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Der Mordfall Weimar

2.233 Beiträge, Schlüsselwörter: Doppelmord, Weimar, Kailing

Der Mordfall Weimar

15.11.2017 um 18:53
es war auch für mein Verständnis sicherlich keine Tat im Affekt aber genauso wenig war die Tötung meiner Ansicht nach von langer Hand geplant und sorgfältig geplant, war sie schon gleich gar nicht. Es war womöglich ein Entschluss, der in der Nacht vom 3. zum 4. 8. gereift ist oder auch erst am 4.8 früh morgens. Vielleicht ist dieser Entschluss, auch gar nicht einem nennenswerten zeitlichen Abstand vor der Tat von M.W. gefasst worden sondern Entschluss und Umsetzung der Tat waren mehr oder wenig zeitgleich. Das Gedankenspiel dazu wäre: M.W. nimmt Karola und Melanie am 4.8. frühs mit zur Post oder wohin auch immer. Während der Fahrt gehen ihr alle möglichen Gedanken durch den Kopf. Wut, Verzweiflung, Ausweglosigkeit. Hass auf die Männer - auf beide. Ergebnis: Ich bringe mich und die Kinder um. Jetzt gleich.

Die Tötung der Kinder aus purem Egoismus und aufgrund eines unbändigen Freitheitsdranges der M.W. kann ich nicht so recht glauben. Irgendetwas ganz Konkretes muss alledem sehr zeitnah vorausgegangen sein. Irgend etwas, was aus Sicht der M.W. ihre bisherige Situation komplett verändert hat und ihr im wahrsten Sinne des Wortes als "DEAD END STREET" vorgekommen sein muss. Aus und vorbei. Alles vorbei.

Eine eiskalte Mörderin, wie ich hier jetzt gerade gelesen habe, gibt das ganze, der Öffentlichkeit aus Filmdokumentationen bekannte Bild der M.W. für mich irgendwie nicht her. Andererseits kann man in niemanden hineinsehen (Phrase - kostet drei Euro)

Also glaube ich persönlich eher an einen Selbstmord-Plan nach Tötung der Kinder. Warum hat sie sich nicht selbst getötet? Kann ich nicht beantworten. Ein Psychologe / eine Psychologin womöglich schon.

Jeder hier im Forum leistet seinen Beitrag. Viele rätseln rum, suchen verlorene Puzzle-Teile, spekulieren, kriegen den Ablauf nicht logisch zusammen, schwanken zwischen Tag- und Nacht-Version, zwischen ihm und ihr und und und. Andere erinnern an Sachverhalte, korrigieren, warten mit Fakten auf (Danke - hilft sehr), widerlegen schlüssig.

Jeder Beitrag hilft, ist aber immer nur Ausdruck der persönlichen Meinung ohne Anspruch auf irgendwas und dient deshalb nur dazu, eventuell eine Diskussion anzustossen - so sehe ich zumindest meine Beiträge. Und sofern so ein Beitrag ein mögliches, nicht vollkommen abwegiges Szenario beschreibt, sprich nicht ganz neben der Spur ist und man selbst bereit ist, eventuell umzudenken, sollte man nichts kategorisch ausschließen. Theorien, welche auch immer sind hier im übrigen um einiges hilfreicher als Halbwahrheiten oder falsche Sachverhalte die ins Forum eingebracht werden (Kletten nur am Spielplatz usw.) Arrogante, despektierliche und Oberlehrerhafte Kommentare zu welchem Beitrag auch immer, können zudem in der Schublade bleiben, meiner Meinung nach.


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Der Mordfall Weimar

16.11.2017 um 14:58
miltes schrieb:Die Tötung der Kinder aus purem Egoismus und aufgrund eines unbändigen Freitheitsdranges der M.W. kann ich nicht so recht glauben. Irgendetwas ganz Konkretes muss alledem sehr zeitnah vorausgegangen sein. Irgend etwas, was aus Sicht der M.W. ihre bisherige Situation komplett verändert hat und ihr im wahrsten Sinne des Wortes als "DEAD END STREET" vorgekommen sein muss. Aus und vorbei. Alles vorbei.
Genau, etwas, was ihre bisherige Situation massiv beeinflusste und sie sich zum Handeln genötigt sah.

Ich könnte mir vorstellen, dass sie sich, vor dem Geschehen, ihres Geliebten Kevin P. nicht mehr sicher war, zumal berichtet wurde, (bitte im Thread nachlesen) dass er, während sie mit ihm eine Verbindung eingegangen ist, er auch mit einer anderen jungen Frau zumindest geflirtet und getanzt hatte.
Sie hatte das mitbekommen und es folgten sicher Diskussionen.

Vielleicht geriet sie in Panik, ihren Geliebten zu verlieren und wieder ihrem alten Leben ausgesetzt zu sein.

Ein Leben, was sie zutiefst verabscheute und nicht mehr wollte.


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Der Mordfall Weimar

16.11.2017 um 18:53
@Sunrise76

Der PANIK - Aspekt ist ein wertvoller Beitrag. Ohne Frage - sie muss es gehasst haben, nach ihren Disko-Besuchen und anschließenden Schäferstündchen mit K.P. in die miefige Wohnung zu Ihrem spießigen Reinhard zurückzumüssen. Angst, wieder ihr altes Leben führen zu müssen, könnte tatsächlich ein starkes Motiv für die Tötung der Kinder gewesen sein. Ein radikaler Schnitt musste her. So radikal wie möglich. Und ja genau. Am Sonntag-Abend muss sich ihre Situation schlagartig verändert haben. "Du Monika - ich habe jemand anders kennengelernt" oder so (kein Zitat)

Ich glaube aber nicht, dass sie sich jetzt genötigt sah, zu handeln. Stattdessen glaube ich, dass alles über sie hereingebrochen ist. Also kein perfider Gedanke - ich muss jetzt was tun, sonst ist alles aus mit K.P. - sondern eher ein Wirrwarr von Gedanken gepaart mit Angst, Panik, Verzweiflung, Wut und Hass so dass all das zu diesem Wahnsinn geführt hat, der passiert ist.
Für mich war also nicht ein bestimmtes und von vielen gesuchtes Motiv sondern ein Gemütszustand der Auslöser für die Tat. Verzweiflung, Überreaktion und ja - PANIK.

Ich tue mir somit schwer, dieser "ich will frei sein, will leben - Theorie- zuzustimmen. Das wäre dann halt die egoistische und kaltblütige Killerin, M.W, die zwar viele in ihr sehen, die ich persönlich aber nicht so richtig in ihr erkennen kann. In ihren Interviews wirkt sie spröde, vergrämt und schüchtern.

Ich habe mir heute mal die Mühe gemacht, viele von den Beiträgen zwischen 2015 und 2017 zu lesen.
Auch wenn es viele hier langweilt und ich dafür ein müdes Lächeln ernte, will ich die Theorie mit dem unbekannten, zweiten Täter aufgreifen. Ich weiß von wem diese Theorie ursprünglich kommt und weiß natürlich auch um sein Standing hier im Forum. Aber es gab und gibt auch noch zwei bis drei andere, Forums-Mitglieder, die einen Mit-Täter in Betracht gezogen haben.

Beim Lesen all dieser vielen Beiträge ist mir aufgefallen, dass sich eigentlich kaum jemand zu einigen Fakten äussert, die sofort nach Auffinden der Kinder klar waren, die aber eigentlich ziemlich sonderbar sind. Nämlich:

* Zwei Ablage- / Fundorte - WARUM ??
* Zwei Tötungs-Methoden (Erwürgen und Ersticken) WARUM ?
* Fasern an der Kleidung von Melanie, die von einem Teppich oder einer Fußmatte stammen, der oder die, soweit ich
informiert bin, weder in der Wohnung der Weimars gefunden wurde noch in deren PKW - heißt was ??

Und dann noch der Zeit-Aspekt. Die Fahrt zur Bank, die Fahrten zu zwei Parkplätzen, die Tötung von zwei Menschen, die Ablage von zwei Menschen im Gebüsch. Und dann womöglich noch irgendwo, wenn auch nicht an einem der Parkplätze, einige Minuten im Auto, um sich zu sammeln und schließlich die Fahrt nach Hause. Alles in 45 Minuten. Wenn ich mich recht erinnere zwischen 11.30 Uhr (Abfahrt von zuhause) und 12.15 (Wieder ankommen zuhause).

Kommentare zur Mit-Täter-Theorie würden mich deshalb schon sehr interessieren.

(Zur Erinnerung - ich persönlich glaube an Tötung der Kinder durch M.W. mit anschließender Suizid-Absicht, die nicht in die Tat umgesetzt wurde. Zug und Baum setzen sicherlich einigen Mut voraus, wenn man nicht stark depressiv ist)


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Der Mordfall Weimar

16.11.2017 um 22:22
@miltes

Die Mittäter Theorie hat für mich mehrere gravierende Haken, die ich als schwerwiegender ansehe als die von Dir genannten Punkte.



1. Was sollte das Motiv des zweiten Täters sein ? Einen Kindsmord begeht niemand "einfach so", erst recht nicht in der Konstellation des Weimar Falles.

2. Wer sollte dieser Täter sein ? Es müßte jemand aus dem nahen Umfeld sein, der in pers. Beziehung zu MB steht/stand.

3. Warum verschwieg MB den zweiten Täter und ging stattdessen als Alleintäterin lange ins Gefängnis ?



Das macht nicht wirklich Sinn, genauso wie die anderen Theorien von Wiwan keinen Sinn ergaben, auch wenn er sie hier noch so sehr verteidigt hat. Die Einstufung seiner Person durch das Gericht war sehr klar und er wurde nicht ohne Grund als unglaubwürdiger Zeuge angesehen, der verschiedene Ablauftheorien aus dem Hut zauberte. Eine davon war eben der Schwager, der dann, trotz Alibi, plötzlich zum Mittäter und evt. sogar Mastermind und Anstifter wurde.

Die angesprochenen Punkte
miltes schrieb:* Zwei Ablage- / Fundorte - WARUM ??
* Zwei Tötungs-Methoden (Erwürgen und Ersticken) WARUM ?
* Fasern an der Kleidung von Melanie, die von einem Teppich oder einer Fußmatte stammen, der oder die, soweit ich
informiert bin, weder in der Wohnung der Weimars gefunden wurde noch in deren PKW - heißt was ??
sind zwar interessant, aber nichts davon deutet mMn auf einen zweiten Täter hin.


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Der Mordfall Weimar

17.11.2017 um 01:30
Photographer73 schrieb:3. Warum verschwieg MB den zweiten Täter und ging stattdessen als Alleintäterin lange ins Gefängnis ?
Eines vorab: Ich persönlich glaube auch nicht an eine 2-Täter-Version.


Aber dennoch könnte ich mir vorstellen, dass ein solches Szenario ´´ den Zweittäter verschweigen ´´ gar nicht so unwahrscheinlich ist. Es gibt halt nun einmal Menschen , die können oder wollen nicht gestehen, auch wenn die Indizienlage noch so erdrückend ist. Sie stehen lieber als zu unrecht Verurteilter dar. Vor den Verwandten und Freuden  sich als Opfer der Justiz zu verkaufen, gefällt ihnen halt besser. Gerade Gerichtsurteile, die aufgrund einer Indizienkette gefällt wurden, bieten sich hier an. Letztendlich fehlt halt der ultimative 100%ige Beweis.

Würde ein Verurteilter den Namen eines Zwettäters preisgeben, dann würde er meist seine eigene Täterschaft zugeben, ohne echte Vorteile zu haben. Beide würden bei solch einer  Tat lebenslänglich bekommen.


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Der Mordfall Weimar

17.11.2017 um 06:48
Neben dem Grund, dass sie schweigt, weil sie eventuelle zu-ihr-Halter nicht verlieren will, könnte sie auch schweigen, weil sie wirklich unschuldig ist.

Oder weil sie jemanden schützen will.

Oder weil ihr klar ist, dass sie so oft gelogen hat, dass man ihr die Wahrheit nicht mehr glauben würde.

Wir werden es schlicht nie herausfinden. Selbst wenn sie sich noch äussern würde, egal was sie sagen würde, wer weiss, ob das dann die Wahrheit ist. Oder ob sie vielleicht einfach nur ihre Ruhe will.


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Der Mordfall Weimar

17.11.2017 um 12:58
@Photographer

Zunächst mal DANKE für den Versuch einer Antwort.  

Du hast zwar schnell geantwortet aber meine Fragen stehen immer noch im Raum. Das macht nichts. Ich kann meine Fragen auch nicht beantworten. Dass Du mir aus Deiner Sicht in der kurzen Zeit sicherlich so gut wie möglich geantwortet hast, ist aber aller Ehren wert.

Vielleicht kann ich aber Deine Fragen beanworten. Zuvor noch der Hinweis, dass die folgenden Ausführungen ein eventuell mögliches Szenario beschreiben, das ich für diskussionswürdig halte, auch wenn ich selbst, zumindest im Moment, auch keinen Zweit-Täter sehe. Für mich sah sich M.W. ab dem 3.8. spät Nachts in einer verzweifelten und auswegslosen Lage ohne Zukunft. Sie wollte deshalb einen radikalen Schnitt machen, die Kinder und dann sich selbst töten. Sie dürfte weder in der Nacht noch am folgenden Morgen Gelegenheit gehabt haben, irgend eine zweite Person in den von ihr geplanten Irrsinn einzuspannen.  

Und dennoch -

Die Zwei-Täter-Theorie möchte ich deshalb zur Diskussion stellen, weil die von mir gennanten Sachverhalte sowie der von mir beschriebene Zeitablauf (falls ich diesen korrekt aufgezeigt habe) für mich zumindest nicht ausreichend geklärt sind. Sie sind auch nicht nur interessant, aber ohne Hinweis auf einen zweiten Täter, wie Du das meinst, sondern lassen vielmehr einen zweiten Täter durchaus denkbar erscheinen.

Ich erhoffe mir also von irgendjemandem, die oder der sich hier beteiligt, eine stichhaltige Beantwortung warum zwei Tötungsmethoden zur Anwendung kamen, warum es zwei Ablageorte gab, warum die Fasern an Melanies Kleidung von einem unbekannten Teppich oder einer nicht gefundenen Fußmatte stammen und schlussendlich wie M.W. all das zeitlich ohne Hilfe hinbekommen haben kann.

Zu den Fragen in Deinen Antworten.

1. Das Motiv
Du siehst kein Motiv für einen unbekannten Zweit-Täter ?  Ich eher auch nicht, schließe aber einen Helfer bei aller Skepsis nicht kategorisch aus. Kennen wir denn wirklich die "Konstellation des Weimar-Falles ?" Könnte denn ein uns allen nicht bekanntes Motiv nicht einer der Schlüssel für die vielen Rätsel sein, die dieser Fall hinterlassen hat ? Ja natürlich " einen Kindsmord begeht niemand "einfach so" - könnte man meinen. Du und ich zumindest nicht. Wir begehen gar keinen Kindsmord. Keiner in allen Belangen Unbeteiligter würde so was tun. Man muss also schon irgendwie involviert sein.
Für jeden Wahnsinn gibt es also einen Auslöser oder einen oder mehrere Gründe. Aber nur weil Du und ich nichts von einem Motiv wissen, das ein anderes Familiengmitglied hätte haben können, M.W. zu helfen, heißt das noch lange nicht, dass es keines gab. Monika Weimar wurde verurteilt, weil sie getötet hat. Das Urteil war korrekt. Aber ist das die ganze Wahrheit ? (Sehr lange wusste niemand, dass sich die Erde um die Sonne dreht und nicht anders rum. Es ist trotzdem so).


2.
Ja natürlich. Der zweite Täter kann nur ein Familienmitglied, guter Freund oder ein wegen K.P verlassener EX-Lover sein, der plötzlich wieder Chancen für einen Neubeginn mit M.W. sieht.  Den gab es auch in der Familie. Und ist dieses Familienmitglied und EX-Lover als Helfer vollkommen unwahrscheinlich ? Kennst Du die Familienverhältnisse von damals und wer mit wem und über welchen Zeitraum hinweg im Bett war. Weißt Du sicher, dass beide Kinder von Reinhard Weimar waren?  Ich jedenfalls weiß das nicht.


Wiwan war hier zwar der Einzige, der auf einem zweiten Täter regelrecht beharrt hat, aber es gab zumindest noch zwei, drei weitere, ehemalige oder derzeit abwesende Mitglieder, die einen zweiten Täter nicht vollkommen ausschließen. Wiwan, selbst kam hier mit seinen Einlassungen alleine aufgrund seiner arroganten und despektierlichen Wortwahl und seinem "Ihr seid doch alle unwissend und kapiert nichts-Gehabe nicht gut an. Aber auch deshalb nicht, weil er nicht mit dem Namen des von ihm auserkorenen Mittäters herausrücken wollte. Aber ein Gericht kann unter Strafandrohung erlassen, dass man eine andere Person namentlich nicht bzw. nicht länger einer Straftat bezichtigen oder öffentlich verdächtigen darf, wenn hierfür keine Anhaltspunkte vorhanden sind. Also schon alleine deshalb keine Namensnennung in einem öffentlichen Diskussionsforum.  (Anhaltspunkte wiederum können aber auch deshalb nicht vorhanden sein - weil man eine  Theorie kategorisch ablehnt und ihr deshalb gleich gar nicht nachgeht - so wie das Gericht  zum Beispiel.)


3.
Für den Fall, dass es einen Helfer oder Mittäter gab, hat M.W. diesen natürlich deshalb verschwiegen, weil sie damit ihre unmittelbare Beteiligung an der Tat eingestanden hätte. Sie hat anfangs sicherlich gehofft und gebangt, nicht ernsthaft unter Verdacht zu geraten oder gar vor Gericht zu müssen und dann auch noch schuldig gesprochen zu werden.  Später, als sie dann ins Gefängnis musste, hat sie den Mittäter auch nicht genannt. Was hätte ihr das gebracht ? Warum sollte sie denjenigen verraten, der ihr geholfen hat ? Und - katinka1971 - hat natürlich Recht. M.W. wäre schon wieder mit einer neuen Story um die Ecke gekommen, die ihr sowieso keiner abgenommen hätte.


Hier nochmal die aus meiner Sicht unbeantworteten Fragen:

Warum zwei Tötungsmethoden, wenn es ein und derselbe Täter war ? In Ihrer Grausamkeit eher sichtlich voneinander abweichend. Man braucht auch vermutlich deutlich mehr Kraft zum Erwürgen als zum Ersticken. Ist ein 7jähriges Mädchen schon zu groß und zu wehrhaft, als dass man es ersticken könnte ? Weißt Du -man müsste vermutlich nicht in das vor Angst verzerrte Gesicht sehen und würde den minutenlangen Todeskampf nicht so sehr mitbekommen, wenn man ein Kissen oder eine Decke aufs Gesicht drückt. Klingt extrem grausam ? War es auch und zwar ganz besonders für Melanie. Hat M.W. diese grauenhafte Folter tatsächlich Ihrem Kind angetan und das minutenlang mit angesehen? War sie noch grausamer als sie dies ohnehin schon war ?

Warum zwei Ablageorte, wenn die knappe Zeit ein Faktor war und man ja auf keinen Fall gesehen und entdeckt werden durfte? Alles musste schnell gehen. Warum dann zwischen zwei Parkplätzen hin und herfahren ? Die Gefahr gesehen zu werden, wird zwangsläufig größer, die Zeit wird zwangsläufig knapper.
Warum die beiden Mädchen auch noch trennen, wenn sie schon sterben mussten ?
Trifft alles nicht zu, wenn zwei Personen, die Tat ausgeführt haben.

Warum Fasern an Melanies Kleidung, deren Träger man nirgendwo im persönlichen Umfeld von M.W. und R.W., also weder in der Wohnung noch im PKW gefunden hat ?


Bin dankbar für jedes stichhaltiges Gegenargument


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Der Mordfall Weimar

17.11.2017 um 14:07
miltes schrieb:1. Das Motiv
Du siehst kein Motiv für einen unbekannten Zweit-Täter ?  Ich eher auch nicht, schließe aber einen Helfer bei aller Skepsis nicht kategorisch aus.
Na ja, bez. des Motivs kommt für mich nicht nur MW infrage.

MW - ihr waren die Kinder im Weg

RW- er mußte befürchten, dass MW das Sorgerecht bekommt und die Kinder mit in die Staaten nimmt. Das wollte er nicht!

KP- evtl. waren auch für ihn die Kinder im Weg. Er selbst hatte schon 3. Er wollte eine kinderlose Frau.


Ich selbst glaube allerdings, dass nur MW für die Tat verantwortlich ist.
miltes schrieb:Warum zwei Ablageorte, wenn die knappe Zeit ein Faktor war und man ja auf keinen Fall gesehen und entdeckt werden durfte?
Evtl. wurde sie gestört und mußte deshalb das 2- Kind woanders ablegen?


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Der Mordfall Weimar

17.11.2017 um 16:14
Dieter Wunderlich macht eine hervorragende Seiten über Filme und Bücher.
Er hat auch eine Zusammenfassung des Falles geschrieben.
Stimmen die Fakten, die er zusammengetragen hat?
Er hat natürlich ausgewählt - und vielleicht gleichrangige Fakten unter den Tisch fallen lassen.

http://www.dieterwunderlich.de/Monika_Boettcher.htm


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Der Mordfall Weimar

17.11.2017 um 23:18
mildes schrieb:
* Zwei Ablage- / Fundorte - WARUM ??
* Zwei Tötungs-Methoden (Erwürgen und Ersticken) WARUM ?
* Fasern an der Kleidung von Melanie, die von einem Teppich oder einer Fußmatte stammen, der oder die, soweit ich
informiert bin, weder in der Wohnung der Weimars gefunden wurde noch in deren PKW...



*Entweder wurde sie gestört, oder sie brachte die Kinder nacheinander um, damit sie nichts mitbekamen? Vielleicht bräuchte sie auch zwischendrin mal eine Pause. Den eigenen Kindern den Hals umzudrehen ist wohl doch nicht so einfach...

*Ein großes und ein kleines Mädchen!?
Die Kleinere von beiden wird nicht soviel Wiederstand geleistet haben, oder könnte sich nicht wehren?
Möglich auch, das sie eine der Mädchen raus zum austreten schickte.
Damit das andere nichts mitbekam, wurde eines der Kinder lautlos erstickt?

* Teppichfasern und Kletten waren doch auch im, oder vom Auto

Und noch was...
Wer sagt denn, das sie die Kinder nicht gleich mitgenommen hat?
Sofort nacheinander umgebracht und dann erst zur Post und Bank...
Dummerweise machte die Post schon um 11:00 Uhr zu...

Vielleicht hat sie, als der Motoradfahrer der sie gegen 11:20 Uhr auf dem Parkplatz gesehen hat, eines der Kinder entsorgt!?


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Der Mordfall Weimar

18.11.2017 um 09:00
Weiss man eigentlich, in welchem Gesundheitszustand die Kinder vor den Tötungen gewesen sind?
Kinder reagieren auf Stress in der Familie, in dem sie krank werden. Und die Streitigkeiten der Eltern werden die Mädchen sehr belastet haben.
Unbewusst könnte eine Tochter durch eine Krankheit versucht haben, die Familie zu kitten.
(Wenn ich krank bin, muss Mutti zu Hause bleiben.)

Ein krankes Kind hätte sie wieder fest an ihre Familie gebunden.
Vielleicht war das dann der letzte Tropfen, der zu einer Kurzschlusshandlung geführt hat.  
Dann wäre es aber vielleicht kein Mord, sondern Totschlag gewesen.


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18.11.2017 um 09:07
frauzimt schrieb:Dann wäre es aber vielleicht kein Mord, sondern Totschlag gewesen.
Ich muss das korrigieren.

Die Tötung des kranken Kindes vielleicht Totschlag, die Tötung des anderen (zur Verdeckung der ersten Tat) Mord.
Man muss dann beide Taten getrennt sehen. Sie hätte dann für jede Tat einen anderen Beweggrund gehabt.


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Der Mordfall Weimar

18.11.2017 um 13:41
@Mr.Crime68

Danke für den Hinweis auf R.W. als Täter mit Motiv.

Ja, ganz sicher hatte R.W. ein oder mehrere starke Motive, seine Kinder zu töten.
Aber ich habe mich nicht verständlich ausgedrückt. Ich meinte nämlich, dass ich kein Motiv für einen MIT-TÄTER sehe.
Und R.W. als Mittäter scheidet für mich aus.


Mr.Crime68 schrieb:
Evtl. wurde sie gestört und mußte deshalb das 2- Kind woanders ablegen?

Hier muss ich dann fragen, wie eine solche Störung durch einen Motorradfahrer oder wen auch immer ausgesehen haben soll ?
Störung kommt für mich mit "Entdeckung" gleich.
Denn stell Dir mal vor: M.W. steht mit ihrem Auto am Parkplatz. Entweder tötet sie die Kinder gerade oder will eines oder beide Kinder ins Gebüsch legen und dann kommt da jemand genau in diesem Moment. In so einem Fall dürfte nicht unentdeckt geblieben sein, was sie da gerade treibt. Auch nicht vorstellbar ist für mich, dass sie von der Tötung der Kinder oder des noch lebenden Kindes ablässt und schnell weg fährt. Und wenn der störende Motorrad- oder Autofahrer nichts mit bekommen hat, dann hätte sie sehr viel Glück gehabt und hätte auch nicht wegfahren müssen. Ein solches Szenario halte ich für wenig realistisch. Und wenn jemand nur vorbeifährt, hat M.W. das vermutlich eher nicht als Störung empfunden sondern oder auch gar nicht gemerkt. Also gab es für mich eher keine Störung.

Tat-Hergang:
KAROLA könnte im Freien, gleich bei der Ablagestelle getötet worden sein. Vielleicht unmittelbar nachdem sie von M.W. noch mal zum PIPI machen gebracht worden ist. In diesem Fall ist KAROLA womöglich zuerst getötet wurde, während MELANIE nichts Böses ahnend, im Auto blieb, bis M.W - ohne KAROLA - zurückkam. Tatort war für mich - zumindest im Fall von MELANIE - das Auto, d.h. keine Tötung im Freien. Grund: Die Windschutzscheibe Mein Szenario dazu: Heftige Gegenwehr. MELANIE reißt sich los und stößt dabei mit dem Kopf an die Scheibe.  Das würde den zweiten Ablageort für mich jedenfalls am Besten erklären. Denn warum die tote oder bewußtlose MELANIE noch mal aus dem Auto schleifen ? Einfach wegfahren, woanders hin, weil man hier schon viele zu lange gestanden hat. "weg hier" . denkt M.W.. Aber dieser Ablauf wiederum erklärt nicht die Klettenanhaftung bei MELANIE, weil MELANIE ja dann durchgängig im Auto geblieben wäre. Also immer noch die Frage: Warum zwei Ablegeorte ?  Und auch immer noch: Warum zwei Tötungsmethoden ? Weil man zum PIPI-Machen keine Decke oder ein Kissen mitnimmt und im Auto sowas aber dabei hat ?

Wenn auch alles nur Spekulation und Beschreibung eines möglichen Szenarios ist, muss aber dennoch die Faktenlage zunächst mal richtig von mir dargestellt werden. Sonst stimmt schon die Ausgangssituaton bzw. die Basis nicht. Und da ist mir in einem extrem wichtigen Punkt womöglich ein gravierender Fehler unterlaufen und ich bitte um Korrektur.  Nämlich in dem Punkt, welches der beiden Kinder erwürgt und welches erstickt wurde. Ich bin davon ausgegangen, dass MELANIE erwürgt und KAROLA erstickt wurde.

Ich meine das jedenfalls so und nicht anders, in irgendeinem oder mehreren Berichten zu dem Fall gelesen zu haben.

Aber Dieter Wunderlich (http://www.dieterwunderlich.de/Monika_Boettcher.htm) schreibt das genau anders herum.

Frage an alle:  Was stimmt?


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User1282
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Der Mordfall Weimar

18.11.2017 um 21:04
miltes schrieb:Ich bin davon ausgegangen, dass MELANIE erwürgt und KAROLA erstickt wurde.
So liegst Du richtig. Das steht zumindest in der gängigen Literatur.


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18.11.2017 um 22:55
User1282 schrieb:    miltes schrieb:
   Ich bin davon ausgegangen, dass MELANIE erwürgt und KAROLA erstickt wurde.

So liegst Du richtig. Das steht zumindest in der gängigen Literatur.
@miltes
@Goermi

Es war umgekehrt: Melanie (das ältere Kind) wurde erstickt und ihre jüngere Schwester Karola wurde erwürgt.


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18.11.2017 um 23:17
Meine Theorie zu den zwei Ablageorten: die ultimative Bestrafung der Kinder indem sie getrennt wurden. War Melanie nicht beschützend gegenüber ihrer kleinen Schwester?
Meine Theorie war, dass irgendetwas das die Mädchen sagten oder taten, MBs emotionales Fass zum Überlaufen brachte. Sie stand ja an diesem Wochenende unter viel Stress. Sie sieht sich als Opfer der Umstände und der Männer, läßt ihre Wut am Kind aus (war Karola nicht RWs Liebling), tötet dann das andere Kind als Zeugin. Ihre Wut, dass sie so etwas schlimmes tun musste ("Ihr Kinder brachtet mich zum ausrasten"), läßt auch nach dem tod der Kinder an ihnen aus und trennt die Schwestern.
Meine Leute übernehmen keine Verantwortung für Ihr handeln, sie sehen es nur als Reaktion auf andere und sagen, sie mussten x, y, z machen weil der andere das sagte/machte. Meine Oma war immer fies zu ihrer Schwiegertochter mit der Begründung "die ist dumm". Und das gleiche Denkmuster sehe ich auch ab und zu im Beruf (ich bin Sozialarbeiter).


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19.11.2017 um 00:41
Der Fall war in den 80er-Jahren in den Medien, als ich so um die 15 war. Eigentlich bin ich an Kriminalfällen interessiert, aber das war mir ne Nummer zu hart. Eine Mutter, die ihre eigenen Kinder tötet?
Ich habe mich demgemäß nie mit dem Fall näher beschäftigt, weil mir auch klar war, dass es so gewesen ist. Eine Mutter als Psychopathin.


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Der Mordfall Weimar

19.11.2017 um 01:05
E.A.Poe schrieb: Eine Mutter als Psychopathin.
Vielleicht einfach mal schlau machen, was ein Psychopath überhaupt ist.
Oder gibt es ein Gutachten mit dieser Diagnose?


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Der Mordfall Weimar

19.11.2017 um 11:57
Ingedanken schrieb:Meine Leute übernehmen keine Verantwortung für Ihr handeln, sie sehen es nur als Reaktion auf andere und sagen, sie mussten x, y, z machen weil der andere das sagte/machte.
Jetzt verstehe ich , was du meinst : das Verhalten als TÄTER , der eine Straftat begehen musste, weil der andere sich so oder so benommen hatte und so lief das mE auch ab - weil MB sich trennen wollte, die Kinder haben wollte , deshalb musste er so handeln ....
 
Es gibt dieses Benehmen aber auch als OPFER, was ich meinte , das im nahen Umfeld seines Täter lebt , das von diesem Täter unter Kontrolle gehalten wird , damit er nicht entlarvt werden kann , das typische Verhalten eines Psychopathen ..... so wie es geschah ab ihrer Rückkehr in der Nacht bis zur Benachrichtigung der Polizei geschehen ist .

Möglicherweise hat sie nichts mehr unternommen , da sie zu diesem Zeitpunkt niemanden hatte im Haus , der zu ihr gestanden hätte wie ihre Mutter , die in der Klinik war , wäre vllt. noch mit Vorwürfen überschüttet worden , sie hätte das herausgefordert , worüber sie sich zuletzt selbst die Schuld gab......
Ingedanken schrieb: Meine Oma war immer fies zu ihrer Schwiegertochter mit der Begründung "die ist dumm". Und das gleiche Denkmuster sehe ich auch ab und zu im Beruf (ich bin Sozialarbeiter).
Das müsste man sich genauer anschauen , warum sich deine Oma ihrer Schwiegertochter ggü so benommen hatte und wie sich ihr Sohn dagegen verhalten hat.   

MB war bei ihrer Schwiegermutter "abgemeldet" , mal untertrieben beschrieben , da sie sich geweigert hatte ,mit ihrem Mann  dort bei ihr einzuziehen , wurde von ihr im Buch von Heide Platen als "Sauhexe" betitelt .  
Sie hatte keine Chance bei ihr , je Boden unter die Füsse zu bekommen. Dazu noch die Nachbarin N. , die viel zu wenig über ihre wahren Charakterzüge beschrieben wurde, die ebenfalls keine Mühe scheute , Fam . Böttcher zu schaden , ihre eigene Fam. dazu noch instrumentalisierte ,darin unterstützt wurde.

Es wurde von Anfang an einseitig ermittelt , die Gegenseite bevorzugt , z.B. weil Fam. Weimar über die Telefonüberwachung informiert war , Fam Böttcher nicht ,wie man es zu lesen bekam .
       

Es war, so wie es Anwalt Strate in seinem Bericht unter Punkt 10 gleich mit dem ersten Satz beschrieben hat in Bezug auf Befangenheiten , in diesem Fall aber Befangenheiten durch Hass ...

https://www.strate.net/de/publikationen/der_mordfall_weimar.html

10. Schluß

Die Probleme des Zeugenbeweises sind hier nicht abgehandelt worden. In dem Verfahren in Gießen gab es Zeugen, die von Geständnissen oder geständnisähnlichen Äußerungen des Reinhard Weimar berichteten. Es gab wiederum Zeugen, die weiterhin Stein und Bein schworen, die Kinder noch am Vormittag des 4.8.1986 gesehen zu haben. Der Verfasser – wie auch mancher andere Verfahrensbeteiligte – hatte sich während des Verfahrens wiederholt insgeheim gewünscht, restlos alle Zeugen – ob mit Schwur oder ohne – in die Wüste zu schicken.

Die Vorstellung eines objektivierten, allein auf Sachbeweismittel gestützten Wahrheitsfindundungsprozesses mag demgegenüber faszinieren. Dennoch: Auch Sachbeweismittel sind nicht immer sachlich. Gerade ihre häufig zwingend erscheinende Beweiskraft verführt ihre Interpreten – die Sachverständigen aus den Bereichen der Kriminalistik und Rechtsmedizin – gelegentlich zu Thesen, wo Vorsicht nur Hypothesen erlauben würde. Die Einflüsterungen des Vorurteils behalten auch bei der Würdigung von Sachbeweisen ihr Spiel. Unabdingbar ist stets eine sorgfältige Analyse von Beweisgrundlagen und Methodik. Erst dann gilt das Goethe-Wort von der „Vernunft und Wissenschaft“ als „des Menschen allerhöchste Kraft“. Der persönliche Eindruck – Ursprung mancher Befangenheit – darf bei der Entfaltung dieser Kraft keine Rolle spielen.

Monika Böttcher, geschiedene Weimar, ist freigesprochen worden. Ich hoffe, ihr ist Gerechtigkeit geschehen. Für Melanie und Karola Weimar hat es sie nicht gegeben.


 

 


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Der Mordfall Weimar

19.11.2017 um 12:41
@bellady
Das Verhalten meiner Oma war nur ein Beispiel für dieses Denkmuster, das betraf ihr ganzes Leben. Sie musste zum Nachbarn unfreundlich sein weil xyz, sie musste den x anlügen wegen y. Sie erkannte nie, dass sie Verantwortung und Kontrolle über ihr Verhalten hatte, sie sah es immer nur als Reaktion auf andere. Und in der Arbeit habe ich das bei Klienten und Familienmitgliedern auch schon gesehen. Dieses "die anderen sind schuld, ich hatte keine Wahl".
Keine Ahnung ob MB so war/ist, aber für mich macht diese Theorie am meisten Sinn und erklärt am meisten.


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