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Der Yogtze-Fall

16.857 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Auto, Ungelöst ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Der Yogtze-Fall

Der Yogtze-Fall

14.06.2026 um 13:43
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:Wenn man ferner erwähnt hätte, das diese Yogtze Notiz so gar nicht vor lag.
Kann man denn noch so richtig nachvollziehen, wie diese Yogtze-Notiz in die öffentliche Wahrnehmung des Falles geraten ist?

Ich frage das deshalb, weil zum Beispiel im Fall Pauli vor Aktenzeichen xy immer die Rede davon war, dass er eine Schallplatte kaufen wollte. In der Sendung wurde das als Synonym für für ein romantisches Treffen dargestellt und gab der Sache plötzlich einen völlig anderen Drive.

Hat sich der Yogtze-Zettel möglicherweise auf ähnliche Art verselbstständigt? Es ist im Nachgang meines Wissens immer wieder gesagt worden, dass der Zettel nicht mehr vorlag und seine Existenz allein auf Aussagen beruht. So richtig durchgedrungen ist das aber nicht und alle stürzten sich auf dieses merkwürdige Wort.


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Der Yogtze-Fall

14.06.2026 um 14:52
Zitat von IlvarethIlvareth schrieb:Hat sich der Yogtze-Zettel möglicherweise auf ähnliche Art verselbstständigt?
Ich denke mal, dazu hat beigetragen, dass die psychischen Probleme von Stoll und auch die Rolle die der Alkohol offenbar gespielt hat, in der XY-Sendung nicht wirklich thematisiert wurden. Wahrscheinlich weil man vermeiden wollte, dass die Zuschauer denken "Ach, der Typ hatte doch eine Meise, das ist ja alles Quatsch, was der so erzählt hat!" und gar nicht weiter darüber nachdenken.

Und auch die "Überlieferung" (also dass die Ermittler den Zettel nie gesehen haben und die Frau die Buchstaben nur aus dem Gedächtnis angegeben hat) wurde vermutlich bewusst nicht erwähnt, damit die Zuschauer nicht denken sollten: "Ach, yogtze, so ein Quatsch, das hat die Frau bestimmt durcheinander geworfen, da stand bestimmt etwas anderes....".

Damit rückte die mögliche Erklärung, dass "yogtze" überhaupt keine reale Bedeutung hatte sondern nur "im Kopf" von Herrn Stoll existierte, in den Hiergrund bzw. wurde von der Öffentlichkeit nicht wahrgenommen. Es ist also das genaue Gegenteil erreicht worden: Die Leute haben über etwas nachgedacht, das wohl gar keine Bedeutung hat.

Und außerdem war es natürlich ein schöner Aufhänger für die Berichterstattung in den diversen Medien. Das hat den Zettel irgendwann gewissermaßen zum Selbstläufer gemacht.


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14.06.2026 um 18:33
Ich kann meine Frage ja nochmal etwas einfacher stellen:
Der Sachverständige will anhand des Verletzungsbildes zu dem Schluß gekommen sein, Stolls Verletzungen seien ihm von einem, fremden Fahrzeug zugefügt worden. Also muss im Anschluß nach Spuren eines solchen Fahrzeuges an seinem Körper gesucht worden sein. Wenn es darüber keine Aufzeichnungen gibt, liegt der Schluß sehr nahe, dass diese aus den Akten verschwunden sind.


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14.06.2026 um 20:38
Du stellst die Frage gar nicht anders. Und bleibst somit bei deiner vorherigen falschen Meinung.

Sachverständiger ist ein aller Welt Begriff. Hier gibt es ein Unfallgutachter. Er beurteilt den technischen Zustand des Fahrzeuges. Weiter gibt es einen medizinischen Bericht. Erstellt durch einen Arzt. In dem Fall der Leichenbeschauer. Der Leichenbeschauer kommt zum Schluss, dass die Verletzungen von Stoll typisch sein wie sie bei einem überrollen entstehen.

Das ist natürlich völliger Unsinn nach einem Fahrzeug zu suchen mit welchem Stoll überrollt wurde. Wo willst du da ansetzen. Bei x Millionen Fahrzeugen? Naheliegend ist da nur gerade das Fahrzeug von Stoll. Da hat aber der Unfallgutachter keine Spuren eines Überrollens gefunden.

Nun mag man geteilter Meinung sein, dass der Unfallgutachter zum Schlusskommt, dass Stoll von einem Dritt Fahrzeug überrollt wurde. Persönlich habe ich weiter vorne mehrfach die Meinung geäussert, dass durch ein überrollen schwerste Kopfverletzungen; mit sofortigem Todeseintritt die Folge sein müssten. Eigentlich hätte ein Obduktion angeordnet werden müssen. Was mehr Klarheit zu den Verletzungen wie der Todesursache gebracht hätte.

Wo ich aber mit der vorgestellten These bei XY konform gehe ist, dass Stoll von seinen vier nicht Freunden auf den Beifahrersitz gebracht wurde. Und beim verlassen der Fahrbahn durch einen Drittlenker auch auf diesem gesessen hat. Für mich persönlich erklärt dies die Auffindsituation am besten.


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Der Yogtze-Fall

14.06.2026 um 21:48
Zitat von HistokratHistokrat schrieb:er Sachverständige will anhand des Verletzungsbildes zu dem Schluß gekommen sein, Stolls Verletzungen seien ihm von einem, fremden Fahrzeug zugefügt worden. Also muss im Anschluß nach Spuren eines solchen Fahrzeuges an seinem Körper gesucht worden sein. Wenn es darüber keine Aufzeichnungen gibt, liegt der Schluß sehr nahe, dass diese aus den Akten verschwunden sind.
Darüber gib es Aufzeichnungen, nämlich das Obduktionsprotokoll.
Dessen Deutung war seinerzeit falsch.
Vor allem, weil diese Aussage nicht mit anderen Spuren abgeglichen wurde.
Ansonsten wäre schon seinerzeit klar gewesen, das es eben nicht so sein kann , mit woanders überrollen und dann auf dem Beifahrersitz legen und warum auch immer gegen einen Baum zu fahren.
Schon deshalb nicht, weil ein auf den Beifahrersitz gesetzt oder gelegte Mann dort bei dem Abritt von der AB niemals so liegen geblieben wäre.

Wie es damals zu dem Trugschluss des Sachverständigen kam , erklärt die Kommissarin , die den Fall jetzt letzten Endes gelöst hat.
Schlichtweg schlampig gearbeitet.
Von einer falschen Schlussfolgerung ausgehend kriminalistisch immer nur mit Hilfskonstruktionen gearbeitet um diese falsche Annahme zu stützen.
Und schon kam man zu der Räuberpistole, mit dem nackt überrollen, irgendwo mitten im Sauerland in tiefster Nacht.
Zitat von schluesselbundschluesselbund schrieb:Der Leichenbeschauer kommt zum Schluss, dass die Verletzungen von Stoll typisch sein wie sie bei einem überrollen entstehen.
Hier wurde Obduziert. Leichenbeschau ist was Anderes
Zitat von schluesselbundschluesselbund schrieb:Das ist natürlich völliger Unsinn nach eine
Zitat von schluesselbundschluesselbund schrieb:Naheliegend ist da nur gerade das Fahrzeug von Stoll. Da hat aber der Unfallgutachter keine Spuren eines Überrollens gefunden.
OK (?) Auf die Idee kann man kommen.
Zitat von schluesselbundschluesselbund schrieb:Eigentlich hätte ein Obduktion angeordnet werden müssen. Was mehr Klarheit zu den Verletzungen wie der Todesursache gebracht hätte.
Natürlich wurde Stoll obduziert.
Ansonsten hätte man ja heute gar nicht beurteilen können, das ein Überrollen eben nicht stattgefunden hat.
Auch schon die Aussage der Komissarin , er habe schon Organschäden vom Alkohol, lässt dies zwingend annehmen.
Die Deutung dieser bei der Obduktion beschriebenen Verletzungen war damals jedoch komplett falsch.
Aber es lag eine ,auch durch Fotos , akribisch dokumentierte Obduktion vor, anhand derer auch die damaligen Schlussfolgerungen widerlegt werden konnten.
Wie es zu dieser Fehleinschätzung gekommen sein wird, erklärt die Kommisarin so nebenbei.
Im Prinzip eine eklatante Fehlleistung, des Gutachters , sowie der damaligen Ermittlungsgruppe.
Und dann noch mit so einer " Räuberpistole" zu xy , aber wesentliche Aspekte, verschweigen
Zitat von schluesselbundschluesselbund schrieb:Wo ich aber mit der vorgestellten These bei XY konform gehe ist, dass Stoll von seinen vier nicht Freunden auf den Beifahrersitz gebracht wurde. Und beim verlassen der Fahrbahn durch einen Drittlenker auch auf diesem gesessen hat
Geht aber physikalisch nicht.
Der Sicherheitsgurt war nicht angelegt und hätte man Stoll so auf den Beifahrersitz gesetzt, wäre er bei dem Abritt mit ca 100km/h mit aprupten Aufpral mit 70- 90 km/h dort nie sitzen geblieben.
Dies wurde durch Simulation bewiesen.
Des weiteren wäre dieser Drittlenker nicht einfach unverletzt vom Feld abmarschiert.
Die Wahrscheinlichkeit das unangeschnallt überhaupt zu überleben ist eh gering.

Ferner wurde bewiesen, das jemand , der vom Beifahrersitz katapultiert wurde Spuren im Fahrzeug hinterlassen hätte.

Jeder Insasse hätte Aufschlagspuren im Auto hinterlassen.
(Durch Simulation nachgewiesen, aber auch klar)
Sicherheitsgurte wurden nachweislich auch nicht benutzt,
Es wurden jedoch nur Spuren vom Fahrer gefunden.
Also kann nur Stoll selbst im Wagen gesessen haben.

So skuril es klingt:
Stoll ist nackig fahrend von der AB abgekommen und ungebremst in die Baumgruppe hinein, bis ein stabilerer Baum die Vorwärtsbewegung abrupt von 70-90km/h auf Null abbremste.


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Der Yogtze-Fall

15.06.2026 um 00:01
Zitat von schluesselbundschluesselbund schrieb:In dem Fall der Leichenbeschauer.
Es gibt in Deutschland den Beruf des Leichenbeschauers nicht, und der tut auch dort, wo es ihn gibt, nicht das, was du beschreibst.
Zitat von schluesselbundschluesselbund schrieb:Persönlich habe ich weiter vorne mehrfach die Meinung geäussert, dass durch ein überrollen schwerste Kopfverletzungen; mit sofortigem Todeseintritt die Folge sein müssten.
Da meinst du leider falsch.
Zitat von HistokratHistokrat schrieb:Der Sachverständige will anhand des Verletzungsbildes zu dem Schluß gekommen sein, Stolls Verletzungen seien ihm von einem, fremden Fahrzeug zugefügt worden. Also muss im Anschluß nach Spuren eines solchen Fahrzeuges an seinem Körper gesucht worden sein. Wenn es darüber keine Aufzeichnungen gibt, liegt der Schluß sehr nahe, dass diese aus den Akten verschwunden sind.
Man ging anfangs ja gar nicht von einem Tötungsdelikt aus, sondern von einem Unfall. Erst bei der Obduktion kam auf, dass Stoll überrollt worden ist. Mit dem Leichnam wird also auch nicht „spurenschonend“ umgegangen worden sein, zumal er erst auf dem Weg ins Krankenhaus verstarb und bis dahin denkbare Spuren auch verändert wurden. Selbst wenn eine Spurensuche nach der Obduktion stattgefunden hat, ist die nur bedingt aussagekräftig. Hätte man dabei keine Spuren von einem Unfallfahrzeug gefunden, kann man daraus nicht zwingend schlussfolgern, dass es kein anderes Fahrzeug gab. Möglicherweise hat man auf Grund der bereits vorgenommenen Veränderungen auch darauf verzichtet, weil gefundene Spuren keine Aussagekraft mehr gehabt hätten. Und was hätte man finden wollen? Höchstens einen Lacksplitter. DNA von einem möglichen Täter wäre nicht zu erwarten gewesen, und war 1984 auch noch kein Thema in Deutschland. Da waren eher Faserspuren das Ding, damit war bei dieser Sachlage aber auch nicht zu rechnen. Was man 1984 mit einem Lacksplitter hätte anfangen können, außer die Farbe zu bestimmen, kann ich nicht sagen, wirklich viel aber nicht. Dazu kommt, dass ja immer nur von Überrollen gesprochen wurde. Also Reifen auf Körper. Von einem Zusammenstoß mit einem Fahrzeug war ja nie die Rede, das gab auch das Verletzungsmuster nicht her (keine typischen Brüche in den Beinen etc). Wonach also suchen?

Insgesamt kann eine nachträgliche Spurensuche schon deshalb nicht durchgefürt worden sein, weil keine Aussicht auf Erfolg bestand.


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15.06.2026 um 09:31
Zitat von IlvarethIlvareth schrieb:Es gibt in Deutschland den Beruf des Leichenbeschauers nicht, und der tut auch dort, wo es ihn gibt, nicht das, was du beschreibst.
Schreibe ich, dass Leichenbeschauer ein Beruf ist?
Zitat von schluesselbundschluesselbund schrieb:Weiter gibt es einen medizinischen Bericht. Erstellt durch einen Arzt. In dem Fall der Leichenbeschauer.
Und was tut dann ein Leichenbeschauer? Ausser den Tod feststellen. Sicher auch wie hier im Diskutierten Fall Körperauffälligkeiten dokumentieren!
Zitat von IlvarethIlvareth schrieb:Da meinst du leider falsch.
So so! Schaue ich erstmal als dumme Behauptung an. Da wir hier von einem ganz bestimmten Fall diskutieren. Und schliesst somit jegliche Diskussionsgrundlage aus.
Zitat von IlvarethIlvareth schrieb:Erst bei der Obduktion kam auf, dass Stoll überrollt worden ist.
Dazu bräuchte ich mal eine Quelle!


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15.06.2026 um 12:59
Zitat von schluesselbundschluesselbund schrieb:Dazu bräuchte ich mal eine Quelle!
Die würde mich auch interessieren.

Soweit ich das verstanden habe, hat der KfZ-Gutachter geschrieben, dass die dokumentierten Verletzungen seiner Meinung nach nicht mit dem Unfall in Verbindung stehen.

@OnkelEde hat das sehr schön zusammengefasst:
Zitat von OnkelEdeOnkelEde schrieb am 28.05.2026:Ich denke, es gab halt bestimmte Verletzungen, die der Pathologe dokumentiert hat. Zum Beispiel so etwas wie "etwa 19,5 cm breite und 31 cm lange Druckverletzung auf dem rechten Brustkorb". Daraus hat dann im Jahr 1984 jemand geschlossen: das ist bestimmt eine Reifenspur - Stoll ist überrollt worden! Und weil die Schlappen vom Golf nur 18,5 cm breit sind, muss es ein anderes Auto gewesen sein.

Wenn es dokumentierte Spuren an Stolls Körper gegeben hätte, die einwandfrei einem anderen Auto zugeordnet werden können, dann würde eine Cold-Case-Ermittlerin das nicht mit einem Alleinunfall in Einklang bringen können - und die Staatsanwaltschaft nicht mit der Erklärung die Akte schließen
Dass in einem Obduktionsbericht eindeutig steht: "Die festgestellten Verletzungen lassen einwandfrei erkennen, dass der Tote von einem Auto überrollt wurde." kann man wohl ausschließe, denn darüber könnte man heute nicht einfach hinweggehen.

Deshalb haben ja einige Leute die Theorie entwickelt, das hätte in dem Bericht dringestanden, der wäre aber verloren gegangen.


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15.06.2026 um 18:53
Hören wir einfach nochmal rein. Ab min. 5.30

Beitrag von schluesselbund (Seite 672)

Es gibt keine Obduktionsbericht. Von daher kann dort auch nichts stehen. Es gibt wohl einen ärztlichen befund von Leichenschauer. Was ja eh Vorschrift ist.
Gemäss dem anwesenden Kommissar Leppler sind die Verletzungen typisch wie sie durch ein überrollen entstehen. Und das gibt der Sache noch eine besondere Note. Zwar in völlig unbekleidetem Zustand. Die Beschädigungen an seinem Golf stammen alle von der Unfallstelle.


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15.06.2026 um 19:10
Zitat von schluesselbundschluesselbund schrieb:Gemäss dem anwesenden Kommissar Leppler sind die Verletzungen typisch wie sie durch ein überrollen entstehen.
Ja, und? Dass man das damals so geglaubt hat, ist weder neu noch bemerkenswert.

Es wird aber in keiner Weise erklärt, wie der Kommissar zu dieser Aussage gekommen ist.

Die falsche Annahme z. B. eines KFZ-Gutachters wird auch nicht richtiger nur weil sie ein Kommissar im Fernsehen vorträgt.


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15.06.2026 um 20:27
Es wird wohl sine Richtigkeit haben was der Kommissar berichte. Schliesslich war das die Meinung der zeitnahen Experten. Und ich sehe keinen Grund an diesen zu Zweifeln.

Zu meinem vorherigen Beitrag möchte ich noch ergänzen, dass den Experten nicht klar ist wie Stoll von der Stell wo er überrollt wurde zur Unfallstelle gelangte. Sicher ist nur, dass er dort auf dem Beifahrersitz gesessen hat.


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15.06.2026 um 21:49
Zitat von schluesselbundschluesselbund schrieb:Gemäss dem anwesenden Kommissar Leppler sind die Verletzungen typisch wie sie durch ein überrollen entstehen.
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Ja, und? Dass man das damals so geglaubt hat, ist weder neu noch bemerkenswert.

Es wird aber in keiner Weise erklärt, wie der Kommissar zu dieser Aussage gekommen ist.
Ich lese hier schon länger mit. Der Komissar beschreibt ja warum er zu dieser Aussage gekommen ist laut Wiki von Allmy
Bei der Obduktion ist herausgekommen, dass Günther Stoll offensichtlich von einem Fahrzeug überrollt worden ist, ein- oder mehrfach konnte man nicht genau sagen. Man hat an seinem Körper Verschmutzungen, Laubanhaftungen an der Haut festgestellt, so dass man wusste, dass er nackt war zur Zeit, als er überrollt wurde. Hinzu kam ein fast abgerissener Arm, und gravierend waren und möglicherweise todesursächlich die erheblichen Verletzung der inneren Organe.
Dazu gibt es hier eine Erklärung
Als Überrolltrauma bezeichnet man ein Unfallereignis (Trauma), das dadurch gekennzeichnet ist, dass ein Fahrzeug oder ein rollender Gegenstand über den liegenden Körper oder Teile des Körpers (z.B. eine Extremität) fährt bzw. rollt.
Ein Überrolltrauma erzeugt durch das hohe Gewicht des Fahrzeugs in der Regel multiple und ausgedehnte Verletzungen. Es ist eine der häufigsten Ursachen des Polytraumas. Betroffen sind meist Fußgänger und Zweiradfahrer.

Ein Überrolltrauma lässt sich in fünf Phasen einteilen:

Anstoßphase (Fahrzeug trifft auf Körper)
Schubphase (Fahrzeug schiebt Körper über den Untergrund)
Aufstiegsphase (Räder steigen auf den Körper)
Kompressionsphase (Körper wird zwischen Rädern und Untergrund komprimiert)
Schleifphase (Körper schleift über den Untergrund).
Durch die hohe Krafteinwirkung kommt es zu ausgedehnten Kontusionen, Decollements und Kompressionsverletzungen innerer Organe und der Wirbelsäule.
Quelle: https://flexikon.doccheck.com/de/%C3%9Cberrolltrauma

Meiner Meinung nach könnten die Laubanhaftungen, Schmutz eben nicht locker an der Haut gehaftet haben sondern tiefer in der Haut gefunden worden sein. Der fast abgerissene Arm könnte meiner Meinung nach ebenfalls mit einem Überollen begründet sein.
Ich kann mir überhaupt nicht vorstellen dass Herr Stoll durch den Unfall vom Fahrersitz auf den Beifahrersitz geschleudert wurde, das Auto hat ja auch keine Drehung oder ähnliches gemacht
Da Stoll nicht angeschnallt war, sei er durch den Aufprall auf den Beifahrersitz geschleudert und dort aufgefunden worden.
Quelle: Wikipedia: YOGTZE-Fall
Dazu haben beide LKW-Fahrer unabhängig voneinander ausgesagt (laut Themen-Wiki)
Die Polizisten verschaffen sich zunächst einen Überblick, sprechen mit den LKW-Fahrern. Die erzählen von dem Mann, der von der Unfallstelle weggelaufen ist:
Soll heissen für mich ist dieser Fall nicht einfach durch einen Alleinunfall von Herrn Stoll zu erklären.


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16.06.2026 um 00:10
Zitat von schluesselbundschluesselbund schrieb:s gibt keine Obduktionsbericht. Von daher kann dort auch nichts stehen.
Natürlich gibt es einen.
Ansonsten hätte man wohl heute nicht feststellen können, das die Spuren doch nicht von einem Überrollen stammen können.
Außerdem weist die Kommisarin auf Organveränderungen aufgrund jahrelangen Alkoholkonsum hin-
Woher soll sie das haben, wenn nicht durch Obduktion festgestellt
Zitat von schluesselbundschluesselbund schrieb:Es wird wohl sine Richtigkeit haben was der Kommissar berichte.
Hat sich ja nun herausgestellt, das dem eben nicht so ist

@321meins
Die Kommissarin erklärt in ihrem Beitrag gut, wie durch eine Kette von Irrtümern die Idee vom woanders Überrollen in den Vordergrund trat, und wo da die Trugschlüsse und Versäumnisse lagen
Zitat von 321meins321meins schrieb:Die erzählen von dem Mann, der von der Unfallstelle weggelaufen ist:
Soll heissen für mich ist dieser Fall nicht einfach durch einen Alleinunfall von Herrn Stoll zu erklären.
Sie erzählen, wie sie einen Mann haben ums Auto gehen sehen.
Einer dieser LKW Fahrer sagte aus, das die Sicht sehr schlecht war und er nicht ausschließe, das der Mann auch nackt gewesen sein kann. Also Stoll selbst.
Warum einen xy das vorenthalten hat ?
Bei der Erstausstrahlung, dachte ich gleich Stoll selbst.
Dann konnte ich mir nicht vorstellen, das diese Beschreibung eines Dritten nicht Hand und Fuß hat

Am Rande:
Wie meinst Du denn, wie ein unangeschnallter weiterer Insasse da raus gekommen wäre, bei 70- 90 km/ h Aufprallgeschwindigkeit ohne Sicherheitsgurt ?

Es ist ja nun auch bewiesen, das beim Crash niemand ausser Stoll selbst im Wagen saß.

Selbst wenn danach noch jemand Anderes gesehen worden wäre am Wagen, wäre das höchstens ein Zeuge/ Ersthelfer o-A. Beim Crash war niemand dabei ausser dem Fahrer.


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16.06.2026 um 00:20
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Ich denke mal, dazu hat beigetragen, dass die psychischen Probleme von Stoll und auch die Rolle die der Alkohol offenbar gespielt hat, in der XY-Sendung nicht wirklich thematisiert wurden. Wahrscheinlich weil man vermeiden wollte, dass die Zuschauer denken "Ach, der Typ hatte doch eine Meise, das ist ja alles Quatsch, was der so erzählt hat!" und gar nicht weiter darüber nachdenken.
Ja, aber so war es ja im Endeffekt auch
Wenn man in der xy die komplette Wahrheit dargestellt hätte, mit Alkoholismus, Gewaltausbrüchen gegenüber seiner Frau, geäußerte Suizidgedanken, jahrelangen paranoiden Schüben.
Zudem noch dargestellt, das nie jemand die Notiz gesehen hat.
Da wäre keiner ernsthaft auf die Idee gekommen, das der Mann tatsächlich nachts durchs Siegerland verfolgt wurde, von der Buttermafia oder sonst wem.


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16.06.2026 um 01:37
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:Geht aber physikalisch nicht.
Der Sicherheitsgurt war nicht angelegt und hätte man Stoll so auf den Beifahrersitz gesetzt, wäre er bei dem Abritt mit ca 100km/h mit aprupten Aufpral mit 70- 90 km/h dort nie sitzen geblieben.
Dies wurde durch Simulation bewiesen.
Des weiteren wäre dieser Drittlenker nicht einfach unverletzt vom Feld abmarschiert.
Die Wahrscheinlichkeit das unangeschnallt überhaupt zu überleben ist eh gering.

Ferner wurde bewiesen, das jemand , der vom Beifahrersitz katapultiert wurde Spuren im Fahrzeug hinterlassen hätte.

Jeder Insasse hätte Aufschlagspuren im Auto hinterlassen.
(Durch Simulation nachgewiesen, aber auch klar)
Sicherheitsgurte wurden nachweislich auch nicht benutzt,
Es wurden jedoch nur Spuren vom Fahrer gefunden.
Also kann nur Stoll selbst im Wagen gesessen haben.
Aber auf dem Fahrersitz wäre er - trotz fehlenden Gurtes - auf mysteriöse Weise nicht aus dem Fahrzeug geschleudert worden?!

Ich gehe nicht davon aus, dass Herr Stoll aus dem Fahrzeug geschleudert wurde. Die daraus resultierenden Verletzungsmuster wären sehr eindeutig erkennbar gewesen und hätten in keinster Weise denen beim Überrollen geähnelt. Ebenfalls wäre die von der übereifrigen Polizistin sowie einigen wenigen im Forum sehr lauten Personen kolportierte Geschichte von seinem Spaziergang durch die Botanik mit anschließender Öffnung der Beifahrertür und dem Verstellen des Sitzes nicht möglich gewesen. Wäre Herr Stoll bei diesem Aufprall im Fahrzeug gewesen - egal auf welchem der beiden vorderen Sitze - wäre er mit dem Kopf voran durch die Scheibe geschleudert worden und dann hart am Boden oder gar einem Baum aufgekommen. Schwerste Kopf-, Gesichts-, und Wirbelsäulenverletzungen mit zumindest einer starken Bewusstseinstrübung, wenn nicht sogar Bewusstlosigkeit oder Tod wären die Folge gewesen. Angefangen von den Rettungskräften über die Ärzte im Krankenhaus bis zu den Gerichtsmedizinern und anderen Gutachtern wäre allen klar gewesen, dass dieser Mann aus dem Auto geschleuidert wurde. Das ist offensichtlich nicht passiert - im Gegenteil, es wurde sehr eindeutig ein Überrollen festgestellt.


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16.06.2026 um 06:29
@AdmiralAal
Ich bin ein Freund von Skepsis, aber „sehr eindeutig ein überrollen festgestellt“? Um einordnen zu können dass es „sehr eindeutig“ war, bräuchte man doch irgendetwas handfestes? Wenigstens den Bericht desjenigen, der das Überrollen als erstes festgestellt haben will?

Ich bin in diesem Fall neutral aber um wirklich daran glauben zu können, dass etwas anderes als ein Alleinunfall passiert ist, bräuchte man doch irgendetwas. Eine belastbare Aussage oder ähnliches. Die Aussage dass ein Unfallgutachter ein Überrollen festgestellt hat das nie durch jemanden bestätigt wurde oder gar durch Gutachten festgehalten wurde, spricht doch sehr gegen die Theorien.

Generell steht dieser Fall auf sehr wackligen Beinen - allein der Zettel, den die Frau aus Erinnerung Monate nach dem Fall rekonstruiert haben will. Das menschliche gedächtnis ist so unzuverlässig, dort könnte in Wahrheit auch etwas ganz anderes gestanden haben.


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Der Yogtze-Fall

16.06.2026 um 09:40
Zitat von bornheimbornheim schrieb:Ich bin ein Freund von Skepsis, aber „sehr eindeutig ein überrollen festgestellt“? Um einordnen zu können dass es „sehr eindeutig“ war, bräuchte man doch irgendetwas handfestes? Wenigstens den Bericht desjenigen, der das Überrollen als erstes festgestellt haben will?
Hätte man es nicht eindeutig festgestellt, wäre es anders kommuniziert worden. Dadurch und dass sich - wie von mir mehrmals erläutert - die aus den beiden Versionen resultierenden Verletzungsmuster sehr stark unterscheiden und für medizinisches Personal leicht identifizierbar sind sieht die Sache sehr eindeutig aus.
Der Fall war damals sehr populär, ich bin mir sehr sicher, dass die Ärzte und Rettungskräfte, die Herrn Stoll zu Gesicht bekamen, sich daran erinnern konnten und Zweifel geäußert hätten, wenn ein Überrollen für sie nicht schlüssig gewesen wäre.
Zitat von bornheimbornheim schrieb:Generell steht dieser Fall auf sehr wackligen Beinen - allein der Zettel, den die Frau aus Erinnerung Monate nach dem Fall rekonstruiert haben will. Das menschliche gedächtnis ist so unzuverlässig, dort könnte in Wahrheit auch etwas ganz anderes gestanden haben.
Dieser Zettel interessiert mich nicht besonders, es gibt zwar die eine oder andere mehr oder weniger interessante Theorie zur Bedeutung dieses Wortes, es könnte aber genau so gut etwas ganz anderes gewesen sein. Vielleicht gab es den Zettel auch nie. Mir ist es im Grunde genommen egal, ich halte den Zettel für unwichtig und sogar an einer Lösung hinderlich.
Ich würde eher sagen, dass die vermeintliche Lösung des Falls auf wackligen Beinen steht.


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16.06.2026 um 10:09
Zitat von bornheimbornheim schrieb:Die Aussage dass ein Unfallgutachter ein Überrollen festgestellt hat das nie durch jemanden bestätigt wurde oder gar durch Gutachten festgehalten wurde,
Du machst den gleichen Überlegungsfehler wie andere User vor dir. nicht der Unfallgutachter stellt ein Überrollen fest. Das gehört nicht in seinen kommpetentz Bereich. Dann gibt es den pathologischen Befund. Und der will ein überrollen festgestellt haben.
Zitat von bornheimbornheim schrieb:Ich bin ein Freund von Skepsis, aber „sehr eindeutig ein überrollen festgestellt“? Um einordnen zu können dass es „sehr eindeutig“ war, bräuchte man doch irgendetwas handfestes? Wenigstens den Bericht desjenigen, der das Überrollen als erstes festgestellt haben will?
Festgestellt wurde, dass die Verletzung von Stoll typisch sind wie sie bei einem überrollen entstehen. So Kommissar Leppler bei XY. Und dies Meinung stützt sich auf ärztliche Berichte ab. Die es wohl gab.

Ich denke es ist hinreichend Bewiesen, dass Überrollort und Fundort von Stoll zwei verschiedene Orte sind. Genau aber den Gegenbeweis erbringen die beiden Kommissarinnen mit ihrer These eben nicht. Mehr ist es ja wohl nicht. Viel mehr stützen sie sich darauf ab, dass nie Täter gefunden wurden. Und somit müsse Stoll selbst gefahren sein. Anbei durch die Windschutzscheibe aus den Fahrzeug geschleudert worden sein. Ohne auch nur zu Wissen wie hoch die Geschwindigkeit war als der Golf zum stehen kam. Ganz geschweige dass hier ein Gutachten vorliegt. Stoll habe sich danach trotz schwersten Verletzungen zum Auto zurück geschleppt. Und sich auf den Beifahrersitz gesessen. Also ich kann das nur mit Unsinn abtun. Natürlich kann ich das auch begründen. Führt aber zu weit. Und vor allen Dingen noch zu abstruseren gegen Meinungen.


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Der Yogtze-Fall

16.06.2026 um 13:26
Ich bleibe bei meiner Haltung.

Auf die hier praktizierte Weise liessen sich viele Cold Cases nach Jahrzehnten zu "Unglücksfällen" beliebig umdeuten. Es wäre nicht gut, wenn solche Praktiken Schule machen!

Das Einzige, was ich den damaligen YX-Redakteuren ankreiden könnte, wäre das fehlende Anzweifeln des Zeitfensters von dem Besuch bei der alten Frau in Haigerseelbach bis zum Auffinden kurz vor Hagen. Das ist mit dem 50 PS-Golf auf der Sauerlandlinie in 1 1/2 Stunden kaum zu schaffen.


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16.06.2026 um 14:26
Zitat von AdmiralAalAdmiralAal schrieb:Wäre Herr Stoll bei diesem Aufprall im Fahrzeug gewesen - egal auf welchem der beiden vorderen Sitze - wäre er mit dem Kopf voran durch die Scheibe geschleudert worden
Die Verschwörungstheorien werden ja immer absurder. Jetzt war Stoll also nicht einmal mehr im Auto! Dann hat also jemand sein Auto gestohlen, ihn damit zuerst überrollt und es dann grundlos gegen einen Baum gesetzt, während ein Kumpel Stoll in einem zweiten Fahrzeug mitnahm und an der Unfallstelle nackt aussetzte. Und Stoll wäre also zwangsläufig aus dem Auto geschleudert worden, ja? Aber für den angeblichen Geisterfahrer gilt das wohl nicht? Oder war der Golf alleine unterwegs, im Rahmen einer verfrühten Tesla-Versuchsreihe? Alles komplett hanebüchen.


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