FriedrichA.III schrieb:Das ist ein harter Vorwurf, den ich nicht ganz nachvollziehen kann. Die Ermittler haben sich von dem damaligen Gutachten ins Boxhorn jagen lassen.
Sie hätten nur die Untersuchungsergebnisse der Obduktion, mit den technischen Gutachen des verunfallten Fahrzeuges abgleichen müssen.
Dann wäre klar gewesen, das keine weiterer unangeschnallte(Fakt) Person im Auto gesessen haben kann als dieses von der AB abkam.
FriedrichA.III schrieb:Eben, man ist damals offenbar nicht von einer so hohen Geschwindigkeit ausgegangen, und hier widersprichtst du dir auch selbst. Die Ermittlerin, die den Cold Case gelöst hat, sagt:
Ich widerspreche mir keinesfalls selbst.-
Mangels anderer Informationen und fehlender Fotos des Unfallwagens musste ich , wie auch Andere. davon ausgehen, das der Golf nur sehr langsam abgebremst wurde und keinesfalls abrupt mit 60- 90 km/h wie es sich jetzt herausstellte.
Da kamen dann die wildesten Spekulationen ins Spiel, wie etwa, ins Gebüsch rollen lassen oder überhaupt, ein Absichtliches verlassen der AB um einen Unfall vorzutäuschen, was aber bei einem nackten Mann auch keinen Sinn macht und der Mühe nicht wert gewesen wäre
Wenn kommuniziert worden wäre, das die Aufprallgeschwindigkeit um die 70km/h lag und das niemand die Sicherheitsgurte benutzte, hätte ich sowieso gleich ausgeschlossen, das dort noch jemand gesessen haben könnte und unverletzt rausgekommen sein soll.
Ferner hätte dies meine These, die ich von Anfang an vertrat gefestigt,. das es kein gestellter Unfall sein kann.
Auch hätte jeder Laie hier gewusst, das niemand Stoll auf den Beifahrersitz gelegt oder gesetzt haben kann, weil dieser unangeschnallt bei dem Abritt keinesfalls dort liegen geblieben wäre und sein Körper beim Aufprall spezifische Spuren hinterlassen hätte, wie es ja jetzt erst kommuniziert wurde.
FriedrichA.III schrieb:Welche Geschwindigkeit in dem alten Gutachten angenommen wurde, wissen wir nicht.
Der Gerichtsmediziner hat wohl gar keine mögliche Geschwindigkeit festgestellt und der KFZ Sachverständige hat das Obduktionsergebnis nicht hinterfragt oder es nur ansatzweise mit Spuren im Fahrzeug abgeglichen.
Wäre dies geshehen, wäre der Fall schnell geklärt worden und gar nicht zur Ausstrahlung gekommen
Origines schrieb:Mit dem Wissen von heute wird oberschlau und vom hohen Ross herab über die Ermittlungen und Ermittler vor 40 Jahren hergezogen. Das ist ziemlich billig und auch nicht zielführend. Fehler passieren zwar, überall, aber die Kritik ist übertrieben und nicht angemessen.
Sehe ich komplett anders.
Es wurde schlampig gearbeitet.
Hätte man das Obduktionsergebniss nicht einfach so hin genommen, sondern mit den Schäden im KFZ abgeglichen, hätte man schnell gemerkt, das da was nicht stimmen kann.
Origines schrieb:uch psychisch kranke Paranoiker können Opfer einer Gewalttat werden. Zudem wäre es mir neu, dass eine psychische Erkrankung Stolls so glasklar gewesen wäre.
Ziemlich klar.
Er ist schon Jahre vorher in ganz anderem Zusammenhang durch Paranoide Anfälle aufgefallen.
Da kann man nicht drüber hinweg sehen. Zumal alle Fakten gegen seine Aussage von 4 Nichtfreunden im Golf ( oder auch sonstwo) spricht.
Zudem kam, der Alkoholiker Stoll auch jedem, den er in dieser Nacht getroffen hat verwirrt vor, was man mit Trunkenheit erklärte.
Dann noch der komplett fehlende " Motivhintergrund".
Der handfeste Streit mit seiner Frau an dem Abend, kam auch erst 20 Jahre später raus und lässt das ganze Geschehen noch einmal in anderem Licht da stehen.
Letztendlich noch eine Notiz, die nie vorlag, aus einer Erinnerung ein halbes Jahr später stammte.
Seltsamerweise wurde die Notiz handschriftlich "gemalt" abgebildet, das man annehmen musste, das sie genau so vorlag.
Das legt schon fast eine gewollte Irreführung nahe.
Origines schrieb:ber es war halt nicht offenbar, dass das Opfer alleine mit seinem Auto von der Autobahn abgekommen ist und dafür ein psychischer Ausnahmezustand ursächlich w
Alles sprach schon seinerzeit dafür.
Man hätte nur richtig ermitteln müssen und es sich verkneifen, mit so dünnen und teilweise Irreführenden Annahmen ins Fernsehen zu gehen,.