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Mordfall Tristan

Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Mordfall Tristan

Mordfall Tristan

21.07.2020 um 12:41
Iva
schrieb:
45kg ist ein völlig normales Gewicht, da trifft sich in der Altersklasse beim Kampfsport fast die Masse. Eben mal nachgeschaut, so 48 kg- 52kg war der absolute Höhepunkt.
Ich gehe auch von 40-50 kg aus. Da der Körper ja ausgblutet war.

Nichtsdestotroz zieht man auch diese Gewicht nicht mal grade so 25-30 m durchs Bachbett und legt den Körper dann auf der Empore ab. Zumal der Kopf ja auch halb abgetrennt war.

Auf jeden Fall müssen der/die Täter schon athletisch gewesen sein.

Auf jeden Fall ist die Tat so abscheulich das ich mir nicht vorstellen kann, das der/die Täter nicht vorher oder nachher nochmal aufgefallen sind.

Desweiteren beschäftigt mich das ausbluten lassen und das Un-Doing. Meiner Meinung nach hat der Täter einen Wasch-/Sauberkeitszwang.


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Mordfall Tristan

21.07.2020 um 13:55
oneeightseven
schrieb:
Nichtsdestotroz zieht man auch diese Gewicht nicht mal grade so 25-30 m durchs Bachbett und legt den Körper dann auf der Empore ab
Und hier hab ich eine völlig andere Meinung, die aber auf persönlichen Erfahrungen beruht.

Zum einen muss man mit einem Toten nicht mehr vorsichtig umgehen und Rautek machts möglich auch viel schwerere Menschen einfach und schnell zu ziehen. Lernt man im 1. Hilfekurs und ich musste das bei den Rettungsschwimmern öfter üben. Selbst das doppelte an Körpergewicht konnte ich ziehen.
Zum anderen, und das ist eine ganz persönliche Erfahrung, trägt und hebt man unter Adrenalin ganz andere Gewichte. Ich kenne das, wenn sich einer meiner Schützlinge beim Sport verletzt. Da hab ich als kleine Frau schon einige Kids bis 50kg gehoben, mein eigenes Kind schon mehrere 100m mit Treppe hoch und runter bis zum Auto getragen. Das geht, wenns muss.

Das hier war aber ein Mann, für den waren 30m ziehen gar keine Strecke und 2x heben bzw. über eine Kante ziehen sicher auch ohne große Probleme möglich.
Er musste ja nur anheben, den Schwerpunkt des Körpers verlagern, über die Schulter gelegt und abgelegt.
Das ist eine regelmäßige Übung für die Kids, nur das nicht abgelegt wird. Das schaffen sie alle bei gleichem Körpergewicht.
(Mir wirds ganz anders, wenn ich mir das vorstelle, gerade in Bezug auf den Gedanken an "meine" Kids)

Der muss nicht athletisch gewesen sein, nur ein bisschen Ahnung von Hebeln etc. gehabt haben.

Und wer weiß, ob es sein Plan war, den Jungen ausbluten zu lassen? Der Kopf war halb abgetrennt, vielleicht war das einfach ein Versehen? In seinem Rausch zu heftig geschnitten?
Ich halte es für möglich, dass er ihn erwürgen wollte, und das schwieriger gewesen ist als gedacht und dann das Messer ins Spiel kam.


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Mordfall Tristan

21.07.2020 um 14:01
@Iva
Die, von den Ermittlern im Internet gefundene Anleitung entsprach fast exakt dem Verletzungsbild. Inkl. Ausbluten, Kehlschnitt etc
Quelle war Stern Crime


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Mordfall Tristan

21.07.2020 um 14:15
abberline
schrieb:
Die, von den Ermittlern im Internet gefundene Anleitung entsprach fast exakt dem Verletzungsbild.
Möglich ist das natürlich, aber weiß man, ob diese Anleitung vorher oder nachher erstellt wurde?


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Mordfall Tristan

21.07.2020 um 14:20
Iva
schrieb:
Zum anderen, und das ist eine ganz persönliche Erfahrung, trägt und hebt man unter Adrenalin ganz andere Gewichte. Ich kenne das, wenn sich einer meiner Schützlinge beim Sport verletzt. Da hab ich als kleine Frau schon einige Kids bis 50kg gehoben, mein eigenes Kind schon mehrere 100m mit Treppe hoch und runter bis zum Auto getragen. Das geht, wenns muss.
Jemand bewusstloses zu tragen ist etwas anderes als jemanden zu tragen der bei Bewusstsein ist.

Klar geht das, aber innerhalb des Gegebenen Zeitfensters alles sehr sportlich...


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Mordfall Tristan

21.07.2020 um 14:23
@Iva
Das musst Du die Ermittler fragen, es ging um die Schlachtanleitung eines Knaben und welche Teile am geeignetsten sind..


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Mordfall Tristan

21.07.2020 um 14:33
oneeightseven
schrieb:
Jemand bewusstloses zu tragen ist etwas anderes als jemanden zu tragen der bei Bewusstsein ist.
Das ist mir völlig klar, aber beides ist mir schon problemlos gelungen.


@abberline
Von dieser Anleitung war ja immer mal die Rede, die Frage ist halt, ob sie nicht danach entstanden ist.
Aber wie auch immer, der Kehlschnitt hätte nicht so ausgeführt werden müssen, für mich ein Zeichen, dass das Monster sich nicht durchgängig unter Kontrolle hatte.


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Mordfall Tristan

21.07.2020 um 14:36
@Iva
Lt der Anleitung ist der ja eher für was anderes gut. Ich denk, das war genau und gezielt so wie es lief.


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Mordfall Tristan

21.07.2020 um 14:38
Daran erinne ich mich gar nicht.
Sollte der Kopf komplett abgetrennt werden?
Was war damit?


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Mordfall Tristan

21.07.2020 um 20:57
Es stellt sich die Frage, welche Leute auf diese Anleitung zugegriffen haben.
Wurden diese überprüft?
Im Zeitungsbericht findet sich dazu nicht viel.
Fand man diese Schlachtanleitung im Clearnet oder im Darknet?

In einer älteren Reportage zum Fall Tristan fiel mir auf, dass man auch Handyortungen durchgeführt hat, aber ohne Erfolg (man sieht in der Spiegel-TV-Reportage "Neue Spuren" von 2013 einige Ordner zum Fall Tristan, darunter auch einen Ordner mit der Aufschrift Handyortungen, Hauptordner).
Im Jahre 1998 dürfte ohnehin noch nicht jeder ein Handy im Besitz gehabt haben.
Auch der Anruf von der Telefonzelle aus könnte dafür sprechen.
Ansonsten hätte er gerade zu Beginn des Handyzeitalters damals eine Prepaid-Karte benutzt haben können.


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Mordfall Tristan

21.07.2020 um 21:04
@Stefan1477
Es gab damals kein Darknet.


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Mordfall Tristan

22.07.2020 um 12:56
abberline
schrieb:
anwesend
@Iva
Lt der Anleitung ist der ja eher für was anderes gut. Ich denk, das war genau und gezielt so wie es lief.
Von welcher Anleitung sprecht Ihr?


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Mordfall Tristan

22.07.2020 um 13:49
@oneeightseven

von einer Schlachtanleitung für Knaben....


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Mordfall Tristan

23.07.2020 um 12:51
DAMONGRAHAM
schrieb am 18.12.2017:
Über Jahre recherchierte die Polizei in den Abgründen der menschlichen Seele. Sichtete Pamphlete im Internet von Sadisten, die davon träumen, Menschen zu sezieren. Stieß auf einen Text, eine sogenannte "Schlachtanleitung", in der es heißt, dass die Porsche und Schenkel eines Jungen die besten Schmorbratenstücke seien. In der davon geredet wird, dass man den Jungen gut ausbluten lassen solle, am besten schneide man den Kopf bis zum Genick ab.

Quelle Stern 22/16
Die Entnahme von 2kg Muskelfleisch sprechen ja auch für sich...


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Mordfall Tristan

23.07.2020 um 20:24
oneeightseven
schrieb:
Jemand bewusstloses zu tragen ist etwas anderes als jemanden zu tragen der bei Bewusstsein ist.

Klar geht das, aber innerhalb des Gegebenen Zeitfensters alles sehr sportlich
Ich war ja kürzlich erst selber dort...
Es wäre halsbrecherisch gewesen, zzm Südeingang zu kommen... das war es mir nicht wert... aber ich war ja am anderen Eingang (Norden).
An dem Tag war dar Bachlauf trocken.
Am Tattag war er es aber nicht.

Eine bewusstlosen Jungen mit nassen Schuhen dort hinein zu tragen, dürfte jedenfalls nicht einfach gewesen sein. Es ist alles ziemlich glitischig - auch ohne Wasser -.
Der Wasserpegal ist auf dem nachfolgenden Foto sehr gut zu erkennen:

7c44b54f-0001-0004-0000-000000995235 w12Original anzeigen (0,3 MB)

QUELLE: https://www.google.com/amp/s/www.spiegel.de/panorama/justiz/tristan-bruebach-brachte-ein-serienmoerder-den-jungen-um-a-1...

Geht man vom Eingang weiter in den Tunnel hinein, zum Ablageort - wird es noch schwieriger dort hoch zu kommen.

images 6

Quelle: google.de

Den ganzen Tatablauf durchzuführen und dann nebenbei all diese ganzen anderen, unplanbaren Faktoren (Tristan befreit sich kurz, Schuh zurück holen, Tristan in den Tunnel bekommen, Rucksack ausleeren, Messer abwischen, etc. pp.) zu überwinden... in angeblich 15 bis 20 Minuten... hmmmm.....
Manch einer sagt aber, es läge am Adrenalin...
Aber ich finde diesen Zeitrahmen seeeeeeehr eng.


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Mordfall Tristan

23.07.2020 um 21:38
SunnyBeatz
schrieb:
Den ganzen Tatablauf durchzuführen und dann nebenbei all diese ganzen anderen, unplanbaren Faktoren (Tristan befreit sich kurz, Schuh zurück holen, Tristan in den Tunnel bekommen, Rucksack ausleeren, Messer abwischen, etc. pp.) zu überwinden... in angeblich 15 bis 20 Minuten... hmmmm.....
Manch einer sagt aber, es läge am Adrenalin...
Aber ich finde diesen Zeitrahmen seeeeeeehr eng.
Die Zeit ist ja eine Schätzung auf Grund der Daten, die die Ermittler haben (letztmalige Sichtung von Tristan, die rechtsmedizinischen Daten und die Zeit der Flucht des Zopfmanns, der wegen des direktem zeitlichen Zusammenhangs dringend tatverdächtig ist).
Ich denke auch mit Hinblick darauf, dass die Tat vergleichsweise schnell ging, zeigt sich, dass der Täter die Tat genau geplant hat.
Der Täter hat sich vermutlich dazu entschlossen, dass er diese Tat genau an dem Tag durchführte.
In jedem Fall trug er ein Messer bei sich, was auch auf die Planung schließen lässt.
Auch das Messer von Tristan fehlt (Aktenzeichen XY-Beitrag).
Interessant in dem Zusammenhang wäre, wie genau das Messer von Tristan aussah.
Eventuell hatte dieses Messer bestimmte Merkmale.


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Mordfall Tristan

23.07.2020 um 22:44
SunnyBeatz
schrieb:
Der Wasserpegal ist auf dem nachfolgenden Foto sehr gut zu erkennen:
Auf dem Foto wurde der Bachlauf trocken gelegt. Man sieht sogar die rote Pumpe.


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Mordfall Tristan

23.07.2020 um 23:11
@ElCattivo

ja, aber man sieht doch an der Mauer wie hoch der Wasserstand war...vor der Trockenlegung.


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Mordfall Tristan

23.07.2020 um 23:40
Es war gerade mal kniehoch. Nicht besonders viel.

Das der Zeitahmen extrem eng war und es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit keine Zufallstat war, darüber müssen wir eigentlich nicht diskutieren.


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Mordfall Tristan

26.07.2020 um 08:54
AlteTante
schrieb am 15.07.2020:
Der Zopfmann und der Mörder müssen sich ja nicht lange vorher gekannt haben. Vielleicht hatte der Mörder den Zopfmann mal bei irgendeiner kriminellen Aktion (Drogenverkauf z.B.) beobachtet und ihn erpresst? Nach dem Motto: "Entweder du bringst mir am so und sovielten um X Uhr einen Jungen in den Tunnel, oder ich zeige dich an"? Und da dachte sich der Zopfmann: "Nehme ich den Tristan; der kennt mich, und bei dem ist das am einfachsten."
Warum sollte der Täter für die Anbahnung mit seinem Opfer eine Zufallsbekanntschaft erpresst haben? Diese Annahme ergibt sich doch weder aus anderen bekannten Fällen noch aus den Gegebenheiten, die uns aus diesem Fall bekannt sind.
musikengel
schrieb am 14.07.2020:
Könnte drei Gründe haben, warum er das nicht gemacht hat.
1.) er wollte zu Hause, evtl. von Nachbarn nicht gesehen werden, damit die nicht evtl. den Vater informieren
2.) der Termin war dringender...war evtl. eine feste Uhrzeit ausgemacht und das wollte man nicht verpassen...

oder 3.) es sollte dann etwas im Schulrucksack transportiert werden...Zigaretten, oder was auch immer...
damit man das nicht lose mit sich rumtragen muss...es keiner sieht.
Der naheliegendste Grund wäre doch einfach, dass er nicht erst einen Umweg nach Hause nehmen wollte, bevor er am Bahnhof Höchst herumhing.
Ehrenvollershi
schrieb am 16.07.2020:
Vor einigen Jahren habe ich ganz unabhängig vom Fall Tristan, einige Bücher über diverse mafiöse Organisationen und Strukturen gelesen, in denen beschrieben wurde das einige dieser Organisationen auch die Schuhe auf das ermordete Opfer stellen. (…) In dem Zusammenhang wird auch berichtet das man regelrechte Exempel an den Mordopfern stattuiert hat mit Verstümmelungen etc.
Mal abgesehen von den fehlenden Quellen, aber für wie wahrscheinlich hältst Du es, dass in Deutschland im Jahre 1998 erstmals eine Verbrecherorganisation diese Vorgehensweise ausgerechnet an einem dreizehnjährigen Jungen ausübt, und seither nie wieder derartig in Erscheinung tritt?
abberline
schrieb am 21.07.2020:
Es gab damals kein Darknet.
Das sogenannte Darknet besteht nach meinem Verständnis im Grunde bloß aus einer Verbindung zwischen einzelnen Computern, welche nur durch verschlüsselte Zwischenserver zustande kommen kann, so dass sich letztlich weder Sender noch Empfänger gegenseitig bekannt sind, und diese Verbindung auch nicht von Dritten eingesehen werden kann. In welchem Umfang dies seit wann für kriminelle Aktivitäten genutzt wird, ist mir nicht bekannt, aber grundsätzlich sehe ich – ohne Experte zu sein, freilich – nichts was im Wege stünde, dass es dies schon 1998 und vorher gegeben hat.
SunnyBeatz
schrieb:
Den ganzen Tatablauf durchzuführen und dann nebenbei all diese ganzen anderen, unplanbaren Faktoren (Tristan befreit sich kurz, Schuh zurück holen, Tristan in den Tunnel bekommen, Rucksack ausleeren, Messer abwischen, etc. pp.) zu überwinden... in angeblich 15 bis 20 Minuten... hmmmm.....
Auf welche konkreten Vergleichswerte berufst Du Dich hierbei?


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