Mordfall Charlotte Böhringer
gestern um 19:54
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Korrekt! Es exisitiert bis zum heutigen Tag kein einziger glasklarer, finaler, Beweis dafür das es sich bei den gefundenen Zeitungen in der Wohnung von Benedikt Toth um genau jene Exemplare gehandelt hat welche bei Charlotte Böhringer verschwunden sind.
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Nein, es ist nur dann "auffällig" oder besser gesagt problematisch wenn man es automatisch von vornherein als belastend interpretiert so wie es das Gericht getan hat und dabei gleichzeitig sämtliche alternativen, harmloseren und damit entlastenden Möglichkeiten eisern ignoriert:
| Für das nächste Indiz müssen wir uns mit einem Medium beschäftigen mit dem Louisa und ich zugegebenermaßen nur noch selten zu tun haben, mit der Zeitung. Anders sah es allerdings bei Charlotte Böhringer aus. Wie viele Münchner erhielt sie jeden Tag die Bild-Zeitung, die Abendzeitung und die Süddeutsche Zeitung. So auch am 15.06.2006, also einen Tag nach der Tat. Und zwar packte ein Parkgaragenangestellter die drei Zeitungen in einer Tüte zusammen und ließ sie von einem Mitarbeiter um ca. 8 Uhr morgens an Charlotte Böhringers Haustür hängen. Zu diesem Zeitpunkt war sie allerdings schon tot, was aber noch niemand bis auf den Täter wusste. Bestimmt fragst du dich jetzt was zur Hölle drei Zeitungen mit einer Tötung zu tun haben können. Lass es dir uns erklären. Indiz Nr. 7: Die entnommenen Zeitungen. Circa 10 Minuten nachdem der Angestellte die Tüte mit den Zeitungen an Charlotte Böhringers Wohnungstür gehängt hatte waren sie verschwunden. Und das obwohl ein Zeitungsdiebstahl vorher noch nie stattgefunden hatte, zumindest laut verschiedener Zeugenaussagen. Das ist ja nun erst mal kein Hinweis darauf dass Benedikt Toth die Zeitungen gestohlen haben könnte. Was ist nun aber wenn man zwei Tage später genau diese Zeitungen vom 16.05. bei einer Dursuchung in Benedikt Toths Wohnung findet? Und was wäre wenn zwei dieser Ausgaben in seiner Wohnung eigentlich nur im Stadtteil der Parkgarage ausgeliefert werden? Für das Gericht ist dieser Umstand eigentlich ziemlich eindeutig: Benedikt Toth muss die Zeitungen am Morgen nach der Tat von der Wohnungstür genommen haben, um die Auffindung der Leiche zu verhindern. Wären die Zeitungen an der Tür hängengeblieben hätten sich die Mitarbeiter nach Überzeugung des Gerichts, gefragt wieso Charlotte Böhringer sie nicht in die Wohnung holte und ob ihr etwas zugestoßen sei. Für Louisa und mich ist die Sache anfangs auch ziemlich eindeutig. Drei Zeitungen werden erstmals von der Haustür des Opfers entfernt. Drei Zeitungen von diesem Tag und aus diesem Stadtteil findet man später in Benedikt Tothts Wohnung. So groß kann ein Zufall doch gar nicht sein. Doch was ist Benedikts Version dazu? Benedikt Toth hat eine simple Erklärung für die Zeitungen die bei ihm in der Wohnung aufgefunden wurden. Er habe sie am 16.05. wie schon häufiger im Tankstellenshop der Garage ausgeliehen und wollte sie am nächsten Tag wieder zurück in den Rücklauf geben. Durch die Auffindung der Leiche und dem darauffolgenden Trubel sei er dazu nicht mehr gekommen. Das Gericht schließt diese Möglichkeit aus da Benedikt Toth den Kollegen in der Parkgarage nicht wie üblich über die Ausleihe informierte. Als wir Benedikt Toth in der JVA Straubing selbst auf die Zeitungen ansprechen fügt er noch weitere Argumente hinzu die Zweifel an der Ausführung im Urteil lassen können: Benedikt TothTatsächlich finden wir im Urteil eine Stelle in der das Gericht auf die DNA-Spur des Mitarbeiters eingeht. Ein humanbiologischer Sachverständiger sagte hier aus dass nicht jede Berührung zu einer Übertragung von DNA führte. Weiterhin erzählte uns Benedikt Toth das er zu dem Zeitpunkt an den die Zeitungen entnommen wurden gar nicht in der Parkgarage war. Benedikt TothAus den Zeugenaussagen hat sich ergeben dass die Zeitungen zwischen ca. 8.00 Uhr und 8.10 Uhr von der Wohnungstür entfernt wurden. Laut Benedikt Toth konnte anhand des Telefonats, das er mitbekommen hatte, nachgewiesen werden das er zu diesem Zeitpunkt in der erwähnten Werkstatt war. Im Urteil findet die Werkstatt keine Erwähnung. Stattdessen wird aufgeführt dass Benedikt Toth die Gelegenheit gehabt hätte unbemerkt die Zeitungen an Charlotte Böhringers Wohnungstür zu entfernen. Innerhalb von 10 Minuten und das wieder ohne bemerkt zu werden. In unserem Interview mit Benedikt führt er außerdem noch einen dritten Punkt auf über den wir uns bisher noch absolut gar keine Gedanken gemacht haben. Wo war die Tüte in der die Zeitungen verpackt waren geblieben? Benedikt TothAb Zeitindex 14.11 Minute https://open.spotify.com/episode/5PWWnZUySu5rzwZ3EF9Csc |
Weil hier von der ATF gerade wieder versucht wird Nebelkerzen zu legen hinsichtlich dessen worüber genau Charlotte Böhringer längst Bescheid wusste sei einfach nur auf die Aussage ihres Steuerberaters im Protokoll des Zivilprozesses 2011 verwiesen:
Peter WittingAb Zeitindex 13.54 Minute ![]() Sitzt Benedikt zu Unrecht im Knast? - Spurensuche (2/2) | Wie gehen wir mit Schuld um? Folge 12 Externer Inhalt Durch das Abspielen werden Daten an Youtube übermittelt und ggf. Cookies gesetzt. |
Also nix von wegen Studiumwechsel & Co., dieses Ablekungsmanöver zieht nicht! Die Aussage des Steuerberaters ist eindeutig und kann nicht (mehr) missinterpretiert werden. Somit fällt das entscheidende, unterstellte, Mordmotiv flach!
PS: An alle stillen bzw. neuen Mitleser oder jeden der sich angesprochen fühlt:
Ist euch aufgefallen das die ATF seit geraumer Zeit schon gar nicht mehr auf die neuen Entwicklungen im Mordfall Böhringer eingeht?
Sprich die neuen Gutachten aus Münster und Mittweida welche belegen dass sich die Tat völlig anders zugetragen hat und somit das komplette Tatgeschehen auf den Kopf gestellt und das skandalöse Urteil dadurch hinfällig wird! Stattdessen werden nur noch irgendwelche Nebenkriegsschauplätze eröffnet wie etwa mit dem Böhringer-Grab oder jetzt hier worüber Charlotte Böhringer genau Bescheid gewusst haben soll oder was mit ihrem ehemaligen Penthouse geschieht usw. Also alles so Aspekte die für die Aufklärung dieses Mordfalls und der Kardinalfrage wer es denn nun getan hat völlig irrelevant sind! Nicht dass es jemanden überraschen würde - man hat schon seit der Annahme des Wiederaufnahmeantrages Ende 2024 das starke Gefühl dass das Pendel immer deutlicher zu Gunsten von Benedikt Toth und seinem Kampf um Rehabilitation ausschlägt und die Anti-Toth-Fraktion hier keinerlei sachlichen Gegenargumente mehr vorzubringen hat. Das könnte man jetzt als ein immer stärker werdenden Ausdruck von Muffensausen deuten weil wenn es erst mal zum Probationsverfahren gefolgt vom Wiederaufnahmeverfahren und schlussendlich zum verdienten Freispruch für Benedikt Toth gekommen ist wäre es der absolute Worst-Case für die ATF....

