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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

884 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mordfall, Memmingen, daniel emminger ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

01.08.2026 um 10:53
Zitat von peoplesplacepeoplesplace schrieb:Weiterhin wird er kaum so bescheuert gewesen sein, eine Mordwaffe in zeitlichem Zusammenhang mit dem Mord irgendwo zu leihen, zu kaufen oder zu stehlen, das wäre viel zu auffällig.
Ich glaube, Du überschätzt die Intelligenz und die Rationalität von Mördern. Jeder Mord ist an sich ja schon eine hoch irrationale Tat, denn die Aufklärungsquote bei Mord (im engeren Sinne, ohne Totschlag) liegt zwischen 94% und 98%. Es ist also bei jedem Mord praktisch garantiert, dass man als Täter erwischt wird und lebenslänglich bekommt. Wenn man dann noch der einzige Nachbar des Tatopfers ist, und jeder im Dorf weiß, dass man mit dem Opfer im Streit lag, erhöht sich die Chance aufs Geschnapptwerden vermutlich auf 99,85% oder so. Es ist also im konkreten Fall ein FEHLER unglaublichen Ausmaßes, den Mord überhaupt zu begehen.

Und deswegen wüsste ich nicht, warum dieser irrationale Mörder, ansonsten keine Fehler gemacht haben sollte. Im Gegenteil - ich halte es für ziemlich wahrscheinlich, dass er auch andere Fehler gemacht hat. Abgesehen davon wissen wir ja aus der Kriminalgeschichte, dass selbst relativ intelligente und nervenstarke Täter, die an Vieles denken, sehr selten an alles denken. Gerne bringe ich hier noch einmal den Fall dess Doppelmörders von Babenhausen, Andreas Darsow, in Erinnerung. Der Fall hat ja erstaunlich viele Parallelen zu unserem Fall hier. Darsow war auch der nächste Nachbar der Tatopfer, und es war auch da weithin bekannt, dass zwischen dem Täter und der Opferfamilie schon länger Konflikte bestanden. Darsow hat den Mord unintelligenterweise trotzdem begangen - und dabei ja auch an Vieles gedacht: Die Tatwaffe, zum Beispiel, ist ja bis heute nicht gefunden worden. Auch hat der Mörder es geschafft, keinerlei DNA zurückzulassen, obwohl er im ganzen Haus herungelaufen sein muss. ABER: Er hat eben den total dämlichen Fehler gemacht, die Bauanleitung für seinen Schalldämpfer von seinem Abeitsplatz-Computer aus herunterzuladen anstatt in ein Internet-Cafe zu gehen oder elektronische Methoden zur Verschleierung seiner Datenspuren anzuwenden. Und genau wegen dieses Fehlers ist er ja dann auch sehr schnell als Hauptverdächtiger identifiziert worden.

Im vorliegenden Fall könnte es gut sein, dass der Tatverdächtige die spätere Waffe eben doch vor der Tat gekauft hat, und zwar, natürlich, nicht in einem Geschäft. sondern "privat". Warum? Vielleicht weil er sich (fälschlicherweise?) sicher war, dass der Verkäufer den Verkauf nicht melden würde. Und warum würde jemand einen solchen Verkauf nicht melden? Zum Beispiel weil er selbst auf illegalem Wege an die Waffe gekommen ist, oder weil sie selbst gar keine Waffe hätten haben dürfen, oder weil es sich um eine Waffe handelt, die in Deutschland gar nicht "zulassungsfähig" wäre. Oder, andere Möglichkeit, weil der Verkäufer ahnt, wofür die Waffe gedacht war, und jetzt Angst hat, dass ihm rechtliche Konsequenzen dafür drohen, dass er sie trotzdem verkauft hat. (Ob er diese Angst berechtigt ist, kann ich nicht beurteilen, aber das spielt letzlich auch keine große Rolle).

Wie groß die Wahrscheinlichkeit war, dass die Waffe gekauft wurde, und eben nicht schon seit Jahrzehnten im Haushalt herumlag, kann man nicht beurteilen. Aber sie ist sicher größer als 0% und auch größer als 10% oder 20%. Allein deswegen darf man die "Kauf-Theorie" nicht gleich als irrelevant darstellen. Die Theorie mit dem alten "Kriegsgerät" ist vermutlich wahrscheinlicher, aber ich möchte zu bedenken geben, dass 70 Jahre nach Kriegsende dann doch nicht mehr so viele alte "Langwaffen" herunliegen, die zusätzlich auch noch sicher funktionsfähig sind, und für die auch noch Munition vorhanden ist bzw. "besorgt" werden kann. Hier wird ja zum Teil so getan, als lägen auf jedem Bauernhof in Deutschland noch immer ein oder mehrere "Langwaffen" herum - obwohl jeder offiziell in Gefangenschaft genommene deutsche Soldat natürlich entwaffnet wurde, und obwohl sich viele deutsche Familien schon vor Kriegsende von ihren Waffen getrennt haben, damit sie sich nicht negativ auffallen, wenn es Razzien durch Besatzungssoldaten gab.

Die Idee, dass "auf dem Land" immer noch viel "Kriegsgerät" herum liegt, passt übrigens gut zu den anderen abenteuerlichen Stereotypen zum ländlichen Raum, die hier von manchen Foristen verbreitet werden. Leute, es ist 2026 und nicht 1826, als Stadt und Land wirklich noch verschiedene Welten waren, zwischen denen es wenig Austausch gab. Heutzutage sind Werte und Normen in Stadt und Land doch sehr ähnlich. Wie sollte es auch anders sein, wenn alle die gleichen Fernsehprogramme sehen, und die gleichen YouTube-Filmchen, wenn alle in der Schule mit den gleichen Lehrplänen ausgebildet werden, und wenn ein großer Teil der Landbevölkerung in der Stadt arbeitet, studiert, kulturisiert und was weiß ich noch alles ...


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

01.08.2026 um 11:52
Zitat von CoscorobaCoscoroba schrieb:Die Idee, dass "auf dem Land" immer noch viel "Kriegsgerät" herum liegt, passt übrigens gut zu den anderen abenteuerlichen Stereotypen zum ländlichen Raum, die hier von manchen Foristen verbreitet werden. Leute, es ist 2026 und nicht 1826, als Stadt und Land wirklich noch verschiedene Welten waren, zwischen denen es wenig Austausch gab. Heutzutage sind Werte und Normen in Stadt und Land doch sehr ähnlich. Wie sollte es auch anders sein, wenn alle die gleichen Fernsehprogramme sehen, und die gleichen YouTube-Filmchen, wenn alle in der Schule mit den gleichen Lehrplänen ausgebildet werden, und wenn ein großer Teil der Landbevölkerung in der Stadt arbeitet, studiert, kulturisiert und was weiß ich noch alles ...
Mein Vater, kein Jäger oder Sportschütze, besaß legal zu Lebzeiten verschiedene alte Luftgewehre und Sammlergewehre. Da wir einen ländlichen Betrieb hatten, wurde gelegentlich mal auf Bisamratten geschossen, aber sonst waren sie sicher im Waffenschrank.
Mein Vater war ein sehr friedliebender Mensch, nur dies zur Info.
Als er 85 wurde, hat die örtliche Polizei alle Waffen abgeholt. Ich vermute, dass er zum einen zu alt war, die Besitzkarte abgelaufen oder das Waffenbesitzrecht geändert wurde.
Dies war um 2009/2010 und ich gehe davon aus, dass die Behörden in Deutschland viele alte registrierte Waffen irgendwann einsammeln und daher nicht mehr so viele im Umlauf sind.


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01.08.2026 um 12:28
Wenn dir Waffen nicht registriert sind dann kann die Polizei nicht wissen dass sie existieren ergo auch nix abholen.

Man muss nur mal googeln nach "nicht registrierte Waffe von Großvater gefunden" oder sowas. Passiert echt oft und wie hoch die Dunkelziffer an Leuten ist die das nicht melden kann halt niemand wissen...

Der Besitz ist zwar riskant weil es strafbar ist aber wenn man schweigt und das Ding gut versteckt ist kann ja niemand was davon wissen.


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01.08.2026 um 12:30
Der Fall war am Mittwochabend auch Thema in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY“. Dort hieß es, dass die Waffe laut Mordkommission im Inneren des Hauses abgefeuert wurde – offenbar mit einem Riesen-Gewehr. Bei dem verwendeten Kaliber müsse „ein extremer Schalldruckpegel entstanden sein, der deutlich über der menschlichen Schmerzgrenze gelegen haben dürfte“. Der Knall soll lauter gewesen sein als ein startender Düsenjet!
Von "Riesengewehr" ist im Filmbeitrag von XY doch gar nicht die Rede?! Das schrieb die Bildzeitung dann...? Das Kaliber wurde wohl aus ermittlungstaktischen Gründen bewusst nicht genannt (das fiel mir sofort auf). Nur von Gewehr großen Kalibers, Jagdwaffe, evtl. aus Kriegszeiten, war die Rede dort... Wenn man Riesengewehr googelt, dann kommen da solche "Monsterdinger", die alleine gar nicht zu händeln wären. Und ansonsten so etwas wie Musketen...


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01.08.2026 um 13:30
Zitat von Selma1898Selma1898 schrieb:Mein Vater, kein Jäger oder Sportschütze, besaß legal zu Lebzeiten verschiedene alte Luftgewehre und Sammlergewehre. Da wir einen ländlichen Betrieb hatten, wurde gelegentlich mal auf Bisamratten geschossen, aber sonst waren sie sicher im Waffenschrank.
Ja, das kenne ich auch. Luftgewehre und - mit Abstrichen - Kleinkaliber-Gewehre gibt es auf dem Lande tatsächlich noch relativ oft, legal und illegal. Und wenn sie überhaupt noch benutzt werden, dann tatsächlich für "Schädlingsbekämpfung" und/oder das Schützenfest. ABER: Um solche Arten von Waffen geht es ja in unserem Mordfall wohl nicht. Es war doch von einem "großen Kaliber" die Rede, weshalb einige Foristen meinten, es müsse sich ja wohl um altes "Kriegsgerät" handeln - so etwas wie die Mauser 98k, das Standard-Gewehr der deutschen Wehrmacht im 2. Weltkrieg. Und darauf speziell hatte ich mit meinem Beitrag bezogen, den ich meine eben, dass "Kriegsgerät" im engen Sinne des Wortes wirklich nicht mehr weit verbreitet ist. Die Gründe dafür hatte ich ja beschrieben.


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01.08.2026 um 15:21
Zitat von rattichrattich schrieb:Entweder gab es damals noch keinen Konflikt zwischen den beiden (oder jedenfalls keinen gravierenden), oder Daniel hat den Nachbarn bzw. dessen Sicht des Konflikts völlig falsch eingeschätzt.
Ich habe das YouTube Video auch angesehen und mein Gedanke war, dass er das vielleicht auch einfach nicht offen thematisieren wollte, wenn es Konflikte gab. Es ging ja mehr um die generell ruhige Lage und in dem Setting wurde "der eine Nachbar" erwähnt. So einen evtl bestehenden Konflikt würde man ja nicht in einem Quasi- Werbevideo haben wollen, in dem es komplett darum geht, wie cool das ist, was er da aufgebaut hat.

Mir ist aufgefallen, dass der Name (mglw auch Rufname) des Kindes mehrfach genannt wurde und dass seine Frau sehr bemüht war, sich und das Kind aus den Aufnahmen herauszuhalten. Die beiden waren als "Beiwerk" sichtbar, spielten aber keine weitere Rolle, sie wurde auch von ihm nicht als gleichberechtigte Partnerin erwähnt, oder? (Hab den letzten Teil.nur noch geskipt, 4O Minuten waren ja echt lang).
Will sagen, das war schon eher "sein" Ding, so wirkte es, eher ich als wir. Dass man das Kind raushalten will, finde ich super, aber dass sie quasi auch unerwähnt bleibt, fand ich eher befremdlich.
Zitat von hopkirkhopkirk schrieb:Auch das stimmt nicht. Ich lebe seit meiner Geburt auf dem Land. Aus meinem 800-Einwohner-Dorf sind keine 5 Personen im Schützenverein.
Ich frag mich echt, woher diese ganzen Weisheiten über das Leben auf dem Land stammen...
Glaub auch, dass das viele Vorurteile im Umlauf sind, die so keinen Bestand haben. Andererseits: Ich hab im letzten Sommer bei einem Ausflug in Oberbayern SO viele Störche an Häusern gesehen, also, diese "Hurra, ein Baby" Störche zur Gratulation und da, wo ein Mädchen geboren wurde, hingen sowohl Büchsen am Holzgestell als auch ein Schild "zum Büchsenmacher". Das hat mich echt verstört, dass im Jahr 2025 noch solche "Traditionen" gepflegt werden. Vieles ist vielleicht auch ganz eng regional, denke ich. Meine Erfahrung in den allermeisten Dörfern, egal ob Norden, Süden, Osten oder Westen sind eher weltoffen und nicht hinterwäldlerisch, aber individuell schlechte Erfahrungen versauen halt die ganze eigene Statistik.


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01.08.2026 um 16:28
Zitat von lighthouselighthouse schrieb:Ich hab im letzten Sommer bei einem Ausflug in Oberbayern SO viele Störche an Häusern gesehen, also, diese "Hurra, ein Baby" Störche zur Gratulation und da, wo ein Mädchen geboren wurde, hingen sowohl Büchsen am Holzgestell als auch ein Schild "zum Büchsenmacher". Das hat mich echt verstört, dass im Jahr 2025 noch solche "Traditionen" gepflegt werden.
Das musst Du mir näher erklären, was das bedeuten soll?


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

01.08.2026 um 17:05
Ich musste das auch googeln:

Wikipedia: Bixnmacherei

Natürlich ist die Zeit auf dem Land auch nicht stehengeblieben aber trotzdem überdauern da halt eher ungefragt solche Einstellungen bzw. werden noch als Brauchtum gepflegt. Ich habe selbst in Großstädten und kleinen Dörfern gelebt und kenne auch zum Teil die Milieus um die es hier geht von innen und da gibt es zum Teil enorme Diskrepanzen was Selbstbild, die Darstellung nach außen und die ungeschönte Realität betrifft wenn es spät ist und die Leute ein paar Bier getrunken haben.

https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/panorama/archiv/2024/Frauen-schlagen-als-Volksfest,klaasohm102.html


https://www.queer.de/detail.php?article_id=42231


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01.08.2026 um 17:17
Ohne jetzt die Praxis gutheißen zu wollen, sie ist aber schon aus dem Kontext gezogen - bei uns gibt es das auch. In meiner Teeniezeit gab es auch noch Maibaumstecken und "Schachtelfester", wenn man als Frau 25 wurde, ohne verheiratet zu sein. Das feierten Frauen dann auch selbstironisch. Ich glaube, das muss man im Kontext der gesamten Traditionen und Bräuche sehen.

Dass das Opfer sehr unkonventionell lebte, im Vergleich zu den Nachbarn, sicher, aber man schafft es in der Regel, das zu überleben, daher ist alles, was passiert ist, einfach nicht die Regel.


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01.08.2026 um 17:27
Zitat von CoscorobaCoscoroba schrieb:Es war doch von einem "großen Kaliber" die Rede, weshalb einige Foristen meinten, es müsse sich ja wohl um altes "Kriegsgerät" handeln - so etwas wie die Mauser 98k, das Standard-Gewehr der deutschen Wehrmacht im 2. Weltkrieg. Und darauf speziell hatte ich mit meinem Beitrag bezogen, den ich meine eben, dass "Kriegsgerät" im engen Sinne des Wortes wirklich nicht mehr weit verbreitet ist. Die Gründe dafür hatte ich ja beschrieben.
Ich würde nicht darauf rechnen, dass da alle Leute irgendwann ihre Meinung geändert haben und schnell die böse Waffe abgegeben haben weil man das jetzt so im Fernsehen hört.

Nehmen wir mal an, man hat in der Endphase des Zweiten Weltkriegs irgendwie auf dem Acker ein Gewehr gefunden das beim Rückzug liegenblieb oder weggegworfen wurde. Dann hat man das halt aufgehoben und versteckt. Weiß also keiner, dass es jemals da war und kann somit auch nicht irgendwann jemand vom Ordnungsamt vorbeikommen und es einziehen.

Und dann wird es halt als "Andenken an den Opa" verwahrt und weitervererbt, auch mit so ein bisschen dem Reiz des Verbotenen und dem Gefühl, die Obrigkeit an der Nase herumzuführen. Es offiziell anmelden will man aber auch nicht, weil das mit so viel Lauferei verbunden ist, dann muss man einen Waffenschrank kaufen und was weiß ich....

Und dann gehört es vielleicht auch zum Reiz des Verbotenen, damit mal irgendwo im alten Steinbruch auf leere Konservendosen zu schießen. Und weil man ja sowieso findet, dass diese ganzen Vorschriften übertrieben sind....

Auf die Tour gab es in meiner Familie bis vor ein paar Jahren (!) eine alte Armeepistole 08 die mein Urgroßvater (!) aus dem Ersten (!) Weltkrieg mitgebracht hatte. Und das Ding wäre heute noch vorhanden, wenn nicht im Zuge von Erbschaftstreitigkeiten ein anderer Verwandter den Besitzer aus Rache verpfiffen hätte.

Damit will ich nicht sagen, dass es in diesem Fall so war, aber so unwahrscheinlich ist das auch nicht.


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01.08.2026 um 17:37
Zitat von lighthouselighthouse schrieb:Ich habe das YouTube Video auch angesehen und mein Gedanke war, dass er das vielleicht auch einfach nicht offen thematisieren wollte, wenn es Konflikte gab. Es ging ja mehr um die generell ruhige Lage und in dem Setting wurde "der eine Nachbar" erwähnt. So einen evtl bestehenden Konflikt würde man ja nicht in einem Quasi- Werbevideo haben wollen, in dem es komplett darum geht, wie cool das ist, was er da aufgebaut hat.
Ich finde solche Videos aus dem Leben einer Person immer sehr aussagekräftig, weil sie eben zeigen, wie die Person so "drauf war" und wie sie lebte, bevor das Verbrechen passierte. Für mich in diesem Fall wird recht klar, dass Daniel M. ziemlich sicher kein Aggressor war, der Streit suchte oder auf Konflikte aus war!! Er sagt das ja selbst explizit am Ende (und nein, ich sehe das nicht als "Werbevideo"). Ich nehme ihm das ab! Und dass das, was er sich dort aufgebaut hatte, nicht die "Spinnerei" eines Aussteigers mit einem "abgerockten" Einödhof war, sondern wirklich Substanz hatte, die anscheinend funktionierte.


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01.08.2026 um 18:10
Es war schon beeindruckend was der da alles gebastelt, angebaut und ausprobiert hat. Und auch das Video wird keine komplette Inszenierung gewesen sein aber es ist halt vom Format klar dass da eher keine Intimen Details oder Streitigkeiten diskutiert werden. Es ist schon auffällig dass die Frau oder Freundin des Opfers sich in dem Beitrag bewusst im Hintergrund hält. Muss nix heißen weil sie kann auch einfach schüchtern sein. Aber anscheinend ging die Beziehung wohl in die Brüche aber irgendwo meine ich gelesen zu haben das weiter Kontakt oder Freundschaft bestand und sie ihn wohl auch gefunden hat.


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01.08.2026 um 18:53
So sieht die Parzellarkarte für Kunzach aus. Wenn sich da gelegentlich über hundert Personen aufhalten sind 'Grenzübertretungen' quasi vorprogrammiert. Da sollte schon ein gut nachbarschaftliches Verhältnis herrschen was aber offensichtlich nicht der Fall war.


Parzellarkarte


Quelle: https://geodaten.bayern.de/opengeodata/OpenDataDetail.html?pn=parzellarkarte


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

01.08.2026 um 19:27
Zitat von GrafOskarGrafOskar schrieb:So sieht die Parzellarkarte für Kunzach aus.
Auch dieses Bild zeigt die Lage ganz gut:

AA28MdLf

(Markierung von mir, Bildquelle: Augsburger Allgemeine via msn, https://www.msn.com/de-de/verbrechen/allgemein/toter-in-kunzach-die-polizei-spricht-bei-aktenzeichen-xy-von-einer-gezielten-hinrichtung/ar-AA292pwF)


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

01.08.2026 um 19:29
Das Satellitenbild/Video ist etwas aufschlussreicher. Zwischen den Höfen liegt ein mindestens 5m höher Höhenunterschied und ein breiter Baum- und Strauchgürtel der wahrscheinlich relativ Blickdicht ist und auch etwas schalldämmend sein sollte. Vor allem aber den Höhenunterschied kann Geräusche stark dämmen.

Dazu kommt dass das Gelände recht weitläufig ist. Also wenn man mit 100 Leuten oder mehr ne Party feiern will ist das Gelände eigentlich ideal. Manche Leute feiern mit so vielen Leuten in Innenstädten, größeren WGs, Studentenwohnheimen oder im Garten von Einfamilienhäusern.

Das wird auch eher die Ausnahme als die Regel gewesen sein dass da soviele Teilnehmer waren. Jedenfalls gibt es auf den social Media Konten oder Websites keinen einzigen Hinweis oder ein Foto dass die Workshops oder Parties für so viele Leute gedacht waren. Auf den fotos und Videos die da hochgeladen wurden sind maximal 20-30 Leute zu sehen. Das ist ne Party. Auf den Workshopfotos sind es 5-10 ältere Leute bei Tag. Also nix mit wilder Party die ganze Nacht.

Wir das Gelände vom Boden aussieht kann man in dem verlinkten Video von Weltenwanderin sehen. Da ist ne größere bewachsene Böschung zwischen den zwei Höfen.


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01.08.2026 um 19:38
Woher kommt eigentlich die gesicherte Information,

wieviele Leute bei den diversen Kursen anwesend waren und somit vermeintlich die Ruhe des Nachbarn gestört hätten?

Es wird öfters von über 100 Teilnehmern geschrieben, was ich persönlich doch sehr stark bezweifeln möchte,

in dieser Lage und auch generell, weil meines Erachtens (und auch Erfahrung) solche oft "gut dotierten" Veranstaltungen

gar nicht diesen zahlreichen Zulauf haben, den manch einer vermuten würde.

Abgesehen davon wird nicht jeder mit einem Wohnwagen zu einem WE-Seminar anrauschen und dann gerne

ohne Dusche/ Toilette (?) in der Pampa übernächtigen wollen!

By the way ist übrigens unter den jeweiligen Ausschreibungen zu den Kursen von Daniel E. stets der Link zu nahegelegenen

https://www.hertlehof.de/start.html in Pfaffenhofen.

Da werden sicher einige übernachtet haben, sofern sie nicht ganz auf Komfort verzichten hatten wollen.

Aber nur eine Vermutung von mir, es kann sich natürlich auch anders abgespielt haben und mindestens anteilig

zu einem Grundsatzstreit mit dem Nachbarn (der bislang"nur" Verdächtiger ist?!) geführt haben.

Lärmbelästigung in Abgeschiedenheit ist sicher nicht lustig, wenn man seine Ruhe und Erholung benötigt,

gerade als Landwirt.


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

01.08.2026 um 19:41
Ein konventioneller Hof ist auch nicht komplett leise. Da fahren Traktoren und es laufen 24/7 große Gebläse etc., Kühe schreien evtl nachts etc.

Ich kenne jemand der neben einem Hof wohnt und aufgrund des ständigen Lärms und Geruchs sein Haus verkaufen will.


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

01.08.2026 um 19:47
In jedem Krimi fragt die Polizei im Umfeld des Opfers ob es Feinde hatte. Hier wird die Antwort gewesen sein: "Nein, keine bis auf einen". Und das vom Umfeld des Nachbarn wird möglicherweise auch die ein oder andere Beschwerde von ihm bzgl. des Opfers der Polizei mitgeteilt haben. Die musste dann nur noch eins und eins zusammenzählen.


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

01.08.2026 um 19:48
Zitat von HexHo-GärtnerHexHo-Gärtner schrieb:Pfaffenhofen
Nur eine kleine Korrektur: Pfaffenhausen.


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

01.08.2026 um 19:54
Zitat von GrafOskarGrafOskar schrieb:Und das vom Umfeld des Nachbarn wird möglicherweise auch die ein oder andere Beschwerde von ihm bzgl. des Opfers der Polizei mitgeteilt haben. Die musste dann nur noch eins und eins zusammenzählen.
Reicht nicht für eine Verurteilung. Ich Frage mich aber was es da an Tatortspuren gibt. Geschossteile mit Sicherheit aber der Täter muss wohl nichts eindeutig Inkriminierendes zurückgelassen haben. Also je nach Waffentyp wird da auch keine Patronenhülse automatisch ausgeworfen, gerade wenn es eine ältere Jagdwaffe war bzw. der Täter hat sie aufgesammelt. Weil wenn DNA am Tatort gefunden wurde ist halt die Frage ob die deshalb nicht in Betracht gezogen wird weil die Person da auch ein und ausging oder weil halt keine gefunden wurde wonach es aussieht.

Tatwaffe wurde wohl gut entsorgt und wenn jemand sowas nicht im Affekt macht muss diese Person sich ja zwangsläufig gut überlegen wie sie am Tatort möglichst wenig Spuren hinterlässt und unerkannt an den Tatort kommt und wieder flüchtet, Tatwaffe und Kleidung so verschwinden lässt dass es dem Umfeld nicht auffällt etc.

Autoscheinwerfer wären da ja nachts weithin sichtbar weil es sonst nicht viel andere Lichtquellen gibt.


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