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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

1.126 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mordfall, Memmingen, daniel emminger ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

21.09.2026 um 15:27
Zitat von SabikSabik schrieb:Von denen scheint ja bisher niemand öffentlich/bei der Polizei Angaben gemacht zu haben.
Bei der Polizei vielleicht schon, ansonsten tun sie sicher gut daran, anonym zu bleiben.
Zitat von SabikSabik schrieb:Ich persönlich fände es am interessantesten, wie oben ausgeführt mal ein bisschen mehr Details über seine “Tinkturen” etc zu erfahren. Was er da genau zusammengerührt hat, ob Leute das Zeug eingenommen haben.
Pflanzenauszüge sind auf jeden Fall kein Teufelswerk. Was er da anbot, ist auf seiner Seite doch beschrieben.


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21.09.2026 um 15:28
Zitat von SabikSabik schrieb:Aber man würde halt erwarten, dass die Polizei bei eingehender Untersuchung dann Spuren finden würde, selbst wenn die eigentliche Aktivität gut geschützt z.B. mit darknet etc stattgefunden hätte. Drogenhandel oä hinterlässt doch Spuren, das kann die Polizei doch ziemlich gut nachweisen selbst wenn nur kleinste Restspuren vorhanden wären.
Davon gehe ich auch aus (dass man darauf durchsucht hat), und ich verdächtige ihn ja auch nicht dahingehend.
Ich gehe nicht mal davon aus, dass jemand vermutet hat Herr E. sei in Drogenhandel oder darknet-Aktivitäten verwickelt gewesen und habe ihn deshalb getötet. Unstimmigkeiten im mehr oder weniger privaten Bereich - jemand störte sich massiv an seiner Lebensweise, egal an welchem Aspekt dieser - halte ich für viel wahrscheinlicher.

Es ging mir nur um
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb:Allein eine abgelegene Lage schließt das m.E. nicht aus.
(Außer Drogenhandel und darknet gäbe es m.E. noch vielerlei andere Möglichkeiten wie jemand an einem abgelegenen Ort in unsaubere Geschäfte bis Straftaten verwickelt sein kann, auch wenn erstgenanntes irgendwie "modern" wirkt und man bei "etwas verkaufen" evl. schnell an Drogen denkt.)
Zitat von CharliesEngelCharliesEngel schrieb:Mit Zweithandy, das der Täter vielleicht mitgenommen hat, wahrscheinlich nicht.
Auszuschließen ist das natürlich nicht.
Warum jedoch, frage ich mich, sollte jemand dafür ein Zweithandy haben? Er war (schon seit einiger Zeit?) in keiner festen Partnerschaft mehr, sodass es dahingehend nichts zu verstecken gibt was die Nutzung von zwei Privathandys motiviert.


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21.09.2026 um 15:30
Zitat von soomasooma schrieb:Pflanzenauszüge sind auf jeden Fall kein Teufelswerk. Was er da anbot, ist auf seiner Seite doch beschrieben.
Pflanzenzeug kann hochgiftig sein. Bei dem, was ich auf seiner Website lese, bin ich vorsichtig ausgedrückt nicht überzeugt. Er hatte keinerlei pharmazeutische Ausbildung oä.

Da ich selbst aus dem medizinischen Sektor komme, habe ich Erfahrung damit wie brutal Leute austicken können, wenn sie glauben, jemand hätte ihnen gesundheitlich geschadet.


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21.09.2026 um 15:31
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb:Auszuschließen ist das natürlich nicht.
Warum jedoch, frage ich mich, sollte jemand dafür ein Zweithandy haben? Er war (schon seit einiger Zeit?) in keiner festen Partnerschaft mehr, sodass es dahingehend nichts zu verstecken gibt was die Nutzung von zwei Privathandys motiviert.
Wollte genau das auch gerade schreiben. Prinzipiell möglich, plausibel weniger.


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21.09.2026 um 15:36
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb:(Außer Drogenhandel und darknet gäbe es m.E. noch vielerlei andere Möglichkeiten wie jemand an einem abgelegenen Ort in unsaubere Geschäfte bis Straftaten verwickelt sein kann, auch wenn erstgenanntes irgendwie "modern" wirkt und man bei "etwas verkaufen" evl. schnell an Drogen denkt.)
Ich hatte mal an Waffenhandel gedacht, im Hinblick auf die Tatwaffe. Das wären aber alles komplett theoretische Ideen, Hinweise gibt es ja absolut keine in so eine Richtung und ich verdächtige ihn da eindeutig nicht.

Allgemein ist halt die Entscheidung, allein auf so ein abgelegenes Gehöft zu ziehen, ungewöhnlich. Prinzipiell sehe ich es wie du, theoretisch würde die Lage für verschiedenes nützlich sein können, aber wie gesagt, Hinweise gibt es exakt null. Am ehesten wirkt es wirklich so, dass er halt auf dem öko-Trip war und diesen Lebensstil pflegen wollte.


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21.09.2026 um 15:38
Zitat von SabikSabik schrieb:Allgemein ist halt die Entscheidung, allein auf so ein abgelegenes Gehöft zu ziehen, ungewöhnlich.
Es ist nicht ungewöhnlich wenn der Geldbeutel nicht mehr hergibt, Hauptsache frei und (fast) autark ...


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21.09.2026 um 15:40
Zitat von SabikSabik schrieb:Bei dem, was ich auf seiner Website lese, bin ich vorsichtig ausgedrückt nicht überzeugt. Er hatte keinerlei pharmazeutische Ausbildung oä.
Ich denke, dass diese Angebote sein Geschäftspartner, vielleicht Vereinskollege betreut hat:
https://www.autarkia-naturnah.de/kurse/referenten/


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21.09.2026 um 15:48
Zitat von soomasooma schrieb:Ich denke, dass diese Angebote sein Geschäftspartner, vielleicht Vereinskollege betreut hat:
https://www.autarkia-naturnah.de/kurse/referenten/
Es verblüfft mich dass du dir so Mühe zu geben scheinst, diese Idee abzubügeln. Von seiner Webseite ist klar, dass er in die Herstellung dieser Tinkturen involviert war.

Die Hypothese wäre folgende: E oder E in Zusammenarbeit mit seinem Geschäftspartner produziert in einem Workshop ein Gebräu. Jemand nimmt etwas davon ein, landet im Krankenhaus, schwerer Nieren- /Leberschaden, “der gehört aus dem Verkehr gezogen, der vergiftet Leute”, Bumm. Wirkt auf mich plausibler als alles, was sonst bisher vorgebracht worden ist.


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21.09.2026 um 15:49
Zitat von SabikSabik schrieb:Von seiner Webseite ist klar, dass er in die Herstellung dieser Tinkturen involviert war.
Wo denn da? Hab ich dann überlesen.


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21.09.2026 um 15:52
Zitat von SabikSabik schrieb:Da ich selbst aus dem medizinischen Sektor komme, habe ich Erfahrung damit wie brutal Leute austicken können, wenn sie glauben, jemand hätte ihnen gesundheitlich geschadet.
... oder nicht geholfen hat. (Auch wenn Heilpflanzen verwechselt werden können - selbst bei herkömmlichen Kräutertees -, bei dem was ich da sehe ist überwiegend schulmedizinisch keine Wirkung (außer Placebo-Effekt) zu erwarten: Homöopathie, Perlen...)
Zitat von GrafOskarGrafOskar schrieb:Es ist nicht ungewöhnlich wenn der Geldbeutel nicht mehr hergibt, Hauptsache frei und (fast) autark ...
Das sehe ich auch so. Und: Selbst wenn der Geldbeutel mehr hergibt, interessiert man sich für (möglichst) autarkes Leben nicht nur in der Theorie sondern in der Praxis wird es auch dann auf ein abgelegenes Gehöft hinauslaufen, bloß ggf. in besserem Zustand.


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21.09.2026 um 15:59
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb:Das sehe ich auch so. Und: Selbst wenn der Geldbeutel mehr hergibt, interessiert man sich für (möglichst) autarkes Leben nicht nur in der Theorie sondern in der Praxis wird es auch dann auf ein abgelegenes Gehöft hinauslaufen, bloß ggf. in besserem Zustand.
Er hat für seinen autarken Lebensstil aufgrund des kleinen Grundstücks von Anfang an auf die Duldung und Toleranz des Nachbarn gesetzt die aber vermutlich nie vorhanden war.
Der Nachbar hatte ja vor seinem Erscheinen eine absolut ruhige Wohnlage wo nur er selbst für gewollte oder notwendige Störungen sorgte. Mit dem Einzug des DE waren diese himmlischen Zeiten vorbei ...


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21.09.2026 um 16:02
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb:Auch wenn Heilpflanzen verwechselt werden können - selbst bei herkömmlichen Kräutertees -, bei dem was ich da sehe ist überwiegend schulmedizinisch keine Wirkung (außer Placebo-Effekt) zu erwarten: Homöopathie, Perlen...
Sehe ich auch so, aber wer weiß. Ich will die Idee auch gar nicht "abbügeln", wollte hier nur darauf hinweisen, dass wohl ein anderer "Referent" für diesen Bereich zuständig war:
Zitat von SabikSabik schrieb:Bei dem, was ich auf seiner Website lese, bin ich vorsichtig ausgedrückt nicht überzeugt. Er hatte keinerlei pharmazeutische Ausbildung oä.
Der Kollege aber (siehe Webseite) schimpft sich Heilpraktiker, hat eine Praxis und etliche Bücher geschrieben. Ich denke also, dass es keine rechtlichen Hindernisse gab, das so anzubieten.


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21.09.2026 um 16:43
Zitat von GrafOskarGrafOskar schrieb:Er hat für seinen autarken Lebensstil aufgrund des kleinen Grundstücks von Anfang an auf die Duldung und Toleranz des Nachbarn gesetzt die aber vermutlich nie vorhanden war.
Da ist es interessant, dass DE in dem Video vor drei Jahren gesagt hat, mit dem einzigen Nachbarn verstehe er sich gut. - Wäre interessant, was der Nachbar seinerseits dazu gesagt hat oder hätte. - Ob der Nachbar das auch laut und klar gesagt hat, und wie DE darauf reagierte. Und natürlich wie es aktuell, drei Jahre später, darum wirklich stand.


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21.09.2026 um 17:35
Zitat von soomasooma schrieb:Der Kollege aber (siehe Webseite) schimpft sich Heilpraktiker, hat eine Praxis und etliche Bücher geschrieben. Ich denke also, dass es keine rechtlichen Hindernisse gab, das so anzubieten.
Auch da wäre ich vorsichtig, sobald z.B. eine Wirkung ausgelobt wird, wird es pharmazeutisch-rechtlich als sog. Funktionsarzneimittel eingestuft. Auf mich wirkt die Situation alleine deswegen schon suspekt, weil recht klar beschrieben wird, dass wohl irgendwelche Pflanzenextrakte/-tinkturen/-zubereitungen angefertigt wurden, aber keine Details genannt werden. Bei “legitimer” Homöopathie wird genau benannt, was genau an Inhaltsstoffen drin ist. Hier wirkt es auf mich, dass “nach Gusto” “irgendwas irgendwie” zusammengemischt wurde. Das kann halt ganz übel schiefgehen, deswegen gibt es in Deutschland so strenge Arzneimittelüberwachung.

Ich möchte auch höflich darauf hinweisen, was “Heilpraktiker” bedeutet.
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb:... oder nicht geholfen hat. (Auch wenn Heilpflanzen verwechselt werden können - selbst bei herkömmlichen Kräutertees -, bei dem was ich da sehe ist überwiegend schulmedizinisch keine Wirkung (außer Placebo-Effekt) zu erwarten: Homöopathie, Perlen...)
Wie gesagt, für mich ist es von der Webseite her sehr unklar, was wer von den beiden da genau angeboten hat. Ich würde es für eine Hypothese halten, dass er “Heiltrunke” im weiteren Sinne angeboten hat, die (im Gegensatz zu klassischer Homöopathie) tatsächlich “echte” Wirkstoffe, leider giftig, enthalten haben könnten. Das könnte schon ein starkes Motiv sein.


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21.09.2026 um 17:38
Zitat von Silberstreif.Silberstreif. schrieb:Da ist es interessant, dass DE in dem Video vor drei Jahren gesagt hat, mit dem einzigen Nachbarn verstehe er sich gut. - Wäre interessant, was der Nachbar seinerseits dazu gesagt hat oder hätte. - Ob der Nachbar das auch laut und klar gesagt hat, und wie DE darauf reagierte. Und natürlich wie es aktuell, drei Jahre später, darum wirklich stand.
Ich persönlich gehe davon aus, dass die Art und Weise, wie er die Liegenschaft genutzt hat, baurechtlich nicht der Genehmigung entsprochen hat. Insoweit hätte der Nachbar, falls er damit ein Problem gehabt hätte, den Spuk vermutlich - wenn auch mit der deutschen Bürokratie entsprechenden Verzögerung - durch Meldung und Beschwerde an die Bauaufsicht beenden können. Ich denke nicht, dass ein auch nur annähernd rationaler Mensch die “Methode Bumm” für sinnvoller gehalten hätte.


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21.09.2026 um 17:48
Zitat von SabikSabik schrieb:Ich persönlich gehe davon aus, dass die Art und Weise, wie er die Liegenschaft genutzt hat, baurechtlich nicht der Genehmigung entsprochen hat. Insoweit hätte der Nachbar, falls er damit ein Problem gehabt hätte, den Spuk vermutlich - wenn auch mit der deutschen Bürokratie entsprechenden Verzögerung - durch Meldung und Beschwerde an die Bauaufsicht beenden können. Ich denke nicht, dass ein auch nur annähernd rationaler Mensch die “Methode Bumm” für sinnvoller gehalten hätte.
Das hätte dem Nachbarn wenig genützt, der Störfaktor DE wäre ja geblieben.


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

21.09.2026 um 18:02
Laut der Kriminaloberrätin in AZ XY (Quelle s. u.): Daniel E. wurde kaltblütig erschossen. Er war ein sympathischer charismatischer Mensch und in seinem großen Freundeskreis beliebt. Seine familiären Verhältnisse seien konfliktfrei gewesen.
Seitdem wurde meines Wissens nichts Gegenteiliges über das Opfer berichtet.
Daniel Emminger lebt zurückgezogen auf einem Anwesen mitten im Allgäu. Der 33-Jährige ist Selbstversorger, Angehörige beschreiben ihn als friedlich und hilfsbereit. Doch im Frühjahr wird die Idylle zum Tatort.
Quelle: https://www.rtl.de/news/allgaeu-wer-erschoss-daniel-emminger-id31296137.html

Zur Erinnerung:
Laut Kriminaloberrätin Michaela Baschwitz wurde das Opfer Daniel E. "kaltblütig erschossen". Die Polizei spreche in diesem Zusammenhang von einer "gezielten Hinrichtung". Die Ermittler gehen davon aus, dass Täter und Opfer sich kannten, da es nicht wahrscheinlich ist, dass jemand zufällig bei dem weit abgelegenen Einödhof vorbeikam.
(…)
Zu möglichen Motiven sagte Baschwitz, dass ein finanzieller Grund für die Tat ausgeschlossen werden könne. "Der Hof sieht auch von außen nicht so aus, als wären dort Reichtümer zu holen. Ganz grundsätzlich kann man auch sagen, dass das Opfer über keine großen finanziellen Mittel verfügte."

Jedoch könne es sein, dass eine Person mit dem Lebensstil von Daniel E. nicht einverstanden gewesen sei – oder dass Eifersucht oder Neid eine Rolle gespielt haben könnten.
Daniel E. wurde der Polizei beschrieben "als sympathischer und charismatischer Mensch, der einen großen Freundeskreis hatte und bei allen beliebt war", führte Baschwitz aus. Seine familiären Verhältnisse seien konfliktfrei gewesen. Daniel E. führte jedoch eine "alternative Lebensweise", wie die Ermittlerin erklärte.
(…)
Am Tatort wurde Jagdmunition sichergestellt, wohl von einem Gewehr. Der Täter muss geübt mit der Waffe gewesen sein, also wohl ein Jäger oder Sportschütze sein. Möglich sei, dass die Waffe nach der Tat entsorgt wurde.
Quelle: https://web.de/magazine/panorama/verbrechen-vermisste/15-jaehriger-erstochen-teenager-schwer-verletzt-42748422


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21.09.2026 um 18:14
Zitat von GrafOskarGrafOskar schrieb:Das hätte dem Nachbarn wenig genützt, der Störfaktor DE wäre ja geblieben.
Doch natürlich. Les dich mal ein wie das funktioniert. Da kommen Begehungen, ein Verfahren, Zwangsgelder, und schließlich Räumung. Es ist mitnichten so dass du ein Grundstück genehmigungswidrig nutzen kannst ohne dass dir was passiert und ohne dass das irgendwann unterbunden wird. Natürlich sind wir uns einig dass das ganze eine längere Zeit dauern kann - deutsche Behörden halt. Das ganze kann sich fraglos über Jahre hinziehen. Zum Beispiel steht es aber für mich außer Zweifel dass er keine Genehmigung hatte, dort gewerbliche/Großveranstaltungen/Lehrveranstaltungen durchzuführen. Inwieweit eine Wohnnutzung zulässig war, ggf. In einem Graubereich, mag ein anderes Thema sein, wenn er es als “gelegentliches Übernachten im Zusammenhang mit der landwirtschaftlichen Tätigkeit” hätte verkaufen können, aber diese Überlegungen führen schon viel zu weit.


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21.09.2026 um 18:40
Zitat von SabikSabik schrieb:Doch natürlich. Les dich mal ein wie das funktioniert. Da kommen Begehungen, ein Verfahren, Zwangsgelder, und schließlich Räumung. Es ist mitnichten so dass du ein Grundstück genehmigungswidrig nutzen kannst ohne dass dir was passiert und ohne dass das irgendwann unterbunden wird. Natürlich sind wir uns einig dass das ganze eine längere Zeit dauern kann - deutsche Behörden halt. Das ganze kann sich fraglos über Jahre hinziehen. Zum Beispiel steht es aber für mich außer Zweifel dass er keine Genehmigung hatte, dort gewerbliche/Großveranstaltungen/Lehrveranstaltungen durchzuführen. Inwieweit eine Wohnnutzung zulässig war, ggf. In einem Graubereich, mag ein anderes Thema sein, wenn er es als “gelegentliches Übernachten im Zusammenhang mit der landwirtschaftlichen Tätigkeit” hätte verkaufen können, aber diese Überlegungen führen schon viel zu weit.
Die Veranstaltungen und Workshops hätte er natürlich nicht mehr anbieten können, er hätte aber immer noch dort wohnen können und das allein dürfte dem Nachbarn nach all den Jahren schon zu viel gewesen sein.


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

21.09.2026 um 18:48
Zitat von GrafOskarGrafOskar schrieb:Ich denke aber, dass sie mit dem mehrfach durchsuchten Hof richtig liegen und dies nur (noch) nicht beweisen können.
Ich denke das nicht, für mich passt auch die Frage nach Sichtungen des Autos nicht dazu, um diesen Hof zu erreichen hätte Herr Emminger kein Auto benötigt um ein Gespräch zu suchen.
Zitat von SabikSabik schrieb:Zum Beispiel steht es aber für mich außer Zweifel dass er keine Genehmigung hatte, dort gewerbliche/Großveranstaltungen/Lehrveranstaltungen durchzuführen
Vielleicht kann man das nicht ausschliessen aber gibt es dazu Quellen?
Ich habe mal nach Vorschriften für Feste gegoogelt und war erstaunt dass es offenbar doch nicht so strenge Vorschriften gibt. Ich persönlich würde das Anima Terra Festival als öffentlich beschreiben da auf der Homepage nicht vermerkt war dass es nur Mitgliedern zugänglich sein sollte
Wenn Sie eine öffentliche Vergnügung veranstalten wollen, müssen Sie dies der Gemeinde unter Angabe der Art, des Orts und der Zeit der Veranstaltung und der Zahl der zuzulassenden Teilnehmer spätestens eine Woche vorher schriftlich anzeigen
Die Veranstaltung öffentlicher Vergnügungen bedarf der Erlaubnis, wenn die erforderliche Anzeige nicht fristgemäß erstattet wird, es sich um eine motorsportliche Veranstaltung handelt oder zu einer Veranstaltung, die außerhalb dafür bestimmter Anlagen stattfinden soll, mehr als 1000 Besucher zugleich zugelassen werden sollen
Quelle: https://www.bayernportal.de/dokumente/leistung/228990347208?localize=false
Veranstaltungen in ursprünglich nicht für diesen Zweck errichteten und so auch nicht genehmigten Gebäuden, mit >> weniger << als 200 Besuchern (z.B. Stadel, Maschinenhalle oder Werkstatt)
Wenn bei einer Veranstaltung sichergestellt ist, dass sich zu keinem Zeitpunkt mehr als 200 Besucher im Gebäude aufhalten, besteht keine baurechtliche Anzeigepflicht beim Landratsamt bzw. Staatlichen Bauamt.

Hier haftet der Veranstalter immer eigenverantwortlich für die Sicherheit seiner Gäste, Mitwirkenden und Helfer.
Quelle: https://veranstalterleitfaden.ostallgaeu.de/themen/brand-und-personenschutz/
Zu den Toiletten, wobei ich sicher bin dass Herr Emminger einen Toilettenwagen oder Dixie-Toiletten gemietet hatte :
Besucherplätze
Damentoiletten
Herrentoiletten

Toilettenbecken
Toilettenbecken
Urinalbecken
bis 1000 je 100
1,2
0,8
1,2[/quote
(2) Für Rollstuhlbenutzer muss eine ausreichende Zahl geeigneter, stufenlos erreichbarer Toiletten, mindestens jedoch je zehn Plätze für Rollstuhlbenutzer eine Toilette, vorhanden sein.
Quelle: https://www.gesetze-bayern.de/Content/Document/BayVStaettV-12



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