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Mordfall Charlotte Böhringer

30.080 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, München, 2006 ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Mordfall Charlotte Böhringer

Mordfall Charlotte Böhringer

21.03.2026 um 14:33
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Und M.T. ging wieder davon aus, dass seine Tante bei ihrer Heimkehr vom Stammtisch am Abend die Alarmanlage vor dem Betreten ihrer Wohnung deaktiviert hat. Alles andere ergäbe keinen Sinn.
Also für mich gibt das auch so keinen Sinn. Ich verstehe nicht, warum M.T. die Alarmanlage aktiviert hat, wenn er dachte, die Tante sei in ihrer Wohnung. Dann hat er sie sozusagen dort eingesperrt und musste davon ausgehen, dass die Alarmanlage sofort losgeht, wenn sie die Wohnung verlassen will. Das war doch weder in seinem noch im Sinne der Tante...
Wenn er tatsächlich davon ausgegangen ist, dass sie Tante in der Wohnung ist, warum hat er dann die Anlage scharf gestellt?


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Mordfall Charlotte Böhringer

21.03.2026 um 15:42
Weil einfach M.T das umgesetzt hat ,was sein Bruder B.T ihm gesagt hat..Nähmlich schalt die Alarmanlage Scharf. M.Tdachte doch gar nicht ,dass seine Tante in der Wohnung ist,erst als er vor der Türe dann mit seinem Handy auf das Handy von Frau B telefonierte u das klingeln hörte ,dachte er sich ,da stimmt was nicht .Und den weiteren Verlauf kennen wir ja dann,Geschäftsführer benachrichtig usw.


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21.03.2026 um 17:26
Zitat von FelixMonkFelixMonk schrieb:Hallo Orgines ,,,hast was verwechselt,MT hat nicht am Vortag die Alarmanlage Scharfgeschaltet ,sondern am Dienstag nach seinem Dienstantritt.
Fehler von mir. Ja. Ich hätte Eure Beiträge genauer lesen oder ins Urteil schauen sollen. Herzlichen Dank @emz, dass Du die Stellen herausgesucht hast:
Zitat von emzemz schrieb:So einfach ist das nicht mit diesem Urteil. Da muss man sich schon die Mühe machen und sich mit verschiedenen Suchbegriffen durcharbeiten und so die diversen Stellen finden, die zu den jeweiligen Sachverhalten etwas aussagen.
Wenn ich es richtig sehe, dann handelt es sich hier ausschließlich um Einlassungen des Bence T.
Zitat von FelixMonkFelixMonk schrieb:Weil einfach M.T das umgesetzt hat ,was sein Bruder B.T ihm gesagt hat. Nähmlich schalt die Alarmanlage Scharf.
Wobei ich das im Urteil, also in den von @emz zitierten Stellen, nicht so finde: Beitrag von emz (Seite 1.460)
Zitat von emzemz schrieb:Da ihm die Tante den Büroschlüssel abgenommen habe und die beiden anderen Schlüsselbesitzer Herr R. und Herr W. an diesem Tag nicht in der Garage gewesen seien, habe er auch am frühen Nachmittag noch mehrmals versucht, die Tante zu erreichen. Sein Bruder M. sei hinauf zur Wohnung der Tante gegangen und habe überprüft, ob die Alarmanlage eingeschaltet sei. Sie sei ausgeschaltet gewesen. M. habe die Anlage aber dann aktiviert. Seinem Bruder M. sei der Umstand, dass sich die Tante nicht meldete, so ungewöhnlich vorgekommen, dass er Herrn W. telefonisch bat, mit seinem Büroschlüssel nach München zu kommen.
Warum also der Bruder M.T. die Alarmanlage aktiviert hat, bleibt offen.
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Also für mich gibt das auch so keinen Sinn. Ich verstehe nicht, warum M.T. die Alarmanlage aktiviert hat, wenn er dachte, die Tante sei in ihrer Wohnung.
Im Weiteren tut Bence T. jedenfalls so, als habe er nicht gewusst, dass die Anlage scharf ist, sonst wäre er mit dem Geschäftsführer W. nicht zuerst ohne den Chip für die Alarmanlage nach oben.

Welchen Sinn es für Bence T. gemacht hätte, seinen Bruder "anzuweisen", die Anlage zu aktivieren, erschließt sich mir jetzt auf Anhieb nicht.


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21.03.2026 um 17:44
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Wenn ich es richtig sehe, dann handelt es sich hier ausschließlich um Einlassungen des Bence T.
Genau, das sagt Bence. Ob es tatsächlich so war, eine Bestätigung von Mate findet sich eben nicht im Urteil.
Wurde er diesbezüglich überhaupt befragt? Was hat er gesagt? Hat er sich womögich nicht mehr erinnert? Wir wissen es nicht.

Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass es Bence selbst war, der die Alarmanlage aktivierte, aber das nicht weiter hinterfragt wurde.


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21.03.2026 um 19:09
Zitat von emzemz schrieb:Genau, das sagt Bence. Ob es tatsächlich so war, eine Bestätigung von Mate findet sich eben nicht im Urteil.
Wurde er diesbezüglich überhaupt befragt? Was hat er gesagt? Hat er sich womögich nicht mehr erinnert? Wir wissen es nicht.

Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass es Bence selbst war, der die Alarmanlage aktivierte, aber das nicht weiter hinterfragt wurde.
Soweit ich mich erinnere, haben alle Angehörigen von BT im Prozess von ihrem Zeugnisverweigerungsrecht Gebrauch gemacht, also seine Eltern und sein Bruder. Insofern konnten dann auch seine Aussagen bei der Polizei nicht herangezogen werden und es gibt keine offizielle Version von ihm.
Insofern gilt: wir kennen nur die Version der Story, die BT versucht hat, den Ermittlern und später dann dem Gericht aufzutischen.
Das es sich bei den Passagen aus dem Urteil um BTs Version handelt, die aber nicht zwingend der Wahrheit entsprechen muss, wird ja auch durch die Verwendung der indirekten Rede deutlich:
Er habe[...]
und
Er sei [...]



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21.03.2026 um 19:59
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Soweit ich mich erinnere, haben alle Angehörigen von BT im Prozess von ihrem Zeugnisverweigerungsrecht Gebrauch gemacht,
Da hast du natürlich Recht.
Damit kann Mate zum Aktivieren der Alarmanlage gar nichts gesagt haben.
Nur gut, dass wir alle aufpassen.


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22.03.2026 um 08:37
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Wenn er tatsächlich davon ausgegangen ist, dass sie Tante in der Wohnung ist, warum hat er dann die Anlage scharf gestellt?
es macht keinen Sinn..

Letztlich war mit dem aktivieren der Alarmanlage im Grunde nur einem geholfen:
Und zwar dem Täter BT.
Zeitungen nicht mehr an der Türe, Alarmanlage aktiviert, damit sieht es zumindest für fast alle ganz "normal" aus..

Drehen wir den Spieß mal um:
Die Zeitungen hängen an der Türe.
Die Alarmanlage ist nicht scharf (und man sieht das wohl von außen)
Den ganzen Tag hat niemand CB gesehen.
Da hätten, dann vielleicht auch andere Mitarbeiter stutzig werden können.

Für den Täter BT war es von entscheidender Bedeutung, selbst der Auffindungszeuge zu sein, da so sämtliche etwaige vorhandene DNA Spuren eine plausible Erklärung gehabt hätten.
Gar nicht mal so dumm, die ganze Nummer.

Wozu war nochmal genau überhaupt die Anwesenheit von BT beim Öffnen der Wohnung notwendig?
Weil der Bruder ihn "brauchte"? so doch das offizielle Wording.
Der GF und MT (immerhin 2 voll ausgewachsene Männer) haben den seelischen Beistand von BT benötigt?
Warum eigentlich?
Vor dem Öffnen der Türe war doch das Ausmaß und die Schrecklichkeit der Situation, keinem Beteiligten bewusst..

Das alles macht einfach keinen Sinn.


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22.03.2026 um 08:50
Zitat von dotsdots schrieb:Wozu war nochmal genau überhaupt die Anwesenheit von BT beim Öffnen der Wohnung notwendig?
Weil der Bruder ihn "brauchte"? so doch das offizielle Wording.
Der GF und MT (immerhin 2 voll ausgewachsene Männer) haben den seelischen Beistand von BT benötigt?
Warum eigentlich?
Vor dem Öffnen der Türe war doch das Ausmaß und die Schrecklichkeit der Situation, keinem Beteiligten bewusst..

Das alles macht einfach keinen Sinn.
Kein valides Argument. Weil man sich vorher schon Sorgen gemacht hat. Hätte ja auch ein natürlicher Tod oder ein Unfall, ein Sturz gewesen sein können, ggf. nicht viel weniger unschön anzusehen – da will man nicht allein eine die tote Tante entdecken.


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22.03.2026 um 08:56
Zitat von soomasooma schrieb:da will man nicht allein eine die tote Tante entdecken.
GF und MT (Plural) hat also mit "alleine die tote Tante entdecken" nichts zu tun.

Ich habe vor vielen vielen vielen Jahren als ganz junger Mann mal überlegt in die Pflege zu gehen.
Hatte da mal nen Schnuppertag in einem Altersheim gemacht.
Der Tag begann damit, dass wir Morgens in jedes Zimmer sind und geschaut haben ob noch jeder lebt..
Sowas traut man durchaus auch 16 Jährigen Hauptschülern zu..
Schon klar, ist bisschen was anderes, weil es sich nicht um eigene Verwandte handelt.
Andererseits.
Auch da können einem die Leute ans Herz gewaschen und die Auffindesituation unschön sein..

Übrigens zur These "Unfall sein können".
Da verriegelt man dann die Alarmanlage, anstatt schnellstmöglich nen verdammten Schlüssel ranzuschaffen um nach dem Rechten zu sehen??
So richtig "valide" ist die Denke ehrlich gesagt nicht.
Sie ist absurd..
Und wenn ich mir tatsächlich so unmenschlich Sorgen mache, dann rufe ich die Polizei an.
Better safe than sorry.


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22.03.2026 um 09:03
Zitat von dotsdots schrieb:Hatte da mal nen Schnuppertag in einem Altersheim gemacht.
Der Tag begann damit, dass wir Morgens in jedes Zimmer sind und geschaut haben ob noch jeder lebt..
Sowas traut man durchaus auch 16 Jährigen Hauptschülern zu.
Total daneben übrigens, so etwas. Und kein Usus, weder damals noch heute.
Zitat von dotsdots schrieb:Und wenn ich mir tatsächlich so unmenschlich Sorgen mache, dann rufe ich die Polizei an.
Better safe than sorry.
Ja, da gehe ich mit.


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22.03.2026 um 13:55
Zitat von emzemz schrieb:
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Soweit ich mich erinnere, haben alle Angehörigen von BT im Prozess von ihrem Zeugnisverweigerungsrecht Gebrauch gemacht,
Da hast du natürlich Recht.
Damit kann Mate zum Aktivieren der Alarmanlage gar nichts gesagt haben.
Nur gut, dass wir alle aufpassen.
Der Bruder wurde in der HV vernommen (s. unterstes Zitat). Er wird im Urteil sowohl Zeuge M. als auch Zeuge M.T. genannt. Dass die Alarmanlage im Urteil nicht erwähnt wird, muss nicht bedeuten, dass er dazu nichts aussagte. Ich vermute, er wurde auch schon von der Polizei als Zeuge vernommen, als BT noch nicht als Beschuldigter galt.

- - -
Vielleicht weiß jemand die AW auf meine u. g. Frage oder findet eine Stelle im Wiki:

Hatten MT und BT erst dienstags nachmittags (telefonischen) Kontakt? Wenn das so ist: Warum hat BT nicht dienstags schon früher seinen Bruder angerufen, um zu fragen, ob MT weiß, wo die Tante sein könnte. Das wäre doch naheliegend, wenn man dringend den Büroschlüssel braucht.
Dass die Tante schon montags abends nicht erreichbar war, hätte beide sehr beunruhigen müssen (s. u.). Meine u. g. Hervorhebungen betreffen meine Frage.
(2.)
Der Zeuge M.T. berichtete glaubhaft, er habe seine Tante am Tattag um 19.10 Uhr in ihrer Wohnung angerufen. Er habe sie im Hinblick auf eine geplante Terrassenreinigung informieren wollen. Nachdem die Tante nicht ans Telefon gegangen sei, habe er eine Notiz gemacht und auf dieser die Uhrzeit 19.10 Uhr notiert. Der Zeuge führte weiter aus, ein Anruf von der Kasse, also seinem Apparat, klingele in der Wohnung an zwei verschiedenen Telefonen. Er habe auch 1-2-mal mitbekommen, dass die Tante einen Anruf nicht entgegengenommen habe und das Telefon habe läuten lassen. Dies sei dann gewesen, wenn die Tante in Hektik gewesen sei.
(3.)
Die theoretische Möglichkeit dass das Opfer den Anruf von M.T. aus der Tankstelle um 19.10 Uhr absichtlich nicht entgegengenommen hat, kann die Kammer nach einer Gesamtschau folgender Umstände als fern liegend ausschliessen:

(a.)
Nach der glaubhaften Schilderung des Zeugen M.T., der das Opfer als Neffe jahrelang kannte, kam es nur äusserst selten vor, dass das Opfer das Läuten des Telefons ignorierte.
(b.)
Ein derartiges Verhalten legte sie nach den Angaben des Zeugen M.T. nur an den Tag, wenn sie unter Zeitdruck war. Es sind keinerlei Anhaltspukte dafür vorhanden, dass das Opfer an diesem Tag in Eile oder in Hektik war, so dass sie deshalb einen Anruf nicht entgegen genommen hätte.
(c.)
Dem Opfer war als Firmenchefin zusätzlich bekannt, dass zur Zeit des Anrufs niemand von der Geschäftsleitung mehr in der Garage war. Sie fühlte sich für den ungestörten Ablauf in der Firma verantwortlich und hätte daher einen Anruf von dort, was an der Telefonanlage erkennbar war, nicht ignoriert. (S. 72)
(…)
Antrag (Protokoll-Anlage: 90.03) gestellt im Hauptverhandlungstermin am 05.08.08:
(…)
(Der ebenfalls benannte Zeuge M.T. wurde im Hinblick auf diesen Antrag zu diesen Tatsachen in der Hauptverhandlung vernommen.)
Quelle: Wiki, Kopie Urteil


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22.03.2026 um 14:29
@watnu schrieb:
Der Zeuge M.T. berichtete glaubhaft, er habe seine Tante am Tattag um 19.10 Uhr in ihrer Wohnung angerufen. Er habe sie im Hinblick auf eine geplante Terrassenreinigung informieren wollen. Nachdem die Tante nicht ans Telefon gegangen sei, habe er eine Notiz gemacht und auf dieser die Uhrzeit 19.10 Uhr notiert.
Ein Anrufversuch um 19:10 Uhr erscheint mir irgendwie unlogisch. M.T. hätte doch eigentlich wissen müssen das seine Tante um diese Uhrzeit nicht mehr erreichbar ist, weil sie da bereits abwesend war, um den regelmäßig um 19:00 Uhr beginnenden Stammtisch zu besuchen...


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22.03.2026 um 14:53
Zitat von R.d.RR.d.R schrieb:Ein Anrufversuch um 19:10 Uhr erscheint mir irgendwie unlogisch. M.T. hätte doch eigentlich wissen müssen das seine Tante um diese Uhrzeit nicht mehr erreichbar ist, weil sie da bereits abwesend war, um den regelmäßig um 19:00 Uhr beginnenden Stammtisch zu besuchen...
Der Stammtisch begann um 19.00 Uhr, CB kam aber ansonsten erst um 19.30 Uhr.
Von dem geplanten Gespräch mit Dr. R hatte MT offensichtlich keine Kenntnis.

Ich zitier mal wieder aus dem Urteil:
(1.)
Der Umstand, dass das Opfer zum Montagsstammtisch im (…) regelmässig erst gegen 19.30 Uhr gekommen ist und damit grundsätzlich etwas später als die übrigen Stammtischmitglieder, hat für den Tattag keine Bedeutung. Am Tattag hatte sich das Opfer nämlich, anders als sonst üblich, mit Dr. R. verabredet, so dass zeitlichen Gewohnheiten an Tagen ohne spezielle Verabredungen keine Aussagekraft zukommt.
(2.)
Der Zeuge M.T. berichtete glaubhaft, er habe seine Tante am Tattag um 19.10 Uhr in ihrer Wohnung angerufen. Er habe sie im Hinblick auf eine geplante Terrassenreinigung informieren wollen. Nachdem die Tante nicht ans Telefon gegangen sei, habe er eine Notiz gemacht und auf dieser die Uhrzeit 19.10 Uhr notiert. Der Zeuge führte weiter aus, ein Anruf von der Kasse, also seinem Apparat, klingele in der Wohnung an zwei verschiedenen Telefonen. Er habe auch 1-2-mal mitbekommen, dass die Tante einen Anruf nicht entgegengenommen habe und das Telefon habe läuten lassen. Dies sei dann gewesen, wenn die Tante in Hektik gewesen sei.
(3.)
Die theoretische Möglichkeit dass das Opfer den Anruf von M.T. aus der Tankstelle um 19.10 Uhr absichtlich nicht entgegengenommen hat, kann die Kammer nach einer Gesamtschau folgender Umstände als fern liegend ausschliessen:



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22.03.2026 um 14:57
Zitat von R.d.RR.d.R schrieb:Ein Anrufversuch um 19:10 Uhr erscheint mir irgendwie unlogisch. M.T. hätte doch eigentlich wissen müssen das seine Tante um diese Uhrzeit nicht mehr erreichbar ist, weil sie da bereits abwesend war, um den regelmäßig um 19:00 Uhr beginnenden Stammtisch zu besuchen...
MT hat eine Notiz gemacht, dass er die Tante nicht erreicht hat (stehe in meinem vorherigen Post). War die Notiz für das Personal bestimmt, falls die Tante am nächsten Morgen zurückruft? Dann hätte BT am nächsten Morgen einen weiteren Grund gehabt, sich Sorgen zu machen.
Bzw. beide Brüder hätten Grund zur Sorge gehabt, wenn MT schon vor dem Dienstag-Nachmittag erfahren hätte, dass sich die Tante noch nicht gemeldet hat. Deshalb meine Frage dazu.
Der Anrufversuch ist nicht unbedingt unlogisch. Ch. B. ging wohl regelmäßig etwas später zum Stammtisch (s. u. g. Absatz):
(1.)
Der Umstand, dass das Opfer zum Montagsstammtisch im (…) regelmässig erst gegen 19.30 Uhr gekommen ist und damit grundsätzlich etwas später als die übrigen Stammtischmitglieder, hat für den Tattag keine Bedeutung. Am Tattag hatte sich das Opfer nämlich, anders als sonst üblich, mit Dr. R. verabredet, so dass zeitlichen Gewohnheiten an Tagen ohne spezielle Verabredungen keine Aussagekraft zukommt.
(2.)
Der Zeuge M.T. berichtete glaubhaft, er habe seine Tante am Tattag um 19.10 Uhr in ihrer Wohnung angerufen.
Quelle: Wiki, Kopie Urteil

Satz ab o. g. (2) steht u. a. schon in meinem vorherigen Post.


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22.03.2026 um 18:15
Frage in die Runde ,,,weiss jemand bzw hat jemand von euch gelesen ,wann diese Terrassenreinigung stattfinden sollte


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23.03.2026 um 18:05
Zitat von dotsdots schrieb:Für den Täter BT war es von entscheidender Bedeutung, selbst der Auffindungszeuge zu sein, da so sämtliche etwaige vorhandene DNA Spuren eine plausible Erklärung gehabt hätten.
Gar nicht mal so dumm, die ganze Nummer.
Zitat von dotsdots schrieb:Das alles macht einfach keinen Sinn.
Doch. Genau den Sinn, den Du herausgearbeitet hast. Das Scharfstellen der Alarmanlage war in Bence T.s Sinn. Es passt zu den weggenommenen Zeitungen. Wir haben nur keinen Beleg, dass er seinen Bruder veranlasst hat, die Anlage zu aktivieren. Das Gericht hat hier offenbar nicht nachgeforscht, sonst hätte es den Zeugen M.T. ja dazu befragen können.
Zitat von dotsdots schrieb:Übrigens zur These "Unfall sein können".
Bei einer 59jährigen Frau, die nicht siech und gebrechlich ist, ist Unfall das Letzte, was ich annehmen würde. Auch wenn die meisten tödlichen Unfälle zu Hause passieren. Ihre Wohnung dürfte keine Gefahrenzone gewesen sein
Zitat von emzemz schrieb:Der Stammtisch begann um 19.00 Uhr, CB kam aber ansonsten erst um 19.30 Uhr.
Umso mehr ein Argument, warum der Täter, sprich Bence T., nicht vor der vor Wohnungstüre im Durchgang des Parkdecks mit Handschuhen und Hammer auf seine Tante gewartet hat. So wie es das Gericht angenommen hat. Der Zeitraum, in dem sie die Wohnung verlassen würde, wird damit noch erheblich größer. Und damit die Gefahr der Entdeckung. Noch mehr spricht für mich die seelische Anspannung dagegen, die so ein Abpassen mit sich bringt. Ich traue Bence T. viel zu, aber sein Nachtatverhalten ist so chaotisch, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass er diese Tat kühl kalkulierend und akribisch geplant hat. Der Gedanke war vielleicht schon länger in seinem Kopf, aber ich meine, die Tat selbst geschah eher spontan. Vielleicht weil im klar wurde, dass er aufgeflogen war, vielleicht, weil er keinen Ausweg aus seinem Dilemma mehr sah.

Meine Vorstellung war schon immer, dass er in der Wohnung war und mit dem Opfer die Treppe hinunter gegangen ist, bevor er unten im Flur zuschlug. Das würde auch - Axel Petermanns Blutanalyse als zutreffend vorausgesetzt - besser zu den Blutspritzern passen, die ja auch Gegenstand des Wiederaufnahmeantrags sind.


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23.03.2026 um 18:30
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Meine Vorstellung war schon immer, dass er in der Wohnung war und mit dem Opfer die Treppe hinunter gegangen ist, bevor er unten im Flur zuschlug. Das würde auch - Axel Petermanns Blutanalyse als zutreffend vorausgesetzt - besser zu den Blutspritzern passen, die ja auch Gegenstand des Wiederaufnahmeantrags sind.
Die Frage dabei ist aber doch, ob sie ihn überhaupt empfangen hätte und warum sie das hätte tun sollen?

Die Story, er habe ihr den Studienabbruch als einziger schon längst gebeichtet und sie ihm verziehn gehabt, glaube ich kein Stück. Und auch nicht, die Geschichte vom sonntäglichen Muttertagsbesuch, bei dem sie ihn angeblich zurückberufen hat, damit er dem Herrn R. ein paar weitere faule Eier ins Nest legen soll, damit sie diesen loswerden kann. Und noch viel weniger, dass sie ihn gebeten hat, am Dienstag irgendeine Schicht zu übernehmen.

Ich glaube nicht, dass sie ihn reingebeten hätte, wenn er an ihrer Tür geklingelt hätte.


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23.03.2026 um 20:05
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Ich glaube nicht, dass sie ihn reingebeten hätte, wenn er an ihrer Tür geklingelt hätte.
Ich weiß es nicht. Tatsache ist, dass ihm nach eigenen Angaben von ihr der Schlüssel fürs Büro abgenommen worden ist. Es Unregelmäßigkeiten gegeben hatte. Geld fehlte.

Deshalb glaube ich auch nicht die Story vom angeblich super Verhältnis. Und so resolut und eisern die Tante beschrieben wird, wäre ein Studienabbruch - und erst recht die jahrelange Lügerei - Versagen und Vertrauensverlust gewesen, bei dem eine Versöhnung sehr schwer vorstellbar ist. Eher das Gegenteil.

Ob sie ihn deshalb nicht in ihre Wohnung lässt? Wenn er ihr vorspielt, es täte ihm alles ganz schrecklich leid? Wir wissen es nicht. Mein Eindruck ist angesichts der objektiven Spuren am Tatort immer gewesen, dass der Täter schon im Flur war und nicht vor der Türe gewartet hat. Da waren mir die Feststellungen des LG München schon immer zu sehr auf die Heimtücke zugeschnitten. Ja, es konnte so gewesen sein. Aber es musste nicht.


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23.03.2026 um 20:42
Ich glaube eben nicht ,dass B.T an diesem besagten Muttertag bei Frau C.B.war .Es ist durchaus Richtig von seinem Anwalt zu sagen ,B.T muss bei ihr gewesen sein ,denn woher sonst wusste B.T das Sie an dem Sonntag zuhause war.Doch eins hat der Rechtsanwalt nicht mt eingerechnet,muss man in der Wohnung sein um zu sagen ,Frau C.B war da.In den Videos ist zu sehen ,dass man oben im Parckdeck auf diese ,ich nen es mal Freie Fläche gehen kann u Blick zur Terrasse hat, wenn das zb nun B.T auch gemacht hat ,hat er womöglich Frau C.B gesehen oder zumindest gehört.Und schon kann er sagen ,Frau C.B war zuhause u er wäre bei ihr gewesen .
Nachdem Reifenstreit Dienstag ,,Schlüsselabnahme u vom Hof gejagt,Glaube ich auch nicht ,dass Frau C.B ihm am Donnerstag sagt ,na hast dich wieder beruhigt,komm doch am Sonntag bei mir vorbei .


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24.03.2026 um 16:09
Hätte MT zur Aktivierung der Alarmanlage andere Angaben als BT gemacht, wäre das sicherlich im Urteil erwähnt worden. Nicht der Zeitpunkt der Aktivierung ist merkwürdig, sondern:
Zitat von GrillageGrillage schrieb am 21.03.2026:Man fragt sich, ob CB in der Wohnung ist, sieht, dass die Alarmanlage nicht aktiviert ist, und die logische Schlussfolgerung daraus wäre doch, dass CB in der Wohnung ist. Statt die Alarmanlage zu aktivieren, die dann auslösen würde, wenn sie ihre Wohnung verlassen will, hätte man ja mal bei ihr klingeln können...
Zitat von dotsdots schrieb am 21.03.2026:und selbst wenn sie darauf nicht reagiert, verriegelt man nicht eigenmächtig die Alarmanlage.
Sie hätte ja auch ein Nickerchen machen, in der Wanne liegen oder sonstiges können...
O. g. "logische Schlussfolgerung" will BT tatsächlich getroffen haben (s. Satz unten unter Zeitangaben, Hervorhebung durch mich).

Dass MT im Auftrag von BT die Alarmanlage aktivieren sollte, damit die MitarbeiterInnen nicht stutzig werden, ergibt keinen Sinn (@dots ):
Der Angestellte P. hatte schon vor 9.00 Uhr versucht, CB zu erreichen (lt. Urteil). Wieso sollte das Personal tätig werden, wenn ein naher Verwandter keinen Handlungsbedarf sieht. Dafür hatte BT schon morgens gesorgt, indem er die MitarbeiterInnen beschwichtigte. (Putzfrau stand auch vor CBs Tür, wenn ich es richtig erinnere.) Seltsam ist M. E., dass die Wohnungstür erst irgendwann nach 18.30 Uhr geöffnet wurde, obwohl spätestens ab dem frühen Di.-Nachmittag klar gewesen sein müsste, dass die Tante schon seit dem Vorabend nicht erreichbar war bzw. nicht zurückrief. Anrufversuch MT, montags um 19.10 Uhr.
Wie es schon gepostet wurde: Warum wurde der Mitarbeiter, der einen langen Weg nach M hatte, angerufen und nicht die Rettungsdienste, um die Tür zu öffnen?
- -
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Bei einer 59jährigen Frau, die nicht siech und gebrechlich ist, ist Unfall das Letzte, was ich annehmen würde.
BT erzählte, dass er beim Auffinden der Leiche zunächst dachte, die Tante sei die Treppe herabgestürzt, da sie gewohnheitsmäßig nur auf Strümpfen auf und ab ging (Rutschgefahr).
Einer der Brüder erzählte von dem Teppich, der ins Rutschen kam, wenn man ihn schnell betrat.
Unfälle im Haushalt können abgesehen davon in jedem Alter passieren (z. B. Ausrutschen im Bad).
- -
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Ich traue Bence T. viel zu, aber sein Nachtatverhalten ist so chaotisch, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass er diese Tat kühl kalkulierend und akribisch geplant hat. Der Gedanke war vielleicht schon länger in seinem Kopf, aber ich meine, die Tat selbst geschah eher spontan.
Falls es eine Spontantat gewesen sein sollte: Hätte er sich dann nicht hilfesuchend und überfordert an eine nahestehende Person gewandt?

Aus BTs Perspektive (o. narzisstischen Selbstwahrnehmung?) war der Plan evtl. nicht so chaotisch. Annahme Plan:
- Hat er sich einen guten Vorwand ausgedacht, damit ihn Ch. B. in die Wohnung ließ?
- Am Mo. Erkältung und Bad (während ermittelter Tatzeit)
- Sonntagsbesuch ausdenken, um erzählen zu können, man habe sich versöhnt und die Tante habe ihn gebeten, dienstags zu arbeiten.
- Am Di. ab morgens dafür sorgen, dass das Personal die Füße stillhält und Zeitungen verschwinden lassen.
- Anschließend eine lange Fahrt unternehmen und mit 500 € in der Tanke bezahlen (Alibi + Beweismittel verschwinden lassen).
- Ab frühem Mittag wieder dafür sorgen, dass niemand wg. der Tante beunruhigt ist.
- Abends die Leiche auffinden, um Spuren zu hinterlassen.
- -
Wie ich schon gefragt habe: Hatten MT und BT am Di. schon vor dem frühen Nachmittag (tel.) Kontakt? Haben die Brüder am Di. auch bei Bekannten nach der Tante gefragt? Wussten sie schon, dass die Tante auch nicht beim Stammtisch erschienen war? Falls ja, hätte noch viel mehr dafür gesprochen, spätestens am frühen Nachmittag die Rettungsdienste zu alarmieren, um in CBs Wohnung zu gelangen.

Zeitangaben im Urteil:
[BT] habe er auch am frühen Nachmittag noch mehrmals versucht, die Tante zu erreichen. Sein Bruder M. sei hinauf zur Wohnung der Tante gegangen und habe überprüft, ob die Alarmanlage eingeschaltet sei. (…)
Bzw.
Gegen 16.00 Uhr sei er nach Hause gefahren. Er habe telefonisch von seinem Bruder erfahren, dass sich die Tante immer noch nicht gemeldet habe. Sein Bruder habe in seinem Auftrag festgestellt, dass die Alarmanlage in der Wohnung der Tante deaktiviert gewesen sei. Dies sei für ihn ein Anhaltspunkt dafür gewesen, dass die Tante in der Wohnung gewesen sei. Er sei aus diesem Grund zur Garage gefahren und dort gegen 18.30 Uhr eingetroffen. Dort habe ihm sein Bruder mitgeteilt, Herr W. sei bereits mit dem Schlüssel zur Garage unterwegs.



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