So ganz plausibel erscheint mir aber der Unfallhergang immer noch nicht. Ich zitiere mal aus dem neuen Gutachten, das in dem oben verlinkten Video ab Minute 14:40 eingeblendet wird:
"Günther Stoll kollidierte mit 60 bis 80 km/h mit einem größeren Baum. (…) Anschließend schleuderte der Pkw Stoll immer langsamer werdend durch das Gehölz. (..) Zuletzt lässt sich eine schräge oder seitliche Kollision mit einem Buschwerk (…) einbinden."
Quelle: Unfallgutachten, zitiert nach Video auf der Seite
https://www1.wdr.de/lokalzeit/verbrechen/mordorteyoutube/cold-case-stoll-hagen-100.html2 Punkte kommen mir dabei merkwürdig vor:
1. Die Kollision mit dem "größeren Baum" muss entsprechend dem im Video abgebildeten Foto des Autos ziemlich mittig erfolgt sein. Normalerweise ist dann Schluß der Fahrt.
Die einzige Möglichkeit, wie der Wagen sich weiterbewegen konnte, wäre, dass der Baum unter der Wucht des Aufpralls abgeknickt und der Stumpf überfahren wurde. Ob dies möglich gewesen ist, hängt von der Große und Stabilität des Baumes ab. Bei einem "größeren Baum" habe ich da so meine Zweifel.
2. Diese Spuren, besonders ein umgefahrener Baum, kann von den aufnehmenden Beamten und vom Gutachter nicht übersehen worden sein. Mir sind aber keine Aussagen bekannt, dass solche Spuren am Tatort vorgefunden wurden.
Nebenbei bemerkt: Bei einer so verquasten Ausdrucksweise in einem Gutachten ("Zuletzt lässt sich eine schräge oder seitliche Kollision ..
einbinden.") bin ich immer misstrauisch.