Kriminalfälle
Menschen Wissenschaft Politik Mystery Kriminalfälle Spiritualität Verschwörungen Technologie Ufologie Natur Umfragen Unterhaltung
weitere Rubriken
PhilosophieTräumeOrteEsoterikLiteraturAstronomieHelpdeskGruppenGamingFilmeMusikClashVerbesserungenAllmysteryEnglish
Diskussions-Übersichten
BesuchtTeilgenommenAlleNeueGeschlossenLesenswertSchlüsselwörter
Schiebe oft benutzte Tabs in die Navigationsleiste (zurücksetzen).

Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

388 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mordfall, Memmingen, daniel emminger ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

gestern um 23:45
Zitat von Selma1898Selma1898 schrieb:Im ersten Eindruck würde ich sagen, schon allein aus dem Grund, ein Gewehr mitzunehmen.
Dann auch noch ein unregìstriertes.
Wer sagt denn, dass es ein unregistriertes Gewehr war?
Zitat von CoscorobaCoscoroba schrieb:Unsere Losung: Der Täter ist der Täter
Das ist so banal und nichtssagend, dass es wohl keiner bezweifeln wirdn Nur muss die Polizei ihn erst mal ermitteln.

Ansonsten frag ich mich, für wen Du dich hier hältst, dass Du meinst es stehe Dir zu, hier für andere Benutzer "Losungen" auszugeben?!
Zitat von ZaunköniginZaunkönigin schrieb:In den aller wenigsten Fällen führen unterschiedliche Lebensentwürfe zu einem Mord.
Deshalb finde ich es ein bisschen unangebracht, in epischer breite über seinen Lebensentwurf zu diskutieren und diesem den Grund für den Mord zuzuschieben.
Auch das ist eine mehr als banale Äußerung. In den allerwenigsten Fällen führen auch Nachbarschaftsstreite, Fremdgehen, Dorgengeschäfte oder voreheliche Schwangerschaften ( oder was hier sonst noch an Motiven spekuliert wurde) zu einem Mord, und zwar weder auf dem Land noch in der Stadt. Ansonsten gäbe es in diesem Land doch sehr viel mehr Morde.
Es gibt ja Gott sei Dank recht wenige Tötungsdelikte pro Jahr.

Es gibt aber eben immer wieder doch einzelne Fälle, in denen genau diese Motive zu einem Mord führen. Das es in den wenigen einzelnen Fällen dann doch zu einem Mord kommt, hat dann wohl weniger mit dem ursprünglichen Stein des Anstoßes zu tun, als
damit, wie sich die Konfliktparteien in dem Konflikt verhalten, ob sie es also schaffen, den Konflikt irgendwie aufzulösen oder ob sie sich immer weiter in den Konflikt hineinsteigern und darin festbeißen.

Und natürlich ist es absolut verhältnislos, egal wie heftig der Konflikte war, mit dem Gewehr losziehen und den Kontrahenten förmlich hinzurichten. Insofern gibt es dafür keine Entschuldigung oder Erklärung. Und natürlich gibt es da zwei Seiten, den Täter, der unverhältnismäßig Gewalt angewendet hat, um seine wie auch immer gearteten Interessen durchzusetzen und das Opfer, dem der Täter unentschuldbar das Leben genommen hat.

Das bedeutet aber doch nicht automatisch, dass man sich sagen kann, der Täter sei total gestört, anders ließe sich das nicht erklären. Und das Opfer sei, weil es nun mal das Opfer ist, völlig unbeteiligt am zugrundeliegenden Konflikt und seiner Eskalation.
Zitat von ZaunköniginZaunkönigin schrieb:Vor allem war seine Lebensform offenbar gewaltfrei und auf der Ebene auch normal. Er war kein Extremist, der (bewaffnete) Kumpane um sich versammelte, mit denen er den Aufstand übte und seine Umgebung mit Drohungen und Gewalt in Angst und Schrecken versetzte.
Man muss ja nun nicht unbedingt ein den Aufstand probender und gewaltbereiter Extremist, um durch seine Lebensweise anzuecken und Konflikte zu provozieren. Ich empfinde die Selbstdarstellung des Opfers teilweise als durchaus bewusst provokativ, um sich und sein Konzept als Gegenentwurf zur konventionellen Landwirtschaft zu positionieren. Natürlich ist das kein Grund, diesen Menschen zu ermorden. Abet nur weil er das Opfer eines Mordes geworden ist, bedeutet das nicht dass er nicht zuvor einen Anteil an dem Konflikt hatte, der letztendlich mit seinem Tod geendet hat.


3x zitiertmelden

Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

gestern um 23:56
Zitat von SabikSabik schrieb:Sagen wir so, zur Aufklärung eines solchen Falles muss man schon auch über das Opfer nachdenken. Man kann das ja auch nicht komplett losgelöst vom Opfer betrachten? Ich hoffe ich verstoße hier nicht gegen Regeln (will ich nicht) aber es ist ja schon plausibel dass der Mord an ihm irgendwie mit ihm und seinem Leben vor dem Mord zu tun hat. Objektiv würde ich schon sagen, dass sein Leben nicht total durchschnittlich (oder wie man das ausdrücken soll) war. Es ist schon ein bisschen ungewöhnlich, so alleine außerhalb zu wohnen, und solche eher ungewöhnlichen Interessen zu pflegen. Damit will ich nicht sagen dass irgendwas daran schlecht war, aber er war jetzt auch nicht der Nullachtfünfzehn Bürosesselpupser der einmal im Jahr pauschal nach Malle ist und sonntags den Tator geguckt hat.
Du hast natürlich nicht gänzlich unrecht, aber auf der anderen Seite ist das Leben jetzt auch nicht so ungewöhnlich dass sich daran großartig Menschen stören würden.
Hieran liegt nämlich die Krux an der ganzen Theorie:

Unabhängig davon ob man den Lebensstils des Mannes nun gut heißt oder nicht, aber er dürfte damit niemand anderen beeinträchtigt oder benachteiligt haben.


1x zitiertmelden

Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

gestern um 23:58
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Das bedeutet aber doch nicht automatisch, dass man sich sagen kann, der Täter sei total gestört, anders ließe sich das nicht erklären.
Doch das bedeutet es. Wer einen anderen so erbärmlich ermordet muss irgendwie massivst gestört sein.


1x zitiertmelden

Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

um 00:26
Zitat von SteamedHamsSteamedHams schrieb:Du hast natürlich nicht gänzlich unrecht, aber auf der anderen Seite ist das Leben jetzt auch nicht so ungewöhnlich dass sich daran großartig Menschen stören würden.
Ich glaube wir (auch die Vorredner) haben ein bisschen aneinander vorbei geredet. Ich wollte nicht unbedingt implizieren dass er direkt *wegen* seines Lebenswandels ungebracht worden sein könnte (im Sinne, jemand “fand das doof” “so ein Öko” oder so) sondern zunächst allgemein: Er hat eher ungewöhnlich gelebt und es könnte vorstellbar sein, dass im Rahmen eines solchen eher ungewöhnlicheren Lebens Situationen entstanden sind, die zu dem Mord geführt haben. Situationen, die bei meinem “Nullachtfünfzehn Sesselpupser” (sorry) vielleicht nicht entstanden wären.

Natürlich habt ihr recht dass sein Lebensentwurf auch nicht ultimativ ungewöhnlich war, es gibt ganz viele unterschiedliche Menschen die auf unterschiedlichste Art leben. Trotzdem frage ich mich in solchen fällen: Was war hier anders als bei “Mr Otto Durchschnitt”? Der Durchschnittsmensch in D lebt nicht alleine autark auf einem abgelegenen Hof.


1x zitiertmelden

Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

um 00:32
Zitat von ZaunköniginZaunkönigin schrieb:Deshalb finde ich es ein bisschen unangebracht, in epischer breite über seinen Lebensentwurf zu diskutieren und diesem den Grund für den Mord zuzuschieben.
Fakt ist: Andersartigkeit - welcher Art auch immer - erzeugt bei vielen Menschen Unsicherheiten, bis hin zu Ängsten. Und das wiederum führt nicht selten zu Ablehnung, manchmal sogar zu Hass. Das sehen wir tagtäglich in der Geschichte der Menschheit, daraus resultieren Kriege, also ist auch ein solcher Mord durchaus denkbar.

Daniel hatte offensichtlich vielfältige, gute und interessante Ideen und Interessen. Dazu war er ja wohl ein charismatischer Typ mit einem gewinnenden Wesen. Auch das erzeugt nicht selten Neid.

Das Problem bleibt dabei selbstverständlich der Täter und nur der. Leider sind aber die Leidtragenden seine Familie, Angehörige und Freunde.

Mir war bislang aber gar nicht bewusst, dass die Gegend so frequentiert ist von Menschen mit derartigen Lebensmodellen. Ich finde das spannend und hoffe, dass auch dieser schlimme Mord am Ende dazu führt, dass die Toleranz der Menschen weiter zunimmt.


melden

Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

um 00:56
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Auch das ist eine mehr als banale Äußerung. In den allerwenigsten Fällen führen auch Nachbarschaftsstreite, Fremdgehen, Dorgengeschäfte oder voreheliche Schwangerschaften ( oder was hier sonst noch an Motiven spekuliert wurde) zu einem Mord, und zwar weder auf dem Land noch in der Stadt. Ansonsten gäbe es in diesem Land doch sehr viel mehr Morde.
Mir liegt keine Statistik vor, aber ich nehme an, dass Morde auf Grund abweichender Lebensentwürfe im privaten Kontext (also nicht durch Zugehörigkeit zu einer extremistischen radikalen politischen oder religiösen Terrorgruppe motiviert), seltener sind, als Morde aus Eifersucht und Besitzdenken oder aus Habgier.
Und nur weil jemand "anders" wirkt, als die größere Masse, muss das nicht zwangsläufig der Grund für seine Ermordung sein. Das reflexhafte fokussieren auf einen einzelnen Aspekt aus dem Leben des Opfers verengt die Diskussion und birgt die Gefahr der Verschiebung der Verantwortung.
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Das es in den wenigen einzelnen Fällen dann doch zu einem Mord kommt, hat dann wohl weniger mit dem ursprünglichen Stein des Anstoßes zu tun, als
damit, wie sich die Konfliktparteien in dem Konflikt verhalten, ob sie es also schaffen, den Konflikt irgendwie aufzulösen oder ob sie sich immer weiter in den Konflikt hineinsteigern und darin festbeißen.
Wir wissen nicht, ob Daniel E. sich in einen Konflikt hineingesteigert und sich festgebissen hat.
Wir wissen nur, dass der Täter das vermutlich getan hat, sonst wäre es nicht zu dieser Hinrichtung gekommen.
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Das bedeutet aber doch nicht automatisch, dass man sich sagen kann, der Täter sei total gestört, anders ließe sich das nicht erklären.
Dazu hatte ich gar nichts geschrieben, tatsächlich geht es mir aber so, dass ich Mörder und Mörderinnen als massiv "gestört" empfinde.
Wer keine anderen Lösungen für sich findet und keine anderen Coping Strategien zur Verfügung hat, sich aus eskalierten Konflikten herauszulösen als dadurch den vermeintlichen Gegner zu töten ist aus meiner Sicht ziemlich "gestört".
Es handelt sich hier soweit wir wissen um eine sehr grausame Tat die wie eine Hinrichtung wirkt und nicht um eine Notwehrsituation.
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Und das Opfer sei, weil es nun mal das Opfer ist, völlig unbeteiligt am zugrundeliegenden Konflikt und seiner Eskalation.
Wir wissen nichts über die Konflikte und die Eskalationen die diesen Mord zugrunde liegen.
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Ich empfinde die Selbstdarstellung des Opfers teilweise als durchaus bewusst provokativ,
Ich nicht.
Aber vielleicht habe ich noch nicht alles gesehen.
In welcher Situation genau genau empfindest du ihn als provokativ?


1x zitiertmelden

Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

um 05:41
Zitat von ZaunköniginZaunkönigin schrieb:Und nur weil jemand "anders" wirkt, als die größere Masse, muss das nicht zwangsläufig der Grund für seine Ermordung sein. Das reflexhafte fokussieren auf einen einzelnen Aspekt aus dem Leben des Opfers verengt die Diskussion und birgt die Gefahr der Verschiebung der Verantwortung.
Was heißt hier refelxhafte Fokussierung? Bei Aktenzeichen XY wurden Tatmotive genannt, die die Polizei für möglich hält. Darunter wurde der Lebenstil des Opfers genannt.
Reflexartig finde ich es eher empört zu rufen, dass aber an dem Lebensstil nichts schlimmes dran sei. Ist es auch nicht natürlich darf jeder leben wie er will, trotzdem kann der konkrete Lebensstil in diesem konkreten Fall halt Teil des Motivs des Täters sein. Das muss man doch nicht wegleugnen, nur weil man es ungerecht findet.


1x zitiertmelden

Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

um 07:03
Der Lebensstil wird es nicht gewesen sein. Dafür wird keiner erschossen.

Ich hatte den Eindruck, die Kommissarin weiss schon, wer es sein könnte. Sie hat ziemlich konkrete Fragen an Mitwisser gestellt und auch Eiversucht ins Spiel gebracht


2x zitiertmelden

Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

um 07:05
Zitat von ZaunköniginZaunkönigin schrieb:Was du beschreibst, ist eher ein "Boomer"- Lebensentwurf, denke ich.
Juchu, noch mehr Klischees und Vorurteile.
Zitat von SabikSabik schrieb:Was war hier anders als bei “Mr Otto Durchschnitt”? Der Durchschnittsmensch in D lebt nicht alleine autark auf einem abgelegenen Hof.
Ein anderer Lebensentwurf halt. Gearbeitet hat er ja trotzdem, nicht nur Seminare abgehalten, er war Landwirt. Da gab es genug zu tun, auch am Hof. Der war gepachtet, auch in den Besitzverhältnissen könnte theoretisch ein Motiv liegen. Darüber wissen wir hier alles nichts, auch nicht über mögliche Unstimmigkeiten, Eifersüchteleien oder offene Grabenkämpfe. Vielleicht war das Festival der Auslöser, vielleicht auch nicht.
Zitat von TotaleinfallTotaleinfall schrieb:Der Lebensstil wird es nicht gewesen sein. Dafür wird keiner erschossen.
Leider Unsinn.
>>>
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Das muss man doch nicht wegleugnen, nur weil man es ungerecht findet.



1x zitiertmelden

Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

um 08:13
Muss mich entschuldigen, mein Handy hat aus Emminger zuvor mal "Emmerich" gemacht – das ist ein mir bekannter Ort, sorry.
Zitat von TotaleinfallTotaleinfall schrieb:Ich hatte den Eindruck, die Kommissarin weiss schon, wer es sein könnte. Sie hat ziemlich konkrete Fragen an Mitwisser gestellt und auch Eiversucht ins Spiel gebracht
Man erhoffte sich auch Hinweise zur Waffe, dazu gab es schon während der Sendung Hinweise:
Die Kripo Memmingen hoffte vor allem auf Hinweise auf die Tatwaffe und mögliche Mitwisser. Und genau die hat sie wohl bekommen. Denn noch während der Sendung gingen mehrere Hinweise von Personen aus der Umgebung ein, die etwas zu einer entsprechenden Waffe sagen konnten. Welche Bedeutung diese Hinweise für die Ermittlungen haben, wird nun überprüft.
https://www.zdfheute.de/panorama/kriminalitaet/aktenzeichen-xy-29-juli-2026-erste-ergebnisse-100.html

Ja, und sie hat speziell Leute angesprochen, die nicht alles gesagt haben, also meinem Verständnis nach schon befragt wurden.


melden

Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

um 09:29
Zitat von soOmasoOma schrieb:Gearbeitet hat er ja trotzdem, nicht nur Seminare abgehalten, er war Landwirt.
Ich habe das nicht so verstanden, dass er Landwirt war, sondern Selbstversorger. So wie ich es verstehe hat er keine Produkte des Hofes verkauft, sondern hat Lebensmittel für sich und vielleicht noch die Gäste der Seminare produziert.


1x zitiertmelden

Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

um 09:57
Als sich Herr Emminger für den heruntergekommenen Bauernhof interessierte, wird manch einer wohl gedacht haben, der bleibt da nicht lange und ist bald wieder weg.
Doch weit gefehlt!
Herr Emminger hat daraus im Lauf der Jahre mit Fleiß, Ideenreichtum und Durchhaltevermögen ein Paradies geschaffen, unabhängig von zahlungspflichtigem Wasser und Strom und sogar mit etwas Luxus wie einem Pool und Sauna...
Das wird bei manchem Neid und Missgunst hervorgerufen haben, was irgendwann zu Streitereien geführt hat und das es Streit gab, ist bekannt...
Die ermittelnden Beamten werden schon wissen, wer in Frage kommen könnte aber es fehlen ihnen (noch) die Beweise.
Als ich mir die ganzen Videos mit Herrn Emminger angesehen habe, konnte ich nur zu gut verstehen, das dieser Mann so viele Freunde gehabt haben soll.
Es ist ein großer Unterschied, ob man nur ein Foto von jemandem vor sich hat oder ein Video, wo man sehen kann, wie ein Mensch leibt und lebt.
Daniel Emminger wird allen, die ihn gekannt haben, sehr fehlen.
Sein Mörder MUSS überführt werden, damit er seine gerechte Strafe bekommt.
Es darf nicht sein, das dieses Verbrechen zu einem Cold Case wird.


melden

Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

um 10:16
Zitat von kokokokokokokokokoko schrieb:
Zitat von WutbürgerWutbürger schrieb:jetzt nicht als Jäger klassifizieren
Er aber schon. Der hatte jahrelang, vielleicht sogar jahrzehntelang einen Jagdschein gelöst. Viele Wilderer sind oder waren Jäger. Es ist mir schon klar das Jäger damit nicht assoziiert werden wollen aber Jagdgelegenheiten sind halt rar und Jagdneid ist halt auch ein Ding. Viele begehrte Trophäen sind halt extrem teuer und die Wildarten gibt es nicht in jedem Revier.
Zitat von WutbürgerWutbürger schrieb:hat er die Straftaten nicht als Jäger,
Der hat wahrscheinlich schon gewildert als er den Jagdschein noch hatte. Der Wilderer vom Annaberg hat das ja auch gemacht obwohl er genug Jagdgelegenheiten hatte. Solche Leute sehen sich über jeden Gesetzen. Jagd hat bei manchen Jägern eien Quasi-Religösen, mysthischen, archaisch-romantischen Anstrich. Das sehen die nicht als einfaches Hobby wie Fußball oder Motorradfahren.
Zitat von abberlineabberline schrieb:kommt jemand mit Jagdschein da genauso schwer oder leicht ran, wie jeder andere.
Falsch. Jagd wird oft in Familen ausgeübt die das seit Generationen machen und gut in Jägerkreisen vernetzt sind. Natürliich gibt es da mehr Gelegenheiten an Schusswaffen zu kommen als das bei einem Otto-Normalbürger ohne solche Kontakte der Fall ist.
Zitat von jeangreenjeangreen schrieb:Und genau aus diesem Grund würde man eben natürlich die nehmen, und nicht die registrierte Waffe!
Ja, bei einer registrierten Waffe müsste ein Tv ja nachweisen wo die ist. Ist sie weg ist er hochverdächtig. Ist sie da und wird untersucht kann man mit Geschosspartikeln und Abrieb feststellen wie wahrscheinlich es ist dass das Projektil mit dieser Waffe verfeuert wurde.
Zitat von abberlineabberline schrieb:Und gerade ein Förster oder Jäger wäre schön blöd, wenn er anfängt, nach illegalem Kram zu fragen.
Das sind Deals unter Freunden. Da wird in der Regel niemand den Freund verpfeifen. Die soziale Bindung und ein gewisser Ehrenkodex und zusammenhalten wenn Druck von Außen kommt ist in solchen Gemeinschaften verbreitet und naütrlich Verschwiegenheit.
Zitat von WutbürgerWutbürger schrieb:Der Täter von Hanau hat was genau mit einem Sportschützen zu tun?
Er war halt Sportschütze. ;)
Zitat von WutbürgerWutbürger schrieb:Und ich weiß nicht, welche besonderen Einblicke Du in die Thematik hast- ich hoffe allerdings nicht nur die gestern verlinkte Doku.
Wahrscheinlich weit mehr Einblicke als die meisten User hier im Thread
Ich fordere Dich auf, nach Deiner Sperre endlich die Quellen für Deine Pauschalierungen zu benennen. Natürlich gab und gibt es unter Jägern Wilderer und Waffenfetischisten denen die geltenden Gesetze wurscht sind. Es wird auch Steuerhinterzieher, Pädophile, Frauenschläger, etc. in deren Reihen geben. Was mich massiv an Deinen Ausführungen stört ist, dass Du ein derartiges Fehlverhalten Einzelner (im Promillebereich) als allgemein übliches Verhaltensmuster darstellst. Ich kenne sehr viele Jäger, denen (illegale) WK II Waffen vollkommen am Allerwertesten vorbeigehen, die in der Kitzrettung gemeinschaftlich mit den Landwirten engagiert sind, die Waldschulen unterstützen und Achtung: Selbst einen sehr alternativen Lebensstil analog zum Mordopfer pflegen. Einzig mit dem Unterschied, dass sie neben selbst gezogenem Gemüse und selbst geimkerten Honig, ihren Speiseplan mit frischem, biologischen Wildfleisch aufwerten. Also unterlasse Dein substanzloses Jäger-Bashing! Wir Foristen haben keinerlei Einblick in die Vorgeschichte zu der Tat. Wer weiß was sich zwischen Täter und Opfer im Vorfeld hochgeschaukelt hat? Wie jeder halbwegs im Leben stehende Mensch wissen sollte, begehen manche Menschen Taten, welche für andere nicht im Ansatz nachvollziehbar sind. Ein täglicher Blick in die Medien offenbart ganz schnell was ich meine.


melden

Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

um 11:11
Die verwendete Waffe ist ja tatsächlich eine interessante Frage. Ein großkalibriges Gewehr, indoor abgefeuert so wie ich es verstehe.

Da der ganze Mord ja geplant erscheint, kann man sich fragen, wieso der Mörder ausgerechnet diese Tatwaffe gewählt hat. Er hätte ja z.B. auch ein Messer nehmen können, oder, falls er Zugriff auf Waffen hat, eine Pistole. War er alt/physisch nicht mehr fit, sodass er das Risiko eines Nahkampfs nicht eingehen wollte? Hatte er keinen Zugriff auf sonstige Waffen? Wollte er bewusst verwirren, vielleicht den Verdacht auf Jägermilieu lenken obwohl der Hintergrund eigentlich ein ganz anderer ist? Selbst Jäger laufen ja nicht einfach so mit ihren Gewehren durch die Gegend, da gibt es strenge Vorschriften, wie die Gewehre aufzubewahren und mitzuführen sind. Also der Täter war ja vermutlich nicht auf dem Weg ins Revier, und hat mal einen "Drive By" bei Herrn E gemacht. Nach allem Anschein ist der Täter da ja gezielt hin, und hat gezielt das Gewehr mitgenommen. Und ist dann erstmal in die gute Stube rein, mit dem Gewehr so wie ich es verstehe. Das wirkt schon seltsam auf mich. Er hätte ja z.B. klingeln können, und die Tat direkt an der Tür verüben können. Gab es ein Gespräch? Unter vorgehaltener Waffe? Auch das wäre seltsam, so ein großes Gewehr ist gerade indoor sehr unhandlich und eher riskant als Bedrohungswaffe. Insoweit ist gar nicht klar, ob es vor der Tat zu einem Handgemenge gekommen sein könnte. Nach der Tat hat der Täter, so wie ich die Beschreibungen verstehe, die Waffe mitgenommen. Warum? Angst vor Spuren an der Waffe?

Außerdem, je größer die Waffe, desto schwieriger zu verstecken/loszuwerden. Also vermutlich könnte die Polizei ja, falls das Gewehr gefunden würde, mit ballistischer Analyse nachweisen, dass es das verwendete war. Was macht der Täter mit einem großen Gewehr, dass entsorgt werden muss?


2x zitiertmelden

Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

um 11:33
Zitat von SabikSabik schrieb:Also vermutlich könnte die Polizei ja, falls das Gewehr gefunden würde, mit ballistischer Analyse nachweisen, dass es das verwendete war.
Das ganz sicher.
Zitat von SabikSabik schrieb:Auch das wäre seltsam, so ein großes Gewehr ist gerade indoor sehr unhandlich und eher riskant als Bedrohungswaffe.
Wurde in XY nicht auch gesagt, dass der Kall in einem Raum das Gehör schaedigen kann?
Insofern war es echt nicht bes geschickt....
Zitat von SabikSabik schrieb:Was macht der Täter mit einem großen Gewehr, dass entsorgt werden muss?
Verstecken. Gut verstecken ;-).
Und hoffen, dass die, die Kenntnis von der Waffe haben, gg der Polizei den Mund halten.

Ich könnte mir gut vorstellen, dass der Taeter ueber die Waffe gefunden wird.
Ich vermute, es ist eine alte Waffe, die schon lange im Besitz des Täters ist. Aus alten Zeiten.
Aber dass diese Person nie angedeutet hat, dass da noch eine Waffe vorhanden ist - das glaube ich nicht. Irgendjemand hat da sicher irgendwann mal etwas dazu gehört und kann der Polizei Auskunft geben.


1x zitiertmelden

Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

um 11:34
Zitat von SabikSabik schrieb:Außerdem, je größer die Waffe, desto schwieriger zu verstecken/loszuwerden. Also vermutlich könnte die Polizei ja, falls das Gewehr gefunden würde, mit ballistischer Analyse nachweisen, dass es das verwendete war. Was macht der Täter mit einem großen Gewehr, dass entsorgt werden muss?
Bei der Hausdurchsuchung des Nachbarn wurde ja u.a. auch dessen Werkstatt unter die Lupe genommen. Wurden evtl. Beweise für eine Zerlegung bzw. Zerstörung der Waffe gesucht?


melden

Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

um 11:39
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Wer sagt denn, dass es ein unregistriertes Gewehr war?
Ich tendiere auch zu einem nicht registrierten Gewehr.
Wuerde man nicht sonst einfach alle in Frage kommenden Waffen im Umkreis untersuchen? Die Austrittsspuren auf den Projektilen können doch einer Waffe genau zuschieben werden....


1x zitiertmelden

Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

um 11:47
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:Ich tendiere auch zu einem nicht registrierten Gewehr.
Wuerde man nicht sonst einfach alle in Frage kommenden Waffen im Umkreis untersuchen? Die Austrittsspuren auf den Projektilen können doch einer Waffe genau zuschieben werden....
Der Aufwand wäre schon sehr groß, dass auf gut Glück für alle von Kaliber passenden registrierten Waffen durchzuführen. Die Waffen müssten eingesammelt, zur Probe geschossen und dann zig Projektile ausgewertet werden.


1x zitiertmelden

Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

um 11:50
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Die Waffen müssten eingesammelt, zur Probe geschossen und dann zig Projektile ausgewertet werden.
Naja, es geht um einen Mord.
Gen-Tests sind ebenso aufwendig.

Meine Vermutung ist ja, dass da jemand frueher oder später plaudert und der Fall so gelöst wird.


melden

Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

um 11:56
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:Wurde in XY nicht auch gesagt, dass der Kall in einem Raum das Gehör schaedigen kann?
Insofern war es echt nicht bes geschickt....
Man könnte sich die Frage stellen, ob es wirklich geplant war. Vielleicht war die Idee, damit einzuschüchtern, und dann kam es zu einem Handgemenge, und im Zuge dessen hat sich ein Schuss gelöst? Wir wissen noch nicht mal, von wem das Gewehr ursprünglich war. Bei einem geplante(re)n Mord könnte man sich halt wirklich fragen, warum nicht draußen/direkt an der Tür?

Prinzipiell könnte man auch auf die Idee kommen, dass mit so einer ungewöhnlichen Waffe abgelenkt werden hätte sollen. Wie ja hier schon im Forum zu sehen, wird dann viel in Richtung Jägermilieu aus dem näheren lokalen Umkreis gedacht. Prinzipiell kann es natürlich auch irgendwas anderes sein.


1x zitiertmelden