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Der schwarze Mann/Soko Dennis

10.818 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Schwarzer Mann, 2001 ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Der schwarze Mann/Soko Dennis

19.05.2026 um 14:08
Zitat von GonzoXGonzoX schrieb:hier ein Beitrag mit kurzem Video:

https://www.ouest-france.fr/societe/justice/video-nous-lancons-un-appel-absent-a-l-ouverture-du-proces-du-meurtre-de-jonathan-le-frere-de-l-accuse-attendu-a50f2523-bfe6-4a55-aa41-c531d630ec98
Die Sprecherin ruft deutsche und französische Medien sowie die Öffentlichkeit auf, in Kontakt mit der Staatsanwaltschaft zu treten, sollten sie Hinweise haben über den Aufenthaltsort des Bruders von Martin Ney, Florian. Er konnte in Deutschland nicht ausfindig gemacht werden, sie wollen ihn aber unbedingt befragen.


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Der schwarze Mann/Soko Dennis

19.05.2026 um 14:20
Habe heute morgen meinen Beitrag leider unter "Menschen" geschrieben.

Der Prozess wegen des Mordes an Jonathan Coulom beginnt in Nantes, genau auf den Tag 22 Jahre nach dem Auffinden seiner Leiche am 19.Mai
2004. Seine Eltern hoffen, endlich die Wahrheit über das Verschwinden ihres zehnjährigen Sohnes im Jahr 2004 zu erfahren. Der Angeklagte, Martin Ney, bestreitet trotz schwerer Beweise weiterhin die Fakten.

Ich gibt viele Berichte über den Prozess in den Zeitungen, aber bis jetzt habe ich nur einen Live-Ticker hier in Frankreich gefunden.

https://www.ici.fr/pays-de-la-loire/loire-atlantique-44/nantes/direct-meurtre-de-jonathan-en-loire-atlantique-le-proces-de-martin-ney-principal-suspect-s-ouvre-a-nantes-6300203
La Depeche hat, wie ich finde eine gute Zusammenfassung über den Fall Jonathan geschrieben. Sie führen nochmals die Suche nach dem Mörder von Jonathan auf bis zur Anklage von Martin Ney im Jahre 2021.

https://www.ladepeche.fr/2026/05/19/recit-mort-du-petit-jonathan-coulom-10-ans-pourquoi-le-tueur-martin-ney-dit-le-schwarzer-mann-est-il-juge-22-ans-apres-la-decouverte-du-corps-13376525.php


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Der schwarze Mann/Soko Dennis

19.05.2026 um 18:12
Dieser Ticker ist wirklich gut.
Man erfährt, dass Ney durchaus auskunftsfreudig ist.
Das finde ich sehr überraschend. So etwas gibt es in Deutschland bei derartigen Prozessen quasi gar nicht mehr.
Alle Angeklagten in derartigen Prozessen (wenn es um Mord- und Totschlag geht) werden von ihren Anwälten so instruiert, konsequent zu schweigen.
Interessant finde ich auch, dass anscheinend seine Schreiberei im pädophilen "Jungsforum" eine bedeutende Gewichtung in der Indizienkette hat.
Diese zu entschlüsseln und zu dokumentieren hatten wir uns ja hier in unserer Diskussion ebenfalls sehr bemüht.
(Leider ist aus unerser damaligen Diskussionrunde kaum noch jemand aktiv)


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Der schwarze Mann/Soko Dennis

19.05.2026 um 18:37
1. Prozesstag der schwarze Mann im Fall Jonathan Coulom

Ich finde es wichtig, dass man weiß, mit wem man es in diesem Prozess zu tun hat.

Zunächst der Vorsitzende Richter mit seinen professionellen Magistraten

Hier sind die sechs regulären Geschworenen vier Männer und zwei Frauen. Die Assize-Jury nimmt einen grundlegenden Platz im französischen Justizsystem ein. Sie verkörpert die direkte Beteiligung der Bürger an der Strafjustiz in Strafsachen (Mord, Totschlag, bewaffneter Raub, Vergewaltigung usw.).

Martin Ney hat keine Familie im Raum. Sein Bruder wurde als Zeuge geladen und wurde nicht aufgefunden und wird gesucht. Wie schon von @anthe erwähnt.

Jonathan, 10 Jahre alt, aus einem Ferienort entführt
Jonathan Coulom war in der Nacht vom 6. auf den 7. April 2004 verschwunden, während er sich in einem Ferienzentrum in Saint-Brévin-les-Pins aufhielt. Seine Leiche wurde einige Wochen später, am 19. Mai, entdeckt,

Jonathans Leiche war nackt, gefesselt und mit einem Betonblock beschwert gefunden worden. Der Präsident berichtete, dass die Autopsie die Todesumstände nicht genau feststellen konnte. Die Spur ist eine Erstickung durch mechanische Erstickung. Ertrinken ist ausgeschlossen. Die Knoten wurden nach dem Tod gebunden. Zur Frage möglicher sexueller Gewalt konnte nichts festgestellt werden.[/quote]

Die Anwälte der Zivilparteien sind angesehene Strafverteidiger in Cold Case Fällen so wie Caty Richard. Sie ist unter den Strafverteidigern in Frankreich eine bekannte Persönlichkeit, die in großen und bekannten Strafprozessen auftritt (u. A. im Fall Jonathan Duval und z. B. im Fall Pilarski).

Die Untersuchung umfasst 170 Bände und es werden während der drei Wochen des Prozesses zwanzig Zeugen und Sachversuche verhandelt. Es wird mehrere französische und deutsche Ermittler geben, psychologische Experten, aber auch Martin Neys Zellengenosse in Deutschland, Bauern aus Loire-Atlantique...usw.

Es ist wichtig, sich daran zu erinnern, dass es im Fall Jonathan keine DNA, keine materiellen Beweise, kein Geständnis gibt. Andererseits gibt es beunruhigende Aspekte hinsichtlich der Ähnlichkeiten zwischen den drei Morden, für die Martin Ney in Deutschland verurteilt wurde, und den belastenden Vertraulichkeiten, die der Mitgefangene berichtete.

Das sind erstmal die Protagonisten in diesem Fall.


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Der schwarze Mann/Soko Dennis

19.05.2026 um 18:53
Zitat von GonzoXGonzoX schrieb:Man erfährt, dass Ney durchaus auskunftsfreudig ist.
Das wird ihm jeder gute Anwalt bei einem Schwurgerichtsprozess auch raten. Bei einem der letzten Indizienprozess (hier auf Almy) im Fall Delphin Jubillar hatte der angeklagte Ehemann mit seinem Schulterzucken und schnippischen Antworten keine guten Karten. Ein sehr hartes Urteil - 30 Jahre - waren die Antwort.


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Der schwarze Mann/Soko Dennis

19.05.2026 um 19:59
Martin Ney wurde 2021 8 Monate dem französischen Justizsystem überstellt. Der Präsident erinnerte daran, dass Martin Ney laut Verteidigung in seinen Aussagen konsequent war, dass es keine Spuren von ihm in Frankreich gebe. Es gibt auch keine DNA Spuren vom ihm. Er bestreitet im Fall Jonathan, obwohl er in Deutschland die 3 Morde zugab, trotz fehlender Beweise in diesen Fällen.


Hier zitiere ich mal gerne aus dem Ticker:
Die Persönlichkeitsermittlerin greift ein, um ein Porträt der Angeklagten zu zeichnen, den sie im Mai 2021 kennengelernt hat. Als Teenager fühlte sich der Angeklagte bereits zu Kindern im Alter von 6 bis 12 Jahren hingezogen, betrachtet sich aber nicht als Pädophilen. Während seines Studiums in Bremen (Deutschland) wurde er Freiwilliger beim Roten Kreuz und organisierte Kurse mit kleinen Kindern. Er arbeitet in Kindertagesstätten, aber auch in einem Wohnheim für Kinder im Alter von 9 bis 18 Jahren in Hamburg. Seine Kollegen beschreiben ihn als "zuverlässig, kompetent, geschätzt" und dass er ein "gutes Verhältnis" zu den ihm anvertrauten Jugendlichen hat. Schließlich wurde er wegen des Verdachts auf Besitz von Kinderpornographiebildern entlassen und fand eine andere Stelle bei Erwachsenen, bis er 2011 in Deutschland festgenommen wurde.
Die beiden Liebesbeziehungen, die für den Angeklagten von Bedeutung waren, waren Beziehungen zu Jugendlichen, berichtet die Persönlichkeitsgutachterin. Christian, den Martin Ney im Alter von 12 bis 16 Jahren bei sich aufgenommen hatte und Sebastian, ein Jugendlicher, den er über ein Heim kennenlernte, in dem der Angeklagte arbeitete.

Dieser junge Mann erklärte damals, auf der Suche nach einer väterlichen Bezugsperson zu sein, und gab an, bis zu seinem 14. Lebensjahr missbraucht worden zu sein. Bei seiner jüngsten Anhörung sagte er aus, diese Beziehung zu Martin Ney als Missbrauch empfunden zu haben. Der Angeklagte seinerseits behauptet, er habe seine Triebe dank seiner Beziehung zu Sebastian und dem Anschauen von kinderpornografischen Bildern unter Kontrolle halten können.

Aber er bestreitet ein Pädophiler zu sein? Er erinnert mich an Nordahl Lelandais im Fall Maëlys: Ich interessiere mich nicht für kleine Mädchen, aber sie hat mich gereizt und ich hab sie umgebracht(Fall in Allmy)
Der Familienlebenslauf des Angeklagten wird genau geprüft
Die Präsidentin geht weiter mit der Geschichte seines Lebens und der seiner Familie. Die Abfolge soll morgen, Mittwoch, den ganzen Tag andauern.
Ich finde die Gerichtsverfahren hier in Frankreich immer sehr belastend, da sie sehr Persönlich sind. Die Angeklagten können sich zwar Winden, Erinnerungslücken vorgeben, aber es wird vom Vorsitzenden oder von der Vorsitzenden sehr hartnäckig nachgefragt. Von den Anwälten der Nebenklage ganz zu schweigen.

https://www.ici.fr/pays-de-la-loire/loire-atlantique-44/nantes/direct-meurtre-de-jonathan-en-loire-atlantique-le-proces-de-martin-ney-principal-suspect-s-ouvre-a-nantes-6300203?count=48#live-latest


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Der schwarze Mann/Soko Dennis

19.05.2026 um 20:10
Zitat von GonzoXGonzoX schrieb:(Leider ist aus unerser damaligen Diskussionrunde kaum noch jemand aktiv)
Was ich noch schreiben wollte: ich war hier eigentlich immer stille Mitleserin. Wenn es jemanden stört, das ich den Prozess hier etwas begleite, schreibt mir einfach. Da ihr in dem Fall viel besser informiert seit, ist es vielleicht auch uninteressant was ich so alles schreibe.


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Der schwarze Mann/Soko Dennis

19.05.2026 um 21:32
@jeandArc
Ich finde deine Ausführungen sehr gut und interessant. Danke

Besonders interessant finde ich dabei besonders diese Passagen (wieder einmal):
Zitat von jeandArcjeandArc schrieb:Die beiden Liebesbeziehungen, die für den Angeklagten von Bedeutung waren, waren Beziehungen zu Jugendlichen, berichtet die Persönlichkeitsgutachterin. Christian, den Martin Ney im Alter von 12 bis 16 Jahren bei sich aufgenommen hatte und Sebastian, ein Jugendlicher, den er über ein Heim kennenlernte, in dem der Angeklagte arbeitete.
So ganz konkret habe ich das so nicht gewusst. Ich wusste bislang nur, dass es gegenüber seinem Pflegesohn zu keinerlei Missbrauch gekommen sein soll. Die Art dieser Liebesbeziehungen würde mich sehr interessieren und wie er sie auslebte und wie er sich das Leben in Beziehung vorstellte. Er hat schließlich auch eine ganze Zeit mit Dennis Roste in DK zusammen "gewohnt und gelebt". Bei Jonathan scheint es ähnlich gewesen zu sein.
Zitat von jeandArcjeandArc schrieb:Hier zitiere ich mal gerne aus dem Ticker:
Die Persönlichkeitsermittlerin greift ein, um ein Porträt der Angeklagten zu zeichnen, den sie im Mai 2021 kennengelernt hat. Als Teenager fühlte sich der Angeklagte bereits zu Kindern im Alter von 6 bis 12 Jahren hingezogen, betrachtet sich aber nicht als Pädophilen.
In diesem Alter hat Ney schon Einiges auf dem Kerbholz und es würde mich nicht wundern, wenn er auch für den Mord an Felix Nienaber verantwortlich wäre, obwohl er erst wenige Wochen nach dessen Entführung 18 wurde. Auch Felix wurde offenbar einige Zeit lang lebend festgehalten und anschließend in einem Binnendünengebiet verscharrt (da war MN schon 18).
Der Familienlebenslauf des Angeklagten wird genau geprüft
Die Präsidentin geht weiter mit der Geschichte seines Lebens und der seiner Familie. Die Abfolge soll morgen, Mittwoch, den ganzen Tag andauern.
Dazu würde mich auch viel mehr interessieren. Wie waren seine Möglichkeiten in der Freizeit, den Zugriff auf Autos und Räumlichkeiten, welche sozialen Beziehungen pflegte er, wie war sein Bewegungsradius, welche Ankerpunkte hatte er, usw. Und zwar als Jugendlicher und Heranwachsender genauso wie als Erwachsener.


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Der schwarze Mann/Soko Dennis

20.05.2026 um 00:11
@darkstar69
Vielleicht werden deine Fragen morgen beim Familienlebenslauf beantwortet. Was ich Schade finde ist, dass bei dem Persönlichkeitsgutachten keine genauen Daten genannt werden.
Zitat von darkstar69darkstar69 schrieb:In diesem Alter hat Ney schon Einiges auf dem Kerbholz
Und darauf wird in dem Gutachten überhaupt nicht eingegangen.
Was ich wirklich nicht verstehe ist, wenn man überlegt, wie oft er vor einem Jugendrichter stand, lt der sehr guten Täter-Aufstellung von @TN_Trailblazer, und immer wieder mit kleinen Strafen davon kam, macht mich das einfach nur fassungslos. Und dann lese ich in dieser Aufstellung, dass er
Zitat von TN_TrailblazerTN_Trailblazer schrieb am 17.12.2025:2004 Ermittlungen der Hamburger Staatsanwaltschaft wegen Missbrauch an 2 Jungen (sechs und acht jahre alt). Das Verfahren wird gegen Zahlung von 1800 EURO eingestellt
Wenn die Justiz nicht Blind gewesen wäre, könnte Jonathan vielleicht noch Leben.
Ob diese Missbrauchsaufstellung in dem Ausmaß überhaupt den Verteidigern der Nebenklage bekannt ist?


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20.05.2026 um 01:03
@jeandArc und andere

Klasse Berichterstattung.

Leider hier in den Medien (noch) nicht so präsent.

Hab das jetzt auf dem Schirm.


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Der schwarze Mann/Soko Dennis

20.05.2026 um 08:52
Ich verstehe gar nicht, warum der Prozess geführt wird, was sicher daran liegt, dass ich mich mit dem französischen Justizsystem gar nicht auskenne.

Welche Hinweise hat man, dass Ney der Täter ist, wenn es in Frankreich keinerlei Spuren von ihm gibt? Dass es gewisse Parallelen in der Tatausführung gibt, liegt auf der Hand. Aber welche Punkte sprechen sonst noch für Ney als Täter?


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20.05.2026 um 10:25
@Grillage
Ney hat 2018 einem Mitgefangenen erzählt, dass er der Täter von St Brevin sei und dass er sich gewundert habe, warum ihn die französische Polizei nicht erwischt hat, weil er in Frankreich seinen Lederrucksack mit Dokumenten darin verloren habe.
Nach diesem Rucksack wurde auch durch die Gendarmerie von Loire-Atlantique gefahndet, aber er konnte so viele Jahre nach der Tat nicht sichergestellt werden.
En 2018, son codétenu affirme que Martin Ney lui a avoué en détention être l'auteur de l'enlèvement du petit garçon à Saint-Brevin. Il lui fait part de son étonnement de ne pas avoir été démasqué, affirmant avoir égaré en France son sac à dos en cuir avec des documents à l’intérieur. Les gendarmes de Loire-Atlantique lancent alors un appel à témoins pour retrouver ce fameux sac à dos . Mais 14 ans après les faits, l'espoir est mince.
Quelle: https://www.ici.fr/pays-de-la-loire/loire-atlantique-44/saint-brevin-les-pins/affaire-jonathan-qui-est-martin-ney-l-allemand-juge-pour-le-meurtre-du-petit-garcon-en-2004-en-loire-atlantique-6404300

Außerdem hat er eine frz. Doku über den Fall Jonathan im Pädoforum eingestellt, minutiös übersetzt.
la traduction d'un reportage de M6 qu'il réalise et diffuse sur un forum allemand de pédocriminels.
Quelle: https://www.ici.fr/pays-de-la-loire/loire-atlantique-44/nantes/direct-meurtre-de-jonathan-en-loire-atlantique-le-proces-de-martin-ney-principal-suspect-s-ouvre-a-nantes-6300203


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20.05.2026 um 10:35
Zitat von antheanthe schrieb:Ney hat 2018 einem Mitgefangenen erzählt, dass er der Täter von St Brevin sei und dass er sich gewundert habe, warum ihn die französische Polizei nicht erwischt hat, weil er in Frankreich seinen Lederrucksack mit Dokumenten darin verloren habe.
Nach diesem Rucksack wurde auch durch die Gendarmerie von Loire-Atlantique gefahndet, aber er konnte so viele Jahre nach der Tat nicht sichergestellt werden.
Aber mittlerweile streitet er die Tat ab. Reicht das, um einen Prozess zu führen? Und vor allem, um ihn zu verurteilen?
Wenn er der Täter ist, hoffe ich sehr, dass er verurteilt wird. Und ich traue es ihm absolut zu, dass er noch mehr Taten begangen hat, als bekannt sind.


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Der schwarze Mann/Soko Dennis

20.05.2026 um 13:54
Zitat von antheanthe schrieb:Außerdem hat er eine frz. Doku über den Fall Jonathan im Pädoforum eingestellt, minutiös übersetzt.
Und dafür liegen anscheinend auch Beweise vor. Gestern im Ticker hat er dem Vorsitzenden aber erklärt, dass er kein Französisch spricht.
Martin Ney sagt, dass er in der Schule nie Französisch gelernt hat. Das ist ein wichtiges Element, denn während der Verhandlung konnten wir das Gegenteil glauben: ein Klassenkamerad von Jonathan, der in der Nacht des Verschwindens eine Männerstimme auf Französisch hörte, oder die Übersetzung einer Doku, die er in einem deutschen Forum für Pädophile produzierte und ausgestrahlt hatte.
Er beginnt Fehler zu machen.

Aber m. M nach wird die Aussage des Bauern, der ihn bei seinem ersten Ablageversuch gesehen hat, ihn in Schwierigkeiten bringen.
Diese Aussage wurde die ganzen Jahre Geheim gehalten. Es wurde nichts durchgestochen, die Presse hat nie etwas darüber geschrieben.
Und die Aussage des Mithäftlings deckt sich fast wörtlich mit dem Geständnis von Ney gegenüber seinem Mithäftling.

Zwei interessante Stimmen von der gestrigen Verhandlung. Die Erste aus dem Ticker von gestern
Weit davon entfernt, in seiner Loge zu schweigen, scheint Martin Ney gerne über sich selbst zu sprechen, selbst über unpositive Aspekte, bemerkt der Journalist des ICI Loire Océan, der im Gerichtssaal anwesend ist.
Die Zweite aus dem Bericht von Frane3, die den gestrigen Nachmittag nochmals sehr ausführlich geschildert haben.
"Wir entdeckten einen Martin Ney in guter Form, der nie die Fassung verliert, der über alle seine Antworten nachdenkt, sehr vorsichtig ist, was er sagt, und sehr manipulativ ist", antwortete Maître Caty Richard, als sie den Gerichtssaal verließ.
https://france3-regions.franceinfo.fr/pays-de-la-loire/loire-atlantique/nantes/proces-de-martin-ney-a-nantes-d-enfant-timide-a-pedocriminel-qui-se-cache-reellement-derriere-l-homme-en-noir-3353299.html
Ich suche immer noch nach einem Live-Ticker vom heutigen Prozesstag.


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Der schwarze Mann/Soko Dennis

20.05.2026 um 16:12
Es ist zwar kein Live-Ticker, aber die Aussagen von heute morgen sind sehr gut und fast wörtlich zusammengefasst.

In der Befragung wird auch immer wieder auf den Prozess in Deutschland eingegangen. Daher ist es wahrscheinlich, dass hier einige Aussagen bereits bekannt sind. Inwieweit Ney sich damals auch so radikal (höflich gesagt) geäußert hat, entzieht sich meiner Kenntnis. Aber für mich ist das sehr heftig.

Am Mittwochmorgen, dem 20. Mai, legte das Gericht das Liebesleben des Angeklagten detailliert dar. Der Verdächtige sprach ausführlich über seine Beziehungen zu zwei jungen Männern: eine komplexe Ambivalenz zwischen väterlichen Beziehungen und einer sexuellen Anziehung zu Jungen.
Der erste heißt Christian. Ein 12-jähriger Junge, der zwischen 1996 und 2000 im Haus von Martin Ney untergebracht wurde. "Ich wollte ein Familienleben führen", erklärt der Angeklagte
"Ich war nie versucht, etwas mit Christian zu unternehmen, auch wenn er sich provokant verhalten hatte: er zog seine Hose herunter, zeigte seine Genitalien. Selbst wenn es mir gefallen hätte, hätte ich nie mehr tun können", sagte er vor Gericht.
(eigene Worte)
Auf Nachfrage der Vorsitzenden, über diese Mehrdeutigkeit antwortete er gelassen: er kann verstehen, dass es für jemanden von außen beunruhigend sein kann. Aber er sehe kein Problem darin, die Beziehung eines Vaters zu einem Kind zu haben, und die Tatsache, dass er ihn attraktiv finden kann.

Der Junge kam in sein Bett, besonders im Urlaub in Dänemark. In demselben Haus, in dem er 1995 den jungen Dennis Rostel tötete.

Der Präsident greift auch auf die zahlreichen sexuellen Übergriffe zurück, deren Martin Ney in derselben Zeit beschuldigt wurde: "Ich habe die Fakten an den Tagen gemacht, an denen Christian im Haus seiner Eltern schlief", sagte er.

Im Verfahren in Deutschland erklärte Christian, dass er nie sexuell missbraucht wurde. Doch Christian hat sich geweigert hier in Frankreich an der Persönlichkeitsuntersuchung teilzunehmen oder überhaupt vor der Anwaltskammer auszusagen. Er hat ein Attest vorgelegt, in dem ihm schwere Depressionen bescheinigt wurden. Und so werden Kinder zerstört.

Im Alter von 16 Jahren verließ der Junge Neys zu Hause. Ney ging nach Hamburg in ein Jugendheim und lernte den 9-jährigen Sebastian kennen.
Ein Jahr nachdem er seine Position angetreten hatte, als Sebastian 10 oder 11 Jahre alt war, begann eine sexuelle Beziehung. Laut Martin Ney war es der kleine Junge, der diese Beziehung initiiert hat
Er war der Jüngste in dieser Gruppe, eines der Kinder, die am frühesten ins Bett gingen, und ich las ihm eine Geschichte vor. Eines Abends war ich bei ihm, und er selbst machte eine sexuelle Geste: Er nahm meine Hand, um sie auf seine zu legen, und ich spürte, dass er eine Erektion hatte.
Diese Beziehung dauerte mehrere Jahre an. "Ich verstehe, dass es eine seltsame Konfiguration sein könnte", gestand er am Mittwoch, den 20. Mai.

"Seltsam oder illegal, Herr Ney?" fragt die Präsidentin, Maître Karine Laborde.

"Natürlich ist das völlig verboten", sagt er.

Ebenfalls im Rahmen der Ermittlungen in Deutschland gestand Sebastian damals, bis zu seinem 14. Lebensjahr Opfer sexuellen Übergriffs gewesen zu sein. Aber Martin Ney stimmt ihm nicht zu: "Er hat nicht die ganze Wahrheit gesagt, in manchen Punkten war er nicht sehr ehrlich".
Er bleibt bei seinen Ansichten, für ihn ist es eine Beziehung zwischen zwei Männern und nichts weiter.
"Pädophilie wurde mir von der Natur gegeben"
Die Journalistin schreibt, dass es ihr spei Übel wird. Mir auch. Er kann froh sein, in Deutschland im Gefängnis zu sitzen. Allein für diese Aussagen, würde er in Frankreich 25 Jahre bekommen.

Die Vorsitzede fragt ihn, ob sich seine Sexualität entwickelt habe. Er gibt zu, dass diese Anziehung etwa im Alter von 13 Jahren bei sehr kleinen Kindern begann, "die in den Kindergarten gingen", sagt er. Später, etwa im Alter von 16 Jahren, "wurde mir meine Anziehung zu Kindern bewusst Kindern von 6 bis 12 Jahren. Das war seine Entwicklung.
"Indem wir seine Persönlichkeit studieren, verstehen wir, wie viel Perversion in diesem Mann eingebettet ist. Er ist eine Karikatur eines Perversen. Er sagt weiterhin, dass es die Kinder waren, die sexuelle Beziehungen mit ihm wollten", sagte Caty Richard, Anwältin der Zivilpartei, am Mittwochmorgen.
https://france3-regions.franceinfo.fr/pays-de-la-loire/loire-atlantique/nantes/la-pedophilie-m-a-ete-donnee-par-la-nature-au-deuxieme-jour-de-son-proces-martin-ney-evoque-sa-relation-interdite-avec-deux-garcons-mineurs-3353851.html


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Der schwarze Mann/Soko Dennis

20.05.2026 um 19:27
Danke dir @jeandArc
Zitat von jeandArcjeandArc schrieb:Die Vorsitzede fragt ihn, ob sich seine Sexualität entwickelt habe. Er gibt zu, dass diese Anziehung etwa im Alter von 13 Jahren bei sehr kleinen Kindern begann, "die in den Kindergarten gingen", sagt er. Später, etwa im Alter von 16 Jahren, "wurde mir meine Anziehung zu Kindern bewusst Kindern von 6 bis 12 Jahren. Das war seine Entwicklung.
Das finde ich sehr bedeutsam und ich glaube um so mehr, dass es da noch mehr taten gibt, von denen wir nichts wissen, obwohl er noch so jung war. Deswegen finde ich auch, dass Ney als Täter im Mordfall Felix Nienaber unbedingt geprüft und tragfähig ausgeschlossen werden muss. Oder eben bestätigt.
Ich wollte ein Familienleben führen", erklärt der Angeklagte
Ich kann mir vorstellen, dass sich dieser Wunsch durch sein Leben zog und er genau deshalb die Kinder längere Zeit festgehalten hatte, solange es nur ging.
Zitat von jeandArcjeandArc schrieb:Der Junge kam in sein Bett, besonders im Urlaub in Dänemark. In demselben Haus, in dem er 1995 den jungen Dennis Rostel tötete.
Das finde ich extrem hart und auffällig.


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Der schwarze Mann/Soko Dennis

20.05.2026 um 20:47
Zitat von darkstar69darkstar69 schrieb:Das finde ich extrem hart und auffällig.
Diese ganze Aussage heute über sein Leben war harter Tobak. Ich bin die ganze Zeit am überlegen, wie ich diese Aussage beschreiben soll. Er plaudert hier in aller Ungeniertheit über jahrelangen schwersten Kindesmissbrauch, wie wenn er mit den Kindern ein Eis essen gegangen wäre. Die Vorsitzende hat immer wieder nachgefragt, aber er bleibt dabei, den Kindern hat es gefallen und die Initiative ging von den Kindern aus. Auch von den Kindern die er getötet hat?

Was mich auch so schockiert , dieser Mensch sitzt seit 15 Jahren im Gefängnis, er hat sich mit seinen Taten mit seiner Pädophilie in all den Jahren nie auseinandergesetzt. Man hört es in jedem Satz. Er hatte 15 Jahre Zeit dazu.
Nein, hier vor Gericht provoziert er mit seinen Aussagen als wäre er sicher, mir könnt ihr hier vor Gericht sowieso nichts. Ich hoffe er täuscht sich.

Eine Frage hätte ich an alle die schon lange in diesem Thread schreiben: war er im Prozess 2011 auch schon so eine Plaudertasche? Oder reißt er nur in diesem Prozess seinen Mund so weit auf?


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Der schwarze Mann/Soko Dennis

20.05.2026 um 21:09
@jeandArc
Ich glaube, genau da wird ersichtlich, in welcher Weise MN geblendet ist (und dennoch genau weiß, was er tut und weiß, dass es verboten ist). Aus der Sehnsucht nach einem heilen Familienleben heraus, sucht er die Geborgenheit und das Gefühl von Zusammenleben. Das dann allerdings mit einem Kind. Er sieht das dann als vollkommen normal und natürlich an. Wenn er es als nicht verwerflich ansieht, kann er auch unbefangen darüber berichten.

Allerdings spürt er dann mAn auch die Macht und die Kontrolle über ein Kind, quasi auch wieder der Vater.

Ich denke, er weiß, dass man ihm wenig konkret nachweisen kann und wenn doch, dann ist es auch letztlich egal. Es ändert an seiner Situation wenig, er sitz sowieso für immer, eben weil er nicht einsichtig ist und seine Haltung und Fantasie ändert. Das weiß er doch auch, er ist ja durchaus intelligent.

Und nun sitzt er da, erhält all diese wunderbare Aufmerksamkeit und kann mit seinen, für ihn, Banalitäten und seiner Normalität die anderen schocken und erneut Macht über Menschen ausüben, über die Familie von Jonathan und die Medien.


Heute kennt doch sowieso ganz Deutschland und im Grunde, per Internet, die ganze Welt von seiner Biografie. Da muss er heute auch nicht schweigen und kann sich an seinen Erzählungen laben. Im Prozess in Stade (und ich denke auch in den Vernehmungen durch Alexander Horn und der Polizei) hat er schon viel über sich offenbart. Da war aber noch eine gewisse Scham vorhanden, dass seine Familie davon nicht erfahren sollte oä. Das braucht er heute nicht mehr.

https://www.sueddeutsche.de/panorama/prozess-um-maskenmann-schwere-seelische-abartigkeit-1.1267273?utm_source=chatgpt.com


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Der schwarze Mann/Soko Dennis

20.05.2026 um 21:16
@jeandArc
Vielen Dank für das ausführliche Berichten :-).

Ich habe diesen Fall hier auf allmy auch schon lange verfolgt,glaube so seit 2011 (noch als User "Spekulatius") und schon vor der Festnahme hat mich das sehr schockiert und mitgenommen, auch z.B., weil mir damals schon klar war, dass er den Jungen perfide mit in den Urlaub genommen hat, um ihn dann am Ende zu töten und zu verscharren. Jetzt eigentlich noch mehr: wieviele Jahrzehnte dieser Mensch schon Leid über andere Menschen, v.a. die Angehörigen und überlebenden Betroffenen bringt. Ich denke, besser als diese Caty Richard kann man seine Persönlichkeit in einem Satz nicht zusammenfassen. Man sieht aber auch, was (vermutlich) Bindungsstörungen und frühe Traumatisierungen mit Menschen anrichten können und wie es ihren moralischen Kompass verstellt.
Es ist in den meisten Fällen so, dass Täter früher erst Opfer waren. Ich glaube, man darf nicht Hass auf solche Täter das vorherrschende Gefühl werden lassen. Aber es wäre auch falsch, nur mit Samthandschuhen zuzupacken. In Frankreich scheint man da etwas rigider vorzugehen.


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Der schwarze Mann/Soko Dennis

20.05.2026 um 21:25
Diese Suche nach Familienleben ist ein rein narzistisches und egoistisches Motiv. Für ihn ist Familienleben ein pädosexueller Selbstbedienungsladen unter der irrigen Annahme, er wird vom abhängigen "Familenmitglied" auch noch geliebt dafür. Der Mensch erscheint völlig fehlprogrammiert. Es ist eine Tragik, dass das Jugendamt auch noch auf seine Blendereien hereingefallen ist.


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