Justsaying schrieb:Unterm Strich hatte Daniel in etwa so viel wie damals die Siedlungshaeuser, die nach dem 2. WK gebaut waren (ein bisschen Grund, einen kleinen Stall fuer ein bisschen Vieh), und dies sollte die Grundlage fuer eine Selbstversorgung bieten.
Prinzipiell lebt er modern das, was viele eine Generation früher noch gemacht haben: Nebenerwerbslandwirtschaft mit Hauptjob. Nur waren die Themen und die Einnahmequellen eben moderner.
Volvic schrieb:Es könnte ja durchaus sein, dass sich ein (konservativer) Zeitgenosse aus dem Umfeld durch die gesamte Gemengelage provoziert fühlte: „Da kommt plötzlich einer daher, schnappt sich für kleines Geld diesen Hof, daddelt mit Ackerbau und Viehzucht herum wie 1950 anstatt richtig zu arbeiten, zahlt nix für Wasser und Strom - und dann verdient der sich an den Wochenenden noch dumm und dämlich wenn Horden von Alternativen hier einfallen und meine/unsere Ruhe mit ihrem Esotherik-Unsinn stören. Obendrein noch andauernd wechselnder Damenbesuch!
Das war vermutlich so, und Neid, der daraus entstand.
Volvic schrieb:Währenddessen muss ich jeden Morgen um 5 Uhr aufstehen und hart arbeiten, muss viel Geld für Wasser und Strom bezahlen, unendlich viel Bürokratie erleiden und kann mir nicht andauernd neue Frauen anlachen!“
Zumal entstehen dem Nachbarn eben viele Nachteile .... Lärm, Verkehr, ggf. zugeparkte Wege, ggf. weniger Wasser, ggf. Angst ums Grundwasser wegen Fäkalbakterien ....
Totaleinfall schrieb:nun schaut euch mal das an! Genau wie ich es gedacht und befürchtet habe. Er war so ein lieber und hilfsbereiter Mensch gewesen, dass er Menschen, die keine Wohnung bekommen, aufnimmt. Und da steht auch fremde...
Das Modell gibt es in alternativen Kreisen sehr oft, ist auch organisiert und nennt sich auch z.B. Urlaub gegen Hand. Wie erfolgreich das ist kommt auf beide Seiten an, die Leistungsbereitschaft auf der einen, die Erwartungsbereitschaft auf der anderen. Bekannte von uns machen das, sie haben einen Pferdehof, da ist von superhilfreichen witzigen Leuten, die sich einfach zum Spaß ein paar Tage voll einbringen und neue Elemente liefern bis zum komischen Kautz, der eventuell ein Suchtproblem hat und nichts konstruktiv macht alles dabei.
jeangreen schrieb:Es würde zu ihm passen, dass er die Person dann tatsächlich noch reingebeten hat, um das "Problem" in Ruhe zu besprechen und zu klären, was dann eben nach hinten losging. Aber auch in diesem Fall: der Täter wusste vorher, dass DE an diesem Abend alleine war!
Mit einer riesigen Flinte im Gepäck? Eher nicht. Aber ich denke, die Polizei weiß ja anhand der Auffindesituation, ob er im Schlaf überrascht wurde oder nicht.
jeangreen schrieb:Oder aber, der Täter ist "reinspaziert", als DE schon schlief bzw hat ihn im Haus überrascht, ohne dass ein Gespräch überhaupt stattfand in dem Moment. Und auch da: der Täter wusste dann, dass DE seine Tür nicht abschloss und dass er an diesem Abend alleine war.
Ich denke, abgeschlossen war. Aber: Entweder gab es einen eher schlecht versteckten Schlüssel (siehe "Versteck" Sauna), oder der Nachbar hatte aus der Zeit, als der Hof leerstand noch einen Schlüssel.
Totaleinfall schrieb:es könnte ja auch sein, dass er genau zwischen den Besuchsintervallen seiner Ex-Frau Leute aufgenommen hat. Ich weiß aber nicht, wie oft sie kam. Dieses Megahaus nur für sich alleine wäre jedenfalls ideal geeignet für ein Obdach Hilfebedürftiger bzw die sich als solche ausgeben.
Puh, ehrlich gesagt ist bei den meisten Obdachlosen eine andere Grundproblematik vorhanden, es war April, d.h., wir sind noch in der Heizperiode. Die meisten Obdachlosen sind mit sich selbst beschäftigt und außerhalb des Milieus wenig gewalttätig, der hätte ja schon mit der Flinte anreisen müssen - warum? Wenn mir das nicht passt, ziehe ich halt weiter ...