Der Mordfall Weimar
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Mord, Doppelmord, Kindermord ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
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Themen-Wiki: Der Mordfall WeimarDer Mordfall Weimar
11.04.2026 um 13:04Die Kinder könnten sich auch deshalb anders verhalten haben, als sonst, wegen der häuslichen Situation, die Kinder bekamen die Streitigkeiten der Eltern mit, genauso das die Mutter abends rausgeht und wenn ich lese das am Sonntag vor den Morden noch ein Streit zwischen Reinhard und Monika war, wo sie ablehnte ihn mir zum schwimmen zu nehmen, sie ihn wohl kratzte und er sie wegschubste, ist das ganz bestimmt nicht toll für die Kinder.Genauso gut könnte ivh mir vorstellen , das die Kinder auch so viel mitbekamen und das lässt ne Kinderseele nicht kalt.Schon allein wenn eine scheidunge im Gespräch ist.
Grillage
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11.04.2026 um 13:09Die Elimination von Betäubungsmitteln aus dem Körper hört aber mit Eintritt des Todes auf. Dazu braucht es entweder Nieren die arbeiten, also das Betäubungsmittel aus dem Blut filtrieren, oder aber einen arbeitende Leber, in der die Betäubungsmittel durch Stoffwechselvorgänge abgebaut werden. Da mit Eintritt des Todes die Blutzirkulation stoppt stellen auch beide Organe ihre Tätigkeit ein und die Blut-Konzentration sinkt nicht weiter ab.WM schrieb:JBei den Kindern wurden per Obduktion keine Betäubungsmittel festgestellt, wobei das auch daran liegen kann, dass sie nicht mehr nachgewiesen wurden. Immerhin lagen zwischen der Vermisstenmeldung und dem Aufinden der Kinder drei Tage.
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11.04.2026 um 13:14Ganz genau. Davon ab finde ich eine Beschreibung von einer Erzieherin (btw aus einem Link, der nicht mehr abrufbar ist) darüber, dass sie die Kinder als schläfrig oder durstig wahrgenommen hätte, auch Null aussagekräftig. Es ist ja nun nichts ungewöhnliches, dass Kinder müde sind, Durst haben oä. Man muss nicht in alles etwas reininterpretieren.quaerere1 schrieb:Die Kinder könnten sich auch deshalb anders verhalten haben, als sonst, wegen der häuslichen Situation, die Kinder bekamen die Streitigkeiten der Eltern mit, genauso das die Mutter abends rausgeht und wenn ich lese das am Sonntag vor den Morden noch ein Streit zwischen Reinhard und Monika war, wo sie ablehnte ihn mir zum schwimmen zu nehmen, sie ihn wohl kratzte und er sie wegschubste, ist das ganz bestimmt nicht toll für die Kinder.Genauso gut könnte ivh mir vorstellen , das die Kinder auch so viel mitbekamen und das lässt ne Kinderseele nicht kalt.Schon allein wenn eine scheidunge im Gespräch ist.
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11.04.2026 um 13:20Und das müde ließe sich doch ohne weiters damit erklären, dass MB zu der Zeit offenbar öfter abends bis spät in die Nacht ausgegangen ist, sich also vielleicht nicht mehr so sehr darum gekümmert hat, die Kinder rechtzeitig ins Bett zu bringen und/oder dass die Kinder öfter nachts wach wurden, wenn sie nach Hause kam.Photographer73 schrieb:Ganz genau. Davon ab finde ich eine Beschreibung von einer Erzieherin (btw aus einem Link, der nicht mehr abrufbar ist) darüber, dass sie die Kinder als schläfrig oder durstig wahrgenommen hätte, auch Null aussagekräftig. Es ist ja nun nichts ungewöhnliches, dass Kinder müde sind, Durst haben oä. Man muss nicht in alles etwas reininterpretieren.
Spekulation, aber in meinen Augen durchaus naheliegend ist es, dass es da nachts auch das ein oder andere Mal zu lautstarkem Streit zwischen RW und MB kam, weil RW es vielleicht nicht einfach so geschluckt hat, dass sie nächtelang mit anderen Männern unterwegs war. Die Wohnungen waren ja wohl nicht besonders groß und eher hellhörig, insofern ist es doch anzunehmen, dass die Kinder davon aufgewacht wären.
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11.04.2026 um 13:30Auch jetzt spekulation, aber Reinhard hatte ja auch Medikamente bekommen, die ihn3mal ins Krankenhaus brachten und als die Sache aufflog zeigte er keine Krankheitszeichen mehr. Was wenn die Mädchen jetzt Schlafmittel bekamen, damit sie durchschlafen und nicht wach wurden?
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11.04.2026 um 14:43In dem Punkt, dass sich das Verhalten der Kinder veraendert haette, deckt sich das, was die Userin geschrieben hat dennoch mit dem, was in der RTL-Doku gesagt wird.Photographer73 schrieb:Davon ab finde ich eine Beschreibung von einer Erzieherin (btw aus einem Link, der nicht mehr abrufbar ist) darüber, dass sie die Kinder als schläfrig oder durstig
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11.04.2026 um 15:08@WM
Kannst du die Doku bitte mal verlinken?
Davon ab, wie gesagt - für Veränderungen kann es zig Gründe geben, @quaerere1 und @Grillage
führten es auch gerade nochmals aus.
Kannst du die Doku bitte mal verlinken?
Davon ab, wie gesagt - für Veränderungen kann es zig Gründe geben, @quaerere1 und @Grillage
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Merricat
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11.04.2026 um 15:41Wenn man wie im Urteil davon ausgeht, dass MW fähig war, ihre Kinder zu töten und ihrem Mann zuvor ohne sein Wissen Medikamente zu verabreichen, dann ist der Schritt nicht unbedingt weit, sich vorzustellen, dass sie im Vorfeld auch den Kindern Beruhigungsmittel gegeben haben könnte. Das wäre eine alternative Erklärung für die Aussage der Kindergärtnerin. Von der emotionalen Belastung, der die Kinder ohnehin zuhause ausgesetzt waren, mal ganz abgesehen.
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11.04.2026 um 17:07WM schrieb:Ganz eindeutig geht aus dem Aussageprotokoll nicht hervor, wann MW den Spurensucher verständigt hat.
Um 13.35 Uhr informierte Brigitte Elliott auf Bitten der Angeklagten die Polizeistation in Bad Hersfeld telefonisch vom Verschwinden ihrer Nichten. Kurze Zeit später trafen die ersten Kräfte der Schutzpolizei in Röhrigshof-Nippe ein. .Quelle: Urteil Frankfurt S.24/25
Zusätzlich gab sie an, sie habe, nach der Aufnahme des Vermißtensachverhalts durch die Polizei bei Verwandten in Hilmes angerufen und diese gebeten, einen dort wohnenden Polizeibeamten, Hans ’ Sieling, der einen Spürhund habe, um Mithilfe zu bitten. Kurze Zeit später sei der Hund gebracht worden, sie habe die Schlafsachen der Kinder herausgesucht und den Hund daran riechen lassen. Man sei dann, wie ihr berichtet worden sei, mit dem Hund zum Spielplatz gegangen, wo er eine Spur aufgenommen und bis zur Taubeneinsatzstelle verfolgt, sie dort aber verloren habe.Quelle: Urteil Frankfurt S. 33/34
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12.04.2026 um 17:30Man sei dann, wie ihr berichtet worden sei, mit dem Hund zum Spielplatz gegangen, wo er eine Spur aufgenommen und bis zur Taubeneinsatzstelle verfolgt, sie dort aber verloren habe.Der Name ist bei Frau Cichos mit Franz F. abgekürzt, aber vielleicht war das ein Fehler bei der Abschrift. Was mir erst jetzt an dieser Aussage auffällt, ist, dass sie in eine Zeit fällt, als sie noch die Tagversion vertrat. Sie hat aber ausgesagt, sie hätte dem Spurensucher aber "Schlafsachen der Kinder" zum Riechen gegeben.
Mich würde es nicht überraschen, wenn der Spurensucher eine frühere Zeit genannt hätte als MW. Wurde sie nicht mitprotokolliert oder hat Frau Cichos das bei ihrer Abschrift weggelassen? Die Aussage MWs war vom 12. August 1986, fiel also in eine Zeit, in der sie noch die Tagversion vertrat. Sie sagt jedoch am 12. August aus, sie hätte dem Spurensucher die Schlafsachen der Kinder gegeben.
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12.04.2026 um 17:44Das mit den Schlafsachen ist aber nichts ungewöhnliches bei Spürhunden. Die werden als Geruchsspurenträger verwendet, weil die in der Regel ja direkt auf der Haut (ohne Unterwäsche) für längere Zeit (die ganze Nacht) und meist ja auch an meheren Tagen nacheinander getragen werden (seltener gewechselt als z.B. ein T-Shirt oder Pullover). Deshalb ist der Individualgeruch der gesuchten Person darin recht intensiv und deutlicher als in Tagesoberbekleidung.WM schrieb:Der Name ist bei Frau Cichos mit Franz F. abgekürzt, aber vielleicht war das ein Fehler bei der Abschrift. Was mir erst jetzt an dieser Aussage auffällt, ist, dass sie in eine Zeit fällt, als sie noch die Tagversion vertrat. Sie hat aber ausgesagt, sie hätte dem Spurensucher aber "Schlafsachen der Kinder" zum Riechen gegeben.
Mit der Zeit, zu der die Kinder verschwunden sind, also ob in der Nacht oder im Laufe des Vormittags, hat das aber nicht zu tun. Ich sehe da keinen Widerspruch.
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12.04.2026 um 20:30@WM
Worauf möchtest du denn hinaus?
Was hätte sie denn sonst rausgeben sollen? Gewaschene Tageskleidung aus dem Schrank wohl eher nicht.
Worauf möchtest du denn hinaus?
Was hätte sie denn sonst rausgeben sollen? Gewaschene Tageskleidung aus dem Schrank wohl eher nicht.
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12.04.2026 um 21:10Ich nehme an sie will darauf hinaus, dass sie ja Höschen und T-Shirt trugen, also keine Nachtwäsche. Dann muss sich diese ja auch irgendwo befunden haben, diese Wäsche. Ob sich MW daran erinnerte wäre höchst interessant!!! Vor allem, wenn ich mal davon ausgehe, dass sie als Täterin nicht in Betracht kommt.
Wobei mich auch irritierte, dass MW sagte, sie trugen als "Schlafanzug" kurze Hose und T-Shirt. Aber so wurden Sie ja auch gefunden?!
Auch interessant dass sie aussagt, C&M die Haare geflochten/zusammengebunden zu haben, inkl Klammern, bevor sie ins MP fuhr.
So wurden Sie ebenfalls gefunden.
Quelle Cichos.
Wobei mich auch irritierte, dass MW sagte, sie trugen als "Schlafanzug" kurze Hose und T-Shirt. Aber so wurden Sie ja auch gefunden?!
Auch interessant dass sie aussagt, C&M die Haare geflochten/zusammengebunden zu haben, inkl Klammern, bevor sie ins MP fuhr.
So wurden Sie ebenfalls gefunden.
Quelle Cichos.
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12.04.2026 um 21:21Nein - gefunden wurden die Kinder in der Kleidung, die sie auch am Vortag trugen und die ueber Nacht auf einem Stuhl abgelegt wurde.Waldfee108 schrieb:Aber so wurden Sie ja auch gefunden?!
Zusätzlich trugen sie Soeckchen (deren Farben Monika benennen konnte, obwohl sie angab nur eines der toten Kinder aus etwas Entfernung gesehen zu haben).
(Das steht so im Urteil).
Wurde nicht auch gesagt, dass sich die Kinder alleine die Klammern ueber Nacht entfernten? Ich meine, das steht auch so im Urteil.Waldfee108 schrieb:&M die Haare geflochten/zusammengebunden zu haben, inkl Klammern, bevor sie ins MP fuhr.
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12.04.2026 um 21:33Das meine ich ja, oder stehe ich auf dem Schlauch? Die Tagkleidung stand für den Hundeführer doch gar nicht zu Verfügung. Egal von welcher Version man jetzt ausgeht.Jan_ schrieb:Nein - gefunden wurden die Kinder in der Kleidung, die sie auch am Vortag trugen und die ueber Nacht auf einem Stuhl abgelegt wurde.
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15.04.2026 um 18:19Das ist sachlich richtig. Mir geht es eigentlich mehr darum, warum man sich hier alleine auf MWs Zeitangaben verlassen zu haben scheint, obwohl die doch bekanntermaßen so unzuverlässig waren. Dabei hätte es in dem Fall sogar die Möglichkeit gegeben eine exakte Zeit zu ermitteln, eben wegen des Anrufs bei dem Spurensucher.Merricat schrieb:Das meine ich ja, oder stehe ich auf dem Schlauch? Die Tagkleidung stand für den Hundeführer doch gar nicht zu Verfügung. Egal von welcher Version man jetzt ausgeht.
nach der Aufnahme des Vermißtensachverhalts durch die Polizei bei Verwandten in Hilmes angerufen und diese gebeten, einen dort wohnenden Polizeibeamten, Hans ’ Sieling, der einen Spürhund habe, um Mithilfe zu bitten. Kurze Zeit später sei der Hund gebracht worden, sie habe die Schlafsachen der Kinder herausgesucht und den Hund daran riechen lassen. Man sei dann, wie ihr berichtet worden sei, mit dem Hund zum Spielplatz gegangen, wo er eine Spur aufgenommen und bis zur Taubeneinsatzstelle verfolgt, sie dort aber verloren habeDer Gedanke eines früheren zeitlichen Ablaufes dürfte doch spätestens mit der Ermittlung der Öffnungszeiten der Post auf der Hand gelegen haben. MW erzählt, gestützt von Adele A. am 5. August zwischen 11:00 und 11:30 auf den Weg zur Post gemacht, sie erfindet das Gespräch mit einem Bankbeamten, der an jenem Tag Urlaub hatte. Einen Tag später räumt sie bereits ein, möglicherweise eine Stunde früher unterwegs gewesen zu sein. Adele A. hat analog dazu am 11. August 1986 den Zeitpunkt der Sichtung der Kinder dazu eine Stunde früher angegeben als am 5. August 1986.
MWs Mutter GB sah sich den Ermittlern gegenüber offenbar veranlasst die geistige Fitness ihrer Mutter Adele A. gegenüber den Ermittlern zu verteidigen. (vgl. die Passage das Aussageprotokoll von GB am 11. August 1986 Beitrag von WM (Seite 198)) Ich glaube gar nicht mal, dass die Ermittler Zweifel an der Geistesverfassung Adele As. hatten, sondern, dass ihnen das Springen in den Zeiten in direkter Analogie zu MWs Angaben aufgefallen ist, was dann eine Erklärung sich verändernder Erinnerung bei Zeugen unwahrscheinlicher machen dürfte.
Ich sehe die Angaben vom Frühstück vom 12. August 1986, sie hätten nur etwas getrunken genauso, ähnlich, nämlich, dass sie angegeben hat, was die Kinder vor dem Schlafengehen zu sich genommen hatten. Meine Vermutung ist, dass der Ermittler, der MW gefragt hat, sich das selbe gedacht hat, nachdem schon die Zeiten mit der Post nicht gestimmt haben. RW wurde nämlich am selben Tag offensichtlich gefragt, ob die Kinder vor dem Schlafengehen noch etwas getrunken hätten.
„Karola und ich haben Kaba getrunken, Melanie Milch. Weder Karola noch Melanie haben etwas gegessen. … Ich habe den beiden gesagt, dass es ja schon ziemlich spät ist und dass nachher gleich Mittag gegessen wird.
(Quelle: Petra Cichos „Mordakte Weimar“, S. 43, Abs. 2]
Ich zitiere außerdem aus dem Aussageprotokoll RWs vom 12. August 1986.
Hunderprozentig bin ich mir nicht sicher, ob die Kinder
abends noch was getrunken haben.
Petra Cichos: "Mordakte Weimar", (S. 51)
Wenn sie die Fahrt in den Ort am 5. August eine falsche Zeit gelegt hat traue ich ihr auch zu, dass sie eine falsche Zeit für die Verständigung des Spurensuchers genannt hat, um indirekt auf einen zeitlich früheren Ablauf hinzuweisen. Wenn jetzt eingewendet wird, dass sie damit ein hohes Risiko eingegangen wäre, dass das auffliegt, entgegne ich, ob das mit den falschen Angaben zur Fahrt in den Ort (Stichwort Öffnungszeiten der Post denn anders ist.
Der Spurensucher hat mutmaßlich nicht vor Gericht ausgesagt, sonst würde man sich bestimmt im Urteil nicht alleine auf MWs Angaben beziehen, sondern dort etwas stehen, dass der Spurensucher die Zeitangaben bestätigt hätte oder etwas dergleichen.
Frage
Steht nur bei Frau Cichos keine Zeitangabe aber auch im Originalaussageprotokoll nicht?
Zu MWs Nachtversion
Ich habe die Nachtversion immer insofern für glaubhaft gehalten, dass es für MW beim Nachhausekommen so aussah, als ob es der RW gewesen wäre.
Was ich stets bezweifelt habe, dass sie nicht geholfen hat, die Kinder außer Haus zu bringen, eben weil keines der beiden Kinder eingekotet hatte. Solche Spuren zu beseitigen, macht man doch eher zuhause.
Reine Fiktion
Kann es nicht sein, dass die Kinder in der Nacht zur Taubeneinsatzstation gebracht wurden und es der eigentliche Plan war, bei der fingierten Suche am Morgen des 4. August 1986 war, dass sie dort "gefunden" werden sollten. Fanden die Eltern jedoch nur die Nachtkleidung vor, weswegen jeder vom anderen dachte, die Kinder noch anderweitig weggebracht zu haben. Sollte RE tatsächlich mal heimlich einen Schlüssel nachgemacht haben, hat er sich womöglich die Kleidung der Kinder gekrallt. Hat sie deswegen den Spurensucher gerufen, um herauszufinden, wo sie von dort aus hingebracht wurden? Der Hund konnte logischerweise nicht fündig werden, wenn sie mit dem Auto weggebracht wurden. Vielleicht wusste MW das am frühen Morgen noch nicht, dass Melanie am Berkaer Parkplatz war. Ich halte es sogar für möglich, dass sie unter irgendeinem Vorwand da hingelockt wurde und nachträglich behauptet hat, sie hätte nach Melanie gesucht?
RE, so denke ich mir das, hat eigentlich erwartet, dass MW beim nächtlichen Nachhausekommen sofort die Polizei rufen würde und mitbekommen hat, dass nichts dergleichen passiert, wenn er denn doch nicht so schläfrig gewesen wäre wie von BE am 11. August 1986 ausgesagt. Hat RE die Kinder vor seinem Dienstbeginn von der Taubeneinsatzstation weggebracht? Auch die lieblose Ablage Melanies könnte durchaus Kalkül gewesen sein, den Verdacht auf RW zu lenken. Schließlich sagen Familienangehörige übereinstimmend aus, dass das Verhältnis zu Karola ein besseres gewesen ist.
Ernsthafte Frage:
Hat niemand in der Familie RE im Verdacht gehabt, die Reifen vom Wagen gelöst zu haben? Warum hatte RW deswegen keine Anzeige erstattet? Dass der Tod der Kinder eine geplante Tat war, glaube ich nicht, kann mir aber vorstellen, dass RE die Situation nutzen wollte, in dem er Verdachtmomente gegen RW schürt, ihn, nachdem es mit dem Mordanschlag nicht geklappt hat, eben auf andere Weise loszuwerden.
Sollte er auf die absurde Idee gekommen sein, sich an MW ranzumachen, nachdem Brigitte von die Nase voll hatte?
1) Sollte Brigitte am 4. August 1986 bis zur Mittagszeit tatsächlich ahnungslos gewesen sein, ist es doch logisch, dass sie RE für unschuldig hielt (vgl. dessen Aussageprotokoll vom 8. August 1986, in der sich bereit erklärt, sein Auto untersuchen zu lassen). Sie kann doch nicht gleichzeitig MW und Adele A. glauben, dass die Kinder zwischen 11:00 und 12:00 noch am Leben waren und annehmen, dass RE die Kinder vor 10:30 weggebracht hat. Wenn sie mit Migräne in der räumlich weiter entfernten Wohnung im Bett lag, halte ich es auch für wesentlich glaubhafter, dass sie die Abwesenheit der Kinder tatsächlich nicht mitbekommen hat, als dass Ursula von der Nachbarwohnung aus den ganzen Tag nichts von den Kindern mitbekommen hätte, wenn sie noch vor Ort gewesen wären. Sollte der der Teil der Aussage Adele As. vom 11. August 1986 mit dem Wechsel des Geldscheins stimmen, wären Adele A. und Ursula Z. doch zeitgleich in räumlicher Nähe zur Weimarschen Wohnung im Haus gewesen. Welche Kinder vehalten sich denn den ganzen Tag so leise, dass man sie nicht zumindest hört?
2)Alternatives, rein fiktives Szenario
Er hat Brigitte genötigt beim Wegbringen der Leichen zu helfen und ihr gedroht, dass sie über die Klinge springt, wenn sie etwas sagt.
Für letztere Variante könnte eine Aussage einer Exgeliebten Kevin Pratts, die sie bereits vor MWs Nachtversion machte
27. August 1986: Aussage Ex-Geliebte von Kevin Pratt […] Ich spreche perfekt Englisch […] Kevin hat mir vor kurzem gesagt, dass Reinhard Weimar seiner Frau Monika gedroht hat. Er ; Reinhard hätte zu Monika gesagt: Wenn Du der Polizei was sagst, bringe ich Dich um.“
Petra Cichos: „Mordakte Weimar“ (S. 72 und 73)
„2. Sepember 1986: Aussage Kevin Pratt: […] Und was die Aussage der Frau Christine C. betrifft, dass Reinhard seine Frau umbringen würde: Ich habe nur gesagt, dass ich glaube, dass der Reinhard der Monika was antun könnte. Monika selbst hat mir von einer Drohung nichts erzählt.“Quelle: Petra Cichos: „Mordakte Weimar“ (S. 124 und 125)
Anmerkung:
Wenn Christine C. perfekt Englisch spricht, wird sie doch bestimmt in der Lage gewesen sein, zu unterscheiden, ob Kevin Pratt ihr etwas von einer konkreten Drohung RWs gegen MW erzählt hat oder ob er lediglich die Befürchtung kundtat, Reinhard könne MW etwas antun? Ich halte die Aussage auch deshalb für glaubwürdig, weil das kein alltäglicher Gesprächsgegenstand ist und daher geeignet, sich in der Erinnerung einzuprägen. Zumindest wäre mir kein Grund bekannt, weshalb Christine C. eine solche Ungeheuerlichkeit hätte erfinden sollen.
Ich biete hier mal drei Deutungsmöglichkeiten an
1)Es war RE, der KP von der angeblichen Drohung RWs gegen MW erzählt hat und das, was KP am 2. September 1986 äußert, als er auf die Aussage Christine Cs. angesprochen wird, ist eine abgeschwächte Version., weil er dazu nichts sagen mochte, ohne mit MW selbst gesprochen zu haben. Hat RE KP von einer Bedrohung erzählt, die er in Wahrheit gegenüber Brigitte ausgesprochen hat?
2)Unter der Voraussetzung von dem, dass Brigitte am 4. August 1986 ahnungslos war, gäbe es auch noch die Möglichkeit, dass es RE einfach darum gegangen ist, von seiner Täterschaft abzulenken, wenn denn KPs Befürchtung auf Einflüsterungen REs beruht hätte.
3) Christine C. hat Kevin Pratt missverstanden.
„19. September 1986. Richterliche Anhörung Kevin Pratt: […] Was die Briefe betrifft, so sagte mir Monika, dass sie diese deshalb geschrieben hat, weil sie einen Hinweis geben wollte, ohne Namen zu nennen, aus Angst von diesem umgebracht zu werden. Sie sagte mir auch den Namen des Täters. Es ist Reinhard. Dies war auch erst zu einem Zeitpunkt, als sie bereits von der Polizei vernommen worden war und der Polizei Bescheid gesagt hatte.“Quelle: Petra Cichos, „Mordakte Weimar“ (S.153, Abs. 3)
Anmerkung: In KPs Aussageprotokoll vom 19. September 1986 wird nichts von einer konkreten Bedrohung MWs sondern lediglich von einer Angst, eventuell umgebracht zu werden. Wenn MW zu diesem Zeitpunkt ihren Mann für den Täter hielt, halte ich das für durchaus vereinbar mit einer solchen Angst. Ich bin nicht der Meinung, dass es einer konkreten RWs bedurft hätte, damit eine solche Angst erklärbar wäre.
Was ich sagen möchte ist, dass KP von einer Angst MWs von RW umgebracht zu werden durchaus aus zwei verschiedenen Quellen hat erfahren haben könnte,
die eine Quelle sich in der Aussage Christine Cs. vom 27.08.1986 wiederspiegelt und
die andere gegenüber dem Richter, die seinen Angaben zufolge auf dem basiert, was ihm MW über die Motivation, die Briefe zu schreiben, selbst erzählt hat. Ich stütze das auch darauf, dass Christine C. ihre Aussage zeitlich gesehen vor MWs Aussage zur Nachtversion gemacht. KP schien verständlicherweise ziemlich schockiert darüber zu sein, dass MW ihren nächtlichen Verdacht gegen RW die ganze Zeit für sich behalten hat. Wenn MW ihm von einer solchen Befürchtung bereits vorher erzählt hätte, hätte er doch von ihrem Verdacht gewusst.
Mal eine Frage zum Aussageprotokoll REs vom 8. August 1986
Kann das sein, dass er als Zeuge geladen wurde und plötzlich als Beschuldigter da stand, ohne über seine Rechte belehrt worden zu sein? Durfte dieses Aussageprotokoll, aus dem hervorgeht, der ihn dass er den Höschenwechsel zuerst -die Betonung liegt auf zuerst- ausgesagt hat, nicht verwertet werden, weswegen die Kripo versuchte, über die Zeugin M. W. einen alternativen Beweis für REs Urheberschaft der Story vom Höschenwechsel zu ermitteln?
Die Annahme, dass die Ermittler die Frage nach dem Informanten in Sachen Höschenwechsel in der Absicht stellten, die Nachtversion MWs zu widerlegen, ergibt doch gar keinen Sinn, wenn die Nachtversion zum Zeitpunkt der an MW gerichteten Anfrage, wer ihr vom Höschenwechsel erzählt hat, noch gar nicht ausgesagt war.
Beitrag von WM (Seite 267)
Ich habe die Vermutung, dass RE die Höschenwechselepisode durch Kevin Pratt in den Umlauf gebracht hat (vgl. dessen Aussageprotokoll vom 5. August, in dem steht, dass er es war, der Kevin Pratt über das Verschwinden der Kinder informiert hatte).
Eine sicherere Methode, zu bewerkstelligen, dass die Geschichte bei MW landet, gäbe es doch kaum. Wollte M. W. wiederum Kevin Pratts Namen nicht nennen und hat stattdessen erzählt, Karola hatte ihr vom Höschenwechsel erzählt?
Kevin Pratt sagt am 5. August 1986 aus, er vermute, RW hätte etwas mit dem Verschwinden der Kinder zu tun. Ihm sei auch bekannt, dass RW MW schlagen würde. Gesehen hätte er das nicht.
Ich vermute, falls die Kinder entführt worden sein sollten, der Ehemann von der Monika etwas damit zu tun hat [...] Mir ist auch bekannt, dass der Ehemann Monika quält und schlägt. Gesehen habe ich das jedoch nicht.Quelle: "Mordakte Weimar", von Petra Cichos (S. 15)
Diejenigen, die die RTL-Doku gesehen haben, erinnern sich vielleicht, dass RE sich darin über die von RW ausgeübte häusliche Gewalt auslässt. Dass er selbst ebenfalls seine Frau verprügelt hat, erwähnt er in den Zusammenhang nicht. (vgl. das Aussageprotokoll von Brigittes und MWs Mutter vom 11. August 1986, dem zufolge beide geschlagen haben) Hat er KP Dinge erzählt, die in Wahrheit in seiner Ehe vorgefallen sind?
Natürlich schließe ich nicht aus, dass MW ihm auch etwas von erlittener häuslicher Gewalt erzählt hat, aber ich kann mir durchaus vorstellen, dass RE ihm das gegenüber in noch schlimmeren Farben ausgemalt hat als MW das getan hat.
Hat RE am 4. August 1986 KP nicht nur über das Verschwinden der Kinder informiert sondern ihn gezielt mit Informationen gefüttert, in denen der Verdacht gegen RW angestachelt wird?
Das Kontaktverbot zischen MW und KP dürfte RE bekannt gewesen sein. Sicher weiß ich, dass er sich nicht daran gehalten hat, aber ich denke mir, dass es zumindest erschwert war, etwas unter vier Augen miteinander zu kommunizieren. Die Abhöraktion der Polizei war ihnen wohl klar. Sie hatten laut KPs Aussage im Gießener Verfahren vor Gericht eine Vereinbarung zwischen MW und ihm, am Telefon nichts zu kommunizieren, was mit dem Tod der Kinder zu tun hat. Beitrag von WM (Seite 218)
Der Mordfall Weimar
15.04.2026 um 19:03@WM
Ich schreibe in den nächsten Tagen einmal mehr dazu, ich finde deinen letzten Beitrag ganz interessant.
Eins möchte ich noch vorab sagen: es gibt m.M.n. in diesem Fall genau zwei Schlüsselaussagen. Und zwar eine von RW und die andere von KP.
Noch eine Anmerkung muss ich machen zu RE:
In der RTL Doku sagt er, u.a., dass die Mädchen sonst nie in die Hose gemacht haben!!!
Wat? Das wusste doch ein R.E. nicht, und es wird ihn auch nie interessiert haben.
Und als ob er sich da nach 40 Jahren noch dran erinnert?! Also, da bin ich raus.
Aber die für meine Begriffe aussagekräftigste Aussage ist die, die er vor dem zweiten Prozess im Flur getätigt hat, auf die Frage einer Reporterin, wie er sich fühlt:
"I am nervous, I am scared!"
Warum???
Das halte ich gut für wahrscheinlich.WM schrieb:Ich habe die Vermutung, dass RE die Höschenwechselepisode durch Kevin Pratt in den Umlauf gebracht hat (vgl. dessen Aussageprotokoll vom 5. August, in dem steht, dass er es war, der Kevin Pratt über das Verschwinden der Kinder informiert hatte).
Ich schreibe in den nächsten Tagen einmal mehr dazu, ich finde deinen letzten Beitrag ganz interessant.
Eins möchte ich noch vorab sagen: es gibt m.M.n. in diesem Fall genau zwei Schlüsselaussagen. Und zwar eine von RW und die andere von KP.
Noch eine Anmerkung muss ich machen zu RE:
In der RTL Doku sagt er, u.a., dass die Mädchen sonst nie in die Hose gemacht haben!!!
Wat? Das wusste doch ein R.E. nicht, und es wird ihn auch nie interessiert haben.
Und als ob er sich da nach 40 Jahren noch dran erinnert?! Also, da bin ich raus.
Aber die für meine Begriffe aussagekräftigste Aussage ist die, die er vor dem zweiten Prozess im Flur getätigt hat, auf die Frage einer Reporterin, wie er sich fühlt:
"I am nervous, I am scared!"
Warum???
Der Mordfall Weimar
15.04.2026 um 19:04Zusatz: Sein ganzer Habitus spricht da für mich Bände!
Der Mordfall Weimar
15.04.2026 um 20:59Der Hundemensch wurde doch nach der offiziellen Vermisstenmeldung bei der Polizei angerufen - und die Vermisstenmeldung bei der Polizei geschah durch Brigitte.WM schrieb: sie eine falsche Zeit für die Verständigung des Spurensuchers genannt hat
Und dann muss es doch schon gegen Montag Nachmittag gewesen sein....
Zusammen mit wem? Reinhard? Oder Ray?WM schrieb:Was ich stets bezweifelt habe, dass sie nicht geholfen hat, die Kinder außer Haus zu bringen, eben weil keines der beiden Kinder eingekotet hatte. Solche Spuren zu beseitigen, macht man doch eher zuhause.
Welche Kleidung?WM schrieb:hat er sich womöglich die Kleidung der Kinder gekrallt.
Es fehlte doch keine Kleidung? Die Nachtwaesche war da und die Kleidung vom Vortag trugen die Kinder.
Ich dachte, Du sagst, Monika hat die toten Kinder frisch gemacht....
In welchen Zeitraum gab es denn ein Kontaktiert in welcher Art?WM schrieb:Das Kontaktverbot zischen MW und KP
Was meinst Du denn, was an der Hoeschenwechselgeschichte nicht stimmt?WM schrieb:Die Annahme, dass die Ermittler die Frage nach dem Informanten in Sachen Höschenwechsel in der Absicht stellten, die Nachtversion MWs zu widerlegen, ergibt doch gar keinen Sinn, wenn die Nachtversion zum Zeitpunkt der an MW gerichteten Anfrage, wer ihr vom Höschenwechsel erzählt hat, noch gar nicht ausgesagt war.
Meinst Du, Brigitte hat im ersten Prozess gelogen?





