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Der Mordfall Weimar

2.234 Beiträge, Schlüsselwörter: Doppelmord, Weimar, Kailing

Der Mordfall Weimar

05.10.2017 um 18:46
Die Blutflecken wurden scheinbar einfach seitens des BKA
verschlammt. Man hat lediglich festgestellt, dass es
Menschenblut war. Es wurde nichtmal die Blutgruppe bestimmt?
Das wäre damals möglich gewesen.
Für Fasergutachten wurde das Oberteil zwei mal gewaschen.
Ohne vorher ein kleines Stück mit Blut rauszuschneiden?
Denn so etwas wäre damals normal gewesen, da die
Technik immer weiter voran schreitet.
Hätte man diese Stücke damals gesichert, hätte
man Jahre später einen DNA Abgleich machen können.


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Der Mordfall Weimar

05.10.2017 um 19:47
Das stimmt mit den Blutflecken... aber wenn es Melanies eigenes Blut ist, dann beweist es ja leider nichts..  allerdings schon etwas, wäre es Monikas Blut gewesen, oder?

Und der Hammer wäre, wenn es weder Melanies, noch Monikas, noch Reinhards Blut wäre....

Bestimmt könnte man das heute mit DNA feststellen....aber da der Prozess ja mit der Verurteilung von Monika beendet war, gibt es keine Veranlassung mehr. 


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Der Mordfall Weimar

05.10.2017 um 20:31
@Maria2017
Die Leichen wiesen keine Verletzungen auf.
Und es war nur von Blutflecken auf dem Oberteil die Rede.
Nicht auf dem Körper.
Maria2017 schrieb:Und der Hammer wäre, wenn es weder Melanies, noch Monikas, noch Reinhards Blut wäre....
Der ulimative Beweis für einen Helfer / Mittäter.




Tatsächlich bringen diese Blutflecke wieder die Möglichkeit eines unbekannten
dritten ins Spiel. Denn es erscheint eher unwahrscheinlich, dass MW sich mit
einer blutenden Hand, nicht selbst auch irgendwo berührt hat, und zumindest
einen kleinen Fleck auf ihrer Bluse wäre kaum zu vermeiden gewesen bei
diesen hektischen Abläufen.

Und es würde bedeuten, dass Karola zuerst oder von
einer weiteren Person ermordet wurde.


Ich kann es immer noch nicht fassen, dass man diese Flecke so ignoriert hat.
Die Aufindesituation beschreibt die Kleidung der Mädchen
als sauber und unbefleckt.
Wtf?


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Der Mordfall Weimar

07.10.2017 um 17:38
Nun ist über 30 Jahre nach dem Mordfall mit Petra Cichos Buch 'Mordakte Monika Weimar' ein Buch erschienen, welches eine höchst interessante Ergänzung zu den bisherigen Unterlagen darstellt und mir Anlass gibt, mich in diesem Forum nochmal zu melden.

Man darf in diesem Fall nicht all zu sehr Details beleuchten, welche nicht von gewichtiger Bedeutung sind, denn von diesen gibt es im Fall Weimar einige. Es geht hier vorranging und schlicht und einfach um um die Frage, ob die beiden Weimar-Kinder am Morgen des 04. August 1986 noch gelebt haben oder nicht. Die Beantwortung dieser Frage präsentiert gleichzeitig den Täter bzw. die Täterin; alles andere ist ausgeschlossen. Diese Frage stand in den ersten 3 1/2 Wochen jedoch überhaupt nicht zur Debatte, da zu Beginn des Verschwindens der Kinder zunächst nach einem Unbekannten, einem Kindesentführer etc. gesucht wurde. Dass die Kinder an jenem Morgen bereits tot gewesen sein sollen, war gar kein Thema, denn nicht nur MW selbst, sondern unabhängige Zeugen sagten noch am gleichen Nachmittag gegenüber der Polizei, man habe die Kinder am Vormittag gesehen. So wurde es auch in der damaligen 'Hessenschau' geschildert, welche aktuell noch am gleichen Abend ausgestrahlt wurde. Nach Auffinden der Leichen 3 Tage nach ihrem Verschwinden stellte sich sehr schnell heraus, dass der Fall mit einem Entführer nichts zu tun hatte: der Verdacht richtete sich vielmehr auf die beiden Elternteile, die bereits ab Tag 1 der Vernehmungen getrennt voneinander verhört wurden. Im Laufe der Zeit verhärtete sich der Verdacht immer mehr gegen die Mutter. Nach 25 Tagen plötzlich, als es für sie kein Ausweichen mehr gab, beschuldigte sie plötzlich mit einer nebenumwobenen, phantasievoll ausgeschmückten, jedoch völlig absurden Nachtversion ihren Mann als Mörder, die somit alle bisher gesammelten (und teils eindeutigen) Indizien auf den Kopf stellte: es passte nichts mehr. Aufgrund ihrer hartnäckigen Leugnung war diese Nachtversion auch immer wieder Thema in den Gerichtsverhandlungen, die allerdings mit keinem einzigen Indiz (ausser der Behauptung von Frau Weimar) belegt werden konnte.

Das Buch von Frau Cichos gibt einen höchst interessanten Einblick in die Vernehmungs- und Gerichtsakten. Diese führen einzig und allein zu dem Schluss, dass hier kein 'Justizirrtum ' vorlag. Der 'Freispruch' von Gießen 1997 bedeutete nicht die Täterschaft von RW, er kam zustande, weil 2 Laien-Schöffinnen 11 Jahre nach der Tat die Ansicht vertraten, dass dies nun eine Ende haben müsste. Aber gerade weil dieses Urteil nicht stimmig war, wurde - auch von Seiten des Anwalts von RW - ein drittes Verfahren eingeleitet. Dass ein Täter seine Tat nicht gesteht, ist kein Einzelfall (siehe z. B. Mitglieder/innen der RAF). Frau Weimar hat es mit dem von ihr selbst aufgebauten Mythos (Er oder Sie) geschafft, dass ihr doch eine ganze Reihe von Leuten Glauben schenken. Eine Mutter tut so etwas doch nicht. Aber welche Mutter lässt (ob Mörder oder nicht) ihre eigenen toten Kinder in Wald und Wiese sprichwörtlich verwesen? Wie lange hätte MW diesen Zustand gelassen, wenn man die Leichten am 07. August nicht entdeckt hätte? Darauf kann nur MW eine Antwort geben.


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Der Mordfall Weimar

07.10.2017 um 20:07
@juergen61
Wow....sehr kompakte und gut analysierte Zusammenfassung. 

Und genau deshalb ist es nicht vorstellbar, dass eine Mutter ihre zwei Töchter nicht nur so brutal umbringen kann (erwürgen, ersticken), sondern die auch noch so lange im Wald “vermodern“ zu lassen. 

So ein Verhalten, so ein Handeln, so ein Morden, kommt doch nicht über Nacht, oder?

Monika war nie vorher gegenüber ihren Kindern aggressiv oder hat sie geschlagen oder war unsozial oder Alkoholikerin oder drogenabhäng.

Monika Weimar war so normal. Man kann (und will das vielleicht auch gar nicht) das gar nicht richtig glauben.

Es ist auch nicht nachvollziehbar, dass die Ermittler das mit der angeblichen Medikamten-Vergiftung des Reinhard Weimar nicht weiter eruiert haben. Oder ob es schon Vorfälle im Krankenhaus gab, wo Monika gearbeitet hat. 

Ich meine das in dem Zusammenhang, dass Monika vorher ja nie kriminell oder aggressiv oder “mörderisch“  aufgefallen ist.

Ist wirklich jemand plötzlich über Nacht zu so etwas fähig? 


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Gymli
ehemaliges Mitglied

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Der Mordfall Weimar

07.10.2017 um 20:38
Maria2017 schrieb:Ist wirklich jemand plötzlich über Nacht zu so etwas fähig? 
Nicht über Nacht. Das ist ein langwieriger Prozess und irgendwann knallt es. Es gibt den Punkt der "Zuspitzung der Ereignisse im Vorfeld der Tat".
Druck weil Traummann will nach Amerika zurück....erotische Erfüllung...Nebenbuhlerin ohne Kinder....

Dazu ein auffälliges Nachttatverhalten.


Das ist bei vielen anderen Ersttätern nicht anders. Das Umfeld sagt: niemals hätte ich gedacht, dass der sowas tun könnte. Er war doch soooo nett. Egal wie stark die Beweise sind.


Ich hatte vorher keinen Zweifel, dass die richtige Person verurteilt wurde und auch nach dem Lesen des Buches hat sich das nicht geändert.

@juergen61

Gute Zusammenfassung.


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Der Mordfall Weimar

08.10.2017 um 16:12
juergen61 schrieb:Dass ein Täter seine Tat nicht gesteht, ist kein Einzelfall (siehe z. B. Mitglieder/innen der RAF).
In der Konstellation schon.

Die Mädchen waren nicht verwahrlost, haben bis zur Tat kaum Gewalt erfahren, waren in einen Familienverband eingeschlossen.

Die Tat imponiert wie eine "Verzweiflungstat".

Und bei solchen Taten, brechen die Täter meistens innerhalb kürzester Zeit zusammen, suizidieren sich, versuchen sich zu suizidieren. Gestehen.

Ich glaube auch an die Schuld von Monika B.

Und frage mich, warum sie nicht nur nicht gestanden hat, sondern auch noch ein Buch geschrieben hat und ein Wiederaufnahmeverfahren angestrebt hat. Und das zu einem Zeitpunkt wo Pratt schon Geschichte war.

Entweder

a) sie ist eiskalt
b) hasste ihren Ex-Mann extrem
c) sie ist eine extreme Verdrängerin

Wobei sich bei b) die Fragen stellen würde. Warum eigentlich? Ihre große Liebe war er nicht. Abhängig war die berufstätige Frau, die einen ganzen Clan als "Babysitter" hatte auch nicht von ihm.


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Der Mordfall Weimar

08.10.2017 um 16:35
@Gymli
@Maria2017

Schwer zu sagen, wann der Entschluss für eine so schwerwiegende Tat erfolgte. Dass MW 'zielgerichtet und überlegt' handeln konnte, hatte sie ja schon vorab mit der Medikamentenabgabe an ihren Mann bewiesen. Dies wurde jedoch nicht zu einem der Hauptthemen der Ver- handlungen, da dies ja mit dem Mord an den Kindern nichts zu tun hatte, zumindest nicht direkt.

Ich denke schon, dass der Entschluss erst am Morgen des 04.08.86 gefasst wurde. Vielleicht kam da für sie plötzlich alles zusammen: am nächsten Tag wäre Einschulung von Melanie gewesen, h. h, das Kind benötigt von da ab mehr Zeit von der Mutter (Hausaufgaben machen etc..), dazu die Mutter von MW im Krankenbaus, den Ehemann versorgen usw.... Wo sollte da noch Platz für Kevin Pratt sein? In den Ferien und während ihres Urlaubs sah das ja alles ganz anders aus. Wenn sie ihn nicht an eine andere verlieren wollte, dann musste sie 'frei' sein von allem, sprich von der ganzen Familie. Vielleicht ist ihr genau das an jenem Morgen bewusst geworden? Für Kevin Pratt stellten die Kinder (oberflächlich betrachtet) kein Hindernis dar, wohl aber für MW.

@Rawbite

Ich kann MW nicht einschätzen, aber es ist offensichtlich, dass sie zumindest an jenem Tag 'eiskalt' gehandelt hat. Ein Geständnis erfogte nie (und wird es auch nicht). Als eine absolute Dreistigkeit halte ich ihr Verhalten, in der Öffentlichkeit (ihr Buch) ihren Mann für den Mord ver- antwortlich zu machen, wofür es eigentlich keinen Anhaltspunkt gibt. Es ist einzig und allein Angelegenheit der Ermittler, jemanden öffentlich zu beschuldigen. Mittlerweile glaube ich, dass 'Monika Weimar' für Frau Böttcher so etwas wie zu einer zweiten Identität (siehe ihr Buchtitel) geworden ist, die sie so sehr verdrängt hat, dass sie so mit diesem Geschehen auch leben kann.


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Gymli
ehemaliges Mitglied

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Der Mordfall Weimar

08.10.2017 um 17:06
Rawbite schrieb:a) sie ist eiskalt
b) hasste ihren Ex-Mann extrem
c) sie ist eine extreme Verdrängerin
Ich würde sagen: drei mal korrekt.
Ich denke Punkt A) und C) haben auch einen wesentlichen Anteil daran, dass der Fall auch heute noch eine gewisse Faszination ausübt. Mehr als 10 Jahre, nachdem die Täterin auf Bewährung freigelassen würde.
juergen61 schrieb:Als eine absolute Dreistigkeit halte ich ihr Verhalten, in der Öffentlichkeit (ihr Buch) ihren Mann für den Mord ver- antwortlich zu machen
Exakt, weil Sie A) den Mord selber begangen hat und
B) Reinhard W. durch die heimliche Gäbe von Medikamenten, die in einer solchen Zusammensetzung in keinem Präparat vorkommen, kaputt gemacht hat.

Extrem schäbig und mit der Verurteilten auf einer Stufe sehe ich auch die seltsamen Zeugen. Egal ob Privatvermittler, Mitpatientin oder Bardame. Da fragt man sich, was es nur für seltsame Menschen gibt.

In diesem Mordfall gab es eigentlich drei Opfer. Reinhard Weimar gehört dazu ebenso wie die beiden Mädchen Melanie und Karola.


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Der Mordfall Weimar

08.10.2017 um 18:42
Maxi18:
Das stimmt mit den Blutflecken... aber wenn es Melanies eigenes Blut ist, dann beweist es ja leider nichts.. allerdings schon etwas, wäre es Monikas Blut gewesen, oder?



Das verstehe ich nicht. Wir haben Blut und wissen nicht wessen Blut das ist? Das sollte doch kein Problem sein, dies festzustellen.


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Der Mordfall Weimar

08.10.2017 um 20:51
Rawbite schrieb:Und frage mich, warum sie nicht nur nicht gestanden hat,
Abgesehen davon, dass viele Täter nie gestehen, für mich steht immer noch der Denkansatz des einen Ermittlers im Raum, es könne sich auch nicht um Mord, sondern um so etwas ähnliches wie einen Unfall gehandelt haben.
sondern auch noch ein Buch geschrieben hat und ein Wiederaufnahmeverfahren angestrebt hat. Und das zu einem Zeitpunkt wo Pratt schon Geschichte war.
Die Freiheit war sicherlich auch ohne Pratt erstrebenswert und das Buch dürfte durchaus einen finanziellen Aspekt gehabt haben, schließlich muss man auch an die Zeit nach dem Knast denken. Zudem war beides vielleicht auch eine nette Unterbrechung im Knastalltag.
Hennes schrieb:Das verstehe ich nicht. Wir haben Blut und wissen nicht wessen Blut das ist? Das sollte doch kein Problem sein, dies festzustellen.
Nicht haben sondern hatten Blut. Das T-Shirt wurde gewaschen.


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Der Mordfall Weimar

08.10.2017 um 21:55
Das stimmt, die letzten Zeugen, die behauptet haben, dass Reinhard Weimar ihnen die Tat gestanden hat, waren etwas, nun ja, speziell? 

* Die Bardame

*Die Frau, mit der Reinhard in der Psychiatrie war.

*Die Frau, die Reinhard Weimar mal besucht hat.

*Der Ulrich, der selbst “geforscht“ hat und immer als Privat-Detektiv bezeichnet wird. 


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Der Mordfall Weimar

08.10.2017 um 22:55
emz schrieb:sondern um so etwas ähnliches wie einen Unfall gehandelt haben
Die Unfalltheorien sind für mich schwer vorstellbar. Ersticken und Erwürgen. Wie soll das unabsichtlich passieren? Die Mädchen waren keine Säuglinge mehr, wo man "aus Versehen" die Decke über das Kind legt. Es gab keine Hinweise auf Erdrosseln. Keine anderen Verletzungen.

Die einzig denkbare Beta-Theorie wäre für mich, dass z.B der Vater Melanie getötet hat und die Mutter Karola. Aber das habe ich auch eher unter "unwahrscheinlich" gespeichert.


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Der Mordfall Weimar

08.10.2017 um 23:12
Hat MW jemals in den Interviews erwähnt das sie um ihre Toten Kinder trauert ? Sie war doch immer nur gegen den Mann gerichtet , während er das Grab pflegt und darüber spricht wie schmerzhaft es ist ! Aber festlegen wer von den beiden es war kann ich mich nicht !!! Aber wegen den vielen Versionsänderungen von MW spricht ein bisschen mehr das sie die Täterin war . Schlimm sowas , die armen Kinder!


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Der Mordfall Weimar

08.10.2017 um 23:13
Rawbite schrieb:Die Unfalltheorien sind für mich schwer vorstellbar.
Ich gebe nur wieder, was der Ermittler anmerkte.
Wie wir aus dem Video wissen, hält er sich da ausgesprochen bedeckt, welche Denkansätze es geben könnte. Wobei, es gab mal einen Fernsehbeitrag, in dem das ausführlicher angesprochen hatte.
Auch wenn ich dazu Theorien im Hinterkopf hätte, es ist müßig, darüber zu spekulieren.


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Der Mordfall Weimar

08.10.2017 um 23:23
emz schrieb:Ich gebe nur wieder, was der Ermittler anmerkte.
Wie wir aus dem Video wissen, hält er sich da ausgesprochen bedeckt, welche Denkansätze es geben könnte. Wobei, es gab mal einen Fernsehbeitrag, in dem das ausführlicher angesprochen hatte.
Auch wenn ich dazu Theorien im Hinterkopf hätte, es ist müßig, darüber zu spekulieren.
Ja sicher...in seinen Kopf können wir nicht schauen.

Ich denke nur, dass ein Mensch in seiner Position...betraut mit einem Fall, der unbefriedigend (un)gelöst ist, sehr grausam ist und am Urmythos "Mutterfigur" nagt...schon stark dazu neigen könnte sich das dunkelste Kapitel seiner beruflichen Tätigkeit "schön zu reden"


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Der Mordfall Weimar

09.10.2017 um 00:14
@Rawbite

Ich denke mal schon, dass dieser Ermittler etwas professioneller war und nicht so ein emotionaler Schwurbler, der sich etwas aus seinem Leben schön reden muss und das im Fernsehen dann tut.


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Der Mordfall Weimar

09.10.2017 um 12:45
Ich lese gerade das Buch "Kindsmord - der Fall Weimar" von Heide Platen.
In diesem Buch aus dem Jahre 1988 geht es ausschließlich um den 1.Prozess.

Dieses Buch ist schon recht pro MW geschrieben. Allerdings werden hier einige wichtige
Details genannt, welche ich so noch nirgends gelesen habe.
Z.B. die Zeugenaussagen derer, die die Mädchen morgens noch lebend gesehen haben wollen, erscheinen hier
in einem anderen Licht. Da könnte man kurz und knapp sagen, dass niemand die Mädchen am morgen wirklich
sicher gesehen hat.
Auch wird RW hier anderes beschrieben wie er sich im Prozess geben hat.

Musstet ihr eigentlich, dass RW am 7.8. morgens das Auto von innen gereinigt hat?
Oder das er sich ebenfalls ein neues Auto kurz nach der Tat gekauft hat?
Oder von dem Nachbar, der seine Aussage nur auf Druck der Polizei geändert hat?
Dieser ist sich sicher, dass bereits eine Stunde früher, also gegen 11:30 Uhr nach
den Kindern gesucht wurde.
Und RW konnte den Kindern sehr wohl die Haare zu Zöpfen flechten.

In jedem Fall sehr lesenswert. Habe es zur hälfte durch. Es lässt viele Dinge in einem anderen Licht erscheinen.
Werde noch berichten.


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Der Mordfall Weimar

09.10.2017 um 12:51
@gatersrecont

Also ich erinnere mich an ein TV Interview mit dem Nachbarn das er zu 100% sicher sei die beiden Kinder morgens auf dem Spielplatz gesehen zu haben , diese ihn sogar Grüßten . Von daher sehe ich diese Variante wesentlich ernster als ein "Roman"
Trotzdem kann ich mir RW auch als Täter vorstellen ! Genauso wie MW !


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Der Mordfall Weimar

09.10.2017 um 20:59
emz schrieb:Ich denke mal schon, dass dieser Ermittler etwas professioneller war und nicht so ein emotionaler Schwurbler, der sich etwas aus seinem Leben schön reden muss und das im Fernsehen dann tut.
Das würde im Umkehrschluss bedeuten, dass Dinge falsch an die Staatsanwaltschaft und Öffentlichkeit herangetragen wurden.

Zum Beispiel M.B hat den Parkplatz, wo Melanie abgelegt wurde, ausgekundschaftet. Wäre schon ein sehr großer Zufall, wenn sich später ein "Unfall mit Todesfolge" ereignet und das tote Kind dort abgelegt wird. .


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