entgegengesetzter Richtung zu Fuß weitergelaufen. Ich nehme an, dass er damit von sich ablenken wollte. Für den Fall, dass Suchmaßnahmen stattfinden, hoffte er vermutlich, dass dann in der entgegengesetzten (also falschen) Richtung gesucht würde. (Das hieße auch, dass der Jäger über den Fundort des Rades wohl die Wahrheit gesagt hat.)

Und falls er doch gefunden würde, wollte er nicht identifiziert werden. Deshalb hatte er keine Ausweisdokumente und vermutlich auch keine persönlichen Gegenstände bei sich.

Dass der Kopf der Leiche fehlt (neben etlichen anderen Teilen des Körpers), hat sehr wahrscheinlich natürliche Gründe, die auch der Chefermittler im Fahndungsaufruf anspricht: Der Kopf wird hauptsächlich durch Weichteile (Muskeln, Bänder) gehalten und löst sich daher im Verwesungsprozess schnell vom Rumpf, oft noch beschleunigt durch Tierfraß.

Ein möglicher Suizid mit Tabletten wurde schon erwähnt. Ebenso denkbar wäre ein Suizid z.B. durch Erhängen. Ein Seil verrottet im Freien innerhalb weniger Jahre, vor allem wenn es aus Naturmaterialien besteht, und bei nasser Witterung geht es noch schneller. Nach 10 Jahren ist von so einem Seil sicher nichts mehr zu finden. Auch könnten Tiere das Seil weggezogen haben, evtl. zusammen mit dem Schädel.

Tiere haben dem Toten vermutlich auch die Schuhe ausgezogen und verschleppt, so dass sie später an anderer Stelle aufgefunden wurden.
________________

Und wenn man noch die österreichische Suizid-Statistik heranziehen will, „passt“ der Fall des Radfahrers auch hier hinein:
Im Jahr 2014 starben in Österreich 1.313 Menschen durch Suizid (dreimal so viele wie im Straßenverkehr). 75% davon waren Männer. Die meisten Suizidenten befanden sich im mittleren Lebensalter (50 bis 54 Jahre). Die häufigste Suizidmethode war Erhängen (46%), gefolgt von Erschießen (16%) und Selbstvergiftung (10%). Die höchste Suizidrate unter den 9 österreichischen Bundesländern wies die Steiermark auf (in der der Bretsteingraben liegt).

https://www.sozialministerium.gv.at/Themen/Gesundheit/Nicht-uebertragbare-Krankheiten/Psychische-Gesundheit/Suizid-und-Suizidpr%C3%A4vention-SUPRA.html

Auf dieser Seite findet man u.a. das PDF „Suizidprävention in Österreich: Bericht 2015“, das die o.g. Zahlen von 2014 enthält. (Die heutigen Zahlen sind aber nicht viel anders.)


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Unbekannter toter Radfahrer in Wald in Österreich

um 13:34
Zitat von TritonusTritonus schrieb:Das größte Schreckgespenst ist "das Gerede der Leute". Um dem zu entgehen, macht man ziemlich viel. [...] Einen Toten einfach liegen zu lassen, also praktisch zu "verdrängen", würde dazu passen.
Ja, der Jäger hat zwar den Schutz des Wildes als Grund genannt, aber vermutlich wollte vor allem er selbst nicht mit der Polizei und den Vernehmungen und Ermittlungen konfrontiert werden. Sicher hat er auch das „Gerede“ gefürchtet. Vielleicht hat er den Toten sogar nur einmal beim Auffinden angesehen, ist dann schnell weitergegangen und hat anschließend die Stelle gemieden. Er hat ja anscheinend auch seiner eigenen Familie nichts von dem Toten erzählt, die Tochter und wohl auch der Sohn haben später nur zufällig von ihm erfahren. Umso schlimmer müssen für den Jäger jetzt die Abscheubekundungen und Verdächtigungen sein, denen er ausgesetzt ist.


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Unbekannter toter Radfahrer in Wald in Österreich

um 14:32
Die u. g. Bsp. zeigen: Man kann nicht automatisch darauf schließen, dass der Tote ein isolierter Einzelgänger war, oder dass ihn niemand vermisst, weil er seit 2025 nicht identifiziert werden konnte.
U. g. Tote dürften zu Lebzeiten auch weitere Kontakte gehabt haben, die nicht in Medienberichten erwähnt wurden. Es werden ja nicht alle Bekannte und Verwandte aufgezählt.

1.
Mordfall "Sandkuhle": Opfer Wilfried K., 1996 verschwunden nach 23 Jahren identifiziert, schmerzlich vermisst:
Die Tochter (31) von Wilfried K. war in dem Verfahren Nebenklägerin. Sie war sieben Jahre alt, als ihr Vater verschwand. „Es war sehr, sehr schlimm, als er plötzlich nicht mehr da war“, sagte sie vor Gericht über den Verlust ihres Vaters. Sie habe nie glauben können, dass er sie im Stich gelassen habe.
Quelle: https://www.bild.de/regional/koeln/koeln-aktuell/aachen-urteil-im-fall-sandkuhle-lebenslange-haft-fuer-mord-vor-25-jahren-76355114.bild.html

Ich vermute, die Angehörigen wollten W.K. mit einer Vermisstenanzeige nicht in Schwierigkeiten bringen, denn sie
hatten geglaubt, er habe sich wegen seiner Schulden ins Ausland abgesetzt. Warum er sich weder bei den Eltern noch bei seinen Kindern je wieder gemeldet hatte, konnte die Polizei den Angehörigen erst jetzt mitteilen.
Quelle: https://krefeld.polizei.nrw/artikel/pressekonferenz-mordopfer-nach-23-jahren-identifiziert

Ks. Eltern waren lt. o. g. Quelle zuvor verstorben und erfuhren nie den Grund seines Verschwindens.
Thread: Mordfall Wilfried Kalitz 1996 (Beitrag von Kleinerose15)


2.
Tote aus den Dünen nach 21 Jahren identifiziert
(…)
Die Frau aus dem Ruhrgebiet war damals aus ihrem Umfeld als vermisst gemeldet worden. Weil zwischen dem Verschwinden und dem Leichenfund zeitlich und geografisch eine Lücke klaffte, wurde beides zunächst nicht miteinander in Verbindung gebracht.
Quelle: https://www.bild.de/regional/nordrhein-westfalen/wie-frau-aus-bottrop-starb-bleibt-raetsel-leiche-aus-den-duenen-nach-21-jahren-identifiziert-68e8a35214154520ea138f27

Mögliche Personenkreise, denen ihr Verschwinden evtl. aufgefallen war: Die Tote in den Dünen, 2004, Holland - Eva Maria Pommer (Seite 14) (Beitrag von HolzaugeSHK)

3.
Wohl ertrunkener Deutscher wurde 2014 nach 22 Jahren identifiziert:
Zwar war er damals zusammen mit seiner Ehefrau mit Wohnsitz in München gemeldet. Der Vermieter sagte allerdings aus, sich nicht erinnern zu können, dass in der Wohnung jemals eine Frau gewesen sei. Er habe die Wohnung nur an den Mann vermietet. Nach Kenntnis der Ermittler hat der gebürtige Sachse tatsächlich selbst dort gewohnt, oft hat er aber auch Bauarbeiter in seiner Bleibe übernachten lassen.
Die Ehefrau zog offenbar nach England. Allerdings konnten die Behörden dort ihren Aufenthaltsort nicht ermitteln, es ist unklar, ob sie noch lebt. Die einzigen für die Polizei erreichbaren Familienangehörigen des Toten sind eine Cousine und ein Bruder, die beide in Chemnitz wohnen. Bei einer Befragung gaben sie an, schon lange vor dem Tod ihres Verwandten keinen Kontakt mehr zu ihm gehabt und ihn deshalb auch nicht als vermisst gemeldet zu haben.
Quelle: https://www.sueddeutsche.de/muenchen/unbekannte-wasserleichen-zwei-tote-identifiziert-1.1864564


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um 16:12
Zitat von megavoltmegavolt schrieb:Das sehe ich auch so. Er kann die Tabletten, wenn es welche waren, auch ohne Blister mitgenommen haben. Wasser wirds wohl auch vor Ort geben, wenn es da Almen gibt.
Noch zumal er ja z. B. eine Wasserflasche auch, wie eine Tablettenverpackung, an ganz anderer Stelle weggeworfen haben kann. Das muss ja nicht beim Fahrrad, am Auffindeort oder dazwischen gewesen sein.

Nehmen wir mal an, er hat die Pillen (wenn es denn welche waren...) weiter unterhalb eingenommen, dabei Wasser getrunken und hat die Packung wie auch die Wasserflasche weggeworfen. Dann ist er mit dem Rad noch ein Stück weiter, bis die erste Wirkung zu spüren war, hat das Rad stehen lassen und ist dann noch bis zum Auffindeort.

Dann könnte jemand ganz anderer die Flasche gefunden haben der nie eine Verbindung zu dem Rad oder dem Toten gezogen hat, weil er von beidem nichts wusste.

Man weiß ja nicht, was er womöglich (!) genommen hat, aber bei irgendwelchen Medikamenten fällt man ja nicht augenblicklich tot um wenn man die Pille in den Mund steckt. Ob man dann noch einen so weiten Weg zurücklegen kann, ist natürlich eine andere Frage- aber wir wissen ja nicht, was er ggf. genommen hat.


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Unbekannter toter Radfahrer in Wald in Österreich

um 16:56
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Dann ist er mit dem Rad noch ein Stück weiter, bis die erste Wirkung zu spüren war, hat das Rad stehen lassen und ist dann noch bis zum Auffindeort.
Ich glaube, das wäre jemandem, der Suizid begehen möchte zu unsicher. Er hätte ja irgendwo zusammenbrechen können wo er schnell gefunden werden könnte und dann hätte man ihn womöglich noch gerettet.

Natürlich sind Menschen immer unterschiedlich, aber soweit ich das bei meinen Recherchen in einem anderen Fall mitbekommen habe, machen sich viele sehr viele Gedanken über das wie und wo und wie es dann auch sicher klappt. Ausnahmen sind dabei Suizide aus einer Kurzschlussreaktion heraus. Aber auch dazu passt für mich das Szenario nicht. Er müsste dann ja aus der Gegend stammen. In einer Kurzschlussreaktion fährt man ja nicht Hunderte Kilometer weit weg. Aber in der Umgebung gab es ja anscheinend auch keinen passenden Vermisstenfall.


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Unbekannter toter Radfahrer in Wald in Österreich

um 17:45
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Wobei das mit den Medikamentenverpackungen aber nichts besagt.
Mein Post war so gemeint: Ich denke, dass er mehr "Gepäck" mitgenommen hatte. Wenn er in suizidaler Absicht aufgebrochen war, hatte er evtl. manches nicht dabei (z. B. Schlüssel). Ich schließe u. a. auch einen Suizid nicht aus. Gäbe es aber dafür eindeutige Hinweise (Fundstücke), würde nicht in alle Richtungen ermittelt.
Zitat von causa_y_efectocausa_y_efecto schrieb:Natürlich sind Menschen immer unterschiedlich,
Ja, deshalb würde ich hier z. B. auf keine meiner Annahmen pochen oder sie als einzige Möglichkeit ansehen. Dennoch:
Warum er ausgerechnet auf diese Radtour/Anfahrt kein Getränk mitgenommen haben sollte, erschließt sich mir nicht. Auch nicht, wieso er sich darauf verlassen sollte, unterwegs schon irgendwo Wasser zu finden, wenn er einen Suizid geplant hatte, für den er eine Flüssigkeit benötigte.
Zitat von lucyvanpeltlucyvanpelt schrieb:keine Trinkflasche trotz passender Halterung am Rad.
Und selbst, wenn er die Halterung nicht benutzt haben sollte, wird es nicht seine erste Radtour gewesen sein und er wird gewusst haben, dass er unterwegs durstig werden kann. Wieso sollte man hier nicht vom naheliegenden ausgehen?

Dafür, bis wohin er evtl. ein Getränk dabeigahabt haben könnte, und warum sie nicht gefunden worden sein könnte, gibt es wiederum diverse Erklärungsmöglichkeiten.


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Unbekannter toter Radfahrer in Wald in Österreich

um 18:38
Zitat von causa_y_efectocausa_y_efecto schrieb:Ich glaube, das wäre jemandem, der Suizid begehen möchte zu unsicher. Er hätte ja irgendwo zusammenbrechen können wo er schnell gefunden werden könnte und dann hätte man ihn womöglich noch gerettet.
In der Gegend? Da hätte er aber noch sehr weit entfernt sein müssen, dass das passiert...
Zitat von watnuwatnu schrieb:Ich denke, dass er mehr "Gepäck" mitgenommen hatte.
Schon klar, aber darum ging es mir doch: Nur weil dieser Jäger und die Ermittler nichts gefunden haben, heißt das noch lange nicht, dass er nichts dabei hatte.

Wenn dieses Gepäck (was auch immer es war) an einer anderen Stelle gelegen hat und von jemand anderem gefunden wurde, der aber nie die Verbindung zu dem Toten hergestellt hat (z. B. weil er nichts davon erfahren hat oder sich schlichtweg nicht mehr daran erinnert dass er ausgerechnet dort einmal etwas gefunden hat), dann haben auch die Ermittler logischerweise nie davon erfahren.

Und das mal unabhängig davon, ob das nun ein Verbrechen, ein Unfall oder ein Suizid war.

Aber eine Theorie die darauf aufbaut, dass "der nichts dabei hatte" steht auf tönernen Füßen weil man nun einmal nicht ausschließen kann, dass er doch etwas dabei hatte.


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