Sabik schrieb:Ich halte es schon für plausibel zu behaupten, dass da was schiefgehen kann, wenn man jemandem bei einem Workshop aus 40 Tage altem Pflanzenmaterial irgendwas zusammenbraut.
Inwieweit? (Ernst gemeinte Frage.)
Bei z.B. Herstellung von aromatisiertem Essig wie auch von aromatisierten Spirituosen ("Angesetzter") sind Pflanzen verschiedenster Art, inkl. Früchte, wesentlich länger denn 40 Tage in der entsprechenden Flüssigkeit, welche danach verwendet wird. Der erste Teil hiervon
https://www.christophpollak.org/blog/anleitung-zu-einer-spagyrischen-pflanzentinkturwirkt mir sehr vergleichbar zur privaten Herstellung von verschiedenen aromatisierten Likören (und Essigen) zu Genusszwecken.
Anders als bei z.B. Knoblauch und Olivenöl (was so schön mediterran wirkt, aber eine Botulismusgefahr mit sich bringt) habe ich persönlich bei obigem nie irgendwelche Warnungen vernommen, weder privat (Verarbeitung von Gartenprodukten auf dem Land) noch in z.B. Koch-, Selbermach-Büchern (die z.B. vor dem längeren Einlegen von Knoblauch in Olivenöl sehr wohl warnen).
Auch wenn ich persönlich derartiges nicht zu mir nehmen möchte, und schonmal gar nicht mir davon irgendeine Gesundheitswirkung erwarten würde, sehe ich erstmal (und es kann ja sein, ich übersehe etwas) keinen Grund, warum 40 Tage in Alkohol eingelegte Pflanzen gefährlich sein könnten, abgesehen davon, falls sie schon eingangs mit giftigen verwechselt wurden anstatt tatsächlich die genannte Melisse zu verwenden.
Was kann da heikel sein?