kokokokoko schrieb: Aber ich habe manchmal den Eindruck konventionelle Landwirte fühlen sich von Bioland-Wirtschaft und Umweltvorschriften so angegriffen dass sie echt aggro werden.
Da ist schon auch Klischee dabei und in dem Video sagt das spätere Opfer ja selbst, das Verhältnis zu dem einzigen Nachbarn sei gut. Da es ein Werbevideo ist kann es aber natürlich auch sein, dass er sich da von seiner Schokoladenseite präsentiert und es passt nicht gut, wenn man im Einklang mit allem ist, aber Stress mit dem Nachbarn hat.
Es ist allerdings schon so, dass dieser Hof ja völlig anders bewirtschaftet wurde als die Nachbarhöfe und das überwiegende Einkommen nicht aus der Landwirtschaft selbst, sondern aus der Interaktion mit dem Menschen generiert wurde. Der Hof des tatverdächtigen Nachbarn ist ja praktisch drangebaut, wenn ich das richtig interpretiere und die Polizeibeamtin sagte bei XY, dass das Gelände nicht auf 100 Teilnehmer ausgelegt war - da sind Konflikte vorprogrammiert. Das hat dann mit Landwirtschaft nichts zu tun, man selbst wäre auch nicht begeistert, wenn die Nachbarn ihren gesamten Garten jedes Wochenende mit Fremden füllen, die da campen, während ein Seminar stattfindet.
Selma1898 schrieb:Ich frage mich, wie der Täter mit einem großen Gewehr ins Haus gekommen ist. Ob die Tür nicht abgeschlossen war oder das Opfer arglos geöffnet hat, ohne von der Waffe zu wissen?
Denkbar wäre auch, dass der ihn im Schlaf erschossen hat. Das Haus macht nun keinen supereinbruchssicheren Eindruck, da kommt man sicher leicht rein, und in dem Video ist z.B. der Schlüssel zur Sauna auch so versteckt, dass man ihn in weniger als einer Minute findet. Vielleicht war es da auch so.
Selma1898 schrieb:Tatablauf wird Täterwissen sein, das ist klar. Aber ein Gewehr mit in ein Haus zu nehmen zeugt für mich von Vorsatz und nicht von versehentlicher Eskalation.
Ganz sicher ...
Coscoroba schrieb:Interessante Vorstellung Nr. 1: Ein Mann muss zwei Hausdurchsuchungen über sich ergehen lassen, hört zudem im Dorf, dass er der Einzige ist, bei dem durchsucht wurde, und schließt dann trotzdem daraus NICHT, dass er dringend tatverdächtig ist. Bemerkenswert!
Ja, da ist nun ein Katz- und Mausspiel mit der Polizei entstanden. Dadurch, dass das Opfer erst zwei Tage später gefunden wurde und der Täter mutmaßlich in der Nähe lebt, kannst du da viel verstecken, Schmauchspuren beseitigen, etc.