pannettone schrieb:aber sind nicht die Mitarbeiter des Jugendamtes und der Jugendhilfeeinrichtung ohnehin schon davon ausgegangen, dass es Ärger geben wird?
Ich vermute, man hat mit verbalen Übergrifflichkeiten gerechnet, ggf. auch damit, dass er seine Frau mit Kind mitnehmen will. Aber eben nicht mit so mörderischer Gewalt.
Wenn der hätte einfach nur mit beiden abhauen wollen, dann wäre aber auch das Vernünftigste gewesen, ihn ziehen zu lassen und direkt die Polizei zu informieren. Es macht keinen Sinn, sich da heldenhaft in den Weg zu stellen. Letztlich würde das das Kind auch gefährden. Für soetwas ist dann die Polizei zuständig.
Solche Termine, die so ablaufen, dass beide Elternteile mit dem Jugendamt glücklich sind und sich für die Unterstützung bedanken und versprechen, nach Kräften mitzuarbeiten, sind auch eher die Ausnahme. Zumindest noch so am Anfang einer Zusammenarbeit. Es ist v.a. anfangs immer ein gewisses Unbehagen auf Seiten mindestens eines Elterteils zu erwarten. Man greift ja auch in sehr persönliche Bereiche ein und selbst wenn man alles sehr schön und therapeutisch in Worte verpackt: bei Eltern bleibt nicht selten ein Gefühl der Ohnmacht und des Unvermögens zurück: warum brauchen wir das und andere kriegen es hin?