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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

688 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mordfall, Memmingen, daniel emminger ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

gestern um 16:35
Zitat von GrafOskarGrafOskar schrieb:Die Ziegen dürften das ziemlich schnell abgefressen haben. Und dann? Futter zukaufen? Das war es dann mit dem autarken Lebensstil.
Das war ja auch nicht DE's Anspruch, komplett autark zu leben.

Dann kauft er halt ein paar Ballen Heu von einem anderen Bauer.

Ich finde es schon cool, wenn man eigenes Grünzeug im Garten anbaut.
Ich bekomme was von meiner Tante ab und das schmeckt dtl besser als das gekaufte.
(Sie hat ein kleines Hochfest und es ist erstaunlich, was sie da alles herausbekommt),


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

gestern um 16:57
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:Das war ja auch nicht DE's Anspruch, komplett autark zu leben.
Äh.. Doch?! die angestrebte Idee war eben genau DAS (soweit irgwndwie möglich)...


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

gestern um 17:10
Den Ermittlern geht es darum, das Motiv für diese furchtbare Tat zu finden. Wenn sich dort jemand förmlich auf dem Serviertablett anbietet, wird das auch so abgearbeitet. Kann also diskutiert werden, was einen Nachbarn so stören könnte.

Kommen dann Zeugen mit Satanskult und Affären, wird dem ebenso nachgegangen. Wir brauchen hier deswegen kein Fass aufmachen und alles als Unsinn abtun. Dazu sind die Ermittler schon selbst in der Lage.

Das hier überlegt wird, warum man diesen freundlichen jungen Mann getötet haben könnte, ist daher legitim. Ich habe hier noch nichts negatives über Daniel, oder seiner Form zu leben gelesen.

Das Motiv ist eine , wenn nicht die Schlüsselrolle in einem Tötungsdelikt. So essenziell wichtig, dass man damit -zumindest- in Deutschland die Tat als Totschlag oder Mord einordnen kann.
Zitat von soomasooma schrieb:Also eher Gerüchteküche ("der hatte doch auch immer Weiber da bei sich")? ..... Der Thread hier ist ein plakatives Beispiel dafür, was mit einer solchen Lebensweise alles so an Vorurteilen assoziiert wird:
Wo hat dieser thread Vorurteile assoziiert? Es wurde lediglich diskutiert, welches Motiv man aus einer Beziehungstat herleiten könnte.
Zitat von soomasooma schrieb:Jup. Von Cannabis über Satanismus bis zu den wilden Affären alles dabei. Da erkenne ich den erwähnten Neid, Hass und Eifersucht, gepaart mit einer Menge Unwissen.
Auch hier, das kommt alles von außen. Und hier wird lediglich darüber diskutiert.

Stelle mir das toll vor, wenn Zeugen von Affären, Satanismusscheix (sic!) oder zu vielen Menschen auf dem Hof berichten und die Ermittler würden so wie ihr hier reagieren. "Alles Neid, Unwissenheit oder
Zitat von SchrulliSchrulli schrieb:Dass jeder unverheiratete junge Mann der nicht zölibatär lebt Gefahr läuft dafür erschossen zu werden?
Haha. Interessiert uns nicht, kann gar nicht sein. Da wäre man in der Abteilung Kapitaldelikte ziemlich fehl am Platz.
Zitat von jeangreenjeangreen schrieb:Im Grunde ist das nichts anderes als Victim-Blaming.
Genau🤦 Der komplette Tötungsakt ist Victim Blaming. Hättest du meine Ruhe nicht gestört, meine Frau nicht angefasst, mir mein Geld zurückgezahlt oder dir ein T-Shirt angezogen, wärst du jetzt nicht tot.

Ich finde hier wird das, was die Polizei bisher mitgeteilt hat diskutiert. Und das sind der erste Tatverdacht/Nachbar, sowie
"Wir sprechen da von einer gezielten Hinrichtung", betonte sie. Man gehe von einer Beziehungstat und einem gezielten Vorgehen aus. Der Hof habe nicht gewirkt, als seien dort Reichtümer zu holen, so die Kripo-Beamtin.
Quelle: https://www.t-online.de/nachrichten/panorama/kriminalitaet/id_101366662/fall-daniel-emminger-bei-aktenzeichen-xy-mord-auf-selbstversorgerhof.html

und das bereits oben genannte Gerücht der Affären.

Entweder ist das hier ein Diskussionsforum und man darf über die Verlautbarungen der Polizei diskutieren oder eben nicht. Ich finde das Motiv nämlich wirklich extrem wichtig.

Wenn hier aber jeder gleich abgecancelt wird, wenn er sich Gedanken darüber macht, melde ich mich hier wieder ab. Im Übrigen sind "niedrige Beweggründe" i.d.R abstrus, deswegen werden sie auch so genannt.


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gestern um 17:12
Zitat von jeangreenjeangreen schrieb:
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:Das war ja auch nicht DE's Anspruch, komplett autark zu leben.
Äh.. Doch?! die angestrebte Idee war eben genau DAS (soweit irgwndwie möglich)!!
Daniel war es doch klar, dass er sich einem autarken Leben nur annähernd konnte, aber nach wie vor auf Geld und Zukauf angewiesen war:

Beitrag von kaleko (Seite 29)

Unterm Strich hatte Daniel in etwa so viel wie damals die Siedlungshaeuser, die nach dem 2. WK gebaut waren (ein bisschen Grund, einen kleinen Stall fuer ein bisschen Vieh), und dies sollte die Grundlage fuer eine Selbstversorgung bieten.

Und eine solidarische Zusammenarbeit war ihm wichtig.
Ich sehe ihn jetzt nicht als den Einzelkaempfer, sondern als den Teamplayer, der auch gerne eine Leitungsfunktion übernimmt.

Und früher war es ja auch so: der eine hielt Gaense, der andere Karnickel, der naechste Schweine - das kaufte man ja auch untereinander ab.
Es ist ja immer ein Geben und Nehmen.


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

gestern um 19:06
Vielleicht sollte man die Motivlage des Täters auch nicht auf einzelne Aspekte wie „Wasser“, „Lärm“, „Besucher-Horden“, „alternative Lebensform“, „Eifersucht“ oder „Affairen“ reduzieren.

Ich halte einen Komplex aus mehreren Sachverhalten für wahrscheinlich.

Es könnte ja durchaus sein, dass sich ein (konservativer) Zeitgenosse aus dem Umfeld durch die gesamte Gemengelage provoziert fühlte: „Da kommt plötzlich einer daher, schnappt sich für kleines Geld diesen Hof, daddelt mit Ackerbau und Viehzucht herum wie 1950 anstatt richtig zu arbeiten, zahlt nix für Wasser und Strom - und dann verdient der sich an den Wochenenden noch dumm und dämlich wenn Horden von Alternativen hier einfallen und meine/unsere Ruhe mit ihrem Esotherik-Unsinn stören. Obendrein noch andauernd wechselnder Damenbesuch!

Währenddessen muss ich jeden Morgen um 5 Uhr aufstehen und hart arbeiten, muss viel Geld für Wasser und Strom bezahlen, unendlich viel Bürokratie erleiden und kann mir nicht andauernd neue Frauen anlachen!“

Das Ausmaß der Störung bemisst sich auch nicht daran ob da 50, 70 oder 100 Leute zum Workshop anreisen, an wievielen Wochenenden genau und wieviele Affairen DE hatte.

Es reicht ja, dass das Lebensmodell womöglich überhaupt nicht zu den Vorstellungen eines Menschen im Umfeld passte und insofern viele, objektiv vielleicht nicht besonders schlimme Aspekte, als Provokationen wahrgenommen wurden und den späteren Täter immer mehr getriggert haben. Er steigerte sich immer mehr hinein und irgendwann kommt es zum Gewaltausbruch…

Die wahrscheinlich verwendete Waffe würde ich auch eher in einem ländlichen Umfeld vermuten, wo sie seit Jahrzehnten herumgelegen hat. Der Täter muss dann aber auch die Munition beschafft haben. Kaufen oder selber herstellen, in beiden Fällen muss man aber Bezugsquellen und Legitimation dazu haben.

Ich glaube auch nicht, dass irgendein Laie ohne Vorkenntnisse mit einer Waffe schießt. Das mögen keine hochkomplexen Geräte sein, aber wer fummelt mit solch gefährlichen Dingen herum wenn er das nicht vorher mal gezeigt bekommen hat?


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

gestern um 20:25
Zitat von Julie82Julie82 schrieb:Frauen töten statistisch gesehen eher anders.
Mal hypothetisch - wie? Du hast hier einen kräftigen, durchtrainierten und jungen Mann. Ich habe einen Sohn mit ähnlicher Statur, dem war ich bereits, als er 13 war, körperlich völlig unterlegen. Er kann mich sogar mit einem Arm so festhalten, dass ich nicht mehr handlungsfähig bin.

Wenn man von so einen Gefälle ausgeht, überlegt, was man zur Verfügung hat und zufällig diese Langwaffe hat, die nicht registriert ist, wäre das, meiner Meinung nach, durchaus in Erwägung zu ziehen. Da das Ding so laut ist, dass man es draußen nicht abschießen kann und man aus der Nähe schießen möchte, damit man auch trifft und das Opfer wehrlos ist, ist das Szenario eines der wenigen, wo ich mir als Frau sicher sein kann, dass die Tatausführung so klappt, wie sie bei einem Mann funktionieren würde. Zudem habe ich auf dem Land genug Möglichkeiten, es anschließend dauerhaft verschwinden zu lassen, fast jeder Hof hat eine Werkbank, da kann ich es erst mal pulverisieren.

Alles andere: Gift, etc. hat zu viel Potential, schiefzugehen.


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gestern um 20:30
@MissMary
Ich persönlich gehe in diesem Fall eher von einem männlichen Täter aus, finde deine Überlegung aber durchaus schlüssig.


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

gestern um 20:38
Das Warum ist für normale Menschen ungreifbar - aber ich glaube, dass genau das Warum zum Täter führen wird.

Ich wohne echt nicht weit weg, kenne die Gegend und die Menschen, bin auch bisserl anders mit drei großen Hunden und meinem Natur- und Bio-Gemüsegarten und einer sehr freien Lebensart, uneckig ist es bei mir auch nicht. Trotzdem bin ich akzeptiert und sogar geschätzt, man muss sich schon platzieren. Wir hatten ein Fest mit hundert Leuten und leben noch. Die Gegend ist hier nicht unbedingt für aus dem Norden Einwandernde gemacht, aber sprich im Dialekt, sei authentisch und heimisch unterwegs und keiner will dir was Böses (das trifft auf Daniel zu)...Niemand Einheimischer will mal per se wegen Klos oder Wasserentnahme aus dem Bach oder mal lauter Musik jemand anderem so böse, dass er ihn deshalb mit seiner Waffe (hier offenbar der verklärten Wahrnehmung der Gegend noch zugesprochenen und echt disskussionsfähigen Langwaffe, die man ja wohl offenbar im Haus hat - wir nicht, Nachbars auch nicht) einfach mal niederschießt. Das ist wirklich undenkbar. Wenn das so dann doch passsiert, dann ist der Täter echt krank.

Mir geht Daniels Familie sehr ans Herz. Nach allem, was ich über Dani weiß, hat er gar nix verkehrt gemacht.

Ich bin mir sicher, dass der Täter gefunden wird. Nicht über seine DNA oder Fingerabdrücke oder den potentiellen Hörschaden. Sondern über seine Psyche.

Und ich hoffe, dass Daniels Familie dann Antworten bekommt, die sie jetzt nicht hat.

Ich finde es oft gut, dass hier emotionsfrei bunt diskutiert wird. Hier in dem Faden ist es beizeiten toleranzmäßig schwer, weil arg engstirnig mit Halbtoleranz reingeworfen wird... SO leben wir hier eben dann doch nicht!


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

gestern um 20:57
Zitat von LilliVanilliLilliVanilli schrieb:Wir hatten ein Fest mit hundert Leuten und leben noch. Die Gegend ist hier nicht unbedingt für aus dem Norden Einwandernde gemacht, aber sprich im Dialekt, sei authentisch und heimisch unterwegs und keiner will dir was Böses (das trifft auf Daniel zu)..
Ich glaube ehrlich gesagt, dass die Dosis das Gift macht. Wenn du einmalig eine private Party hast, ist der Nachbar vermutlich nicht begeistert, aber toleriert es, und baut darauf, dass du beim nächsten größeren Gartenfest, das er feiert, ähnlich tolerant bist. Hier war es ja eine Mischung aus privat, gewerblich und fand regelmäßig statt.

Da steckt durchaus Potential drin. Drei große Hunde können durchaus positiv wahrgenommen werden. Meine Tante lebte auch sehr abgelegen und wollte sich aus Kostengründen keinen Hund her tun, war aber beruhigt, dass der Nachbarn einen hatte, der nachts auch immer mal wieder anschlug, da fühlte sie sich durchaus geschützt.


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

gestern um 20:59
Zitat von VolvicVolvic schrieb:Ich halte einen Komplex aus mehreren Sachverhalten für wahrscheinlich.
Zitat von VolvicVolvic schrieb:Währenddessen muss ich jeden Morgen um 5 Uhr aufstehen und hart arbeiten, muss viel Geld für Wasser und Strom bezahlen
Zitat von VolvicVolvic schrieb:Es reicht ja, dass das Lebensmodell womöglich überhaupt nicht zu den Vorstellungen eines Menschen im Umfeld passte und insofern viele, objektiv vielleicht nicht besonders schlimme Aspekte, als Provokationen wahrgenommen wurden und den späteren Täter immer mehr getriggert haben
Ich finde Deine Ausführungen klingen sehr logisch. Der Täter hätte dann meiner Meinung nach Herrn Emminger gekannt aber nicht so gut gekannt als dass er hätte wissen können was für ein Mensch er war. Er hätte ihn regelmäßig sehen müssen um immer weiter getriggert zu werden denke ich.
Allerdings frage ich mich wie so jemand hätte wissen können dass Herr Emminger an besagtem Abend alleine im Haus war. Der Täter hätte von vielen Veranstaltungen gewusst, eventuell auch davon dass er einen Sohn hat, Gäste im Wohnwagen. Hat er dann das Risiko in Kauf genommen auf dem Hof eventuell auf etliche andere Personen zu treffen? Ich kann mir das nicht so richtig vorstellen. Für mich wusste der Täter dass Herrn Emminger alleine zuhause war, die Frage ist nur woher.
Zitat von VolvicVolvic schrieb:Ich glaube auch nicht, dass irgendein Laie ohne Vorkenntnisse mit einer Waffe schießt. Das mögen keine hochkomplexen Geräte sein, aber wer fummelt mit solch gefährlichen Dingen herum wenn er das nicht vorher mal gezeigt bekommen hat?
Das kann ich mir auch nicht vorstellen, auch glaube ich nicht dass eine Waffe die jahrelang unbenutzt irgendwo lag vom Täter für die Tat benutzt wurde ohne dass er vorher mit ihr geschossen hat, das Risiko wäre ja viel zu gross dass sie nicht mehr funktioniert.
Zitat von MissMaryMissMary schrieb:Zudem habe ich auf dem Land genug Möglichkeiten, es anschließend dauerhaft verschwinden zu lassen, fast jeder Hof hat eine Werkbank, da kann ich es erst mal pulverisieren.
Das wäre tatsächlich für mich eine logische Erklärung warum beim Nachbarn die Werkstatt untersucht wurde, vielleicht gibt es ja dort so eine Werkbank
Im Mittelpunkt standen demnach wieder Fahrzeuge sowie die Werkstatt des 50-jährigen Tatverdächtigen.
Quelle: https://www.new-facts.eu/blaulicht/polizei/2026/04/16/bedernau-kunzach-toetungsdelikt-kripo-durchsucht-nachbaranwesen-erneut/711013/


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

gestern um 21:00
Ich komme noch mal auf den von den Ermittlern vermuteten Hörschaden zurück.

Ein im Umgang mit Waffen versierter Mensch wäre sich doch der Gefahr eines Knalltraumas bewusst. Würde derjenige dann so leichtsinnig sein, eine solche Waffe in einem Haus abzuschießen?

Lassen die Spuren am Opfer und im Haus darauf schließen, dass es kein "Profi" in der Handhabung war?

Oder hat ihn/ sie die Wut und der Tötungswille alle Vorsicht vergessen lassen, sprich auch die Ohrenstopfen?

Vor allem: Wenn es eine illegale alte Waffe war, wird derjenige sie auch schon mal abgefeuert haben vorher. Wo macht man sowas? Wald? Wiese? Zur Jagdzeit mal zwischendurch, damit der Knall nicht auffällt?

Die Erwähnung des Hörschadens macht mich nachdenklich.


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

gestern um 21:04
Zitat von Selma1898Selma1898 schrieb:Ein im Umgang mit Waffen versierter Mensch wäre sich doch der Gefahr eines Knalltraumas bewusst. Würde derjenige dann so leichtsinnig sein, eine solche Waffe in einem Haus abzuschießen?
Man weiß nicht, wie kaltblütug geplant oder heißblütig spontan die Tat umgesetzt wurde.
Für mich ist durchaus vorstellbar, dass jemand der berauscht von Wut ist und so eine Tat begeht, nicht über dieses Detail nachgedacht hat.


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

gestern um 21:05
Zitat von 321meins321meins schrieb: Allerdings frage ich mich wie so jemand hätte wissen können dass Herr Emminger an besagtem Abend alleine im Haus war. Der Täter hätte von vielen Veranstaltungen gewusst, eventuell auch davon dass er einen Sohn hat, Gäste im Wohnwagen.
Ich würde mal behaupten, dass die meisten Gäste mit Autos anreisten ... Der Hof war abgelegen, die meisten Leute sind heute motorisiert. Wäre der Wohnwagen vermietet gewesen, hätte man das vermutlich entweder gehört, oder abends gesehen (Licht, etc.). Zudem war es ja Karfreitag, da ist es zum Campen noch zu kalt, es sei denn, dort gab es eine Heizung, die Saison lief erst an. Ich glaube, dass alle Geschäftsmodelle ziemlich saisonabhängig waren, es wuchs noch nichts auf dem Hof, der Wohnwagen kalt, der Pool vermutlich auch ... Veranstaltungen konnte man im Internet nachschauen. Zudem kam Karfreitag ...
Zitat von Selma1898Selma1898 schrieb:Ein im Umgang mit Waffen versierter Mensch wäre sich doch der Gefahr eines Knalltraumas bewusst. Würde derjenige dann so leichtsinnig sein, eine solche Waffe in einem Haus abzuschießen?
Ich würde mal behaupten, dass sich die meisten Höfe inzwischen weiterentwickelt haben und Sicherheit auch eine Rolle spielt. Wenn eine Kontrolle kommt, musst du je nach Tätigkeit Ohrschützer, etc. vorzeigen können. Beispiel: Mein Onkel (Landwirt mit Hausschlachtung) musste für Kontrollen immer ein Kettenhemd haben, damit er sich nicht versehentlich erdolcht. Getragen hat er es nie.

Zudem ist es gar nicht mehr so schwer, Ohrschützer zu kaufen, gibt es in jedem Baumarkt und mittlerweile in jeder Grundschule.


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

gestern um 21:10
Zitat von MissMaryMissMary schrieb:Zudem ist es gar nicht mehr so schwer, Ohrschützer zu kaufen, gibt es in jedem Baumarkt und mittlerweile in jeder Grundschule.
Das ist mir klar. Ich meinte, dass man vom vermuteten Fehlen der Ohrenstopfen auf Psyche und Fertigkeit des Täters schließen kann.
Zitat von ZaunköniginZaunkönigin schrieb:Man weiß nicht, wie kaltblütug geplant oder heißblütig spontan die Tat umgesetzt wurde.
Für mich ist durchaus vorstellbar, dass jemand der berauscht von Wut ist und so eine Tat begeht, nicht über dieses Detail nachgedacht hat.
Eben so.
Zitat von LilliVanilliLilliVanilli schrieb:Ich bin mir sicher, dass der Täter gefunden wird. Nicht über seine DNA oder Fingerabdrücke oder den potentiellen Hörschaden. Sondern über seine Psyche.
Das denke ich auch.


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

gestern um 21:41
Zitat von Selma1898Selma1898 schrieb: Das ist mir klar. Ich meinte, dass man vom vermuteten Fehlen der Ohrenstopfen auf Psyche und Fertigkeit des Täters schließen kann.
Ich denke, dass der Täter gar nicht so unbeherrscht ist, sonst wäre er ja im Vorfeld schon mal in Erscheinung getreten, Leute, die im Affekt straffällig werden, haben in die Richtung immer wieder Probleme. So eine Mordphantasie ist ja auch eine psychische Entlastung. Ergo: Er fühlt sich durch den Nachbarn/Mann, wie auch immer gestört und hilflos. Er muss ohne Eingreifen zu können zusehen, wie sich das Business des Nachbarn immer weiter etabliert und muss befürchten, dass damit die Störungen für ihn immer größer und unberechenbarer werden.

Dann beginne ich zu phantasieren "dir zeige ich es aber ...". Das entlastet ja erst einmal und tröstet, weil ich dadurch erst einmal die Kontrolle wieder finde bzw. für mich einen Lösungsansatz sehe.

Vielleicht jemand, der mit Konflikten gar nicht gut umgehen kann, fiel aber bisher nicht auf, da er keine direkten Nachbarn hatte und viel Zeit alleine, auf dem Feld, mit den Tieren verbrachte ....


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

gestern um 22:24
Zitat von MissMaryMissMary schrieb:Ich denke, dass der Täter gar nicht so unbeherrscht ist, sonst wäre er ja im Vorfeld schon mal in Erscheinung getreten
Woher weißt du, dass der Täter vorher nicht bereits in Erscheinung getreten ist?


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

gestern um 22:36
Zitat von ZaunköniginZaunkönigin schrieb:Woher weißt du, dass der Täter vorher nicht bereits in Erscheinung getreten ist?
Ich vermute es, zumindest hat er noch niemanden erschossen, sonst wäre es nun für die Polizei einfacher.


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

gestern um 22:45
Zitat von MissMaryMissMary schrieb:zumindest hat er noch niemanden erschossen, sonst wäre es nun für die Polizei einfacher.
Das ist nun aber kein Anhaltspunkt dafür, dass der Täter nicht unbeherrscht ist
Zitat von MissMaryMissMary schrieb:Ich denke, dass der Täter gar nicht so unbeherrscht ist, sonst wäre er ja im Vorfeld schon mal in Erscheinung getreten
Die allermeisten Menschen, die Probleme damit haben, ihre Impulse zu kontrollieren werden nicht sofort zu Mördern oder Mörderinnen.
Möglich, dass der Täter bereits vorher durch Gewalt oder unbeherrschte Handlungen aufgefallen ist.
Es ist schlichtweg überhaupt nichts bekannt, außer dass es in der Vergangenheit zwei Hausdurchsuchungen auf dem Nachbarhof gab.
Ob der Nachbar weiter als tatverdächtig gilt und/oder ob es weitere Tatverdächtige gibt, wurde nicht öffentlich mitgeteilt. Es wurde auch nichts über eine mögliche Gewaltbiographie o.ä. über eventuelle Tatverdächtige mitgeteilt.
Gut möglich dass die Person vorher nie auffällig gewesen ist. Ebenso möglich dass es bereits in der Vergangenheit Hinweise auf Probleme mit Impulskontrolle oder erhöhte Aggressivität gab.
Sofern die Ermittlungen dazu führen, dass ein Tatverdächtiger angeklagt wird, werden wir dazu vielleicht etwas erfahren.


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

um 01:08
Zitat von 321meins321meins schrieb:Für mich wusste der Täter dass Herrn Emminger alleine zuhause war, die Frage ist nur woher.
Der Tatverdächtige wohnt gleich nebenan. Als Nachbar bekommt man viel mit, die Lebensgewohnheiten des Opfers werden ihm bekannt gewesen sein.
Zitat von Selma1898Selma1898 schrieb:Ich komme noch mal auf den von den Ermittlern vermuteten Hörschaden zurück.

Ein im Umgang mit Waffen versierter Mensch wäre sich doch der Gefahr eines Knalltraumas bewusst. Würde derjenige dann so leichtsinnig sein, eine solche Waffe in einem Haus abzuschießen?
Ich sehe folgende Möglichkeiten:

Der Täter wusste um das laute Knallgeräusch und war vorbereitet, hatte Ohrenschützer dabei. Eine etwas komische Vorstellung, dass derjenige erst Ohrenschützer aufsetzt um dann zu schießen, aber es ist eine Möglichkeit.

Eine weitere ist, dass der Täter die Waffe nur zur Drohung mitgenommen hat, aber nicht mit der Absicht zu töten. Er wollte DE bedrohen, eine Verhaltensänderung erzwingen - und entgegen der Erwartung lässt sich DE aber überhaupt nicht beeindrucken, wird womöglich spöttisch oder macht sich lustig, es kommt ein Spruch wie „Dann schieß‘ doch!“. Daraufhin brennen dem Täter die Sicherungen durch und er drückt ab.

Da von mehreren Projektilen die Rede ist könnte der Täter entweder tatsächlich einen Hörschutz getragen haben - oder hat den lauten Knall „im Eifer des Gefechts“ in Kauf genommen.

Der erste Schuss/Knall könnte auch für den Täter überraschend laut gewesen sein, weitere Schüsse hat er dann womöglich unter dem Aspekt „Verdammt, aber jetzt habe ich keine andere Wahl und muss es zu Ende bringen.“ abgegeben; falls der erste Schuss nicht sofort tödlich war könnte der Täter befürchtet haben, dass DE überlebt und ihn später identifizieren kann. Der Täter könnte sich gezwungen gesehen haben, trotz der Lautstärke, erneut zu schießen.
Zitat von ZaunköniginZaunkönigin schrieb:Für mich ist durchaus vorstellbar, dass jemand der berauscht von Wut ist und so eine Tat begeht, nicht über dieses Detail nachgedacht hat.
Ich halte sogar für vorstellbar, ggf. sogar wahrscheinlich, dass der Täter gar nicht mit Tötungsabsicht kam sondern etwas klären wollte - und zwar nachhaltig. Um ernst genommen zu werden hat er eine Waffe dabei. Der Streit eskaliert, die Einschüchterung funktioniert nicht wie erwartet. Dann sieht der Täter rot und schießt auf DE.
Zitat von MissMaryMissMary schrieb:So eine Mordphantasie ist ja auch eine psychische Entlastung. Ergo: Er fühlt sich durch den Nachbarn/Mann, wie auch immer gestört und hilflos. Er muss ohne Eingreifen zu können zusehen, wie sich das Business des Nachbarn immer weiter etabliert und muss befürchten, dass damit die Störungen für ihn immer größer und unberechenbarer werden.
Und das könnte auch nach der Tat die Rechtfertigung des Täters sein, mit der er sich selber beruhigt: „Hätte mich das Opfer nicht durch seinen Lebenswandel provoziert, hätte er sich bei meinem Gesprächsversuch kooperativ verhalten, hätte er sich beeindruckt gezeigt und mich nicht trotz der Waffe provoziert - dann wäre das alles nicht passiert.“

Es ist ja ein bekanntes Muster von Mördern oder auch Vergewaltigern, die Schuld beim Opfer zu verorten: hätte sie keinen kurzen Rock getragen, wäre es nicht zur Vergewaltigung gekommen. Hätte er mich respektiert und nicht ausgelacht, hätte ich nicht die Nerven verloren…

Dieses „Sich selber eine Rechtfertigung attestieren“ könnte dem Täter heute auch helfen, relativ unaufgeregt zu bleiben wenn er von Ermittlern befragt wird. In seiner Welt war der Mord vielleicht nicht ganz lupenrein richtig, aber sein Motiv nachvollziehbar und verständlich. Was hätte er denn machen sollen? Keiner wollte ihm helfen, keiner hatte Verständnis, also „musste“ er selber etwas tun…
Zitat von ZaunköniginZaunkönigin schrieb:Sofern die Ermittlungen dazu führen, dass ein Tatverdächtiger angeklagt wird, werden wir dazu vielleicht etwas erfahren.
Ich vermute, dass es einer dieser Fälle ist, bei denen die Polizei den Täter kennt, aber keine gerichtssicheren Beweise hat. Es wird ja nicht darum herumgeredet, dass man den Nachbarn im Visier hat. Nur müssen aufgrund der Unschuldsvermutung pro forma auch andere Möglichkeiten offen gehalten werden (Eifersucht, Affairen etc.).

Dass der Fall bei Aktenzeichen XY auftaucht liegt vermutlich weniger daran, dass man bzgl. der Täterschaft völlig im Dunklen tappt, sondern dass Mitwisser und entferntere Hörensagen-Zeugen zur Aussage motiviert werden sollen.


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

um 04:58
Zitat von MissMaryMissMary schrieb:ist das Szenario eines der wenigen, wo ich mir als Frau sicher sein kann, dass die Tatausführung so klappt, wie sie bei einem Mann funktionieren würde
Sehr anschaulich beschrieben :-)
Zitat von VolvicVolvic schrieb:hat. Es wird ja nicht darum herumgeredet, dass man den Nachbarn im Visier hat.
Zumindest ein lokaler Taeter, aus der (raeumlichen) Umgebung vom DE.

Und ein Appell an Mittwisser.


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