Patrizia1964 schrieb:Wenn BT also Beidhänder ist, ist der Punkt mit welcher Hand die Tat verübt wurde schon zweitrangig.
Ich bin selbst kein Linkshänder, ziehe aber einen groß. Da das sehr früh zu erkennen war, dass mein Kind die linke Hand deutlich bevorzugt, habe ich mir dazu früh was angelesen.
Ich hielt die Händigkeit in diesem Fall schon immer für eher unerheblich. Ist einfach eine Frage der Argumentation. So, wie ich argumentieren kann, dass man eine solche Tat natürlich mit der dominanten Hand ausführen würde, kann man auch argumentieren, dass man das ganz bewusst nicht tut bei einer geplanten Tat, oder aber, dass nach mehreren geführten Schlägen man durchaus, auch ohne groß drüber nachzudenken, die Hand wechselt, weil die Kraft nachlässt.
Es ist geht hier ja eben nicht um eine feinmotorische Tätigkeit. Wenn es darum ginge, einen Nagel in die Wand zu schlagen, den man ja treffen muss, sähe das meiner Meinung anders aus. Oder ein Messer zu führen, da würde man auch eher die dominante Hand nehmen, weil man sich damit sicherer fühlt.
Interessant finde ich allerdings auch, dass ich bei meinem Linkshänder beobachten kann, dass sich auch die Logik andersrum dreht. Ich nenne da immer das Beispiel vom Candy Crush spielen. Jeder nimmt den Stein, der in der Reihe fehlt, und schiebt den rein. Mein Kind nimmt den Stein, der falsch ist, und schiebt den raus, indem sie ihn mit dem richtigen tauscht. Es macht mich wahnsinnig beim Zugucken, weil sich das so extrem unlogisch anfühlt.
Es ist auch erwiesen, dass Linkshänder anders denken und entsprechend in gewissen Situationen auch anders handeln als Rechtshänder. Was für den Rechtshänder logisch ist, kann für den Linkshänder völlig unsinnig erscheinen, und umgekehrt.
Das gilt natürlich auch und vielleicht gerade für hochemtional aufgeladene Situationen. Es ist ja eigentlich mehr das Gehirn, das anders ist, die Händigkeit ist nur eine Ausprägung dessen.