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Der Zodiac Killer

395 Beiträge, Schlüsselwörter: Tod, Mord, Polizei, Mörder, Ungelöst, Killer, Fall, Zodiac

Der Zodiac Killer

23.07.2020 um 10:41
JestersTear
schrieb:
Worauf möchtest du denn hinaus?

Die naheliegendsten Antorten sind:

-nach SF wurde er sich nach zunächst wilden Ergüssen über die "doofe Polizei" so nach und nach seiner eigenen Verwundbarkeit bewusst
( bedenke: ohne das nur wenige Minuten vorhandene Mißverständnis betr. eines " Afroamerikaners" nach dem Taximord würden wir heute hier 51 Jahre später nicht mehr über den Zodiac reden!)

-und irgendwann war dann halt auch die maximale Aufmerksamkeit erreicht, der Kick ließ nach.
Statt über weitere Morde wurde stattdessen über Schulbusse, Anleitung zum Bombenbau , Folter-Phantasien und den Mount Diabolo schwadroniert.
Du widersprichst dir gerade selbst ein bisschen.

Ausgangspunkt war dass du gesagt hast du hältst es für durchaus wahrscheinlich dass er seine Mordserie an anderer Stelle fortgesetzt hat.
Ich habe dann entgegnet dass ich davon eben nicht ausgehe, da es überhaupt keine konkreten Anhaltspunkte mehr für weitere Morde gibt. Und er sich abgesehen von frei zugänglichen Tat-Infos nie mehr wieder konkret zu weiteren Taten geäußert hat.

Jetzt schreibst du wiederum davon dass ihm das Morden eventuell zu langweilig wurde.


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Der Zodiac Killer

23.07.2020 um 11:15
@SteamedHams

Nein, bitte genauer lesen ;-)

Ich habe nicht geschrieben, dass ihm das Morden zu langweilig wurde, sondern dass ihm klar gewesen sein dürfte, dass die Öffentlichkeit irgendwann abgestumpft sein wird, wenn er nur darüber schreibt.

Deshalb hat er in der Korrespondenz die Themen gewechselt.

Nirgendwo steht, dass ihm das Morden langweilig wurde.


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Der Zodiac Killer

24.07.2020 um 12:01
Jetzt habe ich mich etwas in die Sache reingelesen.
Die Empfindung, die ich damals bei Finchers Film hatte, verstärkt sich. Der Fall ist sehr "sperrig", um nicht zu sagen "konfus".
Was ist klar?
- die ersten beiden Mordfälle ähneln sich. Ein Paar wird an einem abgelegenen Platz in der Dunkelheit am See erschossen. Lässt zunächst auf einen feigen Täter schließen.
- der dritte Mordfall ist anders. Der Täter ist nicht mehr feige, sondern zeigt sich (wenngleich maskiert). Auch redet er mit den Opfern. Tatwaffe ist hier keine Pistole, sondern ein Messer.
- der Mord an dem Taxifahrer passt weder zu den ersten beiden Fällen noch zu dem dritten. Ungewöhnlich ist auch, dass er überhaupt Taxi fährt. Denn bei den anderen Fällen benutzte er einen eigenen Wagen.

weiter
- zwei Opfer von sieben überlebten. Das ist bemerkenswert, da der Täter bei der Tat nicht gestört wurde. Vermutung: Er sieht schlecht. Möglicherweise ein Brillenträger, der keine Brille trug.


Gäbe es die Briefe des Täters nicht, würde man die Fälle nicht unbedingt in Verbindung bringen, da zu jener Zeit wohl diverse Psychopathen in der Gegend waren (Stichwort. Karl Werner). Die Polizei verlangte in einem Fall auch weitere Details des Briefschreibers, weil man ihm nicht glaubte.


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Der Zodiac Killer

24.07.2020 um 14:24
@E.A.Poe

Die unterschiedlichen MO scheinen auffällig, sind es aber nicht wirklich. Der Täter war definitiv ein grandioser Narziss der sich darüber hinaus von der Furcht anderer ernährte. Auf diese Art und Weise wollte er vielleicht zeigen dass er an verschiedensten Orten auf verschiedene Art und Weise zuschlagen kann. Sein kriminelles "Genie" und kriminelle Finesse unter Beweis stellen. "Jeder muss nun Angst vor mir haben" sozusagen.

Ich gehe davon aus dass er schon länger verstorben ist. Leute aus diesem Täterkreis machen für gewöhnlich weiter, es sei denn sie werden gestoppt. BTK zB konnte es sich auch nach mehrjähriger Pause nicht nehmen lassen wieder in Erscheinung zu treten und wurde dann prompt mit der recht lustigen Floppy Disk Geschichte geschnappt. Zodiac hätte sicher auch weiter gemacht, aber etwas wird geschehen sein. Natürlicher Art oder eben auch nicht.

Mir persönlich ist eigentlich nur der Golden State Killer bekannt welcher es wohl schaffte sich zurück zu ziehen. Aber auch er wurde am Ende gefasst.


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Der Zodiac Killer

24.07.2020 um 15:15
vonCarstein
schrieb:
Ich gehe davon aus dass er schon länger verstorben ist. Leute aus diesem Täterkreis machen für gewöhnlich weiter, es sei denn sie werden gestoppt
Das würde auf Allein Leigh zutreffen. Er könnte gestoppt worden sein, als die Polizei 1971 auf ihn aufmerksam wurde. Die Briefe schrieb er vielleicht weiter, um so zu tun, als sei der Täter weiterhin aktiv. Kann sein, kann aber auch nicht sein.

Die Briefe, die der Täter schrieb, halte ich selber für uninteressant, was den Inhalt angeht. Interessant ist aber, dass die Polizei keinem der Verdächtigen die Handschrift zuordnen konnte. Das bedeutet schon fast, dass es keiner von denen war.

Eine andere Sache:
Am aufschlussreichsten ist sicherlich der Mord am Lake Berryessa, da es die Aussage von Brian Hartnell gibt. Obwohl Hartnell vergleichsweise lange mit dem Täter redete, ergibt sich aus seiner Aussage so gut wie nichts, außer dass der Täter behauptete, aus einem Gefängnis in Montana geflohen zu sein und dort einen Wärter erschossen zu haben.
Hartnell fragt ihn weiterhin, ob die Pistole geladen sei.
Die Frage, die Hartnell nicht stellt, ist, warum der Täter denn so eine komische Kleidung trägt. Wenn ich schon auf Smalltalk mache, wäre das die Frage, die mir am ehesten in den Sinn käme. Nicht, dass ich glaube, das hätte eine große Bedeutung, dass er die Frage nicht stellte, aber es fiel mir sofort auf, als ich den Ausdruck seiner Befragung durchlas.


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Der Zodiac Killer

24.07.2020 um 15:55
vonCarstein
schrieb:
Der Täter war definitiv ein grandioser Narziss der sich darüber hinaus von der Furcht anderer ernährte. Auf diese Art und Weise wollte er vielleicht zeigen dass er an verschiedensten Orten auf verschiedene Art und Weise zuschlagen kann. Sein kriminelles "Genie" und kriminelle Finesse unter Beweis stellen.
Man kann viel spekulieren. Meines Erachtens passen die Mordfälle 1 und 2 nicht mit 3 zusammen. (3 passt sehr stark mit dem 1963er-Mordfall in Gaviota Beach zusammen.)
Es kann durchaus sein, dass der Täter die Morde 1 und 2 nicht begangen hat, sondern nur 3 und den an dem Taxifahrer. Das Insiderwissen über die Morde 1 und 2 kann er auf anderem Weg erhalten haben - als Ermittler oder Journalist.


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Der Zodiac Killer

24.07.2020 um 17:20
E.A.Poe
schrieb:
- zwei Opfer von sieben überlebten. Das ist bemerkenswert, da der Täter bei der Tat nicht gestört wurde. Vermutung: Er sieht schlecht. Möglicherweise ein Brillenträger, der keine Brille trug.
Der Typ hatte am LB zwei gefesselte Opfer vor sich liegen, ein 30 cm langes Messer im Gurt und eine geladene Schusswaffe in der Hand ,sogar extra Hartnell auf Nachfrage das Magazin noch gezeigt.

Wenn der beide sofort hätte töten wollen... - ...hätte er sie definitiv totgekriegt!

Trotz Sehschwäche oder vergessener Brille ;-)
E.A.Poe
schrieb:
Die Frage, die Hartnell nicht stellt, ist, warum der Täter denn so eine komische Kleidung trägt. Wenn ich schon auf Smalltalk mache, wäre das die Frage, die mir am ehesten in den Sinn käme.
Hartnell hat nicht auf " Smalltalk" gemacht, sondern versucht, auf Deeskalation zu setzen.
Wenn er da den Henker nach der "komischen Kleidung" fragt, hätte es wahrscheinlich den Blattschuß gegeben, bevor der Z selbst mit sich einig war, doch lieber das Messer zu nehmen .
E.A.Poe
schrieb:
Es kann durchaus sein, dass der Täter die Morde 1 und 2 nicht begangen hat, sondern nur 3 und den an dem Taxifahrer.
Ich hatte ja bisher schon relativ exklusiv die Meinung, daß LHR nicht zwingend eine Zodiac-Tat sein mußte.
Aber ihm jetzt auch BRS wegzunehmen, obwohl unmittelbar danach der Anruf beim " Vallejo PD" einging und drei Wochen später wildeste Korrespondenz zu BRS einsetzte,ist schon ziemlich abstrus - und deswegen steige ich in Kürze auch aus.
Wer wäre denn dieser Theorie zufolge "der wahre Zodiac" gewesen? Der LHR/BRS - oder der LB/PH - Killer?
E.A.Poe
schrieb:
Das würde auf Allein Leigh zutreffen. Er könnte gestoppt worden sein, als die Polizei 1971 auf ihn aufmerksam wurde. Die Briefe schrieb er vielleicht weiter, um so zu tun, als sei der Täter weiterhin aktiv. Kann sein, kann aber auch nicht sein.
Kann nicht sein - die offizielle Z-Serie war schon fast zwei Jahre vorbei, als die Polizei auf Allen aufmerksam wurde.
vonCarstein
schrieb:
Auf diese Art und Weise wollte er vielleicht zeigen dass er an verschiedensten Orten auf verschiedene Art und Weise zuschlagen kann.
Als wahrscheinlich wird angesehen, daß "Lake Berryessa" eine Antwort auf den "Furlong/Snoozy"-Doppelmord war und mit dem Tatort des Taximordes vor der Hausüren der High Society in der Metropole SF maximale Aufmerksamkeit zu generieren war.
vonCarstein
schrieb:
Ich gehe davon aus dass er schon länger verstorben ist. Leute aus diesem Täterkreis machen für gewöhnlich weiter, es sei denn sie werden gestoppt.
Authentifizierte Briefe gingen immerhin bis 5 Jahre nach Beendigung der "offiziellen Serie" ein.
vonCarstein
schrieb:
es sei denn sie werden gestoppt. BTK zB konnte es sich auch nach mehrjähriger Pause nicht nehmen lassen wieder in Erscheinung zu treten und wurde dann prompt mit der recht lustigen Floppy Disk Geschichte geschnappt. Z
Das ist interessant: Ich habe kürzlich noch einen Artikel über Serienmörder gelesen , die "einfach so" aufgehört haben. Rader wurde definitiv auch erwähnt.
Dummerweise hatte ich den Artikel nicht gespeichert und gerade noch mal vergeblich gesucht,immerhin noch was ähnliches gefunden: hier werden z.B. "gutfunktionierende Beziehungen" oder auch " das Alter" als Gründe für das "Nachlassen von Aktivität genannt.
Der SF-Killer wurde als "Mitte Dreißig bis Mitte 40 beschrieben, eher bereits Anfang vierzig."

Evtl. hatte er nach Presidio-Heights seine durchaus bemerkenswerte Midlife-Crisis bewältigt ;-)

https://www.smh.com.au/world/north-america/do-serial-killers-just-stop-yes-sometimes-20180428-p4zc5w.html
vonCarstein
schrieb:
Zodiac hätte sicher auch weiter gemacht
Ja, zumindest temporär - nur eben woanders.


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Der Zodiac Killer

24.07.2020 um 17:39
JestersTear
schrieb:
Aber ihm jetzt auch BRS wegzunehmen, obwohl unmittelbar danach der Anruf beim " Vallejo PD" einging und drei Wochen später wildeste Korrespondenz zu BRS einsetzte,ist schon ziemlich abstrus - und deswegen steige ich in Kürze auch aus.
Wer wäre denn dieser Theorie zufolge "der wahre Zodiac" gewesen? Der LHR/BRS - oder der LB/PH - Killer?
Das solltest du dir überlegen, ob du aussteigst. Immerhin bin ich wegen dir eingestiegen. Es ist selten, dass man Leute trifft, die sich in ein Thema reinbeißen.
Das Thema Zodiac ist meines Erachtens komplett offen. Warum sollte man Äußerungen unterbinden? Ich selber habe keine Idee, wer es war. Graysmith selber glaubt, dass es Allen war - vermutlich deshalb weil Graysmith sich in Allen (was das Talent angeht) selber erkennt. Allen war ein hochtalentierter Mann, was Tauchen angeht (kalifornischer Staatsmeister). Daraus schlussfolgert Graysmith, dass er auch auf anderen Gebieten "Höchstleistungen" erbringen kann. Das ist für mich durchaus nachvollzioehbar.


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Der Zodiac Killer

24.07.2020 um 17:52
E.A.Poe
schrieb:
Warum sollte man Äußerungen unterbinden?
Das ist nichts persönliches gegen dich und es geht definitiv nicht um das "Unterbinden von Äußerungen", ganz im Gegenteil, ich freue mich über jeden, der sich für das Thema interessiert.

Aber ein gewisser Sinngehalt ist schon irgendwie erforderlich, denn...
E.A.Poe
schrieb:
vermutlich deshalb weil Graysmith sich in Allen (was das Talent angeht) selber erkennt. Allen war ein hochtalentierter Mann, was Tauchen angeht (kalifornischer Staatsmeister). Daraus schlussfolgert Graysmith, dass er auch auf anderen Gebieten "Höchstleistungen" erbringen kann. Das ist für mich durchaus nachvollzioehbar.
...mit so einer Argumentation wäre für mich eher Bob Beamon als Arthur Leigh Allen der Hauptverdächtige!

Mit Verlaub: an der "wissenschaftlichen Quelle Graysmith" werde ich schon noch eine Zeit zu knabbern haben.

Aber immerhin hast du mich auf eine Idee gebracht: den Typen kann man bestimmt auf Facebook zum Thema stalken ,dann müßte ich mich nicht hier an ihm abarbeiten ;-)


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Der Zodiac Killer

24.07.2020 um 18:44
JestersTear
schrieb:
Mit Verlaub: an der "wissenschaftlichen Quelle Graysmith" werde ich schon noch eine Zeit zu knabbern haben.
Es geht darum, was man in einer wissenschaftlichen Arbeit zitieren kann. Graysmith ist einer der wenigen Texte zum Thema, die als Druck vorliegen. Natürlich kann man jederzeit aus Drucksachen der Polizei zitieren, das ist sogar noch besser. Zitate von irgendwelchen Webseiten, die selber keine Quelle angeben, sind zu vermeiden.
Wie ich schon vorher in einem Beitrag schrieb, ist das Buch von Graysmith keine wissenschaftliche Arbeit. Das sieht man allein daran, dass er selber keine Quellen angibt. Das ist ärgerlich. Trotzdem ist das Buch in bestimmten Punkten zitierbar, wenn es "glaubwürdig" ist.


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Der Zodiac Killer

24.07.2020 um 19:47
JestersTear
schrieb:
Aber immerhin hast du mich auf eine Idee gebracht: den Typen kann man bestimmt auf Facebook zum Thema stalken ,dann müßte ich mich nicht hier an ihm abarbeiten ;-)
Warum willst du den Mann stalken? Er trägt mehr zur Aufklärung des Falls bei als jeder andere.


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Der Zodiac Killer

24.07.2020 um 20:36
E.A.Poe
schrieb:
Er trägt mehr zur Aufklärung des Falls bei als jeder andere.
Das ist jetzt nicht dein Ernst, oder?

Sein einziger Beitrag zum Fall war das Anschwärzen eines sehr wahrscheinlich unschuldigen Mannes, der zu diesem Zeitpunkt bereits 14 Jahre für die Ermittler "raus" war.

ALA war mit Sicherheit kein angenehmer Mensch und irgendwie hat er sich die Suppe durch Selbstbezichtigungen in Kombi mit Angeberei, einer der Hauptverdächtigen zu sein, auch selbst mit eingebrockt.

Laut Wiki geht sein "Expertentum" so weit, daß sich "sogar die NY Post" an ihn wendete", als im Big Apple der Copycat unterwegs war.
Ich habe 15 Jahre regelmäßig Sportberichterstattung in New Yorker Medien verfolgt: die "Post" ist ungefähr so seriös wie ihr deutsches Äquivalent mit den vier großen Buchstaben.

Seit Graysmith hält jeder , der irgendwie mal was vom Zodiac gehört hat, ALA für den Täter.
Die Geister, die er selbst rief, hat er bis zu seinem Tod sechs Jahre später nicht mehr zurück in die Flasche bekommen.

Ich kann dir noch weitere 25 Artikel wie den da unten bringen, wenn du möchtest. Unterstrichen das besonders Bemerkenswerte zu Graysmith:
History will forever link the name of Robert Graysmith to the notorious Zodiac murders. This, of course, is no accident. For more than twenty years, Graysmith has seized every opportunity to exploit the tragedy for his own benefit. With the re-release of ZODIAC: UNMASKED, Graysmith is once again claiming that he has identified one of America's most elusive serial killers, and once again, he is determined that the truth should not stand in his way.

Graysmith's two books about the still-unsolved case have been widely discredited by critics, researchers, investigators, witnesses and others, yet his largely fictional accounts have served as the basis for a new major motion picture directed by David Fincher (Se7en, Fight Club). As the cartoonist-turned-crime writer is immortalized on film, audiences are entitled to know the true story behind the career and character of a Zodiac scavenger.

When the Zodiac crimes first began in the late 1960s, Robert Graysmith was a political cartoonist employed at the San Francisco Chronicle. The killer who called himself "the Zodiac" sent many letters to the Chronicle from 1969 to 1974. Graysmith was not involved in the case or the investigation.

By 1976, Graysmith obtained a copyright for his own book about the Zodiac case. In December of 1980, Graysmith had said that his book would be published by Norton and available in 1981. The last entries in Graysmith's book are dated around this time. In 1983, columnist Herb Caen wrote an article stating that Graysmith's book, then titled "THIS IS THE ZODIAC SPEAKING," would be published by St. Martin's Press and available in the fall of that year. It would be three more years before the book appeared with the title ZODIAC. When released in 1986, ZODIAC was a best seller, and became known as the definitive account of the case. However, Graysmith's story of the Zodiac's murders, methods and motives was incomplete, and major portions of the book are now obsolete.

ZODIAC promised to present "the complete text" of the Zodiac letters, going so far as to guarantee readers, "In this book, for the first time, is every word Zodiac wrote..." On page 152, Graysmith proves otherwise. When describing the Zodiac's thirteenth letter, Graysmith claims the letter is "reprinted completely here for the first time," yet immediately seems to forget this promise and proceeds to delete the first portion of the text. Graysmith makes other, similar omissions throughout the book.

Graysmith claimed that investigators had escorted him to the crimes scenes to describe how the attacks had happened. Despite this assistance, Graysmith's book inaccurately identified the locations of three of the Zodiac's four crimes.

As an amateur sleuth, Graysmith concocted many unsubstantiated theories, including the idea that Zodiac was killing according to some astrological pattern. Graysmith told readers of ZODIAC that he had finally solved one of the Zodiac's mysterious codes; however, FBI cryptographers stated that his solution was not valid.

Armistead Maupin, a San Francisco Chronicle columnist and author of the popular series "Tales of the City," had been an unwitting participant in a scandal concerning a forged "Zodiac" letter. In an interview with United Press International writer Richard M. Harnett, Maupin said, "I think the public has already been terrified far too much by this boogeyman story," and expressed concerns that Graysmith's book would revive the hysteria surrounding the unsolved mystery. Maupin's words proved prophetic when, shortly after the publication of Zodiac, more hoaxes and forged letters plagued police and the public.

The boogeyman story began all over again on the other side of the continent when a man responsible for several shootings in New York began to send letters to local newspapers and claimed to be the Zodiac. Police eventually captured the copycat, and a search of his belongings produced a well-thumbed copy of Graysmith's book. Some critics argued that the crime spree might have been avoided had Graysmith not provided such a sensational and glorified portrait of the Zodiac as inspiration.

Richard Harnett's review of Zodiac appeared in The Los Angeles Times on February 9, 1986, and offered some of the only media criticism of the book. Harnett wrote that a "good account of all the facts in the Zodiac affair would have been a valuable contribution ... but Graysmith, a newspaper cartoonist, took on the role of amateur sleuth rather than historian ... He neglects those parts of the historical record that don't fit into his scenario."

Most of Graysmith's scenarios revolved around Arthur Leigh Allen, a convicted child molester who first came to the attention of authorities in 1971 when an estranged friend told police Allen had confessed his intent to commit crimes similar to those of the Zodiac. The former friend had once complained to Allen's brother that the suspect had made improper advances toward his young daughter, but the friend did not reveal this allegation to police. Investigators did not question the suspect or the accuser about this possible motive to implicate Allen. The subsequent investigation by police in San Francisco and nearby Vallejo included the search of a trailer owned by Allen; however, investigators failed to uncover any evidence to link Allen to the Zodiac crimes. Allen once again came under scrutiny when the California Department of Justice conducted a review of the original Zodiac investigation, but authorities found no evidence to link Allen to the unsolved murders.

After Graysmith's book and its thinly veiled portrait of Allen made the suspect the subject of local curiosity, another man from Allen's past came forward and claimed Allen had confessed his intent to commit a Zodiac-like crime. Police had arrested Allen and the accuser more than 30 years earlier during a fight between the two men. The informant had committed several armed robberies and hoped to avoid a prison sentence by implicating Allen. The Vallejo police captain and a retired detective launched another investigation and eventually searched Allen's home. This investigation also failed to connect Allen to the Zodiac crimes but Allen's identity as the prime suspect in the unsolved murders reached the newspapers, local television news and even the syndicated tabloid shows A Current Affair and Geraldo Rivera's Now It Can Be Told.

In interviews conducted shortly before he died in 1992, Allen repeatedly declared his innocence and complained of harassment from the police and others. News reports of Allen's death often quoted Graysmith's book and repeated erroneous information about the suspect, further blurring the distinction between Allen and his fictional counterpart.

Graysmith's questionable efforts to link Allen to the crimes began in the introduction to Zodiac, where he informed readers that "one of the Zodiac's victims may have known his true name" and "this victim, in the act of turning Zodiac into the police, had been murdered." According to Graysmith, the victim in question, Darlene Ferrin, engaged in an intense argument with a mysterious stranger Graysmith believed to be a man identified only as "Lee," the nickname often used by Arthur Leigh Allen. In Graysmith's scenario, a car chase to Blue Rock Springs Park ended when the stranger approached Ferrin's vehicle, uttered her nickname, and proceeded to open fire on the victims. Ferrin's companion lived to tell a very different story and the original police reports effectively refute Graysmith's version of events.

Graysmith would later claim that a witness and his sister had heard Ferrin and her killer arguing just before the shooting occurred. The witness in question never claimed to have heard such an argument and he told police a very different story. The witness did not have a sister.
http://www.zodiackillerfacts.com/graysmith.htm


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Der Zodiac Killer

24.07.2020 um 21:11
JestersTear
schrieb:
Das ist jetzt nicht dein Ernst, oder?

Sein einziger Beitrag zum Fall war das Anschwärzen eines sehr wahrscheinlich unschuldigen Mannes, der zu diesem Zeitpunkt bereits 14 Jahre für die Ermittler "raus" war.
Er hat die ganze Sache ins Rollen gebracht. Ohne Graymith kein Fincher, kein Voigt. Darf ich fragen, wie alt du bist? Wer Bob Beamon kennt, muss ziemlich alt sein, jedenfalls älter als ich.
Anyway, ich denke, dass Graysmith für die meisten Zodiac-Nerds DAS Vorbild ist. Sie versuchen dann einen anderen Verdächtigen aus der Tüte zu zaubern. Voigts "Gaikowski" ist vielleicht derjenige, der am nächsten kommt. Aber wo ist das Motiv?
Es reicht nicht, mit Landkarte und Stoppuhr Analysen zu machen.


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Der Zodiac Killer

24.07.2020 um 21:24
E.A.Poe
schrieb:
. Darf ich fragen, wie alt du bist? Wer Bob Beamon kennt, muss ziemlich alt sein, jedenfalls älter als ich.
Für wie alt würdest du mich denn schätzen , wenn ich dir sagen würde, daß ich nicht nur Bob Beamon, sondern auch Jesse Owens, Otto von Bismarck oder Julius Caesar kenne, natürlich nicht persönlich ;-)

Ich denke mal,das ist keine Frage des Alters!

Wir reden von den späten 60ern, du sprachst "Höchstleistungen" an und ich habe logischerweise mit Bob Beamon geantwortet. Es hätte auch Neil Armstrong sein können.
E.A.Poe
schrieb:
Anyway, ich denke, dass Graysmith für die meisten Zodiac-Nerds DAS Vorbild ist.
Ne, die machen sich über ihn lustig.
E.A.Poe
schrieb:
Aber wo ist das Motiv?
Das wurde auf den letzten zehn Seiten ausführlich besprochen. Du musst da nicht d'accord gehen, aber erzähle du mir dann was über mögliche Motive.

Noch einmal, das ist überhaupt nichts persönliches und ich find´s klasse, daß hier noch jemand ersthaft mitmischen möchte.

Nenne mir bitte eine vernünftige Aussage von Graysmith, über die ich wenigstens leise Schmunzeln und nicht laut lachen muß , wie z.B. dieser Tauchvergleich.


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Der Zodiac Killer

24.07.2020 um 21:38
JestersTear
schrieb:
Für wie alt würdest du mich denn schätzen , wenn ich dir sagen würde, daß ich nicht nur Bob Beamon, sondern auch Jesse Owens, Otto von Bismarck oder Julius Caesar kenne, natürlich nicht persönlich ;-)
Okay.
JestersTear
schrieb:
Nenne mir bitte eine vernünftige Aussage von Graysmith, über die ich wenigstens leise Schmunzeln und nicht laut lachen muß , wie z.B. dieser Tauchvergleich.
Das war eigentlich das beste, was ich drauf hatte. Aber das ist auch nur für Leute, die sich in Psychologie auskennen.
Die Polizei hat's damals nicht gecheckt und deshalb sind sie auch gescheitert. Wer bloß mit Landkarte und Stoppuhr fährt, kann so einen Fall nicht lösen.


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Der Zodiac Killer

24.07.2020 um 21:43
E.A.Poe
schrieb:
Aber das ist auch nur für Leute, die sich in Psychologie auskennen.
Falls dir mal jemand in schwarzer Henkerskapuze mit einem Fadenkreuz auf der Brust und mit einer Knarre in der Hand gegenüberstehen sollte: frage ihn besser niemals, was die "komische Verkleidung" soll ...:-)

Nein, jetzt aber im Ernst, lassen wir das, wir kommen nicht weiter, aber das ist ja auch nicht schlimm, viel Spaß noch...


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Der Zodiac Killer

24.07.2020 um 21:46
JestersTear
schrieb:
Nein, jetzt aber im Ernst, lassen wir das, wir kommen nicht weiter, aber das ist ja auch nicht schlimm, viel Spaß noch...
Zumindest hoffe ich, dass du weiter hier mitmischst. Bis dann ...


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Der Zodiac Killer

25.07.2020 um 09:49
E.A.Poe
schrieb:
Zumindest hoffe ich, dass du weiter hier mitmischst. Bis dann ...
Tut mir leid, falls das gestern so rübergekommen ein sollte, als wollte ich dir irgendwas... .
Mir geht es um das Buch, ich hoffe,das wurde deutlich ;-)
Immerhin hattest du Anfang der Woche noch gesagt ,außer dem Film noch gar keinen Bezug zum Fall zu haben.
Ein eher zweifelhaftes Buch ist kein guter Einstieg.

Ich wollte nach meinem Beitrag vom 08.07. ("Abschließende Bewertung") sowieso hier aussteigen.
Nicht wegen "unwürdiger Mit-Diskutanten" (Quatsch!), sondern weil das Posten in diesem Thread ziemlich zeitintensiv war und aus meiner Sicht eigentlich alles gesagt ist.

Außer, du begründest mir plausibel, warum Robert Graysmith doch recht haben könnte ;-)


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Der Zodiac Killer

25.07.2020 um 15:28
JestersTear
schrieb:
Immerhin hattest du Anfang der Woche noch gesagt ,außer dem Film noch gar keinen Bezug zum Fall zu haben.
Das stimmt. Mittlerweile habe ich 20 % von "Zodiac Unmasked" (Kindle-Version) gelesen. Eigentlich wollte ich mit dem Buch aus den 80er-Jahren anfangen, aber das gibt es im Original nicht als eBook.
JestersTear
schrieb:
Ein eher zweifelhaftes Buch ist kein guter Einstieg.
Es ist der einzige Einstieg, der Sinn macht, weil Graysmith bei dem Fall von Anfang an dabei war. Das ist sozusagen "Pflichtlektüre". Ob man die Schlüsse, die er zieht, teilt, ist eine ganz andere Sache. Er setzt am Anfang des Buches sehr stark auf die Aussage von Cheney, die meines Erachtens zweifelhaft ist, wenngleich man Cheney einem Lügendetektortest unterzogen hat.
Ich lese aber nicht nur das Buch, sondern sehe mir auch andere Sachen an, etwa die Polizeidrucksache mit der Befragung von Hartnell. Die Beschreibung des Täters hilft uns nicht wirklich weiter, wenngleich bei einer Größe von 6' feet (182 cm) ein Gewicht von 200 Pfund angegeben wird. Das ist wirklich schwer, ein erwartetes Gewicht bei dieser Größe wäre 160 Pfund.


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Der Zodiac Killer

25.07.2020 um 15:38
JestersTear
schrieb:
Falls dir mal jemand in schwarzer Henkerskapuze mit einem Fadenkreuz auf der Brust und mit einer Knarre in der Hand gegenüberstehen sollte: frage ihn besser niemals, was die "komische Verkleidung" soll ...:-)
Das wäre eine Frage, die ich zumindest eher stellen würde als die, die Hartnell stellte, nämlich ob die Waffe geladen sei.
Weißt du, was da hätte passieren können?
Der Täter hätte einfach schießen können, und nachdem er Hartnell getroffen hat, sagen können: "Ja, ich glaube, die ist geladen."


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