Gast_01 schrieb:In dem WDR-Beitrag wird ab Minute 08:40 gesagt, dass der Kfz-Gutachter die Aussage tätigte, dass er das Verletzungsbild nicht mit dem Unfall vereinbaren lassen, sondern die Verletzungen von einem Überrollen stammen müssen. So wie dort gesagt wird, klingt es nicht so, als ob da je eine Zweitmeinung eingeholt wurde.
Ja, aber das sagt doch nichts über die Frage aus, die
@Histokrat gestellt hat, nämlich ob an Stolls Leichnam denn keine Untersuchung auf Lacksplitter usw. vorgenommen wurde. Die wird der Kfz-Gutachter ja auf keinen Fall durchgeführt haben.
Das ist also unabhängig von dem, was der Gutachter sagt. Nehmen wir mal an, das Team Sowieso untersucht Stolls Leichnam auf solche Spuren und findet nichts. Das muss, wenn es denn gemacht wurde, ja zeitlich recht bald nach dem Unfall passiert sein, also noch bevor der KfZ-Gutachter eingeschaltet wurde.
Dann später, sagt de Kfz-Gutachter, dass er glaubt, Stoll sei überrollt worden. Dazu zieht er die Dokumente der Obduktion heran, auf deren Basis er dann zu diesem Schluss kommt.
Dann nehmen die Ermittler beide Gutachten und legen sie nebeneinander. Und stellen fest: Der Gutachter sagt, Stoll sei überrollt worden, die Untersuchung auf Lacksplitter sagt, es gäbe keine.
Und daraus schließt man dann, dass Stoll eben flach auf dem Boden liegend "überrollt" wurde, weil a) der Kfz-Gutachter sagt, die Verletzungen kämen nicht vom Unfall und b) die Untersuchung auf Lacksplitter keine gefunden hat.
Ich will nicht behaupten, dass es so war, aber es könnte eine Erklärung sein.