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Mord an Frauke Liebs

84.953 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Entführung, Telefon ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Mord an Frauke Liebs

Mord an Frauke Liebs

16.06.2016 um 12:41
Ich würde jetzt erstmal den neuen Artikel im Westfalen-Blatt als Antwort auf den anderen Artikel in der Neuen Westfälischen sehen.
Zuerst verbreitete der Anwalt der Angelika W, dass immer mehr auf Wilfried W. als Täter auch im Fall Frauke Liebs hinweise, jetzt antwortet der Anwalt von Wilfried W., dass es da überhaupt keinen Bezug gäbe. (Und dass Wilfried W. ja überhaupt nicht so schlimm sei, denn es gäbe auch Frauen, die ganz freiwillig ohne Klagen mit ihm Beziehungen unterhielten.)

Keines der beiden Artikel will meiner Meinung nach über das Geschehen so gut und wahrhaftig wie möglich berichten.


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Mord an Frauke Liebs

16.06.2016 um 12:42
Meine Tochter wohnt in der Stadt, wo auch ich lebe und ca. so groß ist wie Paderborn, in ca. 2 bis 3 Kilometern Luftlinie von mir entfernt. Handymässig bin ich immer in "ihrer Nähe", auch wenn ich einkaufen gehe, auf Arbeit bin oder sie beim Sport. Ich bin selbst noch in "ihrer Nähe", wenn ich bei meinem Bruder zu Besuch bin, der 2 Km außerhalb meiner Stadt auf dem Land lebt. Körperlich in "ihrer Nähe" meiner Tochter bin ich, wenn wir zusammen in der Innenstadt einen Kaffee trinken oder sie mich besucht. Aber eigentlich bin ich auch körperlich immer in "ihrer Nähe", wenn ich die Entfernung zu meiner anderen Tochter, die in einem anderen Bundesland lebt, damit vergleiche.


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Mord an Frauke Liebs

16.06.2016 um 12:49
Was ich damit sagen wollte ist, dass WW vermutlich damals noch in Paderborn, genau wie FL, lebte und selbst, wenn er schon nach Schlangen umgezogen war, war er auch in ihrer Nähe.


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Mord an Frauke Liebs

16.06.2016 um 12:54
@tisch

Die Meldungen könnten unter folgenden Voraussetzungen alle korrekt sein:

1. Rechtsanwalt Wüller:
Zitat von tischtisch schrieb:„Wilfried W. war immer in der Nähe von Frauke Liebs“ wird der Anwalt der Beschuldigten Angelika W. in der Neuen Westfälischen zitiert.
Wilfried W. war vor dem Verschwinden von Frauke Liebs mit eingeschaltetem Handy in ihrer Nähe.

2.
Zitat von tischtisch schrieb:"keins der mehr als zehn handys [...] auf diesen listen entdeckt."
Während Fraukes Handy-Kontakten in der Zeit ihres Verschwindens war keines der im Haus gefundenen Handys in der Nähe von Frauke Liebs eingeloggt.

3.
Zitat von yasumiyasumi schrieb:Bei einer Hausdurchsuchung in Bosseborn hatte die Polizei mehrere Handys sichergestellt, die dem tatverdächtigen Wilfried W. gehören. Die Datenauswertung ergab, dass ein Handy 2006 dort aktiv war, wo die Leiche von Frauke Liebs gefunden wurde, sagt Achim Ridder von der Bielefelder Polizei.
Ein Handy von Wilfried W. war irgendwann 2006 in der Nähe des Ablageorts von Frauke Liebs aktiv.


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Mord an Frauke Liebs

16.06.2016 um 13:07
@brennan
Zitat von brennanbrennan schrieb:Es könnte auch sein, dass Frauke in ein Fahrzeug gezerrt wurde, das schliesse ich nicht aus.
Nichts anderes habe ich behauptet.
Zitat von brennanbrennan schrieb:Die SMS ergibt für mich in keinem Zusammenhang einen Sinn. Sie schreibt nicht wo sie ist, nicht wann sie kommt. Sie entschuldigt sich nicht dafür, dass sie Chris warten lässt, wie es eigentlich ihre Art ist. Und die Telefonate haben doch dazu geführt, dass nicht intensiv nach Frauke gefahndet wurden.
Was bedeutet intensiv für dich, was verstehst du darunter?
Mit Hundertschaften jedes Haus und jede Wohnung in und um
PB auf den Kopf stellen?

Ich persönlich bin der Meinung, dass intensiv nach Frauke
gefahndet wurde. Mit den Möglichkeiten die einem
zur Verfügung standen bei einer 21 Jährigen.
Es wurden Seitens der Familie und der Polizei alle
möglichen Dinge getan um Frauke wieder zu finden
oder sie dazu zu bewegen nachhause zu kommen.

Spätestens Samstag, meinem Verständnis nach hat man
bei der Polizei einen Fall von Entführung draus gemacht.
Somit hat sich die Polizei spätestens Samstag intensiv
mit Fraukes Verschwinden beschäftigt.
Zitat von brennanbrennan schrieb:Ich gehe davon, dass er genommen hat, was er kriegen konnte. Annika war auch erst 33 Jahre alt.
33 ist nicht 21. Das ist ein riesen Unterschied vom Denken,
der Persönlichkeit und den Entscheidungen her.
Wenn WW schon damals so brutal war, dass A. vor ihm abgehauen ist,
kann ich mir nicht vorstellen, dass er mit einer Aktion wie die mit Frauke
A. ernsthaft wieder zurück bekommen hätte.

Außerdem hätte A. den Fall von Frauke mit bekommen.
Spätestens aus dem Medien als sie wieder da war.
Und da A. WW sehr gut kannte hätte sie sich solch
meine Sache denken können m.M. nach.
Zitat von brennanbrennan schrieb:Man hat aber damit rechnen müssen, dass man der Polizei irgendwann auffällt.
Wie wäre das z.b. dreimalige Kontaktieren aus der Nähe der
WG anders auffällig als das dreimalige Kontaktieren aus dem Gewerbegebiet
Dören?
Ich sehe keinen Unterscheid. Man hätte in jedem Fall mit einem auffallen bei
der Polizei rechnen müssen. Ob nun von dort oder von wo anders.


@Ehlias
Zitat von EhliasEhlias schrieb: Unbenommen was die Kriminologen als Ermittlungsergebnis zu wissen scheinen, ist es dann nicht eher Untypisch zum Fall FL?
Im Fall WW wird von Gewalt und Brutalität gesprochen. An der Leiche von FL wurde keinerlei Gewaltnachweis erbracht. Wenn aber von extremer Gewalt die Rede ist wäre da nicht die knöcherne Struktur verletzt worden?
Genau das. Plus die Kleidung vom selben Tag.
Wenn man schon die Polizei um die Nase führen möchte mit
Handydaten, dann weiß man auch, dass man eine Leiche nicht
gut entsorgt wenn man sie einfach am Straßenrand ins Gebüsch
legt und sämtliche Spuren an ihren Kleidung lässt.

@Alte Tante
Zitat von AlteTanteAlteTante schrieb:W aus Höxter hat sich bei seinen Taten eigentlich nicht gesteigert. Alle Foltermethoden, die er bei seinen Opfern angewendet hat, hat er vor 20 Jahren schon seiner ersten Frau angetan.
Und genau aus diesem Grund würde ich sagen, dass er bei Frauke zumindest ähnlich vorgehen hätte sollen.

@all
Zitat von SilentsSilents schrieb: Daher die Frage von Frauke an die Mutter - wo das überhaupt ist - wenn man kein Auto hat, warum will man wissen wo eine Werkstatt ist! ... ?
Frauke hatte ein Auto. Chris und Frauke habe es sich geteilt. Steht im Thread. Hätte man
mit der Suchfunktion raus finden können.

@tisch
@y-ray
Zitat von tischtisch schrieb: blöde frage: waren es wirklich unterschiedliche standorte? im eingangsposting steht nämlich, dass es die gleiche funkzelle war:

Freitag, 23.Juni 2006
23.04 Uhr, Paderborn Industriegebiet Dören
Anruf an Chris

Freitag 23.Juni 2006
23.06 Uhr, Paderborn Industriegebeit Dören
Anruf vom Bruder
Ein und das selbe Gebiet. Zwei verschiedene Funkzellen, da zwei verschiedene CIDs.
Siehe Bilder UM Beitrag.

OrtungsDATEN Frauke Freitag CELL ID


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Mord an Frauke Liebs

16.06.2016 um 13:16
Zitat von brennanbrennan schrieb:Ein Handy von Wilfried W. war irgendwann 2006 in der Nähe des Ablageorts von Frauke Liebs aktiv.
ist die frage ob es vor dem verschwinden war ,danach, oder wärend.
je nachdem kann man mehr einen bezug zur tat als wahrscheinlich sehen ,oder weniger.

übereinstimmungen wärend fraukes verschwinden wären ja schon interessant ,da ihr handy nur an den kontaktorten eingeschaltet war, ansonsten konnte ja keine übereinstimmung sein.
also kann es nur vordem verschwinden überschneidungen geben ,was aber normal sein könnte wenn man in schlangen wohnt und nach paderborn fährt zum arbeiten ,einkaufen ,oder sonstiges .

interessant wäre es aber auch dann ,wenn die einloggdaten vom vorherigen verhalten abweichen ,das kann man ja am bewegungsprofil dann erkennen.
zb,wenn die daten vorher nur in schlangen und paderborn kreisten und ab 2006 mai ,dann plötzlich nieheim und hövelhof dazu kamen.
das wäre dann eine auffälligkeit die man in zusammenhang mit frauke setzen könnte.
nur so als beispiel.


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Mord an Frauke Liebs

16.06.2016 um 13:21
Zitat von MalinkaMalinka schrieb:Ein und das selbe Gebiet. Zwei verschiedene Funkzellen, da zwei verschiedene CIDs.
das handy blieb also (zufällig vermutlich) über den ersten anruf hinaus aktiv, während sich FL und der täter schon wieder in bewegung gesetzt hatten. das sagt zumindest aus, dass FL nicht gefesselt im kofferraum gelegen haben kann, oder? so schnell kann der täter doch das auto nicht wieder abstellen, FL aus dem kofferraum zerren und ihr das handy in die hand drücken, damit sie mit ihrem bruder telefonieren kann. wie hat er sie unter kontrolle gehalten während der fahrten?

sehr interessanter fakt, finde ich.


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Mord an Frauke Liebs

16.06.2016 um 14:38
@tisch
Guter Punkt!
Gefesselt und geknebelt war sie demnach ja vermutlich nicht.

Ein Entführer sollte, wenn er sein Opfer nicht sehr genau kennt, wissen, dass eine ungefesselte und ungeknebelte Person im Auto schnell ein gefährliches Gerangel auslösen kann, Fluchtversuche wagen oder um Hilfe schreien könnte. Das kann eigentlich kein Täter wollen.

Ich könnte mir deshalb vorstellen, dass sie ganz am Anfang noch "freiwillig" z.B. durch irgendeine erfundene Geschichte oder psychischen Druck mitgenommen wurde. Sonst wäre doch die Gefahr groß gewesen dass sie um Hilfe ruft, gerade bei einem Telefonat, das der Täter anders als eine SMS vor dem Absenden nicht gegenlesen kann.

Entweder sie kannte ihren Entführer und hatte ein gewisses Vertrauen oder der hatte ein sehr gutes psychisches Druckmittel gegen sie. Oder jemand hat ihr Leben während des SMS-Schreibens und des Telefonats unmittelbar bedroht, z.B. mit einem Messer am Hals. Der Fahrer kann das aber wohl nicht gewesen sein, also müsste es in dem Fall mindestens einen weiteren Täter geben.


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Mord an Frauke Liebs

16.06.2016 um 15:28
wenn FL tatsächlich in einer anderen funkzelle ans handy ging, als ihr bruder angerufen hat, ist mir völlig schleierhaft, wie dieses fast tägliche rumfahren und telefonieren abgelaufen sein soll.

wenn das opfer doch einfach mit im auto saß, hätte doch die möglichkeit bestanden, dass das opfer einfach aus dem auto springt oder sonstige aktionen durchführt, die die situation zu gunsten des opfers verändern. wie du schreibst, @Froschkönig, z.b. ein gerangel mit dem fahrer (=täter), um das auto anzuhalten oder durch eine zick-zack-fahrweise andere autofahrer aufmerksam zu machen o.ä.

der täter wird sie mit sicherheit auch nicht alleine mit dem telefon hinten in ein wohnmobil oder krankenwagen gesteckt haben, da er dann ja keine kontrolle gehabt hätte über das telefon und das opfer wahllos menschen hätte anrufen können.

hinzu kommen die telefonate, die auch immer ein risiko darstellen, dass das opfer etwas ausplaudert, was die spur auf den täter lenkt. gerade wenn das opfer ohnehin davon ausgehen musste, dass es stirbt, wäre es doch möglich, dass es in einem telefonat eindeutige hinweise oder gar informationen preisgibt, die zur überführung des täters führen.

FL muss also dauerhaft unter enormen druck und großer bedrohung gestanden haben. der täter muss sie so sehr eingeschüchtert haben, dass sie nichts falsches sagt, nichts falsches tut und stattdessen zu jeder zeit kooperiert.


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Mord an Frauke Liebs

16.06.2016 um 15:46
Zitat von tischtisch schrieb:gerade wenn das opfer ohnehin davon ausgehen musste, dass es stirbt, wäre es doch möglich, dass es in einem telefonat eindeutige hinweise oder gar informationen preisgibt, die zur überführung des täters führen.
Der Überlebenswille dürfte immer größer sein: Die Hoffnung, dass doch jeden Moment die Polizei kommt und einen befreit, dürfte größer sein als der Wille, auf Kosten des eigenen Lebens einen Täter ans Messer zu liefern, denn davon hätte man doch selbst nichts mehr... Ich gehe davon aus, dass sie mit dem schlichten Versprechen, nach Erledigung einer bestimmten Sache freigelassen zu werden, in einem Zustand gehalten wurde, in dem sie uneingeschränkt kooperierte. Weil sie die ganze Zeit dachte, dass es später/morgen vorbei ist.


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Mord an Frauke Liebs

16.06.2016 um 15:59
@Minderella
Zitat von MinderellaMinderella schrieb:Ich gehe davon aus, dass sie mit dem schlichten Versprechen, nach Erledigung einer bestimmten Sache freigelassen zu werden, in einem Zustand gehalten wurde, in dem sie uneingeschränkt kooperierte. Weil sie die ganze Zeit dachte, dass es später/morgen vorbei ist.
Von diesem Szenario gehe ich am Stärksten aus. Eventuell verlor Frauke am Wochenanfang dann den Glauben danach, dass er sie gehen lässt.
Vll könnte sie sich entschlossen haben, nicht mehr vollumfänglich zu kooperieren, indem sie Hinweise im letzten Anruf einbaut (wenn es Hinweise waren und nicht ihrem seelischen Zustand nach einwöchigen Festhalten geschuldet war)
Dann waren sie aber sehr vage, so dass niemand diese Hinweise entschlüsseln konnte (oder sie wurden doch entschlüsselt, aber die Spur zu keiner Festnahme führte evtl)

Ich kann mir auch vorstellen, dass er nach Beendigung des Telefonats realisierte, was Frauke da versucht haben könnte. Und schließlich es eskalierte.


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Mord an Frauke Liebs

16.06.2016 um 16:02
@Ocelot
Ich stimme dir in allem en Detail zu. Genau diese Abläufe kann ich mir auch vorstellen.


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Mord an Frauke Liebs

16.06.2016 um 16:02
@tisch
@Minderella

Genau, ich denke auch, dass die ganzen Aussagen von FL "ich komme bald" u.ä. von ihr ernst gemeint waren.
Ich denke, dass sie wirklich immer geglaubt hat und in dem Glauben gelassen wurde, demnächst freigelassen zu werden.
Nur im letzten Gespräch scheint ihr klar gewesen zu sein, dass sie nicht mehr freigelassen wird.
Außerdem vermute ich, dass sie den Entführer nicht namentlich oder zumindest nicht mit seinem richtigen Namen gekannt hat. Er hätte sie sonst m.E. nicht telefonieren lassen, weil immer die Gefahr bestanden hätte, dass sie seinen Namen (möglicherweise auch unabsichtlich, weil unter Stress stehend) genannt hätte.


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Mord an Frauke Liebs

16.06.2016 um 16:05
@Malinka
Zitat von MalinkaMalinka schrieb:Was bedeutet intensiv für dich, was verstehst du darunter?
Mit Hundertschaften jedes Haus und jede Wohnung in und um
PB auf den Kopf stellen?

Ich persönlich bin der Meinung, dass intensiv nach Frauke
gefahndet wurde. Mit den Möglichkeiten die einem
zur Verfügung standen bei einer 21 Jährigen.
Es wurden Seitens der Familie und der Polizei alle
möglichen Dinge getan um Frauke wieder zu finden
oder sie dazu zu bewegen nachhause zu kommen.

Spätestens Samstag, meinem Verständnis nach hat man
bei der Polizei einen Fall von Entführung draus gemacht.
Somit hat sich die Polizei spätestens Samstag intensiv
mit Fraukes Verschwinden beschäftigt.
Also wenn ich jetzt nicht alles komplett falsch verstanden habe, ist die Polizei doch davon ausgegangen, dass Frauke sich freiwillig entfernt hat, nachdem sie sich gemeldet hatte. Schreibst Du doch auch so, von Dienstag bis Samstag sind es ja ein paar Tage. Es wurde also nicht sofort von einer Entführung ausgegangen. Das haben die Telefonate doch bewirkt. Hätte Frauke sich gar nicht gemeldet, wäre man vielleicht früher von einer Entführung ausgegangen. Das ist kein Vorwurf gegen die Polizei und schon gar nicht gegen die Familie. Es geht mir um das, was mit den Telefonaten bewirkt wurde und meiner Ansicht nach bewirkt werden sollte.
Zitat von MalinkaMalinka schrieb:33 ist nicht 21. Das ist ein riesen Unterschied vom Denken,
der Persönlichkeit und den Entscheidungen her.
Wenn WW schon damals so brutal war, dass A. vor ihm abgehauen ist,
kann ich mir nicht vorstellen, dass er mit einer Aktion wie die mit Frauke
A. ernsthaft wieder zurück bekommen hätte.

Außerdem hätte A. den Fall von Frauke mit bekommen.
Spätestens aus dem Medien als sie wieder da war.
Und da A. WW sehr gut kannte hätte sie sich solch
meine Sache denken können m.M. nach.
Ich gehe von W. W. aus, wieso hätte er auf ein Opfer sollen, nur weil das dieses jünger war? Dass er mit dieser Aktion A. hätte zurückgewinnen wollen, macht für mich keinen Sinn. Ich gehe nicht davon aus, dass Frauke sich freiwillig dazu entschlossen hat, mit W. W. nach Schlangen oder Nieheim zu fahren. Aber wenn sie ihn gekannt hätte, so wie jeder eine ganz Reihe von Menschen kennt, hätte er ihr doch anbieten können, sie nach Hause zu fahren, um dann genau das nicht zu tun.
Man hat aber damit rechnen müssen, dass man der Polizei irgendwann auffällt. Wie wäre das z.b. dreimalige Kontaktieren aus der Nähe der WG anders auffällig als das dreimalige Kontaktieren aus dem Gewerbegebiet Dören? Ich sehe keinen Unterscheid. Man hätte in jedem Fall mit einem auffallen bei der Polizei rechnen müssen. Ob nun von dort oder von wo anders.
Ja, aber dadurch dass man mehrmals am gleichen Ort erscheint, fällt man eher auf, z. B. auch den Nachbarn, die sich ein KFZ-Kennzeichen notieren könnten, man wird berechenbarer. Man konnte sich vielleicht auch nicht ganz so sicher sein, ob Fraukes Telefon nicht doch überwacht wird.


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Mord an Frauke Liebs

16.06.2016 um 16:06
@Minderella

stimmt, aus der perspektive habe ich es nicht bedacht. ich habe jetzt einfach nur dran gedacht, dass die verzweiflung so groß ist, dass einem auch alles irgendwann egal ist oder man "rache" möchte o.ä. zumindest hatte FL ja z.b. einen moment, als sie kurzzeitig die wahrheit sagte beim letzten telefonat und daraufhin jedoch sofort verneinte und ihre antwort zurücknahm.

die qualen müssen schrecklich gewesen sein, wenn FL über die gesamte woche kooperierte und der täter sie in solch ungewöhnliche situationen brachte, die leicht hätten eskalieren können. er muss sich unglaublich sicher gewesen sein.
Ich kann mir aber auch vorstellen, dass er nach Beendigung des Telefonats realisierte, was Frauke da versucht haben könnte. Und schließlich es eskalierte.
nicht mal ihre engsten vertrauten haben auch nur eine antwort als hinweis entschlüsseln können. daher glaube ich daran nicht wirklich. den einzigen hinweis, den ich mir vorstellen könnte, ist der hinweis auf das gespräch mit ihrer mutter über den "schrauber" aus nieheim, indem sie auf die frage, wo sie stecken würde mit "mama" antwortete. aber selbst das halte ich eigentlich für so weit hergeholt, dass ihre antworten vermutlich eher der tatsache geschuldet sind, nichts sagen zu dürfen und natürlich ihrem körperlichen und geistigen zustand nach einer woche.
Zitat von KreuzbergerinKreuzbergerin schrieb:Außerdem vermute ich, dass sie den Entführer nicht namentlich oder zumindest nicht mit seinem richtigen Namen gekannt hat. Er hätte sie sonst m.E. nicht telefonieren lassen, weil immer die Gefahr bestanden hätte, dass sie seinen Namen (möglicherweise auch unabsichtlich, weil unter Stress stehend) genannt hätte.
wären weitere informationen nicht ebenso hilfreich? z.b. informationen zum auto, zur person, zum ort?


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Mord an Frauke Liebs

16.06.2016 um 16:31
@tisch
Zitat von tischtisch schrieb:wären weitere informationen nicht ebenso hilfreich? z.b. informationen zum auto, zur Person, zum ort?
Sicherlich,
a) möglicherweise konnte sie zum Ort keine Angaben machen, wenn sie die ganze Zeit über in einem Lieferwagen o.ä. festgehalten wurde

b) möglicherweise hätte sie zum Auto auch nur vage Angaben machen können (weißer Lieferwagen beispielsweise)

c) und was die Person betrifft, sicher hat sie den Täter gesehen, aber wenn dieser keine besonderen Merkmale hat, würde es als Opfer nicht so viel Sinn machen eine Bestrafung zu riskieren, in dem man eine vage Personenbeschreibung durchgibt (beispielsweise 1,80 m groß, dunkelhaarig...) . Der Nutzen wäre nicht allzu groß und der Schaden wäre ziemlich groß.

Diese Überlegungen betreffen wie oben gesagt m.E. aber nur das letzte Telefonat, da ich denke dass FL vorher kooperiert hat, das sie im Glauben gelassen wurde, demnächst freigelassen zu werden.


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Mord an Frauke Liebs

16.06.2016 um 17:10
Zitat von KreuzbergerinKreuzbergerin schrieb:da ich denke dass FL vorher kooperiert hat, das sie im Glauben gelassen wurde, demnächst freigelassen zu werden.
Das könnte sein. Ich habe aber keine Idee, wie man jemand entführtes immer wieder glauben lassen kann, dass die Freilassung bevorsteht, gerade wenn das Versprechen offenbar einige Male nicht eingehalten wurde. Die Freilassung müsste an irgendwelche Ereignisse gebunden sein, klassischerweise eine Lösegeldzahlung. Da es die nicht gab, was könnte das Ziel des Täters gewesen sein und was könnte er zu FL gesagt haben, damit sie immer wieder an ihre Freilassung glaubte? Sowas wie "Noch einen Tag, dann kannst du gehen."? Das halte ich für unwahrscheinlicher als "Sobald Ereignis X eingetreten ist, kannst du gehen." Schließlich muss so eine Entführung ja irgendeinem Zweck dienen. Ich habe aber auch keine Ahnung, was das konkret gewesen sein könnte.

Ich denke mal eher, sie wurde unter Drogeneinfluss gezwungen, immer zu sagen, dass sie bald zurück kommt. Das würde auch den benebelten Tonfall erklären, von dem berichtet wurde.


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Mord an Frauke Liebs

16.06.2016 um 17:45
Zitat von FroschkönigFroschkönig schrieb: Ich habe aber keine Idee, wie man jemand entführtes immer wieder glauben lassen kann, dass die Freilassung bevorsteht, gerade wenn das Versprechen offenbar einige Male nicht eingehalten wurde.
Wikipedia: Stockholm-Syndrom
Das Syndrom mag unverständlich erscheinen. Die Forschungsliteratur nennt zahlreiche mögliche Ursachen für das Stockholm-Syndrom:
• In erster Linie manifestiert sich die Wahrnehmungsverzerrung, die zum Stockholm-Syndrom führt, darin, dass die subjektive Wahrnehmung der Geisel nur einen Teil der Gesamtsituation erfassen kann. Das Opfer erlebt eine Zurückhaltung der Einsatzkräfte vor Ort, es fühlt sich mit zunehmender Dauer der Entführung allein gelassen.

Dagegen wird das Agieren der Geiselnehmer überproportional wahrgenommen, schon kleinste Zugeständnisse (das Anbieten von Nahrung, auf die Toilette gehen lassen oder Lockern von Fesselungen) werden als große Erleichterungen empfunden. Das Opfer erlebt eine Situation, in der es ausschließlich „Gutes“ von den Geiselnehmern erfährt. Es kommt zu der für Außenstehende subjektiv nicht nachvollziehbaren Folge, dass ein Opfer mehr Sympathie für seine Peiniger empfindet als für die rettenden Einsatzkräfte.

• Täter werden sich Opfern gegenüber oftmals wohlwollend verhalten, weil sie die Opfer als Vermögenswerte ansehen oder um eine Eskalation der Situation zu vermeiden. Hieraus kann eine emotionale Bindung und Dankbarkeit von Opfern gegenüber Tätern entstehen.

• Der maximale Kontrollverlust bei einer Geiselnahme ist nur schwer zu verkraften. Erträglicher wird dies, wenn sich das Opfer einredet, es sei zum Teil auch sein Wille, beispielsweise, da es sich mit den Motiven der Entführer identifiziert.



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Mord an Frauke Liebs

16.06.2016 um 18:07
@Froschkönig

Jeder Mensch will überleben, so einfach ist das. Ob jemand nun daran glaubt oder nicht daran glaubt, dass er am Folgetag freigelassen wird, wird er sich doch so verhalten, dass sich seine Lage nicht noch verschlimmert. Man hofft vielleicht, dass die Polizei einen findet oder jemand anderes auf die verzweifelte Lage aufmerksam wird. Den eigenen Tod wird niemand riskieren, nur um Hinweise zu geben, solange er sich noch Hoffnung auf Rettung macht.


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Mord an Frauke Liebs

16.06.2016 um 18:33
Herr Ralf Östermann macht sich die Nesten tagen auf den weg von Bielefeld nach Bremen . Um ein
Zeugen zu befragen
Alles weitre wert wohl die Nesten tage in den Medien zu lesen sein,
quelle: hobby-ermittler-team-forum

kann jemand sagen, ob da was dran ist? ich dachte, der östermann wäre auf (unbestimmte zeit) im urlaub und hat die ermittlungen übergeben?


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