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Mordfall Hinterkaifeck

47.641 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Bauernhof, Hinterkaifeck ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Mordfall Hinterkaifeck

Mordfall Hinterkaifeck

04.12.2008 um 19:05
@AngRa

Es ist natürlich möglich, daß ein Teil der Gelder auch Richtung Gröbern geflossen ist.
Das bleibt aber eine Hypothese, die Zahlen sind auch nicht ´knackig´ genug.

Wenn nicht noch eine Zeugenaussage auftaucht, die die "Erpressungsvariante" stützt, wird das m.E. nicht zu belegen sein.


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Mordfall Hinterkaifeck

04.12.2008 um 20:16
http://www.geocities.com/Athens/Parthenon/6865/hi.html

zitat: Bei der Obduktion schneidet der zuständige Neuburger Landgerichtsarzt Johann Baptist Aumüller auf einem provisorischen Seziertisch auf dem Hof allen sechs Leichen die Köpfe ab....

auf den fotos im stall, wo der gruber liegt, seh ich keinen kopf...
auch bei den anderen leichen ist wohl eher weniger ein kopf zu sehen...
(jedenfalls von mir nicht)

wenn das der fall ist, warum werden die leichen ohne kopf wieder da hin gelegt und die fotos gemacht?


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Mordfall Hinterkaifeck

04.12.2008 um 23:34
Momentan läuft in der Eifel die "Tannöd"-Verfilmung.

Aus der Münchner "tz" vom 4. Dezember:


http://www.tz-online.de/de/aktuelles/stars/artikel_52707.html


Monika Bleibtreu scheint wohl die alte Gruberin zu spielen. Gundi Ellert dürfte wohl die Frau von L.S. sein - der anscheinend "Hauer" heißt.
Ich habe das Buch bis heute nicht gelesen.

Der Film soll "Ende nächsten Jahres" in die Kinos kommen.


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Mordfall Hinterkaifeck

04.12.2008 um 23:39
...die Küche wirkt jedenfalls recht authentisch. Wobei die Handlung des Films entsprechend der Vorgabe des Romans erst nach dem Zweiten Weltkrieg angesiedelt ist.

Ab wann hatten wohl Höfe in Einzellage (vergleichbar HK) Strom und elektrisches Licht?


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Mordfall Hinterkaifeck

05.12.2008 um 12:49
le fiend

grüß dich

schau dir die bilder mal an, die köpfe sind da aber unkenntlich gemacht.

ich finde, am besten sieht man es bei der magd, da ist ein "schwarzes loch"

schau dir die verschiedenen bilder mal durch, in letzter zeit wurden sehr gut

bearbeitete eingestellt.

grüßle hulla


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Mordfall Hinterkaifeck

05.12.2008 um 16:20
@Badesalz

Bayern war was die Stromversorgung angeht ein rückständiges Land.

- 1913 gab es öffentliche Elektrizitätswerke in München
- 1920 Aufbau der Nord-Süd-Leitung
- 1925 enstand größtes Wasserkraftwerk am Inn( ich glaube Töging)
- 1930 Entwicklung des Turbinenantriebs

Ich kenne zwei Einöden die heute noch keinen Stromanschluß haben.
Es hätte wahrscheinlich einige Zeit gedauert, bis in Hinterkaifeck die Lichter angegangen wären.

********
Gruß
Jerrylee


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Mordfall Hinterkaifeck

05.12.2008 um 19:06
Jerrylee, nicht zu vergessen:

Das Walchensee-Kraftwerk. Es gehört noch heute zu den größten Hochdruck-Speicher- Kraftwerken Deutschlands. Jährlich liefern die 8 Turbinen etwa 320 Millionen Kilowattstunden. Oskar von Miller setzte sich gegen Ende des Ersten Weltkrieges gegen gegen den Widerstand von Politikern und Teilen der Bewohner des oberen Isartals durch. Die Politiker fragten sich damals: Was wollen wir mit all dieser elektrischen Energie? Die Bewohner wehrten sich vor allem gegen den Eingriff in die unberührte Natur. Kommt einem bekannt vor! Am 21.06.1918 beschloß der bayerische Landtag den Bau des Kraftwerks. Am 24.01.1924 lief die erste Turbine an. Das Kraftwerk war der Beginn einer Zeitenwende in Bayern. Es wurden mehr als 1100 km Stromleitungen verlegt. Damit wies Bayern als erster deutscher Flächenstaat nahezu eine landesweite Stromversorgung auf. Ein paar Einödhöfe sicher ausgenommen.


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Mordfall Hinterkaifeck

05.12.2008 um 19:55
Obwohl 1922 die Stromversorgung im ländlichen Bayern nicht üblich war, wie @jerrylee und @troadputzer festgestellt haben, hat die Staatsanwaltschaft bei dem Landgericht Augsburg durch Oberstaatsanwalt Haas 13 Jahre nach der Tat umfangreiche Ermittlungen eingeleitet, zu der Frage ob die Hinterkaifecker elektrisches Licht hatten.

Ein Forstarbeiter aus Dettenschwang hatte 1935 nämlich der Polizei mitgeteilt, dass die Ehefrau von Andreas H. ihm gegenüber geäußert habe, dass Andreas H.nur deshalb den Reparaturauftrag bezüglich eines Fahrrades habe nicht ausführen können, weil er den Hinterkaifeckern elektrisches Licht gelegt habe. Dadurch geriet Andreas H. in Verdacht.

Andreas H. war inzwischen wegen Doppelmordes hingerichtet worden, seine Ehefrau verstorben. Es wurden daher Josef Starringer und wohl auch nochmals L.S. zu diesem Thema vernommen. Erst als beide übereinstimmend ausgesagt hatten, dass die Hinterkaifecker kein elektrisches Licht hatten, war der Verdacht gegen den Hingerichteten vom Tisch.


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Mordfall Hinterkaifeck

06.12.2008 um 14:19
@AngRa
@ all
Für meine gerade in den letzten Zügen liegende Drehbucharbeit benötige ich noch Infos zu dem Themenkreis "Viktoria fährt mit dem Gröbener Wirt Thomas Schwaiger nach Schrobenhausen". Wenn ich mich richtig erinnere, wurde hier mal ausführlicher darüber spekuliert, was sie dort gemacht hat. Anzeige gegen LTV wg. Alimente? Kann mir jemand sagen, wo das steht, damit ich das nachlesen kann. Gab es dafür auch handfest Belege?

Danke
Kurt


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Mordfall Hinterkaifeck

06.12.2008 um 14:42
@snowstorm:
Soweit ich das sehe, hatte erstmals Kcefiak am 10.01.2008 in seinem Beitrag von 23:41 davon berichtet.
Er gibt als Quelle das Vernehmungsprotokoll des Jakob Sigl vom 10.01.1952 an...


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Mordfall Hinterkaifeck

06.12.2008 um 14:56
@jaska
Seite 500. Danke, habe ich gefunden. Aber ich dachte, da wäre später noch mal ganz ausführlich darüber diskutiert worden. Ich muss das jetzt wissen, sonst kann ich heute nicht schlafen...

Kurt


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Mordfall Hinterkaifeck

06.12.2008 um 15:04
@snowstorm:
Dann hoffe ich für Dich und Deine Nachtruhe, dass sich die Experten noch rechtzeitig bei Dir melden, die die Aussagen vorliegen haben :-)
Grüße


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Mordfall Hinterkaifeck

06.12.2008 um 15:55
@snowstorm

Erstmals wurde die Schrobenhauser Gerichtsfahrt von @mima erwähnt und zwar in Beiträgen aus dem März 07, u.a. 6.3.02, 21.45 Uhr und auch in etwa 12.3.07, 15.39 S. 67, allerdings ohne Quellenangabe.

Als Quelle existiert soweit mir bekannt nur die Aussage des Jakob Sigl vom 10.1.1952.

Thomas Schwaiger ist 1930 bereits gestorben, so dass er auch vor der Vernehmung des L.S. ( quasi als Vorbereitung) nicht mehr vernommen werden konnte. Das war misslich. Eine entsprechende Aussage hätte KI Riedmayr L.S. vorhalten können.

Diskutiert hatten wir des öfteren. Die Stellen müsste ich suchen. Im Kopf habe ich aber, was kontrovers besprochen wurde:

Zum einen die Frage, ob es möglich ist noch Alimente zu fordern, wo doch schon im Jahre 1919 ein Vergleich über eine Abfindungssumme von 1.800 Mark zwischen L.S. und dem Vormund des Josef Gruber, dem Andreas Gruber geschlossen wurde.

Meine Meinung ist, dass es möglich war, weil wegen der Inflation die Geschäftsgrundlage der alten Regelung weggefallen war.

Es kommt ja auch an sich nicht darauf an, ob es rechtlich möglich war, sondern ob Victoria davon ausgegangen ist, dass sie den Kindsvater verklagen kann bzw gar anzeigen kann, wenn sie bspw. vorträgt, er habe noch aus eigener Tasche gar nichts gezahlt.

Manch einer malt sich wilde Fantasien aus, was er vor Gericht alles erreichen will und kann. Dabei möchte er dann die Richter einspannen, dass die in seinem Namen den Beklagten richtig fertigmachen.

@Badesalz hatte noch eine interessante Anmerkung aus den Nachlassakten von Thomas Schwaiger beigesteuert, denn dieser war anscheinend sehr auf Gerechtigkeit bedacht und hat den Kindern, denen das Erbe teilweise später ausbezahlt wurde, im Nachhinein einen Inflationsausgleich zugebilligt, damit alle gleich behandelt werden.

Vielleicht kannte sich Thomas Schwaiger mit dieser Problematik gut aus und hat Victoria beraten.


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Mordfall Hinterkaifeck

06.12.2008 um 16:26
Jakob Sigl hat am 10.1.1952 im Wortlaut ausgesagt:

"Schlittenbauer soll dann die Vaterschaft zu dem Kind Josef anerkannt haben. Er hat aber keine Alimente gezahlt. Etwa 14 Tage vor der Mordtat soll Viktoria Gabriel mit dem bereits verstorbenen Gastwirt von Gröbern, namens Thomas Schwaiger, zum A.G. Schrobenhausen gegangen sein und Forderungsklage gestellt haben gegen Schlittenbauer. Ob Schwaiger auch beim Amtsgericht war, weiß ich nicht. Mir ist nur bekanntgeworden, dass Viktoria Gabriel und Thomas Schwaiger zusammen nach Schrobenhausen gegangen sind."

Es wurde dann hier des öfteren darüber diskutiert, ob in dem Falle, dass Klage eingereicht worden wäre, das Amtsgericht Schrobenhausen nicht im Nachhinein auf die Streitigkeiten zwischen Victoria und L.S. aufmerksam geworden wäre und in der Klage ein Mordmotiv erkannt hätte.

Hierüber haben wir nie einen Konsens erzielt. Ich kann mir vorstellen, dass die Klage untergegangen ist, andere sehen es nicht so. Sie gehen davon aus, dass keine Klage erhoben wurde, weil dieses ansonsten für alle erkennbar das beste Motiv geliefert hätte.

Denkbar ist natürlich auch, dass Victoria vor dem Vormundschaftsgericht aufgetaucht ist und sich zunächst nur über L.S. beklagt hat und dass dieser davon erfahren hat und eine Klage befürchtet hat.

Es kommt ja immer auf die Vorstellung an, die jemand im Kopf hat, weniger auf das, was objektiv gegeben ist.

Alles in allem ist die Aussage des Jakob Sigl bezüglich der Schrobenhausener Gerichtsfahrt im juristischen Sinne nicht verwertbar, weil es sich um eine Aussage vom Hörensagen handelt und er keine eigene Wahrnehmung bekundet.


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Mordfall Hinterkaifeck

06.12.2008 um 16:48
@AngRa
Ich hatte zwar gehofft, aber nie zu glauben gewagt, dass ich auf diese Frage so schnell eine derart präzise Antwort bekomme. Herzlichen Dank dafür!


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Mordfall Hinterkaifeck

06.12.2008 um 19:35
@AngRa und @snowstorm

In der Aussage vor dem Amtsgericht Aichach, wohin Jakob Sigl am 30. Mai 1952 als Zeuge einbestellt wurde, wird die "Schrobenhausener Gerichtsfahrt" noch genauer wiedergegeben:

"Dass Viktoria Gabriel etwa 14 Tage vor der Mordtat mit dem bereits verstorbenen Gastwirten von Gröbern, Thomas Schwaiger, in Schrobenhausen war und dass die Viktoria damals beim Amtsgericht in Schrobenhausen eine Klage wegen Nichtzahlung des Unterhalts gegen Schlittenbauer erhob, habe ich wenige Tage nach der Mordtat im Gasthaus des Schwaiger von diesem erfahren. Er erzählte damals, dass diese zusammen nach Schrobenhausen gefahren wären und dass sie ihm auf der Fahrt erzählt habe, dass sie zu Gericht fahre, um gegen Schlittenbauer Klage wegen Nichtbezahlung des Unterhalts für sein uneheliches Kind zu erheben."

(Hervorhebung von mir)


Anzufügen wäre, daß L.S. tatsächlich nie Unterhalt aus eigener Tasche für den kleinen Josef bezahlt hat, weil die ursprünglich vereinbarte Summe von 1.800M von der Familie Gruber/Gabriel übernommen wurde.
Schlittenbauer hatte von V.G. nach dessen eigener Aussage 1919 2000M in bar und 3000M in Pfandbriefen erhalten.
Die drei Pfandbriefe habe er V.G. später zurückgegeben, während von den übrigen 200M überhaupt nicht mehr die Rede ist.


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Mordfall Hinterkaifeck

06.12.2008 um 19:58
Bei meiner Nachsuche ist mir noch folgendes aufgefallen:


Kommissar Riedmayr schreibt mit Datum vom 5. Februar 1931:

"Eine Abfindung aus Eigenem hat Schlittenbauer danach überhaupt nie bezahlt.
Er erkannte die Vaterschaft an und bewahrte so den alten Gruber und seine Tochter vor der Strafe.
Hierzu hat er sich wohl nur deshalb herbeigelassen, weil ihm versprochen worden war, dass ihn die nicht unvermögende Gabriel heirate. Sein Einspringen wurde aber schlecht gelohnt; die Versprechungen wurden nicht gehalten, der alte Gruber gab seine Tochter nicht her und zudem wurde das Geld zurück gefordert.

Bei Würdigung des ganzen Charakterbildes, das von der Familie Gruber-Gabriel gegeben wurde, ist ihnen eine solche Handlungsweise wohl zuzutrauen.

Schlittenbauer mag eingesehen haben, dass er diesem Wortbruch machtlos gegenüberstand; die Abmachung konnte er nicht aufdecken, ohne selbst unter die Räder zu kommen.
Dass er noch wiederholt versucht hat, wenigstens Geld zu erhalten, geht daraus hervor, dass Viktoria Gabriel geklagt hat, dass Schlittenbauer von ihnen fortgesetzt Geld erpresst (siehe Bl. 10 des Sonderaktes "Schlittenbauer").

Bei dem bekannten Geiz der Familie Gruber hat er kaum welches erhalten und es kann wohl angenommen werden, dass Schlittenbauer keinen geringen Groll gegen die Bewohner des Hinterkaifecker Hofes nährte.
Wenn er dann, wie aus den Akten hervorgeht (siehe auch Bl.1 des Sonderaktes "Schlittenbauer"), noch zuweilen gefragt wurde, warum er denn die Viktoria Gabriel nicht geheiratet habe, so mag dadurch die Wut immer neu aufgestachelt worden sein.
So scheint mir die Tat immerhin erklärlich, ausgelöst wurde sie möglicherweise durch ein bis heute unbekanntes Ereignis odre vielleicht durch eine Aussprache mit Viktoria Gabriel, die ja auch nach dem Tatbestandsbericht wahrscheinlich als erste getötet wurde.

Wenn auch nicht jede Einzelheit des Vorstehenden durch eindeutige Feststellungen belegt werden kann, so glaube ich doch sagen zu dürfen, dass diese Darstellung viel Wahrscheinlichkeit für sich hat.
So würde auch verständlich werden, warum sich die Wut des Täters sogar an dem kleinen Kind mit solcher Heftigkeit austobte. Der Eindruck, dass es sich viel eher um einen Racheakt, als um einen Raubmord handelt, war ja wohl immer vorherrschend."

(Hervorhebungen von mir)


Aus diesem Bericht geht u.a. ganz klar hervor, daß sich im Sonderakt Schl. eine Aussage befunden hat, dieser habe die Familie Gruber/Gabriel bzw. V.G. erpresst.


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Mordfall Hinterkaifeck

07.12.2008 um 10:04
Nochmals eine Anmerkung zu den andauernden Verdächtigungen und Beschuldigungen betreffend L.S.

Einen Tatverdacht kann man einfach ausräumen durch einen Alibibeweis.

StA Renner hatte es schon unmittelbar nach der Tat mit mehreren Tatverdächtigen zu tun und er hat deren Alibis überprüfen lassen.

Danach stand fest, dass beide Bichlers zur Tatzeit nicht im Raum Waidhofen waren, einer hat in einem auswärtigen Gasthaus Theater gespielt hat, Alfons Philippe war untergebracht in einer geschlossenen pschiatrischen Einrichtung in Sachsen, Simon Reißländer hat die Nacht bei seiner Braut verbracht, Georg Siegl wurde von seiner Zimmerwirtin gesehen, der Freund der Magd Kreszenz Rieger wurde von seiner Schwester in Schrobenhausen betreut usw.

Nach Feststellung der Alibis war der Verdacht dann aber ausgeräumt und die Tatverdächtigen hatten Ruhe.

Ausgerechnet L.S. hatte aber kein Alibi, denn die Ehefrau hat in einer nicht förmlichen Aussage berichtet, er habe zur Tatzeit und in der Zeit danach die Nächte nicht bei ihr verbracht, sondern auf dem Heuboden Wache gehalten.

Gerade dieser Umstand hat mE dazu geführt, dass es bezüglich der Verdächtigungen nie Ruhe gegeben hat.

Renner hat im Mai die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens noch abgelehnt, im Sommer musste er aufgrund weitreichender Verdächtigungen eines einleiten, welches er dann später eingestellt hat, ohne jedoch seinem Vorgesetzten gegenüber Gründe hierfür anzugeben.

Dann kam es 1931 wieder zu erneuten Verdächtigungen, so dass wieder die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens geprüft wurde.

Durch ein Alibi wäre der Tatverdacht für alle Zeiten ausgeräumt worden und ich finde es merkwürdig, dass L.S. für den Tatzeitpunkt und für die Tage nach der Tat kein Alibi beibringen konnte oder es nicht zumindest durch Aussagen von Familienangehörigen versucht hat, denn er hat nicht alleine gelebt sondern zusammen mit Ehefrau, mit fast erwachsenen Töchtern, minderjährigen Söhnen und der Schwiegermutter Tyroller.


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Mordfall Hinterkaifeck

07.12.2008 um 11:35
@AngRa

Wie schon @keller in einem Beitrag im Mai diesen Jahres zu einer möglichen Täterschaft des LTV treffend bemerkte, dass es die Summe an Ungereimtheiten ist, die ihn zum „HTV“ aller möglichen TVs machen..........(ich hoffe, er liest noch im Hintergrund mit und beteiligt sich endlich mal wieder an der Diskussion ;o)) )

Natürlich ist es richtig und lobenswert, auch in diesem Fall nach entlastenden Fakten, die eine Täterschaft ausschliessen bzw. bzw. in Frage stellen, zu suchen . Aber manchmal überkommt mich das Gefühl, dass auf höchster Spekulationsebene Geschichten gezimmert werden, nur um den HTV aus der Schusslinie zu bringen.


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Mordfall Hinterkaifeck

07.12.2008 um 13:18
@flaucher


Manchmal frage ich mich auch, warum wir hier überhaupt noch diskutieren.

Aber dann geht es doch wieder in eine neue Runde.


Ein etwas pathetisches "Wort zum Sonntag":

Die Kreise, die wir um die Wahrheit ziehen, sind m.E. schon enger geworden.


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