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Mord an Frauke Liebs

Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Mord an Frauke Liebs

Mord an Frauke Liebs

08.11.2019 um 10:54
PotomacRiver schrieb:Ich bin ja eigentlich kein Fan davon, wenn Leute in einen Thread „platzen“, wenig wissen und dann zum Teil eher abstruse Theorien und Fragen stellen.
Ich warne schon mal vor, ich denke, ich werde das leider, zu meiner Schande, nun auch tun.
Hy @PotomacRiver !

Das ist wohl das kleinste Problem, neu in einen Thread herein zu platzen, dazu habe ich ja in einem anderen Thread (Daniela Kammerer) hier bei Allmy erfahren, dass du Kriminologie studiert hast. Da freue ich mich darauf, was du/dir noch sonst für Fragen aufstellen/einfallen wirst/wird hier im Fall von Frauke.

Trotzdem sind die roten Beiträge hier in diesem Fall sehr wichtig.
Hier mal nur 2 rote Beiträge von der Moderation von mir verlinkt als Beispiel, die man schon mal dringend lesen sollte, wie auch in der Krimirubrik generell jede Verdächtigung (auch nicht in subtiler Form) gegenüber einer Person/Verwandten/Freund... - gegen die nicht ermittelt wird - streng verboten sind.

Beitrag von der_wicht, Seite 3.182
Beitrag von der_wicht, Seite 3.386
PotomacRiver schrieb:Was ist der letzte Erkenntnisstand bezüglich dieser Halskette - dem Kreuz mit Lederband? Weiß man mittlerweile ob es ihre eigene war oder liegt das noch immer im Dunkeln? Oder geht man mittlerweile davon aus, dass der Täter ihr diese Kette gab?
Ja, dieses Kreuz wurde Frauke zugeordnet - dank Info von @malinka

Man kann aber auch andenken, wie es der User @Kangaroo hier tat

Beitrag von Kangaroo, Seite 3.849

dass dieses Kreuz möglicherweise bewusst vom Täter zurück gelassen wurde?

Und weiters... oben die Suchfunktion (welche genau zwischen den Antworten und Infos liegt) erleichtert auch direkt zu den Informationen zu kommen, welche du zu dem Fall von Frauke suchst in diesem Thread. Dazu ist oben das Wiki zu Fraukes Fall auch super gut.

Auf alle Fälle glaube ich auch, es gibt keinen unlösbaren Fall, auch hier bei diesem recht verzwickten und mysteriösen Mordfall von Frauke muss und wird es Lösungen geben, die diesen Fall mal aufklären, dies ist meine innere starke Überzeugung.

Das dieser Fall also bis heute ungeklärt ist, liegt mMn. stark daran, weil das volle Programm der Mordermittlungen erst nach dem Leichenfund von Frauke im Oktober 06 wirklich anfing, wo dann aber schon viele Spuren nach Monaten wieder recht kalt geworden sind. Etwa mögliche Täterkleidung/Schuhe (Beispiel) schon längst entsorgt wurden vom Täter, die niemand mehr nach Monaten dann wahrscheinlich finden kann zwecks Labor-Untersuchung? Oder nachweisbare Pollen auf Täter-Kleidung, die aufzeigen würde, er müsste dort am Auffindeort gewesen sein (auch Beispiel). Und solange man nichts findet, wo Frauke etwa war nach dem Pub sich genau aufhielt oder festgehalten wurde, kann man in dieser Hinsicht auch nix an Spuren dort untersuchen.


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Mord an Frauke Liebs

08.11.2019 um 11:58
viperk schrieb:Habe eher das Gefühl, es ist ein unscheinbarer Typ, der sich da irgendwie reinmanövriert hat und dann ist das eskaliert. Das sich der Verlauf dann so ohne Planung von Tag zu Tag ergeben hat. Dass er immernoch dachte, es gibt ne andere Lösung wie er da ohne Mord wieder rauskommt
Naja, 'irgendwie hereinmanövriert' kann ich mir nur sehr schwerlich vorstellen, wie genau meinst Du das?
Dass Frauke ihm an diesem Abend im Pub aufgefallen sein könnte und er sie später auf ihrem Heimweg ansprach, sie evtl zu ihm ins Auto stieg, er 'mehr' von ihr wollte, sie ihm zu verstehen gab, dass daraus nichts werden würde und er sie daraufhin gegen ihren Willen mitnahm zu einem Versteck, dass er - rein zufällig - zur Verfügung hatte?

Eine andere Lösung, wie er da wieder herauskommen sollte, ohne die rechtlichen und auch sozialen Konsequenzen für sein Handeln tragen zu müssen, sehe ich nicht, es sei denn, Frauke hätte ihn nicht erkannt/gekannt, aber selbst wenn er sich ihr gegenüber ausschließlich maskiert gezeigt haben sollte, so hätte sie dennoch zumindest eine grobe Beschreibung, was Größe, Statur usw betrifft, abgeben können und ihn u a auch an der Stimme wiedererkennen können.
Kann mir aber auch nicht wirklich vorstellen, dass der Täter sich ihr ausschließlich maskiert gezeigt haben soll, v a auch deshalb nicht, weil ja davon ausgegangen wird - auch von den EB - dass Frauke zunächst freiwillig in das Auto des Täters stieg, sie wäre wohl kaum zu einem ihr unbekannten, maskierten Mann eingestiegen.

Glaube auch nicht, dass der Täter vorab jedes Detail geplant hat, aber den groben Rahmen der Tat wird er schon entsprechend im Kopf gehabt und auch das ein oder andere an Vorbereitungen getroffen haben, er brauchte ein Versteck, eine Möglichkeit, Frauke zu den Telefonaten zu fahren, genügend Zeit (gehe nicht davon aus, dass er sie entführt hat, um sie 23 Stunden am Tag alleine im Versteck herumsitzen zu lassen, er wollte höchstwahrscheinlich soviel Zeit wie möglich mit ihr verbringen, gehe davon aus, dass der Aspekt der 'absoluten Kontrolle' über Frauke ihm wichtig war und er diese 'absolute Kontrolle' dann auch entsprechend ausgiebig auskosten wollte).
Zum Punkt dieser 'absoluten Kontrolle' finde ich es gut vorstellbar, dass er evtl das Versteck kameraüberwacht hat, sodass er sich jederzeit einen Blick auf Frauke verschaffen konnte, auch ohne selbst im Versteck anwesend sein zu müssen.
Natürlich ist dies reine Spekulation meinerseits, ob es tatsächlich so war oder nicht, kann erst geklärt werden, wenn der Täter gefasst ist, worauf ich immer noch hoffe, auch wenn wohl leider mit jedem Jahr, das seit der Tat vergangen ist, die Chance auf Aufklärung sinkt.


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Mord an Frauke Liebs

08.11.2019 um 15:35
Danke
@sören42 und
@AnNevis

@malinka
Ich werde heute Abend noch mal drauf schauen, aber ich bin mit sicher, dass es mit dem Handymodell von Fraukes Handy nicht so funktioniert wie du es beschreibst. Diese Angaben ist bis zur Überprüfung natürlich erst mal ohne Gewähr.
Hast du es ausprobieren können, gestern Abend?


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08.11.2019 um 15:49
MGunderson schrieb:Hast du es ausprobieren können, gestern Abend?
Leider noch nicht. Ich melde mich diesbezüglich heute Abend hier im Thread.


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08.11.2019 um 21:17
Hallo @all, ich lese hier schon eine Weile mit. Bei Frauke habe ich immer den Gedanken an jemanden, den sie kannte, den auch ihre Familie kennt, den aber nicht mehr präsent hat. So etwas wie ein alter Klassenkamerad aus der Grundschule. Solche Menschen können immer andocken, obwohl sie im Grunde Fremde sind (und sich keiner mehr groß an sie erinnert). Solchen Menschen tut man mitunter Gefallen, auch wenn es spät abends ist. Man "kennt" sich ja und wenn nun eine echte Notlage herrscht, hilft man eher, fährt mit usw. Auf dem Radar anderer erscheinen die nicht, denn die gemeinsame Schulzeit ist ewig lange her und der ein oder andere wird umgezogen sein. Der Täter hat Basics, die es braucht, weiß alles aus Fraukes ursprünglichem Umfeld, aufgefrischt durch Klassentreffen, social media etc.
Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass man die ganz frühen Mitschüler alle überprüft hat. Aber wenn man die Gesamtsituation mal anschaut, wäre das ein wesentlicher Punkt, den es zu beachten gilt. LG Lysanne


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08.11.2019 um 21:28
lysanne schrieb:Hallo @all, ich lese hier schon eine Weile mit. Bei Frauke habe ich immer den Gedanken an jemanden, den sie kannte, den auch ihre Familie kennt, den aber nicht mehr präsent hat. So etwas wie ein alter Klassenkamerad aus der Grundschule. Solche Menschen können immer andocken, obwohl sie im Grunde Fremde sind (und sich keiner mehr groß an sie erinnert). Solchen Menschen tut man mitunter Gefallen, auch wenn es spät abends ist. Man "kennt" sich ja und wenn nun eine echte Notlage herrscht, hilft man eher, fährt mit usw. Auf dem Radar anderer erscheinen die nicht, denn die gemeinsame Schulzeit ist ewig lange her und der ein oder andere wird umgezogen sein. Der Täter hat Basics, die es braucht, weiß alles aus Fraukes ursprünglichem Umfeld, aufgefrischt durch Klassentreffen, social media etc.
Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass man die ganz frühen Mitschüler alle überprüft hat. Aber wenn man die Gesamtsituation mal anschaut, wäre das ein wesentlicher Punkt, den es zu beachten gilt. LG Lysanne
@lysanne
Ein solches Szenario ist meiner Meinung nach sehr gut möglich. Und über die beschriebenen Kontakte wäre es auch sehr gut möglich, dass der Täter von der Einstellung der Ermittlungen aus dem Umfeld FLs erfahren hat, was ihn veranlasste, das gleiche Gewerbegebiet (Funkzelle) dreimal hintereinander aufzusuchen - was ansonsten sehr riskant für ihn gewesen wäre und auch zum sonstigen Täterverhalten, unnötige Risiken zu vermeiden, nicht passt.


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Mord an Frauke Liebs

08.11.2019 um 21:46
ThoFra schrieb:Naja, 'irgendwie hereinmanövriert' kann ich mir nur sehr schwerlich vorstellen, wie genau meinst Du das?
Dass Frauke ihm an diesem Abend im Pub aufgefallen sein könnte und er sie später auf ihrem Heimweg ansprach, sie evtl zu ihm ins Auto stieg, er 'mehr' von ihr wollte, sie ihm zu verstehen gab, dass daraus nichts werden würde und er sie daraufhin gegen ihren Willen mitnahm zu einem Versteck, dass er - rein zufällig - zur Verfügung hatte?
Im Prinzip meine ich das so, ja! Nur, wieso sollte er vorbereitet gewesen sein? Mein Gedanke wäre, er hat sie im Auld Triangle gesehen, wie und wo auch immer sind sie sich begegnet. Irgendwie (das könnte Möglichkeiten und Beweggründe geben) ist sie zugestiegen und er wollte mehr. Die Situation ist gekippt und er hat sie mitgenommen. Vielleicht konnte er sie ohne größere Vorbereitungen festhalten. Wir haben zb einen Keller mit Heizungsraum und ner schweren, abschliessbaren Eisentür. Minifenster. Viel zu klein und zu hoch zum Flüchten. Mit Fest verankerter Kasematte. Entkommen unmöglich. Als Mann hat man vielleicht dann Seile, Klebeband. Muss man auch nicht kaufen. Mein Mann hat zumindest einen Werkzeugschrank. Da ist gefühlt der halbe Baumarkt drin. Wenn ich also jemanden kisnappe, muss ich gar nix vorbereiten. Deshalb meine ich, dass es bei anderen auch so sein könnte. Hoffe, ich hab das verständlich rübergebracht.

Und mit "er hoffte, dass er anders aus der Situation rauskommt " das habe ich so gemeint @birkensee

Ja, wie du es sagst. Er hält sie fest, realisiert, was er getan hat. Peilt, dass das eine Straftat ist. Versucht eventuell auf sie einzuwirken, ihn nicht zu verraten. Dann würde er sie laufen lassen. Sie darf sogar telefonieren und das ankündigen. Vielleicht war er sich dann doch nicht sicher und hweat sie noch n Tag länger dabehalten. Weiß der Kuckuck, was in so nem Hirn los ist. Aber so merkwürdig kann man als Normalo ja auch nicht denken. So vergingen die Tage, vielleicht dachte er auch ne Zeit lang darüber nach, sie laufen zu lassen und sich zu stellen und dann eben die Strafe zu akzeptieren. Vielleicht dachte er, besser als später für Mord in den Bau zu wandern. Vielleicht musste er auch darüber n paar Tage nachdenken. Entweder kam er zu dem Ergebnis, dass er bei Verurteilung mit der Schmach nicht leben kann. Das sie ihn aber auf jeden Fall anzeigt... vielleicht kam er schlussendlich zu dem Ergebnis, dass ihn ja eigentlich keiner gesehen hat. Dass er auch anderweitig nicht mit F in Verbindung gebracht werden kann und man ihn eh nicht schnappt und hat sie dann getötet....
Ich nehme ja natürlich nicht in Anspruch, dass das das Wahrscheinlichste ist. Es sind nur Gedanken, wie ihr sie alle für euch habt. Ich persönlich -das sagte ich bereits- kann mir diese Sadistenschiene und / oder n genialen Täter eher nicht so vorstellen. Aber ich denke, dass ist legitim.


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08.11.2019 um 23:18
@viperk

Ein paar Einwände:

1.
viperk schrieb:Nur, wieso sollte er vorbereitet gewesen sein?
Ich glaube nicht, dass es so einfach ist, eine junge und gesunde Frau "ohne Hilfsmittel" zu entführen.
viperk schrieb:Irgendwie (das könnte Möglichkeiten und Beweggründe geben) ist sie zugestiegen und er wollte mehr. Die Situation ist gekippt und er hat sie mitgenommen.
Schon bei dem Versuch, zudringlich zu werden, kann man nach meiner Ansicht von einer Gegenwehr FLs ausgehen, und sie hätte sich sicher nicht so leicht "mitnehmen" lassen. Er hätte also Auto fahren müssen, und ich kann mir nicht vorstellen, dass sie nach einem vorausgegangenen sexuellen Angriff eine passive Beifahrerin gewesen wäre.
Ich würde es für sehr wahrscheinlich halten, dass sie ihn während des Fahrens attackiert und ihm vielleicht auch ins Lenkrad gegriffen hätte. Im innerstädtischen Bereich hätte sie durchaus verschiedene Möglichkeiten des Widerstands gehabt, auch wenn sie mittels Kindersicherung im Auto eingesperrt gewesen wäre. Ich glaube nicht, dass sie die Gefahr eigener Verletzung mehr gefürchtet hätte als die offensichtliche Alternative.

2.
viperk schrieb:Wir haben zb einen Keller mit Heizungsraum und ner schweren, abschliessbaren Eisentür
Wenn der Täter einen solchen Keller zur Verfügung gehabt hätte, hätte er das Haus allein bewohnen bzw. sicher sein müssen, mindestens eine Woche dort vollkommen ungestört zu sein. Das wäre möglich gewesen, wenn es z. B. das Haus seiner Eltern gewesen wäre, die einen Urlaub in sicherer Ferne machten, und es keine Geschwister gab, die unangemeldet hätten auftauchen können.
Aber die weitaus meisten Garagen haben keine Verbindungstür zum Haus. Auf dem Weg von der Garage ins Haus hätte FL sich nach meiner Ansicht mit aller Heftigkeit gewehrt. Sie hätte schreien, sich auf den Boden werfen, nach ihm treten können etc.- ich halte es nicht für sehr wahrscheinlich, dass das von allen Nachbarn unbemerkt geblieben wäre. Ein einfaches "Mitnehmen" wäre das nach meiner Meinung jedenfalls nicht gewesen.

Und dann hätte er sie mehrere Tage lang vom Haus zum Auto und wieder zurück bringen müssen. Ich glaube nicht, dass es in PB so viele Einfamilienhäuser gibt, deren Weg von der Garage zur Haustür den Blicken der Nachbarn vollständig verborgen ist. Aber auszuschließen ist auch diese Möglichkeit nicht.

3.
viperk schrieb:Er hält sie fest, realisiert, was er getan hat. Peilt, dass das eine Straftat ist
Das müsste er aber sehr schnell bemerkt haben. Und es ist nach meiner Ansicht auch nicht anzunehmen, dass er mehrere Tage für die Einsicht gebraucht hätte, dass er seine Lage absolut nicht verbesserte, indem er sie nun auch noch tagelang weiter quälte.

Selbst wenn wir von einer "ungeplanten" Vergewaltigung ausgehen: Damit hätte er ein Verbrechen begangen, dass durch die tagelange Freiheitsberaubung nur noch verschlimmert worden wäre.
viperk schrieb:Versucht eventuell auf sie einzuwirken, ihn nicht zu verraten. Dann würde er sie laufen lassen.
Wie hätte er ernsthaft glauben sollen, dass FL ihn nicht verraten würde? Sie wäre sicher bereit gewesen, ihm das in aller Inständigkeit zu versichern, aber er hätte wirklich ausnehmend dumm sein müssen, um eine solche Möglichkeit auch nur in Erwägung zu ziehen.
Zur Intelligenz des Täters: Mir ist nicht klar, warum man manche hier glauben, der Täter müsse entweder dumm oder genial gewesen sein. Ich halte es für weitaus wahrscheinlicher, dass er durchschnittlich intelligent war bzw. ist - und das ist so wenig nun wirklich nicht.

4.
viperk schrieb:Sie darf sogar telefonieren und das ankündigen.
Warum hätte der Täter, wenn er die Absicht gehabt hätte, FL innerhalb weniger Stunden freizulassen, das ankündigen lassen sollen? Die Fahrt zu dem Ort der anrufe wäre doch nur ein unnötiges Risiko gewesen.
Und wenn er FL nicht freigelassen hätte, weil er in seiner Absicht doch schwankend geworden, aber am nächsten Tag doch wieder zu dieser Absicht zurückgekehrt wäre - warum wieder dieser völlig unnötige Aufwand?

Er sollte also an drei aufeinanderfolgenden Tagen den Entschluss zur Freilassung gefasst und ihn nach der - überflüssigen - Ankündigung revidiert haben - um am nächsten Tag das ganze Theater zu wiederholen, und am übernächsten Tag sogar noch einmal?

Deine Überlegung, der Täter habe sich nicht zu einer Entscheidung durchringen können, ist mir nachvollziehbar - aber die dreimaligen Ankündigen passen für mich überhaupt nicht in das Bild. Sie wären unter solchen Voraussetzungen völlig unnötig gewesen - und ebenso das Risiko, das er mit ihnen eingehen musste.

5.
viperk schrieb:Vielleicht musste er auch darüber n paar Tage nachdenken
Ich glaube durchaus, dass der Täter ziemlich gründlich nachgedacht hat. Aber ich sehe nicht, dass der Täter völlig überfordert und in Panik reagierte. Für mich zeugen die Telefonate (mitsamt der Fahrten) weitaus eher für Kaltblütigkeit. Und dass die Polizei keinerlei Spuren feststellen konnte, die zu ihm führen, spricht für mich dafür, dass der Täter genau das mit einiger Überlegung vermied.


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Mord an Frauke Liebs

09.11.2019 um 07:49
@Doverex

Erstmal danke für den Hinweis bzw die Erklärung wie man zur Suchfunktion IM THREAD kommt, das wusste ich nämlich bis jetzt noch gar nicht.

Ich habe jetzt, auch dank einiger deiner Links und einiger PNs von netten Usern, über viele Stunden lange, jede Menge über diesen Fall gelesen. Ich bin zu dem Entschluss gekommen, dass meine gestrigen Fragen überhaupt nicht zielführend waren und hauptsächlich auf einen Verdacht oder eine Theorie abgezielt haben, die sich meines Erachtens nun als völlig unwahrscheinlich herausgestellt hat.

Nach dem ich also alles von gestern über den Haufen warf, weil ich nun um einiges schlauer bin als am Tag zuvor, wollte ich heute, hier, einen ewigen langen Roman schreiben was mein Eindruck davon ist. Ich bin dann aber, in einem Co-Thread der ebenfalls Fraukes Fall diskutiert, über die Kommentare eines Users gestolpert, die ich so dermaßen treffend fand, dass ich mir meinen Roman echt sparen kann. Ich hätte es nicht besser sagen können - um ehrlich zu sein, ich hätte es so gut gar nicht auf den Punkt bringen können. Für diesen User scheint der Fall „geistig“ gelöst zu sein und ich sehe das genau so.

Prinzipiell ist natürlich alles Spekulation und Theorie, aber wenn jemand etwas so toll, kriminologisch hochprofessionell ausarbeitet und so stimmig und faktenbezogen argumentiert, habe ich dem nichts mehr hinzuzufügen. Ich kann mich nicht erinnern, dass jemand schon mal so gut argumentiert hat, dass ich einen ungelösten Fall, für mich ganz persönlich, ad acta legen konnte.

Ich weiß nicht, ob ich diese Kommentare von dem anderen Thread hier verlinken oder zitieren darf bzw bin ich nicht mal sicher wie das geht...es spielt aber auch keine Rolle was ich von diesem Fall denke, ich habe eigentlich nicht mehr beizutragen, deswegen möchte ich den Diskussionsfluss auch nicht stören, und werde mich wohl wieder ausklinken.


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Mord an Frauke Liebs

09.11.2019 um 08:24
@PotomacRiver

Um welchen Co-Thread geht es denn? Vielleicht einfach mal nur den Titel nennen, wenn du ihn schon nicht verlinken kannst.


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Mord an Frauke Liebs

09.11.2019 um 08:36
@Carietta

Der Prüffall Frauke Liebs, und speziell geht es um die Kommentare (auf den letzten 2-3 Seiten) vom User Urvogel.


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Mord an Frauke Liebs

09.11.2019 um 09:02
@PotomacRiver

Danke, ich dachte erst du meinst ein anderes Forum. Also ab hier in etwa oder eine Seite vorher Diskussion: Der Prüffall Frauke Liebs & das Höxter-Paar

Gehört aber tatsächlich nicht hierher und wurde ja auch schon mehr oder weniger ausgeschlossen, dass das Höxter Paar etwas damit zu tun hat. Hättest du auch im "Co-Thread" schreiben können.

Finde es aber gut, wenn man geistig mit einem Fall abschließen kann, weil man ihn für gelöst erachtet. Natürlich kriminologisch, hochprofessionell, stimmig und faktenbezogen. Was wünscht man sich mehr. Allmy Hobbyermittler, selbsternannte Detektive, Kriminologen und was auch immer sind das A und O des Internets und machen natürlich die Arbeit der Ermittler vor Ort wesentlich besser. Man hat hier als Moderator oft das Gefühl, dass User, welche ja so wahnsinnig schlau sind, annehmen, da laufen nur Deppen rum, Beamte mit jahrelanger Erfahrung, die aber keine Ahnung haben. Man kann ja gerne auf einem hohen Ross sitzen, aber schon mal einen Fall gelöst? So richtig mit Hand und Fuß? Im Internet?


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Mord an Frauke Liebs

09.11.2019 um 09:16
@PotomacRiver
Das klingt zwar im ersten Moment schlüssig, wenn man genauer hinsieht, passt da aber so Einiges nicht ...IQ von 59 von Wilfried, weshalb sollte Frauke zu einer ihr unbekannten Person ins Auto steigen, hohe physische Brutalität des Täters (Wilfried), der seinen Opfern Knochenbrüche zufügte. Wilfried ließ die Opfer auch nicht telefonieren, sondern ließ sie etwas unterschreiben. Ablageort - Angelika zerstückelte die Leiche, verbrannte sie und verteilte die Asche im Ort. Im Endeffekt aber fehlt eben der Bezug zu FL.


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Mord an Frauke Liebs

09.11.2019 um 09:38
Carietta schrieb:Finde es aber gut, wenn man geistig mit einem Fall abschließen kann, weil man ihn für gelöst erachtet. Natürlich kriminologisch, hochprofessionell, stimmig und faktenbezogen. Was wünscht man sich mehr. Allmy Hobbyermittler, selbsternannte Detektive, Kriminologen und was auch immer sind das A und O des Internets und machen natürlich die Arbeit der Ermittler vor Ort wesentlich besser. Man hat hier als Moderator oft das Gefühl, dass User, welche ja so wahnsinnig schlau sind, annehmen, da laufen nur Deppen rum, Beamte mit jahrelanger Erfahrung, die aber keine Ahnung haben. Man kann ja gerne auf einem hohen Ross sitzen, aber schon mal einen Fall gelöst? So richtig mit Hand und Fuß? Im Internet?
Ich hab echt keine Ahnung woher dein Zynismus kommt.
Ich habe lediglich erklärt, warum ich, nach meinem kurzen Auftauchen gestern und voller Elan, mich wieder ausklinke. Ich habe weder der Polizei unterstellt, dass sie Dilettanten sind, noch dass irgendjemand hier dumm ist.
Im Grunde genommen haben ich einem User geantwortet, mit dem ich auch schon in einem anderen Fall gerne gesprochen habe.
Da ich oft über solche jahrelang ungelösten Fälle nachdenke, und mir tausend Gedanken durch den Kopf gehen, wenn ich eigentlich anderes zu tun hätte, ist es manchmal auch beruhigend, wenn man für sich selbst den Fall “geistig gelöst“ hat. Bringen tuts nämlich eh nichts, lösen kann den Fall ohnehin nur die Polizei.

Abgesehen davon, haben sich nicht ausreichend Indizien ergeben um auf eine Verbindung der beiden Fälle zu schließen. Ausschließen kann man erst etwas, wenn man einen (anderen) Täter im Fall Frauke festnimmt und verurteilt. Besagter User hatte für mich eben, ziemlich schlüssig, viele Parallelen aufgezeigt. Das wird natürlich auch der Polizei nicht entgangen sein, aber das zu beweisen, nach so langer Zeit und einer skelettierten Leiche, scheint fast unmöglich. Das ändert aber nichts daran, dass ich nicht glauben darf, dass die beiden Fälle zusammenhängen und das Statement der Ermittler im Prüffall eben anders interpretiere als du.

Wie gesagt, deswegen sagte ich ja auch zuvor, dass ich mich ausklinke, da ich nichts nennenswertes zu diesem Thread beizutragen haben. Warum du nachhakst, welchen Thread ich interessant fand, und ich dir gutgläubig antworte, weil ich dachte du bist ernsthaft interessiert, um mich dann zu beleidigen, liegt mir fern. Ab gut...jedem das seine.
Gute Nacht :)


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09.11.2019 um 09:48
PotomacRiver schrieb:Warum du nachhakst, welchen Thread ich interessant fand, und ich dir gutgläubig antworte, weil ich dachte du bist ernsthaft interessiert, um mich dann zu beleidigen, liegt mir fern. Ab gut...jedem das seine.
Wüsste nicht wo ich dich beleidigt hätte. Aber wie du selbst sagst.
PotomacRiver schrieb:Ab gut...jedem das seine.
Kommt hier in DE auch nicht so gut.
PotomacRiver schrieb:Ich hab echt keine Ahnung woher dein Zynismus kommt.
Es ist kein Zynismus. Es ist das, was ich hier seit Jahren erlebe. Eben diese selbsternannten Alles- und Besserwisser, Möchtegerne (Detektive, Privatermittler, Profiler, whatever) weil die Beamten ja nichts auf die Reihe kriegen. Selbsternannte Internetermittler aber komischerweise auch nicht. Belassen wir es dabei.


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09.11.2019 um 10:07
Carietta schrieb:Wüsste nicht wo ich dich beleidigt hätte.
Ich empfand es auch so.
PotomacRiver schrieb:Da ich oft über solche jahrelang ungelösten Fälle nachdenke, und mir tausend Gedanken durch den Kopf gehen, wenn ich eigentlich anderes zu tun hätte, ist es manchmal auch beruhigend, wenn man für sich selbst den Fall “geistig gelöst“
Verstehe was Du meinst, es geht gar nicht darum das man den Fall tatsächlich für gelöst hält oder anderen seine Meinung aufzudrängen versucht, sondern vermeintlich eine Sache für richtig hält, um sich nicht weiter im Kreis zu drehen. Das kommt natürlich immer darauf an, wie weit man sich mit einem Fall beschäftigt. Ich hatte das nur einmal bei Kim Wall, ansonsten investiere ich eigentlich eher weniger in die Fälle hier.
Carietta schrieb:Es ist kein Zynismus. Es ist das, was ich hier seit Jahren erlebe. Eben diese selbsternannten Alles- und Besserwisser, Möchtegerne (Detektive, Privatermittler, Profiler, whatever) weil die Beamten ja nichts auf die Reihe kriegen. Selbsternannte Internetermittler aber komischerweise auch nicht. Belassen wir es dabei.
Verliert man dann automatisch das Auge dafür was Besserwisserei oder einfach nur ein normaler Kommentar ist, so eine Art Betriebsblindheit?


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09.11.2019 um 14:14
Doverex schrieb:Hy @PotomacRiver !Das ist wohl das kleinste Problem, neu in einen Thread herein zu platzen, dazu habe ich ja in einem anderen Thread (Daniela Kammerer) hier bei Allmy erfahren, dass du Kriminologie studiert hast. Da freue ich mich darauf, was du/dir noch sonst für Fragen aufstellen/einfallen wirst/wird hier im Fall von Frauke.
Carietta schrieb:Allmy Hobbyermittler, selbsternannte Detektive, Kriminologen und was auch immer sind das A und O des Internets und machen natürlich die Arbeit der Ermittler vor Ort wesentlich besser. Man hat hier als Moderator oft das Gefühl, dass User, welche ja so wahnsinnig schlau sind, annehmen, da laufen nur Deppen rum, Beamte mit jahrelanger Erfahrung, die aber keine Ahnung haben. Man kann ja gerne auf einem hohen Ross sitzen, aber schon mal einen Fall gelöst? So richtig mit Hand und Fuß? Im Internet?
Gibt es selbsternannte, studierte Kriminologen?


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10.11.2019 um 09:10
@lysanne
@sören42
lysanne schrieb:Hallo @all, ich lese hier schon eine Weile mit. Bei Frauke habe ich immer den Gedanken an jemanden, den sie kannte, den auch ihre Familie kennt, den aber nicht mehr präsent hat. So etwas wie ein alter Klassenkamerad aus der Grundschule. Solche Menschen können immer andocken, obwohl sie im Grunde Fremde sind (und sich keiner mehr groß an sie erinnert). Solchen Menschen tut man mitunter Gefallen, auch wenn es spät abends ist. Man "kennt" sich ja und wenn nun eine echte Notlage herrscht, hilft man eher, fährt mit usw.
Ich halte diese Möglichkeit nicht für unmöglich, aber für sehr unwahrscheinlich, da derjenige explizit gute Ortskenntnisse in den Bereichen Nieheim, Herbram Wald und Paderborn hätte haben müssen, meiner Meinung nach. Die vorliegenden Punkte deuten eher auf jemanden hin, dass derjenige sich in der Gegend um Herbram Wald auskannte. Dafür hätte derjenige schon in der Paderborner Gegend oder im Umkreis leben müssen. Was natürlich nicht bedeutet, dass die Familie desjenigen nicht (nach dem Grundschulbesuch) dorthin gezogen sein mag. Aber es ist trotzdem unwahrscheinlicher, als dass derjenigen aus der oben genannten Gegend stammte.


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10.11.2019 um 10:23
malinka schrieb:Die vorliegenden Punkte deuten eher auf jemanden hin, dass derjenige sich in der Gegend um Herbram Wald auskannte.
@malinka
@lysanne
Denkbar wäre auch ein indirekter Bezug, z. B. dass der Täter die Gegend um Herbram Wald von gemeinsamen Ausflügen, Pilze sammeln oder dergleichen mit den Großeltern o. ä. kannte, weil diese in der Nähe wohnten. In jedem Fall sind Ortskenntnisse nach Meinung des Revierförsters nötig, um sich Zugang zum Ablageort zu verschaffen bzw. ihn als solchen zu identifizieren. Vor einiger Zeit war der Förster von @Sven1213 diesbezüglich im März d. J. nach seiner Einschätzung befragt worden, wonach selbst das eigene Forstpersonal diese Stelle oft nicht findet. Auch scheint der Ort aufgrund der dort vorhandenen Bodendenkmale (Bunker) bekannt zu sein, was aber nicht unbedingt im Zusammenhang dazu stehen muss.


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Mord an Frauke Liebs

10.11.2019 um 11:22
@sören42:

Das ist sehr interessant! Mir fällt nämlich ein, dass es mit der Grundschulklasse einmal einen Ausflug in die Wälder gab, dort zeigte uns die Lehrerin ebenfalls einen solchen Bunker. Schon ein Ding, dass die Erinnerung daran wach gerufen wird :) Vielleicht war das auch mal Ziel einer Klassenfahrt Fraukes.

Seit ich den Fall verfolge, hat mich der Gedanke an einen frühen Mitschüler nicht losgelassen und ich wollte das einfach mal loswerden. Keine Ahnung, ob Fraukes Familie Zugezogene sind. Aber natürlich kann der mögliche Klassenkamerad umgezogen sein und dann entsprechende Ortskenntnisse angesammelt haben.


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