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Der Mordfall Weimar

2.234 Beiträge, Schlüsselwörter: Doppelmord, Weimar, Kailing

Der Mordfall Weimar

27.04.2015 um 22:50
@Kermit12
Das war noch analoges Zeitalter damals in den 80er Jahren. Da machten die Kassen noch "Rattatattating".😉


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Der Mordfall Weimar

27.04.2015 um 23:31
MW hatte hinterher SELBST erklärt, dass sie doch nicht einkaufen gewesen ist, sondern nur bei der Sparkasse war. Da wurde sie auch gesehen.

Erneut meine Frage an alle, die tief in der Materie sind: Was spricht gegen meine These, dass zu diesem Zeitpunkt die Kinder bereits im Auto mit gewesen sind?

Wer kann den Ablauf zeitlich rekonstruieren, ohne in "Zeitnot" zu geraten? Das ist m.E. das eigentliche Problem.


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Der Mordfall Weimar

27.04.2015 um 23:31
da gab es schon elektronische Systeme.....


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wiwan
ehemaliges Mitglied

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Der Mordfall Weimar

29.04.2015 um 09:16
@jeangreen

Schade, daß Du Dein Potential so verschwendest und Dich zum 1001 mal der Frage widmest, Nachtversion ja oder nein. Ich denke, daß ist alles schon weitestgehend geklärt, und bringt die Diskussion nicht weiter.
Vorschlag, fange doch mal ganz am Anfang an , und analysiere folgende Punkte,
-wie setzte sich die Großfamilie Böttcher zusammen ?
-wer gab den Ton in der Familie an ?
-wer gab den Ton nach dem Tod des Erstern an ?
-Waren die einzelnen Familien innerhalb der Großfamilie mit ihrem Leben im Salz glücklich ?
-welche Perspektiven sahen sie nach Eintritt von Herrn Elliot in die Familie ?
wie schätzt Du die Persönlichkeit von Monika B. ein ?. was sagt zB Kauffmann dazu oder ihre beste Freundin, oder auch Andere, die sie kannten ?
-Welche Hinweise erkennst Du zu einem Mittäter ? Sind Dir die Indizien aus dem Urteil bekannt ? usw, usw

Jemand hatte hier geschrieben, die Auffindelage von Melanie sieht nicht nach Werfen aus, sondern nach Ablegen. Die Lage der Haare und der Beine, sprechen nicht für ein Legen.
Dann schrieb jemand, die Kinder könnten auch schon beim Besuch in der Sparkasse im Auto gewesen sein . Halte ich auch für möglich, Widerspricht auch nicht der Aussage von Herrn Nordheim. der gegen 11,30 Uhr hörte, wie MB die Kinder überredete , mitzufahren.
Das Problem, das alle haben ist, daß sie ohne Klärung der Eingangs gestellten Fragen, kein Motiv eines Mittäters erkennen können, oder sie sind eben schon 100%ig festgelegt, und reagieren allergisch auf Meinungen, die nicht im Sinne des vorgegebenen Glaubens sind. Wie zB diese Lourdfahrerin.


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Der Mordfall Weimar

06.05.2015 um 13:40
@wiwan

Glaubst Du wirklich das Herr Elliot das alles so entscheidend beeinflusst haben könnte dass die Situation sich für MB so verändert hat?


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Der Mordfall Weimar

19.10.2015 um 18:49
Philippsthal liegt bei mir praktisch um die Ecke.
Daher kenne ich Personen, die die Familien kannten. Die Mutter der Mädchen muss wohl damals etwas mit einem Amerikaner gehabt haben und soll mittlerweile in Amerika leben.
Manche spekulieren, dass sie ohne die ''Lasten'' hier mit dem Amerikaner auswandern wollte.


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Der Mordfall Weimar

19.10.2015 um 19:16
Der, der mit M.B. damals zusammen war, war bereits verheiratet in den Staaten. Mit dem konnte sie nicht auswandern. Er war noch Angehöriger der US-Armee.
Trotz allem die Kinder waren ihr im Weg!

Mit wem sollte sie in den Staaten leben. Alleine denke ich wohl nicht.


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Der Mordfall Weimar

05.04.2016 um 16:53
@alle
Grüße alle, die ab und zu noch reinschauen.
Habe gerade erst das Buch zufällig in die Hände bekommen und das Geschehen selbst damals über die Medien mitbekommen.
Ich bin sehr zwiegespalten:
Einerseits ist für mich die Tagesversion schlüssiger als die andere.
Andererseits ist es für eine Mutter, die ihre Kinder so sehr liebt, wie Monika Weimar behauptet, undenkbar, dass sie ihre Kinder - egal ob tot oder lebendig - draußen tagelang alleine läßt in der Dunkelheit, der Kälte, der Einsamkeit mit Tieren. Das ist nämlich die Urangst einer Mutter; dass das Kind ohne sie friert, Angst hat, schutzlos Wind und Wetter und den Tieren ausgeliefert ist. Ich spreche hier aus leidvoller Erfahrung. (Gottseidank habe ich meinen kleinen Sohn lebend wieder bekommen). Als mein Sohn spurlos verschwunden war, kreisten meine Gedanken alleine darum, dass er vielleicht Hunger hat, friert oder eben schutzlos irgendwo liegt. Als dann die Nacht hereinbrach, war ich hysterisch und konnte nur noch mit Spritzen einigermaßen beruhigt werden. Die Dunkelheit da draußen war für mich das Schlimmste. Nicht ob er noch lebte oder schon tot gewesen sein könnte. Das war zweitrangig. In jedem Fall wollte ich mein Kind da draußen in der Dunkelheit nicht haben.
Deswegen kann ich mir +überhaupt nicht vorstellen, dass Monika W. ihre Kinder dorthin verbracht hat. Eher wäre es vorstellbarer für mich, dass sie versucht haben könnte, sie wieder nach Hause zu schaffen.
Aber ich kann mir natürlich auch nicht vorstellen, was in einer Frau vorgeht, die im Stande ist, ihre eigenen Kinder zu töten.


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Der Mordfall Weimar

21.04.2016 um 13:46
Da gehört ein sehr "starker" Charakter dazu. Aber da es sehr wahrscheinlich ist, dass M über eine längere Zeit ihren Mann vergiftete (s. Ausführung ihres Anwalts Strate), sind hier andere Maßstäbe an das Gewissen anzulegen.


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Der Mordfall Weimar

21.04.2016 um 20:12
@sonnsee schrieb:
sonnsee schrieb:Da gehört ein sehr "starker" Charakter dazu. Aber da es sehr wahrscheinlich ist, dass M über eine längere Zeit ihren Mann vergiftete (s. Ausführung ihres Anwalts Strate), sind hier andere Maßstäbe an das Gewissen anzulegen.
@sonnsee

MWs eigener Anwalt Strate hält das für wahrscheinlich?
Könntest Du einen Link zu den betr. Ausführugnen posten?


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Der Mordfall Weimar

22.04.2016 um 13:49
@Aggie

Fundstelle: DER SPIEGEL 6/1993 S.86
"Muss der Vater der Mörder sein?" Kann man googlen, ein sehr aufschlussreicher Bericht.. Bei Strate finde ich das nicht explizit, aber hier (s.Fundstelle):

(...) während es nicht ersichtlich ist, wie Reinhard Weimar ohne Hilfe seiner Ehefrau an solche Benzodiazipine (...) gelangten sollte, die ihm nicht verschrieben worden sind. Reinhard Weimar ist mehr als ein Jahr lang mit schwersten Medikamenten vergiftet worden.


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Der Mordfall Weimar

22.04.2016 um 15:19
Hallo zusammen, ist diese Vergiftungsgeschichte denn tatsächlich irgendwann mal polizeilich ermittelt und nachgewiesen worden? Und wenn ja, bitte die Quelle.

In diesem Artikel ist die Rede von einer Medikamentenvergiftung weil der Mann wegen vieler Zipperlein parallel behandelt worden ist
Im Frühjahr 1986 ist Monika Weimar zum erstenmal verliebt. Sie hat in einer Diskothek den jungen amerikanischen Soldaten Kevin Pratt getroffen. Bei ihm findet sie sexuelle Erfüllung. Sie überlegte schon länger, ihren Mann zu verlassen, fand aber nie die Kraft dazu. Ihr Mann ist krank, er macht ihr angst, und sie hat Mitleid zugleich: Seit einem Jahr wird er immer wieder ohnmächtig, ist desorientiert, verlangsamt, hin und wieder geistig abwesend und vergeßlich. Er zittert. Manchmal geht er aus dem Haus, irrt umher und klingelt nach einigen Minuten an der eigenen Haustür. Die Ärzte vermuten eine Hirnhautentzündung, dann die Parkinsonsche Krankheit, sie verschreiben ihm Psychopharmaka und Medikamente gegen Schilddrüsenerkrankung. Dazu trinkt er sein täglich Bier. 1985 bricht er dreimal zusammen und muß ins Krankenhaus. Einmal wird eine Medikamentenvergiftung festgestellt. Er beschuldigt daraufhin seine Frau, ihn heimlich vergiften zu wollen, meint, einen metallischen Geschmack im Essen wahrzunehmen, und läßt die Kinder vorkosten. Trotzdem bleibt er bei ihr, weigert sich auch, in die Mansardenwohnung auszuweichen. "Wo sollte ich denn hin?" erklärte er später bei der Kripo.
(Quelle: http://www.zeit.de/1995/51/Schuldig_auf_Verdacht/seite-2)


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Der Mordfall Weimar

22.04.2016 um 16:24
Soweit ich weiß, wurde wg. der Medikamentengabe nicht ermittelt.

Diese Quelle oben bzw. Bericht ist eines aus "Frauensicht", die damals sehr verbreitet waren. Man wollte W. für unschuldig halten, weil sie als "Amihure" geschimpft worden war und die Justiz männerdominiert. Aber ob die Rechnung: "Verhasst, also unschuldig" aufgehen kann, ist eine andere Frage.

Danke für die Quelle, es ist tatsächlich sehr schwer zu finden!

Dass ein verwirrter Mann, der so angeschlagen ist, die Kinder tötet, danach aber säubert, umzieht und frisiert, insbesondere mit Haarspangen etc. ist wohl recht unwahrscheinlich. Ebenso ist nicht erklärbar, warum W. angab, die ältere Tochter habe ihr selbst vom Windelwechsel der Schwester berichtet, wo sie doch schon tot gewesen sein muss (s. "Die großen Kriminalfälle).


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Der Mordfall Weimar

22.04.2016 um 18:51
@sonnsee

R.W. ist 60-jährig 2012 eines natürlichen Todes verstorben.
M.B. hat ihre Strafe verbüßt, ist seit 2006 aus der Strafhaft in Preungesheim frühzeitig entlassen; so zu sagen inzwischen rehabilitiert und resozialisiert und lebt völlig unauffällig.

Wenn auch der Mordfall Weimar/Böttcher einer der Aufsehen erregendsten Kriminalfälle der letzten Jahre gewesen ist, weshalb besteht immer noch die Frage z.B. nach der Medikamentengabe und erhält interessante Brillianz?
R.W. war krank und auf Medikamente angewiesen. Dann nahm er auch seine Medikation. Das steht völlig außer Frage!!

Im Übrigen wird reichhaltige Literatur auf dem Markt angeboten, dass sich die Diskussionen an dieser Stelle wohl nicht weiter lohnen.

Die ( Verfahrens- ) Aktenberge sind inzwischen tief im Archiv der Gerichte verbracht und verstauben!


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Der Mordfall Weimar

22.04.2016 um 18:59
Ja, richtig, ist bekannt. Aber wer sich mit diesem Fall beschäftigt, weiß wie wenig für R.W.s Täterschaft spricht.


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Der Mordfall Weimar

26.04.2016 um 21:49
@sonnsee
Hier geht es weniger um das Gewissen, das Du ansprichst und auch nicht um einen starken Willen.
Ich denke zuallererst spielt in so einem Fall der Instinkt eine Rolle. Bevor ein logisches Verhalten greifen kann, hat immer der Instinkt die Oberhand. Der Instinkt einer Mutter ist der Beschützerinstinkt. Dieser läßt nicht zu, dass sie ihr Kind schutzlos alleine in der Dunkelheit läßt. Dieser Instinkt tritt aber nur in Kraft, wenn sie keinen Anteil an der Tötung ihres Kindes hat. Denn eine Mutter will selbst ihr totes Kind noch halten und wärmen. Es ist immer noch ihr Kind und sie will es beschützen. Sie kann lange Zeit nicht akzeptieren, dass das Kind tot ist. Hat sie aber aktiven Anteil am Tod ihres Kindes, dann ist die Verbindung zu ihrem Kind ebenfalls gekappt. Sie sieht das Kind nur noch als toten Körper, denn sie selbst hat diesen Zustand hergestellt. Und dann setzt auch dieser Beschützerinstinkt nicht ein.
Deshalb kann ich die Nachtversion auf keinen Fall glauben. Niemals hätte sich eine Mutter seelenruhig schlafen gelegt, nachdem sie erfahren hat, dass ihre Kinder tot in der Dunkelheit, der Kälte alleine liegen. Das hätte der Beschützerinstinkt niemals zugelassen.
Dass sie am Tag ihre Kinder suchte und dort in den Brennesseln liegen ließ, hätte auch ihr Beschützerinstinkt nicht zugelassen.
Diese Tatsache, die bei Menschen und den meisten höheren Tieren gleichermaßen funktioniert zusammen mit den Zeugenaussagen und dem Bekleidungszustand und mageninhalt der Kinder sowie das ständige Lügen der Mutter lassen keinen anderen Schluss zu, dass sie die Mörderin war.


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Der Mordfall Weimar

21.05.2016 um 13:19
@Hathora

Lügen der Mutter ??? In den Verhören der Kripo Hersfeld war MW komplett mit Beruhigungspillen zugedröhnt ! Das ist eine Tatsache die meiner Meinung nach viel zu wenig Beachtung fand. MW war durch die Medikamente gar nicht in der Lage klar zu denken und trotzdem wurde sie durch die Kleinstadtkripo verhört. MW hatte gar keine Chance weil sie für die drittklassigen Ermittler in Hersfeld als "Amischlampe" von Beginn an vorverurteilt war, einzig der Staatsanwalt versuchte die Ermittlungen auch auf den Vater auszuweiten und wurde durch die Ermittler im wahrsten Sinne solange sabotiert, bis er aufgab und durch einen Staatsanwalt ersetzt wurde, der auf "Linie" mit den Ermittlern war.


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wiwan
ehemaliges Mitglied

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Der Mordfall Weimar

23.05.2016 um 06:32
@KrimiFan72

Nur teilweise richtig , MW stand nicht während der Verhöre durch die Soko Weimar unter dem Einfluss von Beruhigungsmittel , sondern nur teileise während des Prozesses in Fulda. Hatte auch keinerlei Auswirkungen auf den Prozess . Es ist auch nicht richtig die Soko Weimar pauschal als drittklassig zu bezeichnen . Das ihnen einige Fehler unterlaufen sind ist unbestritten , aber nicht sie , sondern die Bevölkerung haben sie als Amihure vorverurteilt. Nun kann man zwar einige Zweifel an der Kompetenz der Mitarbeiter der Soko Weimar anmelden, zB wenn der Leiter noch nicht mal weiß, wer im Hause von MW alles gewohnt hat . oder wenn Herr kaufmann zB sehr richtig sagt , er schließe aus , daß MW mal eben so ihre Kinder ermordet hat er aber gleichzeitig sagt , er vermute eine Unglücksfall beim Hereinzerren in das Auto . Vergißt aber dabei zu erwähnen, daß dies markante Spuren hinterlassen hätte , die bei der Autopsie entdeckt worden wären.
Der entscheidende Lapsus ist dem Oberstaatsanwalt Maschke zuzuschreiben, der voreilig erklärt hat, der Fall ist jkriminalistisch ausermittelt , es bleibe nun nur noch zu klären MW oder RW. Der Fall war mitnichten kriminalistisch ausermittelt , was man dann ja auch bei dem zusammengeschustertem Urteil sieht , wo viele Fragen offen blieben.
Staatsanwalt Sauter hat nicht aufgegeben , er ist abgelöst worden . Er hatte sich nun mal auf die unmögliche Nachtversion versteift

@sonnsee
Bei einer Zeitrekonstruktion mit MW als Alleintäterin , kommst Du immer in Zeitnot.

@stupormundi

Ja Elliots Schilderungen vom paradiesischem Leben im Wilden Westen , brachte MW , ihre Schwester und den Rest der Familie schon sehr ins Grübeln über das öde Leben am Ende der Welt. Sie waren alle jung und wollten raus aus dem langweiligem Salz.


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Der Mordfall Weimar

23.05.2016 um 08:26
ist ja putzig.
habe mir erst letzte nacht wieder "den fall monika weimar" angeschaut.ist ein thema der ard-reihe "große kriminalfälle".seit dem ausstrahlen der serie ist falltechnisch ja nicht mehr viel heraus gekommen.natürlich mit der ausnahme das der ex-ehemann 2012 verstorben ist und ebenfalls nicht mehr für aufklärung sorgte/sorgen konnte.
und für mich ist die mutter die hauptverdächtige.sie hatte die schwerwiegensten motive für diese taten.ihre bewußten falschaussagen bei den vernehmungen,die sie später ja auch öffentlich zugab,der geliebte,für den sie frei sein wollte.
leider werden wir wohl niemals wirklich beweise zu gesicht bekommen.monika weimar wurde zwar verurteilt,aber harte beweise wie man sie sich normalerweise von gerichten wünscht,die gibt es nicht.das ist auch nach fast 30 jahren mehr als unbefriedigend.aber trotzdem realität.


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