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Der Mordfall Weimar

2.980 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Doppelmord, Kindermord ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Der Mordfall Weimar

05.07.2020 um 12:38
Zitat von frauzimtfrauzimt schrieb:Dieser Mythos "in den USA durch eigene Kraft und Geschäftstüchtigkeit zu Wohlstand gelangen", besteht heute noch. (Trump zerlegt den Traum gerade. Mal gucken, wie erfolgreich)
Und Merkel zerlegt ganz Deutschland. Wenn man es schon nicht lassen kann, Politik einzubringen, dann sollte man den Besen doch zuerst vor der eigenen Haustür schwingen ;)
Sorry fürs OT.

Das MW ihre Kinder getötet hat, dürfte ziemlich klar sein...die ganzen Indizien, ihre ständigen Lügen, die vielen Widersprüche, all das spricht dafür, das sie die Täterin war.
Was mich jedoch stört, ist die Tatsache, das man mit ihrem Mann so sorglos umging. Keine richtige u.vollständige Überprüfung seiner Kleidungsstücke, kein nachprüfen seiner Aussagen (man hatte sich einfach darauf verlassen, was er erzählte), seine Sprüche, wie z.B.: "Wenn ich es war, muß ich wohl einen Blackout gehabt haben"...u.sw., das sind Dinge, die mich stören.


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Der Mordfall Weimar

05.07.2020 um 13:02
Zitat von JamegumbJamegumb schrieb:Diese scheußliche Person hätte ja mit dem verlogenen Soldaten durchbrennen können. Die beiden Mädchen wären versorgt gewesen. Vielleicht besser, als es vorher der Fall war. Durch Mutter, Großmutter, Schwester... Was in ihrem Kopf vorging, als sie die Mädchen tötete? Dafür gibt es allenfalls Erklärungsversuche. Verstehen werde ich es nie können. Sie machte sich Gedanken darüber, den Schulranzen, den man ja nun nicht mehr brauchte, zurückzugeben und wann sie ihren Kevin wiedersehen könnte. Widerlich!
Über fast alle Fälle, die hier diskutiert werden könnte man sagen:
Warum?
Warum hat der Täter- die Täterin- sich so verhalten?
Sie hätte doch dieses oder jenes tun können.
Sie hätten sich mit der jeweiligen Situation abfinden können.
Zitat von JamesRockfordJamesRockford schrieb:Aber auch wenn MW sich aus dem toten und piefigen Zonenrandgebiet etwas mehr Leben in ihrem Leben hätte haben wollen, hätte sie dafür nicht ihre Kinder umbringen müssen. Sie hätte sie mitnehmen können, oder beim Vater lassen können. Über dieses Fazit stolpere ich immer wieder.
@JamesRockford
@Jamegumb
Ihr äussert euch ähnlich. Diese Überlegungen treffen auf fast jeden Fall zu.

Die Mutter der Kinder wurde schuldig gesprochen, dafür sahen die Gerichte Gründe.
Wenn sie die Taten tatsächlich begangen hat, geschahen sie in einem hochemotionalen Moment. Aus egoistischen Gründen,- sicher -, aber die Vernunft war wohl abwesend.

Nicht jede Mutter liebt ihr Kind über alles. Das ist leider so. Es gibt Mütter (und Väter), die ihre Kinder nicht so lieben können, wie es sein sollten und wie es ein Kind braucht.

Wenn Frau Weimar neben ihrem Leben einen Liebhaber hatte und von dem hin und weg war, sogar Auswanderungsgedanken hatte, dürften die Töchter schon eine weile um einiges zu kurz gekommen sein. Hat man gehört, dass sie deshalb innerlich zerrissen war? Dass sie das bedauert hat? Dass sie versucht hat, das irgendwie gut zu machen?

Vielleicht hatte sie diese Empfindungen nicht. Vielleicht dachte sie, jetzt bin ich endlich dran.
Vielleicht spürte sie, dass sie ihren Liebhaber verliert und geriet dadurch in Panik?
Vielleicht hat sie in dem Moment, als sie alles zerstört hat, auch ihren Mann verletzen wollen, in dem sie ihm die Kinder nimmt?

Mir geht es auch so, dass ich mich über ihre Schuld oder Unschuld nicht äussern kann/will.
Sie wurde letztendlich verurteilt, weil die Indizien erdrückend waren und ein Motiv lag praktisch auf dem Silbertablett.

Die Frage nach einem anderen Ausweg aus der Misere, könnte man fast jedem Täter stellen.
Zitat von Pestilenz_61Pestilenz_61 schrieb:Und Merkel zerlegt ganz Deutschland. Wenn man es schon nicht lassen kann, Politik einzubringen, dann sollte man den Besen doch zuerst vor der eigenen Haustür schwingen ;)
Sorry fürs OT.
@Pestilenz_61
...ja, dafür bin ich auch bekannt (Ironie)
Deine Bemerkung ist vollkommen OT.
Ich habe in einer Unterhaltung über den Amerikanischen Traum bemerkt, dass er immer noch wirkt und immer noch junge Frauen davon träumen, durch eine Ehe mit einem US-Soldaten in die USA zu kommen. Das wird aufhören, wenn dieser Traum nicht mehr geträumt wird.
Was gibt es, an dieser Überlegung zu mosern?


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Der Mordfall Weimar

05.07.2020 um 13:04
Zitat von Pestilenz_61Pestilenz_61 schrieb:Und Merkel zerlegt ganz Deutschland. Wenn man es schon nicht lassen kann, Politik einzubringen, dann sollte man den Besen doch zuerst vor der eigenen Haustür schwingen ;)
Sorry fürs OT.
Wenn schon, dann reden wir über Helmut Kohl, der 1986 regierte. Aber es wird auch immer wieder betont, dass Reinhard W. gut verdiente. Es wäre vllt auch eine Wohnung in Bad Hersfeld drin gewesen. Nicht der Nabel der Welt, aber immer noch besser als Röhrigshof. Ich war dort und ich war froh, als ich wieder abfahren konnte. Da ist es so einsam, dass nicht einmal Fuchs und Hase gut Nacht sagen, sondern schweigend aneinander vorbei gehen. Weiß der Teufel, wieso es Reinhard dort so gut gefallen hat. Es wird wohl an minimalistischen Ansprüchen gelegen haben und an einem ausgeprägten Heimat-Gefühl.

@frauzimt: nee, oftmals spielt Habgier eine Rolle. Schnaitach, Koblenz, Fischbach, Parkhausmord München etc.
Da ist noch rudimentäres Verständnis vorhanden.


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Der Mordfall Weimar

05.07.2020 um 13:29
Zitat von JamesRockfordJamesRockford schrieb:Bei aller Naivität und infantilen Träumen von Ballkleidern seitens MW fehlt mir aber der Grund, seine Kinder dafür umzubringen.
M. W. erzählte Pratt beim Kennenlernen, daß sie 2 Kinder und einen Ex-Mann hat. Pratt ging also mit der Vorstellung eine geschiedene Frau zu daten in diese Beziehung. Als er dann bei MW zu Hause war, traf er auf den Ehemann und merkte das sie eben (noch) nicht geschieden war.
Monika Weimar erzählt ihm, daß sie zwei Kinder hat. Pratt findet das in Ordnung, er mag Kinder: "Wenn ich Kinder nicht liebte, hätte ich selbst keine." Er erinnert sich aber auch an noch etwas: "Sie sagte mir, sie hätte Kinder und einen Ex-Mann. Später fand ich heraus, daß es ihr tatsächlicher Mann war." Er meinte, Monika Weimar sei von ihrem Mann geschieden, doch "es stellte sich heraus", daß sie sich nur von ihrem Mann "scheiden zu lassen wünschte".
https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-8649347.html


Leider finde ich das Video nicht mehr online, wegen der Quelle: Pratt erzählt ab ca. Min. 02:35 wie er bei Weimars im Wohnzimmer sitzt als RW überraschend hinzukommt. (Quelle war Spiegel TV)

Dateianhang: Der-Mordfall-Weimar_Spiegel-TV.compressed.mp4 (convert-video-online.com).mp4 (12652 KB)

Danach fragte Pratt sie wohl andauernd über den Fortschritt der Scheidung und wurde Woche um Woche vertröstet. Am Wochenende vor der Tat stellte er ihr ein Ultimatum und flirtete zudem mit der unverheirateten und kinderlosen Frau nachdem er ihr die Kette die sie ihm geschenkt hatte auf den Tisch knallte.
Zitat von JamesRockfordJamesRockford schrieb:Sie hätte sie mitnehmen können, oder beim Vater lassen können.
MW wollte die Kinder nicht beim Vater lassen, sie wollte die Kinder mitnehmen, wusste aber nicht wie bei einer Scheidung entschieden worden wäre (Sorgerechtsteilung, Besuchsrecht usw. …). Und R. W. machte wohl im Vorfeld klar das er keine Scheidung will.

Man muss sich da jetzt in MW versuchen reinzuversetzen:

  1. Total verknallt in Pratt, dem sie wenn sie frei wäre überall hin folgen würde
  2. Der Ehemann der keine Scheidung will und mglw. um das Sorgerecht der Kinder kämpfen wird
  3. 2 Kinder die sie keinesfalls verlieren will
  4. Pratt der endlich Beweise für die eingereichte Scheidung sehen wollte und davon seine Verlängerung in Deutschland abhängig macht
  5. Pratt der ihr überdeutlich zeigte das er auch eine andere haben kann
  6. R. Weimars angeblicher Satz in der Nachtversion „jetzt bekommt keiner von uns die Kinder“



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05.07.2020 um 13:36
@margaretha
Die Familie, die Pratt verschwiegen hat, seine eigenen Kinder, lässt du einfach mal weg?


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05.07.2020 um 13:45
Zitat von margarethamargaretha schrieb:2 Kinder die sie keinesfalls verlieren will
Bringt man Kinder um, die man keinesfalls verlieren will?


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05.07.2020 um 13:53
Zitat von JamegumbJamegumb schrieb:Die Familie, die Pratt verschwiegen hat, seine eigenen Kinder, lässt du einfach mal weg?
Ne, angeblich hat er ihr ja von seiner Familie und der Scheidung (die zu dem Zeitpunkt entweder noch lief oder schon durch war, who knows?) erzählt.
Zitat von JamesRockfordJamesRockford schrieb:Bringt man Kinder um, die man keinesfalls verlieren will?
Manche sollen genau das tun um sie nicht an den verhassten Ex zu verlieren.

Außerdem, finde ich diesen Satz den MW -nach zuvor schon etlichen Anpassungen ihrer Aussagen- in der Nachtversion ihrem Mann in den Mund legte psychologisch schon sehr aussagekräftig. RW soll zu ihr gesagt haben, daß nun keiner die Kinder bekommt.
Da die Nachtversion für mich anhand verschiedenster Indizien reinster Bullshit ist und so nicht stattgefunden haben kann, sagt sie doch genau das was sie denkt, wie auch in ihrem 1. dilettantischem Brief mit dem sie ihn zu belasten versuchte.


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05.07.2020 um 14:10
Zitat von margarethamargaretha schrieb:sehr aussagekräftig. RW soll zu ihr gesagt haben, daß nun keiner die Kinder bekommt
Genau. Da hat sie unbewusst einmal ihre wahren Gedanken geäußert, wo sie doch ansonsten permanent gelogen hat, dass sich die Balken biegen.


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07.08.2020 um 12:25
Ich habe mich mit diesem Fall bisher nicht befasst, kann mich aber gut daran erinnern, daß er damals durch die Medien ging. Jetzt habe ich mit den Film MW und der Kindermord angesehen und ja, ich denke das es die Mutter war. Allerdings bleibt die Frage, wie hat sie es geschafft, das ältere Mädchen, ohne Fußabdrücke zu hinterlassen, über den Brennnesselbusch zu bekommen? Laut Video hätte sie das tote Kind über eine Distanz von 3 Metern WERFEN müssen. Ein für.mich unmögliches Szenario. .


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07.08.2020 um 16:53
@AmyAnne
Ich stelle mir das nicht allzu schwer vor. Eine nicht so schwache Frau trägt ohne weiteres ihr Kind auf dem Arm. Mein Sohn wollte immer, dass ich ihn fliegen lasse. Ich nahm ihn bei einem Bein und den Arm auf der selben Seite und dreht mich schnell um die eigene Achse. Mein Sohn streckte die andere Hand und Bein aus und schwebte auf diese Art um mich rum (wie auf einem Karusell.) Wenn ich ihn losgelassen hätte, wäre er meterweit gefallen.
Das konnte ich gefahrlos mit ihm machen,etwa bis er in die Schule kam. Andere Mütter kennen das bestimmt auch. Ich kann aber nicht sagen, wieviele Kilo er hatte. Wie gesagt, eine kräftige Frau kann das, weil die Zentrifugalkraft das Kind nach aussen zieht.
M.W. war Krankenschwester, somit war sie kräftig und kundig genug, mit Körpern so umzugehen.


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07.08.2020 um 19:20
Zitat von AmyAnneAmyAnne schrieb:Laut Video hätte sie das tote Kind über eine Distanz von 3 Metern WERFEN müssen. Ein für.mich unmögliches Szenario. .
Hallo AmyAnne,

vielleicht vom Begriff
WERFEN
wegdenken und hin zum STOßEN. Die Frau hatte gerade ihre Kinder getötet und vermutlich viel Adrenalin im Körper. Und schwer waren die beiden ja nicht.

Ich kann es nachvollziehen, dass die Distanz von 3 m machbar ist, da ich mein Kind auch schon mal heftig weggestoßen habe (hier allerdings wegen einem nahenden Auto).

@Hathora
Hat auch eine denkbare Erklärung dazu.


Vielleicht hat sie es auch ähnlich wie beim s.g. Baumstammweitwurf gemacht:


BaumstammweitwurfOriginal anzeigen (0,3 MB)



Der Fall ist sehr traurig.


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Der Mordfall Weimar

07.08.2020 um 19:41
Zitat von jadajada schrieb:da ich mein Kind auch schon mal heftig weggestoßen habe
Aber da hat das Kind selber Spannung im Körper und bewegt sich dann mit dem Stoß mit.
Ein toter Körper reagiert ja gar nicht, da muss alle Kraft vom Werfenden/ Stoßenden ausgehen.
Aber mit dem Adrenalin hast du recht, das kann auch eine Menge bewirken.


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07.08.2020 um 20:12
Das Kind muss im Bogen fliegen. Und beim im Kreis schleudern muss man es im richtigen Moment loslassen. Zudem liegt es dann nicht ordentlich da, sondern ganz "verdreht".

Jemand der 50 kg wiegt wird 20 kg wohl kaum, auch mit Adrenalin und als Krankenschwester so werfen können, dass der Körper auf dem Rücken liegen bleibt.


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07.08.2020 um 20:14
@Bundeskanzleri
Da hast du natürlich recht. Ich gehe nicht von einer "liebevollen" Verbringung zum Auffindeort aus. Meine Gedanken dazu sind eh schon pietätlos.

@AmyAnne
@Hathora
Fakten für eine weitere Diskussion zur Verbringung:

Lt. der Vermisstenanzeigen:
Melanie Weimar: 140 cm groß, 35 kg
Karola Weimar: 120 cm groß, 26 kg

Quelle: "Mordakte Monika Weimar" von Petra Chichos (auf Wunsch suche ich die Position raus)

1. Ich weiß nicht, wieviel mein Kind aktuell wiegt. Die o.g. Aussagen sind schon sehr genau.
2. Nach meinem persönlichen Eindruck (sh. Bild unten), sind die Gewichtsangaben in der Vermisstenmeldung hoch angesetzt.


Melanie und Karola
Melanie und Karola


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Der Mordfall Weimar

08.08.2020 um 22:04
Zitat von margarethamargaretha schrieb am 04.07.2020:Ganz ehrlich, ich glaube, daß MW für Pratt nur ein Zeitvertreib war während sie in ihm die große Liebe sah und alles für ihn getan hätte.
@margaretha

Zudem war K. Pratt zu jener Zeit nach wie vor verheiratet ...


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Der Mordfall Weimar

08.08.2020 um 22:13
Zitat von AggieAggie schrieb:Zudem war K. Pratt zu jener Zeit nach wie vor verheiratet
... und Vater von drei Kindern.
Wie kann er da ernsthaft vorgehabt haben, MW samt ihren beiden Kindern n die USA mitzunehmen?


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08.08.2020 um 22:14
@Aggie

Weil seine Scheidung so gut wie durch war, ich suche gerade die Quelle


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08.08.2020 um 22:25
Seine Scheidung war eingereicht, da fehlte nur noch das Urteil
9. August 1986: Aussage Monika Weimar--Freund Kevin Pratt:
„Ich habe 1981 in Amerika geheiratet. Ich habe drei Kinder. Sie sind drei, vier und fünf Jahre alt. Seit 1985 sind wir getrennt. Ich zahle 267,-- Dollar Unterhalt. 1985 wurden wir geschieden. Es dauert ein Jahr, bis die Scheidung rechtskräftig ist. Ich warte auf die endgültige Mitteilung.
Quelle: Mordakte Monika Weimar | Cichos, Petra
28. August 1986: Befragung Kevin Pratt:
(…)
Januar 1985 hat meine Frau die Scheidung eingereicht. Zwischenzeitlich hatte sie einen Unfall. Wir versuchten nochmals zusammenzuleben. Deshalb nahmen wir Juni 1985 die Scheidungspapiere zurück. September 1985 haben wir sie wieder eingereicht. Normalerweise wäre die Scheidung September 1986 rechtskräftig geworden. Jedoch konnten wir uns bisher finanziell nicht einigen, was ich ihr monatlich an Alimenten zahlen muss. Anfangs waren es 30o Dollar Vereinbarung. Am Dienstag erhielt ich einen Brief von ihr, dass sie jetzt 450,--Dollar monatlich haben möchte. Ich nehme an, dass sie durch diese Forderung die endgültige Scheidung noch hinausziehen wird. (…)
Quelle: Mordakte Monika Weimar | Cichos, Petra
Zitat von AggieAggie schrieb:Wie kann er da ernsthaft vorgehabt haben, MW samt ihren beiden Kindern n die USA mitzunehmen?
Vielleicht ist das auch nur was MW in ihrer eigenen Welt glaubte was er tun würde?


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Der Mordfall Weimar

09.08.2020 um 00:39
So wie ich Kevin Pratt einschätze, hat er weder vorgehabt, Monika W. zu heiraten noch, sie und ihre Kinder nach USA mitzunehmen.
Wie hätte er das alles finanziell stemmen sollen? Ein GI hat nicht gerade üppigen Sold bezogen. Und drüben nach seiner Militärzeit eine Arbeit zu finden, um für seine drei Kinder Alimente aufzukommen und dann noch eine Frau und zwei fremde Kinder zu versorgen, wäre bestimmt keine leichte Übung gewesen.
Nein, er wollte keine feste Bindung mit ihr. Ihm war wohl nur daran gelegen, dass sie jederzeit für ihn greifbar war. Deswegen seine Versprechungen.
Es kann ja sein, dass er in sie verliebt war und dass sie beide in Zukunftsträumen schwelgten. Wer kennt das nicht. Gerade wenn man frisch verliebt ist, gehört dieses gemeinsame Träumen doch dazu. Aber mal ehrlich, das nimmt doch meistens keiner so richtig ernst.
Vielleicht haben die beiden darüber gesprochen, wie sie leben würden, wenn sie in USA wären und vielleicht hat Pratt mal eine Bemerkung fallen lassen, dass es die Kinder dort schwer hätten oder sie als Paar wegen der Kinder es schwer hätten. Einfach so dahingesagt und gleich wieder vergessen, weil alles doch sowieso nur Träume sind. Ihr hat sich das aber eingebrannt. Daraufhin, das ist jetzt meine Spekulation, hat sie daran gedacht, die Kinder loszuwerden.

Da gibt es in unserer Gegend eine Sage von einem Burgfräulein. Sie war eine junge Witwe und hatte zwei kleine Kinder. Sie verliebte sich in einen Ritter, hatte ein Verhältnis mit ihm und während ihren Zukunftsträumen sprach sie von Heirat. Worauf er erwiderte, dass er glaube, zwei Augenpaare würden dies verhindern. Damit meinte er seine Eltern. Die Witwe dachte aber, er wollte sie nicht heiraten, weil er dann zwei fremde Kinder mit aufnehmen müsste. Also brachte sie die Kinder um. Und genau wie Monika W. wurde auch die Witwe nicht geheiratet.

Selbst wenn eine Heirat möglich gewesen wäre (wenn beide geschieden gewesen wären und er in Deutschland geblieben wäre), glaube ich nicht, dass Pratt diesen Schritt getan hätte.


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Der Mordfall Weimar

07.10.2020 um 16:08
Interessant an dem Fall ist eigentlich nur noch, ob Herr Strate mittlerweile zu der Einsicht gekommen ist, dass er damals einer eiskalten Mörderin zwischenzeitlich zum Freispruch verholfen hat und ob Monika Böttcher sich Tag für Tag tatsächlich einredet, dass sie ihre Kinder nicht getötet hat, sprich wie sie damit umgeht und wie sie mit all dem leben kann, was sie verbrochen hat. Weiterhin würde mich brennend interessieren, wie man, nachdem man die eigenen Kinder getötet hat, auch noch und dies offensichtlich ohne jeglichen Skrupel, ein Buch verzapfen kann, in dem man sich als liebende Mutter und Unschuldsengel präsentiert. Die Autorin, die ihr dabei geholfen hat, nenne ich mal lieber nicht mit Namen.

Zu all diesem Horror und Wahnsinn getrieben hat sie ein verlogener GI, dem es ganz offensichtlich nur darauf ankam, so viele naive deutsche Provinz-Mädchen zu beglücken, wie irgendwie möglich. Die schlimmste Version und Kombination von Verlogenheit und Naivität, die man sich vorstellen kann, ist dann dabei herausgekommen. OB sich K.P. nach in all diesen Jahren mal seine nicht geringe Mitschuld am grausamen Tod von Melanie und Karola eingestanden hat?


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