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Der Mordfall Weimar

2.234 Beiträge, Schlüsselwörter: Doppelmord, Weimar, Kailing
wiwan
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Der Mordfall Weimar

17.09.2014 um 13:09
cassandra
Ich dacht auch mal, es ließe sich mit einer Anzeige etwas bewirken. Tut es aber nicht, weil hier schon ein rechtsgültiges Urteil vorliegt, welches die Alleintäterschaft von MB feststellt. Nur Beweise ersten Grades, das wären in diesem Fall zB ein Geständnis würde etwas bewirken. Aber dies ist mehr als unwahrscheinlich, deshalb müssen wir uns damit abfinden, daü der Fall ungelöst und wahrscheinlich auch ungesühnt bleibt.

stop crime
Eigentlich habe ich alles , was Du da so ansprichst schon längst gesagt oder erklärt. Für mich war der Fall Weimar im Jahre 2007 beendet. Seit dem habe ich mich nie wieder damit beschäftigt. Das hatte seine Gründe. Seit kurzer Zeit habe ich erstmals einen Computer in der Hand und bin natürlich auf den Fall gestoßen, und mein Freund brachte mich auf die Idee doch mal was dazu zuschreiben, dummerweise habe ich das dann auch getan, und habe seit dem nur damit zu tun, mich zu rechtfertigen.Wenn Du Dich mir gegenüber vorstellen möchtest, kannst Du es gerne tun über meine emailadresse, so wie es viele andere auch schon getan haben.
Du hast für meine Begriffe auch den Sinn dieses Forums noch nicht verstanden, hier gehr es nicht darum jemanden etwas verkaufen zu wollen, sondern zu versuchen die Vorhandenen Indizien kreativ zu einem stimmigem Ganzen zu vereinen, auch auf die Gefahr hin, daß sich jemand in seiner Ehre gekränkt fühlt, nur weil er eine ganz andere Überzeugung hat, und die auf Gedeih und Verderb durchsetzen will.. Solche Denkweisen sind unproduktiv und bringen nichts.
Wer hat irgendetwas von geballtem Wissen geschrieben ? Ich habe genau dargelegt woher ich mein Wissen habe, und es tut mir leid, daß Du nicht in der Lage bist, Dir ebenfall Wissen anzueignen, Versuche es doch mal, dann können wir doch gemeinsam durch Diskussion über die Indizien und deren Bewertung, die ja in diesem Fall sehr unterschiedlich sein kann, zu schreiben.
Ich habe von Anfang an klar gemacht, daß dies hier kein Tribunal sein kann, sondern die verschiedenen Tatablaufversionen dargestellt werden, und man dann dann darüber schreibt und Indizien bewertet und diskutiert.
Da Du es scheinbar nicht nachgelesen hast ,es gibt mitlerweile 5 Versionen
1. Die Unfallversion. auch von Herrn Kaufmann Soko Weimar favorisiert.
2.Die Version von Nanusch, psychologisch hervorragend begründet, daß beide Täter sind.
3.die Nachtversion, RW allein
4.die Gerichtsversion, MB allein
5 die Version MB und ein weiterer bisher unbekanter Täter
Ich habe kein Geheimnis daraus gemacht, daß ich letztere für die wahrscheinlichste halte und dies u a damit begründt, daß sich nur so ein Konsens aller ermittelte Indizien herstellen läßt.
Wenn Du nun in der Lage bist, mit Deiner Kenntnis aller Indizien etwas Sinnvolles darzustellen, das wäre gut. Also bitte besser zu dem Fall direkt äußern, anstatt auf Nebensachen auszuweichen.

Jetzt Mao
Es macht mir immer viel Freude, Deine Beiträge zu lesen, habe ich doch auch sonst keinen Spaß.
Warum bist Du ein so fauler Hund ? Mach doch einfach mal das worum ich Dich gebeten habe. Mit dem Buch von MB , da hast Du den Sinn voll erfaßt. Sie lügt. Aber das war ja schon bekannt, In dem Du Urteil und Buch parallel ließt, erfährst Du wo sie lügt und wo sie nachbessert. Du schaust Dir also ihre Aussagen im Buch an und suchst die gleichen dann im Urteil. Dann ziehst Du Rückschlüsse, ja und wenns dann nicht klingelt, weiß ich auch nicht.
Ja das Motiv ist natürlich der Knackpunkt. Da fehlen Dir einfach die Gabe sich in das lustige Leben Anfang der 80er Jahre im Gottverlassensten Winkel der Republik hineizuversetzen, Dir fehlt die Gabe sich auszumalen, welche Wahnsinnshoffnugen damit verbinden, endlich aus diesem Elend salzigen Einerleies und einer trostlosen Ehe hinauszukommen. Das Motiv für den 2. Täter solltest Du ja gerade in ihrem Buch entdecken ? War Dir denn überhaupt bekannt, daß sie jemals zuvor zugab einen Geliebten gehabt zu haben ? Sie war ja auch noch so einfältig und hat gesagt, wer es ist. Diese Tatsache hat sie bis zum Buch auch gegenüber ihrer Freundin nicht zugegen Weißt Du wann dieses Verhältnis beendet war ? Wenn es dann also unaufhürlich bestand, künntest Du Dir in diesem Fall ein Motiv vorstellen ?
Höre beispielsweise mal genau darauf, was Kaufmann sagt, wenn er sagt, er ist der vollsten Überzeugung, daß sie niemal daherging und einfach mal eben so, ihre Kinder ermordete. Dazu bedurfte es Äußeren Einfluß , Planung und Druck.
Die Reinigung des PKWs hat keinen sonderlichen Einfluss, auf das Entdecken von Faserspuren.
Um deine Frage zu beantworten, mit meinen Recherchen habe ich genau eine Woche nach Verkündung des Fuldaer Urteils angefangen. Ursächlicher Anlass war allerdings eine Fernsehnachrich vom 4.8.1966
.


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wiwan
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Der Mordfall Weimar

17.09.2014 um 13:40
stop crime
welche Rückschlüsse ziehst Du wohl daraus, daß sie nicht alleine war ?
Daß die Fasern von einem Teppich stammen ist nicht bewiesen, sie können auch von einem Teppichähnlichem Material, wie zB von Auslegware im Aoto stammen ? Wie willst Du wohl einen ursächlichen Zusammenhang zwischen Teppich im Flur oder Wohnzimmer und denen an den Leichen herstellen. Diesen Gedanken hat ja selst Strate sofort verworfen.
mao, schön , daß Du mich noch als Mensch bezeichnest.
Hennes, ich darf Dich korrigieren, die Vorgabe, daß es nur er oder sie war, stammt von der Soko Weimar. Bei einem reinen Indizienfall ist es logischerweise immer so, daß es mehrere mögliche Versionen gibt, ich bin aber keine solcher Glaubensbrüder, völlig starr in ihren engen Gedanken verfangen und ohne sich die Mühe zu machen, selber sich Wissen anzueignen. Wer ich bin, ist ja nun erstmal uninteressant, ich weiß ja auch nicht wer Du bist, ich denke Anonymität ist eine gute Vereinbarung, aber Du kannst gerne auf meine private email schreiben, dann schreibe ich dir auch zurück.
Marianne, Deine Begründung für diese Annahme wäre ja mal sehr interessant. Gerade im Vergleich mit Nanusch.


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Mao1974
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Der Mordfall Weimar

18.09.2014 um 01:55
@wiwan

Erstmal Danke für den "faulen Hund"...
Was denkst Du Dir eigentlich? Bin ich irgendwie verpflichtet, Deinen reichlich merkwürdigen Vorstellungen zu folgen? Bild Dir mal nicht zuviel ein...

Ach Gottchen, das "Elend salzigen Einerleis", mir kommen die Tränen...
"Trostlose Ehen" führen auch andere, rechtfertigt das tote Kinder? MW dürfte die Möglichkeit einer Scheidung nicht so fremd gewesen sein, ihre Schwester konnte das ja auch.

Sorry, mir fehlt da überhaupt keine Gabe, ich bin selbst in nem "gottverlassenen" Winzdorf aufgewachsen, wo ist das Problem?
Ist nur ein Stadtleben glücklich und alles andere trostlos ? Meine Familie und ich haben sehr gerne ländlich gelebt, für uns Kinder war das spitze. Monika Weimar war nicht ans Haus gebunden sie war berufstätig und konnte auch jederzeit wegfahren, wenn ihr der Sinn danach stand. Es ist doch mehr als albern, da jetzt quasi ein "Gefängnis" herzukonstruieren.
Zumal es auch Vorteile hat, wenn Eltern, Schwestern und Großeltern verfügbar sind, um zB die Kinder zu beaufsichtigen, viele Mütter haben diese Möglichkeit nicht.


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Mao1974
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Der Mordfall Weimar

18.09.2014 um 02:24
Im Übrigen: Was dieses Verhältnis betrifft: Was soll mir das denn bitte sagen?
Frau Weimar hatte offenbar keine Skrupel, ein Verhältnis mit einem Kegelkumpel ihres Mannes einzugehen, der selbst verheiratet war.
Sie hatte auch später keine Skrupel, ihren Geliebten in die eheliche Wohnung mitzunehmen und ihm zu erzählen, ihr Mann würde dort nicht mehr wohnen. Bis der dazukam, war dann halt dumm gelaufen...
Und sie hatte auch nichts dagegen, daß die Kinder Kevin Pratt "Daddy" nannten, nicht?
Was soll ich von einer solchen Frau schon halten?


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Der Mordfall Weimar

18.09.2014 um 23:33
wiwan schrieb:Die Reinigung des PKWs hat keinen sonderlichen Einfluss, auf das Entdecken von Faserspuren.
Das hat sogar ganz erheblichen Einfluss auf das Entdecken von Faserspuren....
wiwan schrieb:Wie willst Du wohl einen ursächlichen Zusammenhang zwischen Teppich im Flur oder Wohnzimmer und denen an den Leichen herstellen
Mir ist nicht ganz klar, was Du mit "ursächlichem Zusammenhang" hier meinst.
Mao1974 schrieb:Sie hatte auch später keine Skrupel, ihren Geliebten in die eheliche Wohnung mitzunehmen und ihm zu erzählen, ihr Mann würde dort nicht mehr wohnen. Bis der dazukam, war dann halt dumm gelaufen...
Ich glaube nicht mal, dass das "dumm gelaufen" war. Ich bin der festen Überzeugung, dass MW das zumindest in Kauf genommen, vermutlich aber sogar beabsichtigt hat. Die Frau ist m.E.n. alles andere als "dumm" oder gar "naiv", sondern eher mit einer hervorragenden planerischen Phantasie gesegnet.


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Mao1974
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Der Mordfall Weimar

19.09.2014 um 01:10
@LivingElvis

Da magst Du recht haben.
Ich denke auch, daß Frau Weimar in dieser Konstellation die Fäden in der Hand hielt. Die Männer warteten im Grunde beide auf ihre Reaktion. Natürlich hat sie sich in eine Situation manövriert, die ein Handeln erforderte, das hat sie auch getan, mE durch die Tötung der Kinder.


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Mao1974
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Der Mordfall Weimar

19.09.2014 um 01:26
Im Übrigen, ist jetzt nur ne Überlegung von mir wegen des Motivs.
Es wird immer bei diesem "Daddy" angenommen, die Kinder hätten KP schon quasi als Vater akzeptiert. War das wirklich so?
Die Kinder verstanden das Wort sicher nicht und verbanden es auch nicht mit einer Vaterrolle. Am Abend vor dem Mord waren sie mit ihrem Vater allein. Könnte es nicht auch möglich sein, daß MW diese Bindung bewusst wurde? ZB durch Äußerungen der Kinder?
Daß ihr an diesem Morgen bewusst wurde, daß man Kinder diesen Alters nicht so einfach in ein fremdes Land und zum neuen "Daddy" mitnehmen kann? Die Kinder hingen sicher auch an Oma, Uroma, Tanten usw, an ihrem Umfeld eben. Wäre das nicht auch ein zumindest denkbares Motiv?
Ist nicht der Spruch "jetzt kriegt keiner die Kinder" auch in diese Richtung denkbar? Nämlich als Gedanken der MW?


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Der Mordfall Weimar

19.09.2014 um 01:29
@Mao1974
Klint für mich erstmal eher konstruiert. Die Kinder töten, weil die möglicherweise doch nicht so begeistert von einem Umzug wären? Kann ich mir irgendwie nicht vorstellen.

Und "jetzt kriegt keiner die Kinder" deute ich eher als Äußerung im Bezug auf einen Streit zwischen den Eltern.

Kann ich mich im Moment nicht so recht mit anfreunden.


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Mao1974
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Der Mordfall Weimar

19.09.2014 um 01:39
@LivingElvis

Naja, es war ja nicht nur ein "Umzug", es war ein völliges Herausreißen aus dem gesamten Umfeld, es wäre ein völliger Neuanfang gewesen, in einem Land, dessen Sprache die Kinder nichtmals sprachen.
Und dagegen stand die bevorstehende Einschulung der Melanie, eine konkrete Zukunft der Kinder (die diese auch wollten und verstanden) hier und jetzt. Ich glaube, dieser Konflikt war ausschlaggebend, MIT Kindern war ein Neuanfang schwer vorstellbar, das ist meine Meinung...


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Der Mordfall Weimar

19.09.2014 um 02:11
Aber warum dann nicht einfach zurücklassen?

Ich sehe das eher als aggressiven Akt gegen Reinhard Weimar. Wenns nur die Kinder wären, die sie nicht dabei haben wollte, hätte wirklich keine Notwendigkeit bestanden, sie zu töten. Oder seh ich jetzt einfach nicht, worauf Du hinaus willst?


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Mao1974
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Der Mordfall Weimar

19.09.2014 um 02:29
@LivingElvis

Doch, denke ich schon. Es gibt Mütter, die lieber töten, als ihre Kinder anderen zu überlassen. Und ich glaube, für MW war diese Frage des Zurücklassens sehr real .


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Der Mordfall Weimar

19.09.2014 um 02:40
@Mao1974
Hmm...wie gesagt, ich kann mich nicht so recht damit anfreunden. Muss ich mal wirken lassen.


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Der Mordfall Weimar

20.09.2014 um 19:46
@Mao1974 schrieb:
Mao1974 schrieb:Naja, es war ja nicht nur ein "Umzug", es war ein völliges Herausreißen aus dem gesamten Umfeld, es wäre ein völliger Neuanfang gewesen, in einem Land, dessen Sprache die Kinder nichtmals sprachen.
Und dagegen stand die bevorstehende Einschulung der Melanie, eine konkrete Zukunft der Kinder (die diese auch wollten und verstanden) hier und jetzt. Ich glaube, dieser Konflikt war ausschlaggebend, MIT Kindern war ein Neuanfang schwer vorstellbar, das ist meine Meinung...
Hinzu kam noch das Problem mit dem Aufenthaltsbestimmungrecht über die Kinder: denn die Weimars waren zu dem Zeitpunkt ja noch veheiratet (noch nicht einmal getrennt).
Beide Eltern hatten demnach das Sorge- und Aufenthaltsbestimmungrecht.
Ich denke nicht, dass Monika Weimar unter diesen Umständen die Kindern überhaupt dauerhaft in die USA hätte mitnehmen können.

Die Zeit drängte jedoch für Monika W., da Kevin ja in Kürze zurückbeordert werden sollte.
Da gab es für MW gar kein Zeitfenster mehr für ein Trennungsjahr, gefolgt von einer womöglich langwierigen, erbitterten Scheidungverhandlung mit Streit um das Sorgerecht für die Kinder.

Es lag also eine geradezu klassische 'Zuspitzung der Ereignisse im Vorfeld der Tat' vor:
Monika Weimar wollte Kevin P. auf keinen Fall verlieren, ihre Kinder aber auf keinen Fall bei ihrem Mann zurücklassen.
In diesem von ihr als unerträglich empfundenen 'Dilemma' fasste sie den grausamen Entschluss, die Kinder zu töten.
Das Leben, das sich Monika W. sich mit Kevin erträumte, war ihr letztlich mehr wert als das Leben ihrer Kinder ...


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Der Mordfall Weimar

20.09.2014 um 20:51
Da es nicht mal den Versuch gab, sich zu trennen, mit dem Vater der Kinder eine Diskussion zu führen, wo die Kinder leben sollen, halte ich das Motiv, dass sie die Kinder lieber tötete, als sie ihrem Mann zu überlassen, sehr weit hergeholt.


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Mao1974
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Der Mordfall Weimar

20.09.2014 um 21:41
@Katinka1971

Da bist Du falsch informiert, es gab den Versuch sich zu trennen, RW weigerte sich, die Wohnung zu verlassen.
Auch die Diskussion, wie und wo die Kinder leben sollten gab es, sowohl zwischen den Eheleuten als auch zB zwischen MW und ihrer Mutter.

@Aggie

Bin da ganz bei Dir!


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wiwan
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Der Mordfall Weimar

26.09.2014 um 05:53
mao und elvis,
eine sehr interessante Diskussion, da endlich mal über Fakten geredet wurde.
Während meines Besuches bei Familie Böttcher und dem Anschauen von Fotoalben der Kinder, fragte ich Frau Böttcher hätte denn Monika nicht einfach die Kinder bei Reinhard lassen können. Frau Böttcher sagte daraufhin wörtlich,..... niemals hätte ich dies geduldet...... Einem Mitnehmen der Kinder stand die Mission Neuanfang entgegen, mit neuen Kindern von KP und deren automatischen Erhalt der amerikanischen Staatsbürgerschaft, die MB auch ein Verbleiben nach Trennung von KP in den USA gesichert hätten.
Ich möchte Euch nun bitten, nachfolgende zeitliche Rekonstruktion des Tatablaufes, so , wie vom Fuldaer und Frankfurter Gericht in ihren Urteilen dargelegt, sehr kritisch zu beurteilen. Ich habe die Zeiten vor Ort ermittelt, ich gebe das jetzt aus der Erinnerung wieder. Wie gesagt, nur die Zeiten, die Indizien folgen im 2. Schritt.
11,25 Abfahrt vom Parkplatz, unterwegs wird sie von einem Zeugen gesehen, genau um 11,27
11,37 Ankunft Nippe, Einladen der Kinder
11,40 Abfahrt zum Bengendorfer Grund
11,53 Ankunft Bengendorfer Grund
Hier Betäubung Karola ca 4 min, ebenso Melanie 4 min, Erwürgen Karola 5 min, ebenso Melanie
Verbringen von Melanie in PKW MB
12,14 Abfahrt zum Parkplatz Fundort Melanie
hier Ablegen von Melanie
12,21 Abfahrt Richtung Nippe
12,33 frühestmögliche Ankunft in der Ausbacher
Die Zeiten sind für mein Empfinden relativ eng bemessen, so das dieser Vorgang schon wie am Schnürchen hätte ablaufen müssen. Sie war nun aber schon um 12,15 wieder zu Hause, für mich ein erster Hinweis , daß die Tat nicht so abgelaufen sein kann, zu diesem Zeitpunkt war es für mich auch noch kein Indiz für einen 2. Täter. Das kam erst später. Solltet Ihr zu den Zeiten nichts sagen wollen, einfach vielleicht weil Euch Erkenntnisse fehlen, könntet ihr vielleicht was zu den unterstellten Zeiten der Betäubung und des Erwürgens bzw. Erstickens sagen.

Was die Reinigung des PKWs betrifft, kann man gewiß alle sichtbaren Fasern wegreinigen. Du vergißt aber die ganzen Fasern, die du mit bloßem Auge gar nicht siehst. I n der weit entwickelten Forensik werden Dinge sichtbar gemacht, das hält man gar nicht für möglich. Elvis, hast Du schon mal versucht kleinste Kletten sporen aus einem Filzuntergrund komplett zu entfernen ? Asolut nicht möglich, eine bleibt zu mindest zurück, mindestens.


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Der Mordfall Weimar

26.09.2014 um 23:07
wiwan schrieb:Die Zeiten sind für mein Empfinden relativ eng bemessen, so das dieser Vorgang schon wie am Schnürchen hätte ablaufen müssen.
Das ist ein Denkfehler. Wenn Du Dir etwas vornimmst, wirst Du Dir mehr Zeit einplanen. Wenn Du aber etwas tust, so reicht "eng" vollkommen aus, Du tust es ja einfach und wenn es getan ist, gehst Du zu einer anderen Tätigkeit über.
wiwan schrieb:könntet ihr vielleicht was zu den unterstellten Zeiten der Betäubung und des Erwürgens bzw. Erstickens sagen.
Schwierig, weil spekulativ. Ich überlege gerade, wie Du auf die 4 Minuten Zeit für die Betäubung kommst. Insgesamt 9 Minuten für die Tötung eines Kindes, ist aber ein völlig ausreichendes Zeitfenster.
wiwan schrieb:Was die Reinigung des PKWs betrifft, kann man gewiß alle sichtbaren Fasern wegreinigen. Du vergißt aber die ganzen Fasern, die du mit bloßem Auge gar nicht siehst. I n der weit entwickelten Forensik werden Dinge sichtbar gemacht, das hält man gar nicht für möglich.
1.) War das Anno Tobak 1986, da ist noch nix mit wahnsinnig weit entwickelter Forensik.

2.) Ist die Forensik auch heute noch bei Weitem nicht so weit, wie die Leute es immer glauben wollen. Da tun dann Serien, wie CSI und Co. ihr übriges. In den USA ist das als "CSI-effect" mittlerweile in die Psychologie eingezogen und führt bei der Geschworenenauswahl regelmäßig zum Ausschluss von bekennenden CSI-Fans.


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wiwan
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Der Mordfall Weimar

29.09.2014 um 08:41
livingelvis

Du konterst meine zeitliche Rekonstruktion mit Inspiration. Na gut, d.h. sie hat es , so wie vom Gericht angenommen in der zur Verfügung stehenden Zeit geschafft. Falls Du es auf Google earsth überprüfen willst, kann ich Dir als Maßstab die Entfernung vom Parkplatz zum Bengendorfer Grund, laut meinem Tacho, mit 3,8 km nennen.
Die Zeiten für die Betäubung und Töten der Kinder, stammen von Journalisten, die Fachleute konsultiert hatten. Die Zeiten für die Betäubung, inclusive der Nebenhandlungen, schwankten zwischen 3 und 5 min. Abhängig auch vom verwendeten Betäubungsmittel. In diesem Zusammenhang ist ja leider nie aufgeklärt worden, welches Betäubungsmittel und warum, trägt eine Hilfskrankenschwester in ihrem 1. Hilfe Koffer mit sich herum.
Was Du zu den Möglichkeiten der Forensik im Jahre 1986 sagst, ist m.E. nicht zutreffend. Abklebetechnik und die Untersuchung mit einem Elektronenrastermikroskop waren auch damals schon lange üblich. Was die Sicherung und vor allem die Auswertung von DNA Spuren betrifft, so war das noch nicht möglich. Die Sicherung allerdings schon. Daher ist mir unverständlich, was mit der Windschutzscheibe passiert ist.
Meine Bewertung der Indizien, wie im Urteil aufgeführt.
1. Aufenthalt von MB auf Parkplatz von Minimum 20 min
Ich habe den Parkplatz damals bei gleichen oder zumindest ähnlicher Vegetation besichtigt. Es fällt sofort auf, das er sehr klein ist, und leicht zu überschauen. Deshalb ist die Annahme, das sie zuerst den in Fahrtrichtung linken schmalen Streifen untersucht haben soll, um eine geeignete Ablagemöglichkeit zu finden, nicht nachzuvollziehen. Um die einzige mögliche Ablagemöglichkeit zu entdecken, hätte es noch nicht mal eines Anhaltens bedurft, Der Zeuge hat bei beiden Vorbeifahrten keine Person außerhalb oder innerhalb des Fahrzeuges bemerkt. D. h. für mich, sie war auch gar nicht anwesend. Wo sie statt dessen war ist naheliegend, wenn man die Inizien zusammenfügt, wie bei einem Puzzle. Der PKW war also nur geparkt. Sie kann auch nur mit einem 2. PKW und den Kindern zum Bengendorfer Grund gekommen sein.
2. Sichtung von MB durch einen Zeugen bei der Fahrt Richtung Nippe
Entscheidend ist hier für meine Begriffe nicht so sehr die Uhrzeit, da sie durch nichts belegt werden konnte, sondern der Gesichtsausdruck von MB. Sie sah aus, als ob der Leibhaftige hinter ihr her wäre, das Gesicht zu einer Grimasse verzerrt. Worauf könnte das schließen lassen ?
3. Dies gelang ihr tatsächlich fast unbemerkt. Wäre da nicht Herr Nordheim im Keller gewesen und wäre Zeuge des Gespräches geworden, wie MB die Kinder überredete , mitzufahren. Schulsachen und Eiskauf. Zeitlich konnte er sich nicht festlegen, irgendwann am frühen Vormittag des 4.8.
Kann man eigentlich schwer wiederlegen, warum sollte er sich dies ausdenken ?
4. Bengendorfer Grund
Karola ist mit einer nicht identifizierten Faser behaftet, die von einem Teppich oder Teppich ähnlichem Material stammen könnte. Wo kommen diese Fasern her ? Im Auto von MB und an ihren Kleidungsstücken waren sie nicht zu finden . Was für Rückschlüsse könnte man daraus ableiten ?
Melanie war ebenfalls mit diesen Fasern beaftet. Sie wurde aber laut Gericht, mit dem Auto von MB vom Bengendorfer Grund zum Parkplatz transportiert . Auch hier keine Fasern im Auto oder an der Kleidung.
Melanie war außerdem erst auf dem Bauch liegend , dann auf den Rücken gelegt, rundherum , von oben bis unten, mit ca 360 Kletten behaftet. Zwangsläufig muß der Träger, das Transportauto ebenfalls, zumindest mit Teilen dieser Früchte konterminiert worden sein. Aber auch hier keine Spur.
5.Ablage von Melanie auf Parkplatz
Die Lage des Kindes deutet m.E. nicht auf ein Werfen , durch eine Person hin. Eine Person, die so geworfen wird, kommt anders zum Liegen.
Ich hatte ja schon gesagt, daß ich schon sehr früh , von 2 Personen , aus dem Umfeld von MB auf den Liebhaber, aus ihrem Buch, also ein K


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wiwan
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29.09.2014 um 09:11
livingelvis
das Internet gibt hier ständig seinen Geist auf und wenn es geht, dann nur für Minuten.
also einen Kollegen ihres Kollegen von Reinhard , hingewiesen wurde. Nicht mit den Worten, das muß der 2. Täter sein, sondern nur auf das eigenartige Abhängigkeitsverhälnis zu diesem Mann. Ich habe genau wie die soko kein Motiv entdecken können, daher habe ich das auch nicht weiter verfolgt. Aber als sich zunehmend, jenachdem wie mein Erkenntnisstand vorankam, die Hinweise auf einen 2. Täter sich verdichteten., habe ich mich mit einem möglichen Motiv intensiver beschäftigt. Nach meinen Erkenntnissen hat der 2. Täter sogar ein stärkeres Motiv, als MB selber. Ich höre Mao förmlich aufschreien......alles Geschwurbel.... rufen. Aber woher will er das wissen, wenn er die beteiligten Peronen gar nicht kennt und auch nichts von den Lebensumständen dieser Peronen weiß.
Wie waren nochmal die Worte von MB anläßlich ihrer Hochzeit ? Sie war der Ansicht, jetzt geht die Party richtig los. Wie ernüchternd war da die Realität ?
Bei aller Beachtung der Indizien ist der alles entscheidende Fakt immer zu kurz gekommen. Genau wie die Persönlichkeit von Reinhard Weimar eine Beteiligung an den Morden komplett ausschließt genauso schließt die Persönlichkeit von Monika Weimar einen Tatablauf, so wie vom Gericht angenommen, aus.
So Mao, wenn Du Dich wieder eingekriegt hast, dann frage Dich doch einfach mal, woher ich das wissen könnte ? Es macht hier absolut keinen Sinn, diesen traurigen Fall aus der Sicht einer religiösen Sektenführerin ala crime zu betrachten, nach dem Motto, keiner meiner Schäfchen darf vom rechten Glauben abkommen und Dinge in Frage stellen, sondern mit Kreativität einen Konsens der Indizien zu finden.
Nur aus diesen Gründen, bin ich zur Diskussion über andere mögliche Varianten gekommenvon denen noch nicht einmal die Nachtversion von MB zu 100% wissenschaftlich ausgeräumt ist, wie ein so guter Rechtsanwalt, wie Herr Strate versucht hat, zu beweisen. Das ich persönlich diese Version für unwahrscheinlich hielt und halte, und das auch in Frankfurt so dargelegt habe, steht auf einem anderen Blatt Papier. Jeder, der hier zu dem Fall etwas schreibt läuft Gefahr, daß er sich völlig irrt.


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Der Mordfall Weimar

29.09.2014 um 11:21
@wiwan

Du solltest über Elvis Argument einmal nachdenken:
LivingElvis schrieb:Das ist ein Denkfehler. Wenn Du Dir etwas vornimmst, wirst Du Dir mehr Zeit einplanen. Wenn Du aber etwas tust, so reicht "eng" vollkommen aus, Du tust es ja einfach und wenn es getan ist, gehst Du zu einer anderen Tätigkeit über.
So ist es. das ist kein Fehlschluß, kein post hoc ergo propter hoc o.ä., sondern exakt so ist es. Einkaufen dauert bei mir von Haustür zu Haustür zwischen 25 und 45 Minuten. Und wenn ich 25 Minuten weg war, hatte ich halt Glück mit der Ampelschaltung etcetc.


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