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Mord an Frauke Liebs

Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Mord an Frauke Liebs

Mord an Frauke Liebs

13.01.2019 um 23:07
El610 schrieb:doch, für mich klingt es tatsächlich nach einem (irgendwann) überforderten Ersttäter
Für mich nicht. Ersttäter weiß ich nicht, aber so abgezockt und kalkuliert, kann ich mir nicht vorstellen, dass das sein erstes Verbrechen war. Überfordert war er für mich zu keinem Zeitpunkt. Die lassen ihr Opfer nicht telefonieren, und transportieren es extra dafür, zudem sind Entführer, die ein Opfer längere Zeit gefangen halten, meist intelligent bis hochintelligent (Priklopil, Fritzl, Drach, RAF...)


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Mord an Frauke Liebs

13.01.2019 um 23:54
rayden schrieb:Für mich nicht. Ersttäter weiß ich nicht, aber so abgezockt und kalkuliert, kann ich mir nicht vorstellen, dass das sein erstes Verbrechen war. Überfordert war er für mich zu keinem Zeitpunkt. Die lassen ihr Opfer nicht telefonieren, und transportieren es extra dafür, zudem sind Entführer, die ein Opfer längere Zeit gefangen halten, meist intelligent bis hochintelligent (Priklopil, Fritzl, Drach, RAF...)
Ist doch aber nicht ausgeschlossen, dass auch hochintelligente Täter mal überfordert sind, oder? Dazu, ich bleibe ja dabei, dass das kein Einzeltäter war, muss man ( der "Hochintelligente") noch den Mittäter "kontrollieren".... Daraus kann man dann wieder 135 verschiedene Szenarien/ Hypothesen entwickeln. Z.B. "doofer" Mittäter war schuld am Tod von FL. Ich tendiere sogar stark zu dieser Möglichkeit. Und ich gehe auch davon aus, dass das sehr wohl Ersttäter im Bereich von schweren Verbrechen waren.


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14.01.2019 um 00:13
Kerika schrieb:dass das sehr wohl Ersttäter im Bereich von schweren Verbrechen waren
Halte ich auch durchaus für möglich, denn viele steigern sich ja in der Schwere ihrer Delikte, erst Recht, wenn sie nicht erwischt werden.
Kerika schrieb:Ist doch aber nicht ausgeschlossen, dass auch hochintelligente Täter mal überfordert sind, oder?
Natürlich nicht, und Erfahrung in gewissen Bereichen kann ja auch Einiges wettmachen, nur ist dieses Verbrechen in seiner Durchführung derart außergewöhnlich, dass ich mir einen überforderten Täter einfach nicht vorstellen kann, denn die handeln erfahrungsgemäß anders, und machen kurzen Prozess. Intelligent und überfordert und ohne konkreten Plan bzw. große Vorbereitungen: Magnus G. bei Jakob von Metzler. Ende bekannt.


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14.01.2019 um 00:33
birkensee schrieb:Wieso ignorierst Du in Deinen letzten Beiträgen beständig die Tatsache, dass die Kripo bereits in den ersten Tagen nach ihrem Verschwinden - obwohl FL "eine erwachsene Frau mit freiem Selbstbestimmungrecht" war - ein "Verfahren wegen des Verdachts einer Geiselnahme" einleitete und daher auch sehr schnell die Funkzellendaten der 1. SMS erhielt?
Meine letzten Beiträge bezogen sich auf die Beiträge von @rayden, betreffend eines von der Pol ausgelösten „Großalarms“ bereits am nächsten Morgen. Weder „auf die ersten Tage“ noch sonst einen späteren Zeitpunkt.


http://www.paderborner-zeitung.de/kreis-paderborn/paderborn/21-jahrige-auszubildende-seit-dienstagnacht-vermisst.html

In diesem Aufruf der Pol, erschienen am 23.06.2006, werden alle zu diesem Zeitpunkt bekannten Orte aufgezählt sowie ihre Wohnstrasse genannt und dass F sich zu Fuß dahin auf den Weg gemacht hat. Ferner wird gefragt, wer F nach 23.00 Uhr noch gesehen hat. Also ab verlassen des Pubs.
Ich sehe das durchaus als „Zeugenaufruf“.
birkensee schrieb:Ohne die 1. SMS wäre die Kripo davon ausgegangen, dass FL auf dem Nachhauseweg etwas passiert wäre, und sie hätte ihre Ermittlungen auf diesen Weg (bzw. die 3 Wegvarianten) konzentriert.
Die Kripo hätte durchaus nicht schon am Mittwoch oder am Donnerstag an die Öffentlichkeit treten müssen - für einen Täter, der ihr am Pub oder auf ihrem Nachhauseweg aufgelauert hätte, wäre auch ein Zeugenaufruf am Freitag oder Samstag noch gefährlich gewesen.
Wenn man bedenkt, dass bereits am Donnerstag ein derartiger Artikel erschien, war die uns bekannte 1te SMS wohl doch nicht so erfolgreich.


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14.01.2019 um 00:55
outsiderz schrieb:@birkensee
Bitte Quelle dafür, daß es keine Zeugenaufrufe für Pub/Nachhauseweg gab.
Kann mir kaum vorstellen, dass ein Richter Telefondaten genehmigt aber keiner auf die Idee kommt den Nachhauseweg/Pub zu prüfen.
birkensee schrieb:Es ist schwierig nachzuweisen, dass es etwas nicht gab.

In den Pressemitteilungen der Polizei nach FLs Verschwinden, in den Zeitungsberichten (soweit mir zugänglich) wurde davon nichts erwähnt - und soweit ich weiß, auch hier in diesem sehr umfangreichen Threat nicht. Einfacher wäre es, wenn sich hier jemand melden würde, der einen solchen Zeugenaufruf belegen könnte.
Siehe Link in meinem Post von 0.33 Uhr. Zu finden in diesem Thread in „Themen-Wiki: Mord an Frauke Liebs“.

Entschuldigung für den Doppelpost.


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14.01.2019 um 01:01
@LissyB
Danke für den Link


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Mord an Frauke Liebs

14.01.2019 um 01:45
@LissyB
LissyB schrieb:Ich sehe das durchaus als „Zeugenaufruf
Zweifellos ist das ein Zeugenaufruf, aber er bezieht sich nur auf FL. Zitat aus dem Artikel:
"Die Polizei fragt:
Wer hat die Vermisste seit Dienstag, 23:00 Uhr, gesehen?
Wer kann Angaben zum derzeitigen Aufenthaltsort der Frau machen?"

Dass FL gesucht wurde, war hinreichend bekannt; ihr Bild wurde auch bei einem Public Viewing auf der Leinwand gezeigt. Es ist sehr verständlich, dass die Polizei, die ein freiwilliges Verschwinden für wahrscheinlicher hielt, diese Möglichkeit überprüfen wollte und deshalb um Informationen über ihren Aufenthaltsort bat. Wie ich vorhin zitierte, sagte Herr Östermann auch über die Mitarbeiter der Paderborner Kripo, sie hätten "Kontaktpersonen abgeklappert, gefragt, ob sie irgendwo Unterschlupf gefunden hat".

Eine solche Suche nach FL legte den Lesern jedoch kaum die Vermutung einer Entführung nahe.

Ich zitiere weiter aus dem Artikel: "Die Vermisste wollte sich auf den Heimweg zu ihrer Wohnung an der Borchener Straße begeben. Den Ermittlungen der Polizei zur Folge hat es einen letzten Handykontakt gegen 00:50 Uhr aus dem Bereich Nieheim, Kreis Höxter, gegeben."

Welcher Leser wäre bei dieser Erwähnung des Handykontakts - in Nieheim und zwei Stunden nach Verlassen des Pubs - davon ausgegangen, dass auf dem Nachhauseweg etwas passiert sei?
Erst recht wurde nicht nach der Beobachtung einer Person gefragt, die sich über einen längeren Zeitraum z. B. in der Nähe des Pubs aufgehalten hätte - offenbar wartend und den Pub beobachtend. Von einer Person, die möglicherweise bereits in PB in ihr Verschwinden involviert sein könnte, ist keine Rede. Erwähnt wurde auch nicht, dass FL in Begleitung einer Person nach Nieheim gefahren sein muss.

Von einer solchen Mitteilung der Polizei hatte ein Täter, der ihr irgendwo auf dem Nachhauseweg aufgelauert hätte und während dieser Wartezeit von anderen beobachtet worden wäre, nichts zu befürchten. Und genau darin sehe ich den Sinn dieser SMS.


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14.01.2019 um 02:16
birkensee schrieb:Zweifellos ist das ein Zeugenaufruf, aber er bezieht sich nur auf FL. Zitat aus dem Artikel:
"Die Polizei fragt:
Wer hat die Vermisste seit Dienstag, 23:00 Uhr, gesehen?
Wer kann Angaben zum derzeitigen Aufenthaltsort der Frau machen?"
birkensee schrieb:Von einer solchen Mitteilung der Polizei hatte ein Täter, der ihr irgendwo auf dem Nachhauseweg aufgelauert hätte und während dieser Wartezeit von anderen beobachtet worden wäre, nichts zu befürchten. Und genau darin sehe ich den Sinn dieser SMS.
Du schreibst in diesem Thread wiederholt, dass es keinen Zeugenaufruf für Pub/Nachhauseweg gab und ziehst dies zur Begründung heran, dass die 1te SMS mit genau jenem „ich komme später“ vom Täter zur Ablenkung vom Heimweg Fs verfasst wurde.
Jedoch existiert ein solcher Zeugenaufruf aber zweifellos.

Du magst den Inhalt und seine möglichen Auswirkungen ja auf deine Art deuten, aber es ist ein Aufruf an Zeugen, die ab 23 Uhr F nach Verlassen des Pubs noch gesehen haben. Und das bedeutet, dass der Pub und der Nachhauseweg für die Pol aufgrund einer SMS sehr wohl von Belang war.

Aber ich möchte dir deine Sichtweise nicht nehmen, ich habe ja schon eine eigene.


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Mord an Frauke Liebs

14.01.2019 um 03:31
birkensee schrieb:Eine solche Suche nach FL legte den Lesern jedoch kaum die Vermutung einer Entführung nahe.
Ich glaube, zum Zeitpunkt des 23.06.06 hat auch noch niemand wirklich bei der Polizei ernsthaft an eine Entführung wirklich geglaubt/gedacht.

Zuerst gehört doch alles genau überprüft, eben ist Frauke heim gekommen oder nicht? Ich denke, wenn es "profimäßig" ernsthaft los geht, wird erst mal die Aussage der Person überprüft die behauptet, Frauke ist nicht nach Hause gekommen. Ob diese Aussage überhaupt der Wahrheit entspricht. Und dazu wird dann die Wohnung kriminalistisch auf Spuren untersucht, gab es darin etwa Blutlachen oder anderes....? Da nichts gefunden wurde, weiß man dann, aha, was der Ex sagte stimmt also! Das die Polizei irgendwas nur so glaubt was wer behauptet, na ja...ohne Prüfung wäre dies ja total fahrlässig von der Polizei.

Das dies erst wohl nach dem Leichenfund getan wurde, zeigt uns doch auch deutlich auf, dass wirklich ernsthaft von einer Entführung bei der Polizei niemand vorher daran dachte oder aus ging.

Ich glaube aber schon, dass nach ein paar Wochen, eben so ab August, die Lage viel ernster von den Polizeikreisen aus gesehen wurde, als zum Zeitpukt der Telefonate. Eben, wenn es nach 6 - 8 Wochen gar kein Lebenszeichen einer Vermissten mehr gibt, schaut dies nicht sehr zuversichtlich aus (Erfahrung der Polizei bei Vermissten). Ich vermute also ab ca. August ein Umdenken bei der Polizei. Das man sich ab hier mal ordentlich am Kopf krazte, wegen Fraukes Verschwinden? Und vorher hat man es eigentlich mehr belächelt?
Nicht wegen der 1.SMS, sondern eher, wenn die Polizei die Info bekommt, dass eine vermisste Person am Telefon wenn sie redet "wie auf Droge klingt".
Ich denke, dies hat viel mehr Auswirkungen bei der Polizei & ihren Anstrengungen Frauke zu finden gehabt als die erste SMS aus Nieheim. "Wie auf Droge" sinken gleichzeitig die Anstrengungen der Polizei bei einer vermissten Person fast wie auf NULL. Und dies dürfte ja Mutter Liebs auf die Palme gebracht haben, weil ab da niemand mehr von der Polizei die Vermisstenmeldung wirklich wohl ernst nahm?

Resümee meiner nächtlichen Post hier?

Wo Frauke auf ihren Heimweg vom Pub vielleicht wirklich (gewaltsam) verschwunden sein könnte, machte man erst nach der Kriminaltechnischen-Überprüfung der WG von Frauke & Chris. Und diese passierte wohl erst nach dem Leichenfund. Aber jede Spurensuche der Polizei fing wohl in der WG an!? Und danach geht man nach aussen - nie umgekehrt.

Das sollte uns sagen, wenn es wirklich mal Gewalt-(Blut)Spuren gegeben hätte am Heimweg von Frauke (etwa Entführung), wurden diese erst nach dem Leichenfund von der Polizei in PB gesucht. Vorher hat da sicher niemand je von der Polizei mal dies überprüft. Vorher muss die Wohnung-Gemeinschaft von Frauke & Chris überprüft worden sein, wenn man dort nix findet, gehen sie (die Polizei) suchen, ob es am möglichen Heimweg von Frauke was zu finden gibt.

Es ist einfach normale Polizeiarbeit, erst mal zu überprüfen was jemand sagt/behauptet (Chris), "Frauke kam nicht heim" zu durchleuchten, wenn man diese Behauptung als wahr erkennt, keinerlei (etwa Frauke-Blutspuren) in der WG findet, sucht die Polizei den möglichen Heimweg von Frauke in PB ab. Östermann bestätigt ja diese Sichtweise, erst einmal wurde Chris total überprüft. Ob seine Aussagen überhaupt stimmen. Und die kriminalistische Überprüfung hat ergeben, dass man Chris als Täter ausschließen kann. Und auch etwa Niels.
Das ist der Stand der Dinge! Ob es eine Entführung je gegeben hat, ich hoffe, die Cold_Case wird es aufdecken!!!


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Mord an Frauke Liebs

14.01.2019 um 03:38
LissyB schrieb:Du schreibst in diesem Thread wiederholt, dass es keinen Zeugenaufruf für Pub/Nachhauseweg gab
LissyB schrieb:Jedoch existiert ein solcher Zeugenaufruf aber zweifellos.
Es wäre nett, wenn Du meine Ausführungen korrekt wiedergeben würdest.

Ich habe nie bestritten, dass nach FL gesucht wurde. Ich habe nur behauptet, dass durch die 1. SMS für die Kripo feststand, dass, wenn ein Verbrechen stattgefunden hätte, sich dieses Verbrechen nicht auf ihrem Nachhauseweg, sondern erst nach jener 1. SMS aus Nieheim ereignete.
Für die Kripo war aufgrund der 1. SMS der Nachhauseweg kein möglicher Tatort und deshalb kein Gegenstand von Nachforschungen. Hätte es diese SMS nicht gegeben, hätte sich die Kripo auf ihn konzentriert und entsprechende Zeugenaufrufe veröffentlicht.
LissyB schrieb:dass der Pub und der Nachhauseweg für die Pol aufgrund einer SMS sehr wohl von Belang war.
Inwiefern war der Nachhauseweg für die Kripo von Belang?

Der Aufruf von Zeugen, die FL nach ihrem Verlassen des Pubs gesehen hatten, beschränkte sich ja - vernünftigerweise - keineswegs auf den Nachhauseweg, sondern vom Pub bis zum Zeitpunkt des Aufrufs.
Und ich kann nicht sehen, dass in diesem Zeugenaufruf der Eindruck erweckt wurde, dieser Nachhauseweg sei für die Nachforschungen der Kripo von Belang. Die Kripo wollte wissen, ob FL nach dem Pubbesuch noch irgendwo gesehen worden war - auf dem Nachhauseweg oder sonstwo. Mit der Nennung des Pubs und ihrer Adresse wurde lediglich ein Anhaltspunkt gegeben, wo ihre Sichtung - nach Verlassen des Pubs - wahrscheinlich gewesen wäre.

Für die Leser dieses Artikels und anderer Veröffentlichungen ging es also nur um die Frage, ob FL gesehen worden war (und zwar in den zurückliegenden 2 Tagen) - ansonsten war der Nachhauseweg bedeutungslos. Nichts legte die Vermutung nahe, dass, wenn es einen Täter gab, dieser ihr auf dem Nachhauseweg aufgelauert haben oder sich dort auch nur aufgehalten haben könnte.

Den letzten Handykontakt gab es zwei Stunden nach Verlassen des Pubs, als sich FL bereits in Nieheim befand und es ihr dort offensichtlich noch gut ging - das ist das, was sich der Mitteilung der Polizei entnehmen ließ.
Kein Hinweis auf eine Person, die FL nach dem Verlassen des Pubs getroffen haben musste und die sie nach Nieheim fuhr. Oder auf eine etwas merkwürdige SMS, die Zweifel an ihrer Glaubwürdigkeit zuließ.

Die Kripo hatte solche Zweifel nicht, und nach ihrer Darstellung des Vorgefallenen konnten auch die Leser sie nicht haben. Wenn jemandem ein Mann aufgefallen wäre, der über eine Stunde am Pub unruhig auf und ab gegangen wäre und immer den Pub im Auge behalten hätte - er hätte keine Veranlassung gehabt, sich an die Polizei zu wenden.

Ohne die 1. SMS wäre die Lage eine völlig andere gewesen. Dann wäre es äußerst naheliegend gewesen, dass FL auf dem Nachhauseweg etwas passiert sei und die Kripo hätte diese Befürchtung öffentlich mitgeteilt. Dann hätten die Leute, die sich zu dieser Zeit dort aufhielten, über ihre Beobachtungen nachgedacht und auch etwas für potentiell relevant gehalten, was für sie ohne diesen Zusammenhang völlig belanglos war.
Die Polizei hätte also auf diesem Nachhausweg gezielt nach einem Täter gesucht - mit einem Zeugenaufruf, der das auch klar zum Ausdruck gebracht hätte. So aber - durch die 1. SMS - gab es keine Verbindung zwischen dem Nachhauseweg und einem möglichen Verbrechen.

Dass es für den Täter, wenn er FL bereits in PB - und d. h. auf ihrem Nachhauseweg - entführt hätte, optimal gewesen wäre, dass auf dem Nachhauseweg nicht nach Spuren von ihm gesucht würde, halte ich für evident.
LissyB schrieb:Wenn man bedenkt, dass bereits am Donnerstag ein derartiger Artikel erschien, war die uns bekannte 1te SMS wohl doch nicht so erfolgreich.
Diese Sichtweise kann ich wirklich nicht begreifen. Es fand durch die 1. SMS eine eindeutige Bedeutungsverlagerung vom Nachhauseweg nach Nieheim statt. Ich kann nur feststellen, dass wenn der Täter die Absicht hatte, die Polizei mit der 1. SMS auf eine falsche Fährte zu führen, ihm das glänzend gelungen ist.


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Mord an Frauke Liebs

14.01.2019 um 04:05
@Doverex

Ich stimme Dir völlig zu, dass für die Polizei, wenn sie schon wenige Tage nach FLs Verschwinden von einem Verbrechen ausgegangen wäre, Chris sicher sofort tatverdächtig gewesen und sofort überprüft worden wäre - u.a. auch mit einer Durchsuchung der Wohnung.
Ich glaube allerdings auch, dass die Polizei sich sehr schnell an die Öffentlichkeit gewandt und sich nicht auf Chris als Täter verlassen hätte - auch wenn er ihr bevorzugter Verdächtiger gewesen wäre.
Eine andere Tatversion wäre ja nicht auszuschließen gewesen, und dann hätte es auf Beobachtungen ankommen können, die den Beobachtern ohne ein solches Wissen als bedeutungslos erschienen und wegen ihrer vermeintlichen Belanglosigkeit sehr schnell vergessen worden wären. Ich glaube, manches wäre parallel abgelaufen, um nicht womöglich wertvolle Informationen zu verlieren.
Doverex schrieb:Ich glaube, zum Zeitpunkt des 23.06.06 hat auch noch niemand wirklich bei der Polizei ernsthaft an eine Entführung wirklich geglaubt/gedacht.
Das glaube ich auch, und nach meiner Ansicht hat die 1. SMS sehr viel dazu beigetragen. So konnte die Polizei annehmen, dass FL trotz ihrer Zuverlässigkeit und ihrer Ankündigung, nach Hause zu gehen, noch freiwillig in die Nieheimer Gegend gefahren ist.
Sie kannte FL ja nicht, und gerade in diesem Alter sind Unvernünftigkeiten z. B. aufgrund von Verliebtheit erheblich wahrscheinlicher als ein Verbrechen.


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14.01.2019 um 09:00
Die "manipulative Vorgehensweise" des Täters ist kein Zeichen für seine hohe Intelligenz- meine Meinung.
Die 1.manipulative "Alles in Ordnung" Aktion:
-1.SMS: FL sitzt um 0:49 noch im Pub und alles ist Ordnung-jedoch gesendet aus dem Sendemastbereich Nieheim-Entrup.
2)"AiO"Aktion:
tägliche Anrufe vermutlich aus der Peripherie von PB.
Waren diese Aktionen notwendig für die Durchführung dieser Tat dringend notwendig?
....meines Erachtens nicht.
Es war dem Täter ein Bedürfnis,(ich wiederhole mich )solche manipulativen Aktionen einzubauen.
Natürlich sind diese Aktionen sehr "hilfsreich" gewesen,ein freiwilliges Verschwinden von FL vorzugaukeln....notwendig waren sie dennoch nicht.
Was bedeutet das nun?
Das bedeutet,dass diese Tat auch ohne diese "Alles in Ordnung" Aktionen hätte durchgeführt werden können- mit grosser Wahrscheinlichkeit auch ähnlich "erfolgreich" für den Täter.
Zu seinem psychopathologichem Profil gehört an 1.Stelle die manipulative Vorgehensweise. Für hochintelligent halte ich diesen Täter dennoch nicht.
Natürlich wird seinem Umfeld "früher oder später" diese Eigenschaft der "manipulativen" Vorgehensweisen mehr als bekannt sein- aber da es keinen "krankheitswert" hat,wird es von Freunden/Bekannten usw. nur als "Marotte" von ihm registriert worden sein.
Solange keine weiteren Auffälligkeiten registriert werden,kommt keiner aus dem Umfeld des Täters auf die Idee,dass dieser Mann eine Frau mehrere Tage gefangen gehalten(und getötet) hat .
Aber nach der Tat könnten Auffälligkeiten festgestellt worden sein....d.h der immer ordentlich gekleidete und gepflegter Typ lässt sich extrem "gehen".
Auch dafür wird er eine plausible Erklärung gehabt haben:z.B
-er hat seinen Job vwrloren
-seine Frau/Freundin hat ihn verlassen usw.
Wenn dieser Täter aus dem engeren Umfeld von FL gewesen sein sollte (was ich nicht annehme) ,müssten solche Auffälligkeiten von Freunden/Bekannten registriert worden sein.
Anscheinend ist keiner aus dem Freundeskreis von FL so auffällig gewesen ,und zwar weder
nach dem Verschwinden von FL noch nach der Leichenauffindung.Oder???


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14.01.2019 um 09:01
LissyB schrieb:Meine letzten Beiträge bezogen sich auf die Beiträge von @rayden, betreffend eines von der Pol ausgelösten „Großalarms“ bereits am nächsten Morgen.
Wie in einem aktuellen Fall zu sehen, wird bei einer 16jährigen aus Stendal bereits am nächsten Tag mit Helikopter und Spürhunden nach ihr gesucht. Sicher ist eine 21-jährige nochmal was Anderes, aber Spürhunde auf dem Heimweg wären sicher zeitnah zum Einsatz gekommen, wie eben auch intensive Befragungen und Zeugenaufrufe explizit für und auf den möglichen Heimwegen.


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14.01.2019 um 09:45
kilkhora schrieb:-1.SMS: FL sitzt um 0:49 noch im Pub und alles ist Ordnung-jedoch gesendet aus dem Sendemastbereich Nieheim-Entrup.
@kilkhora
Das Frauke noch im Pub sein würde geht aus der SMS nicht hervor. Diese SMS hätte von überall geschrieben sein können.


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Mord an Frauke Liebs

14.01.2019 um 10:00
birkensee schrieb:Ich glaube allerdings auch, dass die Polizei sich sehr schnell an die Öffentlichkeit gewandt und sich nicht auf Chris als Täter verlassen hätte - auch wenn er ihr bevorzugter Verdächtiger gewesen wäre.
Ich denke, am Anfang als Frauke als vermisst/verschwunden galt, hatte die Polizei überhaupt niemanden irgendwie nur als "Täter" in ihrem Blickwinkel. Das eine Frau, die nun als vermisst gemeldet wird, mal später tatsächlich tot im Wald aufgefunden wird, ist sowas von hoch unwahrscheinlich bei einer Vermisstenmeldung, da wird doch nicht darüber nachgedacht, wer ein Täter sein könnte. Die denken doch erstmals - weil es eben meist so ist - dass die vermisste Person eh von allein wieder auftauchen wird.

Nach Leichenfund wurde aber sicher von Innen nach Aussen ermittelt, Wohnungen, Autos etc. überprüft, so wird es wohl gewesen sein? Die Kripo arbeitet halt ihre Liste von verdächtigen Personen ab. Die kann mal lang sein, mal eher kurz, ist von Fall zu Fall verschieden.

Ich selbst denke, als der Fall an XY als Filmfall ging, muss bei der Polizei schon stark an ein Verbrechen von Fraukes Verschwinden gedacht worden sein. Umsonst gibt man XY keinen Filmfall, hier muss der Verdacht schon sehr groß gewesen sein. Und dann kam vor der Ausstrahlung von XY der Leichenfund von Frauke. Ab da wusste man es 100%, dass wohl ein Verbrechen vorliegt.

Im Gegensatz zu den ersten Wochen, aus dem Blickwinkel der Polizei ging man damals wohl kaum von einem Verbrechen aus. Ich denke allein Mutter Liebs ist es zu verdanken, weil sie (und die Verwandten/Freunde) das Gefühl hatte, hier muss was sehr Schlimmes passiert sein (also ein Verbrechen an Frauke), dass sie nicht heim kommt. Wirklich geglaubt hat dies wohl aber damals bei der Polizei niemand, Mutter Liebs schlimmes Gefühl, dass dies tatsächlich zutreffen würde. Die werden sich gedacht haben, die taucht schon wieder auf.

Als es dann über Wochen aber nicht passierte, dass Frauke wieder auftaucht, wird wohl auch bei der Polizei selbst ein Umdenken geschehen sein. Glaube ich!


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Mord an Frauke Liebs

14.01.2019 um 14:13
rayden schrieb:Wie in einem aktuellen Fall zu sehen, wird bei einer 16jährigen aus Stendal bereits am nächsten Tag mit Helikopter und Spürhunden nach ihr gesucht. Sicher ist eine 21-jährige nochmal was Anderes, aber Spürhunde auf dem Heimweg wären sicher zeitnah zum Einsatz gekommen, wie eben auch intensive Befragungen und Zeugenaufrufe explizit für und auf den möglichen Heimwegen.
Wenn du mit „zeitnah“ den nächsten Morgen meinst: Nein, erwachsene Person kommt nach dem Feiern am anderen Morgen nicht heim: Am nächsten Tag definitiv keine Spürhunde und intensive Zeugenbefragungen.
Egal ob mit oder ohne 1te SMS.


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14.01.2019 um 16:20
LissyB schrieb:Wenn du mit „zeitnah“ den nächsten Morgen meinst: Nein, erwachsene Person kommt nach dem Feiern am anderen Morgen nicht heim: Am nächsten Tag definitiv keine Spürhunde und intensive Zeugenbefragungen.
Egal ob mit oder ohne 1te SMS.
Habe andere Fälle aufgezählt, bei denen es so war, mehr kann ich nicht machen.


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14.01.2019 um 23:16
@kilkhora
kilkhora schrieb:Zu seinem psychopathologichem Profil gehört an 1.Stelle die manipulative Vorgehensweise. Für hochintelligent halte ich diesen Täter dennoch nicht.
Diesen Eindruck habe ich auch. Zwar glaube ich, dass die 1. SMS für ihn sehr sinnvoll war, aber sie zeigt nach meiner Ansicht seine auf Manipulation ausgerichtete Denk- und Handlungsweise, die bei den anderen Anrufen noch verstärkt zum Ausdruck kommt.

Dieses ausgeprägte Bedürfnis, andere zu manipulieren, hängt für mich mit seiner Fixierung auf Macht zusammen. Ich vermute, der Täter sieht andere gern als Figuren auf seinem Schachbrett, als bloße Objekte seiner Strategie (ohne grundsätzlich zu bedenken, dass auch er steuer- weil durchschaubar sein könnte.)
Ich vermute, dass für den 2. Anruf und die folgenden Anrufe u.a. (!) die Genugtuung, der Polizei seine Überlegenheit zu demonstrieren, ein Motiv gewesen sein könnte.

Nach meiner Meinung ging es dem Täter bei diesem Verbrechen um Macht - Macht vor allem über FL, aber auch, wenn sich ihm dazu eine Gelegenheit bot, über andere.
Und diese Macht bestand nach meiner Ansicht nicht vorrangig in der Ausübung körperlicher, sondern psychischer Gewalt (der aber durchaus physische Misshandlungen wie Durstenlassen etc. dienen konnten).
Ich glaube, es reichte ihm nicht, dass FL ihm körperlich ausgeliefert war: Er wollte ihre Gefühle und ihre Gedanken beherrschen - er wollte keinen Bereich zulassen, in dem sich FL seiner Macht hätte entziehen können. In dieser manipulativen "Lust" sehe ich den Grund für das "Katz- und Mausspiel" der Rückkehrankündigungen und ihrer Enttäuschungen.
kilkhora schrieb:Aber nach der Tat könnten Auffälligkeiten festgestellt worden sein....d.h der immer ordentlich gekleidete und gepflegter Typ lässt sich extrem "gehen".
Tätern mit einem derart empathie- und skrupellosen Machtverlangen gelingt es oft sehr gut, nach dem Verbrechen ihren normalen Alltag fortzusetzen (z. B. Mircos Mörder) - und ich vermute eher, dass das auch auf den Täter im Fall FL zutrifft.
kilkhora schrieb:Natürlich wird seinem Umfeld "früher oder später" diese Eigenschaft der "manipulativen" Vorgehensweisen mehr als bekannt sein- aber da es keinen "krankheitswert" hat,wird es von Freunden/Bekannten usw. nur als "Marotte" von ihm registriert worden sein.
Oder als miserabler Charakter. Ich finde es auch immer wieder erstaunlich, dass Menschen, die einer solch hochgradig manipulativen Person emotional verbunden sind oder sie bewundern, oft überhaupt nicht begreifen, dass und wie sehr sie manipuliert werden. Aber das gehört eben dazu. Wenn Manipulation funktioniert, stellt man das offenbar nur bei anderen fest.


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15.01.2019 um 09:33
birkensee schrieb:Dieses ausgeprägte Bedürfnis, andere zu manipulieren, hängt für mich mit seiner Fixierung auf Macht zusammen.
Nicht nur die Demonstration von Macht und Dominanz spielt eine Rolle bei diesem Tätertypus , sondern auch die Aussicht auf materielle Bereicherung mit dem Eigentum des Opfers).
Obwohl FL am Abend ihres Verschwindens ja keine grossen Reichtümer dabei hatte,fehlten ja einige ihrer persönlichen Gegenstände.
Seltsam das er ihr das Kreuz belassen hat.
Die Gegenstände,die dieser Tätertypus ihren Opfern wegnimmt,haben nicht nur den Wert eines Souvenirs....diese sehen das auch als "Bereicherung"an ,egal welchen Wert die Gegenstände
auch besitzen mögen.
birkensee schrieb:gepflegter Typ lässt sich extrem "gehen".
Tätern mit einem derart empathie- und skrupellosen Machtverlangen gelingt es oft sehr gut, nach dem Verbrechen ihren normalen Alltag fortzusetzen (z. B. Mircos Mörder) - und ich vermute eher, dass das auch auf den Täter im Fall FL zutrifft.
Mircos Mörder war ein verheirateter Mann mit Kindern,wenn ich es nicht ganz falsch in Erinnerung habe.
Er musste nicht selbst für die Pflege seiner Bekleidung sorgen usw. Ausserdem war er auch in einem Angestelltenverhältnis,so dass er sein tägliches Leben weiter wie bisher "durchziehen" musste.
Nicht so der Mörder von FL(bevor wieder eine Grundsatzdiskussion darüber beginnt,ob FL tatsächlich getötet wurde oder nicht.....andere mögen hier juristisch ausgeklügelt vorgehen ,ich jedoch halte es für einen Mord)
FL ist eine 21 jährige Frau gewesen.... somit ist ihr Mörder auch ein anderer Tätertyp.
Abgesehen von seinem psychopathologischen Profil (narzisstisch),ist er älter als 30(meine Vermutung)...beruflich ist er nicht so "eingegrenzt" wie der Mörder von Marco .d.h
er hat damals viel Zeit gehabt und einen Bereich,der nur ihm zugänglich war.
Dieser Täter hat sich nach der Tat mit Sicherheit "äusserlich" verändert.


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