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Der Yogtze-Fall

10.622 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Auto, Ungelöst ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Der Yogtze-Fall

13.10.2021 um 14:57
Nur Mal eine Idee...
Wäre es möglich, dass Frau Stoll der Meinung war, ihr Mann hätte ein Verhältnis?
Vllt. wäre das Fotografieren dann von einem Privatdetektiv und/oder seinen Mitarbeitern gemacht worden.
Und als sich dieses Verhältnis nun bestätigte, nahm der Rest seinen Lauf...
Wie geschrieben, nur eine Idee.


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Der Yogtze-Fall

13.10.2021 um 16:26
Zitat von DewDew schrieb:Schreiben als Selbstzweck?
Führst Du Selbstgespräche? Oder wolltest Du einfach mal nur persönlich attackieren?

Denn auch der Rest Deines Postings ändert nichts daran, dass der Ausdruck "brutal ermordet" nicht zutrifft und obendrein außer sensationslüsterner Polemik nichts zu bieten hat.


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13.10.2021 um 16:47
Zitat von EDGARallanPOEEDGARallanPOE schrieb:In dem Beitrag auf den ich mich ursprünglich bezogen habe, hast du geschrieben:
Nightrider64 schrieb am 17.09.2021:
das man in all den Jahren nicht die geringsten Anhaltspunkte dafür ermitteln konnte, das die Ängste des Stoll einen realen Hintergrund gehabt hätten.
Fällt dir der Unterschied in der Formulierung auf ?
Wortklauberei. Die Ermittler haben nie einen Anhaltspunkt gefunden. Darauf bezog sich die Aussage und die bleibt als Fakt so im Raum stehen.
Zitat von DewDew schrieb:Wenn ein Mensch auf so ungewöhnlich brutale Art gewaltsam ums Leben kommt, sollte man vorher von ihm geäußerte Bedrohungsängste nicht so leichtfertig über Bord werfen, wie das hier immer wieder gemacht wird.
Macht man ja nicht.
Man versucht sie zu erklären. Es gibt allerdings weder ein nachvollziehbares Motiv, noch einen logisch erklärbaren Tatablauf, der zwangsläufig auf ein Verbrechen schließen lässt.
Das Stoll Ängste gehabt hat ist unbezweifelt. Aber waren die Real?
Diese Frage stellt sich auch E. Zimmermann in der Anmoderation und zwar so offen, das es ungewöhnlich für einen xy Beitrag jener Zeit ist.

Die ungewöhnliche Art ums Leben zu kommen, ist hier in diesem Fall nur durch eine Verkettung seltsamer Ereignisse und nicht durchdachter Verhaltensweisen zu erklären.
Ein planvolles Verbrechen an Stoll ist aus vielen Gründen als wenig wahrscheinlich zu betrachten.
Nicht nur aus dem Grund, das man keine reale Bedrohung ermittelt hat, sondern aufgrund der gesamten Spurenlage.
Zitat von mattschwarzmattschwarz schrieb:Irgendwie scheint der ganze Stoll nicht dazu zu passen, dass man hinter ihm her ist. Offenbar ein netter Nachbar und guter Vater. Stellungslos von nennenswertem Vermögen wird nichts berichtet. Er hatte auch vorher keine Stelle inne, die darauf hindeutet, dass er am großen Rat gedreht haben könnte oder brisante Informationen hätte
Zitat von mattschwarzmattschwarz schrieb:Ich gehe mal davon aus, dass man Stolls Bude nach dem Vorfall auf den Kopf gestellt hat, aber nichts fand, was irgendwie zu einem Verbrechen passt. Wahrscheinlich hat man sich auch mal seine Konten angeguckt, aber nichts auffälliges gefunden.
Zitat von mattschwarzmattschwarz schrieb:Kurz um: nichts deutet darauf hin, dass der Stoll irgendwo "drinsteckt", große Räder drehte, massiv Dreck am Stecken hatte oder eine "große Nummer" war.
Korrekt, das ist das Bild des Opfers , das sich einem auch nach über 35 Jahren bietet.
Hätte Stoll irgendwo so tief drin gesteckt in kriminelle Machenschaften, das ihm das schlußendlich das Leben kostete, so hätte man nach meiner Meinung mit Sicherheit irgend welche Spuren finden müssen. So ein Doppelleben kostet ja auch Zeit. Gerade bei einem arbeitslosen Dorfbewohner hätte dies bei den Ermittlungen zu Tage gefördert werden müssen. Z.B. durch häufige Abwesenheit .
Die Wohnsituation in dem kleinen Dorf ergibt ein Übriges. Da fällt alles auf, selbst den Nachbarn unbekannte Autos
Auch die finanziellen Verhältnisse des Stoll haben wohl keinerlei Ermittlungsansätze erbracht.


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13.10.2021 um 16:52
Zitat von MYTHOS27MYTHOS27 schrieb:Vllt. wäre das Fotografieren dann von einem Privatdetektiv und/oder seinen Mitarbeitern gemacht worden.
Und als sich dieses Verhältnis nun bestätigte, nahm der Rest seinen Lauf...
Wäre natürlich möglich, aber warum soll der Detektiv denn den Stoll MIT seiner Frau fotografieren?

Die Zeugenaussage lautet ja, dass die beiden gemeinsam fotografiert wurden. Das macht doch keinen Sinn, wenn es um eine vermutete Affäre geht, dass dann der Detektiv ein Foto vom vermeintlichen Ehebrecher und der Auftraggeberin aufnimmt. Mit DER "durfte" der Stoll ja unterwegs sein....

Mal abgesehen davon, dass eine Überwachung durch einen Detektiv nicht billig ist. Bei einem arbeitslosen Ehepartner wird das Geld wohl nicht so üppig vorhanden gewesen sein.


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Der Yogtze-Fall

13.10.2021 um 17:03
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Die Zeugenaussage lautet ja, dass die beiden gemeinsam fotografiert wurden. Das macht doch keinen Sinn, wenn es um eine vermutete Affäre geht, dass dann der Detektiv ein Foto vom vermeintlichen Ehebrecher und der Auftraggeberin aufnimmt.
Detektiv scheidet m.E. eher aus.
Was haben wir?
Eine Aussage einer Frau 30 Jahre später, die berichtete, auch Stolls Ehefrau habe ein Fotografieren bemerkt.
Vielleicht wurde ja in Siegen jemand beobachtet der fotografierte.
Stoll unter Verfolgungswahn bezog das auf sich und machte auch seine Frau darauf aufmerksam.
Das fotografieren hatte vielleicht gar nichts mit Stoll zu tun.
Denn:
Warum sollte man Stoll fotografieren, wenn er in kriminellen Kreisen eh bekannt gewesen sein soll?
Warum tat man das so, das es bemerkt wurde?

Meiner Meinung nach ist die Aussage der Dame nach nunmehr 35 Jahren entweder ein Gerücht, oder eine Fehlinterpretation.
Auf keinen Fall läßt sich daraus, das Stoll jemanden beim fotografieren beobachtet hat und vielleicht noch seine Frau darauf hingewiesen hat, das das seiner Meinung nach ihm galt, nichts unbedingt zwingendes schließen.


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Der Yogtze-Fall

13.10.2021 um 17:16
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:Eine Aussage einer Frau 30 Jahre später, die berichtete, auch Stolls Ehefrau habe ein Fotografieren bemerkt.
Vielleicht wurde ja in Siegen jemand beobachtet der fotografierte.
Ich bin ganz Deiner Meinung was die Verlässlichkeit dieser Aussage angeht.... aber selbst wenn man ihr Glauben schenkt, dann ist der Detektiv sehr unwahrscheinlich.


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13.10.2021 um 19:25
@Nightrider64
@brigittsche
Danke für die Richtigstellung


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14.10.2021 um 03:52
Zitat von MYTHOS27MYTHOS27 schrieb:Nur Mal eine Idee...
Wäre es möglich, dass Frau Stoll der Meinung war, ihr Mann hätte ein Verhältnis?
Vllt. wäre das Fotografieren dann von einem Privatdetektiv und/oder seinen Mitarbeitern gemacht worden.
Und als sich dieses Verhältnis nun bestätigte, nahm der Rest seinen Lauf...
Wie geschrieben, nur eine Idee.
In Erwägung ziehen, kann man das durchaus...

Allerdings passt das dann nicht zum Auftritt des Beobachters.

Wie @Dew ja so schön heraus gearbeitet hat, ist eine Person/Personengruppe die ein bedrohliches Szenario aufbauen will, darauf bedacht, dass die Zielperson dieses auch bemerkt.

Ein Privatdetektiv handelt aber immer so, dass die Zielperson nichts von seinen Aktivitäten bemerkt, weil er auf diesem Wege den größtmöglichen Ermittlungserfolg erzielen kann.
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:Warum sollte man Stoll fotografieren, wenn er in kriminellen Kreisen eh bekannt gewesen sein soll?
Warum tat man das so, das es bemerkt wurde?
Hat @Dew doch schlüssig erklärt...
Zitat von DewDew schrieb:Eine Bedrohung ist nämlich etwas völlig anderes und wirkt nur, wenn der Bedrohte auch was davon mitkriegt. Schon dieser Wechsel der Perspektive macht klar, dass es völlig blödsinnig gewesen wäre, wenn angenommene Bedroher sich perfekt getarnt im Wald versteckt hätten, wo G.S. sie nicht sah.

Dasselbe gilt in diesem angenommenen Zusammenhang für die Sache mit den Fotos, die von den S.´s gemacht worden sein sollen. Da es auch damals schon die Möglichkeit gab, sowas aus sicherer Entfernung zu machen, ohne dass der Fotografierte das mitkriegte, legt doch wieder nahe, dass er das merken sollte. Und seine ahnungslose Frau auch, damit sie ihn mit Fragen löchern sollte. Sie hätte damit unbewusst für angenommene Bedroher gearbeitet und den Druck auf G.S. erhöht.



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14.10.2021 um 10:00
@MYTHOS27
Zitat von MYTHOS27MYTHOS27 schrieb:Vllt. wäre das Fotografieren dann von einem Privatdetektiv und/oder seinen Mitarbeitern gemacht worden.
Zitat von EDGARallanPOEEDGARallanPOE schrieb:In Erwägung ziehen, kann man das durchaus...
Zu dem Gedankengang von @EDGARallanPOE möchte ich noch etwas ergänzen.

Angenommen, das mit den Fotos stimmt und wurde sich nicht aus irgendwelchen Fingern gesaugt.

Weiter angenommen, da wäre irgendeine seriöse Ermittlung bzgl. G.S. gelaufen. Sei es seitens eines privaten Ermittlers, einer inländischen oder ausländischen Polizeidienststelle.

Egal, welchen Grund das gehabt hätte, hätten dann nicht der oder die Ermittler alles auf den Tisch gelegt ( legen müssen? ), als G.S. auf so ungewöhnliche Weise ums Leben kam ( außer natürlich, man wohnt am FKK-Strand und da werden regelmäßig nächtens Nackte von Beach Buggies überrollt... ), dass die Polizei weiterhin und immer noch ein Verbrechen für wahrscheinlich hält.

Für offizielle Stellen gehe ich davon aus, dass sie hätten auftreten müssen. Darf ein privater Ermittler sowas verschweigen, wenn eine von ihm observierte Person so verdächtig ums Leben kommt?

MfG

Dew


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14.10.2021 um 12:53
Zitat von DewDew schrieb:Darf ein privater Ermittler sowas verschweigen, wenn eine von ihm observierte Person so verdächtig ums Leben kommt?
Ich habe mich mal auf ein paar Seiten großer und seriöser Dienstleister, in diesem Gewerbe schlau gemacht.

Die meisten bieten einen Vertrag, inklusive Schweigepflicht über erlangte Erkenntnisse an.

Weisen aber gleichzeitig ausdrücklich darauf hin, dass Kapitalverbrechen anzeigepflichtig sind und eine Schweigepflicht diesbezüglich, kein Vertragsbestandteil werden kann.


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14.10.2021 um 13:10
Zitat von EDGARallanPOEEDGARallanPOE schrieb:Weisen aber gleichzeitig ausdrücklich darauf hin, dass Kapitalverbrechen anzeigepflichtig sind und eine Schweigepflicht diesbezüglich, kein Vertragsbestandteil werden kann.
Ich würde auch sagen, dass sich kein seriöser Detektiv leisten kann, bei einem solchen Ausgang zu verschweigen, dass er das Mordopfer observiert hat, selbst wenn es dafür einen ganz harmlosen Grund gab, der nichts mit dem Mord zu tun hat. Und das gilt erst Recht für eine offizielle staatliche Stelle.

Aber wie gesagt: Ich bin nicht überzeugt davon, dass hier ein seriöser oder meinetwegen auch unseriöser Detektiv im Spiel war. Einfach weil der a) darauf geachtet hätte, dass man ihn eben NICHT bemerkt (@EDGARallanPOE hat das ja schon so treffend beschrieben). Und, weil b) für mich kein Grund ersichtlich ist, warum man Stoll bei einem Einkaufsbummel mit seiner Frau fotografieren sollte. Der Erkenntnis, dass Frau Stoll sich ein paar neue Schuhe und Herr Stoll sich eine neue Krawatte gekauft haben, ist doch nicht das Risiko wert, beim Fotografieren entdeckt zu werden.


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14.10.2021 um 14:31
Wenn Stoll wirklich unter Verfolgungswahn litt, so wäre es denkbar, das er den Mann, der in Siegen fotografiert hat als Verfolger wahrnahm, der dieser aber nie war.

Das ist bei solch einem Krankheitsbild nichts außergewöhnliches, das der Betroffene ganz alltägliche Situationen auf sich bezieht und sich damit noch mehr in seine Ängste hinein steigert.
Er fühlt sich in der Annahme bestärkt verfolgt zu werden, alleine dadurch, das er einen Mann mit Kamera bemerkte.
Das könne schließlich nur ihm gelten wäre dann die irrige Annahme, die ihn in seinen Ängsten nopch bestärkt

Hier könnte ich mir vorstellen, daß Stoll beim Einkaufen in Siegen jemanden bemerkt hat, der irgend etwas fotografierte und das sofort auf sich selbst bezog

Er machte seine Frau auf den Fotografen aufmerksam, die diesen dann natürlich auch wahrnahm, ohne sagen zu können, ob das Fotografieren wirklich Ihnen galt, oder ob der Fotograf ganz andere Motive im Blick hatte als das Ehepaar Stoll.

Vielleicht hatte der Mann auch schlichtweg eine Kamera sichtbar dabei, was schon alleine für sich die Verfolgungsängste wieder hochkochen ließ.

Wie schon erwähnt, spricht vieles dafür, das die Aussage der alten Frau 35 Jahre nach der Tat ausschließlich auf indirektes Wissen bzw im Dorf seinerzeit umlaufenden Gerüchten basiert.


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14.10.2021 um 15:42
Die Aussage, dass Herr Stoll sich bedroht fühlte, stammt ja erstmal von seiner Ehefrau.

Nun gibt es folgende Möglichkeiten:

Die Frau sagt die Wahrheit.
Dann ist es doch seltsam, dass Herr Stolls Ängste sich am Ende bewahrheiteten und er am besagten Abend tatsächlich starb. Tatsächlich geht auch der Ermittler und die Staatsanwaltschaft (sonst wäre die Akte geschlossen) von einem Mord aus. In diesem Fall würde enorm viel dafür sprechen, dass die Ängste begründet sind und Herr Stoll tatsächlich bedroht wurde.

Die Frau sagt nicht die Wahrheit.
In diesem Fall möchte die Frau etwas vertuschen. Ihr ist natürlich bekannt, dass sie den Verfolgungswahn behaupten kann, ohne dass dies tatsächlich überprüfbar wäre. Hinzu kommt, dass die Frau zum Zeitpunkt der Beerdigung ein blaues Auge hatte. Hier käme dann wieder eine mögliche Vergeltungsaktion gegen den vermeintlichen Frauenschläger ins Spiel, wozu auch der restliche Verlauf des Abends gut passen würde (wie vorher schon dargestellt).


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14.10.2021 um 17:46
@petersi
Laut xy äußerte er seine Ängste nicht nur gegenüber seiner Frau.

Die Logik einer möglichen Vergeltungsaktion erschließt sich mir nicht.
Klar könnte man daran denken, wenn man davon ausgeht, er war an dem Abend gewalttätig.
Aber das passt alles nicht richtig zusammen :

Wo sollte Fr. Stoll auf die Schnelle diese Rächer herbei bekommen?
Wo sollte man ihn abpassen in der Nacht, wenn nicht zu Hause ?
(Hätte man denn die Stunden gewartet, bis er nach Fr. Hellfritz dort wieder auftauchte ?)
Wieso bekam keiner der Dorfbewohner etwas davon mit ? (Kaum vorstellbar, das das Ganze leise und ohne Gegenwehr von statten ging)
Warum überrollte man ihn ?
(Wer kommt auf so eine blöde Idee, bei der eine Beschädigung am eigenen Auto einkalkuliert werden muss ?)
Wie bewerkstelligte man es, das er sich freiwillig auszog und wie, das er still hielt als er überrollt wurde ?
Warum hatte er keinerlei andere Gewaltspuren am Körper ?
( Das erste ist doch mal, das es Schläge gibt, bei so einer Racheaktion)
und
Wieso wurde Stoll dann in Richtung Hagen transportiert. ( 80 km von dem vermeintlichen Tatort weg) ?

Ich denke mal auch der Bekanntenkreis des Ehepaares wurde überprüft und solch eine von mehreren durchgeführte Aktion wäre auch nicht die ganzen Jahre geheim geblieben.


Für mich sind da eigentlich zu viele Ungereimtheiten und der Logik widersprechende Annahmen die nicht erklärbar sind.


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14.10.2021 um 17:57
@EDGARallanPOE
Zitat von EDGARallanPOEEDGARallanPOE schrieb:Ich habe mich mal auf ein paar Seiten großer und seriöser Dienstleister, in diesem Gewerbe schlau gemacht.
Vielen Dank, da war ich noch nicht dazu gekommen. Das Ergebnis entspricht aber meinen Erwartungen. Es ging mir hierbei mehr um die Vollständigkeit bei der Betrachtung der Detektivüberlegungen, um diese abhaken zu können.

@brigittsche
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Ich würde auch sagen, dass sich kein seriöser Detektiv leisten kann, bei einem solchen Ausgang zu verschweigen, dass er das Mordopfer observiert hat, selbst wenn es dafür einen ganz harmlosen Grund gab, der nichts mit dem Mord zu tun hat. Und das gilt erst Recht für eine offizielle staatliche Stelle.

Aber wie gesagt: Ich bin nicht überzeugt davon, dass hier ein seriöser oder meinetwegen auch unseriöser Detektiv im Spiel war. Einfach weil der a) darauf geachtet hätte, dass man ihn eben NICHT bemerkt (@EDGARallanPOE hat das ja schon so treffend beschrieben). Und, weil b) für mich kein Grund ersichtlich ist, warum man Stoll bei einem Einkaufsbummel mit seiner Frau fotografieren sollte. Der Erkenntnis, dass Frau Stoll sich ein paar neue Schuhe und Herr Stoll sich eine neue Krawatte gekauft haben, ist doch nicht das Risiko wert, beim Fotografieren entdeckt zu werden.
Ganz genau. Selbst wenn man sich vorstellt, dass der Chef vom Detektivbüro mit Frau S. gesprochen hat und dann ein Angestellter, der sie nicht gesehen hat, mit der Observierung von G.S. beauftragt wurde um den beim Fremdgehen abzulichten, wird da kein Schuh draus.

Nach G.S.´s Tod hätte der sich gemeldet: "Der/die X hat unser Büro damit beauftragt, den G.S. zu observieren, weil..."

Schon aus Eigenschutz.

@Nightrider64
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:Wenn Stoll wirklich unter Verfolgungswahn litt,
Alles zugestanden. Möglich. Auch wahrscheinlich?

Was mich stört ist die Vehemenz, mit der hier ( oder auch in anderen Diskussionen ) einem Opfer Verfolgungswahn, Selbstmordtendenzen etc. angehängt werden, obwohl eine recht komplexe umfangreiche Fremdbeteiligung vorliegt, die nicht wegdiskutiert werden kann.

Die auch schwer nachzuvollziehen ist.

Die von einem Unfall beendet wird oder unterbrochen, sodass offen bleibt, was die Beteiligten weiter vorhatten.

Sicher, dass es da nicht nur um´s eigene Weltbild geht?

Davon mal abgesehen:
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:Eine Aussage einer Frau 30 Jahre später, die berichtete, auch Stolls Ehefrau habe ein Fotografieren bemerkt.
Vielleicht wurde ja in Siegen jemand beobachtet der fotografierte.
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:Wie schon erwähnt, spricht vieles dafür, das die Aussage der alten Frau 35 Jahre nach der Tat ausschließlich auf indirektes Wissen bzw im Dorf seinerzeit umlaufenden Gerüchten basiert.
Eben noch 30 Jahre, ein paar Beiträge später 35 Jahre, ja da kann man die Veränderungen von Aussagen im Verlauf der Zeit im Zeitraffer beobachten. Du solltest Dich mal entscheiden.

Außerdem steht noch die Statistik aus, nach der zur Zeit von G.S.´s Tod 99,9% Sichtung fremder Autokennzeichen in einem Kleinkaff als unverdächtig nachgewiesen sind.

@petersi
Zitat von petersipetersi schrieb:Die Aussage, dass Herr Stoll sich bedroht fühlte, stammt ja erstmal von seiner Ehefrau.

Nun gibt es folgende Möglichkeiten:

Die Frau sagt die Wahrheit.
Dann ist es doch seltsam, dass Herr Stolls Ängste sich am Ende bewahrheiteten und er am besagten Abend tatsächlich starb. Tatsächlich geht auch der Ermittler und die Staatsanwaltschaft (sonst wäre die Akte geschlossen) von einem Mord aus. In diesem Fall würde enorm viel dafür sprechen, dass die Ängste begründet sind und Herr Stoll tatsächlich bedroht wurde.
Eben.

Die zweite Möglichkeit beinhaltet aber ebenfalls, dass G.S. sich nicht selbst umbrachte.

MfG

Dew


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14.10.2021 um 18:51
@Nightrider64
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:Laut xy äußerte er seine Ängste nicht nur gegenüber seiner Frau.
Noch besser, es hat sich also nicht nur eine Person ausgedacht.
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:Wo sollte man ihn abpassen in der Nacht, wenn nicht zu Hause ?
Wenn man ihn wirklich dringend abpassen wollte, dann wäre das tatsächlich ein naheliegender Ort.
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:(Hätte man denn die Stunden gewartet, bis er nach Fr. Hellfritz dort wieder auftauchte ?)
Warum nicht? Irgendwann musste er da auftauchen. Wenn man ihn wirklich dringend abpassen wollte, dann wäre Zeit nebensächlich.
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:Wieso bekam keiner der Dorfbewohner etwas davon mit ? (Kaum vorstellbar, das das Ganze leise und ohne Gegenwehr von statten ging)
Weil die nachts geschlafen haben? Wenn er dort abgepasst wurde, muss es dort auch nicht zur Gewalt gekommen sein. Komm mit, wir müssen reden.

Dass Du Dir das nicht vorstellen kannst oder willst, ist völlig irrelevant. Es ist möglich.
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:Warum hatte er keinerlei andere Gewaltspuren am Körper ?
( Das erste ist doch mal, das es Schläge gibt, bei so einer Racheaktion)
Möglicherweise wurden die Spuren einer kurz vorher erfolgten Gewalt durch die Überrollspuren überdeckt. Bei geringem zeitlichen Abstand ist das schwierig auseinanderzuhalten.

Erstmal Prügel, so machst Du das also? Aus dem offiziellen Lehrbuch für Vollstrecker? Vielleicht hat man dem armen Kerl den Arm, der nachher abriss auf den Rücken gedreht, das ist auch schmerzhaft. Und dann finde mal jemand überhaupt noch eine Spur davon.
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:Wie bewerkstelligte man es, das er sich freiwillig auszog und wie, das er still hielt als er überrollt wurde ?
Durch eine sehr überzeugend vorgebrachte Drohung. Vielleicht dachte er, o.k., das wird jetzt schlimm und peinlich, aber umbringen werden sie mich schon nicht. Da muss ich jetzt durch.

Er hat also beim Überrolltwerden stillgehalten, woher weißt Du das denn?

Genausogut kann er auf der Flucht vor seinen Peinigern gewesen, von diesen im Auto verfolgt worden und ( un- ? ) beabsichtigt überfahren worden sein. Ich weiß das natürlich nicht, halte es aber in so einem Szenario für möglich.
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:Wieso wurde Stoll dann in Richtung Hagen transportiert. ( 80 km von dem vermeintlichen Tatort weg) ?
Über die Fahrtrichtung bin ich mal mit Dir einig. Aber jetzt überraschst Du mich:
Es gibt einen vermeintlichen Tatort?
Das wäre mir neu, wo soll der denn sein?
Was qualifiziert ihn als "vermeintlichen" Tatort?
Bedeutung von "vermeintlich":
vermeintlich
[ver·me̱i̱nt·lich]
ADJ
so, dass etwas irrtümlich als etwas anderes angesehen oder eingeschätzt wird, als es ist
"Die vermeintliche Giftschlange entpuppte sich als völlig harmlos."
synonyme:
angeblich · scheinbar · vorgeblich · speziös · putativ
Quelle: https://www.bing.com/search?q=vermeintlich+bedeutung&form=ANNTH1&refig=a4c3be869f5b4ad68dec50291cc09e33&sp=4&qs=AS&pq=vermeintlich&sk=AS2LS1&sc=8-12&cvid=a4c3be869f5b4ad68dec50291cc09e33

Wer hat den ins Spiel gebracht?

Ich bin gespannt.

MfG

Dew


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14.10.2021 um 18:53
Zitat von DewDew schrieb:Was mich stört ist die Vehemenz, mit der hier ( oder auch in anderen Diskussionen ) einem Opfer Verfolgungswahn, Selbstmordtendenzen etc. angehängt werden, obwohl eine recht komplexe umfangreiche Fremdbeteiligung vorliegt, die nicht wegdiskutiert werden kann.
Zitat von DewDew schrieb:Sicher, dass es da nicht nur um´s eigene Weltbild geht?
Sagen wir mal so: Wenn man sich die Diskussion durchliest, dann hat man den Eindruck, dass es ebenso eine Fraktion gibt, denen die Annahme eines "Verfolgungswahns" andersherum gegen das eigene Weltbild geht, das man im Sinne von "psychische Krankheiten existieren eigentlich gar nicht sondern werden nur immer angedichtet wenn man nicht mehr weiter weiß oder jemanden zum Schweigen bringen will" zusammenfassen könnte.

Und mal ganz ehrlich gesagt: Ich halte es für wahrscheinlicher, dass der Stoll tatsächlich an "Verfolgungswahn" litt, als dass er ein Ost- Spion in der westdeutschen Lebensmittelindustrie war und wegen seines umfangreichen Wissens über die Keksproduktion umgebracht wurde. Oder dass ihn die Rächer seiner verprügelten Ehefrau umgebracht haben.

Dass er aller Wahrscheinlichkeit nach umgebracht wurde, schließt ja nicht aus, dass er vorher an "Verfolgungswahn" gelitten hat. Nur sind diese Erzählungen mit den angeblichen fremden Autos und dem Fotografen, der den Stoll und seine Frau fotografiert haben soll, reichlich obskur und daher kein sicherer Beleg dafür, dass die Bedrohung real war.


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14.10.2021 um 19:38
@brigittsche
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Sagen wir mal so: Wenn man sich die Diskussion durchliest, dann hat man den Eindruck, dass es ebenso eine Fraktion gibt, denen die Annahme eines "Verfolgungswahns" andersherum gegen das eigene Weltbild geht, das man im Sinne von "psychische Krankheiten existieren eigentlich gar nicht sondern werden nur immer angedichtet wenn man nicht mehr weiter weiß oder jemanden zum Schweigen bringen will" zusammenfassen könnte.
Ja, aber da möchte ich ergänzen. Ich stelle bei den Verfechtern von psychischen Grenzzuständen als Ursachen für schwer nachvollziehbare Gewalttaten immer wieder einen recht "kreativen" Umgang mit Fakten fest, der regelmäßig darin mündet, dass der gemeine psychisch angeknackste das eben so oder so mache oder nicht mache, weil er eben psychisch angeknackst ist. Punkt. Das ist sozusagen der Joker in deren Argumentation.

Natürlich ist das nicht a priori auszuschließen, aber wenn jemand deutlich und mehreren Personen gegenüber durchblicken lässt, dass er sich bedroht fühlt und am Ende zeitnah wirklich unter undurchsichtiger, aber nicht zu leugnender Fremdbeteiligung gewaltsam zu Tode kommt, dann finde ich, man darf schon mal Eins und Eins zusammenzählen und auf Zwei kommen. Das klingt aber vielleicht manchem zu banal. Obwohl es doch wirklich tragisch und dramatisch genug ist.

Warum hat G.S. nicht definitiv geäußert, wer ihn bedrohte und warum?
In seiner Situation naheliegend könnte es ihm einfach extrem peinlich gewesen sein. Nach dem gescheiterten Studium stand er definitiv unter sozialem und finanziellem Druck. Das war auch psychologisch eine Ausnahmesituation für ihn, keine Frage. Nur woher sollen da die Wahnvorstellungen kommen? Er hat ja nicht beispielsweise behauptet, man hätte ihn zu Unrecht durchfallen lassen. "Die" hätten was gegen ihn gehabt.
Er hat nur zum Schluss gesagt, das waren nicht seine Freunde. Und das kommt mir sehr klar vor, denn das waren sie bestimmt nicht.
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Und mal ganz ehrlich gesagt: Ich halte es für wahrscheinlicher, dass der Stoll tatsächlich an "Verfolgungswahn" litt, als dass er ein Ost- Spion in der westdeutschen Lebensmittelindustrie war und wegen seines umfangreichen Wissens über die Keksproduktion umgebracht wurde. Oder dass ihn die Rächer seiner verprügelten Ehefrau umgebracht haben.
O.k., das mit dem Spion ist wirklich fast so unwahrscheinlich, wie die Beteiligung Außerirdischer und da gewinnt natürlich der Verfolgungswahn etwas an Boden aber wir sind uns doch einig, dass dieser Bodengewinn sich am Rande der Wahrscheinlichkeit abspielt. Wenn man will, kann man immer noch unwahrscheinlichere Möglichkeiten herbeizerren, davon wird aber der Verfolgungswahn nicht manifest.

Im Zusammenhang mit Lebensmittelindustrie wäre ja da noch eine Möglichkeit, dass G.S. irgendwie Wind von einem Lebensmittelskandal gekriegt hätte und deshalb zum Schweigen gebracht werden sollte.
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Dass er aller Wahrscheinlichkeit nach umgebracht wurde, schließt ja nicht aus, dass er vorher an "Verfolgungswahn" gelitten hat. Nur sind diese Erzählungen mit den angeblichen fremden Autos und dem Fotografen, der den Stoll und seine Frau fotografiert haben soll, reichlich obskur und daher kein sicherer Beleg dafür, dass die Bedrohung real war.
Sicher nicht. Aber mal ehrlich ( ;-) ), für wie wahrscheinlich hältst Du es denn, dass jemand wie G.S. sich eine Bedrohung A einbildet für die es auch noch passende Indizien gibt ( auch wenn die schwach sind, so passen sie doch ) und dann durch eine völlig andere Bedrohung B tatsächlich gewaltsam zu Tode kommt, die er nicht hat kommen sehen?

Wie viele Todfeinde soll sich denn so jemand gemacht haben? Das war doch kein Mafiapate.

MfG

Dew


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Der Yogtze-Fall

14.10.2021 um 20:09
Zitat von DewDew schrieb:Was mich stört ist die Vehemenz, mit der hier ( oder auch in anderen Diskussionen ) einem Opfer Verfolgungswahn, Selbstmordtendenzen etc. angehängt werde
Weil das schon bei der Erstausstrahlung in xy so zur Sprache gebracht wurde und insbesondere betont wurde, das seine eigene Frau ihm nicht glaubte, das er real bedroht wurde.
Allen Zeugen, denen er die Nacht begegnete, kam er psychisch verwirrt vor, so daß sie ihn für betrunken hielten.
Zitat von DewDew schrieb:Außerdem steht noch die Statistik aus, nach der zur Zeit von G.S.´s Tod 99,9% Sichtung fremder Autokennzeichen in einem Kleinkaff als unverdächtig nachgewiesen sind.
Das ist jetzt abschweifend. Mögen es nur 95,6 % sein. Die meisten Autos, die offen vor fremden Häusern parken sind harmloser Natur.
Hier ist davon auszugehen, da wie schon bemerkt, die Autos gar nicht thematisiert werden bei der Fernsehfahndung. Also wahrscheinlich längst geklärt.

@Dew
Ansonsten kannst Du hier natürlich jedes einzelne unlogische Verhalten herausklauben und durch eine durch nichts gestützte und äußerst sinnfreie Ersatzannahme erklären.
Nur sind das zu viele sinnfreie Handlungen, die den Handelnden da unterstellt werden müssten.
Mit jeder einzelnen dieser sinnfreien Handlungsweisen, die zwangsläufig angenommen werden müssen, wird die Theorie unwahrscheinlicher, ja im Gesamtzusammenhang schlichtweg absurd.

Aus der einzigen halbwegs belegten Tatsache, dem blauen Auge, wird eine Geschichte zusammen gesponnen die in vielen Einzelhandlungen vor allem aber in ihrer Gesamtheit völlig absurd ist.

Wo soll Fr. Stoll denn die Rächer her bekommen haben so mitten in der Nacht ?
Wieso sollte jemand die halbe Nacht ausharren um Stoll abzupassen, wo er doch gar nicht weis, ob der überhaupt zurückkehrt?
Waren das alles Arbeitslose, die nichts besseres zu tun hatten als die halbe nNacht auszuharren und sich so blödsinnige Ideen auszudenken, die sie dann auch durchführten?

Klar hätte Stoll sich lautlos abführen lassen können. Aber normal wäre erst einmal eine verbale Auseinandersetztung und anschließende Handgreiflichkeiten, die nie statt fanden (lt Obduktion)
Das ist nur das erste Beispiel für die Vielzahl der völlig unrealistischen Annahmen, die zwangsläufig getroffen werden müssen um die Theorie überhaupt nur ansatzweise halten zu können.
Plausibel ist da gar nichts.

Schöne Phantasiegeschichte mit den Rächern.
Aber Spuren zu dieser These gibt es überhaupt keine Einzigen
Wahrscheinlich passt das Alles nicht einmal zeitlich zusammen, nachdem Stoll von Frau Hellfritz weg gefahren ist.


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Der Yogtze-Fall

14.10.2021 um 20:36
Zitat von DewDew schrieb:Aber mal ehrlich ( ;-) ), für wie wahrscheinlich hältst Du es denn, dass jemand wie G.S. sich eine Bedrohung A einbildet für die es auch noch passende Indizien gibt ( auch wenn die schwach sind, so passen sie doch ) und dann durch eine völlig andere Bedrohung B tatsächlich gewaltsam zu Tode kommt, die er nicht hat kommen sehen?
Nun, zum Beispiel indem er in seinem "Verfolgungswahn" (ich gebrauche diesen Begriff nicht gerne weil er abwertend klingt aber mir fällt kein anderer ein) gegenüber den falschen Leuten, mit denen er vorher gar nicht mal viel zu tun gehabt haben muss, die "Flucht nach vorn" antrat.

Also sie in seiner Verzweiflung als seine vermeintlichen Verfolger zur Rede stellte, vielleicht auch drohte "euch hetze ich die Polizei auf den Hals, dann werdet ihr schon sehen, was ihr davon habt, mir hier nachzustellen". Und diese Leute, die Stoll keineswegs verfolgt hatten, wiederum reagierten (weil sie aus anderen Gründen sehr daran interessiert waren, dass die Polizei sich nicht mit ihnen beschäftigt) darauf zunächst ungehalten und, als Stoll nicht aufhörte, mit einer ziemlichen Aggression, die dann wiederum in der bekannten Aktion gipfelte, einschließlich der missglückten Fahrt mit dem verletzten Stoll.
Zitat von DewDew schrieb:Im Zusammenhang mit Lebensmittelindustrie wäre ja da noch eine Möglichkeit, dass G.S. irgendwie Wind von einem Lebensmittelskandal gekriegt hätte und deshalb zum Schweigen gebracht werden sollte.
Ja, das wäre möglich. Allerdings war Stoll ein arbeitsloser (!) gescheiterter Student (!). Da sehe ich nicht, wie er von einem solchen Skandal erfahren haben könnte. Dann müsste es schon ein so offensichtlicher Skandal gewesen sein, dass jeder Hilfsarbeiter davon wusste.


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