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Der schwarze Mann/Soko Dennis

10.787 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Schwarzer Mann, 2001 ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Der schwarze Mann/Soko Dennis

01.06.2026 um 20:32
Zitat von TN_TrailblazerTN_Trailblazer schrieb:Leider haben wir bisher nur wenig Details erfahren. Meist nur Zusammenfassungen.
Leider gibt es auch von der heutigen Aussage wieder nur Zusammenfassungen. @TN_Trailblazer
Danke für diesen Beitrag von heute. Man muss ja schon froh sein, wenn man überhaupt etwas von dem Prozess erfährt. .
Und Danke, dass du meine Quelle von meinem letzten Beitrag nachträglich reingestellt hast bevor sie gelöscht worden wäre.
Zitat von TN_TrailblazerTN_Trailblazer schrieb:Seine Aussage dauerte über vier Stunden
Eine Aussage eines Zeugen, die 4 Stunden dauert, und dieser Journalist erzählt über diesen Prozess, welche Kleidung der Angeklagte und der Zeuge trugen. So kenne ich die seriöse Berichtserstattung in einem franz. Mordprozess nicht. Und ich habe schon einige verfolgt, kommentiert und übersetzt.
Zitat von TN_TrailblazerTN_Trailblazer schrieb:Laut seinem Zellengenossen erzählte Ney, er habe ein Auto gemietet, um nach Frankreich zu fahren, ohne jedoch die Stadt zu nennen.
Die Aussage war auf jeden Fall für mich neu (das er angab, ein Auto gemietet zu haben).
Aber bei seiner Aussage 2017 konnte man dies sicherlich nicht mehr für 2004 nachprüfen.
Zitat von TN_TrailblazerTN_Trailblazer schrieb:Ney behauptet, die Polizei habe nichts gegen ihn, keinerlei Beweise.
Er ist sich absolut sicher.
Das deckt sich mit deinen Ausführungen, dass es wahrscheinlich einen 2. Mann gegeben haben muss (Anmietung eines Autos). Chapeau.
Zitat von TN_TrailblazerTN_Trailblazer schrieb:Laut Aussage seines Zellengenossen erklärte Martin Ney außerdem, er sei von einem älteren Mann und dessen Deutschen Kurzhaar überrascht worden.
Wenn sich manche wundern, es war ein Deutscher Schäferhund.
Zitat von TN_TrailblazerTN_Trailblazer schrieb:Dieser ältere Mann, ein Landwirt aus Saint-Molf, gab diese Aussage 2008 gegenüber der französischen Polizei ab, und dieses Detail wurde nie an die Öffentlichkeit gebracht. „Herr Tilly kann sich das nicht ausgedacht haben“, betonte der vorsitzende Richterin. Die Antwort des Angeklagten: Die Aussage seines Zellengenossen sei „ein Zufall“, „frei erfunden“ oder schlichtweg „eine Lüge“.
Damit kommt er nicht durch. Nicht bei den Geschworenen. Seine Antwort war zu lapidar. So eine Aussage kann kein Zufall und auch nicht frei erfunden sein. Diese Aussage des Bauern war die ganzen Jahre geheim. So eine Zeugenaussage ist kein Zufall oder frei erfunden. Sie deckt deckt sich absolut mit der Aussage eines glaubwürdigen Zeugen.
Zitat von TN_TrailblazerTN_Trailblazer schrieb:Laut diesem Mithäftling hat Ney zwei Gesichter. Der eine ist jemand, der „freundlich“, „seriös“ und „hilfsbereit“ ist. Und dann gibt es laut ihm die dunkle Seite: „manipulativ“ und „gemein“
Hier im Thread wurde auch von einigen diese zwei Seiten von Ney so genau so aufgeführt. Ich habe dazu eine andere Meinung. Es gibt keine zwei Gesichter. Den guten Martin und den bösen Martin.Dieses freundliche, seriöse und hilfsbereite Gesicht wird nur von Ney manipulativ gezielt eingesetzt, um sein Umfeld zu täuschen. Er ist wer er ist, ein manipulativer, bösartiger, perverser und pädophiler Kinderschänder und Mörder. Und da gebe ich der Präsidentin recht, Hochintelligent.

Morgen, dem 2. Juni, werden die psychologischen Experten am zehnten Tag dieses Prozesses aussagen. Der Angeklagte leidet nicht an einer psychischen Erkrankung und wird als sehr intelligent, sehr organisiert beschrieben, jemand, der viel Ruhe zeigt.


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Der schwarze Mann/Soko Dennis

01.06.2026 um 23:49
Also ich finde den Knastkumpanen in seiner Aussage überzeugend, das kann m.E. kein Zufall gewesen sein.

Aber bei der Frage, wie der Täter den Teich hinter den Mauern kennen konnte, der zu einem Anwesen gehört, das hps. von Deutschen besucht wurde, bin ich auf der Seite der Skeptiker. Mich überzeugt der Schluss auf Ney an der Stelle nicht und eigentlich nicht einmal die Vermutung, da kommt dann nur ein ehemaliger Gast o.ä. in Frage.
Zitat von vorsichtfallevorsichtfalle schrieb:Und wenn ich dann feststelle, dass in der Nähe Deutsche arbeiteten oder sich aufhielten, dann sagt das im ersten Schritt nur aus, dass auch Deutsche als Täter in Frage kommen. Ein direkter Rückschluss auf MN ist das eher nicht.
Das sehe ich auch so. Man könnte sogar so weit gehen und vermuten, der Täter könnte ja dann eher Franzose gewesen sein, er entsorgt die Leiche an einer Stelle, die hps. Deutsche von ihren Aufenthalten kennen müssten, um den Verdacht Richtung deutsche Besucher zu lenken. Die Mitarbeiter dieses Betriebs werden ja vermutlich auch eher Franzosen gewesen sein, die dann wohl wissen, dass da ein Teich ist. Die Frage ist, ob man den Teich überhaupt von vorneherein persönlich hätte kennen müssen. Denn diesen Teich wird man auch auf Printkarten gesehen haben. V.a. war dieser Teich zur Tatzeit aber schon auf googleearth zu sehen. Ein Abscannen der Umgebung in googleearth hätte ihm damals schon genug Ideen für Ablageort verschaffen können. Und ich vermute mal stark, dass googleearth für das Heranpirschen an solche Jugendherbergen dem Täter auf alle Fälle wichtige Ausgangsinformationen geben konnte, bevor er überhaupt das erste Mal vor Ort die Einrichtung in Augenschein nimmt.

Noch ein Gedanke dazu. Ney verbringt Urlaub in einer Gegend in Frankreich, in der es Kinder- und Jugendangebote gibt, die sich an einheimische Kinder und z.B. deutsche Kinder richten. Warum ist er eigentlich nicht in eine Jugendherberge einer deutschen Schulklasse eingestiegen? Das wäre doch fast ein Heimspiel für ihn gewesen.
Vielleicht war es Ney tatsächlich nicht. Vielleicht ist des Rätsels Lösung ein Netzwerk von Pädophilen, die ähnliche Strategien anwandten und in gewisser Weise auch über Ländergrenzen kooperierten. Man darf nicht vergessen, dass es noch ziemlich viele bisher nicht aufgeklärte Fälle von verschwundenen Kindern gibt.


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Der schwarze Mann/Soko Dennis

gestern um 00:13
Guerande kannte er vermutlich aus einer Reise, die er oder Bekannte mit dem Reiseveranstalter Wolters-Reisen (oder einem vergleichbaren Reiseunternehmen) eine geraume Zeit vorher unternommen hat bzw. haben.
Beitrag von duwi (Seite 203)
Beitrag von duwi (Seite 235)

Wolters-Reisen aus Bremen-Stuhr hat wohl in diesen Jahren das Schloß bzw. das ehemaliges Ursulinenkloster angemietet und Ferienwohnungen an seine bevorzugt aus dem Bremer-Raum stammenden Kunden vermietet.
Mehr Details bitte hier nachlesen...

Beitrag von chianti (Seite 39)
Beitrag von Cleo1956 (Seite 115)


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Der schwarze Mann/Soko Dennis

gestern um 01:24
Zitat von megavoltmegavolt schrieb:Also ich finde den Knastkumpanen in seiner Aussage überzeugend, das kann m.E. kein Zufall gewesen sein.
So, das ist m. E. erstmal Punkt.
Zitat von megavoltmegavolt schrieb:Aber bei der Frage, wie der Täter den Teich hinter den Mauern kennen konnte, der zu einem Anwesen gehört, das hps. von Deutschen besucht wurde, bin ich auf der Seite der Skeptiker.
Warun? Kannst du mir das nochmals erklären? Es war ein Anwesen, dass an Deutsche verpachtet war. Warum sollte Ney nicht durch Bekannte von dem Anwesen erfahren haben oder wie @TN_Trailblazer schreibt durch diese Wolters--Reisen.. Es gab zu diesem Zeitpunkt keine Grenzkontrollen mehr und in Frankreich noch keine Überwachungskameras wie heute an jeder Straßenecke. Das er selbst vorher schon mal auf dem Grundstück war, schließe ich aus. Das hätte bedeutet Spuren zu hinterlassen. Er ist vorsichtig, das war er schon immer und er plant seine Taten sehr gewissenhaft. Vielleicht ein Tip aus dem Jungs-Forum? Ein Auto mieten und runter fahren zu diesen vielen Landschulheimen in der Gegend.
Zitat von megavoltmegavolt schrieb:Warum ist er eigentlich nicht in eine Jugendherberge einer deutschen Schulklasse eingestiegen? Das wäre doch fast ein Heimspiel für ihn gewesen.
Und wo bleibt der Reiz? Das hatte er doch oft gemacht. Vielleicht hatte er auch jemanden kennen gelernt mit franz.Beziehungen?


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Der schwarze Mann/Soko Dennis

gestern um 09:22
Hier ein recht ausführlicher Bericht von Le Point:
Fall Jonathan Coulom: „Ich bestätige, dass Martin Ney es mir erzählt hat!“ Der ehemalige Zellengenosse des deutschen Pädophilen bekräftigte am Montag die ihm angeblich vom Angeklagten anvertrauten Informationen. Trotz verstörender Details bestreitet Martin Ney weiterhin jegliche Beteiligung am Mord an dem Kind, das im April 2004 aus einem Ferienlager in Loire-Atlantique entführt wurde. In einem Marathonprozess, in dem es keine eindeutigen Beweise gibt, die Martin Ney mit der Entführung und dem anschließenden Mord an Jonathan Coulom im Frühjahr 2004 in Loire-Atlantique in Verbindung bringen, wurde erwartet, dass der neunte Verhandlungstag einen Wendepunkt darstellen würde. Die Frage blieb: Welche Richtung würde das Gericht einschlagen? Die Feststellungen des Gerichts würden entweder bestätigen, dass sich der deutsche Pädophile tatsächlich kurz nach dem Verschwinden des kaum zehnjährigen Jungen in Saint-Molf aufhielt – ein Schritt, der seinem üblichen Vorgehen entsprochen hätte –, oder Oder man schloss daraus, dass er schlichtweg nicht da war, was einen Großteil der Beweise aus fast zwei Jahrzehnten Ermittlungsarbeit untergraben würde. Da es keinerlei Hinweise (DNA, Fingerabdrücke, Bank- oder Telefonaufzeichnungen usw.) für die erste Möglichkeit gab und um die immense Enttäuschung der zweiten Hypothese zu vermeiden, stützte sich das Gericht auf einige wenige Zeugenaussagen, insbesondere die eines Landwirts. Dieser gab an, kurz nach dem Verschwinden des Kindes (und vor dem Auffinden seiner Leiche) eine Person in einer Art dunklem Kittel und Hut neben einem Auto mit deutschen Kennzeichen und offenem Kofferraum gesehen zu haben. Da sich der Vorfall in der Nähe eines Gewässers ereignete, schlossen die Ermittler, dass der Mann beim Beseitigen von Jonathans Leiche ertappt worden war. Diese wurde schließlich gefesselt und mit einem Betonblock beschwert in einem anderen Teich in Guérande, sechs Kilometer entfernt, gefunden. Ein weiteres entscheidendes Detail: Der betreffende Landwirt wurde an jenem Abend von seinem Hund, einem Deutschen Schäferhund, begleitet. Trotz seiner 88 Jahre sprach Guy D. letzte Woche vor dem Schwurgericht ruhig und schilderte alles, was er an jenem Aprilabend 2004 aus der Fahrerkabine seines Traktors im Scheinwerferlicht gesehen hatte. Untermauert wurde dies durch Fotos, die bei einer Rekonstruktion im Jahr 2021 aufgenommen wurden… bei hellem Tageslicht, aber das sei hier nicht weiter erwähnt.

„Sie können mir nichts anhaben, weil sie keine Beweise haben.“


Am Montag, dem 1. Juni, wiederholte sich die gleiche Szene, diesmal von jemandem, der sie nie selbst erlebt hatte. Mit rundem Gesicht und glänzendem, kahlem Kopf wurde der 38-jährige Mario Tilly fünf Stunden lang per Videokonferenz verhört. Das ist eine lange Zeit, aber das absolute Minimum, denn die Verbindung zwischen Martin Ney und den tragischen Ereignissen im Loiretal beruht im Wesentlichen auf seiner Aussage. Der bald Vierzigjährige, der wegen der Anstiftung und Anordnung eines Mordes seit rund fünfzehn Jahren im Gefängnis sitzt, behauptet, während seiner Haft Geständnisse des Angeklagten zum Mord an Jonathan Coulom erhalten zu haben. Der deutsche Häftling bestreitet die Tat weiterhin (er verbüßt ​​eine lebenslange Haftstrafe für drei ähnliche, gestandene Verbrechen, die er zwischen 1992 und 2001 in Deutschland begangen hat). „Eines Tages sagte er mir, die französische Polizei sei gekommen, um ihn zu verhören.“ Er tat es lachend ab und sagte: „Sie können mir nichts anhaben, weil sie keine Beweise haben, nur Fragen.“ Er erklärte, er habe eine Tasche mit Papieren und persönlichen Gegenständen verloren, und ein Zeuge mit Hund habe sie gesehen. Bis heute ist die berüchtigte „Adidas-Tasche“ trotz eines Zeugenaufrufs aus der Bevölkerung verschwunden. Auch andere von Tilly erwähnte Elemente, die auf Neys angeblichen Aussagen beruhen, konnten nicht bestätigt werden. Da war zum Beispiel dieser „Laptop“ mit mehreren Dateien, die durch einen verschlüsselten Schlüssel geschützt waren. Diesen Code wollte der Angeklagte seinem Zellengenossen vor seinem Selbstmord nach dem Tod seiner Mutter geben, quasi als postum verfasstes Testament. „Bei der Durchsuchung wurde kein Computer gefunden“, stellte der vorsitzende Richter fest. Außerdem ist Martin Ney nicht nur heute noch am Leben, sondern hat nach dem Tod seiner Mutter im vergangenen Januar auch keinen Selbstmordversuch unternommen. Und was ist mit dem „in einer Garage versteckten Schuhkarton“ mit den Erinnerungsstücken der Opfer? Auch hier blieben die Durchsuchungen ergebnislos.

Ein Hund im Zentrum der Debatte

So bleibt dieses entscheidende Detail bestehen: der deutsche BMW mit geöffnetem Kofferraum, gesehen in Saint-Molf, der Mann daneben und vor allem der „deutsche Hund“, der den Bauern begleitete, der die Ereignisse beobachtete. Eine konkrete Episode, die nie öffentlich gemacht wurde und daher unwahrscheinlich erfunden ist. „Ich bestätige, dass Martin Ney mir davon erzählt hat“, beharrt Tilly. „Glauben Sie, Herr Ney könnte Sie angelogen oder Dinge übertrieben haben, die Sie geglaubt haben?“, fragt der vorsitzende Richter. „Ich war nicht dabei, als es passierte, aber er hat es ernst gemeint, ja, ich habe ihm geglaubt.“ Karine Laborde wendet sich dem Angeklagten zu und konfrontiert Ney mit den Aussagen seines ehemaligen „Freundes“. – Wie erklären Sie sich seine Aussage über einen Mann, der Sie mit seinem Hund in Frankreich überrascht hat? Es ist etwas, das sonst niemand wusste, und es stellt sich als wahr heraus. – Die einzige Antwort, die ich Tilly zu dem Vorfall in Frankreich geben konnte, war, dass ich ihn nicht begangen habe. Und außerdem hätte ich mich nie so ausgedrückt. Wenn ich ins Detail gegangen wäre, hätte ich von einem Deutschen Schäferhund gesprochen, nicht von einem Hund deutscher Rasse! Ich stimme Ihnen zu, dass es ein Indiz ist, aber für mich ist das, was Herr Tilly gesagt hat, reiner Zufall. – Warum sollte er sich das ausdenken? – Ich kann es mir nicht erklären. Ich selbst betrachtete Herrn Tilly als Freund. Ich habe ihm viel geholfen und ihn unterstützt, und seit dieser Aussage denke ich Tag und Nacht darüber nach und frage mich, was seine Motive waren. Es ist nämlich so, dass Herr Tilly mir einmal sagte, er fände mich attraktiv, und ich habe seine Annäherungsversuche zurückgewiesen. „Was halten Sie davon, Herr Tilly? Wollen Sie sich etwa rächen, weil Herr Ney Ihre Annäherungsversuche zurückgewiesen hat?“ „Das ist doch absurd! Ich finde Herrn Ney überhaupt nicht attraktiv!“

„Wenn ich gelogen hätte, würde ich es Ihnen sagen, denn ich lebe in ständiger Angst vor Bedrohungen im Gefängnis!“

Abgesehen von solchen, eher schulhof- (oder in diesem Fall gefängnishofartigen) Überlegungen, drehten sich die Debatten hauptsächlich um die Glaubwürdigkeit des Anklägers, der in Deutschland bereits wegen Verleumdung verurteilt worden war, nachdem er nicht weniger als dreizehn Personen, darunter Mitglieder seiner eigenen Familie, in völlig erfundene Ereignisse verwickelt hatte. Logischerweise griff die Verteidigung dies auf und versuchte, es als Munition für einen Gegenangriff zu nutzen, doch es gelang ihr nur bedingt. Vor allem, weil der Angeklagte sich bedeckt hielt. „Ja, ich habe gelogen, es zugegeben und die Strafe bezahlt (300 Tage Haft à 8 Euro). Ich tat es, um mich an meiner Mutter zu rächen. Damals habe ich mich schlecht benommen. Aber wenn ich in den anderen Aussagen (bezüglich Martin Ney) gelogen hätte, würde ich es Ihnen sagen, denn ich lebe in ständiger Angst und bin im Gefängnis Spott und Bedrohungen ausgesetzt!“ Es hat mich völlig zerstört. Ich kann nirgendwo hingehen, ohne von einem Zellengenossen begleitet zu werden. Hier auszusagen, liegt nicht in meinem Interesse. Und ich würde der Familie des Opfers das ganz sicher nicht antun.“ Weiterlesen: Kurz gesagt, Tilly hatte absolut nichts davon, seinen ehemaligen Zellengenossen zu verpfeifen, der ihn als „verrückt und krank“ beschreibt. Das haben die psychiatrischen Gutachter allerdings nicht ganz so formuliert. „Er weist Persönlichkeitsstörungen mit antisozialen, instabilen und abhängigen Komponenten auf“, diagnostizierten sie kürzlich. Zerbrechlich, aber nicht verrückt also. Was Tillys angebliche Neigung zum Lügen angeht, weist Caty Richard, die Anwältin von Jonathans Großmutter, diese kategorisch zurück. „Wer hat nicht schon mal gelogen? Lügt jemand, der einmal gelogen hat, immer weiter? Er hat aus bestimmten Gründen gelogen, die er auch erklärt, und er könnte aus anderen Gründen durchaus die Wahrheit sagen.“ Und wenn diese Wahrheit bestätigt ist, nun ja, dann glauben wir ihr.“ Es liegt nun an den Geschworenen, ihren Wert zu beurteilen. Das Urteil wird am Donnerstagabend erwartet.
Quelle: https://www.lepoint.fr/societe/affaire-jonathan-coulom-je-confirme-que-martin-ney-me-la-raconte-R7DUUFNMEBHRBFPVHZNF3AEKHQ/


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Der schwarze Mann/Soko Dennis

gestern um 09:37
Zitat von jeandArcjeandArc schrieb:Wenn sich manche wundern, es war ein Deutscher Schäferhund.
Hier nur eine kleine, aber mMn nicht unwichtige Korrektur.
Der Deutsch Kurzhaar ist eine eigenständige Hunderasse und hat nichts mit einem Schäferhund zu tun, im Gegenteil:
Es handelt sich um einen Jagdhund.

Wikipedia: Deutsch Kurzhaar


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Der schwarze Mann/Soko Dennis

gestern um 09:59
Hier findet man einige interessante Informationen über den Kronzeugen Mario.
Dieser war anscheinend 2011 der Haupttäter eines Mordfalls im Homosexuellen- bzw. Stricher-Milieu in Hannover:

https://www.neuepresse.de/lokales/hannover/nur-14-jahre-haft-fuer-den-messermoerder-IUYOYADMPYVWNUYILVBIGP7DE4.html


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Der schwarze Mann/Soko Dennis

gestern um 10:28
Ich persönlich hin und hergerissen was die Schuld von MN betrifft. Es gibt deutliche Indizien dafür, aber für mich auch Zweifel und Ungereimtheiten.
Zumindest ich kenne nicht alle Details aus dem Prozess, aber im Moment tendiere ich zu "im Zweifel für den Angeklagten".

Gleichzeitig fände ich es fast den worst case MN für eine Tat zu verurteilen womit ein Unbekannter weiter in Freiheit leben kann. ich denke, dass MN bei weitem nicht der einzige Täter war, der in Schullandheimen und ähnliche eingebrochen ist und sich dort seine Opfer gesucht hat. Im prozess wurde dies ja bestätigt, dass es bereits ab den frühen 80er solche Fälle in Frankreich gab, MN war dafür nicht verantwortlich.

Es gibt also da draußen noch ein Phantom, was einen ähnlichen Modus operandi verfolgte wie MN.


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Der schwarze Mann/Soko Dennis

gestern um 12:45
Zitat von jeandArcjeandArc schrieb:Warun? Kannst du mir das nochmals erklären? Es war ein Anwesen, dass an Deutsche verpachtet war. Warum sollte Ney nicht durch Bekannte von dem Anwesen erfahren haben oder wie @TN_Trailblazer schreibt durch diese Wolters--Reisen.. Es gab zu diesem Zeitpunkt keine Grenzkontrollen mehr und in Frankreich noch keine Überwachungskameras wie heute an jeder Straßenecke. Das er selbst vorher schon mal auf dem Grundstück war, schließe ich aus. Das hätte bedeutet Spuren zu hinterlassen. Er ist vorsichtig, das war er schon immer und er plant seine Taten sehr gewissenhaft. Vielleicht ein Tip aus dem Jungs-Forum? Ein Auto mieten und runter fahren zu diesen vielen Landschulheimen in der Gegend.
Daher auch das anmieten eines KFZs mit deutschen Nummernschildern? Weil es dort weniger aufgefallen wäre, als an anderen Orten? Ansonsten wäre es doch sinniger gewesen, erst in Frankreich ein Auto zu mieten?


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Der schwarze Mann/Soko Dennis

gestern um 13:11
Zitat von jeandArcjeandArc schrieb:
Zitat von megavoltmegavolt schrieb:Aber bei der Frage, wie der Täter den Teich hinter den Mauern kennen konnte, der zu einem Anwesen gehört, das hps. von Deutschen besucht wurde, bin ich auf der Seite der Skeptiker.
Warun? Kannst du mir das nochmals erklären?
Ja, klar :-) . Ich wundere mich darüber, dass anscheinend von offizieller Seite so getan wird, als müsste man unbedingt dieses Anwesen kennen, von innen, damit man weiß, dass da ein Teich hinter der Mauer ist (den man sonst von außen nicht sieht). Dass dort ein Teich ist, ist Wissen, was im Prinzip jeder hätte erwerben können, indem er z.B. auf googleearth nachschaut. Das gabs damals schon und der Teich war da gut zu sehen. Und er war sicher auch auf topographischen Karten drauf, weil das ja ein altes Anwesen ist.
Deswegen denke ich, dass die Kenntnis über die Lage nicht auf einen kleinen Kreis Eingeweihter beschränkt gewesen sein muss.
Es wird vom Täter die Überlegung gewesen sein, die Leiche auf Privatgelände zu legen, auf das nicht jeder Einsicht hat. Das muss sich aber nicht auf Ney beschränken.


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Der schwarze Mann/Soko Dennis

gestern um 14:05
Zitat von megavoltmegavolt schrieb:Es wird vom Täter die Überlegung gewesen sein, die Leiche auf Privatgelände zu legen, auf das nicht jeder Einsicht hat. Das muss sich aber nicht auf Ney beschränken.
Ob privates oder öffentliches Gelände wird sicherlich keine Rolle gespielt haben.

Der Täter wird das Opfer dort ablegen, wo er sich auskennt, es möglichst nicht gefunden wird und wo er nicht auffällt.


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Der schwarze Mann/Soko Dennis

um 20:43
Zitat von oneeightsevenoneeightseven schrieb:Ansonsten wäre es doch sinniger gewesen, erst in Frankreich ein Auto zu mieten?
Dazu müsste man aber auch einen Ausweis vorlegen und zusätzlich noch per Bahn, Bus oder Flieger nach Frankreich kommen. Flieger hinterlässt wieder Spuren.
Zitat von megavoltmegavolt schrieb:Ja, klar :-) . Ich wundere mich darüber, dass anscheinend von offizieller Seite so getan wird, als müsste man unbedingt dieses Anwesen kennen, von innen, damit man weiß, dass da ein Teich hinter der Mauer ist (den man sonst von außen nicht sieht). Dass dort ein Teich ist, ist Wissen, was im Prinzip jeder hätte erwerben können, indem er z.B. auf googleearth nachschaut
Danke für deine Erklärung zu deinen Gedanken. Das war lange Jahre die Hypothese der franz. Ermittler. Sie jagten das franz. Phantom. Dessen Übergriffe fanden von 1982-1998 statt. Es gab keinen Mord an den Kindern in dieser Zeit. Und es waren Mädchen und Jungs.

Am Dienstag war nochmal ein Zeuge vor Gericht. Er hat sich erst 2021 auf einen erneuten Aufruf hin gemeldet. Er gab an, dass er auf einer Autobahntankstelle von einem Deutschen mit einem großen Auto, er vermutet einen BMW, nach seinem Osterurlaut 2004
angesprochen wurde. Dieser bittet ihn , für ihn zu Tanken, er würde ihm das Geld Bar geben. Was er auch gemacht hat. Diese Aussage wurde nach einer Überprüfung für glaubwürdig eingeschätzt. Nur, der Mann erkannte Ney vor Gericht nicht mehr . Wie man das Überprüfen konnte? Keine Ahnung.

Heute haben alle 4 Anwälte der Nebenklage ihre Plädoyers gehalten. Es gibt bis jetzt keine Zusammenfassung davon. Vielleicht wird jemand von euch Anderen fündig.

Ich stelle hier einen Artikel mit Bezahlschranke ein und werde die ersten Absätze, die jeder lesen kann hier einstellen. Ich glaube, dass ist erlaubt.
Zwischen „krimineller Handschrift“ und Zeugen „bestehen nur wenige Zweifel“, argumentieren die zivilrechtlichen Parteien
„Für mich gibt es in dieser Angelegenheit keinen Zweifel“. Vor dem Schwurgericht von Loire-Atlantique ist sich Me Corinne Herrmann dessen sicher.
Ja, Martin Ney, der seit dem 19. Mai in Nantes vor Gericht steht, ist tatsächlich der Mörder des kleinen Jonathan. „Stellen Sie sich ein Puzzle vor, Sie haben die Teile vor sich“, veranschaulicht die Anwältin der Schwester des 10-jährigen Jungen, der in der Nacht vom 6. auf den 7. April 2004 während einer Klassenfahrt in Saint-Brevin-les-Pins verschwunden ist.
„Das Bild, das dieses Puzzle ergibt, das ist er“. Er ist „der Mann in Schwarz“, der „Schwarze Mann“, der in Deutschland bereits wegen des Mordes an drei Kindern zu lebenslanger Haft verurteilt wurde. „Vielleicht fehlen ein paar Teile, aber das Bild ist trotzdem klar“, plädiert sie, überzeugt, dass der deutsche Pädokriminelle vor 22 Jahren Jonathan Coulom entführt, getötet und in einem Teich bei Guérande abgelegt hat.

Für die vier Anwältinnen der zivilrechtlichen Parteien, die am elften Tag des Prozesses Plädoyers halten sollen, haben sich die Dinge gezeichnet bei…
Wir wissen soo wenig über diese Verhandlung. Das psychol. Gutachten haben wir nicht mal am Rande mitbekommen. Die Zusammenfassungen waren spärlich und nichtssagend. Wir alle konnten uns überhaupt kein Bild machen. Jonathan und die Aufklärung seines Mordes wurde von den Medien nicht mehr gesehen. Und das tut mir so leid.
Wir werden sehen, wie das Gericht und die Geschworenen entscheiden.

https://www.lefigaro.fr/nantes/meurtre-du-petit-jonathan-entre-signature-criminelle-et-temoins-peu-de-doutes-subsistent-plaident-les-parties-civiles-20260603?msockid=1d189b395ccc6af53dfc8c545d6f6b48


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