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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

1.126 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mordfall, Memmingen, daniel emminger ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

21.09.2026 um 22:08
Auf der Website schreibt Herr E:

Wer möchte kann eine Pflanzentinktur mitbringen (älter als 40 Tage), die wir dann weiter zu einer spagyrischen Tinktur aufarbeiten. Das Pflanzenmaterial MUSS auf jedenfall noch vorhanden sein in der Tinktur.
Quelle: https://www.autarkia-naturnah.de/kurse/alchemie-1/


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21.09.2026 um 22:15
Hier

https://www.christophpollak.org/blog/anleitung-zu-einer-spagyrischen-pflanzentinktur

Habe ich eine Beschreibung gefunden, was unter „spagyrische Tinktur“ möglicherweise zu verstehen ist. Ich muss dazu sagen, dass ich davon noch nie gehört hatte, es klingt auf mich aber nicht „safe“. Ich halte es schon für plausibel zu behaupten, dass da was schiefgehen kann, wenn man jemandem bei einem Workshop aus 40 Tage altem Pflanzenmaterial irgendwas zusammenbraut.


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

21.09.2026 um 22:17
Ich persönlich bin der Meinung, dass diese Mittelchen keine nachgewiesene Wirkung haben und der Effekt eher einem Placeboeffekt entspricht. Gerade im Zuge einer Krebserkrankung kann ich aber nachvollziehen, dass manche Menschen nach jedem möglichen Strohhalm greifen und deshalb vieles ausprobieren. Das macht solche Mittel allerdings nicht automatisch wirksam.


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21.09.2026 um 22:29
Zitat von ZaunköniginZaunkönigin schrieb:Es gab mal in Norddeutschland einen Fall, da hat sich so eine Art Sekte irgendwelche Tränke einverleibt, die bewusstseinserweiternd wirken sollten.
Das ganze ist komplett aus dem Ruder gelaufen und etliche Personen mussten mit schweren Symptomen notärztlich behandelt und Krankenhäuser gebracht werden.
Das war der Massenrausch von Handeloh. Es waren hauptsächlich Mediziner, die zu einem "Seminar mit Bewusstseinserweiterungen" zusammenkamen und vom 'Seminarleiter" Amphetamine verabreicht bekamen: https://www.sueddeutsche.de/panorama/prozess-gefaehrlicher-massenrausch-psychotherapeut-legt-gestaendnis-ab-1.3732526


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

21.09.2026 um 23:37
Wenn man Grundeigentum im Außenbereich hat, ist man mWn zur Jagd nicht nur berechtigt, sondern sogar verpflichtet.

Wenn man nun aus ethischen Gründen die Jagd ablehnt, kann man das begründen und bei der Jagdbehörde seinen Besitz als von der Jagd ausgenommen erklären lassen - so ähnlich habe ich das kürzlich auf einer Seite der Tierschutzorganisation PETA, glaube ich, gelesen.

Ich weiß natürlich nicht, wie Herr E. dahingehend eingestellt war, aber in einer Gegend, wo die Jagd praktisch zur Lebensart der Leute untrennbar dazugehört, könnte man mit so einer Haltung theoretisch auch sehr anecken.

Dann wäre auch eine Jagdwaffe als Tatwaffe in gewisser Weise erklärbar. Jemand könnte sich in seinem empfundenen "Grundrecht" auf Jagd beeinträchtig gefühlt haben.

Wäre das denkbar? Weiß jemand von Fällen, wo es deshalb Konflikte gab? Kennt sich da jemand aus?


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21.09.2026 um 23:51
Zitat von sallomaeandersallomaeander schrieb:Wenn man Grundeigentum im Außenbereich hat, ist man mWn zur Jagd nicht nur berechtigt, sondern sogar verpflichtet.

Ich weiß natürlich nicht, wie Herr E. dahingehend eingestellt war, aber in einer Gegend, wo die Jagd praktisch zur Lebensart der Leute untrennbar dazugehört, könnte man mit so einer Haltung theoretisch auch sehr anecken.
Unwesentlich, weil er kein Grundeigentümer war, sondern den Resthof nur gepachtet hatte.


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21.09.2026 um 23:53
Zitat von antheanthe schrieb:Unwesentlich, weil er kein Grundeigentümer war, sondern den Resthof nur gepachtet hatte.
Spielt das eine Rolle? Hier einmal die Seite von PETA zum Thema:

https://www.peta.de/themen/jagdliche-befriedung-zwangsjagd/


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21.09.2026 um 23:57
@sallomaeander
Ich glaube, du vermengst da gerade zwei Dinge. Auf Grundstücken im Aussenbereich wird grundsätzlich Jagd ausgeübt. Meistens aber nicht von den Eigentümern, sondern von den Jagdpächtern. Die Eigentümer in ihrer Gesamtheit sind die sogenannten Jagdgenossen, die in Jagdgenossenschaften zusammengeschlossen sind, und diese verpachten dann die zusammenhängenden Reviere an einen Jäger, der damit nicht nur das Recht erwirbt, dort die Jagd auszuüben, sondern auch die Verpflichtung übernimmt, das auch tatsächlich zu tun - verbunden mit Abschussquoten etc.
Wenn man als Grundstückseigner nicht will, dass das eigene außen liegende Grundstück bejagd wird, kann man das entsprechend beantragen.


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21.09.2026 um 23:59
Zitat von sallomaeandersallomaeander schrieb:Spielt das eine Rolle? Hier einmal die Seite von PETA zum Thema:
Ja, siehe hier:
https://www.wildtierschutz-deutschland.de/grundstueck-jagdfrei-befriedung
Antrag auf jagdliche Befriedung zum 1. April eines Jahres
Nur der Eigentümer eines Grundstücks kann Antragsteller einer jagdlichen Befriedung sein.



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22.09.2026 um 00:03
@anthe Vielen Dank. Dann fällt jedenfalls diese Möglichkeit weg, wie sich Herr E. auf einen Schlag eine ganze Reihe von Sympathien in der Gegend verscherzt hätte. Je nach Gelände müssten sich ja die Jäger dann bei Ausübung der Jagd immer um den Grund des Antragstellers herumbewegen, und außerdem hätte man als Jäger vielleicht wenig Verständnis für so eine Haltung.


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22.09.2026 um 00:09
Da es zu spät zum Bearbeiten war, hier noch ein Nachsatz: Um in Deutschland jagen zu dürfen, muss man eine Jägerprüfung ablegen. D.h. es darf nicht jeder Narr in Wald und Flur rumballern, sondern nur diejenigen mit Jagdschein, und auch die nur in Absprache mit dem jeweiligen Jagdpächter.
Ich glaube auch nicht, dass bewohnte Anwesen so wie das von Herrn Emminger und das des Nachbarn bejagd werden dürfen, selbst wenn sie außerhalb von Ortschaften liegen. Das wäre für die Bewohner ja viel zu gefährlich, weil sie ständig in Gefahr wären, versehentlich beschossen zu werden.


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22.09.2026 um 02:24
Zitat von SabikSabik schrieb:Ich halte es schon für plausibel zu behaupten, dass da was schiefgehen kann, wenn man jemandem bei einem Workshop aus 40 Tage altem Pflanzenmaterial irgendwas zusammenbraut.
Inwieweit? (Ernst gemeinte Frage.)
Bei z.B. Herstellung von aromatisiertem Essig wie auch von aromatisierten Spirituosen ("Angesetzter") sind Pflanzen verschiedenster Art, inkl. Früchte, wesentlich länger denn 40 Tage in der entsprechenden Flüssigkeit, welche danach verwendet wird. Der erste Teil hiervon
https://www.christophpollak.org/blog/anleitung-zu-einer-spagyrischen-pflanzentinktur
wirkt mir sehr vergleichbar zur privaten Herstellung von verschiedenen aromatisierten Likören (und Essigen) zu Genusszwecken.
Anders als bei z.B. Knoblauch und Olivenöl (was so schön mediterran wirkt, aber eine Botulismusgefahr mit sich bringt) habe ich persönlich bei obigem nie irgendwelche Warnungen vernommen, weder privat (Verarbeitung von Gartenprodukten auf dem Land) noch in z.B. Koch-, Selbermach-Büchern (die z.B. vor dem längeren Einlegen von Knoblauch in Olivenöl sehr wohl warnen).
Auch wenn ich persönlich derartiges nicht zu mir nehmen möchte, und schonmal gar nicht mir davon irgendeine Gesundheitswirkung erwarten würde, sehe ich erstmal (und es kann ja sein, ich übersehe etwas) keinen Grund, warum 40 Tage in Alkohol eingelegte Pflanzen gefährlich sein könnten, abgesehen davon, falls sie schon eingangs mit giftigen verwechselt wurden anstatt tatsächlich die genannte Melisse zu verwenden.
Was kann da heikel sein?


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22.09.2026 um 08:02
Zitat von sternenklar11sternenklar11 schrieb:Übrigens, das Opfer musste nicht unbedingt auf dem Weiler gewohnt haben. Er könnte auch in Bad Wörishofen gewohnt habe!
Zitat von sternenklar11sternenklar11 schrieb:In Kunzach ist das Vereinsgrundstück. Und Daniel E. wird im Impressum mit einer anderen Adresse aufgelistet. Habt ihr da noch keinen Blick drauf geworfen?
...Und googelt man diese im Impressum angegebene Adresse (86825 Bad Wörishofen, Alpenstraße 34)

erfährt man, dass sich dort eine Postfiliale befindet! Man kann also davon ausgehen, dass DE dort einfach schlicht und ergreifend ein Postfach besaß und nicht dort lebte! Darauf gibt es nämlich nicht einen einzigen Hinweis ansonsten.


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22.09.2026 um 09:35
Nope, in der Bäckerei Ried gibt’s keine Postfächer. Dazu ist die Filiale zu klein. Dort ist nur eine Postannahmestelle.


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22.09.2026 um 10:41
Zitat von sternenklar11sternenklar11 schrieb:Nope, in der Bäckerei Ried gibt’s keine Postfächer. Dazu ist die Filiale zu klein. Dort ist nur eine Postannahmestelle.
Ok, dann wohnte er in der Bäckerei....Macht Sinn und haben die Ermittler und XY schlichtweg schlecht recherchiert oder vergessen zu erwähnen.... Realy??? Man merkt an der ganzen Diskussion und dessen Verlauf momentan sehr deutlich, dass es eben keine weiteren Ansätze gibt und die Theorien daher aus dem Boden schießen...


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22.09.2026 um 10:44
@jeangreen
Ist das kein Wohnhaus?


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22.09.2026 um 10:44
Ernsthaft? Er wohnte in einer Bäckerei, nachdem ich schrieb, die Filiale vom Ried ist für Postfächer zu klein?


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

22.09.2026 um 10:46
Zitat von sternenklar11sternenklar11 schrieb:Ernsthaft? Er wohnte in einer Bäckerei, nachdem ich schrieb, die Filiale vom Ried ist für Postfächer zu klein?
Ach so, Du kennst das Haus? War mir nicht klar... Dann natürlich einfach schlechte Polizeiarbeit.... Würde ich melden... Darauf sind sie vielleicht noch gar nicht gekommen....


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22.09.2026 um 10:50
Nein, aber die Filialen der Bäckerei Ried mit Postannahmestellen und damit habe ich deine Aussage mit einem Postfach widerlegt.


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22.09.2026 um 10:51
@sternenklar11
@jeangreen

Ist das nun ein Wohnhaus mit Bäckerei oder nur eine Bäckerei?


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