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Mordfall JonBenét Patricia Ramsey

2.893 Beiträge, Schlüsselwörter: Mordfall, Jonbenét Patricia Ramsey, Ramsey
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Mordfall JonBenét Patricia Ramsey

Mordfall JonBenét Patricia Ramsey

24.03.2015 um 09:03
Für mich ist und bleibt der Erpresserbrief ein Knackpunkt...

1. Das Papier stammte aus dem Haushalt der Ramseys. Es wurde einem Notizblock zugeordnet, der sich im Haus befand. Ebenso wurde zum schreiben ein Stift aus dem Haushalt der Ramseys benutzt, der dann wieder an die Stelle zurückgelegt wurde, wo er sonst auch immer lag.

2. Die Handschrift ähnelt frappierend der von Patsy. Es gab mehrere Untersuchungen seitens der Polizei und auch von den Ramseys in Auftrag gegeben, alle schlossen John als Verfasser aus, Patsy konnte nie ausgeschlossen werden. Zwar sprechen all diese Gutachten davon, daß sie sie nicht zu 100% als Verfasser identifizieren können, aber eben auch nicht ausschließen, was bei allen anderen getesteten Personen der Fall war. Vergleich von Patsy's Handschriftenprobe und dem Erpresserbrief:

Original:

http://2.bp.blogspot.com/-h8aIn8PIBWo/UhD5y_AJxvI/AAAAAAAAFmg/oinuPHCuzfI/s1600/X-JonBenet%2BRansom%2BNOTE%2B-%2BShadowG...

Patsy:

http://www.acandyrose.com/patsychart2-rhsample2.gif


3. Die RN umfaßt fast 3 Seiten, damit gilt sie als eine der längsten in der Geschichte der Kriminalistik. Normaler Weise wird relativ kurz klar gemacht, um was es geht und welche Forderungen gestellt werden. Abschrift der RN:

Mr. Ramsey. Listen carefully!

We are a group of individuals that represent a small foreign faction. We respect your business but not the country that it serves. At this time we have your daughter in our possession. She is safe and unharmed and if you want her to see 1997, you must follow our instructions to the letter.

You will withdraw $118,000.00 from your account. $100,000 will be in $100 bills and the remaining $18,000 in $20 bills. Make sure that you bring an adequate size attache to the bank. When you get home you will put the money in a brown paper bag. I will call you between 8 and 10 am tomorrow to instruct you on delivery. The delivery will be exhausting so I advise you to be rested. If we monitor you getting the money early, we might call you early to arrange an earlier delivery of the money and hence a earlier pickup of your daughter.

Any deviation of my instructions will result in the immediate execution of your daughter. You will also be denied her remains for proper burial. The two gentlemen watching over your daughter do not particularly like you so I advise you not to provoke them. Speaking to anyone about your situation, such as Police, F.B.I., etc., will result in your daughter being beheaded. If we catch you talking to a stray dog, she dies. If you alert bank authorities, she dies. If the money is in any way marked or tampered with, she dies. You will be scanned for electronic devices and if any are found, she dies. You can try to deceive us but be warned that we are familiar with Law enforcement countermeasures and tactics. You stand a 99% chance of killing your duaghter if you try to out smart us. Follow our instructions and you stand a 100% chance of getting her back. You and your family are under constant scrutiny as well as the authorities. Don't try to grow a brain John. You are not the only fat cat around so don't think that killing will be difficult. Don't underestimate us John. Use that good southern common sense of yours. It is up to you now John!

Victory!
S.B.T.C

4. Gefordert wurden 118.000 $. 1996 erhielt John Ramsey einen beruflichen Bonus in Höhe von $ 118,117.50. Hatte der Entführer also Insiderwissen, oder ist es ein weiteres Indiz für einen Verfasser innerhalb der Familie ? Die Ramseys waren vermögend, John's Vermögenswerte wurden zu dieser Zeit auf über 7,5 Millionen $ geschätzt. Wieso sollte ein Entführer nur etwas über 100.000 $ als Lösegeld fordern, und dann noch so eine krumme Summe ?

5. Formulierung der RN. Im Brief identifiziert sich der Verfasser als Teil einer "ausländischen Fraktion". Dies stuften Linguisten als Lüge ein, weil sich niemand selbst als fremd bezeichnen würde. Fremdsein wäre ein Wort, was nur ein Einheimischer verwenden würde, um einen Migrationshintergrund vorzutäuschen. Desweiteren wurden anscheinend bewußt Fehler in der Rechtschreibung eingebaut, schwierige Worte aber fehlerfrei geschrieben, z.B. Attache. Außerdem wird “that good, Southern common sense of yours” angesprochen, was ein Hinweis auf einen Südstaatler sein könnte. (Patsy kam aus West Virginia und lebte eine Weile in Atlanta) Der Verfasser spricht im Text mal in der "Wir" Form, dann wieder nur von sich selbst, was gegen eine Gruppe spricht. In einer Passage der RN wird geraten, daß John ausgeruht sein soll... (The delivery will be exhausting so I advise you to be rested) Welchen Verbrecher juckt es, ob jemand ausgeruht ist ? Lt. Psychologen ist dieses äußern von Sorge um das Wohlergehen eine unbewusste Offenbarung des Verfassers und läßt Rückschlüsse auf die Persönlichkeit zu, weshalb zu einem weiblichen Verfasser tendiert wird.

Der Verfasser spricht davon, daß JonBenet enthauptet werden würde, wenn die Ramseys die Polizei oder sonstwen über die Entführung informieren. Psychologisch betrachtet ist die Tötungsart hochinteressant gewählt, da sofort Bilder und Assoziationen entstehen, und der Schock nochmals größer sein dürfte, als wenn nur von einer Tötung gesprochen wird. Enthauptung ist grausam, die Vorstellung setzt sich im Kopf fest. Trotz der Ermahnungen gingen die Ramseys das Risiko ein und riefen die Polizei. Dies finde ich persönlich vernünftig und es würden wahrscheinlich auch die meisten anderen tun, allerdings stellt sich mir die Frage, ob man dann noch das Risiko eingeht und sofort mehrere Freunde anruft, informiert und diese zu sich ins Haus bestellt, entgegen der Ermahnungen der Entführer, die bei Zuwiderhandlung dem Kind mit Enthauptung drohen.

6. Unterschrieben wurde die RN mit S.B.T.C, was anscheinend ein Kürzel für die "kleine ausländische Fraktion" sein soll. Der Boulder Police Detective Steve Thomas, der direkt an den Ermittlungen im Ramsey Fall beteiligt war, deutet es als weiteres Indiz für Patsy als Verfasser, da sie auch privat öfter Akronyme benutzte. So schrieb sie auf eine Weihnachtskarte für ihre Freundin Barbara V. Furney - BVFMFA - was Barbara V. Furney, Master of Fine Arts heißen sollte und unterschrieb mit - PPRBSJ - was für Patsy Paugh Ramsey, Bachelor of Science in Journalism stehen sollte.

7. Auf der RN wurden weder Fingerabdrücke von Patsy, noch von John Ramsey gefunden. Steve Thomas versuchte in seinen Vernehmungen von Patsy zu erfahren, wie das sein könnte, weil sie früher immer ausgesagt hatte, daß die RN auf der Treppe lag und sie sie aufgehoben und gelesen hätte. Später sagte sie dann, daß sie sich nicht erinnern könnte, und sie sie evt. auch im stehen, ohne sie zu berühren, gelesen haben könnte.

Wenn ich all das zusammennehme, besteht für mich eigentlich kaum noch ein Zweifel, daß Patsy die RN geschrieben hat, im Zuge eines Cover up, sie ist Teil einer Inszenierung, um den Tod des Mädchens zu vertuschen und die Ermittlungen in eine falsche Richtung zu lenken. Linguistisch betrachtet ist sie ein Fake, und wenn man die Analysen der Experten im Ganzen liest, erkennt man sehr schnell, daß eigentlich alles zusammenpaßt. Komponenten wie Abstand, Rhythmus, Druck usw. stimmten mit Patsys Vergleichsproben überein. Die Wahrscheinlichkeit, daß jemand anderes ins Haus eindringt und die RN schreibt und dabei so gut Patsys Handschrift und Stil kopiert, ist absolut gering, und ich glaube auch, daß Graphologen das erkennen würden. Einen Erpresserbrief über 3 Seiten schreibt man nicht in 5 Minuten, erst recht nicht, wenn man angeblich ein Ausländer ist. Und irgendeine "ausländische Fraktion", der es um Lösegeld gehen würde, käme wahrscheinlich auch nicht auf die Idee, den Brief erst im Haus zu schreiben, anstatt ihn mitzubringen. Außerdem paßt eine geplante Entführung, bei der es um Geld geht, nicht zur Tötung der Kleinen. Selbst wenn irgendwas schief gegangen wäre, und JonBenet hätte sterben müssen, käme kein Entführer auf die Idee mit dem Kind noch eine Weile im Keller zu verbringen und es langsam und qualvoll zu töten und zu mißbrauchen. Im umgekehrten Fall verfassen Pädophile keine RN, und verschwenden damit Zeit, in der sie entdeckt werden könnten.


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24.03.2015 um 09:59
Danke @Photographer73 für diese ganzen Hintergrundinfos!

Für mich ist auch ganz klar, dass dieser Brief von jemandem aus dem Haushalt geschrieben wurde. Kein Einbrecher steigt ins Haus ein, holt ein Kind aus seinem Bett, unbemerkt vom Rest der Familie, tötet es und setzt sich dann in Ruhe hin, um so einen langen Brief zu verfassen. Den Brief hätte er in dem Fall schon mitgebracht, nicht erst vor Ort geschrieben. Und wenn der Brief dafür gedacht war, davon abzulenken, dass im Keller das tote Kind liegt, dann wäre er kurz und knapp gewesen - es würde doch jeder nach so einer Tat einfach nur ganz schnell weg wollen.

Auch sehr merkwürdig, dass auf dem Brief weder Johns noch Patsys Fingerabdrücke waren. Das spricht ja schon für eine gemeinsam geplante Tat. Es wäre doch völlig normal sonst, dass die Fingerabdrücke von BEIDEN auf dem Brief sind. Wenn ich mir vorstelle, ich würde so einen Brief frühmorgens auf der Treppe finden, würde ich ihn doch automatisch aufheben, um zu gucken, was das ist, zumal er 1 1/2 Seiten lang war und man ihn gar nicht komplett lesen konnte, ohne ihn anzufassen! Und spätestens wenn ich meinen Mann dann rufe und von dem Brief erzähle, würde DER den doch AUCH lesen wollen. Dass beide den Brief auf der Treppe liegend gelesen haben, ohne ihn zu berühren, ist nun wirklich mehr als unglaubwürdig.

Für mich ist der Fall klar, ein Familienmitglied hat das Kind getötet und es wurde von beiden Eltern vertuscht, sie haben ein riesiges Schauspiel abgezogen vor allen herbeigerufenen Freunden und der Polizei. Das Freundeherbeirufen hat ja auch noch den Effekt, dass man sich in der Masse der anwesenden Personen verbergen kann und so die anwesende Polizei einen nicht störungsfrei beobachten und befragen kann - man kann sich sofort in die Aufmerksamkeit anderer Menschen flüchten, sobald man merkt, dass man anfängt, die Nerven zu verlieren. Sie haben die Leiche versteckt, den Brief geschrieben, und dann sich auf ihren großen Auftritt vorbereitet. Patsy war durch die Auftritte von JonBenet geübt darin, Showauftritte zu planen und durchzuziehen. Als alles vorbereitet war, hieß es auch hier "Action!" und dann griff sie zum Hörer, rief den Notruf und die Show begann...


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htrapped
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Mordfall JonBenét Patricia Ramsey

24.03.2015 um 10:19
@Feelee
eigentlich sind Rolläden in den USA unüblich. Ich weiss auch nicht in welcher Wohngegend (bestimmt in einer Wohlhabenden) die Ramseys gewohnt haben, unter Umständen sind da auch keine Nachbarn in Sichtweite, also es ist alles sehr weitläufig bebaut und auch die Wohgegenden bewaldet (müsste man sich das Bild vom Haus der Ramseys noch einmal anschaun).


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Mordfall JonBenét Patricia Ramsey

24.03.2015 um 10:20
Ich finde den Brief ziemlich sadistisch und zynisch.
So, als hätte der Verfasser Spaß gehabt ihn zu schreiben. Evtl. ist er deshalb auch so lang.

Falls er von den Eltern stammt, sind es Monster oder schizophren, oder LSD-User.

Den Original-Anruf bei der Polizei finde ich ziemlich authentisch panisch, da P. so atemlos ist. Das ist eine Körperreaktion, die nicht so leicht zu spielen ist.

Ein Fremder hätte übrigens auch ins Haus huschen können, während der Vater, das schlafende Mädchen hochtrug.

Danach geht runter und schließt die Haustür.


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Mordfall JonBenét Patricia Ramsey

24.03.2015 um 10:21
Das hört sich makaber an, wird aber so sein.
Comtesse schrieb:Patsy war durch die Auftritte von JonBenet geübt darin, Showauftritte zu planen und durchzuziehen.
Die Mutter wird die Auftritte der Tochter genossen haben. Denn dann stand auch sie als Mutter im Mittelpunkt. Als sie die Polizei anrief, war für sie das Ganze ja nicht unbekannt. Auch hier beginnt ihr Auftritt. Sie wurde gefragt, sie musste erzählen. Man bedauerte sie.


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htrapped
ehemaliges Mitglied

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Mordfall JonBenét Patricia Ramsey

24.03.2015 um 10:31
@Vernon2
es gab verschiedene Aussagen über die Tatsache ob das Mädchen bei der Ankunft zu Hause schlafend vom Auto ins Haus getragen wurde oder ob sie wach war und evtl. zu diesem Zeitpunkt die Ananas gegessen hat.
Patsy behauptete keine Ananas gekauft zu haben.
Da die ganze Polizeiermittlung von Anfang an sehr schlampig war wurde wahrscheinlich auch nicht nach Ananas Schalen gesucht, bzw. hatte man keinen Grund zu suchen, da die Ananas erst später im Mageninhalt entdeckt wurde, was die Bestimmung des Todeszeitpunktes betraf.

jedenfalls waren die Eltern nicht von Anfang an als Verdächtige behandelt worden, und somit waren sie auch über Maßen an den Ermittlungsfortschritten (bzw. Vorgehensweise) der Polizei informiert und konnten somit weiterhin ihr Konstrukt den Gegebenheiten anpassen.

nämlich Polizei: "es wurde Ananas im Magen gefunden".. Patsy: "ich habe keine Ananas gekauft, das Kind wurde schlafend ins Haus gebracht" .. also Schlussfolgerung: "mein Kind hat geschlafen, es gab kein Ananasessen im Rahmen der Familie abends, und es gab auch keinen Vorfall mit Patsy und JonBenet, da das Kind ja geschlafen hat. und der Eindringling muss die Ananas mitgebracht haben...

welcher Eindringling läuft mit ner Ananas in der Gegend herum, und lockt das Kind damit, weil er weiss, das Kind mag Ananas.

Was mich auch stört, ist, dass das tote Kind im Foyer abgelegt wurde, als der Vater es vom Keller hochgebracht hat, später hat man es neben den Christbaum gelegt..

Also ich stelle mir vor, liebende Eltern legen ihr Kind auf die Couch und berühren es oder werfen sich darauf, im Unglauben dass es wirklich tot ist. Hier wird wieder diese mangelnde Empathie ersichtlich, die sich bereits durch das ganze Leben von JonBenet durchgezogen hat. Mangelnde Empathie für die Bedürfnisse eines Kindes.

Die wussten schon vorher dass das Kind tot ist...


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Redjune
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Mordfall JonBenét Patricia Ramsey

24.03.2015 um 10:56
@Photographer73
Für mich ist klar dass Patsy den Brief selbst geschrieben hat. Das mit der Handschrift ist für mich völlig klar - diese Schriftart sieht zum Teil aus wie meine. Frauen die keine schöne Handschrift haben ändern diese je nach Situation immer wieder ab. Meine schulhefte sehen je nach Lehrer völlig anders aus. Mal schreibt man gedankenlos und schnell dann versucht man wieder schöner zu schreiben - selbst unterschiedliche Kugelschreiber ergeben bei mir ein anderes Schriftbild je nach Gefühl. Ich bin mir zu 100% sicher dass sie den Brief verfasst hat und allein daraus lässt sich ableiten wieviel die Familie in diesem fall gelogen hat. Es ist erschreckend dass sich da kein Staatsanwalt drüber traut! Dagegen gibt's Fälle wie debbi milke die beinah in der Todeszelle geendet wäre die sich über Jahrzehnte hinziehen ohne Beweis ohne Indiz für ihre Schuld..

Ich seh die tat allerdings auch beim Bruder. Hier wäre es interessant gewesen seinen Lebenslauf zu beobachten - aber das wird wohl genauso unter Verschluss gehalten wie dieser mord.


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Mordfall JonBenét Patricia Ramsey

24.03.2015 um 11:09
@Comtesse

Ich sehe das auch so, kann mich da Deinen Ausführungen nur anschließen. Für mich war auch immer klar, daß die Kleine von einem Familienmitglied getötet wurde und dann eine große Show zur Vertuschung abgezogen wurde. Aber wer "nur" gecovert und wer JonBenet wirklich getötet hat... ich hab keine Ahnung. Zu jeder Theorie passen einige Dinge und andere wiederum gar nicht. Aber spricht die "Spinnen-Theorie" für mich immer noch gegen einen Einstieg von außen. Es gab dieses eingeschlagene Fenster unten, JR gab an, daß er dieses Fenster früher selbst einmal eingeschlagen hätte, um ins Haus zu gelangen, als er sich ausgesperrt hatte oder den Schlüssel vergessen hatte... Erstaunlicher Weise konnte sich anscheinend niemand mehr daran erinnern, ob es danach irgendwann repariert wurde oder nicht. Somit wäre klar gewesen, daß es ein evt. Täter auch hätte zum einsteigen nutzen können, entweder weil es sowieso noch offen gewesen ist oder es der Täter eben neu eingeschlagen hätte, lt. der Ramseys. Allerdings gab es da ein intaktes Spinnennetz und das hätte dort nicht sein dürfen, wenn ein Täter dort eingedrungen wäre.
John Ramsey had presented his own theory on the murder of his daughter to all who would listen. He pointed to the location of a blue suitcase under the basement window and told of finding the window open when he searched the basement on the morning of the alleged kidnapping. He theorized that the murderer had made his entrance and escape through the window. However, as noted by detectives arriving early on the morning of December 26, an intact spider web covered the grate which blocked off the window. In order to enter or exit the window, the grate would have had to have been removed.

This grate was photographed and collected for evidence. Interior dusting of the window for fingerprints was done by crime scene investigators and no latent prints were found. In May, the photos were submitted to Brent Opell, Professor of Biology at the Virginia Polytechnic Institute and State University in Blacksbury, Virginia. Prof. Opell reported that the web was that of the Agelenidae, known as a funnel-web spider. The web was reasonably intact and extending through the grating, suggesting that the grating had not been disturbed since the spider constructed its web. According to Prof. Opell, these types of spiders would cease constructing webs no later than early November, thus indicating that no one had entered that window well past this early November deadline. The theory that anyone could have entered the Ramsey residence through this broken window was totally discounted by this simple evidence of nature.
(Entnommen den sogenannten Bonita-Papers... Aufzeichnungen von Bonita Sauer, die an die Presse gelangten.)
The "Bonita Papers" are the unedited "notes" of Bonita Sauer,
secretary/para-legal to Dan Hoffman who was an attorney working for the Boulder Police department.

The Boulder police gave a presentation to Hoffman and hoped he would support them in their quest for an arrest of Patsy Ramsey. Their presentation was, apparently, incomplete and not entirely truthful. Bonita "borrowed" the Ramsey files from her employer and made copies, intending to write a book from those notes. She showed them to family, and a nephew, following the example of his aunt, made a copy himself and sold them to the tabloids.

Die "Bonita-Papers" :

acandyrose.com/1999-BonitaPapers.htm
Es ist anscheinend nicht weiter belegt, ob diese Bonita-Papers authentisch und korrekt sind, oder doch ein Fake. Allerdings bezieht sich auch der ehemalige Ermittler James Kolar in seinem Buch auf die Spinnennetze und deren Relevanz für den Fall. Auch wurden die Papers und darin getätigte Aussagen nicht von den Ermittlungsbehörden dementiert.

Weitere Infos und Pro und Contra zum Spinnennetz

http://jonbenetramsey.pbworks.com/w/page/11682499/Potential%20Points%20of%20Entry#SpiderWebEvidence


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Mordfall JonBenét Patricia Ramsey

24.03.2015 um 11:14
Den Bruder sehe ich hier nicht als Täter. Wenn es so stimmt, dass die Kopfverletzung erst zugefügt wurde, als sie scho fast tot war, könnte ich mir ein Szenario vorstellen, wo ein Elternteil - wegen des Bettnässens? - die Nerven verloren hat in der Nacht (man stelle sich vor, man kommt erst nachts von einer Party, ist entsprechend K.O. und will nur noch ins Bett, und kaum ist man eingeschlafen, wird man aus dem Schlaf gerissen, weil das Kind schon wieder ins Bett gemacht hat, man muss hingehen, aufstehen, das Bett frisch beziehen, dabei ist das Kind am jammern und heulen, weil es ja AUCH müde ist, da kann man als Eltern schon mal die Nerven verlieren und einfach nur wollen, dass das Kind endlich ruhig ist, bevor das ganze Haus aufwacht). Man erdrosselte das Kind und bekam dann Panik, was habe ich getan? Man rennt ins Schlafzimmer und weckt den Partner. Der stellt fest, das Kind lebt zwar noch gerade eben, aber es ist in einem so furchtbaren Zustand, dass man weiß, wenn man jetzt den Notarzt ruft, ist man dran wegen Kindesmisshandlung und versuchtem Mord. Und diese Schande vor der Öffentlichkeit, Eltern der Schönheitskönigin haben die kleine Miss America getötet!

Also wird dem Kind der Schädel eingeschlagen und dann plant man die restliche Nacht gemeinsam, wie man die Tat vertuschen kann. Da der Notruf um kurz vor 6 Uhr morgens kam (finde ich persönlich eine sehr frühe Uhrzeit aufzustehen wenn man bis nachts feiern war), ist davon auszugehen, dass die Vertuschung die halbe Nacht gedauert hat und das Kind entsprechend schon in die frühen Morgenstunden zu Tode gekommen ist. Wenn der eine Elternteil der war, der das Kind erdrosselt hat, und der andere der Teil, der ihm den Schädel final eingeschlagen hat, gäbe es zwei Täter und guten Grund, GEMEINSAM die Tat zu decken... Und wenn der Sohn das auch nur AHNT, kann man auch verstehen, dass er es nicht wahrhaben will bis heute.


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Mordfall JonBenét Patricia Ramsey

24.03.2015 um 11:59
@Comtesse
Kann natürlich sein, dass Eltern die Nerven verlieren und ihr Kind töten.

Aber basteln sie dazu erstmal eine Garotte?

Und warum schrieb P. so einen epischen Erpresserbrief auf ihrem Briefpapier, mit ihrem Stift?

Ich kann mir wirklich nur vorstellen, dass wenn sie ihn geschrieben hat, den Sohn decken wollte.


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Mordfall JonBenét Patricia Ramsey

24.03.2015 um 12:08
@Vernon2
Auf was für einem Papier und mit welchem Stift hätte sie ihn sonst schreiben sollen? Sie konnte ja schlecht das Haus verlassen, um sich woanders Papier und Stifte zu besorgen. Das episch Lange des Briefes schiebe ich der Tatsache zu, dass diese Frau einfach zu großen Auftritten neigte und nicht gewohnt war, sich kurz und knapp zu fassen - auch der Brief ist auf seine Art eine Inszenierung, ein Auftritt, eine Kreation, eine Szenerie, von ihr entworfen, um zu überzeugen und zu "gefallen".

Das mit der Garotte ist vielleicht so zu erklären, dass sie das Kind nach dem Einnässen zur Strafe in den Keller brachte/sperrte und dort dann die Nerven verlor. Ihr dann die dort herumliegende Schlinge um den Hals schlang und zuzog und dann, als sie merkte, wie kraftaufwändig das ist, die Garotte aus dort herumliegenden Teilen sich spontan zusammenbastelte. Und das reichte aber immer noch nicht scheinbar, um das Kind zu töten, also wurde ihr auch noch der Schädel eingeschlagen.

Wobei diese Hilflosigkeit beim Töten (Kraftmangel) auch durchaus zum Sohn als Täter passen würde, das stimmt.

Wie man es dreht und wendet, es gibt immer irgendwas, was ein anderes Familienmitglied belastet... Auch das mit der Ananasschale, auf der ja nur Burkes und JonBenets Fingerabdrücke gewesen sein sollen. Wäre natürlich dann auch ein Szenario, JonBenet wacht auf wegen Einnässens, weckt aber nicht die Eltern (weil sie keinen Ärger kriegen will), sondern den Bruder, der geht mit ihr in die Küche und füttert sie dort mit Ananas, lockt sie dann in den Keller und begeht da die Tat, vielleicht sogar mehr als kleines Macht- und Mutspiel erst, und als sie dann plötzlich so da liegt, kriegt er Panik, weckt die Eltern... Auch denkbar.


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htrapped
ehemaliges Mitglied

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Mordfall JonBenét Patricia Ramsey

24.03.2015 um 13:04
@Comtesse
wenn der Bruder einen "Unfall" verursacht hätte, also unbeabsichtigt im Keller oder wo auch immer, hätten die Eltern keinesfalls die Kleine final getötet.

und dass nur Fingerabdrücke der Kinder auf der Schale sind, bedeutet ja nichts, die Schale kann z.B. direkt aus der Spülmaschine von einem der Kinder herausgeholt worden sein.

habe ich das irdgendwo gelesen ? vielleicht kann mir jemand helfen, hatte jedes der Kinder ein eigenes Zimmer ? oder schliefen sie in einem Zimmer ?
wenn sie in einem Zimmer schliefen (finde ich jetzt ungewöhnlich) würde es naheliegen dass das Mädchen zuerst den Bruder weckt.


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Mordfall JonBenét Patricia Ramsey

24.03.2015 um 13:06
@htrapped
Soweit ich mich erinnere, schliefen sie in verschiedenen Zimmern auf derselben Etage, die Eltern schliefen ein Stockwerk drüber. Der Bruder wäre also als Nächster / Erster erreichbar gewesen für sie. Ich weiß noch, dass ich das als Elternsicht nicht so toll fand, nachts so weit von den Kindern entfernt zu schlafen. Das Haus war sehr groß.


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Mordfall JonBenét Patricia Ramsey

24.03.2015 um 15:00
Der einzige Grund warum ich JR doch nicht für den Täter halte könnte, ist dass er überhaut keine Spur von Aggressivität ausstrahlt. Er wirkt eigentlich sehr gutmütig und freundlich und vertrauenswürdig. Auch seine Freunde sagen das über ihn.
Fällt mir schwer mir vorzustellen, dass dieser Mann seine Tochter erschlagen und erwürgen könnte.

Vielleicht war es doch ein Eindringling. Ein Verrückter. Der sich in dem Haus versteckt hatte. Man hat ja immerhin diese fremde DNA gefunden....


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Mordfall JonBenét Patricia Ramsey

24.03.2015 um 15:08
Comtesse schrieb: könnte ich mir ein Szenario vorstellen, wo ein Elternteil - wegen des Bettnässens? - die Nerven verloren hat in der Nacht
sag mal , shesielle ,könntest Du Dir ernsthaft eine Situation vorstellen, wo Du so derart Austicken würdest, wenn eines Deiner Kinder ins Bett macht, dass Du es erschlägst??

Ich kann mir das eben bei Patsy auch nicht vorstellen.


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Mordfall JonBenét Patricia Ramsey

24.03.2015 um 15:17
@Monday2
Ich kann mir das bei mir SELBST natürlich nicht vorstellen, ebensowenig bei sonstwem, den ich kenne. Leider GIBT es aber in der Kriminalgeschichte zuhauf solche Fälle, DARAUF bezog sich das mit dem "vorstellen können", weil es eben schon viele vergleichbare Fälle gab mit ebenso banalen Auslösern.


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Mordfall JonBenét Patricia Ramsey

24.03.2015 um 15:29
Ich könnte man ein Szenario vorstellen, wo man schlägt oder schubst und das Kind unglücklich fällt.

Im Netz kursieren Szenarien, nach denen der Bruder für den Täter gehalten wird.

Ich wollte es nicht einstellen, weil ich nicht weiß, ob das o.k. ist und die Quelle seriös.


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Mordfall JonBenét Patricia Ramsey

24.03.2015 um 15:38
@Vernon2
Ja, sowas, durch eine einmalige unüberlegte unglücklich verlaufende Tätlichkeit, das kann ich mir auch vorstellen, dass einem sowas dann ungewollt geschieht. Aber das mit dieser Garotte, das hat schon fast was Verspieltes irgendwie, war sicher auch eine sehr langsame Art zu sterben... und sich da so ein Werkzeug erst noch zu basteln, da liegt der Gedanke mit einem kindlichen Täter schon irgendwie nahe... Mit Wut/Affekt hat das jedenfalls nichts zu tun.


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Mordfall JonBenét Patricia Ramsey

24.03.2015 um 17:07
Jetzt nach dem ich diese Doku gesehen habe, bin ich doch allmählich überzeugt, dass es ein Fremder von Draußen war. Es war doch möglich, dass jemand ins Haus eindringen konnte. Außerdem wurde sie vorher stranguliert und dann erschlagen. Nie und nimmer würden die Eltern sie vorher strangulieren! Wenn sie vorher mit solcher Wucht auf dem Kopf geschlagen worden wäre, müsste alles voller Blut sein.

Hier die Doku ist sehr interessant. Es zeigt auch, dass so viele Fehlinformationen um den Fall kursiert sind nur weil man die Eltern als Mörder sehen wollte.



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Mordfall JonBenét Patricia Ramsey

24.03.2015 um 17:18
@Monday2

Welcher Täter von außen setzt sich Stunden lang seelenruhig ins Haus und verfasst diesen ellenlangen Erpresserbrief mit all dem Insiderwissen, was ich 9.03 Uhr schon ansprach ? Mißbraucht dann das Kind an Ort und Stelle, anstatt es mitzunehmen, wie in dem Brief angegeben und bringt sie dann sogar um, verschwindet und läßt den Brief dennoch zurück ? Das ergibt absolut keinen Sinn. Ein Entführer will Geld - geht rein, holt das Kind, hinterläßt den Brief und verschwindet. Ein Pädophiler geht rein, mißbraucht das Kind und verschwindet ohne einen Erpresserbrief. Hier sind zwei Dinge gemischt worden, um von der Familie abzulenken.


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