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Mordfall Hinterkaifeck

51.740 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Bauernhof, Hinterkaifeck ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Mordfall Hinterkaifeck

Mordfall Hinterkaifeck

23.11.2007 um 11:51
@keller

Guter Gedanke! Aber an was für ein Parallelverbrechen denkst Du? Irgendwie habe ich das Gefühl schon wieder neben der Loipe zu stehen......


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Mordfall Hinterkaifeck

23.11.2007 um 12:18
@keller der gedankengang ist genial, darüber nachzudenken warum die losgebundene Kuh beim Auffinden der Toten immer noch losgebunden war.....das ist so banal irgendwie dass ich nie darüber nachdachte, respekt!


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Mordfall Hinterkaifeck

23.11.2007 um 12:43
@hauinolo

Mit Parallelverbrechen (schlechter Begriff) beziehe ich mich auf das Kapitel "1925 Parallelen zu einem vierfachen Mord". Dort wird von der Bande eines Josef Schmaderer berichtet, die ihr Unwesen aber etliche Jahre vor HK trieb:
- überfielen größere bäuerliche Anwesen
- mordeten mit vorgefundenen Waffen (niemals Schusswaffen!)
- lockten ihre Opfer mit einer losgebundenen Kuh in den Stall

Es gibt aber auch Unterschiede!

@lesmona

Danke für Deine netten Worte, aber als Münchner Kriminaler ist das meine Pflicht. ;-)



@hauinolo - Wie leben die "Alteingesessenen dieses Forums"

Du musst Dir das folgendermaßen vorstellen: neben dem Rechner liegt die 3. Auflage, auf dem Nachttisch liegt die 2. Auflage und auf dem Clo findet man die 1. Auflage unseres Lieblingsbuches - geschrieben von Herrn Leuschner. Auf dem Rechner gibt es einen Ordner, der etwa "Hinterkaifeck" heißt, dort finden sich Forumsbeiträge, Tatortbilder in allen möglichen Verkleinerungen und Vergößerungen - dieser Ordner wird TÄGLICH gesichert. Und zuletzt, wie ich gestern erfahren habe, auf diese Idee bin ich noch nicht gekommen scheint aber ganz praktisch zu sein, kann man sich Tatortbilder auch aufs Handy laden - man weiß ja nie!

Ich glaube, man spricht hier besser von Besessenheit und weniger von Sucht.


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Mordfall Hinterkaifeck

23.11.2007 um 13:06
@keller

Deine Worte an @hauinolo über das Leben der " Alteingesessenen" dieses Forums kann ich als nicht ganz so "Alteigesessene" nur bestätigen, genau so sieht es bei mir auch aus...man kann in allen Lebenslagen zu jeder Zeit nachschlagen, was man wissen möchte. :-)))


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Mordfall Hinterkaifeck

23.11.2007 um 13:35
@keller

Grundsätzlich sehe ich es wie Du. Der Täter hätte mit dem Losbinden der Kuh den Anschein erwecken können, dass die HKer nicht von einer Person ermordet wurden, die den Opfern persönlich bekannt war und die daher wegen des Lärms, das ein absichtlich losgebundenes Rind im Stall verursacht hätte, in den Stall gelockt worden wären.
So gesehen, ein klares Argument für die Annahme, der Täter könnte sich gezielt mit einer oder beiden Frauen im Stall getroffen haben, bevor er das Verbrechen verübte.

Als Einschränkung muss ich aber anführen, dass sich das Kalb tatsächlich seit der letzten Anwesenheit des Täters auf dem Hof selbständig vom Strick befreit haben könnte. Das wäre wohl zeitgleich mit der Anwesenheit des Monteurs gewesen, eventuell auch durch den entstandenen Lärm, als die drei Männer das Tor zur Tenne aufgebrochen haben.


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Mordfall Hinterkaifeck

23.11.2007 um 14:06
guten tag miteinander! also, ich glaube nicht, dass die familie durch ein loses Rind in den stall gelockt wurde. kenne diese "lose kuh-situation" von meinem onkel: natürlich eilt es, wenn ein rind los ist, aber die zeit, sich die schuhe anzuziehen, ist immer noch da. und schuhe hatten hk´ler doch nicht an, oder?!?


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Mordfall Hinterkaifeck

23.11.2007 um 14:10
denke, das rind hat sich später losgerissen, oder wurde später losgemacht, z. B. als der monteur da war! denn dann hätte vielleicht das gebrüll und die unruhe, die im stall entstand der anderen kühe den monteur aufmerksam gemacht. als der aber nicht auf das lose rind reagierte, musste der hund raus, und das tor aufgemacht werden...


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Mordfall Hinterkaifeck

23.11.2007 um 14:49
@hideho

Super Gedanke! Der Täter könnte das Kalb deshalb losgebunden haben, um den Monteur durch die Tenne in den Stall zu locken. Dann wäre er zwangsläufig über die Toten gestolpert und das Verbrechen wäre für den Täter sehr elegant offengelegt worden, ohne dass er selbst in diese Richtung aktiv werden hätte müssen.
Zu seinem Pech hat der Plan es nicht funktioniert.


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Mordfall Hinterkaifeck

23.11.2007 um 14:52
@keller

Es könnte in der Tat die Möglichkeit bestanden haben, dass man vom Verbrechen ablenken wollte. Wenn es so gewesen sein sollte, dann hat aber das Ablenkungsmanöver nicht wirklich funktioniert oder die Polizei war mal wieder zu dumm.

Natürlich könnte es aber auch so gewesen sein, dass sich das Rind einfach danach losgerissen hat, wie oldschool auch schon angemerkt hat.

Weiß zufällig jemand, wie die Rinder damals befestigt waren? War es für ein Kalb in der Tat einfacher sich aufgrund des kleineren Kopfes zu befreien? Ich kann mir über die Ankettung der Rinder nur eine gewissene Vorstellung machen....

Falls wir uns nicht mehr lesen sollten....

Schönes Wochenende allerseits....


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Mordfall Hinterkaifeck

23.11.2007 um 14:55
@hideho
@oldschool

o.k., jetzt habe ich euere Beiträge zu spät gelesen. Die Gedanken sind wirklich gut......


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Mordfall Hinterkaifeck

23.11.2007 um 14:59
@hauinolo

Wir fahren hier unseren Parallelslalom, das war schon immer so...;-)

@Bernie hat mal gepostet, dass die ausgewachsenen Rinder mit Ketten angebunden wurden, Kälber und Jungtiere eher mit Seilen und Stricken.


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Mordfall Hinterkaifeck

23.11.2007 um 15:10
@oldschool

du hast sowas von recht.....:o)

und zudem Merci...! Die Ausführungen von @Bernie zur Befestigung der Rinder/Kälber erklären dann doch einiges.


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Mordfall Hinterkaifeck

23.11.2007 um 15:41
@hauinolo,
dieses "rind", das da aus der tuere zum futtergang in die tenne lugte, wurde als jungrind bezeichnet. also kein kalb mehr, daher schon mit kette angehaengt.

in den vernehmungen von Schlittenbauer/Poell/Sigl vom 5.4. 1922 gibt Lorenz S. unter anderem folgendes zu protokoll:
"..... Die von der Tenne aus links in die Stallung führende Türe war offen u. schaute aus derselben ein junges Rind. "
bzw.
"... Rind ist unterdessen in den Stallgang zurückgegangen, weil es von der Kette los war. ...... "
***********
Poell gibt hier schon eine interpretation dieses umstands, dass das Rind von der kette los war, zu protokoll:
" Durch die geöffnete Stalltür schaute ein losgelassenes Rind heraus. .."
************
dieser interpretation schliesst sich Sigl an:
"..Beim Eintritt in die Scheune bemerkte Schlittenbauer als Erster durch die geöffnete Stalltüre ein losgelassenes Rind. .."

************
Ich denke, dass das Jungrind sich losgerissen hatte ( aus der kette ggeschluepft), evtl. aus hunger und durst ist. das es das konntze bewies ein vorfall paar tage frueher.

wohl weniger losgekettet von einem taeter, um die bewohner von HK anzulocken. diese ganze verfahren haette doch nichts gebracht, zu unsicher, irgendwie einfach unpraktikabel. das haben wir schon oefters hier ausdiskutiert.

meine theorie ist eh die, dass der/die taeter hereingelassen wurden, dass es ein treffen im stadel gab, ( zunaechst nur mit VIC ) , was dann zu eskalation fuehrte.

*****
Bernie


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Mordfall Hinterkaifeck

23.11.2007 um 15:44
die kühe meines onkels haben bewiesen: es ist auch möglich, von einer K E T T E loszukommen! Ohne riesen hunger... einfach so, weil´s die kuh gerade will´.....


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Mordfall Hinterkaifeck

23.11.2007 um 15:50
Der Kulturverein Pasing plant einen vortrag "Mord auf Hinterkaifeck", mit u.a. umfangreichen Bildern und Hintergrundinformationen. Geplant war der Vortrag für 13.10.07, wurde aber anscheinend auf Frühjahr 08 verschoben.

mehr: www.kulturverein-Pasing.de
www.kulturverein-Pasing.de/ausgabe php


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Mordfall Hinterkaifeck

23.11.2007 um 15:51
Nochmal losgebundenes Kalb

Ich weiß, Johann Kramer ist ein unsichere Quelle. Nach dem soll der alte Gruber in der Eisenwatenhandlung erzählt haben, zwei Tage vor der Tat sei abends eine Kuh los gewesen, er habe sie dann wieder "angekettet".


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Mordfall Hinterkaifeck

23.11.2007 um 15:55
wäre das rind schon in der mordnacht als "lockmittel" losgebunden worden, und auch die weiteren tage bis zum auffinden "frei" gewesen, wäre sie dann nicht evtl. über die leichen gegangen, hätte hufabdrücke hinterlassen? oder hat die türe, mit der die toten bedeckt waren dies verhindert?


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Mordfall Hinterkaifeck

23.11.2007 um 16:26
@all

Ich denke, wenn sich das Rind seit der Mordnacht frei im Stall bewegt hätte, dann hätte es sich infolge von Hunger über das Heu hergemacht, mit dem die Toten bedeckt waren und es wäre wahrscheinlich auch in die Futterkammer vorgedrungen, sofern es dort Nahrung gewittert hätte.
Ähnliches gab auch der Zeuge Schlittenbauer zu Protokoll, als er bemerkte, dass das Rind schon einen Teil der Heuabdeckung gefressen hätte, als er sich mit Pöll und Sigl im Wohnbereich befand.
Das stützt m. E. die Ansicht von @keller, dass das Rind durchaus kurz vor dem Auffinden der Toten absichtlich von der Kette befreit worden sein könnte, sei es, um den Monteur in den Stall zu locken, oder um die Identität des Täters zu verschleiern.
Natürlich kann es sich aber auch durch einen Zufall kurz vor dem Auffinden der Leichen selbst befreit haben.


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Mordfall Hinterkaifeck

23.11.2007 um 19:22
Wir haben ja schon festgestellt, daß das Jungrind nicht seit der Mordnacht losgebunden gewesen sein dürfte, weil es den Weg in den Futtergang dann auch schon früher genommen haben könnte und dieser entsprechend verdreckt gewesen wäre, was er aber erklärtermaßen (Schwaiger) nicht war.


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Mordfall Hinterkaifeck

23.11.2007 um 21:14
Spuren im Schnee

es heißt ja, der alte Gruber habe am Vortag der Morde, Spuren im Schnee gesehen, die zum Hause hin, jedoch nicht wieder zurück geführt haben.
Mit anderen Worten: Es hatte in der Nacht geschneit und er entdeckte morgens diese Spuren, in dem sonst noch unberührten Schnee. (Wäre der Hof bereits zertreten gewesen, hätte er diese Spuren wohl kaum gesehen, es MUSS also frisch geschneit haben)

Ich weiß nicht, ob dieses Thema bereits von Euch behandelt wurde, es wäre sonst interessant, zu wissen, ob es an den folgenden Tagen ebenfalls geschneit hat.
Wäre tatsächlich nochmals Schnee gefallen, ist es nicht zu verstehen, weshalb es den verschiedenen Personen, ( Nachbar, Monteur, Postbote, etc.), die in den darauffolgenden Tagen den Hof besuchten, nicht merkwürdig erschienen ist, dass sich niemand im Hause regte.
Man stelle sich eine gedeckte Schneefläche vor, -ohne Spuren-, so dass die Bewohner das Haus nicht verlassen haben konnten. Es zeigte sich niemand der Familie, Rufen, Klopfen, etc. wurde nicht beantwortet. Das soll angeblich niemandem eigenartig vorgekommen sein?


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