FrauZimt schrieb:Meinst du nicht, dass ihre engsten Anghehörigen den Trick bemerkt hätten?
Es geht ja nicht nur um die Stimmfarbe, sondern auch um Rhythmus, das setzen von Pausen,
die Anrede - um vieles mehr, das uns Nahestehende Menschen an der Stimme erkennen lässt.
Und wir hören auch raus, wie es dem Anderen geht.
Ich würde sagen, man kann eine Verkennung nicht zu 100% ausschließen. Von Sicherheit kann man nur sprechen, wenn man sie gesehen hätte und das hat man zuletzt beim Verlassen des Pubs.
Vielleicht kennt ihr das, wenn man jemanden beispielsweise nach einer OP, nach einer durchzechten Nacht, während einer Krankheit anruft und die Person verlangsamt, sediert spricht - es klingt am Telefon "anders" - so stelle ich es mir in etwa vor, wenn die Angehörigen davon sprechen, dass F eben sediert und anders klang. Zudem waren - bis auf das letzte Gespräch - alle Anrufe sehr kurz gehalten, wie soll man hier groß Pausen und Rhythmus beurteilen können. Es wurden eigentlich immer ähnliche Phrasen gesprochen.
Die persönlichen Informationen, die im letzten Gespräch geteilt wurden, waren auch recht allgemein gehalten, laut Wiki hat Chris zunächst gesagt "Karen ist auch da" und sie daraufhin - gib sie mir mal. Ich wüsste nicht, dass etwas gesagt wurde, was eindeutig nur F wissen konnte.
Wenn man es vor diesem Hintergrund liest, passt vieles - auch die Auffindesituation (unveränderte Kleidung) und der Auffindeort in Richtung der ersten Ortung (SMS).
Ich würde es einfach mal vor diesem Hintergrund neu betrachten, vielleicht sind diese paar Prozentpunkte an Wahrscheinlichkeit, dass es eine Verkennung war schlussendlich der Punkt, warum man hier nie auf eine Lösung kam, obwohl sehr viel ermittelt wurde.