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Mord an Frauke Liebs

99.114 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Entführung, Telefon ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Mord an Frauke Liebs

Mord an Frauke Liebs

16.10.2026 um 04:04
@Ricolar:
Interessant, danke für die Hinweise.
Nun gehen wir Sofadetektive mal auf die Suche :o

Bist du einer der Studenten?


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Mord an Frauke Liebs

16.10.2026 um 08:22
Zitat von RicolarRicolar schrieb:Auf der Fotocommunity-Seite flickr.com sind noch heute ein bis zwei Fotos aufrufbar, die am Abend bzw. in der Nacht von Fraukes Verschwinden in der Nähe aufgenommen worden sind.
Die Urheber dieser Fotos haben jeweils einen ausländischen Hintergrund: sie sind damals in Paderborn auf Durchreise gewesen oder haben, als Gaststudenten und Nicht-Muttersprachler, in Paderborn studiert.
Ist ja nichts neues, es gibt auch aus 2006 und den Zeitpunkt während der Anrufe genug Galerien aus Discotheken / Clubs in Paderborn.
Ferner auch Galerien vor dem Verschwinden mit Bildern von N. oder auch von F.

Warum du "ausländischen" Hintergrund so betonst ist mir nicht ganz klar.
Paderborn ist und war schon immer Multikulti .. Sei es nun um Einwohner oder Menschen, welche auf Durchreise sind oder hier studieren.

Aber ja, ein erneuter Aufruf kann ja nicht schaden mal die eigenen Galerien zu durchforsten.
Auch wenn ich denke dass die meisten solche Bilder nach 20 Jahre nicht mehr haben.


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Mord an Frauke Liebs

16.10.2026 um 18:32
@Kangaroo

Ja, ich kenne diese Galerien und Fotos von damals aus den Diskotheken und Clubs mehrheitlich.
Der Unterschied zu den Fotobeispielen auf flickr liegt aber im Anlass und dem Zeitpunkt dieser Aufnahmen.
Die Partyfotos sind ausnahmslos(?) indoor, d.h. in den Clubs und an Freitagen/den Wochenenden von Partyfotografen gemacht worden.

Die Beispiele auf flickr sind von dem Dienstag und wurden in relativer Nähe nur einige Minuten vor und nach Fraukes Verabschiedung im Pub gemacht.
Eines davon draussen unterwegs auf der Straße.
Und diese Art Fotos und Schnappschüsse meine ich, auf denen etwas Entscheidenes abgelichtet sein könnte.
Es könnte davon noch weitere, andere bislang unbekannte Aufnahmen geben.
Wer weiß, vielleicht welche aus dem Auld Triangle, vielleicht in dem Bereich davor oder den umliegenden Straßen.


Warum ich den "ausländischen" Hintergrund so betone, der völlig vorurteilsfrei gemeint ist, hat zwei Gründe:
Jeder der selbst schon mal für längere Zeit im Ausland, in einem fremd(-sprachigen) Land studiert/gearbeitet hat oder meinetwegen als Tourist unterwegs gewesen ist, kennt das doch, dass man bei und für alle möglichen Aktivitäten die Kamera mitnimmt und dabei hat.
Um eben diese aussergewöhnliche und aufregende Zeit/Momente festzuhalten.
Wer sonst hatte an diesem Dienstagabend eine Kamera dabei und hat Fotos gemacht?
Die Wahrscheinlichkeit dafür, dass diese von oben beschriebenen Personen (Gaststudenten/Touristen) gemacht wurden, liegt mE höher als bei den Einheimischen.

Der andere Punkt ist, dass bisherige Zeugenaufrufe möglicherweise ausgerechnet diese Personen nicht erreicht haben.


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Mord an Frauke Liebs

16.10.2026 um 18:42
Zitat von RicolarRicolar schrieb:Der andere Punkt ist, dass bisherige Zeugenaufrufe möglicherweise ausgerechnet diese Personen nicht erreicht haben.
Finde ich in dem Fall generell einen nicht unerheblichen Punkt. Sowohl Studierende als auch Personen im Umfeld des Stützpunktes wurden möglicherweise nicht erreicht.


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Mord an Frauke Liebs

17.10.2026 um 17:00
Old TRIangle... deswegen vielleicht die dreimaligen Wiederholungen ? Fand nicht dort die Schlüsselübergabe an ihre Mutter statt? Die Anrufe standen irgendwie schon in Verbindung mit manchen Fußballspielen. Welche Spiele wurden per public Viewing wo präsentiert? Gibt es nicht Arbeitsabläufe in der Gastronomie,als wachschützer ,ordner , oder als oder als, oder ,etc. ,die genau zu den Zeiten der Anrufe passen? Hat sie das Areal ums Dreieck je verlassen? Ich vermute dort entscheidendes, wenn sie es nicht noch bis nach hause geschafft hat.


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Mord an Frauke Liebs

17.10.2026 um 18:54
Zitat von 13091309 schrieb:Fand nicht dort die Schlüsselübergabe an ihre Mutter statt?
Es gab nie eine Schlüsselübergabe an Ingrid Liebs.


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Mord an Frauke Liebs

17.10.2026 um 20:10
Zitat von MotzfusselMotzfussel schrieb:Finde ich in dem Fall generell einen nicht unerheblichen Punkt. Sowohl Studierende als auch Personen im Umfeld des Stützpunktes wurden möglicherweise nicht erreicht.
Vor Kurzem wurde in einer sehr großen Online-Communty - sozusagen in einem virtuellen Treffpunkt für Mitglieder der britischen Armee - ein Zeugenaufruf zum Fall Frauke Liebs geteilt.
Allerdings bislang leider - allem Anschein nach - mit nur mäßiger Resonanz.

Im Falle der Erasmus-, Gast- und Auslandsstudenten müsste man das selbe versuchen.
Das könnte beispielsweise über das Alumni-Netzwerk der Universität geschehen.
D.h. proaktiv und gezielt mögliche Zeugen von damals ansprechen/kontaktieren, die noch heute im Besitz von (Erinnerungs-)Fotos sind.


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Mord an Frauke Liebs

18.10.2026 um 14:29
Ich bin neu hier und kann dementsprechend nicht 5000 Seiten durchlesen. Ich habe mich schon seit Jahren intensiv mit dem Fall, den bekannten Fakten und auch den Podcast mit der Mutter auseinandergesetzt und eine Theorie die ich noch nie gelesen habe möchte ich hier präsentieren:

Der Täter ist ein alleinstehender Krankenpfleger, den Frauke aus ihrer Ausbildung/Tätigkeit zumindest flüchtig kannte. Das erklärt verschiedene Aspekte: dass sie ihm vertraut hat und zu ihm ins Auto gestiegen ist, die Uhrzeiten ihrer Anrufe sind mit Schichtdiensten in Einklang zu bringen, der Täter hatte keinen so regelmäßigen Tagesablauf bei dem jemandem eine Veränderung aufgefallen wäre und es war ja mehrfach berichtet worden dass sie wie betäubt und sediert geklungen hat. ein Krankenpfleger hätte wissen und Zugang zu solchen Medikamenten.
Ich denke nicht dass das geplant war, sondern eine zufällige Begegnung war, bei welcher der Täter ihr angeboten haben könnte sie mit nach Hause zu nehmen. Sie nahm das an, da sie ihn ja vermeintlich kannte. Er hat die Gelegenheit dann genutzt sie überwältigen und anschließend die erste SMS selber abgeschickt.
Er wollte polizeiliche Ermittlungen verhindern, indem er sie ab und zu zu Hause hat anrufen lassen und ich könnte mir auch vorstellen dass er sie länger gefangen halten wollte. Unter dem zunehmenden Fahndungsdruck hat er sich dann aber umentschieden oder vielleicht wurde ihm auch bewusst, dass er sich deutlich leichter vorgestellt hat, einen Menschen 24/7 unter Kontrolle zu halten. Dass es anders geplant war stütze ich darauf, dass sie sich im letzten Telefonat verabschieden konnte.
Frauke hinweise würde ich in diesem Zusammenhang so deuten: er arbeitete mit ihr in Paderborn im Krankenhaus, ihre Mutter kennt ihn oder er wohnt im gleichen Ort, wo die Mutter gearbeitet hat (Bad Driburg?).
Er stammt aus der Gegend und kennt sich dementsprechend aus, er hatte vielleicht Gefühle/ Mitleid für Frauke, deswegen durfte sie sich verabschieden und ich könnte mir vorstellen dass er sie nicht grausam ungebraucht hat und es daher auch keine Spuren am Skelett gibt. Vielleicht mit einer Überdosis. Deswegen hat er sie auch an dem Waldstück Totengrund abgelegt.


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Mord an Frauke Liebs

18.10.2026 um 19:10
Eine weitere Idee:

Auch aus asiatischen Ländern gab es 2006 Studenten an der Univerität Paderborn (u.a. China, Südkorea, Japan).
Vielleicht gibt es ja hier Mitlesende, die Freunde oder Bekannte haben, die aus diesen Ländern kommen (oder die Sprache beherrschen) und in den dortigen, großen Online-Community Plattformen wie Tencent QQ, Baidu Tieba (China), Naver Cafe', Cyworld (Südkorea) oder 5channel, Mixi (Japan) nach Schlagworten wie "Paderborn" und "2006" suchen könnten.
Es wäre interessant zu erfahren, ob dort Fotos oder (Erlebnis-)Berichte aus dieser Zeit geteilt wurden.


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Mord an Frauke Liebs

19.10.2026 um 07:24
Zitat von LoriousLorious schrieb:Der Täter ist ein alleinstehender Krankenpfleger
Erweitern wir deine Theorie mal allgemein auf das gesamte Personal eines Krankenhauses, wie z. B. Ärzte, Verwaltungspersonal und Reinigungskräfte. Ähnlich wie du bin ich auch der Meinung, dass der erste Kontakt zu dem Täter auf freiwilliger Basis entstand und wohl auch eine soziale Beziehung im Vorfeld vorgelegen haben dürfte.

Als Ermittler würde ich, sobald ich von einem möglichen Verbrechen zum Nachteil von Frauke ausgehen muss, natürlich, soweit sich kein anderes Spurenbild ergibt, nach Wahrscheinlichkeiten vorgehen, die nun mal besagen, dass bei 90% entsprechender Fälle es eine Beziehung zwischen Opfer und Täter gibt, die auch schon im Vorfeld der Tat bestanden hat. Darunter fällt dann natürlich auch die von dir angesprochene Personengruppe rund um das Krankenhauspersonal.

Ich bin mir in diesem Fall sicher, dass man diesen Ansatzpunkt auch bei den Ermittlungen im Fall von Frauke verfolgt hat und somit ihr Umfeld, mit dem sie an ihrer Arbeitsstätte umgeben war, genauestens beleuchtet hat. Nachdem ein gewisser Prozentsatz dieser Personen am Tattag gearbeitet hat, kann man diese als mögliche Täter ausklammern. Der Rest wird, zu Beginn wohl hauptsächlich die männliche Seite, abgearbeitet worden sein.

Hierbei wird man sicherlich die polizeiliche Vergangenheit, die Arbeitspläne, den Wohnsitz (auch von der elterlichen Seite) und das zur Verfügung stehende Fortbewegungsmittel der einzelnen Personen betrachten und im Anschluss dazu Prioritäten gesetzt haben. Wenn es dort Auffälligkeiten, egal wie gering diese auch gewesen sein mögen, gegeben hätte, so wäre man diesen mit hoher Wahrscheinlichkeit nachgegangen. Gleichzeitig wäre dann auch das Fehlen von Arzneimitteln bzw. in diesem Zusammenhang die Zugangsmöglichkeiten der betreffenden Person zu eben solchen Substanzen überprüft worden. Da jedoch diesbezüglich nie etwas an die Öffentlichkeit gelangte, denke ich, dass man auch einen Tatverdacht, der in die von dir beschriebene Richtung weisen würde, gefunden hat.

Trotzdem wird sich das Verschwinden von Frauke und auch deren Tod wohl in einem Beziehungsbereich bewegen, womit auch deine These definitiv nicht außen vor ist.


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Mord an Frauke Liebs

19.10.2026 um 07:42
Zitat von TriquetrumTriquetrum schrieb:Als Ermittler würde ich, sobald ich von einem möglichen Verbrechen zum Nachteil von Frauke ausgehen muss, natürlich, soweit sich kein anderes Spurenbild ergibt, nach Wahrscheinlichkeiten vorgehen, die nun mal besagen, dass bei 90% entsprechender Fälle es eine Beziehung zwischen Opfer und Täter gibt, die auch schon im Vorfeld der Tat bestanden hat. Darunter fällt dann natürlich auch die von dir angesprochene Personengruppe rund um das Krankenhauspersonal.
Tatsächlich auch dieses Szenario hier schon öfter diskutiert worden.

Die Polizei sollte in der Lage gewesen sein zu ermitteln, welche Personen aus dem privaten/beruflichen Umfeld Fraukes überhaupt in der Lage gewesen wären, sie rund eine Woche so zu verbergen, dass es niemandem auffiel (einschließlich der Verbringung Fraukes in diese Lokalität und das spätere Verlassen). Diese Voraussetzungen dürften bei den wenigsten Personen vorhanden gewesen sein.


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Mord an Frauke Liebs

19.10.2026 um 13:08
Zitat von TriquetrumTriquetrum schrieb:Da jedoch diesbezüglich nie etwas an die Öffentlichkeit gelangte, denke ich, dass man auch einen Tatverdacht, der in die von dir beschriebene Richtung weisen würde, gefunden hat.
Allerdings kann eine solche Überprüfung nicht 100%ig sein. Es kann also Lücken geben. So könnte ein Täter schon länger Medikamente "abgezweigt" haben, so dass es niemandem aufgefallen ist. Es könnte einen Dienstplan geben, der von der Polizei überprüft wurde, aber es wurde übersehen, dass es einen Tausch gegeben hat. Im Weiteren zur - ich nenne es mal - "Ermittlungsdichte" s.u.
Zitat von SchlafwandlerSchlafwandler schrieb:Die Polizei sollte in der Lage gewesen sein zu ermitteln, welche Personen aus dem privaten/beruflichen Umfeld Fraukes überhaupt in der Lage gewesen wären, sie rund eine Woche so zu verbergen, dass es niemandem auffiel (einschließlich der Verbringung Fraukes in diese Lokalität und das spätere Verlassen).
Werden solche Personen aus dem Umfeld - mithin also eine größere Zahl - überprüft, ist das nur möglich, indem sie als Zeugen befragt werden. So lange es keinen Beschuldigten gibt, können sehr viele Ermittlungsmaßnahmen nicht durchgeführt werden.

Es bleibt also ohne konkreten Verdacht eine eher oberflächliche Überprüfung. Ich nenne das "geringe Ermittlungsdichte". So stammen die meisten Informationen aus den Antworten der Befragten. Sind diese plausibel, gibt es also keine Widersprüche, dann belässt man es als Ermittler dabei. Man wird nicht jedes Alibi überprüfen können und es stellt sich auch rechtlich die Frage, wie weit man gehen darf, wenn eine Person noch nicht mal verdächtig ist. So kann man zur Adresse fahren und sich das Haus oder die Wohnung von Außen ansehen, betreten darf man sie nicht. So kann man Zeugen befragen, aber nicht ohne Weiteres personenbezogene Daten erheben.

Eine Beziehungstat im weiten Sinne habe ich schon immer angenommen. Also ein Kennverhältnis. Und einen Bezug zur Arbeit, wo es zu großer Nähe kommen kann, sich jemand intensiv beobachten lässt, es aber trotzdem nicht zu privat wird, das würde sich anbieten. Dazu die Möglichkeit, auf beruhigende Medikamente (Benzodiazepine) zugreifen zu können. Und ich meine, die Polizei hat das auch auf dem Schirm gehabt und entsprechend abgeklopft. Dass sie - vermutlich, wir wissen es nicht sicher - nichts gefunden haben heißt aber nicht, dass in dieser Richtung nichts ist. Das halte ich auf jeden Fall für viel wahrscheinlicher als ehemals Beschuldigte, die auf jeden Fall nach allen Regeln der Kunst durchleuchtet worden sind.


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Mord an Frauke Liebs

19.10.2026 um 14:55
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Allerdings kann eine solche Überprüfung nicht 100%ig sein. Es kann also Lücken geben. So könnte ein Täter schon länger Medikamente "abgezweigt" haben, so dass es niemandem aufgefallen ist. Es könnte einen Dienstplan geben, der von der Polizei überprüft wurde, aber es wurde übersehen, dass es einen Tausch gegeben hat. Im Weiteren zur - ich nenne es mal - "Ermittlungsdichte" s.u.
Am unwahrscheinlichsten wäre es doch, wenn die Beruhigungsmittel bewusst aus dem Vorrat entnommen wurde. Es gibt so viele einfachere und wesentlich unauffälligere Möglichkeiten an Beruhigungsmittel zu kommen. Bsp. pflegebedürftige Verwandte, Patienten mit Demenz etc. denen fällt bei der Tabletteneinnahme doch gar nicht auf, ob sie eine Tablette mehr oder weniger gereicht bekommen. Bei Morphiumpflaster das Gleiche. Aber es wäre ja ja auch durchaus möglich, dass der Täter selbst aus irgendeinem Grund eine zeitlang etwas zur Beruhigung genommen hatte und noch Reste genommen hat. Oder es wurden harmlosere Medis mit Alkohol vermischt. Hinzu kam seitens Frauke vermutlich auch eine enorme Müdigkeit, die auch dazu führen kann, dass jemand benommen wirkt.


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Mord an Frauke Liebs

19.10.2026 um 15:19
Zitat von nebelkindnebelkind schrieb:Am unwahrscheinlichsten wäre es doch, wenn die Beruhigungsmittel bewusst aus dem Vorrat entnommen wurde.
Wir hatten die Diskussion hier im Thread schon einmal. Meine Erfahrungen sind andere: Es wird bei Benzodiazepinen in Kliniken und Heimen eben nicht überprüft, "ob was fehlt". Das sind normale verschreibungsfähige Medikamente wie Blutdrucksenker, keine Betäubungsmittel.

Natürlich kann man die auch der Oma klauen. Aber die hat nicht so große Auswahl (zwischen Lorazepam und Lormetazepam ist halt ein großer Unterschied) und wohl auch nicht die Mengen, wie sie in einem Krankenhaus zur Verfügung stehen.

Zudem ist die Anwendung dieser Mittel für illegale Zwecke jetzt nicht trivial. Je öfter man gesehen hat, wie sie in welchen Mengen bei anderen Personen gewirkt haben (zur Entspannung, zur Sedierung, als Hypnotikum, zur Narkose), umso leichter kann man einschätzen, wie die Wirkung ist.

Deshalb verorte ich die Person intuitiv dort. Weil ich denke, dass sie mehr Ahnung hatte. Dort fällt es tatsächlich am wenigsten auf, weil der Umgang Routine ist. Aber ich habe natürlich keinen tatsächlichen Anhaltspunkt außer dass Frauke eine medizinische Ausbildung machte.


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Mord an Frauke Liebs

19.10.2026 um 15:38
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Es wird bei Benzodiazepinen in Kliniken und Heimen eben nicht überprüft, "ob was fehlt". Das sind normale verschreibungsfähige Medikamente wie Blutdrucksenker, keine Betäubungsmittel.
Kann ich aus krankenschwesterlicher Sicht bestätigen. Gerade im Krankenhaus.
Benzos sind, bis auf auf Rhypnol, ganz normale Medikamente, die so im Schrank stehen. Genauso Tramadol, Tilidin und andere feine Opiate.

Ohne hier eine Anleitung geben zu wollen, können Benzodiazepine gemischt mit Opiaten durchaus zum Tod führen. Beides wirkt atemrepressiv, macht müde etc. und wenn dann derjenige vielleicht noch wenig getrunken und gegessen hat, wie man es bei Frauke annimmt…

Selbst bei den BTM-Medikamenten könnte man theoretisch was abzweigen, erst recht, wenn abgelaufene Medikamente entsorgt werden. Die wirken ja auch abgelaufen noch.

Und 2006 war es noch weit verbreitet, dass Krankenpfleger die Medis für Patienten gestellt haben; heute auch, aber bspw. in Altenheimen wird das zunehmende von Apotheken übernommen, weil sich hier Medikationen kaum ändern und man so langfristiger ‚planen‘ kann.

Auch ohne Medikamente geht meine Vermutung auch Richtung Krankenhaus. Allerdings hier ohne spezielle Richtung und ohne Festlegung auf Geschlecht; d.h. für mich kann es Krankenhauspersonal sein, genau wie eben Patient oder dessen Angehöriger.


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Mord an Frauke Liebs

19.10.2026 um 16:26
Wir sollten bei der Diskussion jedoch nicht aus den Augen verlieren, dass bei der Obduktion der Leiche von Frauke Liebs keine Rückstände von Medikamenten, Drogen oder Betäubungsmitteln im Körper nachgewiesen werden konnten.


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Mord an Frauke Liebs

19.10.2026 um 17:19
Vielleicht lag es auch daran
Aufgrund der fortgeschrittenen Skelettierung des Leichnams konnte die Todesursache nicht ermittelt werden.
Quelle: Wikipedia: Mordfall Frauke Liebs


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Mord an Frauke Liebs

19.10.2026 um 17:25
Zitat von emzemz schrieb:Wir sollten bei der Diskussion jedoch nicht aus den Augen verlieren, dass bei der Obduktion der Leiche von Frauke Liebs keine Rückstände von Medikamenten, Drogen oder Betäubungsmitteln im Körper nachgewiesen werden konnten.
Das ist richtig.

Aber dann sollten wir - neben der Liegezeit der Leiche - auch an Maria Baumer denken, in deren Knochen "Tavor" erst Jahre nach dem Auffinden (2013) mit allerneuesten Analysemethoden nachweisbar geworden ist (erst 2019). Somit hätte man dieses Medikament 2006 wohl noch nicht nachweisen können.


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Mord an Frauke Liebs

19.10.2026 um 19:24
@Origines - Richtigstellung
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Aber dann sollten wir - neben der Liegezeit der Leiche - auch an Maria Baumer denken, in deren Knochen "Tavor" erst Jahre nach dem Auffinden (2013) mit allerneuesten Analysemethoden nachweisbar geworden ist (erst 2019).
Das Medikament Tavor wurde nicht in den Knochen, sondern, wie die Welt schreibt, in den Haaren und in der Kleidung nachgewiesen.

Es ist Rauscher, der erst ab 2019 in Regensburg tätig ist. Daraus kann man aber nicht ableiten, dass diese allerneuesten
Analysemethoden aus dem gleichen Jahr stammen.
Zitat von InterestedInterested schrieb am 12.12.2019:"Die Spuren wurden mit neuen technischen Methoden untersucht", berichtete Thomas Rauscher, der die Ermittlungen von Seiten der Staatsanwaltschaft Regensburg leitet. Dazu wurde ein privates Labor beauftragt, dass die Möglichkeiten der Massenspektometrie (Messen von Atomen und Molekülen) nutzt. Damit lassen sich Wirkstoffe in zehn bis 50 Mal geringerer Konzentration auffinden als noch vor fünf Jahren.
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Somit hätte man dieses Medikament 2006 wohl noch nicht nachweisen können.
Im Fall Maria Baumer hat man das Medikament ja auch erst ca. sechs Jahre nach ihrem Tod nachgewiesen. Warum verfährt man im Fall Frauke nicht ebenso?

Oder gibt es gar keine Zweifel?


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Mord an Frauke Liebs

19.10.2026 um 22:02
Zitat von MissSmillaMissSmilla schrieb:Vielleicht lag es auch daran
Aufgrund der fortgeschrittenen Skelettierung des Leichnams konnte die Todesursache nicht ermittelt werden.
Quelle: Wikipedia: Mordfall Frauke Liebs

Das bezieht sich auf äußere Merkmale, wie z. B. Einblutungen in den Augen oder Würgemale, die nicht zwangsläufig zu Brüchen führen müssen. In den Haaren kann man aufgrund der fortgeschrittenen Technik noch Jahrzehnte nach dem Tod Substanzen nachweisen, die der Körper ausgesetzt war.


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