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Mordfall Tristan

Mordfall Tristan

30.06.2018 um 01:05
@stefan2057
s.Oliver schrieb:Ich kann mir folgendes sehr gut vorstellen: Tristan, hat wegen dem Täter die Schule früher als sonst verlassen und war mit dem Täter am 26.3.1998 verabredet, vielleicht im Park vielleicht aber auch im Bahnhofsgebäude , vielleicht aber auch vor der Bahnhofshalle.. ich denke die beiden sind dann Richtung Tunnel gegangen, und der Täter hat Tristan dann im oder vor dem Tunnel angegriffen!
Ein Treffen im Bahnhof vor dem Bahnhof oder in dem Park kann ich mir nicht Vorstellen da es dort sehr belebt ist, dann hätte es Zeugen geben müssen die die beiden gesehen haben wie sie in Richtung Tunnel gehen.

Ich war da schon öfters und da Rennen viele Menschen rum.


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30.06.2018 um 11:57
stefan2057 schrieb:Ein Treffen im Bahnhof vor dem Bahnhof oder in dem Park kann ich mir nicht Vorstellen da es dort sehr belebt ist, dann hätte es Zeugen geben müssen die die beiden gesehen haben wie sie in Richtung Tunnel gehen.


Ich war da schon öfters und da Rennen viele Menschen rum.[/quote







Vielleicht war mein Beitrag , zu schnell und zu hastig geschrieben...

Mir fällt gerade ein: Im Grunde genommen, soll es ja so gewesen sein ,das der Zopfmann im März 1998 versucht hat Kinder aus einem Kinderheim in Hofheim, und Kinder auf einem Spielplatz in Hausen in den Liederbach-Tunnel zu locken, laut Maintower Fernsehbericht .Ich glaube wenn Tristan mit dem Täter verabredet gewesen war, dann ist eine Verabredung im Tunnel doch wahrscheinlicher gewesen..


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Mordfall Tristan

30.06.2018 um 14:12
Wird wohl so gewesen sein das die sich wenn vor dem Tunnel getroffen haben. Da ist der Täter aber auch ein hohes Risiko eingegangen wenn der Angriff auf Tristan vor dem Tunnel stattfand. Da geht dann doch öfters wer lang.

Sehr gruselig dieser Fall.


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Mordfall Tristan

01.07.2018 um 11:06
Könnte es sein, dass er früher aus der Schule wollte, damit das Treffen stattfinden kann, bevor die anderen Kinder evtl zum Tunnel kommen, die dort gewöhnlich durchliefen?


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Mordfall Tristan

01.07.2018 um 11:22
@abberline
ich denke, dazu war der Tunnel zu unberechenbar. Hier liefen immer wieder wohl auch unerwartet andere Kinder durch.


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Mordfall Tristan

01.07.2018 um 14:20
@Musikengel
Evtl sollte die Verabredung ja früher, also zur Schulzeit, stattfinden. Das hat nicht funktioniert, daher das spätere Treffen, bei dem der Täter den günstigen Moment nutzte, dass eben gerade niemand störendes vor Ort war. Das könnte insofern interessant sein, dass ein evtl. Treffen sicher nicht wochenlang vorher geplant wurde und vielleicht irgendwer was ein oder ein paar Tage vorher mitbekam. Handy hatte Tristan ja anscheinend nicht. Gedankenspielerei, aber evtl denkbar. Nur eine Möglichkeit.


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Mordfall Tristan

04.07.2018 um 05:34
Ich war wegen eines Todesfalls in meiner Familie jetzt eine Weile nicht mehr regelmäßig aktiv hier, allerdings habe ich ab und zu noch mitgelesen, und kann in einigen Fällen das Kommentieren nun doch nicht sein lassen. ;)

Eine Sache, die mir zu diesem Fall im Kopf herumschwirrt; ich hoffe, das wurde nicht schon durchgekaut: Was dafür spricht, dass der Anrufer tatsächlich der Täter sein könnte, und was dagegen sprechen könnte.

Ich habe gestern den Mitschnitt des Anrufs bei Youtube angehört. Es scheint das Original zu sein, denn derselbe Mitschnitt wird auch in mehreren seriösen Dokumentationen über den Fall Tristan abgespielt. In eben diesem Mitschnitt wird der Anrufer vom Polizeibeamten auch zu seinem Aussehen befragt (evtl, um zu klären, ob sich das mit Zeugenaussagen deckt?). Nach Angaben des Anrufers sei er etwa 1,80 groß und habe langes Haar. Als er nach seiner Haarfrage gefragt wird, antwortet er mit "schwarz".

Das irritiert mich etwas. Ich meine, das sieht nicht gerade schwarz aus?!
https://www.allmystery.de/bilder/km48972-3


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04.07.2018 um 08:46
@Aloceria
Erst einmal mein aufrichtiges Beileid.
Die Frage mit der Haarfarbe hatte ich auch schon gestellt, da wurde mir gesagt, die könne er sich ganz schnell schwarz gefärbt haben. Das habe ich nicht geglaubt. Hat mich auch stutzig gemacht.


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Pipi.Strumpf
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04.07.2018 um 10:57
Aloceria schrieb:Ich habe gestern den Mitschnitt des Anrufs bei Youtube angehört. Es scheint das Original zu sein, denn derselbe Mitschnitt wird auch in mehreren seriösen Dokumentationen über den Fall Tristan abgespielt.
Hier darf die Frage gestellt werden, warum man diesen Anruf nicht auf die gleiche Weise mittels Sprachanalyse/Stimmbiometrie analysieren lässt, wie dies im Entführungsfall M. Würth (Täter wurde in Offenbach gefasst) geschehen ist? Zumindest könnte man dann weitere Rückschlüsse ziehen, ob der Anrufer noch einen weiteren Spracheinschlag hatte, früher woanders gelebt hatte, hessisch nur "angelernt" war, ggf. bewusst hessischen Dialekt nachahmte etc. pp.

Diese Frage bleibt genauso offen, wie viele andere Fragen, denen man nicht mehr mit Nachdruck nachgegangen ist. Ich wiederhole mich, wenn ich hier mein Unverständnis zum Ausdruck bringe, warum die Gefängnisse nicht ermahnt wurden, die erforderlichen Auskünfte zu erteilen, die Kommissar Fey angefordert hatte.

Auch kann ich mir nicht vorstellen, dass absolut keine Täter-DNA vorhanden sein soll, nur weil die Haare des Jungen wohl nass waren. Ich meine mich zu erinnern, kürzlich von einem Mord gelesen zu haben, wo die Leiche im Wasser lag...trotzdem konnte DNA festgestellt werden und Tristan lag ja nicht komplett und stundenlang in dem Bachlauf.

Irgendwie habe ich das Gefühl der Fall ist für die Ermittler entweder uninteressant geworden, da zu schwierig zu lösen oder irgendwo wurde "geschlampt", was man nicht öffentlich preisgeben kann (DNA-Material nicht richtig eingelagert, der Fingerabdruck evtl. gar nicht vom Täter sondern von der Spurensicherung versehentlich mit einem kaputten Handschuh verursacht?) Das ist zwar höchst spekulativ, allerdings muss man doch die Frage stellen, warum die o.g. Methoden nicht ausgeschöpft/weiterverfolgt werden???

Irgendeinen Grund muss es doch dafür geben!


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Mordfall Tristan

04.07.2018 um 12:24
Musikengel schrieb:Erst einmal mein aufrichtiges Beileid.
Die Frage mit der Haarfarbe hatte ich auch schon gestellt, da wurde mir gesagt, die könne er sich ganz schnell schwarz gefärbt haben. Das habe ich nicht geglaubt. Hat mich auch stutzig gemacht.
Dankeschön.

Ich bin, durch die lange "Pause", nicht mehr ganz in der Materie drin, aber wie viel war zu dem Zeitpunkt des Anrufs über den Mörder bekannt? Ich könnte mir nämlich immernoch vorstellen, dass der Anrufer einen sehr schlechten Scherz gemacht hat. Die ungefähre Körpergröße und dass der Täter langhaarig sein soll, war ihm vielleicht von Fahndungsaufrufen bekannt, das mit der Haarfarbe (was vielleicht zu dem Zeitpunkt nicht bekannt gegeben wurde, und er deswegen raten musste) gewissermaßen eine Fangfrage der Polizei, in die er getappt ist.

Was mir auch auffällt, ist der ausgeprägte Dialekt (ich bin mir gar nicht sicher, ob "nur" Hessisch?), während der Mann, der später in der Kanzlei, zu dem das Phantombild passt (langes, blondes Haar, Verletzung an Lippe), als akzent- und dialektfrei beschrieben wird. Das passt für mich nicht, selbst, wenn zwischenzeitlich ein Jahr vergangen war. Auch die Angabe 1,75m als Größe geht bisschen an der Angabe des Anrufers vorbei. Und das Alter 20 - 30 Jahre? Ehrlich gesagt, der Anrufer klingt für mich älter?! Wobei es ja interessant wäre, was die Kanzleiangestellten sagen würden, also, ob die Stimme aus der Tonaufnahme dieselbe ist, wie die der Person, die dort vor Ort auftauchte. Für mich sind da aber so große Unterschiede, langhaarige Männer gibt es auch genug, dass ich mir gut vorstellen kann, dass das zwei unterschiedliche Personen sind. "Mist gebaut" habe der Mann, der zur Kanzlei kam, soll er gesagt haben... Das kann Vieles bedeuten. Zumal ein Mann mit demselben Aussehen später wohl auch in der Gegend Kinder belästigt hat. Ich kann mir vorstellen, dass er möglicherweise so etwas mit "Mist gebaut" meinte - nicht unbedingt den Mord an Tristan. Auch auffällig: Die Aussage "Mist gebaut" ist ja eher etwas verdeckend, umschreibend. Der Anrufer hingegen sagte am Telefon gleich als Erstes: "Hallo, Polizei? Hier ist Tristans Mörder." Würde jemand, der am Telefon gegenüber der Polizei so "mit der Tür ins Haus fällt" sich in einer Kanzlei so zurückhaltend zeigen? Menschen haben sprachliche Gewohnheiten, auch, was die Frage betrifft, wie direkt man Dinge anspricht. Das passt hier auch irgendwie nicht.

Aber wieder zum Anrufer: Klar könnte er sich die Haare spontan schwarz gefärbt haben. Ich frage mich halt, ob er dann aber nicht anders am Telefon geantwortet hätte, wenn er sie bloß wenige Stunden zuvor gefärbt hätte. Hätte er vielleicht einen Moment gezögert, oder sich versprochen, aus Gewohnheit? Hätte er vielleicht nicht eher geantwortet "schwarz gefärbt"? Weiß auch nicht, wie bewusst ihm war, dass die Polizei seine Angaben ggf. mit Zeugenaussagen abgleicht. Dann würde es ja Sinn machen, dazu zu sagen, dass man während der Tat noch anders aussah. Davon ausgehend natürlich, dass er sich wirklich stellen wollte.


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Pipi.Strumpf
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Mordfall Tristan

04.07.2018 um 12:47
Aloceria schrieb:Der Anrufer hingegen sagte am Telefon gleich als Erstes: "Hallo, Polizei? Hier ist Tristans Mörder." Würde jemand, der am Telefon gegenüber der Polizei so "mit der Tür ins Haus fällt" sich in einer Kanzlei so zurückhaltend zeigen? Menschen haben sprachliche Gewohnheiten, auch, was die Frage betrifft, wie direkt man Dinge anspricht. Das passt hier auch irgendwie nicht.
@Aloceria
Das hast Du sehr gut analysiert und auch wirklich deutliche Unterschiede herausgestellt. Ich wusste z.B. gar nicht, dass der Typ in der Kanzlei akzentfreies Hochdeutsch gesprochen hat. Also ist doch einer definitv falsch, entweder der in der Kanzlei oder der Anrufer? Trotzdem: Wenn man sich die Mühe mit der Stimmanalyse des Anrufers machen würde, könnte man zumindest herausfinden, ob er vielleicht von jemandem (dem eigentlichen Täter) was zugesteckt (Geld) bekommen hat, dass er diesen Fakeanruf macht? Vielleicht käme man so nochmal ein Stück weiter.

Da ja nun aber das Phantombild wieder auf der BKA-Seite ist und nicht die Sache mit dem Anrufer weiterverfolgt wurde, muss man folgerichtig wohl eher davon ausgehen, dass man eher der Beschreibung der Damen aus der Kanzlei Glauben schenkt. Damit wäre es eben dann ein blonder Täter mit akzentfreier Sprache. Widerspricht sich das dann nicht, wenn man seitens der Ermittler den Täter ausschließlich im hessischen Einzugsgebiet vermutet? Dann könnte er ja überall her sein, wo man sehr akzentfreies Hochdeutsch erlernt, also eher aus den Gegenden im Norden Deutschlands?


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Mordfall Tristan

04.07.2018 um 14:40
Pipi.Strumpf schrieb:Also ist doch einer definitv falsch, entweder der in der Kanzlei oder der Anrufer?
Davon gehe ich aus, ja. Bin mir nur nicht sicher, ob der Blonde "echt" ist und der Anrufer nur ein Trittbrettfahrer (was es traurigerweise ja immer wieder gibt) - oder umgekehrt der Anrufer der wahre Täter ist, und der Blonde mit seinem "Ich habe Mist gebaut" etwas ganz Anderes meinte, und jetzt nur durch die zeitlichen Zusammenhänge und dadurch, dass er da häufiger in der Gegend unterwegs war, als potentieller Täter gesehen wird. Wie gesagt, der Blonde soll in der Gegend Jungen belästigt haben, vielleicht wollte er "nur" deswegen einen Anwalt sprechen, und der Mörder war aber jemand anders. Da sollen sich ja einige "komische" Leute aufgehalten haben, von Drogen ist die Rede, von Kindern, die gegen Geld sexuelle Handlungen mit Erwachsenen durchgeführt haben (oder Erwachsene, die versucht haben, sich so an Kinder ranzumachen) - da müssen, so grausig das klingt, ja wenigstens eine handvoll potentiell denkbarer Täter (sexuell bis zum Kriminellen hin deviant) unterwegs gewesen sein. Zumindest schonmal Pädosexuelle.

In die Kategorie würde ich den Mord an Tristan auch einordnen, auf jeden Fall sexuell motiviert, eine Neigung zu Jungen muss es wohl auch spezifisch gewesen sein, sonst hätte der Täter sich eher eine erwachsene Frau oder ein Mädchen als Opfer gesucht. Glaube nicht, dass Alter und Geschlecht einem solchen Täter egal sind. Sadismus spielt eine Rolle, evtl Nekrophilie, Kannibalismus?
Pipi.Strumpf schrieb:Wenn man sich die Mühe mit der Stimmanalyse des Anrufers machen würde, könnte man zumindest herausfinden, ob er vielleicht von jemandem (dem eigentlichen Täter) was zugesteckt (Geld) bekommen hat, dass er diesen Fakeanruf macht?
Ich finde den Anruf generell komisch. So nuschelig. Als er sagt "Hier ist Tristans Mörder", klingt das für mich wie "Christian Mörder" - obwohl mir der Dialekt nicht ganz fremd ist (andererseits scheint der Polizist ihn immerhin beim zweiten Anlauf zu verstehen). Was mir auch auffällt: Die Aussprache "is" (scharfes s, wie im Englischen) für "ist", außerdem höre ich zweimal bei "Tristans" gar kein S. Für einen Moment überlegte ich deswegen, ob es ggf. gar kein Deutsch-Muttersprachler ist. Es wurde ja später eine tschechischsprachige Straßenkarte gefunden. Kennt die tschechische Sprache ein Genitiv-S? Wobei es natürlich sehr viele Sprachen ohne Genitiv-S gibt... Außerdem fällt auf, dass seine Aussagen anfangs relativ "kraftvoll" klingen - bis zu dem Zeitpunkt, wo der Polizist fragt, ob er sich stellen will. Da zögert er einen Moment und antwortet deutlich leiser. Danach nimmt die Lautstärke wieder etwas zu, aber bleibt leiser, schwächer, als am Anfang. Außerdem zögert er bei der Angabe seiner Haarfarbe (da scheint er überlegen zu müssen?!), während er bei der Körpergröße und Haarlänge deutlich schneller antwortet. Ach ja, bei der Angabe der Körpergröße spricht er bei "einsachzig" das G sehr deutlich aus, also wirklich "achzig" (Richtung G, vielleicht sogar leicht Richtung K), nicht "achzich" oder "achzisch" (ich glaube, das wäre typischer für die Gegend?).

Nehmen wir an, er sei ein Komplize des Täters und würde für ihn anrufen. Was spräche dafür, was dagegen?
Pipi.Strumpf schrieb:Da ja nun aber das Phantombild wieder auf der BKA-Seite ist und nicht die Sache mit dem Anrufer weiterverfolgt wurde, muss man folgerichtig wohl eher davon ausgehen, dass man eher der Beschreibung der Damen aus der Kanzlei Glauben schenkt. Damit wäre es eben dann ein blonder Täter mit akzentfreier Sprache. Widerspricht sich das dann nicht, wenn man seitens der Ermittler den Täter ausschließlich im hessischen Einzugsgebiet vermutet? Dann könnte er ja überall her sein, wo man sehr akzentfreies Hochdeutsch erlernt, also eher aus den Gegenden im Norden Deutschlands?
Woher er kommt, ist wohl weniger wichtig, als, wo er sich jetzt aufhält. Er kann ja durchaus vor Jahren im Norden geboren worden sein, ist dann aber als Jugendlicher in die Frankfurter Gegend gezogen. (Gibt es dort eigentlich Leute, die dialektfrei aufwachsen?) Dort wurde mehrfach jemand gesichtet, der aussah, wie der Blonde. Deswegen nahm man wohl an, dialektfrei hin oder her, dass er dort irgendwo auch leben müsse. Dass er danach nicht mehr gesichtet wurde, finde ich nicht verwunderlich. Er wird von der Fahndung mitbekommen haben, ob wahrer Täter oder nicht, und sich sicher allein deswegen schon die Haare kurzgeschnitten und evtl gefärbt haben. Und eine Hasenscharte kann man ggf. mit einem Bart verdecken. Zumal ja nicht einmal sicher ist, ob das eine Hasenscharte ist. Vielleicht ja auch eine blutige bzw. schorfige Lippe von einer Schlägerei? Sowas verheilt wieder.

Was ich mir gerade noch denke: Er rief von einer Telefonzelle am Bahnhof aus an. Würde jemand, der sich ernsthaft stellen will, das tun? Wäre es dem nicht ohnehin egal und er würde von zuhause aus anrufen, oder gleich zu einer Polizeiwache gehen und sich persönlich stellen? Es hingegen quasi-anonym von einer Telefonzelle aus zu machen, wirkt für mich wieder eher nach einem blöden Scherzanruf, oder nach einem Perversen, der sich einen Spaß daraus macht, die Polizei in die Irre zu führen (ohne dabei der tatsächliche Mörder zu sein).

Eine Frage hätte ich auch noch zu dem Rucksack, der nach einem Jahr gefunden wurde: Was war denn noch drin, außer der Straßenkarte?

Der Täter muss den Rucksack vorerst ja mitgenommen haben. Möglicherweise, um die entfernten Organe zu transportieren? Jedenfalls fehlte der Rucksack ja erst, und der Täter hatte sich auch die Mühe gemacht, Tristans Schulbücher direkt vor Ort rauszuwerfen. Er brauchte den Rucksack jedenfalls, sonst hätte er das nicht gemacht, kostet ja auch Zeit. Sollten die Organe darin transportiert worden sein, müssten nicht Blutspuren im Rucksack sein?

Frage mich halt, ob es möglich ist, dass der Täter den Rucksack später, als er ihn nicht mehr brauchte, einfach irgendwo entsorgte (ggf. vorher gewaschen, um DNA-Spuren von sich selbst zu beseitigen?). Und ihn dann jemand anders fand und nutzte, vielleicht jemand mit eher wenig Geld (ganz Arme wie Obdachlose, Junkies, vielleicht auch Geringverdiener - einer der vielen Bauarbeiter in der Gegend?). Sofern ausgeschlossen ist, dass jemand den Rucksack später fand und weiternutzte, muss die Straßenkarte ja vom Täter stammen. Kann natürlich noch immer sein, dass er damit bewusst eine falsche Spur legen wollte. Wundere mich aber, dass auch daran wohl keine Fingerabdrücke waren?


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Mordfall Tristan

04.07.2018 um 15:02
@Aloceria
@Pipi.Strumpf
Sehr interessante Analysen von Euch. Dass muss ich mir mal durch den Kopf gehen lassen. Weiß denn von Euch jemand warum der Rucksack der in Niedernhausen / Taunus gefunden wurde gleich als Tristans Rucksack erkannt wurde ? warum er nicht beim Fundbüro / Schule abgegeben wurde ? warum die Polizei eingeschaltet wurde ?
hierüber findet man auch in Zeitungsarchiven, keine Infos.
es steht immer nur Rucksack-Fund in Niedernhausen.

lg


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Mordfall Tristan

04.07.2018 um 15:08
Musikengel schrieb:Weiß denn von Euch jemand warum der Rucksack der in Niedernhausen / Taunus gefunden wurde gleich als Tristans Rucksack erkannt wurde ?
So wie ich es in Erinnerung habe, wurde der Waldarbeiter schon recht früh auf den Rucksack aufmerksam, schenkte ihm aber keine größere Bedeutung und ließ ihn liegen.
Besagter Waldarbeiter erfuhr eine Weile später vom Mord an Tristan und meldete seine Rucksacksichtung den Ermittlern und führte sie zum Fundort.


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Pipi.Strumpf
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Mordfall Tristan

04.07.2018 um 15:52
@Musikengel
Ich hatte es genauso in Erinnerung wie es @pinkpony schon beantwortet hat.

Wobei ich für meinen Teil die Story mit der Rucksackfindung nicht so recht glaube. Da arbeitet jemand täglich an dem Waldgebiet, sieht dauernd diesen Rucksack, auch andere Arbeiter halten sich dort auf...und dann schaut man nicht hinein? Die meisten Menschen sind doch von Natur aus neugierig, vor allem wenn länger etwas am gleichen Platz steht und Männer sind da auch weniger schreckhaft als Frauen, die schauen da eher mal nach, ich selbst würde nie ne Tüte oder Tasche öffnen, die ich ständig am Waldrand stehen sehe, ich würde aber dann vielleicht eher mal die Polizei anrufen, auch wenn ich den Rucksack nicht direkt einem Kriminalfall zuordnen kann.

Bei uns im Wald lag auch schon mal ne Tasche, ich hab da nicht reingeschaut, aber wenn sie beim nächsten Mal auch noch da gelegen hätte und beim nächtsten und übernächsten, hätte ich bestimmt mal die Polizei gefragt, ob da mal jemand nachschauen will. Für mich ist es daher komisch, dass dieser Rucksack da so still vor sich "hindöst" und keiner der Arbeiter mal ein Auge darauf wirft, ob er ihn nicht für irgendwas gebrauchen kann.

Ich hätte daher auch mal die Kontakte des Waldarbeiters etwas näher beleuchtet, vielleicht hat er ihn auch von jemandem bekommen, um ihn dort zu platzieren?

Aber wir können hier alle noch lange rätseln, der Fall ist wohl ein Cold Case, nur leider einer von der Sorte, die nicht neu aufgerollt werden.

Was das Thema Zeugensichtung angeht, stimmt es auch nicht, dass er nie mehr gesehen wurde. Es gab einige Hinweise unterschiedlicher Zeugen, die sich auch hier mitgeteilt haben.


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Mordfall Tristan

04.07.2018 um 16:01
Pipi.Strumpf schrieb:Da arbeitet jemand täglich an dem Waldgebiet, sieht dauernd diesen Rucksack, auch andere Arbeiter halten sich dort auf...und dann schaut man nicht hinein?
Vielleicht hat er das? Einmal hineingesehen, bloß eine labbrige Straßenkarte gesehen, wieder hingeschmissen und dann liegen gelassen. Um ehrlich zu sein, als ich jünger war, hätte ich es wohl genau so gemacht (nachgesehen, ob Bargeld drin ist, und dann wieder zurückgelegt). An ein Verbrechen hätte ich nie gedacht, wäre davon ausgegangen, dass jemand seinen Rucksack vergessen hat, weggeworfen hat, oder sowas. Es liegt ja häufiger Müll irgendwo herum, da wundert man sich nicht besonders (oder ist das meine Großstadt-Sozialisation?).
Pipi.Strumpf schrieb:Für mich ist es daher komisch, dass dieser Rucksack da so still vor sich "hindöst" und keiner der Arbeiter mal ein Auge darauf wirft, ob er ihn nicht für irgendwas gebrauchen kann.
Genau das könnte halt vorher auch schon passiert sein: Der Täter hat den Rucksack vielleicht entsorgt, irgendjemand (Obdachloser?) hat ihn gefunden, mitgenommen, eine Weile benutzt, und dann selbst irgendwann (war er beschädigt, Gurt gerissen?) in den Wald geschmissen, wo er dann später von anderen Arbeitern gefunden wurde. Man weiß nicht, durch wie viele Hände der Rucksack bin dahin ging.
Pipi.Strumpf schrieb:Ich hätte daher auch mal die Kontakte des Waldarbeiters etwas näher beleuchtet, vielleicht hat er ihn auch von jemandem bekommen, um ihn dort zu platzieren?
Du meinst, das könnte ein Komplize/Mitwisser sein? Wäre der so doof, den "Fund" der Polizei zu melden, und sich damit potentiell verdächtig zu machen? Ich meine, wenn er den Rucksack direkt vom Täter bekommen hat, mit der Bitte, ihn in den Wald zu werfen... Jemand, der nicht eingeweiht ist, wäre doch skeptisch und würde wissen wollen, wieso.
Pipi.Strumpf schrieb:Was das Thema Zeugensichtung angeht, stimmt es auch nicht, dass er nie mehr gesehen wurde. Es gab einige Hinweise unterschiedlicher Zeugen, die sich auch hier mitgeteilt haben.
Weißt Du, wann zuletzt?


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Mordfall Tristan

04.07.2018 um 16:17
Nur nebenbei: die Damen in der Kanzlei machten ihre Aussage am 02. April, der Anrufer meldete sich erst nach Tristans Beerdigung.


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Mordfall Tristan

04.07.2018 um 16:20
@LL-COOL-A
dann könnte es ja passen, dass es doch der gleiche Typ war. Also die Stimme vom Band klingt jedenfalls definitiv so, wie die Leute dort in Höchst und Umgebung sprechen.


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Mordfall Tristan

04.07.2018 um 16:26
Ich denke, dass den Anwaltsgehilfinnen 100%ig die Stimme vorgespielt wurde. Wahrscheinlich passte die nicht zum Mann in der Kanzlei und man maß deshalb dem Anrufer keine größere Bedeutung mehr bei? Denn die Angaben der Frauen deckten sich mit denen des Mädchens auf der Brücke.

Leider wurde im Fall Tristan zu einzelnen Ermittlungen/ Spuren nicht immer alles veröffentlich. Man kann sich aber sicher sein, dass allen Spuren nachgegangen und alles versucht wurde. Man überprüfte sogar alle Schwarzfahrer am Mordtag, falls dieser mit der U- oder S-Bahn floh und evtl. erfasst wurde.


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Pipi.Strumpf
ehemaliges Mitglied

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Mordfall Tristan

04.07.2018 um 16:29
@Aloceria
Es gab hier diverse Hinweise logischerweise ohne Quellen, da Zeugen ja keine Quellen außer sich selbst haben. Manche Hinweise wurden daher gelöscht, weil Quellenangaben fehlten. Zuletzt glaube ich kurz vor der Wiederaktivierung der BKA-Fahndung - Herbst 2017.


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