Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach
gestern um 23:45Wer sagt denn, dass es ein unregistriertes Gewehr war?Selma1898 schrieb:Im ersten Eindruck würde ich sagen, schon allein aus dem Grund, ein Gewehr mitzunehmen.
Dann auch noch ein unregìstriertes.
Das ist so banal und nichtssagend, dass es wohl keiner bezweifeln wirdn Nur muss die Polizei ihn erst mal ermitteln.Coscoroba schrieb:Unsere Losung: Der Täter ist der Täter
Ansonsten frag ich mich, für wen Du dich hier hältst, dass Du meinst es stehe Dir zu, hier für andere Benutzer "Losungen" auszugeben?!
Auch das ist eine mehr als banale Äußerung. In den allerwenigsten Fällen führen auch Nachbarschaftsstreite, Fremdgehen, Dorgengeschäfte oder voreheliche Schwangerschaften ( oder was hier sonst noch an Motiven spekuliert wurde) zu einem Mord, und zwar weder auf dem Land noch in der Stadt. Ansonsten gäbe es in diesem Land doch sehr viel mehr Morde.Zaunkönigin schrieb:In den aller wenigsten Fällen führen unterschiedliche Lebensentwürfe zu einem Mord.
Deshalb finde ich es ein bisschen unangebracht, in epischer breite über seinen Lebensentwurf zu diskutieren und diesem den Grund für den Mord zuzuschieben.
Es gibt ja Gott sei Dank recht wenige Tötungsdelikte pro Jahr.
Es gibt aber eben immer wieder doch einzelne Fälle, in denen genau diese Motive zu einem Mord führen. Das es in den wenigen einzelnen Fällen dann doch zu einem Mord kommt, hat dann wohl weniger mit dem ursprünglichen Stein des Anstoßes zu tun, als
damit, wie sich die Konfliktparteien in dem Konflikt verhalten, ob sie es also schaffen, den Konflikt irgendwie aufzulösen oder ob sie sich immer weiter in den Konflikt hineinsteigern und darin festbeißen.
Und natürlich ist es absolut verhältnislos, egal wie heftig der Konflikte war, mit dem Gewehr losziehen und den Kontrahenten förmlich hinzurichten. Insofern gibt es dafür keine Entschuldigung oder Erklärung. Und natürlich gibt es da zwei Seiten, den Täter, der unverhältnismäßig Gewalt angewendet hat, um seine wie auch immer gearteten Interessen durchzusetzen und das Opfer, dem der Täter unentschuldbar das Leben genommen hat.
Das bedeutet aber doch nicht automatisch, dass man sich sagen kann, der Täter sei total gestört, anders ließe sich das nicht erklären. Und das Opfer sei, weil es nun mal das Opfer ist, völlig unbeteiligt am zugrundeliegenden Konflikt und seiner Eskalation.
Man muss ja nun nicht unbedingt ein den Aufstand probender und gewaltbereiter Extremist, um durch seine Lebensweise anzuecken und Konflikte zu provozieren. Ich empfinde die Selbstdarstellung des Opfers teilweise als durchaus bewusst provokativ, um sich und sein Konzept als Gegenentwurf zur konventionellen Landwirtschaft zu positionieren. Natürlich ist das kein Grund, diesen Menschen zu ermorden. Abet nur weil er das Opfer eines Mordes geworden ist, bedeutet das nicht dass er nicht zuvor einen Anteil an dem Konflikt hatte, der letztendlich mit seinem Tod geendet hat.Zaunkönigin schrieb:Vor allem war seine Lebensform offenbar gewaltfrei und auf der Ebene auch normal. Er war kein Extremist, der (bewaffnete) Kumpane um sich versammelte, mit denen er den Aufstand übte und seine Umgebung mit Drohungen und Gewalt in Angst und Schrecken versetzte.



